Diese flexiblen Arbeitszeitmodelle gibt es

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Immer mehr Menschen wünschen sich flexible Arbeitszeitmodelle, weil sie auf diese Weise Beruf und Familie besser miteinander in Einklang bringen können.

Flexible Arbeitszeitmodelle sind beliebt. Durch sie haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, ihren Tag besser zu strukturieren. Es gelingt ihnen gut, berufliche sowie private Ereignisse einzuplanen und mit der Tätigkeit zu vereinen. Hiervon profitieren selbst Unternehmen. Dank der Planbarkeit der Beschäftigungszeit ist die Produktivität der Angestellten hoch. Sie arbeiten nämlich stressfreier sowie fokussierter, da sie den Ablauf des Tags gut geplant haben. Nur selten nutzen Angestellte die gewonnene Freiheit aus.

Welche Arbeitszeitmodelle gibt es?

Die meisten Menschen, die flexible Arbeitszeiten haben, führen ihren Beruf in Gleitzeit aus. Dabei profitieren sie von oftmals großen Gleitzeitspannen, die ihnen der Arbeitgeber zur Verfügung stellt. Während der Kernarbeitszeit sollten Angestellte jedoch anwesend sein. Wann eine Anwesenheitspflicht besteht, hängt vom Unternehmen und seiner ausgeführten Tätigkeit ab. In einigen Fällen gibt es bedarfsgerechte sowie sehr individuelle Regelungen.  Der Organisationsaufwand für das Gleitzeitmodell ist niedrig und führt zu geringen Kosten. In beispielsweise Fabriken erfordert es jedoch einen hohen Koordinationsaufwand.

Zur Gleitzeitvariante gibt es viele Alternativen. Zu ihnen gehören:

  • Vertrauensarbeitszeit: Hier verzichten Arbeitgeber auf eine Kontrolle der Arbeitnehmer und ihrer Beschäftigungszeiten. Das bedeutet, dass der Angestellte autonom sowie selbstverantwortlich plant und agiert. Hierbei kann es zu Problemen, wie Überlastung oder Koordinationsproblemen kommen. Dafür genießt der Mitarbeiter den Vorteil sehr flexibel zu agieren.
  • Arbeitsteilung: Beim Jobsharing teilen mindestens zwei Angestellte einen Beschäftigungsplatz, der normalerweise nur durch eine Person abgedeckt wird. Somit haben sich die Arbeitnehmer untereinander abzustimmen, um zu entscheiden, wer wann tätig ist. Problematisch ist es, wenn die Beschäftigungen zur selben Zeit arbeiten wollen. Dafür genießen sie jedoch ein hohes Maß an Flexibilität.
  • Funktionszeit: Häufig ist die Funktions- mit der Gleitzeit gekoppelt. Im Rahmen einer definierten Zeitspanne führen Angestellte eine festgelegte Tätigkeit aus. Hierbei kann es sich um die Reparatur eines Autos oder sogar eine telefonische Verhandlung mit einem Kunden handeln.
  • Teilzeitarbeit: Personen, die in Teilzeit arbeiten, übernehmen unternehmensspezifische Aufgaben in gewissen Zeiträumen. Im Vergleich zur Vollzeitarbeit sind sie somit in einem geringeren Umfang tätig. An welchen Tagen sowie Zeiten der Job ausgeübt wird, ist mit dem Vorgesetzten zu besprechen. Teilzeitarbeit kann selbst als temporäre Unterstützung im Betrieb sinnvoll sein. Ist ein Angestellter nicht voll belastbar, ist es manchmal empfehlenswert einen Arbeitnehmer in Teilzeit einzustellen.
  • Homeoffice: Wer im Homeoffice tätig ist, nutzt einen speziell ausgestatteten Arbeitsbereich im eigenen Haus oder der Wohnung. Dieses flexible Arbeitsmodell finden in Teil- oder Vollzeit statt. Ebenso besteht die Option, Mini-Jobs oder saisonale Tätigkeiten im Homeoffice auszuführen. Es ist besonders für Beschäftigte praktisch, die Kinder haben oder weite Anfahrtswege zum Unternehmen. Doch es gibt gewisse Aufgaben, die sich nur schwer im Homeoffice erledigen lassen. Daher eignet sich dieses Arbeitszeitmodell nicht für alle Betriebe.
  • Schichtarbeit: Menschen, die als Krankenschwester, Kundenberater oder auch in Fabriken arbeiten, führen ihre Aufgaben zu unterschiedlichen Zeiten aus. Neben der Nacht- und Tagschicht gibt es oft eine Spät- sowie Frühschicht. Wann sie beginnen und enden, wird unternehmensspezifisch festgelegt. Dasselbe gilt meist für die Tage, an denen der Angestellte arbeitet. In einigen Betrieben besteht die Möglichkeit, dass sich Arbeitnehmer für eine Schicht entscheiden. Das bietet ihnen die Chance mehrere Jobs zu verschiedenen Zeiten auszuführen.
  • Arbeitszeitkonten: Sie gliedern sich in Lang- sowie Kurzzeitkonten und unterscheiden sich in ihren Ausgleichszeiträumen. Oft sind Langzeitkonten so konzipiert, dass sie länger als ein Jahr laufen. Der Beschäftigte hat somit die Option, fehlende Arbeitsstunden, über einen langen Zeitraum, auszugleichen. Manchmal sind Arbeitszeitkonten mit einem Ampelsystem versehen. Es ist übersichtlicher und signalisiert wie die Balance auf dem Konto aktuell ausfällt.
  • Mobile Arbeit: Menschen, die mobil arbeiten, haben einen Beruf, der keine örtliche Anbindung erfordert. Im Vergleich zum Homeoffice ist es somit nicht erforderlich einen festen Arbeitsplatz zu besitzen. Dies ermöglicht Angestellten ein besonders hohes Maß an Flexibilität.
  • Rufbereitschaft: In Berufen, in denen es zu Notfällen kommen kann, ist eine Rufbereitschaft sinnvoll. Besonders im medizinischen sowie handwerklichen Sektor ist sie empfehlenswert. Wer als Krankenpfleger oder im sanitären Bereich arbeitet, wird teilweise in Bereitschaft arbeiten. Hierbei ist es notwendig, dass der Mitarbeiter für einen potenziellen Arbeitseinsatz verfügbar ist.
  • Jahresarbeitszeit: Bei der Jahresarbeitszeit legen Angestellte eine Stundenzahl fest, die sie jährlich arbeiten wollen. Zusätzlich entscheiden sie sich jedes Jahr neu an welchen Tagen und zu welchen Zeiten sie ihre Tätigkeit ausführen wollen. Wer möchte, kann sich selbst dazu entschließen in der ersten Jahreshälfte mehr zu arbeiten als in der zweiten. Dies bietet Arbeitnehmern viel Flexibilität sowie Unternehmen eine hohe Planbarkeit.

