Weihnachtswunder im Kriegsjahr 1944

Kriegspost / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/feldpost-erster-weltkrieg-brief-2132989/ Kriegspost / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/feldpost-erster-weltkrieg-brief-2132989/
 

Immer wieder erlebten Menschen, die sich im Krieg als Feinde gegenüberstanden, dass der Zauber der Heiligen Nacht sie auf wundersame Weise zusammenführte.

Immer wieder erlebten Menschen, die sich im Krieg als erbitterte Feinde gegenüberstanden, dass der Zauber der Heiligen Nacht sie auf wundersame Weise zu friedlichen, herzbewegenden Begegnungen zusammenführte. Die Waffen wurden abgelegt, und es galt nur noch der Mensch, der dem anderen in die Augen schaute und Anteil nahm an seinem Leiden, seinen Schmerzen und Hoffnungen. Und ihnen wurde bewusst, dass im Grunde keiner von ihnen den Krieg wollte. Sie waren „von oben“ unerbittlich hineingezwungen in eine seelische und kriegstechnische Maschinerie, der sie nicht entkommen konnten und die sie in verzweifeltem Töten und Vernichten entmenschlichte.

«In einer Aprilnacht 1944 wurde die Familie Vincken durch einen Bombenangriff auf Aachen obdachlos. Sie fand in Neuwied am Rhein Unterschlupf, wo der Vater, Bäckermeister Hubert Vincken, eine Stelle beim dortigen Obermeister erhielt, bis ein Fliegerangriff auch dessen Bäckerei zerstörte. Der Obermeister sorgte dafür, dass der 48-jährige Bäcker in einer Heeresbäckerei dienstverpflichtet wurde. Und so buk er nun im deutsch-belgischen Grenzgebiet der Ardennen Brot für die mit Schanzarbeiten am Westwall befassten Baukolonnen.

Durch Frankreich rollte die alliierte Invasion ostwärts. Viele dachten, der Krieg gehe in diesem Herbst zu Ende. Sie wollten sich von der Front überrollen lassen, nach dem Motto: Je früher, desto besser. Kaum jemand fürchtete den westlichen Gegner. Das war der Grund, weshalb Vater Vincken eines Tages mit einem Kübelwagen der Wehrmacht nach Neuwied kam, seine Frau Elisabeth sowie seinen zwölfjährigen Sohn Fritz auflud und sie nach einer stundenlangen Nachtfahrt in seine Nähe in die Ardennen brachte. Dort hatte er eine Unterkunft für die zwei vorbereitet, eine leerstehende Baracke der „Organisation Todt“, die einsam und versteckt in einer Lichtung stand. Hier sollten die zwei einige Wochen ausharren. „In drei Wochen haben wir den Krieg hinter uns!“, sagte der Vater voller Überzeugung.

Aber auch im Oktober 1944 gab noch keinen Frieden. Der Herbst zog sich zäh hin, die Front versteifte sich, und im Dezember kam es in den Ardennen sogar zu einer Gegenoffensive. Die Mutter und ihr Sohn Fritz waren nach wie vor in der Hütte, tief eingeschneit und seit Wochen ohne Verbindung zur Außenwelt. Bis in den November hatte der Vater regelmäßig Verpflegung gebracht. Jetzt kam er infolge der Schneewehen nicht mehr durch. Die Hütte hatte zwei verglaste Fenster und einen gemauerten Ofen, auf dem es sich auch kochen ließ. Holzscheite lagen bereit. Grundnahrungsmittel waren ausreichend da: Kartoffeln, Mehl, Nudeln, Haferflocken.

Bevor der Schnee fiel, ging Fritz oft ins Tal zu einer Kartoffelmiete, an der die Wildschweine ein Loch gebuddelt hatten. Dort holte er in einem Rucksack Kartoffeln, so viel und so oft er konnte. Einmal fand er in einem verlassenen Gehöft eine Menge Kerzen und einen verlassenen hungrigen Hahn, der ihm wie ein Hündchen folgte. Der Hahn war der dritte Bewohner der Hütte. Er räumte unter den Haferflocken auf, und mit seinem Gewicht nahm auch die Lautstärke seines Krähens zu.

