Luxus-Steuer auf Fleisch-Konsum

Fleisch / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/fleisch-essen-bbq-1155132/ Fleisch / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/fleisch-essen-bbq-1155132/
 

Fleischkonsum und Massentierhaltung sind in der Kritik. Nun provoziert ein Germanist mit der Forderung: Eine Steuer soll Fleischkonsum zum Luxus machen.

In der Tat ist ein vollends veganer Staat, in dem letzten Endes auch Tiere ausgeprägte Rechte haben, schlichtweg eine Wunschvorstellung. Obwohl viele Themen der Massentierhaltung in massiver Kritik stehen, ändern sich die rechtlichen Grundlagen dafür nicht. Dabei hat die industrielle Landwirtschaft gravierende Folgen, die sich letztlich unter anderem beim Klimaschutz bemerkbar machen. Nach Ansicht von Experten würden der Politik zudem konkrete Handlungsmöglichkeiten offenstehen, wenn denn der Mut da wäre, sie auch zu nutzen. 

Die Debatte um Tierschutz und die Rechte, die Tiere in Deutschland haben, ist jüngst neu entflammt. Grund ist eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, die es auch weiterhin erlaubt, männliche Küken in deutschen Mastanlagen zu schreddern.

Nutztiere haben ein Recht auf schmerzfreies Leben

In den letzten Jahren haben sich die verheerenden Folgen der Massentierhaltung in Form erschreckender Bilder in vielen Köpfen gefestigt. Kraftlose Ferkel und Rinder, die bei Bewusstsein ausbluten, sind auf Bildern durch die Republik gegangen. Mit den idyllischen Weidebildern, die viele Fleisch- und Wurstpackungen zieren, hat die Realität der Massentierhaltung wenig zu tun. Dabei sind die Zustände, so wie sie in der Massentierhaltung aktuell vorzufinden sind, aus rechtlicher Sicht nicht erlaubt. “Auch Nutztiere haben in Deutschland das Recht auf ein schmerzfreies Leben. Dieses wurde 2002 per Grundgesetz verankert,” betont Lukas Krause von Petmeister.

Der Germanist Björn Hayer ist sich sicher: Um in der Massentierhaltung etwas zu verändern und um Tieren mehr Rechte einzuräumen, braucht es zunächst einmal eine ehrliche und umfangreiche Debatte auf politischer Ebene. Dabei wird gerade dieses Thema mit spitzen Fingern angefasst. Der Grund ist simpel. Die Parteien möchten ihre Wähler nicht verprellen. Dabei kann, so sind sich einzelne Forscher einig, lediglich eine konsequente Besteuerung tierischer Produkte die Bevölkerung zu einem gewissen Umdenken animieren.

Es braucht eine ernsthafte politische Debatte

Die Einnahmen, die diese Steuer in die Staatskasse spülen würde, solle aber nicht verwendet werden, um etwaige FinanzLlöcher zu stopfen, sondern soll zweckgebunden sein. Damit müsse das Geld für die Aufforstung von Wäldern oder beispielsweise für die Reinigung nitratverseuchter Böden verwendet werden. Die Steuer würde also dem Staat keine entscheidenden Vorteile bringen.

Sie soll vor allem dazu beitragen, dass der Konsum tierischer Produkte sinkt, denn diese würden durch die Steuer unweigerlich teurer werden. Außerdem könnte auf gesellschaftlicher Ebene so auch die Wertschätzung für die Tiere steigen, hoffen die Propagandisten der veganen Ernährng. Eine solche Steuer wäre bei weitem aber nicht die einzige Möglichkeit, die vegane Ernährung an richtiger Stelle zu fördern.

Hier sind siehen die Tierschützer durchaus weitere mögliche Impulse für die Gesellschaft. So könnte ihrer Ansicht nach bei einer veganen oder zumindest vegetarischen Ernährung über einen niedrigen Krankenkassenbeitrag nachgedacht werden. Kurz, die Tierschützer wollen das Konsumverhalten über wirtschaftliche Anreize steuern. Oder anders ausgedrückt: Für die Bevölkerung soll sich der Fleischverzicht lohnen. Auch die Auszahlung von Boni wird immer wieder als Vorschlag genannt.

Dafür sind die Propagandisten veganer Ernährung bereit, einen weitren und steinigen Weg zu gehen. Und sie wissen: Seine Anfänge findet dieser aber nicht etwa in den Ställen der Massentierhaltung, sondern in der Mitte der Gesellschaft. Die wollen sie in ihrem Sinne beeinflussen.

