i-Kfz: Welche Vorteile bringt die Online-Zulassung?

Elektroauto / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/elektroauto-auto-elektro-fahrzeug-1458836/ Elektroauto / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/elektroauto-auto-elektro-fahrzeug-1458836/
 

Die Fahrzeugzulassung i-Kfz soll einen digitalen Behördengang möglich machen. Ende 2019 wird die dritte Stufe des Implementierungsprozesses abgeschlossen.

Die internetbasierte Fahrzeugzulassung i-Kfz macht einen digitalen Behördengang möglich. Ende 2019 soll es so weit sein – dann wird auch die dritte Stufe des Implementierungsprozesses abgeschlossen. Möglich sind neben Abmeldungen und Wiederzulassungen schließlich auch Neuanmeldungen. Doch welche Vorteile bringt die Online-Zulassung wirklich, und können auch Halter von E-Autos davon profitieren?

i-Kfz und E-Autos – Alle Infos im Blick:

  • Bisher: Abmeldungen und Wiederzulassungen via Internet möglich
  • Neuzulassungen ab Ende 2019 auch für E-Autos vollumfänglich nutzbar
  • Notwendig: Nachweis der Bauart nach E-Mobilitätsgesetz

E-Autos: Unterschiedliche Schilder – selbe Zulassung

Wer ein Elektrofahrzeug, ein Hybridfahrzeug oder ein Fahrzeug besitzt, dessen Motor von Brennstoffzellen angetrieben wird, kann das eigene Auto mit einem E-Kennzeichen zulassen. Dieses spezielle Schild lässt sich an dem Buchstaben „E“ hinter den Zahlen auf dem Kennzeichen erkennen. Die Besonderheit des Schildes ist nicht nur das abweichende Äußere, sondern auch die Privilegien, die damit verbunden sind.

Wer ein E-Kennzeichen, das sich zum Beispiel über die Website Kennzeichenking bestellen lässt, am Auto hat, genießt sogenannte „Bevorrechtigungen“. Diese beziehen sich auf das Parken auf öffentlichen Straßen, auf die Nutzung bestimmter Straßen, auf Zufahrtsbeschränkungen und Parkgebühren. All das wird im Elektromobilitätsgesetz geregelt – die Festsetzung der Details obliegt jedoch noch immer den Städten selbst. Ob man mit einem E-Kennzeichen nun zum Beispiel auf der Busspur fahren darf, kann in Hamburg erlaubt und in Berlin verboten sein.

Deutschlandweit einheitlich ist jedoch die Zulassung von E-Autos. Es gibt nur eine kleine Sache, die beim Zulassen eines Elektrofahrzeugs anders ist als bei der Zulassung eines Autos mit Verbrennungsmotor. Wer ein E-Auto mit E-Kennzeichen fahren will, muss einen entsprechenden Nachweis vorlegen, dass das Elektrofahrzeug die Kriterien des Elektromobilitätsgesetzes erfüllt. Das ist in der Regel die EG-Übereinstimmungsbescheinigung oder die Datenbestätigung vom Hersteller.

i-Kfz: Erleichterung für die Zulassung von E-Autos?

Laut dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) soll die internetbasierte Fahrzeugzulassung i-Kfz einen digitalen Behördengang möglich machen. Seit dem 01. Januar 2015 können Halter ihr Fahrzeug bereits online abmelden. Ob es sich dabei um ein E-Auto oder einen Wagen mit Verbrennungsmotor handelt, ist unerheblich. Der digitale Behördengang ist aber mit einigen Voraussetzungen verbunden: Nur wenn die Fahrzeugpapiere und das Nummernschild schon über den Sicherheitscode verfügen, kann man das Auto im Internet abmelden.

Eine weitere Voraussetzung ist die e-ID-Funktion des Ausweises. Nur wenn sich der Fahrzeughalter digital ausweisen kann, erhält er Zugang zum Online-Zulassungsportal der Behörden. Dafür ist der neue Personalausweis mit freigeschalteter E-Ausweisfunktion notwendig. Ein elektronisches Ausweislesegerät oder die Ausweis-App ermöglichen schließlich die Verifizierung.

All diese Voraussetzungen werden aktuell bei Weitem noch nicht von jedem deutschen Bürger erfüllt. Vielmals mangelt es an Informationen: Beim Beantragen neuer Ausweispapiere ist vielen nicht klar, welche Vorteile mit der elektronischen Ausweisfunktion einhergehen. Hier wäre mehr Aufklärung wünschenswert, um schließlich auch die Möglichkeiten der Online-Zulassung vollumfänglich ausnutzen zu können.

Status quo: i-Kfz und E-Autos

Aktuell kann man E-Autos nicht nur online abmelden, sondern auch im Internet wieder zulassen. Aber auch hier sind noch administrative Einschränkungen gegeben. Wer sein Fahrzeug wieder zulassen will – zum Beispiel mit einem Wunschkennzeichen, das online reserviert wurde – muss das Auto zum einen auf denselben Halter und zum anderen im selben Zulassungsbezirk zulassen. Viel Flexibilität bietet dieses Vorgehen daher noch nicht.

Wenn gegen Ende 2019 dann die dritte Stufe von i-Kfz flächendeckend umgesetzt wird, haben Privatpersonen Zugang zu allen Zulassungsprozessen. Dazu gehören Neuanmeldungen, Umschreibungen, Wiederzulassungen und Co.

Inwiefern der Termin verbindlich eingehalten werden kann, steht aber noch offen. Die letzte Pressemitteilung der Bundesregierung zum Thema i-Kfz wurde Anfang des Jahres veröffentlicht – was vermuten lässt, dass das finale Datum des Rollouts bislang immer noch nicht bekannt ist.

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