Glücksspiel endlich legal – Deutschland hat nachgezogen

Gluecksspiel / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: GregMontani; https://pixabay.com/de/photos/gl%c3%bcck-gl%c3%bcckszahl-13-roulette-839035/ Gluecksspiel / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: GregMontani; https://pixabay.com/de/photos/gl%c3%bcck-gl%c3%bcckszahl-13-roulette-839035/

Mit dem neuen Glücksspielgesetz hat Deutschland eine komplette Branche aus der Illegalität geholt. Darum sind die deutschen Vorschriften so streng.

Das Thema Glücksspiel in Deutschland hat die Menschen viele Jahre bewegt und es gab zahlreiche Probleme, denn Bund und Länder fanden nie einen gemeinsamen Konsens. Während in Schleswig-Holstein der Besuch von Online-Casinos gestattet war, galt er in allen anderen Bundesländern als verboten. Doch nun ist all das vorbei und eine komplette Branche wurde aus der Illegalität geholt. Veränderungen sind für die Besucher von Online-Casinos nun allerdings spürbar geworden, denn diese haben natürlich auch zuvor nicht aufs Gambling verzichtet.

Muss es immer eine deutsche Lizenz sein?

Aktuelle Casino Deals zeigen, dass sich der Spaß im Online-Casino durchaus lohnen kann. Durch den hohen Konkurrenzdruck untereinander versucht jeder Anbieter die bestmöglichen Konditionen für neue Kunden bereitzustellen. Ein Fehler, den viele deutsche Gambler nun machen ist, nur noch nach Angeboten mit deutscher Lizenz Ausschau zu halten. Der Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft und macht es für Casinobetreiber möglich, eine deutsche Gambling-Lizenz zu erhalten. Ist diese aber zwingend erforderlich?

Klares Nein! Spieler können natürlich auch weiterhin auf Angebote zurückgreifen, die beispielsweise mit einer MGA-Lizenz in Europa voll zulässig sind. Diese Lizenz war es, die schon vor der Legalität in Deutschland der Segen für viele Spieler war. Es hat lange gedauert, bis sich Bund und Länder auf eine Reform geeignet haben. Es wurde diskutiert, während in anderen Ländern längst Online-Glücksspiel möglich war und gegen die Illegalität angekämpft wurde.

Auch für deutsche Spieler war es vor dem Glücksspielstaatsvertrag bereits möglich, sich online im Casino zu amüsieren. Es wurden europäische Angebote, beispielsweise mit einer MGA-Lizenz aus Malta oder Angebote der Karibik, mit einer Curacao-Lizenz genutzt. Natürlich stehen genau diese Anbieter auch heute noch zur Verfügung und das oft sogar mit weniger Einschränkungen als die deutschen Casinos.

Warum die deutschen Vorschriften so streng sind

Experten und Berater des Bundes empfinden die Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags in Deutschland als zu mild, Experten aus Casinos als zu hart. Fakt ist, dass Spieler sich umstellen müssen, wenn sie zuvor in den MGA-Casinos Maltas gezockt haben. Denn der GlüStV hat einige Änderungen mitgebracht, die durchaus das Spielerlebnis beeinflussen können. Dazu gehören:

Keine Tischspiele mehr im gesamten Casino: Eine der härtesten Einschränkungen ist der Verzicht auf das Angebot von Tischspielen. Roulette, Baccarat, Blackjack, Bingo – all diese Spiele dürfen in deutschen Casinos weder im Live-Modus noch an der elektronischen Maschine angeboten werden. Ein Schlag für viele Hobbygambler, denn es sind genau diese Spiele, die sich höchster Beliebtheit erfreuen.

Begrenzter Einsatz am Slot: Auch das Automatenspiel ist maßgeblich vom Glücksspielstaatsvertrag beeinträchtigt worden. Am härtesten trifft es Highroller, die Einsätze von bis zu 10,00 Euro pro Spin machen. Maximal 1,00 Euro darf pro Spin gesetzt werden, zwischen zwei einzelnen Spins müssen mindestens 5 Sekunden Wartezeit liegen. Quickgame-Fans und solche, die gern hohe Summen setzen, sind empört und enttäuscht.

Maximaler Gesamteinsatz pro Monat: Auch die Einzahlungsgrenze trifft vor allem jene Gambler hart, die sich durchaus höhere vierstellige Einsätze pro Monat leisten können. Es dürfen maximal 1.000 Euro, übergreifend über alle Casinos, jeden Monat eingezahlt werden. Anschließend erfolgt die Einzahlungssperre, bis zum nächsten Monat.

Zentrale Sperrdatei überwacht: Die Überwachung durch die zentrale Sperrdatei wird von Datenschutzexperten kritisiert, von Bund und Ländern als notwendige Maßnahme der Prävention bezeichnet. In der zentralen Sperrdatei muss jeder Spieler eingetragen werden, sowohl bei Nutzung lokaler Spielotheken, aber auch beim Online-Gambling. Wenn ein Spieler für ein Casino gesperrt wird, greift diese Sperre auf alle anderen Angebote über.

Alternativen zum deutschen Casino

Und was nun? Heißt es, das Spielverhalten zu ändern oder gibt es zusätzliche Methoden, den strengen, deutschen Regeln aus dem Weg zu gehen? Eine Option ist das Spielen in Bitcoin-Casinos, die immer häufiger eröffnet werden. Der Bitcoin hat gute Chancen, einmal eine relevante Währung in Deutschland anerkannt zu werden. Da er aber derzeit nicht als Geld gilt, müssen Bitcoin-Casinos keinerlei staatliche Vorgaben berücksichtigen.

Die zweite Möglichkeit ist die Nutzung von Casinos, die eine EU-weit gültige Lizenz innehaben, aber nicht in Deutschland lizenziert worden sind. Die bekannteste EU-Lizenz ist die auf Malta ausgestellte MGA-Lizenz, die den Betreibern das Recht einräumt, ihr Angebot in allen Ländern der EU, inklusive Deutschland, zu offerieren. Regeln gibt es auch hier, so muss sich beispielsweise jeder Spieler verifizieren. Doch die Spielmöglichkeiten für Gambler sind größer und die Seriosität bleibt dabei dennoch erhalten!

Unser Newsletter – Ihr Beitrag zur politischen Kultur!

// require user tracking consent before processing data _paq.push(['requireConsent']); // OR require user cookie consent before storing and using any cookies _paq.push(['requireCookieConsent']); _paq.push(['trackPageView']); [...]