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Hans
Gast
Hans

“Einnahmen sollennicht verwendetwerden, umFianzlöcher zu stopfen” – hahahaha, selten so gelacht. Kein Fleisch mehr essen? Ja doch, zurück zu Zeiten, wo in Gutsherrenmanier bestimmt wurde, wer in den Genuss von Fleischverzehr kommen durfte. Das waren ausschließlich Adel, Klerus und deren Speichellecker. Für`s gemeine Volk waren Pastinaken und Kohlsuppe ausreichend.

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

“Außerdem könnte auf gesellschaftlicher Ebene so auch die Wertschätzung für die Tiere steigen, hoffen die Propagandisten der veganen Ernährung.” WERT-schätzung als positive Be-WERT-ung eines Menschen oder Tier mit Geld erkaufen, passt exakt zum aktuellen grünen primitiven sozialistischen Zeitgeist, der alles besteuern und in eigene Geschäftsbereiche umleiten will. Nicht etwa zum Wohle von Mensch und Tier (siehe z.B. die Vogelschredderanlagen), sondern zur Teilung in gute, schlechte und überflüssige Menschen und Tiere, die einer Ideologie im Wege stehen. Das ist besteuerter Totalitarismus. Mir fallen sofort die missratenen Gesetze und Ausführungen zur Hühnerhaltung (Künast) und zum Flaschenpfand des Kretins Trittin ein, als sie… Read more »

vier
Gast
vier

@stendahl- unterschreibe alles, was sie zur Thematik der Grünen Hallunken und Heilsversprecher ausführen, alles richtig- aber dennoch, diese elende MASSENTIERPRODUKTION MUSS zurückgeführt und beendet werden- MIT ALLEN MITTELN UND MÖGLICHKEITEN- die angewandte Praxis ist Wahnsinn. Dass politische Parteien dabei mitspielen müssen, ist dem System geschuldet- ebenso, dass sie zu feige sind, selbst die “Axt” anzulegen und dies über das Geld anstreben, wo diese SCHAUSPEILER den archimedischen Punkt für alle Veränderungen wähnen- DIE WELT ALS MARKTPLATZ für alle und alles- oberflächlich, dumm und bequem. “Die Engel fliegen in Spiralen, der Teufel nur geradeaus.” Hildegard von Bingen 1098-1178 Streckt man die Spirale… Read more »

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

“….diese elende MASSENTIERPRODUKTION MUSS zurückgeführt” Was aus meinem Beitrag eindeutig hervorgeht. Nur mit grüner heuchlerischer Gesinnung und mit Bestehlen der Armen über Steuern, geht es sicher nicht. Eher werden Aufstände entzündet, wie sie dieser pädophile Cohn-Bendit vor langer Zeit bereits angekündigt hat und der Greis Schäuble sehnsüchtig täglich erwartet, um den Bürgerkrieg noch zu Lebzeiten zu sehen. Das Chaos, ist das wichtigste Werkzeug, um jenseits der Verfassungen der Staaten den Meilenstein zur NWO zu setzen, zur endgültigen Befreiung von der Freiheit. Die Vereinigten Staaten von Europa. Freimaurer mit ihrem Ordo ab Chao unterstützen dieses Vorgehen ebenso, wie Globalisten der Hochfinanz-… Read more »

Argonautiker
Gast
Argonautiker

“Es könnte aber noch nach hinten losgehen.” Da bin ich ganz bei Ihnen, denn das Chaos, welches wir haben und das seit 9/11 ganz gezielt überall hochgeschaukelt wird, und zu dem diese Leute durch QE eben auch nahezu unbegrenzte Mittel haben, entsteht, WEIL diese Leute meinen sich an keine Regeln Vereinbarungen oder Gesetze halten zu müssen. Wenn das eskaliert, und das dann irgendwann alle tun, dann ist im Grunde auch wieder alles möglich, auch das das Mächstigste zum Ohnmächtigsten werden kann. Aber Krieg ist kein Karma, Krieg kann zur Umwälzung führen, es muß aber nicht zur Umwälzung führen, wie man… Read more »

Barbara
Gast
Barbara

Jeden Tag wird hier ne andere Sau durchs Dorf gejagt… Es geht wohl nur noch darum neue Steuern zu erfinden!