Was dann an Heiligabend passierte, hat Fritz Vincken später aufgeschrieben. Am 22. Januar 1996 stand die Geschichte in der amerikanischen Zeitung „The Frederick Post“, am 21.12.2008 in Bayern 2 gesendet als „Zwischenfall im Hürtgenwald“; in Canada wurde sie verfilmt. Der Film „SILENT NIGHT“ gewann vier Gemini Awards, die höchste Filmauszeichnung des Landes. In Deutschland wurde er nie gesendet.»[1]

 

Ein Weihnachtswunder

«Am Heiligen Abend 1944, mitten in der Ardennenschlacht, hatten Mutter und ich unerwartete  Gäste. Als es an diesem Weihnachtsabend an der Tür klopfte, ahnten Mutter und ich nichts von dem  Wunder, das wir erleben sollten. Ich war damals zwölf, und wir  lebten in einem kleinen Häuschen in  den Ardennen, nahe der deutsch – belgischen Grenze. Vater hatte das Häuschen vor dem Krieg  benützt, wenn er an Wochenenden auf die Jagd ging; und als unsere Heimatstadt Aachen immer  stärker unter Luftangriffen zu leiden hatte, schickte er uns dorthin. Ihn selbst hatte man in der sechs  Kilometer entfernten Grenzstadt Monschau zum Luftschutzdienst eingezogen.

»In den Wäldern seid Ihr sicher«, hatte er zu mir gesagt. »Pass gut auf Mutter auf. Du bis jetzt ein  Mann.« Aber vor einer Woche hatte Generalfeldmarschall von Rundstedt mit der letzten, verzweifelten  deutschen Offensive dieses Krieges begonnen, und während ich jetzt zur Tür ging, tobte ringsum die  Ardennenschlacht. Als es klopfte, blies Mutter rasch die Kerzen aus. Dann  ging sie vor mir zur Tür und stieß sie auf.  Draußen standen, vor dem gespenstischen Hintergrund der verschneiten Bäume, zwei Männer mit  Stahlhelmen. Der eine redete Mutter in einer Sprache an, die wir nicht verstanden, und zeigte dabei  auf einen dritten, d er im Schnee lag. Sie begriff schneller als ich, dass es sich um Amerikaner  handelte. Feinde! Mutter stand, die Hand auf meiner Schulter, schweigend da, unfähig, sich zu bewegen. Die Männer  waren bewaffnet und hätten sich den Eintritt erzwingen können, aber sie rührten sich nicht und  baten nur mit den Augen. Der Verwundete schien mehr tot als lebendig.

»Kommt rein«, sagte Mutter  schließlich. Die Soldaten trugen ihren Kameraden ins Haus und legten ihn auf mein Bett. Keiner von  ihnen sprach Deutsch. Mutter versuchte es mit  Französisch, und in dieser Sprache konnte sich einer der Männer  einigermaßen verständigen. Bevor Mutter sich des Verwundeten annahm, sagte sie zu mir: »Die  Finger der beiden sind ganz steif. Zieh ihnen die Jacken und die Stiefel aus und brin g einen Eimer  Schnee herein.«

Kurz darauf rieb ich ihnen die blaugefrorenen Füße mit Schnee ab. Der Untersetzte, Dunkelhaarige, erfuhren wir, war Jim. Sein Freund, groß und schlank, hieß Robin.  Harry, der Verwundete, schlief jetzt auf meinem Bett, mit eine m Gesicht so weiß wie draußen der  Schnee. Sie hatten ihre Einheit verloren und irrten seit drei Tagen im Wald umher, auf der Suche  nach den Amerikanern, auf der Hut vor den Deutschen. Sie waren unrasiert, sahen aber, ohne ihre  schweren Mäntel, trotzdem aus wie große Jungen. Und so behandelte Mutter sie auch.

