Den Briten droht das politische Chaos

Typewriter / nano-banana-2026-03-04T08-21-24
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Großbritannien droht im  politischen Chaos zu versinken. Sowohl Labour als auch Tories verlieren bei den Briten rasant an Bindekraft.

Keir Starmer galt lange als das personifizierte Valium der britischen Politik. Ein Mann ohne Pathos, ohne große Visionen, ohne ideologisches Feuer. Seriös, kontrolliert, geschniegelt wie ein rechtschaffener Anwalt auf Regierungskurs. Gerade deshalb wirkt das, was derzeit in Großbritannien geschieht, umso bemerkenswerter: Der Labour-Premier beginnt plötzlich über Migration zu sprechen wie ein Politiker, den seine eigene Partei vor wenigen Jahren noch reflexhaft als „rechtspopulistisch“ eingeordnet hätte.

 Tektonische Verschiebungen

In London hat sich die politische Atmosphäre verändert. Nicht explosionsartig, sondern schleichend, wie ein Wetterumschwung vor einem Gewitter. Über Jahre hinweg galt in großen Teilen des britischen Establishments die Vorstellung, Migration sei zwar organisatorisch manchmal schwierig, kulturell aber letztlich immer ein Gewinn. Wer zu deutlich auf Probleme hinwies, wurde rasch moralisch einsortiert. Nun aber benutzt ausgerechnet ein Labour-Premier Begriffe wie „Kontrolle“, „Integration“ und sogar die Warnung vor einer „Insel von Fremden“. Das löste in linken Medien und Teilen seiner eigenen Partei beinahe Schnappatmung aus. 

Der Satz traf Großbritannien deshalb so hart, weil er an ein tiefes historisches Trauma rührte. Sofort erinnerten Kritiker an Enoch Powell und dessen berüchtigte „Rivers of Blood“-Rede von 1968. Damals warnte der konservative Exzentriker vor ethnischen Spannungen durch Masseneinwanderung und wurde zur toxischen Symbolfigur des britischen Migrationsdiskurses. Dass nun ein Labour-Premier Formulierungen verwendet, die manche an Powell erinnern, zeigt vor allem eines: Die politische Tektonik des Landes verschiebt sich.

Angst und Panik

Der eigentliche Motor dieser Verschiebung sitzt allerdings nicht in der Downing Street, sondern in den Umfragen. Nigel Farage und seine Partei Reform UK haben das britische Parteiensystem in eine Art Dauerpanik versetzt. In vielen Regionen Englands verliert Labour massiv Stimmen an eine Wählerschaft, die sich kulturell entfremdet fühlt und überzeugt ist, dass die politische Elite ihre Sorgen über Migration jahrzehntelang ignoriert hat. Besonders in ehemaligen Arbeiterhochburgen wächst die Überzeugung, dass sich ganze Städte schneller verändern, als Gesellschaften kulturell verkraften können.

Starmer versucht nun, die verschreckten Wähler zurückzugewinnen. Seine Botschaft lautet im Kern: Der Staat verliert die Kontrolle über Migration, und genau das gefährdet gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dabei greift er bewusst auf Formulierungen zurück, die früher eher konservative oder Brexit-nahe Politiker verwendeten. Selbst der alte Brexit-Slogan „Take back control“ taucht inzwischen wieder auf. 

Das allein wäre bereits bemerkenswert genug. Doch noch interessanter ist die Nervosität, die diese neue Sprache im linksliberalen Milieu auslöst. Denn über Jahre hinweg beruhte der westliche Migrationsdiskurs auf einem unausgesprochenen Grundsatz: Probleme dürfen zwar verwaltet, aber niemals grundsätzlich benannt werden. Wer über kulturelle Spannungen, Integrationsprobleme oder die Überforderung kommunaler Strukturen sprach, galt schnell als moralisch verdächtig. Nun jedoch formuliert selbst ein sozialdemokratischer Regierungschef, dass unbegrenzte Migration eine Gesellschaft auseinanderziehen könne. Für viele Aktivisten pro Migration wirkt das beinahe wie ein ideologischer Verrat.

