Wird Afrika bewusst armregiert?

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Eine Analyse der Verhältnisse wirft die Frage auf: Werden die Länder Afrikas in ständiger Hilfsbedürftigkeit gelassen, um Migrationsströme zu provozieren?

Die (derzeitige) Entwicklungshilfe ist in vielen Ländern nicht die Lösung, sondern das Problem“, sagen einsichtige Afrikaner, die die Entwicklung ihrer Länder voranbringen wollen. Seit Jahrzehnten werden mit großen humanen Gesten Milliarden in dieselben alten Kanäle gepumpt, die in korrupte Taschen münden und keine Entwicklung der armen Länder bewirken. Ein Umdenken, wie es der ehemalige Botschafter in Afrika, Volker Seitz, eindringlich fordert, findet merkwürdigerweise auch in der deutschen Politik nicht statt. Man schaut zu, wie Afrika weiterhin „armregiert“ wird und die Ursachen der Massenmigration nicht beseitigt werden.

Die Korruption der lokalen Eliten ist im vorangehenden Artikel anhand des fachkundigen Buches des Afrika-Experten Volker Seitz[1] breit geschildert worden. Doch die Korruption verschlingt nicht nur die Entwicklungshilfe, sondern auch das Gros der Einnahmen aus dem Verkauf der Bodenschätze.

Der reiche Kontinent

Afrikanische Eliten sehen vielfach die Ursachen für ihren Rückstand in der Sklaverei und 80 Jahren Kolonialherrschaft (1880-1960). Doch verantwortlich für das heutige Elend des Kontinents seien sie selbst, hält ihnen Volker Seitz vor. „Die koloniale Vergangenheit kann nicht mehr als Entschuldigung für das Versagen der Gegenwart herhalten. (…) Die Lebensbedingungen vieler Afrikaner in den afrikanischen Klassengesellschaften, in denen die einstige Mittelschicht schon vor Jahrzehnten weggebrochen ist, die Oberschicht sich Privilegien verschafft hat und die Mehrheit der Bevölkerung ausbeutet, sind heute schlechter als zu Beginn der Unabhängigkeit. Weiße Kolonialherren wurden durch schwarze Kolonialherren ersetzt. Eine neue Feudalklasse hat sich in den letzten 50 Jahren gebildet.“ (S. 47)

Als Ghana 1957 unabhängig wurde, sei die ehemalige Goldküste nicht nur schuldenfrei gewesen, sondern habe sogar über Auslandsguthaben verfügt. Das Bildungswesen sei vorbildlich gewesen, das Land habe eine gut erschlossene Infrastruktur, einen relativ unbestechlichen Staatsapparat und unabhängige Gerichte gehabt. Das Pro-Kopf-Einkommen habe sich mit dem Spaniens messen können.

Ghana war der weltgrößte Kakaoproduzent. Daneben wurden Gold und Tropenhölzer exportiert. An den Ressourcen hat sich nichts geändert. Doch heute leben trotz der hohen Hilfszahlungen mehr als die Hälfte der 27 Millionen Ghanaer in Armut. Die Zahl der Analphabeten liegt bei 24 %. Die Verwaltung ist aufgebläht und die Infrastruktur mangels Wartung heruntergekommen. Es waren einige selbstherrliche Führer, die das Land systematisch ruiniert haben.“

Inzwischen gilt Ghana wieder als Demokratie mit deutlicher Aufwärtsentwicklung, doch was in Jahrzehnten zerstört wurde, muss erst mühsam wieder aufgebaut werden.

Selbst der von Belgien mitleidlos ausgebeutete Kongo hatte, so V. Seitz, zum Zeitpunkt seiner Unabhängigkeit eine exportorientierte Landwirtschaft, einen ebensolchen Bergbau und einen höheren Industrialisierungsgrad als Brasilien, mit Straßen, Eisenbahnlinien, Schiffsverkehr und kostenlosem Schulunterricht. Neben Nigeria und Ghana hatte der Kongo 1960 bessere Entwicklungsindikatoren als Südkorea.

Doch die Unabhängigkeit brachte für die meisten Bewohner des Kongo wie für die meisten Afrikaner Not und Elend. „Es gibt heute kaum noch eine befahrbare Überlandstraße oder belastbare Eisenbahnlinien. Universitäten, Hochspannungsleitungen und Verwaltungsgebäude müssen wieder oder neu errichtet werden.“ (S. 48)

Angola nimmt gegenwärtig nach Medienberichten durch Öl 5 Milliarden US-Dollar pro Jahr ein, genaue Zahlen werden jedoch nicht veröffentlicht.  Zwischen 1997 und 2002 sind laut Global Witness 1,5 Millionen US-Dollar „verloren gegangen“. Bis heute war es nicht möglich, für die 5 Millionen Einwohner der angolanischen Hauptstadt Luanda einen öffentlichen Nahverkehr einzurichten.

Als 2002 British Petroleum (BP) auf öffentlichen Druck hin seine Finanztransfers an Angola offenlegte, habe, so Volker Seitz, die Regierung in Luanda damit gedroht, die bestehenden Ölverträge zu kündigen. Dies habe die 34 anderen im Lande tätigen Erdölfirmen davon abgeschreckt, dem Beispiel von BP zu folgen.