Tipp: Gerade in größeren Unternehmen gibt es oftmals mehrere flexible Arbeitszeitmodelle. Entsprechende Jobangebote in Hamburg oder anderen großen Städten in Deutschland inkludieren oft einige der aufgeführten Beschäftigungsvarianten. Sie finden sich in der Regel in den Informationen zur Tätigkeitsbeschreibung, sodass Jobsuchende schnell ein Arbeitsangebot finden, welches den individuellen Wünschen entspricht.

Welche Vor- und Nachteile haben flexible Arbeitszeitmodelle?

Für Unternehmer sowie Arbeitnehmer gibt es viele Vorteile und Nachteile, die mit flexiblen Arbeitszeitmodellen in Verbindung stehen. Welche das sind, erfahren Interessierte in der nachfolgenden Tabelle:

Vorteile von flexiblen Arbeitszeitmodellen Nachteile von flexiblen Arbeitszeitmodellen
Viele Gestaltungsoptionen offen: Sowohl für Unternehmer als auch Angestellte gibt es ein hohes Maß an Flexibilität. Während Arbeitgeber die Arbeitnehmer je nach Auslastung beschäftigen, haben Mitarbeiter auch die Möglichkeit, ihre Tätigkeit so zu gestalten, dass sie mit der Familie vereinbar ist. Verwaltungsaufwand für Arbeitgeber: In Abhängigkeit vom gewählten Modell fällt der Bereitstellungsaufwand für dieses hoch aus. Manchmal ist er mit hohen Zusatzkosten verbunden.
Leistungsfähige und motivierte Angestellte: Durch eine freie Zeiteinteilung hat der Arbeitnehmer die Option, Privatleben sowie Beruf individuell zu managen. Dadurch kann er sich besser auf beide Aspekte fokussieren. Das führt meist zu einer gesteigerten Arbeitsleistung sowie Motivation. Angestellte könnten Großzügigkeit ausnutzen: Gerade beim Arbeiten im Homeoffice ist es für Unternehmen schwer nachzuvollziehen, wann und wie lange der Beschäftigte gearbeitet hat. Das kann zu Problemen bei den Arbeitsprozessen und auch zu Mehrkosten führen.
Geringere Fluktuation von Arbeitskräften: Aufgrund der individuellen Beschäftigungszeiten sind Angestellte zufriedener sowie arbeiten stressfreier. In Unternehmen mit einer freien Zeiteinteilung herrscht daher eine niedrigere Volatilität von Arbeitskräften.  
Weniger Überstunden: Dank des optimalen Zeitmanagements machen Beschäftigte weniger Überstunden. Deshalb kommt es seltener zu einer Überlastung der Angestellten. Zudem ist eine Reduktion von Überstunden für Arbeitgeber günstiger, denn sie reduzieren ihre Personalkosten dadurch.  

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