Etablierte Prallelgesellschaften

Dabei ist Großbritannien längst ein Laboratorium westlicher Migrationspolitik. Kaum ein anderes europäisches Land hat in den vergangenen Jahrzehnten derart hohe Nettozuwanderung erlebt. Ganze Stadtviertel in London, Birmingham oder Leicester haben sich kulturell tiefgreifend verändert. Parallelgesellschaften, ethnisch zerklüftete Schulwelten und religiöse Spannungen gehören inzwischen zum politischen Alltag. Besonders die Ereignisse rund um islamistische Demonstrationen, antisemitische Vorfälle oder gewaltsame Proteste haben das Sicherheitsgefühl vieler Briten erschüttert. Gleichzeitig wächst der Druck auf Wohnungsmarkt, Gesundheitssystem und Infrastruktur. Sinnbildlich steht die mittelenglische Ex-Industriestadt Rotherham für den Niedergang: Armut und Massenmissbrauch von Minderjährigen durch eingewanderte Pakistani. Diese ungelösten Konflikte betreffen inzwischen das gesamte Land.

Interessant ist dabei die Verschiebung innerhalb der Labour-Partei selbst. Früher galt Migration dort fast ausschließlich als humanitäres oder ökonomisches Thema. Heute beginnt selbst die Parteiführung offen über kulturelle Integration zu sprechen. Starmer fordert bessere Englischkenntnisse, strengere Anforderungen für Einwanderung und längere Fristen bis zur Staatsbürgerschaft. Das mag moderat klingen. Doch in einem politischen Milieu, das jahrzehntelang jede Debatte über kulturelle Assimilation als latent rassistisch betrachtete, wirkt bereits diese Sprache wie eine kleine Revolution.

Zerrissene Parteien

Die eigentliche Tragik für Starmer besteht jedoch darin, dass er zwischen allen Fronten zerrieben wird. Der rechte Rand hält ihn weiterhin für zu weich. Der linke Flügel wirft ihm vor, Narrative der Rechten zu übernehmen. Menschenrechtsorganisationen sprechen von gefährlicher Rhetorik, während konservative Kritiker gleichzeitig behaupten, die Maßnahmen gingen nicht weit genug. So entsteht der Eindruck einer politischen Führung, die versucht, eine Entwicklung sprachlich einzufangen, die längst viel tiefer reicht als Parteiprogramme. Denn Migration ist in Großbritannien inzwischen nicht mehr bloß ein Politikfeld unter vielen. Sie ist zur Projektionsfläche einer umfassenden gesellschaftlichen Verunsicherung geworden.

Dabei geht es längst nicht nur um Zahlen. Die eigentliche Debatte kreist um Identität, kulturelle Kontinuität und die Frage, ob moderne westliche Gesellschaften überhaupt noch definieren können, was sie zusammenhält. Viele Briten haben den Eindruck, dass der Staat zwar Diversität feiert, aber kaum noch gemeinsame kulturelle Leitplanken formuliert. Genau dieses Gefühl versucht Starmer nun anzusprechen, wenn er von gesellschaftlichem Zusammenhalt spricht. Hinzu kommt eine ökonomische Dimension. Großbritannien hat sich über Jahre an billige Arbeitsmigration gewöhnt. Pflege, Gastronomie, Logistik oder Landwirtschaft funktionieren vielerorts nur noch mit Arbeitskräften von außen. Kritiker argumentieren jedoch, dies habe Unternehmen bequem gemacht: Statt Produktivität zu steigern oder höhere Löhne zu zahlen, greife man einfach auf neue Migranten zurück. Auch diese Argumentation taucht inzwischen in Regierungspapieren auf. 

Besonders bemerkenswert ist dabei die internationale Signalwirkung. Jahrzehntelang galt gerade die europäische Sozialdemokratie als treibende Kraft einer liberalen Migrationspolitik. Nun verschiebt sich selbst dort der Ton. Dänemark ging diesen Weg bereits vor einigen Jahren. Nun folgt offenbar Großbritannien. Das zeigt, wie stark der politische Druck geworden ist.

Wer hält das Land zusammen?

Doch hinter der rhetorischen Härte bleibt eine offene Frage: Kann Starmer überhaupt liefern? Viele Briten misstrauen inzwischen sämtlichen Parteien beim Thema Migration. Zu oft wurden Grenzkontrolle, niedrigere Zahlen und strengere Regeln versprochen, während die Nettozuwanderung weiter stieg. Genau aus diesem Misstrauen speist sich der Erfolg von Reform UK. Farage profitiert nicht nur von Wut, sondern von einem tiefen Glaubwürdigkeitsverlust der etablierten Politik. Und vielleicht liegt genau darin die eigentliche Pointe dieser Entwicklung. Starmer versucht, mit neuer Sprache verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Doch Sprache allein genügt nicht mehr. Die Bevölkerung hat zu oft erlebt, dass politische Rhetorik und gesellschaftliche Realität auseinanderdriften.