»Geh, hol Hermann«, sagte Mutter zu mir. »Und bring Kartoffeln mit.« Das war eine einschneidende Änderung in unserem Weihnachtsprogramm. Hermann war ein fetter  Hahn (benannt nach Hermann Göring, für den Mutter nicht viel übrig hatte), den wir seit Wochen  mästeten, in der Hoffnung, Vater werde Weihnachten zu Haus sein. Und als es uns vor einigen  Stunden klargeworden war, dass er nicht kommen würde, hatte Mutter gemeint, Hermann solle noch  ein paar Tage am Leben bleiben, für den Fall, dass Vater zu Neujahr kam. Nun hatte sie sich wieder  anders besonnen. Hermann sollte jetzt gleich eine dringende Aufgabe erfüllen.

Während Jim und ich in der Küche halfen, kümmerte sich Robin um Harry, der einen Schuss in den  Oberschenkel abbekommen hatte und fast verblutet war. Mutter riss ein Laken in Streifen zum  Verbinden der Wunde. Bald zog der verlockende Duft von gebratenem Hahn durch das Zimmer. Ich deckte gerade den Tisch,  als es wieder klopfte. In der Erwartung, noch  mehr verirrte Amerikaner zu sehen, öffnete ich ohne  Zögern die Tür. Draußen standen 4 Männer in Uniformen, die mir nach fünf Jahren Krieg  wohlvertraut waren: deutsche Soldaten  – unsere!

Ich war vor Schreck wie gelähmt. Trotz meiner Jugend kannte ich das Gesetz: Wer feindliche Soldaten  beherbergt, begeht Landesverrat. Wir konnten alle erschossen werden! Mutter hatte auch Angst. Ihr Gesicht war weiß, aber sie trat hinaus und sagte ruhig:

»Fröhliche Weihnachten!« Die Soldaten  wünschten ihr ebenfalls eine frohe Weihnacht. »Wir haben unsere Einheit verloren und möchten gern bis Tagesanbruch warten«, erklärte der  Anführer, ein Unteroffizier. »Können wir bei Ihnen bleiben?« »Natürlich«, erwiderte Mutter mit der  Ruhe der Verzweiflung. »Sie können auch eine gute, warme Mahlzeit haben und essen, solange  etwas da ist« Die Soldaten lächelten, vergnügt den Duft schnuppernd, der ihnen durch die halboffene Tür  entgegenschlug. »Aber«, fuhr Mutter energisch fort, »wir haben noch drei Gäste hier, die Sie  vielleicht nicht als F reunde ansehen werden.« Ihre Stimme war mit einem mal so streng, wie ich sie  noch nie gehört hatte. »Heute ist Heiliger Abend, und hier wird nicht geschossen.« »Wer ist drin?«, fragte der Unteroffizier barsch, »Amerikaner?» Mutter sah jedem einzelnen in das frosterstarrte Gesicht »Hört mal«, sagte sie langsam. »Ihr könntet  meine Söhne sein, und die da drin auch. Einer von ihnen ist verwundet und ringt um sein Leben. Und  seine beiden Kameraden: verirrt und hungrig und müde wie Ihr. In dieser Nacht«, sie spr ach jetzt zu  dem Unteroffizier und hob die Stimme, »in dieser Heiligen Nacht denken wir nicht an Töten!« Der Unteroffizier starrte sie an. Für zwei, drei endlose Sekunden herrschte Schweigen. Dann machte  Mutter der Ungewissheit ein Ende. »Genug geredet!« sagte sie und klatschte in die Hände. »Legen Sie Ihre Waffen da auf das Holz  – und machen Sie schnell, sonst essen die anderen alles auf.«

Die vier Soldaten legten wie benommen ihre Waffen auf die Kiste mit Feuerholz im Gang: zwei  Pistolen, drei Karabiner,  ein leichtes MG und zwei Panzerfäuste. Mutter sprach indessen hastig mit  Jim auf Französisch. Er sagte etwas auf Englisch, und ich sah verwundert, wie auch die Amerikaner  Mutter ihre Waffen gaben. Als nun die Deutschen und die Amerikaner Schulter an Schulter verlegen in der kleinen Stube  standen, war Mutter in ihrem Element. Lächelnd suchte sie für jeden einen Sitzplatz. Wir hatten nur  drei Stühle, aber Mutters Bett war groß. Dorthin setzte sie zwei der später Gekommenen neben Jim  und Robin. Dann machte sie sich, ohne von der gespannten Atmosphäre Notiz zu nehmen, wieder ans Kochen.  Aber Hermann wurde ja nun nicht mehr größer, und wir hatten vier Esser mehr.

