Die mystische Botschaft des Feuers von Notre Dame

Notre Dame © GEOLITICO Notre Dame © GEOLITICO
 

Das Feuer von Notre Dame war kein gewöhnlicher Kirchenbrand. Als das Dach der Kathedrale einstürzte, war schnell klar: Es geht um mehr als nur die Brandursache.

Ein Gastbeitrag
von Walter Kothe

(Teil I)

Notre Dame ist ein Markstein abendländischer Kultur, der vielen zur Orientierung dient. Selbst dann, wenn wir die alten Kirchenbauten selten oder nie besuchen, hat die Seele vieler darin Wohnung genommen. Die Kirchen und Kathedralen sind in zunehmend unsicheren Zeiten unsere inneren Fluchtburgen, die Kontinuität verheißen und Identität stiften. Stünde der Kölner Dom noch dazu in einem tiefen Wald, wäre die Deutsche Seele wohl vollkommen angekommen. Selbst der grimmigste Atheist ist froh darüber, wenn die Glocken läuten.

Wir alle sind, ob wir wollen oder nicht, vom Christentum geprägt und haben dessen Werte verinnerlicht. Auch wenn wir den Kirchen als Institutionen gleichgültig, ablehnend oder feindlich gegenüberstehend, ist für uns eine Welt ohne Kirchen undenkbar. Die Kirche bleibt als moralische Instanz im Hintergrund und wird immer wieder in den Blick genommen, wenn wir Gefahr laufen, uns selbst völlig zu verlieren. Egal, ob offen oder verstohlen. Soweit zum scheinbar versöhnlichen Teil.

Die Verfehlungen der Geistlichkeit in der Geschichte des Christentums und der Kirchen wiegen schwer und schreien zum Himmel. Die simple Tatsache, dass wir uns kein Christentum ohne Tradition nach Belieben und Mode aus dem Hute zaubern können, sollte uns allen bewusst sein. Aber die Kirchen können wir grundlegend verändern. Denn wir leben im 21. Jahrhundert mit seinen eigenen Problemen, Nöten, Einsichten und Lösungs-möglichkeiten.

Dazu haben wir den Versuch zu unternehmen, den Kern des Christentums freizulegen. Es gilt, den Geist Christi, der noch irgendwo unter den rauchenden Trümmern des abgebrannten Daches von „Notre Dame“ glüht, wieder anzufachen.

Das Christentum ist zu schade für die institutionellen Kirchen und es gilt zu retten, was zu retten ist. Es wäre schön, wenn Notre Dame im Feuer des heiligen Geistes wieder erstehen würde.

Wahrscheinlich wird uns das nur gelingen, wenn wir das Wasser aus den Quellen des Christentums durch uns selbst fließen lassen und sehen, was uns dabei aus dem Herzen kommt. Ohne Zwang und ohne Dogma.

 

Das Christentum des Jahres 2019

I.1 Das Patriarchat und die Sexualität

Die Christenheit spaltete sich von Anfang an in vielerlei Auslegungen und damit in Sekten und Kirchen. Doch steht das Christentum nicht spezifisch für Spaltung in Lehre und Institution. Diese gibt es auch bei den anderen Weltreligionen, etwa im Islam oder im Buddhismus.

Der jüdische Ursprung des Christentums ist unstrittig, wobei es seine Struktur mit anderen Religionen teilt. In fast allen Religionen gibt es eine Kaste geistlicher Würdenträger, welche die jeweilige Lehre auslegen und praktisch umzusetzen suchen. Diese Menschen werden in den verschiedenen Gesellschaften als besonders prädestiniert angesehen, die spirituelle, moralische und ethische Führung zu übernehmen. Das reicht vom Schamanen bis zum größten Brückenbauer, dem „Pontifex maximus“ der Katholiken.

Die priesterliche Würde leitet ihre Legitimation von besonderen Begabungen ab, die Verbindung zwischen der menschlichen Ebene und der des Numinosen herzustellen. Dabei war diese Funktion keineswegs immer an das männliche Geschlecht gebunden. Es gab und gibt auch weibliche Priester.

Trotzdem ist das Christentum von der patriarchalen Tradition des Mittelmeerraumes und der Levante geprägt. Daher sind weibliche Geistliche, wie sie in den reformierten Kirchen anzutreffen sind, auch heute eher die Ausnahme. Juden und Moslems kennen sie überhaupt nicht.

Eigentlich ist diese Tradition mit dem mitteleuropäischen Raum der Kelten und Germanen nicht kompatibel. Besonders die matriarchalen Strukturen der Kelten sahen weibliche Priester durchaus vor und räumten der Frau mindestens einen gleichberechtigten Platz in den Gesellschaften ein. Eine Ausnahme im Mittelmeerraum bilden die Etrusker. Deren Grabdenkmäler künden vom gleichberechtigten Status der etrurischen Frauen in einer lebensfrohen Gemeinschaft.

Die Verfestigung des Patriarchates zulasten der Gleichberechtigung und Betonung des Weiblichen in der Europäischen Geschichte ist bestimmt in erster Linie dem Römischen Reich zu verdanken, in welchem der „Pater Familias“ Herr über Leben und Tod über alle Personen seines Haushaltes war, die er tatsächlich „besaß“.

Keltische Graeber in Irland / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/ruine-irland-clonmacnoise-castle-1475347/

Keltische Graeber in Irland / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/ruine-irland-clonmacnoise-castle-1475347/

Diese extreme Hierarchie in der Gesellschaft bildete sich natürlich auch in der Religion ab, wobei das vorchristliche Rom immerhin noch weibliche Priester kannte (etwa die Vestalinnen). Im christlichen Rom floss dann allerdings das Patriarchat des Judentumes mit dem des römischen Staates zusammen. Im Zuge dessen dürften sich die gesellschaftliche Abwertung der Frau und ihre Reduktion auf ihre Rolle als Haushälterin, Mutter und Sexualobjekt im Besitze des Mannes verfestigt haben. Es sei noch einmal betont, dass dies unseren keltischen und germanischen Vorfahren fremd war.

Die christliche Variante der Frauenfeindlichkeit war im Mittelalter noch nicht so stark ausgeprägt. Davon künden bildliche Darstellungen der Badehäuser aus dieser Zeit, die man als durchaus deftig bezeichnen kann.

Badehausszene aus dem Factorum Dictorumque Memorabilium des Valerius Maximus / Quelle: Wikipedia, http://www.dbnl.org/ [Public domain];https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bathhouse-Valerius_Maximus.png

Badehausszene aus dem Factorum Dictorumque Memorabilium des Valerius Maximus / Quelle: Wikipedia, http://www.dbnl.org/ [Public domain];https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bathhouse-Valerius_Maximus.png

Die zunehmende Körperfeindlichkeit, wie sie sich ausgerechnet in der Aufklärung und Kirchenreformation einstellte, wollte und will bis heute die Sexualität auf den engen Bereich der Ehe reduzieren. Das plausible Ziel einer gebotenen Sexualhygiene scheint vorgeschützt. Hauptsächlich geht es immer noch um die Wahrung männlicher Besitzansprüche in der Tradition des Pater familias.

Frauen, die demgegenüber z. B. als Hebammen und Heilkundige wirtschaftlich selbständig und sexuell selbstbestimmt lebten, wurden nicht ohne tieferen Grund als Hexen verfolgt und verbrannt.

Denn es kam den Kirchen besonders auf die Kontrolle und Fokussierung der sexuellen Energie auf ihre Ziele an. Das setzte zur Kompensation einerseits gewaltige Kräfte frei (man denke an den Missionseifer), führte zum anderen aber immer schon zu pathogenen Blockaden und emotionaler Panzerung (nach W.REICH). Mit allen sonstigen Begleiterscheinungen unterdrückter Sexualität, wie Pädophilie und anderen Perversionen und Grausamkeiten. Bis auf den heutigen Tag!

Der kulturelle Wert des Christentums

Der patriarchal-hierarchische Grundcharakter des Christentums bedingt aber nicht nur eine tiefe Körper- und Frauenfeindlichkeit. Es geht dabei nicht nur um die Kontrolle über die Körper, sondern vor allem über die der Seele und des Geistes.

Diese Kontrolle über die Seelen erreicht das kirchliche Christentum durch Projektionen, wie der Erbschuld und der Sünde, der nicht erfüllbaren Dankesschuld gegenüber dem Erlöser sowie der Angst vor Verdammnis und Hölle in einem Tod ewiger Finsternis und Pein.

Die Kontrolle über den Geist wird über die absolute Deutungshoheit über alle weltlichen und kirchlichen Belange erreicht, gestützt auf Lehre und Dogma. Dies gipfelt bei den Katholiken in der Unfehlbarkeit des Papstes und der Kirche. Alle Priester der christlichen Kirchen erheben letztlich einen spirituellen Alleinvertretungsanspruch. Entgegen dem Jesuswort aus dem Evangelium nach THOMAS: „ Niemand steht zwischen Gott und dem Menschen, niemand und nichts.“

Soweit das Christentum die Liebe als das natürlich Gute im Menschen zu wecken, zu fördern und zu erhalten imstande war, wirkte es sich auch als segensreich aus. Die Idee der Nächstenliebe, die nicht nur im Christentum vertreten wird, prägte unsere Kultur auf vielfältige Weise.

Die soziale Funktion der Kirchen durch den Unterhalt von Hospitälern und der Anwendung einer hoch entwickelten Klostermedizin ist positiv zu werten. Ebenso ist die Einrichtung von Waisenhäusern und der Armenspeisung anzuführen.

Die Kirchen als Bildungsträger äußerten sich auch in der Wahrung und Übermittlung Antiken Wissens, wie es vom Islam übernommen werden konnte. Die Kirche als Kulturträger und Wirtschaftsfaktor verschaffte vielen Lohn und Brot, in Klostergütern etwa. Vor allem ist an die Errichtung sakraler Bauten und ihr Mäzenatentum in der bildenden und darstellenden Kunst zu denken. Ohne kirchliche Musik wäre das Abendland ebenso undenkbar wie ohne christliche Moral und Ethik. Gemeinsame Überzeugungen, Werte und Religionen stiften Gemeinschaft und Identität, auch im Falle des Christentums.

Klöster und Kirchen als Orte der Kontemplation, der seelisch-geistigen Entwicklung und der Erziehung zur Nächstenliebe bleiben unverzichtbar. Die Liebe zur Natur und der Respekt gegenüber allen Lebewesen sind im Buddhismus allerdings sehr viel weiter entwickelt. (S. dazu auch Carl AMERY)

Auch die kirchliche Rechtspflege sei genannt, sofern sie auf Ungerechtigkeit, Folter, Hinrichtung und Massenmord verzichtete. Hier sei besonders der 400 Katharer gedacht, die am Fuße des Montsegur verbrannt wurden.

Mag eingewendet werden, dass die positiven Einflüsse des Christentums und seiner Kirchen teilweise zur Kompensation von Übeln dienten, welche vor allem die katholische Kirche selber angerichtet hat.

Die Instrumentalisierung „positiver Einflüsse“ im Kolonialismus mindert Nutzen und Segen durch das Christentum und seine Kirchen allerdings wieder sehr erheblich. Die jesuitischen Reduktionen in Paraguay mögen da eine einmalige Ausnahme gebildet haben.

I.2 Ein himmlischer Herrscher!

Nach einem groben Abriss zum Status quo des Christentums gilt es die Vorbilder und strukturellen Grundlagen der hierarchisch-patriarchalen Kirchen weiter herauszuarbeiten.

Die levantinischen Religionen der Schrift, also das Judentum, das Christentum und der Islam scheinen sehr stark vom Pharaonentum und seinem Todeskult beeinflusst. Die Ägyptische Pyramide ist der Inbegriff für die hierarchische Struktur eines Gottesstaates, in welchem der Pharao nicht nur oberster und absoluter Herrscher in weltlichen Belangen, sondern auch selber als oberster Priester und Gott galt. Auch wenn die sog. Religionen der Schrift zum Monotheismus fanden, welcher der Gottgleichheit eines Pharao ein Ende setzte, wurden wesentliche Strukturen beibehalten. In den Kirchen des Christentums, im Islam und im Judentum fordern alte Männer weiter die absolute Deutungshoheit über alle Belange des Lebens und daher absoluten Gehorsam. Nur sie dürfen die Schriften auslegen als Schrift-gelehrte und Priester, wie im alten Ägypten und davor.

Die römischen Cäsaren, die teilweise ebenso als Gottheit verehrt wurden, folgen dem gleichen Muster, fließend übergehend in die Projektion und Rolle Christi als „Pankrator“ und ewiger Weltenherrscher. Ein himmlischer Cäsar! Auf diese Rolle konnten sich dann alle Herrscher, egal ob weltlich oder geistlich, berufen. Und sich als Stellvertreter Christi auf Erden darstellen. Legitimiert durch das „sog. Gottesgnadentum“, also den Anspruch, von Gott selber eingesetzt worden zu sein. Wie sich das u.a. im Investiturstreit austobte, ist bekannt.

Christus als grantig-grimmiger Caesar / Mosaiken der Kirche von Daphni Szene Christus Pantokrator; Quelle: Wikipedia, public domain; https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Meister_von_Daphni_002.jpg

Christus als grantig-grimmiger Caesar / Mosaiken der Kirche von Daphni Szene Christus Pantokrator; Quelle: Wikipedia, public domain; https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Meister_von_Daphni_002.jpg

Der Pharaonische Todeskult diente dazu, das ewige Leben zu sichern. Also das Fortbestehen der Persönlichkeit des Herrschers in einer ewigen und im Wesentlichen unveränderlichen Ordnung himmlischer Natur. Der Wunsch, am ewigen Leben Anteil zu haben, wurde von jedweder Priesterschaft aufgegriffen, seine Erfüllung allerdings immer schon an bestimmte „Auflagen“ geknüpft.

Neben Wohlverhalten und Gehorsam gegenüber der Herrscherkaste bestanden diese in der möglichst profunden Verinnerlichung diverser Lehren und Dogmen.

Dagegen zu verstoßen, war mit der Androhung allerlei „höllischer Zustände“ nach dem Tode sanktioniert. Das ägyptische Wägen des Herzens im Jenseits und ein bereitstehender Krokodilgott, dieses im Falle zu großen Gewichtes zu verschlingen, vermittelten größte Furcht vor der totalen Vernichtung.

Szene aus dem Totengericht des Neuen Reichs / Quelle: Wikipedia: British Museum [Public domain];https://commons.wikimedia.org/wiki/File:BD_Weighing_of_the_Heart.jpg

Szene aus dem Totengericht des Neuen Reichs / Quelle: Wikipedia: British Museum [Public domain];https://commons.wikimedia.org/wiki/File:BD_Weighing_of_the_Heart.jpg

Die Menschheit hatte in ihrer Geschichte die Möglichkeit, im Rahmen diverser Glaubenssysteme erst durch zahlreiche virtuelle Höllen zu gehen, bevor man jeweils in höchst reale Ausformungen eintrat. Im Kriege etwa.

Alle Kirchen sind bislang von Erbschuld, höllischer Verdammnis und der finalen Scheidung der sog. Bösen von den gehorsamen Guten keinen Millimeter abgerückt.

Dem Versprechen ewigen Fortlebens als Person nach dem Tode steht die systematisch befeuerte Furcht vor Hölle und ewigem Tod gegenüber.

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VKap
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VKap

Im internet findet sich dazu folgendes: “Benjamin Mouton, ehemaliger Chefarchitekt der Kathedrale von Notre Dame, hat in einem Fernsehinterview im US-Fernsehen (Quelle) gesagt, dass der Brand von Notre Dame kein Unfall gewesen sein kann. Das Feuer sei entgegen der Behauptungen der Mainstream-Medien nicht dort ausgebrochen, wo die Renovierungsarbeiten beginnen sollten. Mouton bestätigte die Aussagen anderer Dombaumeister und Experten alter Gebäude: Eichenholz, das über 800 Jahre alt ist, ist nur sehr schwer entflammbar, da es mit der Zeit zu versteinern beginnt. Der Dachstuhl habe nur durch den Einsatz von Brandbeschleunigern derart lichterloh brennen und das Feuer sich so rasend schnell ausbreiten… Read more »

waltomax
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waltomax

In der mystisch-mythologischen Welt ist Feuer nicht gleich Feuer. Es gibt ein Feuer, das verzehrt und eines, das durchdringt, aufbaut und erhält. Man denke an den brennenden Dornbusch. Vor allem brennt die katholische Kirche nieder, weil sie im mystischen Sinne nicht mehr vom Feuer des heiligen Geistes durchdrungen wird, sondern vom verzehrenden Feuer der Leidenschaften(Korruption, Machtgier, Verblendung und Lüge). Man kann eine Kirche natürlich aus politischen Gründen niederbrennen und als weltlichen Bau wiedererrichten. Doch bleibt Notre Dame (stellvertretend für das Christentum und den Katholizismus)dann nur eine leere Hülle.

vier
Gast
vier

Es ist über die Zeit, die Institution KIRCHE als Organisation der Macht über die Menschen und ihren Glauben abzuschaffen/ zu beseitigen, denn: “Alle Begriffe der Kirche sind erkannt als Das, was sie sind, als die bösartigste Falschmünzerei, die es gibt, zum Zweck, die Natur, die Natur-Werte zu entwerten; der Priester selbst ist erkannt als Das, was er ist, als die gefährlichste Art Parasit, als die eigentliche Giftspinne des Lebens… ” Fr. Nietzsche-Der Antichrist- anno 1888 Der Brand in Notre Dame ist wie ein Symbol, wie eine Aufforderung: Jagt die Talar-Träger samt Papst und Bischöfen endlich davon und befreit euch im… Read more »

Stiller Leser
Gast
Stiller Leser

Einigen wir uns auf “Religionen” abschaffen. Nur die “Religionen” sind das Opium für die Menschen. Das wird keiner schaffen.

waltomax
Gast
waltomax

@Stiller Leser
Keineswegs. Es geht um die Erneuerung des Christentums unter Einbeziehung von Naturwissenschaft, Kosmologie, Naturphilosophie und anderen Wissensgebieten. Von Männern in Frauenkleidern mir vorschreiben zu lassen, was ich glauben sowie wissen darf und wen ich wie zu lieben habe, lehne ich ab.

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

@waltomax “Ohne kirchliche Musik wäre das Abendland ebenso undenkbar wie ohne christliche Moral und Ethik.” Menschen brauchen in ihre materiellen und geistigen Existenz einen Glauben um mit den drei universellen Fragen, wer bin ich, woher komme ich und was ist meine Aufgabe, umgehen zu können. Der Glaube ist Teil unserer materiellen UND geistigen Existenz und erschöpft sich nicht in der Betrachtung kirchlich-hierarchischer Organisationen. Deshalb stellt sich für mich nicht die Frage nach der hierarchischen Ordnung; schließlich hat die Menschheit eine Alternative zur pyramidalen Hierarchie seit der Arbeitsteilung – orientiert an den Naturgesetzen – noch mit keiner Organisationsform realisiert. Die Kirchen… Read more »

waltomax
Gast
waltomax

Hallo @Hubi, es geht selbstverständlich um Glauben und Nächstenliebe als den Kern des Christentums. Aber auch um Erkenntnis im Sinne von Gnosis. Trotzem bin ich der Meinung, die Kirchen stünden durch ihre patriarchal-autoritäre Haltung bislang der äußeren und der inneren Entwicklung eher des Menschen entgegen. Mag sein, dass diese Bremswirkung ja “dual” zu sehen ist, weil sie Reaktionen auslöst, sich zu vernetzen, der Frau ihre Würde zuzugestehen, den Körper nicht als unreinen Müll anzusehen und spirituelle Begabungen nicht zu institutionalisieren. Ein weitere Gedanke, der mit der Idee einer Wiederbelebung des Christentumes verbunden ist, liegt im Problem der Identität. Es geht… Read more »