So steht Großbritannien heute an einem merkwürdigen Punkt. Die politische Mitte übernimmt zunehmend die Diagnose ihrer früheren Gegner, ohne deren Konsequenzen vollständig mitzugehen. Das alte liberale Narrativ offener Grenzen bröckelt sichtbar. Gleichzeitig wagt kaum jemand offen auszusprechen, wie tiefgreifend sich das Land bereits verändert hat. Vielleicht erklärt genau das die ungewöhnliche Schärfe der Debatte. Es geht längst nicht mehr nur um Migration. Es geht um die Frage, ob westliche Gesellschaften noch fähig sind, kulturelle Selbstbehauptung mit liberaler Demokratie zu verbinden, ohne entweder in moralische Selbstauflösung oder aggressive Polarisierung zu geraten. Großbritannien wirkt dabei wie ein politisches Versuchslabor Europas. Was dort heute diskutiert wird, könnte morgen auf dem Kontinent Standard sein. Denn fast überall wächst dieselbe Spannung: zwischen humanitärem Anspruch, wirtschaftlichem Bedarf und dem Wunsch vieler Bürger nach kultureller Stabilität.

Starmer hat diese Spannung nun öffentlich gemacht. Vielleicht unfreiwillig. Vielleicht aus purem politischem Überlebensinstinkt. Doch allein die Tatsache, dass ein Labour-Premier inzwischen Formulierungen benutzt, die vor wenigen Jahren noch als unsagbar galten, zeigt, wie sehr sich der politische Westen verändert hat. Der Premier dürfte sich durch die jüngsten Wahlschlappen seiner Partei nicht mehr lange im Amt halten. Das Rennen um seine Nachfolge innerhalb Labours und bei der Konkurrenz ist in vollem Gange. Inzwischen gehen politische Beobachter davon aus, dass spätestens nach der nächsten regulären Unterhauswahl 2029 König Charles III. Nigel Farrage mit der Bildung einer Regierung beauftragen dürfte. Ohnehin ist der Monarch das letzte Bindeglied in einem fragmentierten Großbritannien.

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28 Kommentare
fufu
fufu
21 Tage her

Entropie und Chaos sind eben die naturgesetzlichen Folgen eines destruktiven Systems. Das hat mit der Migration nichts, gar nichts zu tun, die Migranten fuellen nur einen leeren, zerstoerten Raum, sind aber nicht die Ursachen der Zerstoerung.

Der Monarch „das letzte Bindeglied“ wird einfach durch die Zentrifugalkraefte zerfleddert da die netzwerkartigen Verbindungen zerreissen. Die klaeglichen Ueberreste versuchen durch Oppression ihre Haut zu retten, wird nicht gelingen. Wer soll den Prozess bedauern ?

fufu
fufu
Reply to  fufu
21 Tage her

Die auf derzeit auf dem Markt befindlichen Alternativen werden an diesem unausweichlichen Prozess nichts aenderen. Die einzige Frage ist, ob die Zerstoerung des alten Systems zu einem besseren oder einem noch schlechteren System fuehrt.

dragaoNordestino
dragaoNordestino
21 Tage her

Kaum ein anderes europäisches Land hat in den vergangenen Jahrzehnten derart hohe Nettozuwanderung erlebt. Erstaunliche / Manipulative Aussage den in Europa liegt Deutschland klar vorne und weltweit liegen da die USA und Saudiarabien vor Grossbritannien. Vermutlich erklären käufliche und korrupte Politik mit einer maroden, unterfinanzierte Infrastruktur gekoppelt , viel besser die Verwerfungen in der britischen Gesellschaft. Ein nettes Beispiel dazu: Der staatliche britische Gesundheitsdienst (National Health Service) steht seit Jahren kurz vor dem Kollaps. Die Wartezeiten für Arzttermine und dringende Operationen haben historische Höchststände erreicht. Der NHS leidet unter chronischem Personalmangel und fehlenden Investitionen. Das System wäre ohne ausländische Ärzte… Read more »

Last edited 21 Tage her by dragaoNordestino
fufu
fufu
Reply to  dragaoNordestino
19 Tage her

Das koennte man zu den Orwellschen Wortverdrehungen hinzufuegen… Erpressung und Mord, Mord oder Leben = Vertragsfreiheit. Natuerlich Deine Entscheidung.