In Nigeria sollen von den Einnahmen aus den Ölquellen dem Staat 80 % zufließen, 16 % auf Betriebskosten entfallen und 4 % an die privaten Ölgesellschaften Shell, Elf, Chevron, Exxon Mobil, Agip, Total und ENI gehen. „Von diesem Anteil bauen die „Big Oil“-Firmen noch Schulen, Krankenhäuser, verlegen Stromleitungen und erschließen Straßen, weil der Staat dort kaum einen Cent investiert. … In Nigeria (´democrazy` nennen die Nigerianer die dortige Mischung aus Demokratie und Wahnsinn) leben trotz der märchenhaft hohen Öl-Einnahmen noch immer etwa 70 % der Bevölkerung zum Teil weit unterhalb der Armutsgrenze.“

Nigeria ist der sechstgrößte Ölexporteur der Welt und gehörte noch vor 25 Jahren zu den 48 reichsten Ländern; heute gehört es zu den 25 ärmsten. Öl und Gasvorkommen sind in der Vergangenheit selten die Triebfedern für wirtschaftliche Entwicklung in Afrika gewesen. Öl exportierende Entwicklungsländer seien von 1962 bis 2002 nur um 1,6 % gewachsen. Das Wachstum sämtlicher Entwicklungsländer habe in diesem Zeitraum dagegen 2,2 % betragen. (S. 113 f.)

Volker Seitz weist darauf hin, dass Afrika im Grunde ein reicher Kontinent ist. 60 % des Kaffees weltweit, 70 % des Kakaos, mehr als die Hälfte des Goldes, 90 % des Kobalts, 50 % der Phosphate, 40 % des Platins kommen aus Afrika. Das seltene und kostbare Erz Coltan, unverzichtbar für Handys, Laptops und Lenksysteme von Raketen, finde sich weltweit nur im Kivu, dem Grenzgebiet von Kongo, Burundi und Ruanda/Uganda. Hinzu kommen reiche Vorkommen an Diamanten, Saphiren, in einigen Gegenden fruchtbare Böden und ein gewaltiges Potential für Tourismus. Doch die Regierungen machen daraus nichts für die Entwicklung des Landes.

„Viele Regierungen ruhen sich heute wie in der Vergangenheit auf den leicht verdienten Rohstofferlösen aus, zumal wenn sie – ohne etwas dafür tun zu müssen – diese in die eigenen Taschen fließen lassen können. In diesen Ländern ist das Vertrauen in die Demokratie und ihre Institutionen erschreckend gering, der Rechtsstaat oft eine Farce, die soziale Ungerechtigkeit skandalös.“ (S. 49, 50)

Ein besonders krasses Beispiel dafür ist auch der Tschad.

Finanzielle Hilfe setzt Eigenverantwortung voraus

Eine Form der Entwicklungshilfe besteht darin, dass direkt in einzelne Sektoren des Budgets eines Entwicklungslandes Gelder gezahlt werden, um Investitionen in diesem Bereich zu fördern. Direkte Zuschüsse zum Staatsbudget werden als zentrales Instrument einer „modernen“ Entwicklungspolitik gepriesen. „Budgethilfe ist verbunden mit dem Prinzip der sogenannten Ownership. (Eigenverantwortung). Dies bedeutet, dass die Hauptverantwortung für die Verteilung bei den Regierungen der Empfängerstaaten liegt, selbst wenn die Zuweisung mit Konditionen verbunden ist. Theoretisch können solche Konditionen, eine Rechenschaftslegung oder Evaluierung, den Finanztransfer ins Stocken bringen. In der Praxis wälzen die Geber unter dem Deckmantel des Ownership jede Verantwortung für eine ordnungsgemäße Verwendung der Mittel auf die Empfänger ab.“ (S. 67 f.)

Doch vernünftige Budgethilfe setzt voraus, dass hohe Eigenverantwortung in den Regierungen der Entwicklungsländer besteht und ein gutes Regierungsmanagement funktioniert. Weder dies noch die angestrebte Transparenz der Mittelverwendung, so Volker Seitz, ist in vielen Entwicklungsländern überhaupt gegeben.

„Es gibt in vielen dieser Länder keine eigene ´Kultur der Kontrolle`. Jeder Sachkenner vor Ort wird bestätigen, dass das Engagement zurückgeht, sobald der Druck durch Kontrolle fehlt. Die Rechenschaftspflicht der Behörden gegenüber ihren Bürgern wird nicht eingefordert. (…) Budgethilfe ist fragwürdig, wenn die an die Mittelvergabe geknüpften Ergebnisse nicht kontrolliert werden.“

 Man weiß, wohin die Mittel vielfach verschwinden. Ein erfahrener EU-Beamter, der lange in Ostafrika gearbeitet hat, sagte knapp und dezidiert: „Budgethilfe in Afrika ist Korruptionsförderung auf direktem Wege.“ Oder die Mittel werden nach Belieben für ganz andere Dinge ausgegeben. So weist Volker Seitz auf das Beispiel der tansanischen Regierung hin, die im Jahr 2011 für Dienstreisen „mehr als die gesamte Budgethilfe aller 12 Budgethilfegeber ausgegeben“ habe.

Wer Schulden erlässt, entlässt aus der Verantwortung

Eine weitere Form der Entwicklungshilfe ist der Schuldenerlass. Er „sollte ursprünglich den überschuldeten Partnerregierungen die Möglichkeit verschaffen, die durch die Entschuldung verfügbaren zusätzlichen Mittel im Kampf gegen die Armut und für die Entwicklung ihres Landes einzusetzen. Im Prinzip ist ein Schuldenerlass an Bedingungen geknüpft: höhere Investitionen in Bildung und Gesundheit, Bekämpfung von Korruption als integraler Bestandteil von schwacher Regierungsführung. Damit diese segensreiche Wirkung eintritt, müsste das Handeln der Partner-Regierungen allerdings konsequent überprüft werden. Das ist nicht der Fall.“ (S. 73 f.)

Kamerun etwa sei in den Jahren 2000, 2006 und 2007 in den Genuss eines Schuldenerlasses in Höhe von insgesamt 3 Milliarden Euro gekommen. Doch in all den Jahren habe sich an der Günstlingswirtschaft, den schlechten Rahmenbedingungen und der allgegenwärtigen Armut kaum etwas geändert. Nach übereinstimmender Einschätzung der Geber sei höchstens ein Drittel der freigewordenen Mittel überhaupt bei den Bedürftigen angekommen. Ein großer Teil der Gelder werde für laufende Personalkosten der Ministerien, vor allem für Zahlungen von Tagegelder bei Missionen und von Benzinkosten verwendet.