»Rasch«, flüsterte  sie mir zu, »hole noch ein paar Kartoffeln und etwas Haferflocken. Die Jungen haben Hunger, und  wenn einem der Magen knurrt, ist man reizbar.« Während ich die Vorratskammer plünderte, hörte ich Harry stöhnen. Als ich zurückkam, hatte einer  der Deutschen eine Brille aufgesetzt und beugte sich über die Wunde des Amerikaners. »Sind Sie  Sanitäter?« fragte Mutter. »Nein«, erwiderte er, »aber ich habe bis vor wenigen Monaten in  Heidelberg Medizin studiert.« Dann erklärte er den Amerikanern in, wie mir schien, recht fließendem  Englisch, Harrys Wunde sei  Dank der Kälte nicht infiziert. »Er hat nur sehr viel Blut verloren«, sagte er  zu Mutter. »Er braucht jetzt einfach Ruhe und kräftiges Essen.«

Der Druck begann zu weichen. Selbst mir kamen die Soldaten, als sie so nebeneinander saßen, alle  noch sehr jung vor. Heinz und Willi, beide aus Köln, ware n sechzehn. Der Unteroffizier war mit seinen  Dreiundzwanzig der älteste. Er brachte aus seinem Brotbeutel eine Flasche Rotwein zum Vorschein,  und Heinz fand einen Laib Schwarzbrot, den Mutter in Scheiben schnitt. Sie sollten zum Essen auf  den Tisch kommen. Von dem Wein aber stellte sie einen Rest beiseite. »Für den Verwundeten.«

Dann sprach Mutter das Tischgebet. Ich sah,  dass sie Tränen in den Augen hatte, als sie die  vertrauten Worte sprach: »Komm, Herr Jesus, sei unser Gast …« Und als ich mich in der T ischrunde  umsah, waren auch die Augen der kriegsmüden Soldaten feucht. Sie waren wieder Buben, die einen  aus Amerika, die anderen aus Deutschland, alle fern von zu Haus. Gegen Mitternacht ging Mutter zur Tür und forderte uns auf, mitzukommen und den Stern  von  Bethlehem anzusehen. Bis auf Harry, der friedlich schlief, standen wir alle neben ihr, und für jeden  war in diesem Augenblick der Stille und im Anblick des Sirius, des hellsten Sterns am Himmel, der  Krieg sehr fern und fast vergessen.

Unser privater Waffenstillstand hielt auch am nächsten Morgen an. Harry erwachte, verschlafen  brummelnd, in den letzten Nachtstunden, und Mutter flößte ihm etwas Brühe ein. Bei Tagesanbruch  war er dann sichtlich kräftiger. Mutter quirlte ihm aus unserem einzigen Ei, dem Re st Rotwein und  etwas Zucker einen stärkenden Trunk. Wir anderen aßen Haferflocken. Dann wurde aus zwei Stöcken  und Mutters bestem Tischtuch eine Tragbahre für Harry gemacht. Der Unteroffizier zeigte den Amerikanern, über Jims Karte gebeugt, wie sie zu ihrer Truppe  zurückfinden konnten.

In diesem Stadium des Bewegungskrieges erwiesen sich die Deutschen als  überraschend gut informiert. Er legte den Finger auf einen Bach. »Da geht Ihr lang«, sagte er. »Am Oberlauf trefft Ihr auf die 1. Armee, die sich dort neu formiert.«  Der Mediziner übersetzte alles ins Englische. »Weshalb nicht nach Monschau?« fragte Jim. »Um Himmels willen, nein!« rief der Unteroffizier.  »Monschau haben wir wieder genommen.« Mutter gab nun allen ihre Waffen zurück. »Seid vorsichtig, Jungens «, sagte sie. »Ich wünsche mir,  dass Ihr eines Tages dahin, zurückkehrt, wo Ihr hingehört, nach Hause. Gott beschütze euch alle!«  Die Deutschen und die Amerikaner gaben einander die Hand, und wir sahen ihnen nach, bis sie in  entgegengesetzter Richtung versc hwunden waren. Als ich wieder ins Haus trat, hatte Mutter die alte Familienbibel hervorgeholt. Ich sah ihr über die  Schulter. Das Buch war bei der Weihnachtsgeschichte aufgeschlagen, bei dem Bericht von der Geburt  in der Krippe und den drei Weisen, die von weither kamen, um ihre Geschenke darzubringen. Ihr  Finger glitt über die Zeile: »… und sie zogen über einen anderen Weg wieder in »[2]