dragaoNordestino
dragaoNordestino
Reply to  fufu
19 Tage her

verstehe Ihren Kommentar zu meinem Post nicht….

fufu
fufu
Reply to  dragaoNordestino
18 Tage her

Anarchokapitalismus

dragaoNordestino
dragaoNordestino
Reply to  fufu
18 Tage her

Ich verstehe Ihren Einwand… nur sollte man einfach auch die gesellschaftliche Realität von Anarchokapitalismus betrachten.. und die ist genau was wir sehen und was schon Otto Friedrich Gierke vor 140 Jahren geschrieben hat

Schrankenlose Vertragsfreiheit zerstört sich selbst. Eine fürchterliche Waffe in der Hand des Starken, ein stumpfes Werkzeug in der Hand des Schwachen, wird sie zum Mittel der Unterdrückung des Einen durch den Anderen, der schonungslosen Ausbeutung geistiger und wirtschaftlicher Übermacht.

Also von orwellschen Wortverdrehung kann ich da nichts erkennen….

Last edited 18 Tage her by dragaoNordestino
fufu
fufu
Reply to  dragaoNordestino
17 Tage her

Anarchie als Gesellschaftsmodell beinhaltet im wesentlichen Freiheit vom Staat. Es gibt viele Varianten, Vertragsfreiheit kommt in einigen vor.

Im wesentlichen habe ich mit meinem Kommentar diesen Gierke bestaetigt. Nur finde ich den Begriff Anarchokapitalismus fuer die jetzige Situation voellig unpassend… weder Vertraege, noch Vertragsfreiheit, noch Freiheit, noch Anarchie. Man koennte anfuegen… noch Kapitalismus.

dragaoNordestino
dragaoNordestino
Reply to  fufu
17 Tage her

wie würden Sie den heutigen Zustand nennen für den ich Anarchokapitalismus in Reinform benutze.?

fufu
fufu
Reply to  dragaoNordestino
17 Tage her

Vielleicht „Wilder Westen“ ohne Wildwestromantik und Hollywood.

Nathan
Nathan
Reply to  dragaoNordestino
16 Tage her

„Anarchokapitalismus“ setzt sich doch aus zwei Teilen zusammen, die sich nicht vertragen: Anarchie als außerhalb des Gesetzes stehender Widerstand gegen ein System, Kapitalismus ist die Herrscherrolle mit seiner Finanzübermacht. Also wieder dasselbe System: Kämpferischer Widerstand gegen kapitalistische Übermacht. Aber spielt das hier und heute in einer gewissen aufgeladenen Endzeitstimmung eine Rolle? Es werden Schuldige gesucht, sicher nicht von Seiten des Kapitals. Die geben ihre Macht und Pfründe nicht aus den Händen, sind die immer flexiblen Gewinner. Die Folge: Die hoffnungslosen Nichtbesitzenden zerfleddern sich gegenseitig, um zumindest psychologisch ein Stärkegefühl zu haben. Die Kapitalseite reibt sich die Hände. Hoffnung wäre, daß… Read more »

fufu
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Reply to  Nathan
15 Tage her

Wir haben im wesentlichen 3 Systeme, aber keines in Reinform mit Ueberschneidungen, sozusagen entangled in quantenmechanischem Sinn. Finanzkapitalismus (London USA), produzierender Kapitalismus (Cina), und der werdende staatenlose Technofeudalismus (Thiel, Musk, Gates, Jack Ma…). Alle 3 stehen miteinander in Konkurrenz um Resourcen und das kuenftige Kapital und keines ist derzeit fuer sich ueberlebensfaehig. Drei Variablen heisst Chaos, und Chaos ist nicht Anarchie. Das „Volk“ kommt hier gar nicht vor.