Afrika © google maps / https://www.google.de/maps/@-4.3920608,20.2149935,3z

Afrika © google maps / https://www.google.de/maps/@-4.3920608,20.2149935,3z

Kameruns Präsident Paul Biya verbrachte im September 2009 mit dem „erforderlichen Personal“ drei Wochen Urlaub in Frankreich. Die 43 Suiten und Zimmer kosteten nach französischen Medienberichten 900.000 Euro. (S. 103)

Dabei gibt es eine Menge Geld in Afrika. Das wandert allerdings woandershin. Im September 2007 hat die UNCTAD, die Welthandels- und Entwicklungshilfekonferenz der UNO, einen Bericht über die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas vorgelegt, an dessen Inhalt sich in zehn Jahren wenig geändert hat. Darin geht es auch um die Kapitalflucht aus den Entwicklungsländern. Insgesamt handelt es sich um 400 Milliarden Dollar, die ins Ausland gehen. Demgegenüber stehen 215 Milliarden Dollar Schulden. Javier Nkurunziza Von UNCTAD beschreibt, dass jährlich bis zu 13 Milliarden Dollar Afrika verlassen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Machteliten und die Entwicklungshilfeindustrie nach immer mehr Finanzmitteln für Afrika rufen (und ständig Schulden erlassen werden, hl), ist das eine bemerkenswerte Summe.“

Muhammed Yunus, der Erfinder der Kleinkredite für die Armen und Träger des Friedensnobelpreises von 2006, hält den kompletten Schuldenerlass für Entwicklungsländer für schädlich, weil dies die Politiker aus ihrer Verantwortung entlasse.

Volker Seitz weist immer wieder auf die zentrale Problematik der Regierungsformen vieler afrikanischer Staaten, die zwar aussehen wie eine Demokratie, mit Parlament, Parteien und Wahlen, in der aber die Willensbildung einer Gesellschaft und die Organisation von Interessen nur simuliert werden. Schuldenerlasse sind für Politiker ein Grund sich zu brüsten. Sie messen ihren persönlichen Erfolg daran, wie viel Schulden in ihrer Amtszeit erlassen worden sind.

 „Grundübel bleiben die korrupten, inkompetenten Eliten, das völlige Fehlen von Unrechtsbewusstsein und eine beunruhigende Achtlosigkeit gegenüber der Bevölkerung. Es mangelt meist am Verstehen und am Mitleid gegenüber anderen. Es fehlt bei den Machteliten am Gefühl für ein anständiges Verhalten, besonders gegenüber Schwächeren. Oft bekommen die Eliten alles, die breite Masse jedoch nichts.“

Menschenrechte sind nicht verhandelbar

Volker Seitz lässt es nicht mit einer scharfen Kritik bewenden, sondern macht konkrete Vorschläge, was in der Entwicklungshilfepolitik geändert werden muss, wenn sie Entwicklung auch wirklich bewirken soll.

Das erste ist, dass Diktaturen und Fassadendemokratien nicht mehr unterstützt werden dürften. Es müsse zumindest eine gute Regierungsführung gewährleistet sein mit Rechenschaftspflicht und Transparenz des staatlichen Handelns. „Der Respekt für universelle Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit sollte nicht verhandelbar sein.“Nach meiner Erfahrung kann auch deutsche Politik in Afrika auf lange Sicht nur dann erfolgreich sein, wenn wir ehrlich und standhaft auftreten. Je kritischer ich mich zu fehlenden Menschenrechten und zur formalen Anerkennung der demokratischen Spielregeln (Mehrheitsprinzip, Gewaltenteilung, Rechte der legalen Opposition, Macht auf Zeit) äußerte, desto interessanter wurde ich als Gesprächspartner. Das Paradox bestand darin, dass ich durch die deutliche Sprache in den Augen der Regierenden plötzlich als gleichberechtigt empfunden wurde.“

Die Beseitigung der Korruption müsse für jede Regierung oben auf der Agenda stehen. Es sollte verlangt werden, dass Korruption durch Einführung und Durchsetzung von empfindlichen Strafen wirksam bekämpft und beseitigt wird. Vorher dürfe es keine materielle Hilfe mehr geben. „Es muss etwas getan worden sein, um zu zeigen, dass das Land Unterstützung verdient.“Wir dürfen die korrupten Kostgänger der dortigen Regime nicht als unvermeidlichen Bestandteil des Lebens hinnehmen. Solange wir mit diesen Ländern Zweckfreundschaften pflegen und damit die Ausplünderungspolitik unterstützen, wird die Korruption nicht aufhören.“ Solange die Mächtigen für sich selbst eine „Kultur der Straffreiheit“ als festen Bestandteil des täglichen Lebens pflegen, werden ihnen die Armen weiterhin ausgeliefert sein.

Entwicklungshilfe muss nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“ an Bedingungen gebunden werden, deren Erfüllung nachgewiesen werden muss. „Es gibt nur eines, was politisch korrekt ist: unsere Hilfe an strikte Auflagen zu binden. Sie können das afrikanische Elend mildern. Wenn wir das nicht bald tun, werden die Migrationsbewegungen weiter rasant anwachsen und die allgemeine Brutalität in den Entwicklungsländern wird weiter fortschreiten.“

Und bei den konkreten Programmen sollten wir „noch größeren Wert als bisher darauf legen, dass wir unsere Hilfe mit nachvollziehbaren Zwischenschritten verknüpfen, die mit festen Zielvorgaben verbunden sind. Wenn die Zielvorgaben nicht erfüllt werden, muss das spürbare Konsequenzen haben, notfalls den Ausstieg. Wir sollten das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe ernst nehmen und vor allem Eigenverantwortung und Eigeninitiative stärken.“

Grundbildung für alle

Entwicklung eines Volkes kann nicht von außen importiert, nur angeregt werden; sie muss von innen erfolgen. Primäre Voraussetzung dafür ist die Bildung.

