Postkapitalismus rettet Weihnachten

Einkaufsbummel vor Weihnachten https:::commons.wikimedia.org:wiki:File:Christmas_shopping_in_Carnaby_Street_-_geograph.org.uk_-_1075030.jpg?uselang=de Einkaufsbummel vor Weihnachten https:::commons.wikimedia.org:wiki:File:Christmas_shopping_in_Carnaby_Street_-_geograph.org.uk_-_1075030.jpg?uselang=de

Integration wird als Leitmotiv ausgetauscht gegen eine Unterwerfungshaltung. Am Ende solcher Wahnsinnspolitik kommt der Weihnachtsmann dann wohl in der Burka.

Die Edeka-Weihnachtsvideos sind inzwischen Kult. Nach dem einsamen Opa im Vorjahr gab es nun den berührenden Appell, trotz aller weihnachtlichen Verpflichtungen Besinnlichkeit und Zuwendung für die Kinder nicht zu vergessen. Es gebe zu Weihnachten nicht nur ein „Muss“ und ein „Soll“, sondern auch den Willen zur Gemeinsamkeit, so lautete die Botschaft, die im Internet millionenfach angeklickt wurde.

Doch Edeka hatte die versöhnliche Rechnung ohne die allzeit bereiten Politkommissare gemacht. Die fanden in dem Spot ein Bruchteile von Sekunden sichtbares Nummernschild M-U-SS 420, und darin enthalten seien die SS-Runen, und die seien schließlich verboten, und das gehe ja so gar nicht. Ein kleinerer Bruchteil dieser Pharisäer wies dann tatsächlich auch noch darauf hin, dass die 420 ein deutlicher Hinweis auf Hitlers Geburtstag (20. April) sei. Wo stehen wir, wenn solche Dinge allen Ernstes zum Problem erkoren werden? Dabei hat Weihnachten schon genug um die Ohren.

„Wintermärkte“ und Zipfelmännchen

Unterschlagen oder ignoriert wird in der Kritik an Edeka, dass dieses „muss“ sich konsequent aus dem Songtext ergibt. Wie die sprichwörtlichen Pawlowschen Hunde reagiert diese Spezialdisziplin des Typus Gutmensch auf schlichte Reizbegriffe oder -bilder, ohne einen Denkvorgang dazwischenzuschalten. Ich schlage dementsprechend vor, alle Wörter mit SS aus der deutschen Sprache zu entfernen oder alternativ dafür einen neuen Buchstaben zu erfinden. Schuld ist so gesehen sowieso die Rechtschreibreform: Das „ß“ muss wieder her. Und wenn wir schon bei Reformen sind, sei an den anscheinend ernstgemeinten Vorschlag[1] erinnert, Weihnachten als Antwort auf den Konsumkult im Sommer zu feiern. Der dies verfassende Autor hatte damit sicher nicht eine Steigerung des Konsums seiner Bücher im Auge, sondern nur für alle das Beste im Sinn.

Hellsichtig hatte er aber erkannt, dass der Mythos Weihnachten schwächelt. Das traditionelle Fest steht der globalisierten Weltkultur und dem Genderismus in ähnlicher Weise entgegen wie der Genderismus dem Islam und der Islam der Weltkultur. Ja, wäre der Weihnachtsmann eine Frau oder hätte er sich rechtzeitig im islamisierten Kulturkreis Renommee verschafft, dann sähe es anders aus. So aber hat die Institution Weihnachten nicht nur ein Problem mit den vielen neuen Kulturen im Lande, die manchmal wenig Verständnis dafür haben, dass die Biodeutschen Kartoffeln und Schweinefleisch verzehren, sondern mit dem Niedergang an sich.

Darüber wurde vor einigen Jahren manchmal noch heftig gestritten. Etwa als in Solingen intensiv darüber nachgedacht wurde, die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt als „Winterlicht“ auszuweisen. Oder als der Landessprecher der Linken in Nordrhein-Westfalen forderte, den Martinstag in „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ umzutaufen – Entschuldigung, umzubenennen heißt das natürlich poco-gerecht.