                                                                                                                   Fritz Vincken

 

 

Friede auf Erden
von
Conrad Ferdinand Meyer

Da die Hirten ihre Herde
Ließen und des Engels Worte
Trugen durch die niedre Pforte
Zu der Mutter und dem Kind,
Fuhr das himmlische Gesind
Fort im Sternenraum zu singen,
Fuhr der Himmel fort zu klingen:
„Friede, Friede! auf der Erde!“

Seit die Engel so geraten,
O wie viele blut’ge Taten
Hat der Streit auf wildem Pferde,
Der geharnischte, vollbracht!
In wie mancher heil’gen Nacht
Sang der Chor der Geister zagend,
Dringlich flehend, leis verklagend:
„Friede, Friede . . . auf der Erde!“

Doch es ist ein ew’ger Glaube,
Daß der Schwache nicht zum Raube
Jeder frechen Mordgebärde
Werde fallen allezeit:
Etwas wie Gerechtigkeit
webt und wirkt in Mord und Grauen,
Und ein Reich will sich erbauen,
Das den Frieden sucht der Erde.

Mählich wird es sich gestalten,
Seines heil’gen Amtes walten,
Waffen schmieden ohne Fährde,
Flammenschwerter für das Recht,
Und ein königlich Geschlecht
Wird erblühn mit starken Söhnen,
Dessen helle Tuben dröhnen:
Friede, Friede auf der Erde!

 

Anmerkungen

[1] Leicht überarbeiteter Text aus: https://bautimeblog.de/2010/12/24/weihnachten-2010/

[2] https://www.herrlichkeit-ossenberg.de/filedb/7_Am_Heiligen_Abend_1944_1355870574.pdf

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Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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RosiEmil Eggertfofonicht konformulrich pratz Recent comment authors
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MutigeAngstfrau
Gast
MutigeAngstfrau

Dank an Herbert Ludwig für diese zur Besinnung rufende Betrachtung einer Ausnahmesituation, die, wie so oft, die Menschen zu ihrem eigentlichen Sein zurückführt.

Für mich das Erschütterndste daran ist, dass die Menschheit bis heute so gut wie nicht begriffen hat, in Endlosschleife seit Jahrtausenden von den Herrschaftscliquen ausschließlich zur Befriedigung ihrer Macht-und Besitzgelüste in Mord und Totschlag gegeneinander gehetzt zu sein.

Im Hier und Jetzt noch dazu in den sogenannten Humanismus umgelogen. An Perfidie wahrlich nicht mehr zu überbieten.

Anicea
Gast
Anicea

Eine schöne, berührende Geschichte.

Die Gebete der Mutter wurden aber leider nicht ganz erhört.
Sie ging vermutlich so aus:

Heinz und Willi aus Köln und die anderen zwei verreckten in den Rheinwiesenlagern, vermutlich mit der Knarre bewacht von Jim, Robin und Harry, die mit den Unterarmen voller gestohlener Uhren nach Hause zurückkehrten, während die anderen abgeknallt wurden, als sie versuchten etwas Wasser für sich aus dem Fluß zu holen oder schlicht im Schlamm der Latrinen erstickten…

Frohe Weihnachten euch allen.