„Die wirtschaftliche, soziale, politische und kulturelle Entwicklung und Zukunft eines Landes hängt in hohem Maße von der schulischen Grundbildung der dort lebenden Menschen ab. Lesen, schreiben und rechnen zu können ist die Voraussetzung dafür, die eigene Zukunft zu gestalten. Ohne Grundbildung sind die Menschen nicht in der Lage, ihre Lebensverhältnisse langfristig zu verbessern und sich für ihre Interessen einzusetzen. Wenn die meisten Erwachsenen eines Landes nicht einmal eine Grundschule besucht haben, wie z.B. im Niger, dann greift jede Entwicklungshilfe zu kurz. Am Anfang von Entwicklung und Armutsbekämpfung steht Grundbildung für alle.“
Doch sollten wir das nur tun, wenn wir auf der anderen Seite auch dafür sorgen, dass Eigenverantwortung eingefordert wird. In vielen Ländern Afrikas verkommen die Universitäten.“  „Wohlhabende Afrikaner schicken ihre Kinder nach Frankreich, England oder in die USA zu Schule und Studium. Schulen und Universitäten in Afrika zu schaffen, die die Jugend mit Stolz besuchen kann, das wäre die eigentliche Aufgabe.“

Daher sollte jede wirkliche Entwicklungshilfe hier auf ihren ersten Schwerpunkt richten.

Die Bedeutung der Landwirtschaft

In Subsahara-Afrika leben bis zu 80 Prozent der Bevölkerung auf dem Land. Landwirtschaft kann also bescheidenen Wohlstand in breiten Bevölkerungsschichten erzeugen. Doch in den meisten Staaten gehen nur fünf Prozent des Staatsbudgets in die Landwirtschaft, die sich in einem desolaten Zustand befindet. Mehr als die Hälfte der afrikanischen Bauern betreibt Subsistenzwirtschaft, sie arbeiten nur für die eigene Versorgung. Durch Verbesserung der traditionellen, oft ineffizienten Anbaumethoden, die vielfach zu Übernutzung der Böden, Überweidung, Abholzung und Erosion führen, könnten die Landwirtschaft modernisiert, die Landflucht in die Slums der Städte gebremst und Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Junge Afrikaner © Claus Folger

„Laut Weltbank gibt es in Afrika 400 Millionen Hektar landwirtschaftlich nutzbarer Fläche, von denen gerade mal 10 Prozent kultiviert werden. Afrika verfügt über 50 bis 70 Prozent des fruchtbaren Bodens der Welt.“

Doch nur wenige Länder, wie Südafrika, Äthiopien, Malawie, auch Ruanda, exportieren mehr Lebensmittel, als sie für die Ernährung ihrer Bevölkerung importieren. Noch vor 30 Jahren konnten sich die meisten Länder selbst ernähren.

Dass sich die ärmsten Länder heute über den Weltmarkt ernähren müssen, ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Politik der Diskriminierung bäuerlicher Landwirtschaft.“

Dazu trägt auch der IWF bei, der seine Kredite an rigide Bedingungen bindet, die neben Einsparungen im Bildungs- und Gesundheitsbereich Zollfreiheit für die subventionierten Nahrungsmittelimporte aus den USA und der EU  verlangen, mit deren niedrigen Preisen die einheimischen Bauern nicht mithalten können.

Die Erfahrungen in Asien zeigen, dass dort die wirtschaftliche Entwicklung mit Investitionen und Erfolgen in der Landwirtschaft begonnen hat. Allerdings werden in Südostasien 40 % der Flächen systematisch bewässert, in Afrika nur etwa 5 %. Experten sind sich einig, dass ein Wachstum, das in der Landwirtschaft einsetzt, rund viermal wirksamer beim Armutsabbau ist als Investitionen in anderen Wirtschaftsbereichen.“

Was Kleinkredite leisten können

Der bengalische Ökonomieprofessor und Träger des Friedensnobelpreises Muhammad Yunus entwickelte 1975 ein Kreditsystem, das auf Vertrauen beruht, indem sich Kleinunternehmer aufgrund persönlicher Bindungen zur Rückgabe der Kredite von 30 bis 250 Euro verpflichtet fühlen. Sie müssen das geliehene Geld nutzen, um ein eigenes kleines Unternehmen aufzubauen und eine eigene Einkommensquelle zu erschließen.

Die Rückzahlquote liegt – nicht zuletzt, weil der größte Teil der Schuldner Frauen sind – bei fast 99 %. Yunus hat festgestellt, dass Frauen ein besonderes Geschick und Ehrgefühl bei Geschäften haben.“
„Kleinste Summen, clever investiert, reichen in Afrika oft aus, damit sich ganze Familien von Armut und Abhängigkeit befreien können.“
„Das Kreditsystem hat sich so gut bewährt, dass mit einem Pilotprojekt in zwei, drei Ländern ausprobiert werden könnte, Entwicklungshilfe grundsätzlich nur noch als Kredit zu vergeben. Gleichzeitig müsste dazu beigetragen werden, dass alle Menschen in den betreffenden Ländern Zugang zu Krediten bekommen.“

Dies würde zugleich Initiative und Eigenverantwortung der Menschen herausfordern und stärken, auf die alles ankommt.

Fazit

Seit über fünfzig Jahren gibt es westliche Entwicklungshilfe in Afrika, die insgesamt der Bevölkerung zu kaum einer Entwicklung verholfen hat. Sie ist in den allermeisten afrikanischen Ländern noch ärmer, die Migrationsursachen sind größer und die herrschenden Cliquen immer reicher geworden.

