Die NBA will ihren Umsatz auf bis zu 10 Milliarden US-Dollar steigern

NBA / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library; rochigb: https://pixabay.com/photos/basketball-nba-sports-ball-game-330709/ NBA / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library; rochigb: https://pixabay.com/photos/basketball-nba-sports-ball-game-330709/NBA / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library; rochigb: https://pixabay.com/photos/basketball-nba-sports-ball-game-330709/

Nach dem großen Einbruch durch die Corona-Pandemie hofft die US-Basketball-Profiliga NBA auf die Rückkehr der Fans und auf bis zu 10 Milliarden Dollar Umsatz.

Traditionell stellt sich der Commissioner der NBA vor dem Saisonauftakt den Fragen der versammelten Presse. So äußerte sich auch dieses Jahr Adam Silver zur aktuellen Lage und den Aussichten der besten Basketballliga der Welt. Nach den großen Problemen infolge der Corona Pandemie zeigte sich der Chef der Liga optimistisch. Das Ziel, den Umsatz auf über 10 Milliarden US-Dollar zu steigern, sei durch die Rückkehr der Fans in die Stadien in greifbarer Nähe und die Aussichten für die nächsten Jahre gut. Trotzdem sehe er aber noch viel Verbesserungspotenzial.

Dabei betonte Silver nochmals, ein Turnier, das etwa zur Mitte der Saison stattfinden soll, zu etablieren. Durch den sogenannten „David Stern Cup“, der nach dem Vorgänger Silvers aufgrund seiner großen Verdienste benannt werden soll, soll mehr Spannung für die Fans geschaffen werden. Da die reguläre Saison sich so lange hinzieht und aufgrund der 82 Saisonspiele ein einzelnes Spiel in Mitten der Saison nicht viel Wert besitzt, soll ein weiteres Spannungselement eingeführt werden. Noch ist aber nicht ganz klar, inwieweit das Siegerteam des Cups profitiert. Aktuell wird unter anderem über Preisgelder und auch Picks im Draft als Belohnung diskutiert.

Erste Prognosen der NBA zum Umsatz sind positiv

Die Saison, die am 14. Oktober mit dem spektakulären Duell zwischen Champion Milwaukee Bucks mit Finals MVP Giannis Antetokounmpo und den Favoriten in der Western Conference, den Brooklyn Nets startete, ist inzwischen schon einige Wochen alt und erste Prognosen, was den Umsatz angeht, sind positiv. Die Einschaltquoten im Heimatmarkt USA machen Hoffnung und die verschiedenen Geschichten über den ausgeschlossenen Impfverweigerer und Superstar Kyrie Irving oder das Teamchemieexperiment von Russell Westbrook bei den Lakers ziehen viele Zuschauer an.

Allerdings hat die NBA ein neues „China Problem“. Als der damalige General Manager der Houston Rockets 2019 einen Tweet postete, in dem er mit den Demonstranten in Hongkong sympathisierte, war der Aufschrei in China groß. Schon kurze Zeit später kam es zu großen diplomatischen Spannungen und die Regierung in China stellte die NBA-Übertragungen im Reich der Mitte ein. Bei der Auftaktpressekonferenz auf China angesprochen, zeigte sich Silver noch vorsichtig optimistisch. Er hoffe auf eine weitere Verbesserung des Verhältnisses zu China und dass jeder Fan in China NBA sehen könne. Diesem Wunsch machte der türkische NBA-Profi Enes Kanter kürzlich zunichte.

Konflikt mit China

Kanter, der sich schon offen gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan stellte und deswegen wohl nie wieder in sein Heimatland einreisen darf, machte mit Nachrichten auf Social Media und speziell designten Schuhen auf die fragwürdige Tibetpolitik Chinas und den Menschenrechtsverletzungen gegenüber der Minderheit der Uiguren in China aufmerksam. Die Reaktion Chinas ließ nicht lange auf sich warten – sie strichen alle Übertragungen der Boston Celtics, bei denen der Türke unter Vertrag steht.

Tweet von NBA-Spieler Enes Kanter

Das „Problem China“ ist wohl der größte Störfaktor bei der Umsatzsteigerung der NBA. Um sich dem großen Wachstumsmarkt nicht zu verschließen, muss sich die Liga diplomatisch zeigen. Trotzdem stehen die Teams und Stars auch in der Pflicht, auf Missstände aufmerksam zu machen.

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