Zitrone
Gast
Zitrone

“Stellen wir uns die Seele als eine Landschaft vor. Denken wir uns den Augenblick, wenn wir frühmorgens erwachen. Dann erinnern wir uns an Christus. Und strahlend geht am Himmel der inneren Landschaft die Sonne auf. Wenn in einer irdischen Landschaft die Sonne aufgeht, so kann es nicht anders geschehen, als daß nun alles zu leuchten beginnt. Nicht nur im See spiegelt sich die Sonne, sondern alles was lebt, versucht die Sonne in sich widerscheinen zu lassen, so gut es kann, der Baum und das Fed und der Stein. Es ist ein Wetteifern, wer es am besten kann. Und keiner ist… Read more »

firenzass
Gast
firenzass

Abgeschmacktes Ruehrstueck.
Was mich betrift, …ich lasse mich nicht so gerne umruehren.
Versuche meine 7 Sinne moeglichst zusammenzuhalten und stehe auchh mehr auf einen klaren Verstand…..um jedweder Situation jederzeit mit der angemessenen Abgebruehtheit und Kaltbluetigkeit begegnen zu koennen.
Da bleibt fuer Betroffenheit, Ruehrung und Herzschmerz kein Platz.
Verlegt dieses ruehrendste Krippenspiel doch einfach mal in die heutige Zeit.
Heiligabend…..statt Jim, Robin und Harry stehen auf einmal Mustafa, Memet und Achmed auf der Matte. Alles klar?
Wir duerfen uns NICHT mehr weiter verbloeden lassen.

Wayne Podolski
Gast

Ich kann mich erinnern, einmal ein Artikel im New Yorker Magazin gelesen zu haben, in dem ein Journalist ausgerechnet haben will, das jeder umgebrachte Vietcong ca . 400.000 $ gekostet hat und mehr muss man über Kriege allgemein kaum wissen. Der Krieg wurde unter falscher Flagge angezettelt und künstlich in die Länge gezogen, weil mit jeder verschossenen Patrone mehr Kohle in die Taschen bestimmter Kreise floss. Dazu benutzte man Patienten, die Kissinger passenderweise als dummes Vieh bezeichnete und den man nur glauben machen musste, das sie tausende Kilometer entfernt den Kommunismus bekämpfen mussten und solchen, die ganz gern mal auf… Read more »

Marcus Junge
Gast
Marcus Junge

Sie verkürzen die Geschichte in unzulässiger Weise. Die offene Beteiligung der Amerikaner wurde durch die “False Flag” im Golf von Tonkin, oder genauer die freie Erfindung eines Vorgangs, den es nie gegeben hat, begründet. Der Krieg selber wurde längst geführt, der Norden war lange schon dabei den Süden anzugreifen, mit seinen Vietcong, die er bezahlte, ausbildete, ausrüstete, in den Süden schickte. So ähnlich also wie 1950 in Korea, wo auch der Norden anfing, trotz bestehender Teilungsabkommen in beiden Fällen. Der “friedliebende Kommunismus” halte, der ja noch an irgendwas schuldig war. 1950 boykottierten die Sowjets gerade die UNO, daher bekamen die… Read more »

firenzass
Gast
firenzass

Lassen Sie Ihre Friedensschnulze doch bitte da, wo sie hingehoert.
Kriege sind richtig, Kriege sind wichtig. Man muss sie nur zu gewinnen wissen…und da hapert’s beim Bloedmichel bekanntermassen gewaltig, weswegen die Doofen jetzt auch leider kurzfristig aus der Geschichte austreten werden. It’s over.

Emil Eggert
Gast
Emil Eggert

Es ist alles gelogen heute:

9/11 – Gelogen, Sprengung !
“Attenate” Paris, Brüssel, München, Berlin: gelogen, Schauspieler, Filmblut, alles gestellt…

ISS: gelogen, Filme werden in Studios gemacht, Astro-Alex ist nicht im All

Mondlandung: gelogen, alles im Studio abgedreht…

Beschiß kommt halt auf den Tisch…

Marcus Junge
Gast
Marcus Junge

Aber vor einer Woche hatte Generalfeldmarschall von Rundstedt mit der letzten, verzweifelten deutschen Offensive dieses Krieges begonnen”