Woran liegt es, dass die verantwortlichen Politiker aus einer ständig verfehlten Entwicklungspolitik nicht die richtigen Lehren und Konsequenzen ziehen, sondern sie immer weiter fortsetzen? Ist es persönliche Dummheit und Bequemlichkeit? Oder folgt die Dummheit des Handelns einem globalen Prinzip, das hinter dem Schein der Hilfe die Länder Afrikas in ständiger hilfsbedürftiger Abhängigkeit halten und die Ursachen für die Massenmigration bestehen lassen will, weil diese für andere Ziele gebraucht wird?

 

Das Thema wird fortgesetzt.

Anmerkung                                                                                    

[1] Volker Seitz: Afrika wird armregiert, aktualisierte und erweiterte Neuausgabe München 2018

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Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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Alexander Rostert
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Alexander Rostert

Viele Afrikaner sagen, dass es ihnen unter europäischer Zwangsverwaltung besser ergehen würde als jetzt.

Charly
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Charly

Das habe ich auch von alten Indigen in SA gehört.

simmering
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simmering

Man kann den Afrikanern nicht einfach Geld in die Hand drücken.Die Chinesen machen es richtig. Man stellt den Afrikanern die Infrastruktur hin. Diese müssen das dann via Rohstoffen bezahlen. Dabei wird dann ihr Land entwickelt. Ob das dortige Volk das dann annimmt wird die Zukunft zeigen.

dragaoNordestino
Gast

das hinter dem Schein der Hilfe die Länder Afrikas in ständiger hilfsbedürftiger Abhängigkeit halten und die Ursachen für die Massenmigration bestehen lassen will, weil diese für andere Ziele gebraucht wird?

Wie kommt man bloss auf so ein Ding Herr Ludwig…. dabei ist es doch wirklich leicht zu erkennen was in Afrika und sonst wo in der zweiten und dritten Welt passiert…..

Werte-Westlicher Raubtierkapitalismus, Profitgangstertum, Überheblichkeit, Ausbeutung, Raub und Totschlag um an den Reichtum der anderen zu gelangen, sorgt doch seit 400 Jahren dafür, dass sich kaum ein Land, der zweiten und dritten Welt so richtig erholen kann.

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

@dragao “Werte-Westlicher Raubtierkapitalismus, Profitgangstertum, Überheblichkeit, Ausbeutung, Raub und Totschlag um an den Reichtum der anderen zu gelangen,…” Die Dinge in der Welt haben immer zwei Seiten. Auch wenn Sie – wie so viele – diese beiden Seiten nicht denken können. Entwicklungshilfe ist in der Tat keine Überweisung, die an keinerlei Gegenleistung gekoppelt ist. Es ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, bei dem vor allem die örtlichen Eliten über Korruption und Diebstahl und Konzerne gewinnen. Ich erkläre Ihnen das mal anhand des Status Quo von – Mali – stellvertretend für die meisten afrikanischen Staaten. In Mali sind viele Akteure mit unterschiedlichen Interessen… Read more »

dragaoNordestino
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@stendahl … Ihre naive Sicht kommt nur deshalb zustande, weil Sie unfähig sind alle Seiten eines „Dings“ zu betrachten. Das zu ändern wäre Ihre Aufgabe für das nächste Jahr.

Ihr Geschwätz @stendahl… Sie könnten einem leid tun…. Jedoch sind Sie auch irgendwie entschuldigt, denn Sie sind ganz offensichtlich wohlstandsverwahrlost und benötigen eine Therapie.

Zuviel von allem, vor allem an Geld

https://www.heise.de/tp/features/Zuviel-von-allem-vor-allem-an-Geld-4615410.html

Ich @stendahl, lebe in einer dieser ausgebeuteten Welten, wo manche Kinder sich zu Weihnachten ein Huhn wünschen, um jeden Tag ein Ei essen zu können.

vier
Gast
vier

@drachen: “Wie kommt man bloss auf so ein Ding Herr Ludwig…”- na wie wohl? Zitat: “…2. Der zweitgrößte Lieferant von Rüstungsgütern an China ist Frankreich. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn ein französischer Trägerverband in Gewässern herumkreuzen wird, die China als sein Interessensgebiet betrachtet, und dort von chinesischen Kriegsschiffen mit französischer Technologie (insb. Sonar) beschattet wird. Und angetrieben werden diese chinesischen Schiffe und U-Boote von deutschen MTU-Motoren…” Aus: https://augengeradeaus.net/2019/03/globaler-ruestungsexport-deutschland-weiter-auf-platz-4-vor-allem-kriegsschiffe/ Hat sich da in den letzten 150 Jahren prinzipiell irgendwas dran geändert- auch Hitler u. die Nazis wurden “aufgebaut”, damit man mit ihnen, den Nazis, Geschäfte aller Art machen und… Read more »

Friedolin
Gast
Friedolin

Durchaus ein lesenswerter Beitrag. Titel und Schlussfolgerungen siehe @dragaoNordestino. Man muss sich daher nicht wundern, wenn man so Kommentare wie die von @ Alexander Rostert lesen “darf”. Die jetzigen Herrscher wurden und werden vom Westen eingesetzt und haben dann ihre Eigendynamik entwickelt.Vor der Entlassung in die Unabhängigkeit von Kamerun haben die Franzosen streng darauf geachtet, alle dem Volke wohlmeinenden Oppositionellen umzubringen. Wenn nachträglich dennoch was schief lief oder läuft, z.B. Obervolta/Wagadugu, musste halt die Armee das bereinigen. Heute darf die Bundeswehr schon mal gerne dabei sein. 150 Milliarden € ziehen die Franzosen jährlich aus ihren nord- und zentralafrikanischen Ex-Kolonien denen… Read more »

Friedolin
Gast
Friedolin

Hauptübel in der Welt ist die Gier des Menschen. Hat jeder in sich, aber keiner ist gezwungen sie auszuleben. Gierige Menschen haben einen Nachteil, der ihnen selbst am meisten schadet: sie können nicht wertschätzen, nicht genießen was sie haben. Was @ hubi Stendahl hier leider macht, sind alle Menschen mit Gier in einen Topf zu werfen, am Ende ist es auch den Schwarzen in Afrika, der eine Fliege vertreibt, die sich auf seine Banane setzen will. Er ist so gierig, er will sie ganz für sich alleine haben. Das ist unredlich, da es auf Spurenverwischen hinausläuft, ob gewollt sei mal… Read more »

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

@friedolin

Ich will Sie beileibe nicht ihrer moralisch anerzogenen Dogmen berauben.

