Pokerface gegen Lügendetektor

By Photos by flipchip / LasVegasVegas.com [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ADaniel_Negreanu_2007.jpg By Photos by flipchip / LasVegasVegas.com [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ADaniel_Negreanu_2007.jpg
Blufft ein erfahrerener Pokerspieler so gut, dass er sogar einen Lügendetektor austricksen kann? Der Poker-Profi Daniel Negreanu hat sich diesem Test gestellt.

Ein wichtiges Element beim Pokern ist der Bluff. Und der funktioniert nicht ohne das bekannte „Poker Face“. Fast jeder, der einmal etwas von Poker gehört hat, verbindet das Spiel damit.

Tatsächlich ist das Bluffen beim Pokern unverzichtbar. Wer nur auf gute Karten wartet und zu passiv spielt, hat auf lange Sicht keine Chance. Um seinen Gegenspielern einen  Informationsvorteil zu entziehen, muss ein guter Pokerspieler regelmäßig bluffen und mit einer ausgewogenen Gemüts-Balance Geld setzen.

Wer schon einmal Poker gespielt hat, der wird wissen, wie nervenaufreibend das Bluffen sein kann. Direkt nachdem man einen großen Bluff gestartet hat, fängt das Gehirn an, den Spielzug zu hinterfragen. Während der Gegenspieler überlegt, ob er den Einsatz bezahlt oder weggeht, kommen dem anderen Sekunden wie Stunden vor. Auch körperlich macht sich diese stressige Situation bemerkbar. Der Spieler fühlt, wie sein Herz schneller schlägt und ihm vielleicht sogar der Schweiß auf der Stirn tritt.

Geschieht letzteres, ist sein Vorhaben leicht durchschaubar. Im Internet sieht die Sache dagegen etwas anders aus. Wer auf Seiten wie http://www.casingdom.com/de/ spielt, der kann beim Bluffen in der Regel wesentlich entspannter bleiben, weil er sich keine Sorgen um sein Erscheinungsbild machen muss. Für Anfänger ist das Spiel im Internet daher allgemein zu empfehlen, weil sie so in aller Ruhe die Grundlagen des Pokerns lernen und gute Fähigkeiten aufbauen können, bevor sie sie in der echten Welt gegen andere Spieler testen.

Die oben beschriebenen Probleme treffen allgemein nur auf Gelegenheitsspieler zu, die Poker eher als Hobby betreiben. Bei professionellen Pokerspielern sieht es oft so aus, als würden sie beim Bluffen genauso entspannt bleiben wie bei jedem anderen Spielzug. Durch jahrelange Erfahrung haben die Profis gelernt, wie sie in stressigen Situationen komplett ruhig wirken können.

Ein wirklich guter Pokerspieler lässt sich von seinen Gegenspielern wirklich gar nichts anmerken. Könnte er am Ende gar einen Lügendetektor überlisten? Diese Maschinen sind schließlich dazu gebaut, Menschen beim Lügen zu erwischen.

Wie genau funktioniert ein Lügendetektor?

Ein Lügendetektor (auch Polygraph genannt) wir normalerweise im Kriminalwesen eingesetzt, um schuldige Menschen beim Lügen zu ertappen. Die Maschinen messen dabei verschiedene Körperfunktionen der Person, wie den Blutdruck, den Puls und die Atmung. All dies sind unbewusste Dinge, die wir in der Regel nicht kontrollieren können oder die uns beim Lügen gar nicht auffallen.

Doch wie sieht es bei Pokerprofis aus? Können diese Menschen ihre unbewussten Körperfunktionen wirklich so stark kontrollieren, dass selbst eine Maschine den Unterschied nicht merkt?

By Federal Bureau of Investigation (https://multimedia.fbi.gov/large/3341) [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AAdministration_of_Polygraph.jpg

By Federal Bureau of Investigation (https://multimedia.fbi.gov/large/3341) [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AAdministration_of_Polygraph.jpg

Können Pokerspieler wirklich einen Lügendetektor schlagen?

Man könnte meinen, dass ein erfahrener „Lügner“ lernen kann, seinen Puls, seine Atmung und seinen Blutdruck zu kontrollieren, wann und wie immer er will. Doch so einfach ist die Sache nicht. Auch wenn diese Spieler Meister darin sind, ihre Emotionen niedrig zu halten und nach außen hin keine Zeichen zu senden, so sind auch sie Opfer ihrer unbewussten Körperfunktionen.

Cool: Daniel Negreanu / By Photos by flipchip / LasVegasVegas.com [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ADaniel_Negreanu_2007.jpg

Cool: Daniel Negreanu / By Photos by flipchip / LasVegasVegas.com [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ADaniel_Negreanu_2007.jpg

Den Beweis liefert ein Versuch, der mit einem der bekanntesten Pokerspieler der Welt, Daniel Negreanu, unternommen wurde. Wer sich mit Pokern auskennt, der wird wissen, dass Daniel Negreanu zur absoluten Weltspitze gehört und vor allem in der Live Szene seit Jahrzehnten erfolgreich ist. Daher gibt es kaum Spieler, die ihre Gegner besser austricksen können. Trotzdem schaffte Negreanu es nicht, in einem Experiment einen Lügendetektor zu besiegen. Obwohl er sein Bestes gab, durchschaute die Maschine sein Spiel und bewies damit, dass selbst extrem erfahrene Bluffer innerlich noch Zeichen der Erregung senden, die von einer Maschine entschlüsselt werden können.

Da beim Pokern aber zum Glück keine solchen Hilfsmittel zugelassen sind, müssen sich Pokerspieler keine Sorgen machen, dass ihre Bluffs jedes Mal auffliegen. Und vor allem nicht im Internet, wo man sich nach einem Bluff relativ entspannt zurücklehnen kann, weil man nicht von 8 anderen Menschen dabei beobachtet wird.

Ihr Beitrag zur politischen Kultur!

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter

Invalid email address

Selbstverständlich können Sie den Newsletter jederzeit wieder abbestellen.


Print Friendly, PDF & Email
Benachrichtige mich zu:
Kirchfahrter Archangelus
Gast

Wobei natürlich der Polygraph – wie Sie korrekt wiedergeben – lediglich physiopsychologische Parameter wie Blutdruck, Puls und Atmung misst und aufzeichnet. Eine hundertprozentige Entdeckung der Lüge ist Fiktion, da Werte-Anomalien nicht monokausal auf eine Lüge im Sinne einer nicht korrekten Antwort schließen lassen, sondern lediglich das momentane Aktiviertheitsniveau anzeigen. Dies läßt sich aber auf eine Vielzahl von Auslösern zurückführen, z.B. wenn ein „Normalbürger“ etwa in den USA zum ersten Mal dieser Prozedur von den Behörden unterzogen wird und daher aufgeregt ist. Oder jemand Angst hat, wegen seine Antworten fälschlich verdächtig zu werden. Oder die Erscheinung der Fragenden als stimulierend empfindet…… Read more »