Was bringt ein Zeitwertkonto?

Zeitwertkonto / Sozialsystem / Rentner/ Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: pasja1000; https://pixabay.com/de/photos/senior-%c3%a4ltere-menschen-menschen-3336451/ Zeitwertkonto / Sozialsystem / Rentner/ Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: pasja1000; https://pixabay.com/de/photos/senior-%c3%a4ltere-menschen-menschen-3336451/

Mit dem Zeitwertkonto besteht die Möglichkeit, Arbeitszeit über einen bestimmten Zeitraum anzusparen und diese später in Form von bezahlter Freizeit zu nutzen.

Von Zeit zu Zeit passiert es, dass Menschen über den Sinn des Lebens nachdenken. Eine der zentralen Fragestellungen lautet: Muss ich wirklich mein gesamtes Leben lang ohne Pause arbeiten? Viele wollen einfach zwischendurch mal ihr Berufsleben eine zeitlang unterbrechen und ein einjähriges Sabbatical einlegen oder generell früher in Rente gehen. Mit dem Zeitwertkonto gibt es seit einigen Jahren in Deutschland die Möglichkeit dazu.

Seit wann gibt es das Zeitwertkonto in Deutschland?

Das Zeitwertkonto wurde hierzulande im Jahr 2009 als Ersatz für die Altersteilzeit eingeführt. Den gesetzlichen Rahmen dafür bildet das Flexi-II-Gesetz. Mit dem Zeitwertkonto besteht die Möglichkeit, Arbeitszeit über einen bestimmten Zeitraum anzusparen und diese später in Form von „bezahlter Freizeit“ zu nutzen.

Der Gesetzgeber hat allerdings auch für eine strenge Regelung bei der Verwendung des Zeitwertkontos gesorgt. Ob sich ein Einsatz wirklich auszahlt, ist deshalb auch immer von den individuellen Voraussetzungen abhängig. Aus Sicht des Beschäftigten ergeben sich dabei unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Die Vor- und Nachteile von Zeitwertkonten für Beschäftigte

Einer der größten Vorteile ist mit Sicherheit die Möglichkeit, im Laufe des Erwerbslebens ein Zeitguthaben anzusammeln, dass in weiterer Folge für die unterschiedlichsten Zwecke eingelöst werden kann.

Dadurch ist es möglich, sich lang gehegte Wünsche wie etwa mehr Zeit mit der Familie, eine ausgedehnte längere Reise oder auch eine private Weiterbildung langfristig zu finanzieren.

Darüber hinaus haben Beschäftigte dadurch auch die Möglichkeit, früher komplett oder zumindest teilweise aus dem Arbeitsleben auszusteigen und müssen damit nicht bis zum gesetzlichen Rentenalter warten.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Voraussetzung für die Nutzung eines Zeitwertkontos ist nämlich, dass der jeweilige Arbeitgeber diese Möglichkeit in seinem Unternehmen auch anbietet. Genereller gesetzlicher Anspruch darauf besteht leider nicht. Zeitwertkonten basieren immer auf einer betrieblichen Vereinbarung.

Zehn Prozent der deutschen Arbeitgeber bieten diese Möglichkeit an

Wird der Arbeitgeber gewechselt, was im heutigen Berufsleben ja sehr oft passieren kann, so ist es nicht möglich, das gesparte Guthaben automatisch mitzunehmen. Es kann zwar auf die Rentenversicherung übertragen, in weiterer Folge aber nicht weiter angespart werden.

Das Zeitwertkonto in Deutschland ist trotz seines mittlerweile langjährigen Bestehens leider immer noch nicht sehr weit verbreitet. Lediglich rund zehn Prozent der deutschen Arbeitgeber bieten ihren Beschäftigten diese Möglichkeit aktuell an.

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