In Friedrichshain-Kreuzberg gab es eine Auseinandersetzung darüber, ob Weihnachtsmärkte nur noch genehmigt werden sollten, wenn sie als Wintermarkt firmierten. Solche Begriffsakrobatik wird nicht dadurch erträglicher, dass dort das Ramadanfest erst öffentlich gefeiert werden durfte, nachdem es in „Sommerfest“ umbenannt worden war – im Gegenteil.[2] Skeptisch wurden auch die „Zipfelmännchen“ beobachtet, die plötzlich in den Supermärkten auftauchten und dem alten Schoko-Weißbart politisch-korrekt Konkurrenz machten.

Der christliche Kernauftrag im Abseits

Doch heute wird längst nicht mehr gestritten, sondern öffentlich unwidersprochen gehandelt. Von der weihnachtsfeindlichen Repression, die unter dem scheinbar menschenfreundlichen Banner der Toleranz um sich greift, erfahren wir nur wenig in den Medien. Höchstens, wenn wir selber betroffen sind. Sollten meine Leser entsprechende Beispiele kennen, würde ich mich über Zuschriften freuen. Den Alltag kritisch zu beschreiben, ist jedenfalls für Medienmann und Medienfrau längst nicht mehr karriereförderlich.

Immerhin wird man bei intensiver Internetrecherche schon fündig. Da gibt es die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ des christlichen Hilfswerks „Geschenke der Hoffnung“, bei der Kinder aus wohlhabenden Ländern Kindern in armen Ländern Geschenke schicken. 445.898 Kartons waren es 2013. Das war aber auch nicht recht: „Wir wünschen nicht, dass unsere Einrichtungen sich an der Aktion beteiligen“, verlautete dazu das katholische Bistum in Osnabrück, schließlich sei dies eine Aktion einer anglikanischen Freikirche mit einem „anderen Missionsverständnis“. Als Beispiel dafür nannte er, dass diese Kirche unerhörterweise Broschüren mit christlichen Botschaften in muslimischen Regionen wie Palästina verteilt habe. Aus poco-Gründen stellt die katholische Kirche damit implizit den christlichen Kernauftrag ins Abseits. So sieht Mission 2.0 also aus!

Ganz aktuell verlor ein städtischer Nikolaus im bayerischen Mühldorf seinen Job, weil er bei Facebook einen Post gegen Kindesmissbrauch unter dem Titel „Kinderehe=Kindesmissbrauch“ geteilt (also nicht einmal selber verfasst) hatte. Nachdem ihn die sozialdemokratische Bürgermeistern (wie sie auch immer davon überhaupt Kenntnis erlangt haben mag – Maas lässt grüßen) angewiesen hatte, sich von dem Post zu distanzieren, weigerte sich der aufrechte Nikolaus und flog dann raus – ganz ohne Schlitten. Es hatte ihm eben nicht geholfen, sich auf das Recht der freien Meinungsäußerung zu berufen.

Schon 2012 untersagte in Frankreich die Leiterin des Kindergartens des Colleges von Grand-Clos jeglichen Hinweis, jede Nennung und jede Darstellung des Weihnachtsmanns. Sie begründete diese Anweisung damit, dass der Weihnachtsmann ein „zu christliches“ Symbol sei, um die „verschiedenen Glaubensüberzeugungen zu respektieren“. Dass der Weihnachtsmann überhaupt kein christliches Symbol, sondern eine Erfindung der amerikanischen Unterhaltungsindustrie ist, wusste sie nicht oder hat sie dabei nicht interessiert.

