Die Rolle der Psychologie beim Pokern

Poker / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/karten-black-jack-kasino-1030852/ Poker / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/karten-black-jack-kasino-1030852/
 

Psychologisches Geschick ist beim Pokern von Vorteil. Schließlich gilt es, seine Gefühle zu kontrollieren. Das gelingt nicht sofort, sondern will geübt sein.

Poker ist beliebt und lukrativ, und viele Leute nutzen das Casino-Spiel zur Unterhaltung wie auch zum Duell um die ganz großen Siegprämien. Dabei gibt’s verschiedene Strategien und Taktiken, die erfolgreiche Pokerspieler natürlich beherrschen – das Game dreht sich eben um das Duell mit anderen Spielern. Und hier haben sich ganz unterschiedliche Ansätze bewährt. Eine sehr wichtige Rolle spielt zudem die Psychologie, schließlich wird am Pokertisch geblufft und mit den Einsätzen Druck gemacht – schauen wir uns diesen Aspekt also mal ein wenig genauer an.

Der Mitspieler im Fokus

Während Spielautomaten oder auch Roulette im Prinzip ohne den Blick auf andere Leute am Tisch respektive im Casino auskommen, ist bei Poker Cash Games das Duell entscheidend: Alle Spieler erhalten Karten und haben entsprechend Chips mit Einsätzen am Start. Bevor überhaupt Flop oder Turn erfolgen als Ausgabe weiterer Karten, dreht sich oft alles um die Auseinandersetzung beim Setzen. Ganz folgerichtig konzentrieren sich viele Leute gar nicht erst auf das Blatt selbst, und es gibt sogar Spieler, die bluffen immer und sind entsprechend schwierig auszurechnen. 

Dabei hat man stets die Mitspieler im Blick, ein Grund übrigens, warum viele Zocker Sonnenbrille tragen. Es gilt, die Regungen in den Augen und die Aktionen zu bewerten, abzuschätzen und entsprechend selber für Druck zu sorgen, was beim Pokern den eigentlichen Reiz neben den oft hohen Gewinnsummen ausmacht. Welche Ansätze haben sich hier bewährt?

Welche psychologische Strategie können Spieler ausprobieren?

Unterschiedliche Spielweisen, verschiedene Strategien – beim Pokern ist prinzipiell vieles möglich. Am besten üben Spieler die Ansätze bis ins Detail. Das ist nicht schwer bei Psychologie, schließlich sind Bluffen und Co. auch nur Verhaltensweisen, die wir tagtäglich auch an anderer Stelle praktizieren. Grundsätzlich gilt beim Poker daher:

  • Bluffen lohnt sich besonders mit einem guten Blatt oder wenn Mitspieler zögern,
  • besonders aktive Spieler, die während anderer Spielrunden passiv bleiben, haben wahrscheinlich gute Karten,
  • All Time Bluffer sind gefährlich und es ist sinnvoll, deren Spielweise erstmal eine Weile anzuschauen um herauszufinden, wann dort wirklich ein ordentliches Blatt vorliegt,
  • Gerade vor dem Flop und Turn, aber auch später direkt vor dem River, das ist die letzte Karte ist Bluffen sinnvoll, weil jeder dann Farbe bekennen muss.

Natürlich sind das auch Allgemeinplätze, und am Ende entscheidet die jeweilige Spielrunde mit den Teilnehmern über die Strategie. Übung kann beim Pokern den Meister machen, doch lässt sich eben auch nur Trainieren, wenn entsprechende echte Bedingungen vorhanden sind.

Lohnt sich Live Poker im Internet zum Üben?

Durchaus. Die Online Casinos haben nicht nur Spielgeld zum Testen am Start, sondern bereiten Poker auch im Live Bereich auf – mit Webcam, Mikrofon und echten Dealern am Tisch! Das funktioniert in Echtzeit und ist sehr flüssig dank bester Software, so dass sich die Pokerspieler gerne auch austauschen können. Ob freilich eine Beobachtung möglich ist, hängt ab von der Aufmachung, und man kann versuchen, die jeweilige Strategie zu testen. Umsicht ist beim Pokern von Vorteil und niemand sollte einfach blind bluffen, ohne dabei die Umstände zu beachten.

Gibt es besondere Strategien, um Mitspieler zu verunsichern? 

Klar gibt es die – von besonders aggressiver Spielweise bis betont buntem Auftritt im Kostüm und mit ständigen Witzen und Einwürfen am Pokertisch schaffen es viele Zocker, hier für Unruhe zu sorgen und können insgeheim ihr eigenes Spiel durchziehen. Nicht umsonst ist Schauspielerei und sind schräge Typen bei Poker keine Seltenheit und es lohnt sich, die großen Turniere auch mal im TV anzuschauen. Manche Spieler warten lange Zeit mit dem Einsatz, das schafft Unruhe und nervt und lässt die Gegner verunsichert zurück, da niemand die eigentliche Taktik erkennen kann!

Ebenso bewährt hat sich die Strategie des ständigen Redens. Poker erfordert Konzentration und nichts ist schlimmer, als wenn jemand ständig quatscht und meint, die Runde am Tisch nerven zu müssen mit Einwürfen.

Zugleich kann eine solche Taktik aber auch entlarvt werden recht simpel, da es offensichtlich ist, wie hier mit den Gegnern gespielt werden soll! Es ist daher ratsam, in solchen Fällen, sich einfach zurückzuhalten und genau zu schauen, wie die anderen reagieren. Auch sind die bereits auf dem Tisch befindlichen Summen immer ein ganz guter Hinweis darauf, wie es läuft. Und Spieler, die mit nur noch wenig Kapital unter Druck stehen, tendieren eher zu „All In“ als Leute, die gerade fett abgeräumt haben. 

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