Nathan
Nathan
Reply to  fufu
15 Tage her

Sie bilden da nur drei Weltkapitalisten ab, die jeder einen anderen Bereich abdecken mit Überschneidungen. Das „Volk“ lassen nur Sie dabei außen vor, was deshalb nicht stimmt, denn es muß ja die Zeche zahlen. Und das lenkt der Staat. Und in so einem Staat beginnt das Chaos, weil der Staat Prioritäten setzt, mit dem das Volk einverstanden zu sein hat. Und hier beginnt die Desinformation zu lenken in die Richtung, wie es der Staat will. Da er pleite ist, werden rücksichtslos Schulden gemacht um den Staatswillen zu finanzieren. Bezahlen muß aber immer das Volk, heute durch Kürzungen und zukünftig durch… Read more »

dragaoNordestino
dragaoNordestino
Reply to  Nathan
13 Tage her

ok wenn man keinen Anarchokapitalismus sieht…. verstehe ich… dann aber wie wäre es mit Stamokap (Staatsmonopolkapitalismus)

Nathan
Nathan
Reply to  dragaoNordestino
13 Tage her

Das würde voraussetzen, daß der Staat bei so einem System der „Agierende“ wäre. Ist er aber nicht, er ist der „Reagierende“ auf äußere Zwänge, wo das machtlose Volk als Blitzableiter leiden muß. Und das wird immer mehr durchschaut! Mit Merz geht das System zu Ende. Wir müssen uns neu erfinden. Zeitenwende pur.

dragaoNordestino
dragaoNordestino
Reply to  Nathan
13 Tage her

..

Last edited 13 Tage her by dragaoNordestino
dragaoNordestino
dragaoNordestino
Reply to  Nathan
13 Tage her

Staatsmonopolistischer Kapitalismus (SMK) oder Staatsmonopolkapitalismus (kurz: Stamokap) ist eine ursprünglich marxistisch-leninistische Bezeichnung für die Verschmelzung des imperialistischen Staates mit der Wirtschaft – die in dieser Phase nur noch aus dünn maskierten Monopolen bestehe – zu einem einzigen Herrschaftsinstrument unter Führung einer Finanzoligarchie
ist es nicht das, was wir heute sehen

Nathan
Nathan
Reply to  dragaoNordestino
13 Tage her

Zur Zeit von Marx und Lenin hatte der Staat, jeder für sich, zumindest die Großmächte, noch eine mögliche Verschmelzung von Imperialismus und Wirtschaft, als treibende Kraft, besonders im Konkurrenzdenken. Heute findet das unter den Weltmächten auch statt, sogar lebensbedrohlicher zugespitzt. Es ist aber nicht mehr der Einzelstaat in herkömlichem Sinne, sondern es sind konkurrierende ideologische Weltbereiche, die nicht zusammenpassen und aufeinanderprallen. Jeder hat seine Finanzoligarchie, wobei als Ausnahme die Jerusalem-Connection überall als Staat im Staat übergreifend ist. Der eigentliche alte Staat ist nur noch Zubringer der sie unterwerfenden Machtideologien, durch Zwang, Erpressung oder schöngeredeter Selbsaufgabe. Der „Wertewesten“ ist Lug und… Read more »

Nathan
Nathan
21 Tage her

In England, Frankreich, Belgien, Niederlande, Portugal, Spanien, Vatikan herrscht Nationalstolz wegen ihrer kolonialen Vergangenheit. Deren Kolonialvölker suchten dann ihre Herrscherländer heim bis zu gewisser Überfremdung. Deutschland war sauber und das durfte natürlich nicht sein, entsprach es doch nicht dem EU-Überfremdungsdurchschnitt. Also wurde uns die Asylantenschwemme aufgezwängt. Schimpf und Schande wurde eigenartigerweise von UNS nur über UNS ausgeschüttet, obwohl wir ja nur unsere weltweiten Kolonien gekauft (!) aber nicht erobert(!) hatten. Wie dämlich unterwürfig stellten sich die Deutschen selbst dar, und nur die Deutschen! Nun ja, also Nationalstolz in England wegen ihrer Kolonialvergangenheit, Selbsthaß der Deutschen wegen ihrer Vergangenheit. Da muß… Read more »

Nathan
Nathan
Reply to  Nathan
20 Tage her

Wie in England, ein Kampf gegen das System, das uns jahrzehntelang dirigiert hat und das nun am Ende ist, weil ihm das Geld ausgeht und das Volk sieht, daß es sich endlich befreien kann, auch von der Last der EU. Deutschland ächzt und wählt und sucht Freiheit. Das Volk, überall, auch in England, hat die Nase voll vom System.

fufu
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Reply to  Nathan
20 Tage her

„… hat die Nase voll vom System … weil ihm das Geld ausgeht…“

Gute Einsicht. Die Ex-Profiteure des Systems wollen vom Staat das Geld das dieser angeblich fuer die Migranten ausgibt… Futterneid, nix sonst, nix Nationalstolz, nix Selbsthass…

Dass das „System“ wie sie es kennen einen natuerlichen Verfallstermin hat ist dem Michel nicht beizubringen, zu bloed. So aehnlich wie wenn der arbeitslose Malocher seine Kinder verpruegelt.