Türken haben kein Problem mit Weihnachtsbäumen

Einen kleinen Aufstand durch erboste Eltern gab es immerhin in diesem Jahr in Deutschland, konkret in Kassel, die über die örtliche Zeitung bekannt machten, dass die Kindertagesstätte Sara-Nussbaum-Haus aus „Rücksicht“ auf die vielen muslimische Kinder schon seit mehreren Jahren auf christliche Rituale[3] verzichtet. Die Diktion passt in das gängige Weltbild des neuen Überbaus, das sich auch im offiziellen Kasseler Statement zu dem Vorfall niederschlug: Es gebe zwar einige unzufriedene Eltern, die sich mehr Religiosität wünschten, aber man orientiere sich eben „am hessischen Bildungs- und Erziehungsplan. Dieser sieht vor, dass wir keine religiöse Unterweisung betreiben, aber sehr wohl unsere Werte wie Solidarität, Nächstenliebe, Teilen und Gerechtigkeit thematisieren.“

Der schlichte Wunsch der Eltern, den Kindern das einst selbst als zutiefst erfüllend empfundene Gefühl des Weihnachtsfeierns zu ermöglichen, wird als Wunsch nach mehr Religiosität diskriminiert und das Feiern von Weihnachten als religiöse Unterweisung absichtlich missinterpretiert. Weihnachten ist aber viel mehr als ein religiöses Fest, denn es steht schon seit heidnischen Zeiten als die Wende zum Besseren im Moment der tiefsten Dunkelheit und ist heute der institutionalisierte Versuch, in einer hektischen Welt Besinnlichkeit und Gemeinsamkeit wiederzugewinnen.

Interessant ist in dem Zusammenhang die Reaktion der Föderation der Türkischen Elternverbände in Deutschland. Man habe hat kein Problem mit Weihnachtsbäumen in Kindergärten, selbst bei mehrheitlich muslimischen Kindern. Über Ressentiments oder Beschwerden muslimischer Eltern, die ihre Kinder fremden religiösen Einflüssen ausgesetzt seien, sei ihm jedenfalls nichts bekannt, sagte Vorstandsmitglied Ali Sak und fügte hinzu

„Das Ausfallenlassen von Festen aus angeblicher Achtung vor anderen Religionen führt genau zum Gegenteil dessen, was beabsichtigt wird.“

So wurde das Verhalten der Kassler Behörden als das offenbart, was es ist, nämlich der peinliche Versuch vorauseilender Unterwerfung.

Organisierte Weltverbesserungsideologie

Der Antrag eines CDU-Mitglieds im Kasseler Stadtparlament, nicht aus falsch verstandener Toleranz auf weihnachtliche Traditionen zu verzichten und sich zum Weihnachtsfest als Teil christlich-abendländischer Kultur zu bekennen, wurde übrigens mit 47 von 71 Stimmen abgelehnt und überhaupt nur von der AfD unterstützt. Doch Weihnachten, das ehemalige Fest des Friedens, offenbarte in Kassel noch mehr über das neue Deutschland. Die grüne Jugenddezernentin berichtete diffus von „schändlichen“ Hass-Emails in der Folge des Zeitungsartikels:

„Wir werden jeden einzelnen dieser Fälle verfolgen und über unser Rechtsamt Strafantrag stellen.“

Früher gab es zu Weihnachten für Missliebiges die Rute, heute ist es die Keule.

Wie wohltuend ist es dagegen jenseits organisierter Weltverbesserungsideologie die Menschen selbst zu hören. In einem berührenden Artikel[4] hat die türkischstämmige Journalistin Cigdem Toprak ihr Weihnachtsgefühl zwischen den Kulturen beschrieben:

„Ich gehöre nicht dem christlichen Glauben an, aber das christliche Fest gehört zu meiner kulturellen Identität als Deutsch-Türkin. Ob im Kindergarten, in der Schule, an der Universität oder im Arbeitsleben – Weihnachtsfeiern am Ende jedes Jahres brachten mich mit meinen Freunden, Mitschülern und Kommilitonen stärker zusammen. Als eine muslimische Kommilitonin von einer Weihnachtsfeier fernblieb, und unsere Dozentin uns erklärte, dass sie aufgrund ihrer religiösen Pflichten nicht daran teilnehmen würde, war ich etwas betrübt. Sie und ich hatten die Chance verpasst, uns näher kennenzulernen, so dachte ich ,Schade‘, denn sie isolierte sich selbst von der Gemeinschaft.“

