An der Börse investieren: Was sind die wichtigsten Regeln für den Aktienhandel?

Aktienhandel / Boerse / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: Firmbee;https://pixabay.com/de/photos/aktie-iphone-gesch%c3%a4ft-handy-624712/ Aktienhandel / Boerse / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: Firmbee;https://pixabay.com/de/photos/aktie-iphone-gesch%c3%a4ft-handy-624712/

Wer in Aktiengesellschaften investiert, spekuliert auf zukünftige Entwicklungen. Wer das tut, sollte die wichtigsten Regeln für den Aktienhandel kennen.

Wer etwa plant, in Aktien zu investieren, der sollte sich von Anfang an bewusst sein, dass es ein paar Regeln gibt, an die man sich halten sollte. Nur dann wird man auch auf lange Sicht erfolgreich werden und vor allem erfolgreich bleiben können. 

Regel Nummer 1: Stets nur frei zur Verfügung stehendes Geld in Aktienhandel investieren 

Ein Investment in Aktien kann gut laufen, es kann aber auch in die andere Richtung gehen. Das ist auch der Hauptgrund, weshalb man nur frei zur Verfügung stehendes Kapital investieren sollte. Denn nur so kann man Kursrückgänge, die immer möglich sind, problemlos aussitzen. Oft benötigt es Monate oder Jahre, bis die eine oder andere Korrektur wieder vorbei ist und man in die Gewinnzone rutscht. Wer aber weiß, dass das investierte Geld in drei Monaten benötigt wird, kann etwaige Kursrückgänge nicht aussitzen und muss mit Verlust verkaufen.

Regel Nummer 2: Gekauft wird nur, was man auch versteht 

Warren Buffett, ein Starinvestor, verfolgt die Strategie, dass nur in jene Unternehmen investiert wird, deren Projekte und Ziele er auch kennt und versteht. In Bereiche zu investieren, von denen man selbst keine Ahnung hat, ist gefährlich. Das Investieren in Aktiengesellschaften ist ein Spekulieren auf zukünftigen Entwicklungen – wer nicht weiß, wofür das Unternehmen steht, kann auch nicht beurteilen, ob das Unternehmen und die Ideen auch zukunftsfähig sind.

Regel Nummer 3: Auf die Diversifikation achten

Das gesamte Ersparte in eine Aktiengesellschaft zu stecken, mag durchaus verlockend sein. Vor allem dann, wenn es die eine oder andere Prognose gibt, die davon handelt, dass der Aktienkurs in absehbarer Zeit nach oben schießen wird. Doch das Risiko, das man hier eingeht, ist nicht zu unterschätzen.

Prognosen sind keine Gewinngarantie. Es gibt auch keine Garantie, dass große und namhafte Unternehmen für die Ewigkeit erfolgreich bleiben. Auch Branchen, die heute noch vielversprechend sind, können in ein paar Jahren Schwierigkeiten haben, sodass es zu einer Korrektur am Aktienmarkt kommt.

Aus diesem Grund sollte man nicht nur in unterschiedliche Branchen investieren, sondern auch in mehrere Aktiengesellschaften. Zudem ist es auch ratsam, einen Teil des Ersparten in Anleihen, Kryptowährungen oder auch in ETFs zu stecken. Je breiter das Portfolio aufgebaut wird, desto geringer stehen die Chancen, dass man hier auf lange Sicht einen Verlust verbuchen muss. 

Regel Nummer 4: Auf die Gebühren achten

Langfristige Anleger sollten sich mit dem Gebührenmodell genauso befassen, wie auch kurzfristige Spekulanten. Wer sich etwa für Daytrading Österreich interessiert, weiß, hier werden mehrmals pro Tag Positionen geöffnet und geschlossen – hier können hohe Gebühren dazu führen, dass die Gewinne aufgefressen werden. 

Aus diesem Grund sollte man im Zuge des Anbietervergleichs nicht nur darauf achten, ob es sich um einen seriösen Broker handelt, sondern auch einen Blick auf das Gebührenmodell werfen. Wer unsicher ist, ob der Anbieter teuer oder günstig bzw. empfehlenswert ist, kann sich auch mit den Erfahrungsberichten auseinandersetzen, die in der Regel relativ schnell im Internet gefunden werden können.

Regel Nummer 5: Gewinne lässt man laufen, Verluste muss man begrenzen

Wichtig ist, mit risikoreduzierenden Instrumenten zu arbeiten. Vor allem dann, wenn mit kurzfristigen Preisentwicklungen spekuliert wird, ist es ratsam, Stopp Kurse einzubauen. Das heißt, mit Stop Loss wird die Position automatisch geschlossen, wenn ein bestimmter Verlust realisiert wurde, bei Take Profit wird die Position automatisch geschlossen, wenn ein bestimmter Gewinn eingefahren werden konnte.

Investiert man etwa auf lange Sicht, also hat man einen mehrjährigen Anlagehorizont vor Augen, so muss man natürlich auch den einen oder anderen Rückschlag akzeptieren. Man sollte nicht verkaufen, wenn es nach unten geht und wieder kaufen, wenn es nach oben geht. Im Idealfall sollte man einfach weiterinvestieren. Wer etwa einen Sparplan hat, sollte diesen keinesfalls stoppen, wenn sich die Aktienkurse in einer Abwärtsspirale befinden. Denn zu diesem Zeitpunkt kann besonders günstig eingekauft werden, sodass in weiterer Folge der Cost Average Effekt entsteht.

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Regel Nummer 6: Das Ziel kennen 

Am Ende sollte man wissen, wofür man Geld investiert. Möchte man finanziell für das Alter vorsorgen, plant man eine Urlaubsreise, oder will man den Kredit vorzeitig tilgen?