Die Geschichte des Forex im Wandel der Zeit

Forex-Handel /Trading Software / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: PIX1861; https://pixabay.com/de/photos/chart-trading-kurse-forex-analyse-1905225/ Forex-Handel /Trading Software / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: PIX1861; https://pixabay.com/de/photos/chart-trading-kurse-forex-analyse-1905225/

Früher wurden Gold und Silber als Währungen gehandelt. Heute findet der Forex-Handel auf mobilen Plattformen gehandelt. Was heißt das für die Zukunft?

Wer in Europa Urlaub macht, muss schon lange kein Geld mehr umtauschen, um im Urlaub mit Bargeld einkaufen zu können. Aber außerhalb Europas sieht es anders aus. Man geht zur Post oder in den Supermarkt und kommt mit Geldscheinen einer anderen Währung, die man zu Hause nicht mehr ausgeben kann. Wenn man darüber nachdenkt, ist es doch eine bizarre Transaktion. Das führt zur Frage: Was ist Forex-Trading, und wie ist dieser Handel entstanden?

Die Geburtsstunde des Forex

Der Forex-Handel, auch Devisenhandel genannt, ist der Austausch von Währungen auf einem dezentralen globalen Markt. Der Markt erlaubt es Institutionen, Banken, Anlegern und Händlern, weltweit Währungen zu kaufen und zu verkaufen. Heutzutage findet das Trading auf einem Onlinemarkt statt, wodurch ein leichterer Zugang ermöglicht wird. Somit können Währungen rund um die Uhr, fünf Tage die Woche auf unterschiedlichen Handelsplattformen wie z. B. Plus500 gehandelt werden. Aber dem war nicht immer so. Deswegen stellt sich die Frage, wie es zum Forex-Trading überhaupt kam.

Vor 2.500 Jahren waren Gold und Silber die Universalwährungen, die es ermöglichten, Güter zu kaufen und zu verkaufen. Die alten Griechen und Ägypter handelten mit diesen Edelmetallen in Form von Münzen, wobei der Wert durch die Größe und das Gewicht bestimmt wurde. Im Mittelalter wurde Kupfer zu einem Teil des Geldsystems und schnell zum beliebtesten Metall für die Herstellung von Münzen. Dies ermöglichte die Herstellung von Münzen mit einem geringeren Wert, was die Genauigkeit der Transaktionen verbesserte und eine größere Diskrepanz zwischen den Preisen ermöglichte.

Das Goldstandard-System

Erstaunlicherweise existierte bis zum 19. Jahrhundert kein formelles Währungssystem, das alle großen Volkswirtschaften der Welt umfasste. Das bedeutsamste Ereignis, das den Währungshandel völlig veränderte, war die Einführung des Goldstandards. Dieser wurde erstmals in Großbritannien im Jahr 1821 eingeführt und übernommen. Das Corporate Finance Institute definiert das System des Goldstandards wie folgt:

„Ein Währungssystem, das den Wert einer Währung direkt an Gold knüpft. Daher kann die Währung gegen eine bestimmte Menge Gold getauscht werden. Das wird von der Regierung garantiert.“

In Großbritannien hat dies den Wechselkurs des Pfunds zu Gold festgelegt. Das bedeutet, dass eine Unze Gold für 4,247 GBP gekauft oder verkauft werden konnte. Die Einführung dieses Systems bedeutete auch, dass es eine niedrige Inflationsrate und keine starken Kursschwankungen beim Währungsumtausch gab. Die Bank of England hat das Goldstandard-System 1931 aufgehoben, und die USA folgten damit kurz darauf im Jahr 1933.

Das Abkommen von Bretton Woods

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs hin kamen die westlichen Mächte zusammen, um das Bretton-Woods-Abkommen zu beschließen. Dieses wurde zum Modell für den weltweiten Währungshandel bis zum Jahr 1971. Dieses System sah vor, dass alle nationalen Währungen gegenüber dem US-Dollar bewertet werden sollten. Das bedeutete, dass der Dollar zu einem festen Kurs von 35 Dollar pro Unze in Gold umgetauscht werden konnte.

Das Wechselkurssystem von heute

Seitdem haben wir das Bretton-Woods-Abkommen jedoch wieder hinter uns gelassen und für einen frei fließenden Währungsmarkt eingetauscht. Bei diesem System können Länder ihre eigenen Wechselkurssysteme bestimmen. Außerdem wurden alle Überreste des Goldstandards endgültig abgeschafft, indem man sich dem Fiatgeld zugewandt hat. Das ist eine nationale Währung, die nicht an den Preis eines Rohstoffes wie Gold gebunden ist.

Wie hat sich Forex im letzten Jahrzehnt verändert?

Das letzte Jahrzehnt hat die Situation auf dem Devisenmarkt völlig verändert. Ein Faktor, der dies stark beeinflusst hat, war die Verlagerung der Verbraucher hin zu mobilen Plattformen. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass sich der Einzelne lieber mobilen Plattformen zuwendet, um schnellen Zugriff auf sein Devisenkonto zu erhalten. Der leichte Zugang bedeutet nämlich, dass das Konto zu jeder Tageszeit eingesehen werden kann. Dabei eignet sich der mobile Handel aufgrund der Volatilität und des großen Handelsvolumens hervorragend für den Devisenmarkt.

Die Zukunft von Forex

Heute ist der Forex- bzw. Devisenmarkt der größte Markt der Welt. Es liegt eine lange Geschichte hinter ihm, die deutlich macht, dass er noch eine große Zukunft vor sich hat. Momentan erobert der Handel mit Kryptowährungen die Welt im Sturm. Das bietet Forex-Händlern enorme Möglichkeiten, sich von jenen Währungen zu verabschieden, die vom Staat kontrolliert werden.

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