Argonautiker
Gast
Argonautiker

Genau, und eine Tofu Steuer sollte es auch geben, weil bei der Tofu Herstellung ein recht ansehnlicher Anteil der Sojabohne, um nicht zu sagen, der größte Teil, nicht verwertet wird, sondern im Müll landet, oder wenn man Glück hat, es die Schweinebauern zur Schweinemast abnehmen. Das würde ich durchaus auch als Luxus betrachten. Und hat die Sojabohne kein Anrecht darauf ein natürliches Leben zu leben, daß das natürliche Verblühen und sich selbst Aussäen mit einschließt? Da ist Nutzhaltung dann scheinbar schon ok. Eine Seitan Steuer wäre auch angebracht, weil vom Weizen da nämlich sogar nur etwa 10% des gesamten Kornes… Read more »

Friedolin
Gast
Friedolin

“Auch Nutztiere haben in Deutschland das Recht auf ein schmerzfreies Leben. Dieses wurde 2002 per Grundgesetz verankert,” betont Lukas Krause von Petmeister.
Quizfrage:
In welchem Jahr wurde das Recht auf ein schmerzfreies Leben für männliche Babies und Kleinkinder vom Bundestag mit großer (?!) Mehrheit abgeschafft?

Wayne Podolski
Gast

“Dabei wird gerade dieses Thema mit spitzen Fingern angefasst. Der Grund ist simpel. Die Parteien möchten ihre Wähler nicht verprellen.” Björn, mein Schieter, der Grund ist wirklich simpel und trotzdem liegen Sie daneben. Schon mal was von Schächten gehört ? Wird vornehmlich von unseren jüdischen und muslimischen Mitbürgern praktiziert. Diese lassen Tier lieber qualvoll verenden, als das sie womöglich als unrein geltendes Blut zu sich nehmen. Sie, Herr Hayer, werden vermutlich eher so lange kämpfen, bis kein Deutscher mehr ein Schnitzel auf seinem Teller liegen hat, bevor Sie auch nur ein kritisches Wort über die vorgenannten Glaubensgemeinschaften verlieren, Sie Germanist,… Read more »

Argonautiker
Gast
Argonautiker

@wayne Podolski Man sieht wieder einmal sehr schön, wie kräftig Mohammed bei den Juden abgeschrieben hat, selbst die Fehler hat er übernommen. Etwas Interessantes am koscheren Fleisch ist nämlich die gemeinsame hebräische Sprachwurzel des Wortes “Koscher” mit dem Wort Keusch. Und die Sprachwurzel der Wöter “Keusch” und “Koscher” hatten in ihrem Ursprung eben wohl nicht die Aussage die sie heute haben, sondern es bedeutete wohl “unkäuflich”. Einige legen es deshalb nahe, daß es beim koscheren Fleisch also ursprünglich gar nicht darum ging die Tiere ausbluten zu lassen, sondern daß man für die Opferfeste eben keine gekauften Tiere verwenden sollte, sondern… Read more »

Wayne Podolski
Gast

Schönen Dank für die ausführliche Antwort, durchaus informativ …

Konrad Kugler
Gast
Konrad Kugler

Ein paar Gedanken Beschneidung und Schächten sind göttliche Gebote. Jesus, der Sohn Gottes wurde selbst beschnitten und hat zum Pascha das Osterlamm geschächtet. Der “Engel” Gibril, nicht der (Erz-)Engel Gabriel hat Mohammed die Vorschriften diktiert. Satan hat den Namen Durcheinanderwerfer. Und das schafft er immer wieder. Vegetarismus und Veganismus sind nicht ganz neue “Religionen”. Ob es die Gnostiker waren, weiß ich nicht sicher, aber die “Reinen” verzichteten auf Fleisch. Massentierhaltung ist nur der verleumderische Ausdruck für einen großen Stall. Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und es ist etwa 60 Jahre her, daß im Landfunk ein Dr. Geiersberger die damals… Read more »

Thorsten Gorch
Gast

Die Nullaussage “so sind sich einzelne Forscher einig” kommt von einem Germanisten?
Was ist denn das für ein Null-Argument. Alle Vorurteile gegenüber Germanisten bestätigt.

Skyjumper
Gast
Skyjumper

Steuern? Mal wieder typisch.

Bringt den armen Viechern gar nichts, den Gutmenschen ein sauberes Gewissen, die armen noch ärmer und den Staat noch mächtiger.

Also nichts neues unter der Sonne. Im feudalen Mittelalter waren die Menschen mit ihrer Obrikkeit besser dran als wir heute. Aber wie (bei den Wahlen) bestellt wird eben auch prompt geliefert.

Ramon
Gast
Ramon

Verdi-Chef ruft Gewerkschaftsmitglieder zum “Klimastreik” mit Fridays for Future auf
https://deutsch.rt.com/inland/90966-verdi-chef-ruft-gewerkschaftsmitglieder-zum/