Seltsam. Das mit “letzter Offensive” kenne ich anders, da haben dann wohl z.B. die bei Budapest angreifenden Verbände im Januar 1945 wohl in die falsche Richtung verteidigt? Oder ich sollte mit “Qualitätsbücher” von Systemhistorikern zulegen …

hubi Stendahl
Gast
hubi Stendahl

Es geht hier nicht um die Aufarbeitung eines Kriegsgeschehens, wie einige Foristen zu glauben scheinen. Es geht schlicht und einfach um universelle Ethik, sprich Menschlichkeit und die Erkenntnis, dass Kriege nicht von Völkern, sondern von Mächtigen jenseits der Völker zur Befriedigung niederer triebgesteuerter Begierden inszeniert werden. Der Leser soll erkennen, dass Völker bzw. Kulturen sich selbst über Sprachbarrieren hinweg verständigen können, wenn sie sich der universellen ethischen Naturgesetze, fern jeder geheuchelten und/oder oktroyierten Moral bewusst werden. Hier ist kein Platz für links gegen rechts, gut gegen böse. Hier trat der Idealfall einer Verständigung, eines Ausgleichs unterschiedlicher Ziele aufeinander. Nämlich mit… Read more »

Anicea
Gast
Anicea

“Den Kinofilm hat man in Deutschland nie gezeigt, weil damit der Schuldkult in Gefahr geraten könnte.” Herr stendahl, Den Film hätten sie locker in De zeigen können ohne den Schuldkult zu gefährden. Die Macher des Streifens sind entweder zu doof eine einfach erzählte Geschichte möglichst originalgetreu in Szene zu setzen oder wollten in alter Hollywoodschinkenmanier klarstellen, WER da die *Guten* sind. (ist aber wohl eine kanadische Verfilmung) Alles was diese Geschichte aussagen sollte bildet gerade mal so die Rahmenhandlung. Ansonsten Klischees so weit das Auge reicht. Sowohl die Dialoge zwischen Mutter und Sohn, der natürlich ein Buch von Hack Fynn… Read more »

dragaoNordestino
Gast

@Anicea …. Sowohl die nette Geschichte von von WK1 und ja auch WK2 kann man wohl als Weihnachts-Fake verstehen…. Zumindest extrem aufgeputzt…

Interessant wäre zu wissen, wer Interesse zur Verbreitung hat und sich einen Gewinn verspricht von solchen Geschichten..

Anicea
Gast
Anicea

@ dragao

Ich halte beide Geschichten nicht für fake. Und es gibt dergleichen mehr.

Die Veröffentlichung ist sicher gut gemeint, sollen sie doch den Blick schärfen, für die Sinnlosigkeit des Mordens für die Interessen der *Eliten*.
Der Gewinn wäre Einsicht und Vernunft, nur – im Ernstfall ist das alles Schall und Rauch.

Fröhliche Restweihnachten, @ Drachen. Oder ist in Brasilien schon alles vorbei?

dragaoNordestino
Gast

@Anicea …. sind hier hinterher… so zwischen 4std. – 7std., je nach Region…. hier im Nordosten haben wir jetzt 13.45 hs… bei Ihnen in der BRD dürfte es somit 17.45 hs sein.

Der Stephanstag 26. Dezember existiert hier eher nicht.

ulrich pratz
Gast
ulrich pratz

anicea: Den Kinofilm hat man in Deutschland nie gezeigt, weil damit der Schuldkult in Gefahr geraten könnte.”
knapp daneben. gestern lief dieser film in “bibel tv”.
habe ihn in voller länge gesehen.
war auch in anbetracht dass eine kanadische produktion war,zuerst misstrauisch.
zunächst wurde der “deutsche leutnant”als typischer strammer deutscher
dar gestellt.es wurde aber gezeigt, wie so dieser sehr feindlich den
amerikaner gesinnt war.sein einziger bruder wurde v.amerik.soldaten
getötet und ausgeplündert,nackt in einen graben geschmissen.
am schluss als sich am morgen beide deutsche u.amerikaner wieder zu ihren einheiten zurück gezogen haben,war eine freundschaftliche seite
heraus gestellt worden.also keine einseitige betrachtung!
dieser film war zurecht an weihnachten gesendet worden.

