Welche Baustoffe sind ökologisch?

Neubau / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/hausbau-neubau-baustelle-ger%C3%BCst-1407499/ Neubau / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/hausbau-neubau-baustelle-ger%C3%BCst-1407499/
 

In Zeiten des Klimawandels sind auch beim Hausbau ökologische Baustoffe hoch im Kurs. Aber wie gut und wie wirtschaftlich sind die jeweiligen Baustoffe?

Nachhaltige und langlebige Baumaterialien sind dank schwindender Rohstoffe und wachsenden Sorgen rund um den Klimawandel und die Ökologie unseres Planeten auch für Wohnhäuser und Eigenhausbau immer ausschlaggebender. Für welches Material sich ein umweltbewusster Bauherr entscheiden sollte, ist nicht zwangsläufig offensichtlich. Hier einige der Kandidaten:

Holz

Holz wird schon seit Jahrhunderten als Baumaterial genutzt, sowohl als Hauptmaterial, wie zum Beispiel bei Blockhäusern, als auch als Stützmaterial. Holz hat den Vorteil, dass es deutlich leichter als Stein und trotzdem nach Behandlung für den Bau stark genug ist. Außerdem ist Holz als erneuerbares Material vergleichsmäßig nachhaltig. Der Energieaufwand ist in der Regel nur hoch, wenn die Industrie Holz zu bestimmten Bauteilen verarbeit, zum Beispiel Span- und Sperrholzplatten.

Holz ist außerdem einfach zu verarbeiten. Es lässt sich gut schneiden, gestalten und errichten. Vergleichsmäßig einfache Werkzeuge sind nötig, um mit Holz zu bauen – Sägen, Fräsen, Hämmer, Nägel, Schrauben und dergleichen. Viele Werkzeuge benötigen noch nicht einmal zwangsläufig Elektrizität oder Treibstoff.

Holz bringt aber auch Nachteile mit sich: Es ist anfällig für Nässeschäden wie Trockenfäule und manche Insekten wie Termite. Es ist leicht brennbar und verfällt außerdem letzendlich.

Bambus

Bambus ist ein beliebter Öko-Baustoff in Südostasien, da er gute Eigenschaften für Bauvorhaben besitzt und extrem schnell nachwächst. Leider ist Bambus als Baustoff aber nur dort sinnvoll wo er auch wächst, da der Energieaufwand im Transport zu hoch ist.

Stein und Lehm

Lehm und Stein sind auch unter den natürlichen Baustoffen zu finden. Stein bietet langlebigen Schutz gegen die Elemente, verformt sich nicht und ist feuersicher, muss aber aufwändig im Steinbruch abgebaut werden und ist so nicht erneuerbar. Ziegelsteine hingegen werden meist aus Ton und Lehm hergestellt. Sie sind hervorragende Wärmespeicher und bieten hohen Schallschutz. Außerdem sind sie formbeständig und langlebig . Jedoch sind dicke Wände notwendig, die etwas Wohnfläche einnehmen, und wie bei allen Steinbauarten ist die Bauzeit relativ langwierig.

Reine Lehmbaustoffe sind zwar besonders gering im Energieaufwand der Herstellung, sind aber in Deutschland aufgrund der Witterungsbedingungen nicht für den Außenausbau geeignet.

Beton und Stahl

Dies sind zwei beliebte Baumaterialien, die aber ökologisch nicht gut abschneiden. Zwar sind sie vielseitig, extrem stark und langlebig, bestehen aber nicht aus erneuerbaren Rostoffen. Beton benötigt außerdem chemische Zusatzstoffe in der Herstellung. Beide Materialien benötigen einen hohen Energieaufwand in der Herstellung. Beton ist außerdem nicht gut zu entsorgen – schon jetzt sind Betonruinen weltweit verbreitet – während Stahl immerhin gut wiederverwendbar ist.

Fazit

In erster Linie ist nur ein Baustoff aus nachwachsenden Rohstoffen ökologisch. Wie nachhaltig ein solcher Rohstoff im Endeffekt aber wirklich ist, entscheidet auch der Energieaufwand in der Verarbeitung und im Transport. Trotzdem müssen Bauherren die Witterungsbedingungen vor Ort im Auge behalten – ein besonders ökologischer Baustoff hilft nicht, wenn dieser für die Bauregion nicht geeignet ist.

Print Friendly, PDF & Email

Unser Newsletter – Ihr Beitrag zur politischen Kultur!

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich zu: