Miete auf die Luft zum Atmen

Mietwohnungen / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/plattenbau-beton-betonbau-4082213/ Mietwohnungen / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/plattenbau-beton-betonbau-4082213/
 

Es war einmal in einem Land, da kam man auf die Idee, mit der Wohnungsmiete eine Miete für die Atemluft zu erheben. Eine Geschichte zum Mietpreis-Wahnsinn.

Steigende Mieten sind auch für die Wohnung schaffenden Heimbaugesellschaften unangenehm, nicht nur in Deutschland. Doch andere Länder kommen da auf überraschende, in die Zukunft weisende Lösungen in der Behandlung des Wohnungseigentums. Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit haben der regierende Präsident und die ihn tragende Oberschicht der kleinen abgelegenen Republik Mätopia gesetzlich verfügt, dass die Luft über den Grundstücken Bestandteil des jeweiligen Bodeneigentums sein solle. Mietern einer Grundstücksimmobilie steht danach die Luft nur dann zum Atmen zur Verfügung, wenn sie neben der Wohnungsmiete noch eine Luftmiete entrichten.

Mätopia, eine demokratische Volksrepublik, in der ein gütiger Präsident – von den Bewohnern liebevoll Patron (Schutzherr) genannt – mit starker Hand für deren Wohlergehen sorgt, liegt am Südhang eines Gebirges direkt am Meer und zieht mit seiner Schönheit und mildem Klima immer mehr Touristen aus anderen Ländern an. 820.000 Einwohner leben in dem dichtbesiedelten Land von nur 40 km2 Ausdehnung. Das Haus- und Wohnungseigentum gehört traditionell zu 80 % der herrschenden Oberschicht, 20 % haben sich fleißige Menschen der Mittelschicht erwerben können, die es zumeist selbst bewohnen. Die Oberschicht macht 10 % der Bevölkerung aus, die grundbesitzende Mittelschicht 15 %. Dreiviertel der Bevölkerung müssen also zur Miete wohnen.

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In alter Zeit hatte sich bei der Landnahme der Adel den ganzen Boden angeeignet und an die Untergebenen zur Bewirtschaftung verpachtet, das dem Adel Abgaben zu dessen Lebensunterhalt leisten und ihm seine Schlösser und Häuser bauen musste. Dafür hat dieser es dann auch wacker gegen die Feinde beschützt. So ist das Bodeneigentum Weniger über all die Zeit weitervererbt worden und auch später durch teilweisen Verkauf an solche, die es sich finanziell leisten konnten, immer in der Hand einer Minderheit geblieben.

Ein grummelnder Alter aus dem Volk meinte zwar, dieses private Bodeneigentum beruhe, worauf schon das lateinische Verb privare (= rauben) hindeute, auf dem Raub weniger, allen hätte ein Stück Boden zugestanden. Jeder Mensch habe einen Anspruch auf ein Stück der von Gott für seine Geschöpfe geschaffenen Erde, auf dem er leben und schlafen kann; das würde noch nicht einmal den Tieren verwehrt. Die Erde sei keine von Menschen gemachte Ware, die persönliches Eigentum werden könne. Gehörte es wenigen, würden die anderen von ihnen existenziell abhängig und könnten ausgebeutet werden. – Doch niemand hörte auf ihn, zumal sich bei ihm, wie eine führende Zeitung aus gut unterrichteter Quelle meldete, bereits Symptome einer schleichenden Demenz gezeigt haben sollen.

Auf den Gedanken der Luftmiete war der Vorstandsvorsitzende der „Vereinigten Stahlwerke AG“ Uritur Avaritia gekommen, als das Parlament, dem er selbst angehört, gegen seine und die Stimmen der anderen Industrievertreter mit knapper Mehrheit ein Gesetz beschloss, das die Industrie zum Einbau von Abgasfiltern verpflichtete, um der zunehmenden Luftverschmutzung Herr zu werden. Bei ungünstiger Witterung hatte die Bevölkerung schon zum Tragen von Atemschutzmasken veranlasst werden müssen. Die Filteranlagen waren sehr teuer, und der Chef der Stahlwerke legte seinerseits einen Gesetzentwurf vor, nach dem die Kosten sowohl von der Steuer absetzbar, als auch zu Teilen vom Staat subventioniert werden sollten. Zum Ausgleich für die Belastung der Staatskasse schlug er die Luftmiete vor, da die Luft ein lebensnotwendiges allgemeines Gut sei und die Luftreinheit schließlich ebenso im Interesse der Bevölkerung liege wie die Erhaltung der Arbeitsplätze. Das Gesetz wurde nach langer Debatte schließlich mit großer Mehrheit angenommen.

Die Durchführungsmodalitäten bereiteten der Verwaltung lange Zeit Kopfzerbrechen. Experten befürchteten einen extrem hohen und teuren Verwaltungsaufwand, andere hielten die Sache überhaupt für undurchführbar. Da kam einer auf die geniale Idee, die Luftmiete an die seit Jahrtausenden bewährte Wohnungsmiete zu binden, sie von den vermietenden Eigentümern einziehen und an die Staatskasse abführen zu lassen. Für ihren Aufwand könnten die Eigentümer der Wohnungen selbst von der Luftmiete befreit werden. Da dreiviertel der Bevölkerung zur Miete wohne, käme schon genug Geld herein. Hinzu müsse man noch die meisten der 15 % Eigentümer aus der Mittelschicht zählen, die ihre Häuser und Wohnungen nur selbst bewohnten und daher die Luftmiete auch zahlen müssten. Dies fand bei den Abgeordneten des Parlamentes, die fast alle zur Oberschicht gehörten, begeisterte Zustimmung. Die Berechnung der Luftmiete erfolgte pro m3-Anteil Luft in der Wohnung, den man auf 1 Pecu im Monat festlegte.

Obdachlose wurden zu einer allgemeinen monatlichen Atmungspauschale von 15 Pecu verpflichtet, da sie ja auf kommunalen Grundstücken und Bänken lebten und deren zugehörige Luft verbrauchten. Von der Atmungssteuer konnten sie sich jedoch mit gemeinnützigen Arbeiten befreien, etwa durch Besprengen dicht befahrener Straßen zur Verhinderung gefährlicher Feinstaubaufwirbelungen. Auch waren schon mit Laubsauger an den Staustrecken der Städte spürbare Reduktionen der Diesel-Emissionen erzielt worden.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Professoren der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften an den beiden staatlichen Hochschulen, der „Freien Universität“ und der „Unabhängigen Technischen Universität“, in einer gutachterlichen Stellungnahme diese aus der Praxis geborene Idee für gut und wissenschaftlich begründet erklärten. Einige Professoren ließen durchblicken, dass sie natürlich selbst schon auf eine solche humane Fortentwicklung des Rechts gekommen seien, sie aber wegen evtl. zu befürchtender sozialer Unruhen zuerst den verehrten Parteikollegen, dem Wissenschafts- und dem Innenminister, zur wohlwollenden Überprüfung haben vorlegen wollen.

Der Verwaltungsaufwand erwies sich noch wesentlich einfacher als gedacht, da es nur wenige Vermieter von Einzelwohnungen gab. Die allermeisten Wohnungseigentümer, eben die der Oberschicht, die 80 % aller Wohnungen besaßen, hatten ihre oft zahlreichen großen Wohnblocks zur eigenen Entlastung längst auf große steuergünstige Immobiliengesellschaften übertragen, bei denen sie entsprechend ausreichende Aktienanteile hielten, die ihnen mühelose regelmäßige Einkünfte garantierten. Die größte Immobiliengesellschaft des Landes mit Namen „Wohnfine“ besaß allein 49 % aller Mietwohnungen, so dass es die Staatskasse letztlich nur mit wenigen Schuldnern der Luftmieten zu tun hatte.

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Die Einführung der Luftmiete hätte wohl leicht zu einem geschlossenen Aufschrei der Empörung führen können, wenn es nicht die Medien, allesamt im Besitz der Oberschicht, verstanden hätten, der Meldung mit wohlklingenden Formulierungen jede einseitige Schärfe zu nehmen. Sie beschworen die für alle bestehenden Gefahren der Luftverschmutzung, zu der sicher die Industrie beigetragen habe, aber schließlich doch in der unermüdlichen Sorge um den Wohlstand des Landes und die Erhaltung der Arbeitsplätze. Aber auch die Bürger seien durch extensiven Gebrauch ihres Autos, häufige Flug- und Schiffsreisen, ihre Heizungsanlagen und Grillfeuer am Wochenende und nicht zuletzt durch den eigenen, ständig CO2 ausstoßenden Atem an der bedrohlich am Horizont aufsteigenden Klimakatastrophe beteiligt. Man müsse also als Notgemeinschaft zusammenstehen und die notwendigen Kosten auf möglichst viele Schultern verteilen.

Das Volk brummelte und nörgelte zwar hier und da, doch ergab man sich schließlich achselzuckend in sein Schicksal, an dem man ja selber doch nichts ändern konnte. Nur der grummelnde Alte eilte, so schnell ihn seine schmerzgeplagten Beine tragen konnten, zornigen Auges auf den Marktplatz der Hauptstadt und prangerte von einer Kiste aus mit flammenden Worten die „absolute Ungeheuerlichkeit“ an, die sich hier abspiele. Zur Ausbeutung durch die Wohnungsmiete komme jetzt noch die nicht weniger unverschämte Luftmiete hinzu. Der einzige Vorteil daran sei, dass sie die traditionelle Ungerechtigkeit des geraubten Bodeneigentums mit noch anmaßenderer Hybris bewusst mache. Erde und Luft seien neben dem Wasser die Gott-gegebenen Lebensgrundlagen für alle Geschöpfe. Merke man denn nicht, dass es der Teufel sei, der diese gotteslästerliche Anmaßung einblase, die Elemente zum privaten Eigentum einer Minderheit zu erklären und die anderen Menschen damit zu unterdrücken und zu knechten?!

Eine ansehnliche Menge hatte sich um ihn versammelt und hörte ihm nachdenklich zu, stob aber rasch auseinander, als sich ein Trupp Polizisten den Weg bahnte, den Alten festnahm und abführte. -Einige Wochen später berichteten die Medien, dass der wunderliche Kauz wegen Volksverhetzung angeklagt, vom Volksgerichtshof jedoch infolge einer fortgeschrittenen Demenz für schuldunfähig erklärt und in die Psychiatrie eingewiesen worden sei.

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Die letztendlich allgemeine Ergebenheit des Volkes, ja sein Verständnis für die Luftmiete, die das Leben bei einer 100 m2-Wohnung mit 2,50 Raumhöhe um 250 Pecu im Monat  verteuerte, war umso erstaunlicher, als erst unmittelbar in den Monaten zuvor ein geradezu explosiver Anstieg der Wohnungsmieten stattgefunden hatte. – Die erreichte Friedfertigkeit der Menschen hielten sich insbesondere die beiden staatlichen Fernsehsender mit ihren die Gedanken und Gefühle harmonisierenden Wohlfühlprogrammen zugute. – Ausländische Investoren, darunter vor allem die Fondsgesellschaft Gray Rock, hatten bei den Immobiliengesellschaften des Landes mit über dem Börsenwert liegenden Angeboten erhebliche Aktienanteile erwerben können und drängten auf eine Steigerung des in ihren Augen viel zu niedrigen Gewinnes auf zweistellige Prozentsätze.

Das Parlament hatte zwar auf Betreiben der Gewerkschaft eine allgemeine Mietpreisbremse eingeführt, um vor allem die Unterschicht zu beruhigen. Doch führten die Immobiliengesellschaften in den zum großen Teil älteren Wohnungen in breitem Maße wertsteigernde Modernisierungen durch, deren Kosten sie nach dem Gesetz sukzessive zu 11% auf die Mieter abwälzen und so die Mietbremse unterlaufen konnten. Nach neun Jahren hatte der Mieter also 99 % der Kosten abbezahlt. Allerdings war es dem Vermieter danach nicht zuzumuten, die Miete wieder zu senken. Böse Zungen behaupten, der Sinn und Zweck, überhaupt zu modernisieren, sei in vielen Fällen nur, die alten Mieter loszuwerden. Dann sei die Wohnung ein Vielfaches wert und werde gerne als Eigentumswohnung zum Höchstpreis verkauft.

Die hier wohnenden Arbeiter und Rentner mit niedrigem Einkommen sahen sich plötzlich Mietsteigerungen von 30 %, teilweise sogar von 50 bis 70 % gegenüber, die sie tatsächlich kaum zahlen konnten. In einem aber mittlerweile typischen Fall wurde die Miete einer Wohnung um ca. 200 %, um genau zu sein, von 458 auf 1408 Pecu angehoben; in einem weiteren Fall um 273 % von 564 Pecu Kaltmiete auf 2.109 Pecu.

So wurden immer mehr Menschen der Unterschicht und zunehmend auch der Mittelschicht zum Wegzug in ärmere Viertel veranlasst – wo indessen dieselbe Methode sie auch dort bald einholte. Auf diese Weise standen zwar ständig viele Wohnungen leer, in die aber nach und nach einkommensstärkere Mieter einzogen. Und das Proletariat fand sich immer mehr in Armenvierteln mit verwahrlostesten Wohnungen zusammengedrängt, in die nichts mehr investiert wurde.

Vor Kurzem berichtete ein kleines Anzeigeblatt in der Hauptstadt von einem kauzigen privaten Vermieter, der zum Ärgernis der großen Immobiliengesellschaften in einem noblen Vorort eine 80-Quadratmeter-Wohnung für unter 1.500 Pecu Kaltmiete angeboten hatte. Am nächsten Morgen standen 843 Bewerber in einer langen Schlange vor seinem Haus – selbst für einen abgebrühten Vermieter eine seltsame Erscheinung.

Ein Mitarbeiter eines kleinen verbotenen Mietervereins, der im Untergrund arbeitet, meinte zu einem Bekannten, die Immobiliengesellschaft Wohnfine, die 130.000 Wohnungen besitze, mache im Schnitt jährlich 8.400 Pecu Gewinn pro vermietete Wohnung, also 700 im Monat. Na ja, antwortete dieser, sie hätten ja auch viel Arbeit und Ärger, den Menschen ein schönes Zuhause zu bieten. Und von der neuen Luftmiete hätten sie ja nichts, sie mache erhebliche Verwaltungskosten und müsste voll an den Staat abgeführt werden.

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Ein Nest der Kritik an der privaten Boden- und Lufthoheit hatte sich in einer kleinen nicht-staatlichen Hochschule gebildet, der es durch eine Gesetzeslücke gelungen war, eine staatliche Genehmigung zu erhalten. In einem Artikel dieser Institution in der wissenschaftlichen Zeitung für Soziologie argumentierte ein Professor für die Vergemeinschaftung des Bodens und die gerechte Verteilung an alle Bürger. Der Artikel alarmierte etliche Hauseigentümer aus der Mittelschicht, die dahinter sozialistische Zustände witterten und den Verlust ihres mühsam ersparten Eigenheimes befürchteten.

In einer Vortragsveranstaltung des Professors rückten sie diesem mit zorniger Sorge zu Leibe. Dieser erwiderte, dass man Boden und Gebäude rechtlich trennen müsse. Der Boden habe als Gemeinschaftsgut in der Verwaltung der Kommune zu stehen, die ihn allen Bürgern zur Wohnbebauung und sonstigen Nutzung zur Verfügung stelle. Ein darauf errichtetes Haus sei selbstverständlich Eigentum des Bürgers selbst. Das Wichtige sei, dass der Boden dem Handel und der astronomischen Bodenspekulation entzogen werde. Das verbillige auch in hohem Maße den Wohnungsbau und stelle ihn auf reale Grundlagen.

Viele blieben skeptisch, da Boden und Gebäude nicht zu trennen seien und beide ja auch seit Jahrtausenden ein gemeinsames Eigentumsrecht bildeten. Das stolze Wohnen auf eigener Scholle gebe dem Menschen Unabhängigkeit und Würde. Letzterem stimmte der Professor zu, jedoch mit der frömmelnden Einschränkung, dass die Scholle allerdings Gottes sei, der sie geschaffen habe.

Die Vorgänge drangen auch zum Ohr des Wissenschaftsministeriums, das daraufhin den Betrieb der Hochschule einer eingehenden Prüfung unterzog. Es kam schließlich zu dem Ergebnis, dass sie die Anforderungen neuzeitlicher Wissenschaftlichkeit nicht mehr erfülle und ihr die Zulassung wieder zu entziehen sei.

Diese bodenreformerischen Ideen beunruhigten die Regierung mehr als sie sich anmerken ließ. Denn sie sah die soziale Sprengkraft, die ihnen innewohnte und die ganze bisherige Herrschaftsordnung zu gefährden drohte. Daher hielt Präsident Solegna Lekremon eine Fernsehansprache an sein Volk, in der er davor warnte, utopischen Ideen auf den Leim zu gehen, mit denen einige ausländische Agenten die auf allgemeinen Menschenrechten gegründete und über Jahrtausende bewährte Rechtsordnung beseitigen wollten, um Unruhe, Unsicherheit und Chaos zu erzeugen.

„Seien Sie versichert“, sagte er, „das ist ein gutes Mätopia, das beste, das wir jemals hatten. Treten Sie mit mir für ein modernes Land ein, in dem wir gut und gerne leben!“ –

 

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Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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waltomax
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waltomax

Meinung

Ich gebe für diese Gesellschaft und dieses Land keinen Pfifferling. Denn es ist schon lange kein Raum mehr, in welchem man gut und gerne lebt. Der Grund ist schlicht und ergreifend, dass junge Leute es sich kaum noch leisten können, Familien zu gründen und ihr Dasein finanziell zu bestreiten. Dieses Land verreckt an der Gier der Alten. Und damit verschwindet es verdient vom Erdboden, bernommen von levantinischen und afrikanischen Großfamilien, in denen Solidarität und Verantwortung füreinaner noch hoch gehalten werden.

Deutschland verrecke. Du hast es nicht anders verdient.

Barbara
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Barbara

Welche Gier der Alten meinen Sie? Die Gier der Rentner, die rechtmäßig Rente berziehen!?
Aber ich vermute Sie meinen die Gier der alten Politiker,denn die sind es,die das Leben der jungen Generation kaputt machen….

Stiller Leser
Gast
Stiller Leser

Er meint doch nicht die alten Rentner die 45 Jahre und mehr gearbeitet und eingezahlt haben?
Oder sollte er mit etwas nachdenken die Rentner meinen die dicke Pensionen aus der Rentenkasse erhalten ohne je eingezahlt zu haben. Davon gibt es reichlich. Daher ist der Topf ja leer. Aus welchem Topf werden die die ehem. BP bezahlt samt ihrem ganzen Stab?

Stiller Leser
Gast
Stiller Leser

Waltomax bevor sie weiter auf die Rentner einprügeln lesen Sie mal hier nach wie die Rente funktioniert.

https://vera-lengsfeld.de/2019/01/03/eine-geschichte-von-lug-und-betrug/
Vera LengsfeldVeröffentlicht am 3. Januar 2019
Zuerst erschienen auf Preußische Allgemeine
Interview mit dem Rentenexperten Otto Teufel über die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland

https://vera-lengsfeld.de/2019/03/09/was-verdienen-unsere-bundestagsabgeordneten/

https://vera-lengsfeld.de/2019/03/17/die-neue-grundrente-netto-weniger-als-grundsicherung/

Hoffe, daß Sie nach lesen der Artikel etwas klarer sehen. Ist alles gut erklärt.

Stiller Leser
Gast
Stiller Leser

Ich hab noch was vergessen Waltomax.
Wenn Sie dann als (gieriger) Rentner ihren Rentenbescheid erhalten dann werden Sie als erstes gelobt.
Denn da steht geschreiben:
Rente für besonders langjährig Versicherte.
Tja, da kann man sich dann was für kaufen. Und weil man ihnen so dankbar ist wird ihre Rente dann nochmals besteuert.Ironie Ende!

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

Lustige Persiflage auf die derzeitigen Vorkommnisse. Zitat: “Das Wichtige sei, dass der Boden dem Handel und der astronomischen Bodenspekulation entzogen werde.” Das Wichtigste ist eine Definition, was Eigentum und Besitz eigentlich sind, um der Ursache heutiger Praxis auf den Grund gehen zu können. Dabei spielt das römische Recht das sich seit dem 2.Jahrhundert v.Chr. entwickelte und die damaligen Verhältnisse, eine dominierende Rolle. Das aktuelle BGB fußt in weiten Teilen nach wie vor auf justitianischem Recht und nicht etwa auf Naturrecht. Wie sollte in Zukunft also ein Recht auf Eigentum und uneingeschränkte Verwertung von Boden und/oder ein Besitz als eingeschränktes Recht,… Read more »

Greenhoop
Gast
Greenhoop

Hallo @hubi, Wie sollte in Zukunft also ein Recht auf Eigentum und uneingeschränkte Verwertung von Boden und/oder ein Besitz als eingeschränktes Recht, also befristetes Nutzungsrecht unter etwaigen Sanktionen aussehen? Ihrem richtigen Ansatz fehlt der Mittelteil, die Formulierung dessen, wie die Transformation des Status Quo in ein befristetes Nutzungsrecht vonstatten gehen könnte. Solange selbst der “zivilisierte” Teil der Menschheit noch Lichtjahre von Ihrer Beschreibung entfernt denkt und lebt, wird es keinen friedlichen Übergang in dieses Utopia geben, was wir in Deutschland und Europa seit vielen Jahren sehr gut beobachten können. Es wird eine Zäsur geben müssen auch wenn wir uns gemeinsam… Read more »

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

Guten Abend @Greenhoop “Ihrem richtigen Ansatz fehlt der Mittelteil, die Formulierung dessen, wie die Transformation des Status Quo in ein befristetes Nutzungsrecht vonstatten gehen könnte.” Ja, so ist es. Ihre folgende Ergänzung unterschreibe ich deshalb: “Solange selbst der “zivilisierte” Teil der Menschheit noch Lichtjahre von Ihrer Beschreibung entfernt denkt und lebt”. Es hat in der jetzigen Phase dieses Zyklus` kaum noch Sinn eine dezidierte Beschreibung einer möglichen Bodenreform abzuliefern. Wir werden erst in den nächsten Zyklus gehen müssen, in der Hoffnung, dass ein großer Teil es schafft aus ihrer mechanisch erlernten Fehlsichtigkeit auszusteigen und die Wahrheit hinter der Fassade erkennen… Read more »

Sarides
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Die einzig machbare Lösung zur Behebumng der Misere ist, die Wohnungsbesitzer zu enteignen und die Häuser den Städten und Kommunen zu überlassen.

H. Ludwig
Gast
H. Ludwig

@ hubi stendahl “Das Wichtigste ist eine Definition, was Eigentum und Besitz eigentlich sind” Das Privateigentum an sich ist natürlich tief berechtigt. Es hat sich geschichtlich im Zuge der Emanzipation der menschlichen Persönlichkeit aus der Gemeinschaft notwendig entwickelt. Es verbindet die individuelle Existenz des Menschen mit materiellen Gegenständen, die seine physische Existenz erhalten, sichern und erweitern. Es schließt ihn damit einerseits in gewisser Weise von seiner Um- und Mitwelt ab, verhilft ihm andererseits zu Eigenständigkeit und Selbstverantwortung und unterstützt so die Bildung der geschlossenen, in sich selbst gegründeten Persönlichkeit. Es ist das Privateigentum an Gebrauchs- und Verbrauchsgütern, für deren Erwerb… Read more »

VKap
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VKap

Wie wäre es denn stattdessen mit der Umsetzung folgender Vorschläge, die ein Bürger-ThinkTank ausgearbeitet hat?! Sieht man sich die Diskussion der letzten Wochen und Monate zum sozialen Wohnungsbau an (zu wenige Sozialwohnungen / steigende Mieten ), wird sehr deutlich, wie rein politisch orientiert diese Diskussion geführt wird. An den wirklichen Problemen, nämlich zu wenigen bezahlbaren Wohnungen, ändert das alles nichts. Dabei wäre es so einfach, wenn man sich an unsere Gesellschaftsform erinnert und diese im Interesse aller Bürger ernst nimmt: SOZIALE Marktwirtschaft! Einerseits haben wir eine Marktwirtschaft und so soll es auch zukünftig möglich sein, mit der Vermietung von Wohnungen… Read more »

H. Ludwig
Gast
H. Ludwig

@VKap “Einerseits haben wir eine Marktwirtschaft, und so soll es auch zukünftig möglich sein, mit der Vermietung von Wohnungen bzw. Häusern erhebliche Gewinne bzw. Renditen zu erwirtschaften, mit dem Klientel, das dazu bereit ist.” Das Klientel sind 60 % der Bevölkerung, die kein Boden- und Wohnungseigentum haben und de facto von 10 % der Bevölkerung existenziell abhängig sind. Jede Monopolstellung erzeugt Ausbeutung, selbst wenn “die Grundversorgung sichergestellt” ist. Sie haben den Artikel mit der zentralen sozialen Problematik überhaupt nicht verstanden oder ignorieren ihn, um eine geschminkte Propaganda für die professionellen Wohnungsvermieter und ihre Profitinteressen dagegen zu setzen. An einer Lösung… Read more »