Nathan
Nathan
19 Tage her

Ob England oder Deutschland: Das „System“ ist am Ende. Das „System“ hatte das Volk von Anfang an dirigiert und belogen, denn es hatte sich bequem eingerichtet: Da die Linken (Sozis), da die Rechten (Wer? Nationalsozis?). Da gehört doch logischerweise das „Kapital“ als eigentlich „Rechte“ als Gegenpol hin. Um aber genau das zu verschleiern, wurde das falsch mit „Nazis“ besetzt, um das „Kapital“ schön heraushalten zu können. Und DIESES „Kapital“ war und ist der eigentliche ungenannte Diktator. Der konnte bisher immer noch die Linken befriedigen, aber das Gutmenschentum nahm mit seinen Forderungen überhand: Flasche leer! Und so platzt gerade in England… Read more »

fufu
fufu
Reply to  Nathan
19 Tage her

Das Problem ist, dass vox populi glaubt, dass Geld einen Wert hat. Scheint auch logisch, denn man geht in einen Laden und kriegt fuer seine Scheine etwas Konkretes, nur im Lauf der Zeit immer weniger. Denn das System ist nicht fuer den Poppel gemacht. Der Lohnsklave, der Konsument und der hoffnungsfrohe Rentner ist der Gelackmeierte.

fufu
fufu
Reply to  fufu
19 Tage her

Sicher wird es sie freuen zu hoehren, das bis 2050 170 Millionen Neubuerger in der EU noetig seien um die Rente der dann die mit 75 in Rente gehenden zu finanzieren. In Klammern muesste man sagen, dass es laut einigen auch drastischere Loesungen gaebe.

Nathan
Nathan
Reply to  fufu
19 Tage her

Man sollte als Wort des Jahres das Wort „Gesundschrumpfen“ vorschlagen. Brauchen wir z.B. so viele Dönerbuden, die vor allem den Parallelgesellschaften dienen? Die unnötigen Parallelgesellschaften sind genau das, was das „Stadtbild“ in störender Weise verändert. Propagieren wir für alle „Zurück zu den Wurzeln“, das führt zur Gesundschrumpfung, für die es dann eine gerechte Umverteilung geben muß: Arbeit muß sich lohnen. Und natürlich raus aus der EU, eine Gesundschrumpfung zur EWG tuts auch, ohne den EU-z.Zt.v.d.Leyen-Wasserkopf.

fufu
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Reply to  Nathan
18 Tage her

Es ist ein Missverstaendnis zu glauben, dass man dieses System „gesundschrumpfen“ kann… kettenartiger Default von allem. Wie wenn man in einen Luftballon mit der Nadel sticht…

Nathan
Nathan
Reply to  fufu
18 Tage her

Das uns aufoktroyierte System muß eben geschreddert werden. Es ist doch diese Zwangsjacke, die uns international aussaugen will mit scheinmoralischen Gründen. Nach dem Motto: Wenn schon kein Krieg gegen Deutschland möglich ist, dann eben Abschöpfung bis zum Austrocknen, gerade soviel übriglassend, weil man uns noch braucht als Anker des internationalistischen Systems. Nationales Selbstbewußtsein führt uns aus diesem System heraus. Das System weiß sehr wohl, warum es diese Gedankengänge verfehmt und verbieten will. Ihnen schlottern die Knie, die „Brandmauer“ wird unerwartet zu unserem Schutz!

Nathan
Nathan
18 Tage her

Und, das betrifft alle Länder im Niedergang: Was geht uns die Ukraine an? Es war die Ukraine, die, von USA-Nato und der EU angestachelt, in die antirussische Kriegsmaschinerie NATO eintreten wollte. Pech gehabt! Warum sollten wir diese selbstverbrannte Kartoffel aus dem Feuer ziehen? Das imperialistische „System“ will es, läßt sich doch auch viel Geld damit verdienen beiderseits des Atlantiks. Und „unsere“ Regierung natürlich ganz vorne mit dabei. Eine weitere Folge des Schuldkomplexes = Gutmenschentums. Wohlstand für alle in der Welt, nur nicht für uns! Merke an: Warum spricht keiner davon, daß die Hormuskrise durch den völkerrechtswidrigen israelischen und US-Krieg gegen… Read more »