WM in Katar – Doppelmoral, frühes Aus und kontroverse Meinungen

Fussball / Katar / Quelle: Pixaby, lizenzfreie Bilder, open library; jarmoluk: https://pixabay.com/de/photos/fu%C3%9Fball-kugel-stadion-feld-488700/ Fussball / Katar / Quelle: Pixaby, lizenzfreie Bilder, open library; jarmoluk: https://pixabay.com/de/photos/fu%C3%9Fball-kugel-stadion-feld-488700/

Die Fußball-WM in Katar ist rückblickend kein Ruhmesblatt. Leider ist die FIFA kein moralisches Unternehmen, sondern jenes, das nur auf Geld aus ist.

Die WM in Katar wird als kontroverseste Fußballweltmeisterschaft bis dato in die Geschichte eingehen. Bereits bei der Auslosung vor zehn Jahren sprachen die ersten Leute gegen diese Weltmeisterschaft, was sich bis zum heutigen Tag nicht verändert hat. Inzwischen wurden alle Partien bis zum Halbfinale ausgespielt – für Deutschland ging es bereits nach der Gruppenphase nach Hause. Obwohl die WM sehr weit vorangeschritten ist, sprechen sich immer noch sehr viele Menschen gegen diese aus. Grund dafür besteht auch, wobei die Herangehensweise die falsche Methode war.

Es hätte bereits bei der Auslosung entschieden werden müssen, dass die WM nicht stattfinden kann. Leider ist die FIFA kein moralisches Unternehmen, sondern jenes, das nur auf Geld aus ist. Dennoch hätten sich die einzelnen Fußballverbände gegen die Weltmeisterschaft entscheiden können, was sie ebenfalls nicht getan haben. Damit kommt es auch zum Thema der Doppelmoral.

Theorie und Praxis

Deutschland wollte eine Nachricht an die Welt senden, indem das Team beim ersten Spiel bei dem Mannschaftsfoto eine Hand vor den Mund gehalten haben. Vorher wollte Torwart Manuel Neuer eine Regenbogenarmbinde tragen, die symbolisch für Rechte von der LGBTQ+-Community steht. Das strich er, als ihm die FIFA mit Strafen drohte. Dementsprechend setzten sie ihren Akzent mit der Hand-vor-den-Mund-Aktion.

Einige Leute hießen diese Aktion gut und befürworteten ihre Taten. In der Theorie ist es auch eine gute Aktion, aber in der Praxis leider nicht. Anstatt in das Land zu fahren und dort Fußball zu spielen, hätten die Jungs vom deutschen Fußballverband einfach zu Hause bleiben sollen. Damit hätten sie eine deutlich bessere Botschaft gesendet, die wahrscheinlich auch noch weitere Anhänger gefunden hätte. Somit wäre die WM höchstwahrscheinlich nicht einmal möglich gewesen.

WM in Katar und die Kontroversen

In diesem Beitrag können nicht einmal alle Kontroversen aufgezählt werden, weil es so viele sind: von nicht vorhandenen Frauenrechten bis hin zu modernen Sklaven zum Stadionbau ist alles vertreten im reichen Ölstaat.

Dennoch muss aber auch gesagt werden, dass es nicht die erste WM in einem ungeeigneten Land ist. Bereits die WM im Jahr 2018 war mehr als bedenklich. Russland ist feindlich gegenüber Homosexuellen, das betrifft auch die Gesetze. Zudem geht die Regierung innenpolitisch hart gegen Regimegegner vor und scheut dabei auch vor Mordanschlägen im Ausland nicht zurück.

Im Übrigen kann heute niemand über das gesellschaftliche Klima in Katar überrascht sein. Die dort geltenden Regeln gibt es auch nicht erst seit gestern, sondern waren schon bei der Vergabe der WM hinlänglich bekannt. Wenn dann Gäste zu Besuch in ihrem Land sind, dann müssen sie diese Regeln befolgen. Das Gleiche gilt auch für sie, wenn sie zum Beispiel nach Deutschland kommen.

Im Großen und Ganzen ist die WM aber dennoch wohl ganz passabel gelaufen. Die Fußballwelt wird wahrscheinlich froh sein, wenn die letzten Partien vorbei sind und die nächste WM in den USA stattfindet. Von der nächsten Weltmeisterschaft werden einige Fans dann sich auch ein deutlich besseres 3D Video besitzen als diesmal von Katar.  

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