vier
Gast
vier

H. Ludwig: “Was bietet sich denn den Wohnungs(eigentums)losen als Ausweg, um der Ausbeutung zu entgehen?” Mal zynisch: 6-er im Lotto ansonsten, bei den bisherigen Prioritäten, nur Auswandern oder die harte Methode über Organspenden. Ernsthaft- als humane Lösung bleibt, ohne das System grundsätzlich zu wechseln, der Staat verzichtet bei Familiengründung /Kindersegen & Hausbau dauerhaft auf sämtliche Steuern, zahlt gleichzeitig anständige Prämien und sorgt für ausreichend preiswerte, erschlossene Grundstücke. Schließlich konnte Lenin seine Revolution und die Interventionskriege 1918 f.f. nur gewinnen, indem er jeden Überläufer und jede mitgebrachte Waffe kräftig prämierte. Aber eher geht hierzulande ein Kamel durch ein Nadelöhr- da rüsten… Read more »

VKap
Gast
VKap

@ vier
Interessanter weise wird diese humane Lösung gerade von Viktor Orban in Ungarn umgesetzt!

VKap
Gast
VKap

@ H. Ludwig
“geschminkte Propaganda für Prof. Wohnungsvermittler” WOOO denn bitte? Haben Sie die Vorschläge wirklich gelesen und auch verstanden (!!!), anscheinend nicht, sonst hätten Sie die Lösung der von Ihnen dargestellten Probleme darin ja gefunden. Ich bleibe dabei, ein ausgewogener Weg zur Sicherung bezahlbaren Wohnraumes für die Masse der Bevölkerung und die Möglichkeit zum viel Geld verdienen mit einem kleinen, reichen Teil der Bevölkerung, die sich hohe Mieten leisten können.

H. Ludwig
Gast
H. Ludwig

@VKap
Die vorgeschlagenen sozialen Begrenzungsmaßnahmen sind nur mühsame Korrekturen an der Oberfläche, die – so lange die Monopol-Abhängigkeit der Massen bestehen bleibt – durch die massiven Profitinteresse auf diesem “Markt” auch nie voll realisiert werden.

Und selbst wenn ausreichend Sozialwohnungen für die Armen vorhanden sind: Es bleibt für diejenigen, die höhere Einkommen haben, dass sie abhängig sind und von ihrem Einkommen erhebliche Teile für die Miete an die Eigentums-Monopolisten zahlen müssen. Und zwar deswegen, weil sie durch “die Marktverhältnisse” vom erschwinglichen Zugang zu einer eigenen Wohnung ausgeschlossen sind.
Das aber ist das zentrale soziale Problem, um das Sie sich wortreich herumdrücken.

VKap
Gast
VKap

Ich drücke mich um gar nichts, sondern stelle erst einmal einen Weg dar, der unter den gegebenen Eigentumsverhältnissen machbar wäre! Wenn Sie die “Monopolabhängigkeit der Massen” verändern wollen, müssen Sie das ganez System grundlegend ändern, darauf können aber die Wohnungssuchenden von heute nicht warten.

vier
Gast
vier

Nichts hängt mit Nichts zusammen? Es werden immer nur Versatzstücke des rasanten Niedergangs belichtet- nie das Ganze oder gar die “Genialität” der POLITIK in Zweifel gezogen- alle Wähler wählen die, die uns in die Scheiße geritten haben, fleißig weiter- seltsame, an Dummheit grenzende, Treue. Mit Berlin z.B. zerfällt repräsentativ fürs Land die Hauptstadt- der herrschenden Politik sind hier jedoch neue Toiletten für das dritte Geschlecht und überbordender Genderismus wichtiger, als z.B. Infrastrukturprojekte wie Flughafen oder die qualifizierte Bekämpfung von Katastrophen wie Wohnungsnot, Bildungskollaps, Drogen, org. Kriminalität, Prostitution einer ganzen Gesellschaft- warum auch, wenn Sülzen, Labern und Schwadronieren der Polit-Schmarotzer bisher… Read more »

VKap
Gast
VKap

Und nicht zu vergessen, das “Mutti” schon 2010 den Coudenhove-Kalergi-Preis bekommen hat. Kleiner Motivationsschub für die “Raute”…

Wayne Podolski
Gast

Viele Deutsche schätzen die Spießer-Idylle eines Campingplatzes und ich
denke, die Regierung wird dem Rechnung tragen. Wie in Commiefornia wird es demnächst für Leute, die aus ihrer Wohnung geflogen sind, erlaubt sein am Straßenrand zu zelten. Dabei gilt es allerdings zu beachten, das Migranten mit ihrem Kinderwagen den Gehweg ungehindert passieren können.