Anschließend spitzte Toprak unter Verweis auf das vermeintlich „kulturell oder religiöse“ Wegschauen deutscher Institutionen bei psychischer und physischer Gewalt gegenüber Frauen zu:

„Falsch verstandene Toleranz führt auch dazu, dass man glaubt zu wissen, was Andersgläubige verletzen könne – ohne sie vorher selbst zu fragen und so ihre Vormundschaft zu übernehmen.“

So hätten diese Bevormunder auch nicht bemerkt, dass in der modernen türkischen Kultur Silvester als eine Art „Ersatzweihnachten“ zelebriert werde – inklusive Tannenbaum und Beschenkungen.

Positive Diskriminierung

So schwer verständlich wie diese Verquickung von besinnlichem Weihnachten mit weitgehend überholten christlichen Ritualen ist, so offensichtlich ist daraus kein Angriff auf fremde (oder poco: andere) Religionen und Kulturen abzuleiten. Erst recht unverständlich ist der dem vorausgehenden Umkehrschluss, Reibungspunkte zwischen den Kulturen minimieren zu können, indem man auf eine eigene kulturelle Identität verzichtet. Hier zeigt sich beispielhaft, wie gegenwärtig Integration als Leitmotiv ausgetauscht wird gegen eine immer weitergehende Unterwerfungshaltung. Man denke nur an das jüngste Impulspapier von Staatsministerin Aydan Özoguz, das mit „positiver Diskriminierung“, also rechtlicher Bevorzugung allen Fremdens, sogar das Grundgesetz aushebeln will.

Am Ende solcher Wahnsinnspolitik steht dann vielleicht die Synthese von Weihnachten und Ramadan nach dem Motto, „Ihr dürft ruhig Weihnachten feiern, aber dabei nicht essen.“ Es wird vermutlich auch nichts helfen, wenn der Weihnachtsmann sich eine Burka anzieht. Und solcher Sarkasmus hilft natürlich schon gar nicht. Die letzte und vermutlich noch eine Weile sichere Verteidigungslinie des Weihnachtsfestes ist die Konsumwirtschaft. Schlechte und unpopuläre Nachrichten sind schließlich geschäftsschädlich. Solange die größten Umsätze in der Weihnachtszeit getätigt werden, wird der Postkapitalismus an diesem Brauch festhalten wollen.

 

Anmerkungen

[1] http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/luetz-feiert-weihnachten-im-sommer-80655/

[2] http://www.tagesspiegel.de/meinung/political-correctness-winterfest-statt-weihnachten/9259614.html

[3] http://www.focus.de/politik/deutschland/kassel-kindertagesstaette-sara-nussbaum-haus-elternbeklagen-sich-ueber-verzicht-auf-christliche-rituale_id_6049342.html

[4]http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2015_12_21_dav_aktuelles_weihnachten.html

Ihr Beitrag zur politischen Kultur!

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter

Invalid email address

Selbstverständlich können Sie den Newsletter jederzeit wieder abbestellen.


Print Friendly, PDF & Email
Über Konrad Kustos

Kustos studierte Germanistik, Geografie und Publizistik an der Freien Universität und promovierte über das Spannungsfeld zwischen Unterhaltungsliteratur und Literaturliteratur. Viele Jahre arbeitete er als Journalist in leitenden Positionen bei großen Berliner Tageszeitungen. Der Schwerpunkt seiner publizistischen Arbeit lag bei der Architektur und dem Aufbau der neuen Hauptstadt nach der Wende von 1989. Als roter Faden durch seine Arbeit zieht sich die Verteidigung des Normalbürgers gegen elitäre Denkweisen sowie der Versuch, Ideologien zu enttarnen. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
waltomax
Gast
waltomax

Soll ich nun das Germanische Lichterfest feiern oder die Geburt des Messias? Die sogenannten “Religionen der Schrift”, das Judentum, das Christentum und der Islam hängen mir zum Halse heraus. Wieviele Menschen wurden schon niedergemetzelt, um die Frage nach der wahren Religion zu klären? Nathan der Weise braucht nicht bemüht zu werden, wenn man all die “levantinischen Einflüsterungen” endlich ausblendet und seiner inneren Stimme folgt, in welcher sich die eigenen Vorfahren durchaus noch kundtun. Wer nach einer Offenbarung des großen Gottes strebt, der ist und bleibt am besten beraten, sich um Erkenntnis der Natur zu bemühen. Da bedarf es keiner wie… Read more »

waltomax
Gast
waltomax

Der Kommentar wartet auf Freischaltung.

