Soziale Medien: Schaut mich an, ich bin ein Star!

Soziale Medien / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: geralt https://pixabay.com/de/illustrations/smartphone-hand-fotomontage-1445489/ Soziale Medien / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: geralt https://pixabay.com/de/illustrations/smartphone-hand-fotomontage-1445489/
 

Nicht wenige Menschen setzen heute auch beruflich all ihre Hoffnungen auf die sozialen Medien. Zwischen Karrieresprungbrett und peinlicher Selbstdarstellung.

Ohne mindestens einen, meist aber mehrere Accounts in den Social Media kommt heutzutage kaum jemand aus. Ganz gleich, ob es sich um Unternehmen, Prominente oder einfach Privatpersonen wie du und ich handelt: Nahezu jeder ist auf Instagram, YouTube und Co. zu finden. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich ausfallen. Manch einer genießt es einfach, mit Freunden und Bekannten aus aller Welt in Kontakt zu bleiben, während andere eine möglichst große Anzahl an Followern generieren und ihre Fotos und Aktivitäten mit der Community teilen möchten. Besonders für Künstler jeglicher Art können die genannten Plattformen ein effektiver Weg sein, bekannt zu werden und Fans zu gewinnen – manchmal stellt sich aber die Frage, ob die Follower nicht doch nur die Gier nach Aufmerksamkeit bedienen sollen.

Warum sind Social Media bei Künstlern so gefragt?

Wer über künstlerisches Talent verfügt, möchte oftmals auch damit berühmt werden und in der Folge seinen Lebensunterhalt mit seiner Kunst bestreiten können. Dazu muss aber eine möglichst große Gruppe Menschen erreicht werden, die auf den Künstler aufmerksam werden und seine Werke bei Gefallen teilen. Internet-Plattformen wie Instagram, YouTube, Tik Tok und Twitch bieten eben diese Möglichkeit, und das sogar ganz kostenlos. Jeder, der singt, tanzt, modelt, schauspielert oder etwas anderes im Bereich Kunst zu bieten hat, kann seine Beiträge hochladen und der Netzgemeinde zum Ansehen und Bewerten überlassen. Wenn diese gut ankommen und viral gehen, besteht eine realistische Chance, entdeckt zu werden – und das nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von Musikproduzenten, Castingmitarbeitern und Modelscouts. Natürlich müssen sich alle Wannabe-Künstler aber auch auf Kritik einstellen, die nicht immer konstruktiv ausfällt.

Bekannt werden über die sozialen Medien: geht das?!

Eines der beeindruckendsten Beispiele für einen Künstler, der durch YouTube weltweit berühmt wurde, ist sicherlich Justin Bieber. Der kanadische Sänger begann seine Karriere, indem der damalige Teenager Coverversionen bekannter Songs aufnahm und seine Mutter diese Videos auf der Musikplattform einstellte. Dies bescherte Bieber ein paar Jahre später einen Plattenvertrag. Heute ist der Sänger ein internationaler Topstar. Auf Instagram zählt sicherlich der Kardashian-Clan zu den Erfolgsgeschichten: Mittlerweile weiß jedes Kind, wer Kim, Khloe oder Kourtney Kardahian sind, und nicht wenige Mädchen eifern den Social Media Stars nach. Es kann also durchaus funktionieren, in den sozialen Medien entdeckt zu werden – eine gewisse Portion Glück gehört aber sicherlich ebenso dazu wie Talent, Ausstrahlung und das richtige Timing. Die Viewer entscheiden gnadenlos über Top oder Flop, und nur, wer zur richtigen Zeit den richtigen Nerv trifft, hat eine Chance auf eine große Fangemeinde und Erfolg, der über die Plattform selbst hinausgeht. Natürlich gilt auch hier der Spruch „die Konkurrenz schläft nicht“: Kreativität ist Trumpf, ganz gleich, ob man als Sänger, Tänzer, Model oder Influencer durchstarten möchte.

Mit Videospielen und Slots Berühmtheit erlangen?

Eine besondere Social Media Plattform in diesem Zusammenhang ist Twitch: Hier können Videospielfreunde ihre Sessions streamen und von anderen Usern live mitverfolgen lassen. Egoshooter sind dabei ebenso vorhanden wie Sportspiele oder auch Slot Games, wie sie in Online Casinos zu finden sind. Dazu ist das Erstellen eines eigenen Accounts erforderlich. Wer beispielsweise Konsolen wie die XBox One oder die Playstation 4 nutzt, kann den Live-Stream direkt hochladen, ohne zusätzliche Software zu benötigen. Für Außenstehende klingt es vielleicht befremdlich, aber auch Streamer können weit über Gamerkreise hinaus große Bekanntheit erlangen: Nutzer wie riotgames haben mehr als 1,2 Milliarden Views weltweit.

Social Media sind Plattform auch für die Selbstdarstellung

Im Internet sind die Grenzen zwischen künstlerischen Beiträgen und reiner Selbstdarstellung fließend. Nicht jeder Post wird von einem Nutzer mit Talent und Potenzial hochgeladen: Oftmals dienen Fotos und Videos der reinen Suche nach Aufmerksamkeit. Derartige User und deren Beiträge polarisieren meist stark – was aber auch bedeutet, dass sie genau das bekommen, was sie wollen: Beachtung. Und es ist tatsächlich schon häufig genug vorgekommen, dass auch offensichtliche Selbstdarsteller so zu Internet-Stars wurden, und das manchmal sogar ganz ohne Talent. In den sozialen Medien ist eben vieles möglich.

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