waltomax
Gast
waltomax

Provokation Manchmal ist eine Provokation das beste Mittel, um eine Reaktion zu erreichen. Ich bin Patriot und fern davon, meinem Land den Untergang zu wünschen. H.W. Sinn hat es auf den Punkt gebracht, dass die Babyboomer, zu denen auch ich gehöre, eine Rente von Kindern haben wollen, die sie nie hatten. Der Egoismus wird nicht nur von Politikern gelebt, sondern von allen. Wer auf seine Anwartschaften bei der Rente pocht, wird trotzdem sehr wenig bekommen oder ziemlich leer ausgehen. Die wenigen Kinder, welche die Babboomer haben, dürfen sich natürlich auf ein dickes Erbe freuen, von dem der Staat allerdings einen… Read more »

VKap
Gast
VKap

Diese Rentendiskussion wird in den Medien absichtlich in die falsche Richtung geführt, dabei ist die Antwort so einfach: Wenn die Wertschöpfung hauptsächlich auf menschlicher Arbeit beruht, kommen die Sozialbeiträge auch von dieser Arbeit (SV-Beiträge), wenn aber die Wertschöpfung zunehmend von Maschinen/Technik kommt, woher müssen dann logischer Weise die Sozialbeiträge kommen? RICHTIG – von den Maschinen /der Technik, nennt sich Maschinensteuer (oder ähnliches) und wird international auch als einzig gangbarer Weg in der Zukunft gesehen, nur in Dtl liest man nichts darüber. Bisher profitieren von dieser technischen Wertschöpfung hauptsächlich die Eigentümer und Banken, denn wer kann sich denn das Eigentum an… Read more »

Argonautiker
Gast
Argonautiker

Diesen Artikel hat wohl ein alter Mann geschrieben, den man bald in seinem eigenen Interesse in die Psychiatrie stecken wird, denn so viel Zerstörungswille muß vor sich selbst geschützt werden. Es ist ungeheuerlich mit was für Riesenschritten wir in den Letzten Jahren, genauer gesagt seit der Lehman Pleite, in ein faschistisches Feudaldiktat marschieren. Konzerne und Politik haben sich zur Vertuschung ihrer gesetzeswidrigen Machenschaften zusammengeschlossen, und machen Jagd auf alles was sich ihnen in den Weg stellt. Dazu benutzen sie die drei grundsätzlichen Rechtssysteme. 1.Kriegsrecht 2.Besitzrecht 3.Handelsrecht Allen drei gemeinsam ist, daß sie meinen damit Anspruch an Andere geltend machen zu… Read more »

vier
Gast
vier

“Wollen befreit: das ist die wahre Lehre von Wille und Freiheit …” (Fr. Nietzsche)- Luzifer /Mephistopheles: „Ein Teil von jener Kraft, / Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ (Göthe, Faust)
Warum?- Das Böse ist grundsätzlich (nicht immer) Nährboden des Guten und Triebfeder der menschl. Entwicklung (Hegels Phänomenologie)- vorausgesetzt es setzt sich in seiner reinen Form nicht “komplett” durch- was “hierzulande” ab und an “passiert”- auch in der jüngeren Geschichte nachweisbar. Dieses “Passieren” wird derzeit mal wieder böswillig von langer Hand und feigen/ ängstlichen Gleitenlassen aller wesentlichen Gesellschaftsprobleme durch eine verrottete Politik “vorbereitet”.
WOLLEN befreit- auch das BÖSE.

Argonautiker
Gast
Argonautiker

@vier Richtig, dieses “passieren” ist auf ein mangeldes regieren der Regierenden zurückzuführen, die irgendwann nur noch auf die Krisen reagieren die sie selber geschaffen haben. R. Steiner sagte einmal zum Thema der Alleinschuld der Deutschen am Ausbruch des 1.Weltkrieges. Die Politik als solches hatte vor dem 1.Weltkrieg weltweit ihren Nullpunkt erreicht. Da würde ich sagen Punktlandung. In der Neuzeit ist dies bei der Lehmanpleite mal wieder weltweit passiert. Das man da nicht bereinigend eingeschritten ist, und mit einer geordneten Abwicklung des Maroden begonnen hat, war erstens Gesetzwidrig, denn ein Too Big To Fail, ist Nonsen, beziehungsweise mal wieder ein Nullpunkt… Read more »