Royal Ascot – das berühmte Pferderennen der Royals

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Das Royal Ascot ist das bekannteste Pferderennen der Welt. Seine Geschichte geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Erstmals wurde das Rennen 1768 ausgetragen.

Das Royal Ascot ist heute das berühmteste Pferderennen der Welt. Jährlich trifft sich die Crème de la Crème der britischen Prominenz und des Adels an der Ascot-Rennbahn, um über mehrere Tage das historische Turnier zu genießen. Die lange Geschichte des Wettkampfs ist aber nur einer der Gründe für seine große Beliebtheit. Das Royal Ascot ist nämlich auch der Ort, an dem der Adel und die Stars aus Großbritannien ihre elegantesten Looks präsentieren. Vor allem bei den Hüten dürfen sie sich an diesen Tagen besonders austoben. Was es damit auf sich hat, sehen wir uns einmal genauer an!

Pferderennen: Nur für Royals?

Jahrhundertelang waren Pferderennen nur den Königshäusern vorbehalten. Die Turniere kosteten viel Geld und wurden als besonders prestigereich betrachtet. Dazu wurden große Feste veranstaltet, bei denen gegessen, getrunken und gefeiert wurde. Menschen aus der allgemeinen Bevölkerung konnten dabei nur selten in den Genuss kommen. Heute hat sich dies geändert. Pferderennen sind Teil der Kultur geworden und jeder kann die Rennstrecken besuchen und mitfiebern. Einige Begriffe aus dem Sport haben es sogar in unsere Alltagssprache geschafft. So kennt jeder die Phrase „um eine Nasenlänge gewinnen“. Dabei handelt es sich um die Pferdeschnauze, denn bei einem besonders knappen Rennen entscheiden nur wenige Zentimeter des Kopfes darüber, welches Tier zum Sieger gekürt wird.

Sogar Pokerspieler nutzen heute das englische Wort „horse”, um Spieler zu bezeichnen, die von einem Backer finanziell unterstützt werden und nicht um ihr eigenes Geld spielen. In der Analogie wird der Spieler also zum Pferd, welches das Rennen entscheidet, während der Backer den unterstützenden Jockey darstellt. Ein weiteres Beispiel für die Popularität des Sports sind Filme wie Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg, die das Publikum scharrenweise in die Kinos lockten.

Royal Ascot: Das macht das Rennen aus

Das Royal Ascot ist aus gutem Grund heute das bekannteste Pferderennen der Welt. Seine Geschichte geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Das erste Rennen unter der Schirmherrschaft des Königshauses wurde in Ascot 1768 ausgetragen. Das Turnier findet seither jährlich statt und wird meist Mitte Juni veranstaltet. Zeitlich wird es außerdem mit dem Epsom Derby, einem weiteren historischen Rennen Englands, abgestimmt und findet meist 20 Tage danach statt.

Royal Ascot Pferderennen / Quelle: Unsplash, lizenzfreie Bilder, Jeff Griffith; https://unsplash.com/photos/PaIDqj8otls

Heute darf das Royal Ascot grundsätzlich von jedem besucht werden. Es gibt jedoch einen abgegrenzten Bereich, der als Royal Enclosure bezeichnet wird. Wer hier mit dem Adel und ausgewählten Stars das Rennen beobachten möchte, muss dazu eine Einladung erhalten. Dies ist natürlich alles andere als einfach, weshalb man in der Royal Enclosure nur die Schönen und Reichen des Landes vorfindet. Bis zu ihrem Tod konnte man Queen Elizabeth II. bei dem wichtigen Rennen antreffen, Royals wie King Charles werden natürlich auch weiterhin dort zu sehen sein.

Das Rennen als Modeevent

Das Royal Ascot macht jedes Jahr wieder Schlagzeilen. Dabei wird jedoch nicht der Ausgang des Rennens auf die Titelseiten der Magazine gedruckt, vielmehr interessieren sich die Fans der Royals für die Outfits, die beim Royal Ascot getragen wurden. Zwar gibt es einen strikten Dresscode – vor allem für Männer – trotzdem findet man jedes Jahr wieder neue Wege, um die edle Garderobe neu zu gestalten. Männer müssen beim Royal Ascot einen sogenannten Cutaway tragen, der im Idealfall „ascot-grey“ sein sollte. Dabei handelt es sich um einen grauen Gehrock, der zu formellen Anlässen getragen wird. Auch ein Zylinder gehört zum Dresscode dazu. Individualisieren können die Herren ihren Look durch farbenfrohe Krawatten, Ansteckblumen oder auch bunte Gilets.

Die Frauen haben etwas mehr Optionen und dürfen sich mittlerweile sogar etwas freizügiger kleiden. Was jedoch auf gar keinen Fall fehlen darf, ist ein Hut oder ein Kopfschmuck, der auch Fascinator genannt wird. Geschmäcker sind dabei ganz eindeutig verschieden. Während viele Besucher auf sanfte Pastelltöne setzen und sich damit für einen gediegenen Look entscheiden, war die Queen für ihre bunten Kostüme und die dazu passenden Hüte bekannt. Viele Outfits des britischen Oberhaupts sind damit sogar Teil der Modegeschichte geworden.

Das Royal Ascot ist einer der wichtigsten Sommertermine im royalen Kalender. Hier trifft sich die Crème de la Crème des britischen Adels und der Prominenz, um gemeinsam die spannenden Rennen zu genießen und edle Outfits zur Schau zu stellen. Nächsten Juni ist es wieder soweit!

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