Vielleicht aber haben Sie nach Jahren der Verirrungen noch die Möglichkeit sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um aus dem Sumpf moralisierender Unterdrückung auszusteigen und die Dinge etwas tiefer zu betrachten:

https://kritisches-netzwerk.de/forum/natuerliche-wirtschaftsordnung-moralische-auswirkungen

Ihnen traue ich einen weiteren Schritt durchaus zu.

Charly
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Charly

In den letzten Zehn Jahren hat der Afrikanisch Kontinent $ 4.100 Milliarden Entwicklungshilfe erhalten wer glaubt mit Geldzahlungen die Invasion Europas zu stoppen ist unheilbar krank wie die Politdarsteller.

Friedolin
Gast
Friedolin

Sehr gut, damit dürfte jeder Leser hier d´accord gehen. Hier mal eine ganz ungefähre Auflistung was “Entwicklungshilfe” an Hand der genannten Zahl im einzelnen bedeutet: Ca. 1.600 Milliarden fließen als Gewinn bei der Realisierung der Infrastrukturprojekte wieder an die Geberländer zurück 1000 Milliarden gehen in Infrastrukturprojekte wie Straßenbau um damit die Rohstoffe außer Landes bringen zu können. 1000 Milliarden gehen als Bestechungsgelder an die vorher dort installierten Eliten, die es zum größten Teil wieder in die Geberländer in Form von Immoblienkauf und teurerm Schmuck etc. zurückfließen lassen. 500 Milliarden gehen (vorher etwas gewaschen) in den Ankauf von Waffen und die… Read more »

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

@Friedolin “1000 Milliarden gehen in Infrastrukturprojekte wie Straßenbau, um damit die Rohstoffe außer Landes bringen zu können. Angabe aller Quellen würde den Rahmen hier sprengen.” Sie verkürzen das alles wieder in eine einseitige Sichtweise. Haben Sie meine Verlinkung zu Dr. Winkler und dessen Beschreibung menschlichen Verhaltens im kapitalistischen System gelesen? Ziehe Sie EIGENE Schlüsse aus diesen widerspruchsfreien Gedanken! Entwicklungshilfe UND JEDER LEISTUNGSAUSTAUSCH ist immer ein Geschäft auf Gegenseitigkeit und nicht etwa nur, wie in Ihrem Beispiel überlegt, eine einseitige Möglichkeit um Waren aus dem Land zu transportieren. Der eine liefert z.B. Geld gegen Leistung des anderen Straßen und Schiene zu… Read more »

Argonautiker
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Argonautiker

Der Urgrund des Handels basiert auf dem osmotischen Prinzip. Der Ausgleich der angrenzenden Dualitäten. Ich geb dir Salz, du gibst mir Wasser. Wenn in dieses Nächstenliebe basierte Prinzip zu viel Ego kommt, das nicht beiden Seiten dient, sondern Gewinne und Verluste mittels Regeln vorwiegend zum Ego umverteilen will, anstatt nach einem Gesetz der Wirklichkeit verteilt wird, das sich eben in der Osmose zeigt, dann wird es unrund, dann entsteht die Umverteilung wie wir sie gerade haben. Im Extremen werden dann irgendwann die Verluste sozialisiert, und die Gewinne selbst eingesteckt. Derzeit versuchen die, die auch den afrikanischen Kontinent auf dem Gewissen… Read more »

Emmanuel Sarides
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Emmanuel Sarides

“Doch verantwortlich für das heutige Elend des Kontinents seien sie selbst, hält ihnen Volker Seitz vor. „Die koloniale Vergangenheit kann nicht mehr als Entschuldigung für das Versagen der Gegenwart herhalten. (…)”.
Immer wieder lese ich, dass für den heutigen Zustand Deutschlands die Deutschen selbst verantwortlich sind. Und da wir in einem globalen System leben, ist es logisch, dass auch die Afrikaner für ihre Lage verantwortlich sind.
Was ist neu, wo ist der Unterschied dabei bis auf den Umstand, dass es den Deutschen materiell besser geht als den Afrikanern?

Friedolin
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Friedolin

@ Emmanuel Sarides “dass es den Deutschen materiell besser geht” Materiell sicher oder teils/teils. Wenn Sie bei uns in einen Supermarkt gehen, bekommen Sie dort alles zu kaufen, nur keine Lebensmittel. Eine technologisch hochgerüstete Überwachung eines Volkes wie das der Uiguren machen bei uns viel primitiver aber effektiver die Discounter?! Das Gehirn funktioniert auch nur so gut wie es an Input über den Magen bekommt und wenn der schlecht ist, kann das Volk auch nur noch schlecht selbständig denken. Was zusätzlich auf der Strecke bleibt ist Spontanität und Lebensfreude. Mein Onkel wanderte einst nach Südafrika aus, umd auch meine Eltern… Read more »

Kafka
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Kafka

Natürlich wird es mit Absicht arm regiert. Die Fürsten vor Ort greifen sich die Entwicklungshilfe und die Menschen wandern aus. So entsteht nie irgend ein Druckk für wirkliche Veränderung und die Globalisten können weiter die Rohstoffe Afrikas verbrauchen.