vier
Gast
vier

“Vor 2000 Jahren hat die Menschheit erstmals gehört, dass das Prinzip Auge um Auge keine geeignete Lösung ist und noch heute laborieren wir an der Umsetzung.” Das betrifft den Staat ebenso wie die Kirchen- denn beide sind eng verflochten, zu unser aller Unheil. Weder wurde bisher eine menschliche Staatsform gefunden- ein Staat, der sich den Menschen nicht als Herdentier und Verfügungsmasse aneignet, ihn nicht geradezu parasitär ausbeutet u. durch und durch lügenhaft in ständig neue Kriege treibt, sondern die Gesellschaft nach humanistischen Grundsätzen organisiert- die heutigen westl. Demokratien sind nichts anderes als ein “planetarer Schwindel”. Es gibt bei den Politik-Darstellern… Read more »

waltomax
Gast
waltomax

Hallo @vier In der Tat rüsten vor allem Christen gegeneinander, denn in Russland und den USA leben vor allem Christen. Aber immerhin kann man heute “Thesen an die Kirchentür nageln”, ohne dass einen die Kirche verbrennt. Könnte sie es, dann würde sie es auch sicher heute noch durchziehen. Wie gnadenlos der Staat Kritiker verfolgt, sehen wir an Assange. Da gibt es keine Gnade, denn der Hass der Nomenklatur steigt am höchsten, wenn sie sich erkannt sieht. Kommt dazu noch Ratlosigkeit, dann schägt die Bestie wild um sich, wie in den USA. Nageln wir in den nächsten Tagem noch ein paar… Read more »

dragaoNordestino
Gast

@waltomax ….. Aber immerhin kann man heute „Thesen an die Kirchentür nageln“, ohne dass einen die Kirche verbrennt.

Das ist vermutlich nur bedingt richtig…. denkt man dabei an die verschiedensten christlichen Sekten.. von evangelikal bis jesuitisch….

Jedoch macht es vor allem den Anschein, dass die Kirchen selber zum Opfer werden.

Drei Kirchen pro Tag in Frankreich attackiert

https://www.deutschland-kurier.org/kirchenvandalismus-von-medien-und-politik-totgeschwiegen-drei-kirchen-pro-tag-in-frankreich-attackiert/

Aspasia
Gast
Aspasia

Hallo Vier,

wenn`s die Kirche mit ihren Machtmitteln nicht ist, dann gibt es eine “Ersatzreligion”. Und die übt ebenfalls Macht aus mit entsprechend dreisten Ablaßzahlungen, siehe die von den linksgrünen globalistischen Eliten betriebene Erderwärmungstheorie mit der dazu ursächlich behaupteten Co2 Lüge.
Die Co2 Steuer und andere sogenannte politische-ideologische Umweltaktionen sind nichts anderes als eine dreiste milliardenschwere Abzocke mit dem “Versprechen” die Welt zu retten wie weiland der Ablaß und sein Versprechen nicht in der Hölle schmoren zu müssen.
Und auch heute wie damals fallen die Leute auf sowas rein und folgen dem Größenwahnsinn einer rot/grünen Ideologie mit ihren Heilsversprechern.
Man fäßt es nicht.

vier
Gast
vier

Dass die Grünen relativ viel Erfolg haben liegt daran, dass sie neben den o.g. lügenhaften Heilsversprechen in Sachen Umweltkatastrophe imstande sind ihren angestrebten Egalitarismus* u. Dirigismus*, der die idiotischsten Blüten im Genderismus u. der Zwangsenteigungs-Diskussion sichtbar werden lässt, im Großen & Ganzen doch noch relativ gut zu verstecken und die Öffentlichkeit nicht mehr mit ihren parteiinternen Zielen belasten, als unbedingt nötig- könnte Stimmen kosten- wie seinerzeit der geplante “Veggietag” im Wahlprogramm 2013…. oder wie seinerzeit in den 80-gern ihre Legalisierungsbemühungen zum Sex Erwachsener mit Kindern heute “natürlich” anders sehen (die taz meinte damals: “die Grünen sind alle Kinderficker” siehe: https://www.berliner-zeitung.de/paedophilie-forscher–gruene-wollten-sex-mit-kindern-legalisieren–3792714)… Read more »

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