nicht konform
Gast
nicht konform

hallo redaktion bitte nicht mit echtnamen veröffentlichen.
sondern mit nicht konform
danke

Anicea
Gast
Anicea

@ Ulrich Pratz Nur der Vollständigkeit halber: Ich bin durchaus der Ansicht, daß man dieses angelsächsische Schmierstück in DE zur besten Sendezeit vorführen könnte, ohne den Schuldkult anzukratzen. Sie bezogen sich nur auf ein Zitat. Ich sah nur den 1. Teil der Verfilmung und auch davon nur gut zwei drittel. Schon da war erkennbar, daß diese Aufführung kaum noch mit der vom Autor überlieferten Geschichte zu tun hatte. Das Bild des dt. Leutnants ist ERFINDUNG der Macher, mit samt der haarsträubenden filmischen späteren Erklärung für sein angebliches Verhalten. Die Originalversion gibt all diesen Quatsch überhaupt nicht her. Wenn Sie mögen… Read more »

Argonautiker
Gast
Argonautiker

Schöne Geschichte. Sie zeigt durchaus, daß es neben Völkern und Nationen eben auch das gemeinsame Menschsein gibt, so man sich eben zueinander auch so verhält. Sie zeigt aber eben auch nur eine Momentaufnahme, denn in dem Satz der Mutter, als sie sagte, sie wünschte sich, daß jeder bald wieder da ist, wo er hin gehört, liegt eben auch der Teil der Wahrheit, daß der Mensch eben auch nicht einer ist, der Alles und Jeden auf Dauer neben sich tolerieren kann, sondern, daß es neben allem gemeinsamen Mensch sein, eben auch die unterschiedlichen Arten von Mensch sein gibt, wodurch jeder Mensch… Read more »

Gust
Gast
Gust

Ein Traum: Kriege- regelmäßig bestellt von der jeweiligen Obrigkeit, bezahlt mit Tod, Blut und Tränen von den Völkern. So ist es noch heute, die einen “führen”, die anderen werden “geführt” (fast immer zur Schlachtbank) und “folgen” tun sie allemal- ein teuflisches Schicksal, erzeugt durch jahrtausendelange “Hörigkeit durch Armut & Dummheit”- Erschlagt zuerst die, die Kriege beginnen wollen- alle. Dieses “Krieg führen lassen” würde sofort aufhören. Sollen die, die solche “politischen Bedürfnisse” erzeugen (nicht selten durch “heucheln” von Friedensbeteuerungen & “anstiften” zu Revolutionen oder Ähnlichem & “friedliches” Wettrüsten) diese im persönlichen Kampf austragen, wäre sehr lustig zu sehen, wie “von der… Read more »

fofo
Gast
fofo

Scheint’s braucht der Bloedmichel solche Maerchen. Zum Glueck ist Weihnachten vorbei.

Emil Eggert
Gast
Emil Eggert

“Und ihnen wurde bewusst, dass im Grunde keiner von ihnen den Krieg wollte. Sie waren „von oben“ unerbittlich hineingezwungen in eine seelische und kriegstechnische Maschinerie,”

wie geil wäre das gewesen, wenn die ganzen Frontsoldaten nach Weihnachten einfach alle die Waffen niedergelegt und vernichtet hätten und sich GEWEIGERT hätten weiter Krieg zu führen.

Rosi
Gast
Rosi

@Emil Eggert

Zitat: “…geil…”

Einfach nur widerlich und gehirngewaschen diese Wortwahl und dann auch noch in solch einem Zusammenhang.

Kennt Ihr Geistesgrößen eigentlich kein anderes Adjektiv in Eurer Heimatsprache, um eine Eigenschaft zu beschreiben? Und habt Ihr Euch mal die Frage gestellt, warum dieses Wort, das eigentlich eine sexuelle Erregung beschreibt, überhaupt in den “saloppen” Sprachjargon eingeführt wurde, um etwas als beispielsweise toll zu beschreiben?

Insbesondere in unserer Sprache gibt es so viele fabelhafte, wunderbare Adjektive….

Ach, eh sinnlos, geistige Verkrüppelung.