Charly
Gast
Charly

Afrika für Afrikaner…?
…bis 2050 wird die Bevölkerung in Afrika auf 2,2 Milliarden ansteigen bei der heutigen Geburtenrate von 5,7 Kinder pro Frau. Dazu komm, dass immer mehr Kinderehen, ca. 65% unter 18 Jahren, geschlossen werden. Bis 2100 wird Afrikas Bevölkerung auf ca. 4,4 Milliarden ansteigen.
Die Versorgung mit Nahrung kann mit dem schnellen Anstieg der Bevölkerung nicht mithalten, da kann auch nicht Bill und Melinda Gates mit ihrer Hilfsorganisation oder UNHCR sowie NGO`s das Problem bewältigen. Es wird eine hohe Kindersterblichkeit geben aber die Invasion nach Europa wird nicht gestoppt.

Greenhoop
Gast
Greenhoop

Weil mich Afrika gerade nicht so sehr interessiert, wenn doch der deutsche Saustall gerade so stinkt. Die Öffentlicht-Rechtlichen Ökofaschisten wollen offensichtlich die nächste Stufe der Eskalation zünden – wer den Drecksladen noch bezahlt oder ihm gar folgt, sollte unbedingt den eigenen Zustand prüfen lassen.

WDRlich: Für Greta-Kaderschmiede beim ÖRR ist die Oma eine „alte Umweltsau“

https://www.youtube.com/watch?time_continue=53&v=R91CuZ04PAE&feature=emb_logo

Kein Spaß, sondern die Neuauflage der Kulturrevolution in der deutschen Variante.

vier
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vier

“Das Werden schleppt das Gewesensein hinter sich her: warum sollte es von diesem ewigen Schauspiele eine Ausnahme für irgendein Sternchen und wiederum für ein Gattungchen auf ihm geben! Fort mit solchen Sentimentalitäten!” Fr. Nietzsche-Morgenröte Auch das Schwache und Dumme, Unterentwickelte und Kranke….hat zu schleppen und wird, in unserer verlogenen Welt, über das Gesunde u. Natürliche gestellt…die Früchte sind Niedergang und Verfall…eine falsch verstandene Solidarität fördert das Falsche und orientiert auf falsche Ideale…und so kommt es, dass der Enkel in seiner Großmutter nicht mehr sich selbst, sondern eine “alte Umweltsau” erblickt… “Die Forderung, man solle glauben, daß alles im Grunde in… Read more »

hubi stendahl
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hubi stendahl

@ vier “Der Verlust an Schwergewicht, der Widerstand gegen natürliche Instinkte, die SELBSTLOSIGKEIT mit einem Worte, das hieß bisher MORAL…” Interessanter Auszug aus Nietzsches polarisierender Gedankenwelt. Was wäre, wenn Nietzsche heute leben würde? Er würde wahrscheinlich angesichts der mittlerweile weiter entwickelten Technik der Gehirnwäsche und angesichts der fehlenden mittlerweile bekannten Puzzleteile seit dem Beginn der Gehirnwäsche in Ägyptens Dynastien, seine Arbeiten größtenteils bestätigt sehen. Aus Zarathustra: “Ich schwöre Euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu, und glaubt denen nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden! Giftmischer sind es, ob sie es wissen oder nicht. Verächter des Lebens….” Ich denke, dass… Read more »

Greenhoop
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Greenhoop

Mir fällt hierbei immer wieder das folgende Interview (englisch) How To Brainwash A Nation ein, welches G. Edward Griffin (u.a. Buchautor von Die Kreatur von Jekyll Island, über die Entstehung der FED) bereits 1985 mit dem ehemaligen KGB Agenten Yuri Bezmenov führte, in welchem letzterer die 4 Schritte die kommunistische Übernahmestrategie “freier Länder” beschreibt. 1. Demoralization 2. Destabilization 3. Crisis 4. Normalization Die Kurzfassung (ca. 8 Minuten) allein ist eine Offenbarung und jederzeit mit der aktuellen Situation in Deutschland zu vergleichen, wird stehen somit kurz vor Schritt 3. https://youtu.be/zeMZGGQ0ERk Als ich 2008 aufwachte dachte ich, es ginge nur um´s Geld.… Read more »

Friedolin
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Friedolin

@ Greenhoop danke für den Link vom Omamusikvideo. Hatte von dem Lied gehört und dass es nach Protest aus dem Repertoire rausgenommen wurde. Eine Kulturrevolution hier bei uns ist das allerletzte, habe neulich einen Augenzeugenbericht über die chinesische Erstaufführung gelesen, absolut erschreckend. Mein Bruder hat vor kurzem den Kontakt zu mir abgebrochen, was ich durchaus traurig finde. Er definiert sich als links und findet, dass man viel zu wenig gegen die Klimaerwärmung macht. Leider haben auch einige meiner langjährigen Wiener Freunde von meiner Einstellung (über Dritte) gehört, denken ich bin irre bzw. was schlimmeres. Das können noch heitere Zeiten werden.… Read more »

Greenhoop
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Greenhoop

@Friedolin Es hat mich vor langer Zeit fasziniert, dass der Atomspion und Kommunist Klaus Fuchs angeblich aus eigenem Antrieb heraus, wichtige Informationen an den sowjetischen Geheimdienst weiterleitete und maßgeblich dazu beitrug, die Machtfrage über die Weltherrschaft nicht bereits vor bald 80 Jahren entscheiden zu können – an solche Zufälle habe ich noch nie geglaubt. Ein Sklave kennt keine Freiheit, ein freier Mann hingegen, wird diese niemals freiwillig aufgeben, an diesem Punkt steht der kleine Rest einer degenerierten Gesellschaft und stellt fest, dass er nicht einmal in der Lage war, die Vorzüge der angenehmsten Form von Versklavung, zu verteidigen. Nach über… Read more »

hubi stendahl
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hubi stendahl

Hallo @Greenhoop, ich habe mir das Video zwischenzeitlich mehrmals angeschaut und die Reaktionen gelesen. Danach fällt folgendes auf: 1) Der Chor besteht ausschl. aus Mädchen (Feminismus) mit der typischen Quotenfarbigen, wie sie auch bei Fernsehfilmen und in der Werbung zwischenzeitlich zwingend eingesetzt werden. 2) Es werden hier nicht die Omas, die in den Nachkriegsjahren 1945-50 mit Steineschleppen den Wiederaufbau mit halfen anzukurbeln, sondern die Folgegeneration, die wir heute 68er nennen besungen (freilich ohne es zu wissen). Denn die Omas nach dem Krieg gibt es als Adressaten heute nicht mehr. 3) Diese kulturmaxistisch verseuchte Folgegeneration hat sich die flächendeckende Versorgung mit… Read more »

