Effektiver lernen im Studium?

Studium, Schule / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: Stocksnap; https://pixabay.com/de/photos/laptop-computer-browser-forschung-2562325/ Studium, Schule / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: Stocksnap; https://pixabay.com/de/photos/laptop-computer-browser-forschung-2562325/
 

Im Studium muss viel gelernt werden und am Ende wartet die Bachelorarbeit, Diplom- oder Masterarbeit. 5 Geheimnisse, mit denen Lernen effektiver funktioniert.

Lernmethoden: Die 5 Geheimnisse für effektives Lernen

Das Studium ist eine interessante, aber auch sehr lernintensive Zeit im Leben. Nach jahrelangem Lernen und vielen Prüfungen steht dann die Bachelorarbeit oder ein anderer Abschluss an. Damit der Lernstoff effektiver im Gedächtnis haften bleibt, gibt es viele Methoden. Mit den folgenden Geheimtipps lassen sich auch umfangreiche Studieninhalte schneller nachhaltig erfassen.

Vorab einen Zeitplan erstellen

Bevor es für einen Student mit dem Lernen losgeht, ist die Anfertigung eines Zeitplans wichtig. Eine Sammlung aller Vorlesungsskripte, digitaler Dokumente und Mitschriften sollte in Themen und nach Wichtigkeit untergliedert und für eine bestimmte Zeitdauer geplant werden. Pausen und Pufferzeiten für zusätzliche Wiederholungen sind ebenfalls wichtig. Ob die Lernzeit dabei eher früh morgens oder in den Abendstunden beginnt, hängt ganz vom individuellen Biorhythmus und sonstigen Verpflichtungen ab.

  1. Konzentriertes Lernen

Am wichtigsten ist, dass die Konzentration komplett auf den Lernstoff gelenkt und alle äußeren Einflüsse ausgeblendet werden. Das bedeutet, alles auszuschalten, was vom Lernen ablenken könnte. Zum Beispiel das Handy, den Mailaccount, das TV-Gerät und andere Dinge. Denn jede Unterbrechung kostet Zeit und das Gehirn braucht neue Energie, um sich wieder voll und ganz zu konzentrieren.

Um die Konzentration zum Lernen zu stärken, gibt es verschiedene Methoden. Nicht jede funktioniert bei jedem gleichermaßen gut. Viele Menschen lernen zum Beispiel mit Musik besser als bei völliger Stille. Doch es sollte die richtige Musik sein. Statt wildem Rock ist hier klassische Musik oft die bessere Wahl.

Für eine bessere Konzentration sorgen auch Meditationsübungen oder eine kleine Yoga-Einheit vor dem Lernen sowie in den Lernpausen.

Tipp: Lerngruppen sind eine Alternative für alle, die sich alleine nicht gut konzentrieren können. Wer zusammen für die Bachelorarbeit lernt, kann sich auch gegenseitig abfragen.

  1. Über alle Sinne lernen

Jeder Student hat einen bevorzugten Lernkanal, über den er am liebsten neue Dinge aufnimmt. Der eine lernt am besten über Gehörtes (auditiver Typ), ein anderer eher über das Sehen (visueller Typ). Der kommunikative Lerntyp erschließt sich Dinge am besten im Austausch mit anderen Menschen. Und dann gibt es noch den motorischen Lerntyp, der alles selbst aktiv ausprobieren muss.

Obwohl es verschiedene Lerntypen gibt, sollte ein Student den Lernstoff dennoch möglichst über alle Sinne aufnehmen. Dann ist die Chance am größten, dass dieser im Langzeitgedächtnis haften bleibt und auch in der Prüfung zuverlässig abgerufen werden kann. Wer also Lernstoff anhört, sich dazu Bild- und Videomaterial ansieht, mit seinen Kommilitonen darüber diskutiert und zusammen Dinge ausprobiert, lernt am effektivsten.

Wichtig: Auf die Verarbeitungstiefe kommt es an. Umso mehr Sinne zum Lernen eingesetzt werden, desto größer ist die Verarbeitungstiefe und umso mehr Informationen werden im Langzeitgedächtnis gespeichert. Dabei speichert das Gehirn Informationen gleich dreifach ab – im auditiven, visuellen und kinästhetischen Gedächtnis.

  1. Lerntagebuch, Karteikarten und Todo-Listen

Mit Karteikarten lernen schon Grundschüler Vokabeln und andere Dinge. Auch im Studium funktionieren diese, um Themen gut strukturiert abzuarbeiten. Ein Karteikasten bringt Ordnung in die umfangreiche Themensammlung.

Mehr Struktur in das Lernen bringt ein Lerntagebuch. In diesem wird nach dem Lernen dokumentiert, was gut lief und an welchen Stellen es mit der Konzentration haperte. So lässt sich am Ende des Tages leichter auswerten, wo noch Verbesserungspotenzial beim Lernen besteht. Auch bereits Gelerntes und noch offene Themen können darin übersichtlich dargestellt werden. Der Student behält besser den Gesamtüberblick und verzettelt sich nicht.

Alternativ haben sich auch Todo-Listen bewährt. Morgens werden alle Punkte aufgeschrieben, die am Tage zu lernen sind. Die wichtigsten Punkte stehen dabei ganz oben auf der Liste. Jeder abgearbeitete Punkt wird gestrichen, das erhöht die Motivation zum Durchhalten zusätzlich.

  1. Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung

Ist der Lernstoff aus dem Studium erst einmal grob verstanden und im Kurzzeitgedächtnis angelangt, muss er durch Wiederholungen gefestigt und um Details ergänzt werden. Jede Wiederholung festigt den Stoff ein bisschen mehr. Statt langen Lerneinheiten sind dabei knackige Pakete besser zu verstehen.

Man geht davon aus, das ungefähr fünf bis sechs Wiederholungen nötig sind, damit Lernstoff sehr lange oder sogar für immer im Gedächtnis bleibt. Die Pausen zwischen den Wiederholungen sollten dabei immer länger werden. Zum Beispiel erfolgt eine Wiederholung nach einer Minute, nach einer Stunde und dann später noch mal am Tag. Weiter geht es mit einer Wiederholung am Ende der Woche, des Monats und Jahres. Da Studierende häufig nicht so lange Zeit haben, sind oft auch schon vier bis fünf Wiederholungen ausreichend.

  1. Zur richtigen Zeit lernen

Wer eher ein Nachtmensch (Typ Eule) ist, kann durchaus die ganze Nacht effektiv durchlernen. Die meisten Menschen lernen aber am Tag besser (Typ Lerche), da es eher dem natürlichen Biorhythmus entspricht. Wer seine bevorzugte Lernzeit entsprechend nutzt, lernt langfristig am effektivsten.

Ganz normal ist es, dass nach einigen Stunden ein Leistungstief einsetzt. Bei den meisten Menschen passiert das um die Mittagszeit. Je nachdem, wann die Konzentration am höchsten ist, sollte die Lernzeit im Studium geplant werden. Die Leistungshoch-Phasen der meisten Studenten sind am Vormittag und späten Nachmittag.

Tipp: Pausen sind wichtig für die Konzentration. Nach ein bis zwei Stunden macht eine kurze Bewegungspause das Lernen noch effektiver.

 

 

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