Kosten eines E-Bikes nicht unterschätzen

E-Bike / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/ebike-e-bike-fahrrad-fahren-rad-635544/ E-Bike / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/ebike-e-bike-fahrrad-fahren-rad-635544/
 

E-Bikes werden immer beliebter, obwohl sie bereits in der Anschaffung gut doppelt so teuer sind wie ein Fahrrad. Und die Betriebskosten werden unterschätzt.

E-Bikes und Pedelecs werden immer beliebter. Das zeigen vor allem die immer weiter steigenden Absatzzahlen in Deutschland. In Zeiten des Klimawandels ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen. Der integrierte Elektroantrieb sorgt dabei dafür, dass man dabei zusätzliche Unterstützung beim Radeln erhält. Doch neben den Anschaffungskosten sind beim E-Bike auch die Unterhaltskosten entscheidend. Welche Kosten sollten vor der Anschaffung eines E-Bikes einkalkuliert werden?

Was ist der Unterschied zwischen E-Bikes und Pedelecs?

E-Bikes sind in aller Munde. Dabei handelt es sich bei den meisten als E-Bike bezeichneten Rädern eigentlich um ein Pedelec. Doch was ist der Unterschied?

  • Bei einem Pedelec wird der Fahrer durch den Elektromotor unterstützt, während er selbst in die Pedalen tritt. Mit einer motorgetriebenen Unterstützung bis zu 25 km/h gilt das Fahrzeug als Fahrrad und es bedarf daher keiner gesonderten Zulassung.
  • Ein E-Bike dagegen kann auch selbstständig mit dem Elektroantrieb fahren, ohne dass der Fahrer selbst in die Pedale treten muss. Ist damit eine Geschwindigkeit über 6 km/h möglich, muss das Fahrzeug zugelassen werden. Aus diesem Grund sind die meisten Elektro-getriebenen Fahrräder eigentlich Pedelecs.

Der Begriff “Pedelec” steht für: Pedal Electric Cycle. Anhand dieser Begrifflichkeit erkennt man bereits, dass nur eine elektrische Unterstützung des Fahrers geboten ist, wenn dieser selbst in die Pedale tritt. Die meisten Pedelecs lassen sich so einstellen, dass man als Fahrer selbst entscheiden kann, wieviel elektrische Unterstützung benötigt wird. Man kann den Elektro-Antrieb auch gänzlich ausschalten und das Pedelec wie ein herkömmliches Fahrrad fahren. Allerdings bringt der eingebaute Elektroantrieb einiges an zusätzlichem Gewicht mit sich, sodass auch eine höhere Kraftanstrengung von Nöten ist.

E-Bikes dagegen können auch selbstständig elektrisch fahren. Hierbei ist eher das eigene in die Pedale treten als zusätzliche Unterstützung des Elektroantriebes zu sehen. Natürlich kann auch bei einem E-Bike der Elektro-Antrieb ausgeschaltet werden und das Fahrrad nur mit Muskelkraft angetrieben werden. Aus Gründen der Einfachheit hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch jedoch der Begriff E-Bike für beide Arten der Elektro-unterstützten Fahrräder durchgesetzt.

Das kostet ein E-Bike im Unterhalt

E-Bikes und Pedelecs werden immer beliebter, obwohl sie bereits in der Anschaffung gut und gerne das doppelte eines herkömmlichen Fahrrads kosten. Dazu kommen noch die höheren Unterhaltskosten, denn auch der Strom muss zusätzlich bezahlt werden. Wird das E-Bike täglich genutzt, so muss auch der Akku ständig nachgeladen werden. Die tatsächlichen Kosten hängen natürlich vom Stromanbieter ab. Gerade, wenn man den Akku des Fahrrads zu Hause lädt, sollte man darauf achten, dass man über einen günstigen Stromanbieter verfügt. Hierzu ein kleines Rechenbeispiel:

  • Der Akku des E-Bikes hat eine Kapazität von 500 Wh (0,5 kWh).
  • Nehmen wir an, der Stromanbieter verlangt 0,26 Euro pro kWh.
  • Einmal vollladen des Akkus kostet dann 13 Cent.

„Diese Kosten scheinen sehr günstig. Allerdings hängt die tatsächliche Reichweite einer Akkuladung von vielen verschiedenen Faktoren ab. Diese sind vor allem das Gewicht des Fahrers, das Tempo beim Fahren, der Untergrund, auf dem gefahren wird und der Gegen- oder Rückenwind.”, verrät Sven Schröder von Fitformoney. Hinzu kommt, dass auch die Lebensdauer des Akkus mit einberechnet werden muss. Im Durchschnitt hält ein Akku rund 500 Ladezyklen. Nehmen wir an, dass ein neuer Akku 500 Euro kostet, so muss pro Ladevorgang also noch ein Euro auf die Stromkosten aufgerechnet werden.

Die Unterhaltskosten eines E-Bikes sollte man bei der Anschaffung nicht unterschätzen. Neben dem Akku gibt es auch andere Verschleißteile, die im Laufe der Zeit kaputtgehen können.

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