Greenhoop
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Greenhoop

Es werden hier nicht die Omas, die in den Nachkriegsjahren 1945-50 mit Steineschleppen den Wiederaufbau mit halfen anzukurbeln, sondern die Folgegeneration, die wir heute 68er nennen besungen (freilich ohne es zu wissen). Denn die Omas nach dem Krieg gibt es als Adressaten heute nicht mehr. Hallo @hubi, genau das war auch mein erster Gedanke beim Anblick der wirklich sehr jungen Mädchen, als Omi´s kamen sofort nur meine Frau, ich und unsere Altersgenossen in Frage – wir fahren schließlich die SUV´s, stellen den Mittelstand dar und sollen abgeschafft werden, da wir der gänzlichen Abhängigkeit (noch) im Weg stehen. Erinnern Sie sich,… Read more »

dragaoNordestino
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als Omi´s kamen sofort nur meine Frau, ich und unsere Altersgenossen in Frage – wir fahren schließlich die SUV´s….

Gute Erkenntniss, dies war ja auch der Zweck der WDR Parodie / Satiere… Vermutlich erkannten Sie sich auch in den anderen Reimen.

Vielleicht mal zum anfangen:

Zuviel von allem…

https://www.heise.de/tp/features/Zuviel-von-allem-vor-allem-an-Geld-4615410.html

Denken Sie mal darüber nach..!!!!!

Greenhoop
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Greenhoop

@dragao

Wie gewohnt ist Ihre Ahnungslosigkeit Zeichen für die Degeneration welche offensichtlich auch vor im Ausland lebenden Europäern keinen Halt macht.

Die Zwangsbeglücker des ÖR mußten zurückrudern, weil es glücklicherweise noch genügend Menschem mit gesundem Menschenverstand ziemlich unpassend fanden, dass die Alimentierten sich prinzipiell auf ein Satire zurückziehen, sollte der Versuchsballon platzen.

Ein Leichtgewicht wird sich immer mit der offiziellen Erklärung zufrieden geben, da fühlen Sie sich sichtlich wohl.

Kennen Sie das Buch “Kampf um Berlin …der Anfang…” von Joseph Goebbels, so wird Propaganda gegen die Mehrheit geführt.

dragaoNordestino
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Die Zwangsbeglücker des ÖR mußten zurückrudern, weil es glücklicherweise noch genügend Menschem mit gesundem Menschenverstand ziemlich unpassend fanden

Na ja in Ihrer Filterblase ist dies sicher so…. ansonsten kriegt man auch viele Kommentare zu lesen die dies anders sehen…. wesentlich gelassener.

Im übrigen wie gesagt…. was kann irgendwer dafür, dass Sie sich betroffen fühlen…. haben Sie, “zuviel von allem” gelesen.? Fühlen Sie sich da ein weiteres mal ertappt.??

Greenhoop
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Greenhoop

@dragao

Sie leben doch im Elend Lateinamerikas, woher stammt danne Ihr übersteigertes Interesse für Europa, wenn Sie sich doch offensichtlich im eigenen Sumpf so wenig auskennen ? Helfen Sie Ihren Sozialisten beim Kampf gegen Jair Bolsonaro, da wäre Ihre Scheinheiligkeit zumindest ein wenig glaubwürdig.

dragaoNordestino
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@greenhoop … da wäre Ihre Scheinheiligkeit zumindest ein wenig glaubwürdig.

Wieso scheinheilig.? Ich bin mir durchaus bewusst, dass die Mädchen meinen Lebensstil besingen….. Ich verdiente schon in den 70er des letzten Jahrhunderts 4 x mehr als der Durchschnitt heute verdient und hatte Zeit meines Lebens Räder….

Das ändert aber nichts daran, dass wir vom Umwelt- und Sozialsautums weg müssen…. selbst wenn es mich einiges Kosten und wahrscheinlich auch meinen allgemeinen Lebenswandel betreffen wird.

Greenhoop
Gast
Greenhoop

@Dragao

Das ändert aber nichts daran, dass wir vom Umwelt- und Sozialsautums weg müssen…. selbst wenn es mich einiges Kosten und wahrscheinlich auch meinen allgemeinen Lebenswandel betreffen wird.

Ihre Erkenntnis sich von der Umwelt- und Sozialismusdiktatur abwenden zu müssen ist der erste Schritt in die richtige Richtung, es dient ausschliesslich der Macht die uns suggerieren möchte, wir wären alle gleich bis zu dem Moment, in der sie (die Nutznießer) sich als ein wenig gleicher erachten – hat Orwell schon vor langer Zeit eindrücklich anhand einer Parabel dargestellt, hier in Kurzform.

dragaoNordestino
Gast

@greenhoop … Ihre Erkenntnis sich von der Umwelt- und Sozialismusdiktatur abwenden zu müssen ist der erste Schritt in die richtige…

Hmmm… Ihre Filterblase spielt Ihnen einen Streich. Sie lesen, was da gar nicht steht….

Nochmals lesen, dann kommen Sie vielleicht drauf….

dragaoNordestino
Gast

@greenhoop … Sozial- UND Umweltsau…

eine kleine hilfe:

https://www.geolitico.de/2019/12/29/die-ezb-notenpresse-kann-das-klima-nicht-retten/#comment-38892

https://www.geolitico.de/2019/12/29/die-ezb-notenpresse-kann-das-klima-nicht-retten/#comment-38899