Conrath
Gast
Conrath

@K.K. Vom Weihnachtsfest zum Weihnachtsk(r)ampf, in mehreren Schritten. “[…]der Mythos Weihnachten schwächelt. Das traditionelle Fest steht der globalisierten Weltkultur und dem Genderismus in ähnlicher Weise entgegen wie der Genderismus dem Islam und der Islam der Weltkultur.” Zitatende K.K. Autor Kustor beschreibt die ganz eigene Realität ritualisierter Mythen und ihrer ´neuen Kritik. Jeder mit Weihnachten früher einmal naiv Aufgewachsene weiß von den ersten Vorboten der mythischen Spätaufklärung, die mit Namen wie ‘Jahresendflügelfiguren’ verbunden wurden/ waren und einen Vorgeschmack zum gegenwärtigen, putzigen Kulturkrampf lieferten. Nie gibt es nichts, was sich spätkapitalistisch nicht doch noch erweitern ließe, das zeigt dieser Weihnachtsbericht. Drehen wir… Read more »

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

@conrath

Zitat:
“……. und heute des eigentlichen Sinnes beraubt, nur noch identitäre Funktionen haben oder besser, verwalten.”

Sie müssten eigentlich nur das “nur” weglassen. Und schon hätten Sie sich den Rest des Kommentars sparen können, denn Identität ist das Zauberwort ohne die eine Kultur zwangsläufig nicht auskommen kann. Das wissen auch jene, die die kommenden Zwistigkeiten programmierten.

Conrath
Gast
Conrath

Entschuldigung, Kustos, nicht Kustor sorry 😉

Conrath
Gast
Conrath

Stimmt nur zur Hälfte Herr Stendahl,

denn ich hatte ja gezeigt, dass die reale Verteilung mit dem Ritual immer verbunden war, es von daher entstand.

Seit die Verteilung überwiegend anders organisert wird, zum Teil ist es heute noch Brauch sich nutzbare Pullover oder Kücheneinrichtungen für die Kinder oder warme Socken zu schenken, bleibt die Identität stiftende Wirkung übrig. Darauf bezog sich das ‘nur’.

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

“Am Ende solcher Wahnsinnspolitik steht dann vielleicht die Synthese von Weihnachten und Ramadan nach dem Motto, „Ihr dürft ruhig Weihnachten feiern, aber dabei nicht essen.” Die im Artikel beschriebenen Vorgänge sind die Wirkungen einer Befehlskette, die am Anfang der Kette die satanische Fratze der Globalisten offenbart. Im Verlauf der Kette finden wir Egozentriker, Narzissten und intelligenzfreie Mitläufer, die nichts anderes machen als ihrem Instinkt zu folgen, den Globalisten zum eigenen Nutzen zu dienen. Dabei werden immer verrücktere Ideologien für den Pöbel erfunden. Am Ende steht deshalb nicht eine “Synthese von Weihnachten und Ramadan”, sondern Mord und Totschlag, weil sich die… Read more »

Zitrone
Gast
Zitrone

Die Verkommenheit der “Weihnachts”-Phrase kennt keine Grenzen, jeder der kann, versucht sich am Heißluftofen dieses Festes zu wärmen. Überladene Tische verneigen sich vor Deko und glitzernden Päcken, der sinnentleerte Mensch feiert sich selbst. Im Zeitalter des Relativismus degradiert man die Tage der Besinnung, Tage an denen der Mensch sein Bewußtsein stählen könnte, indem er sich die Frage stellte, warum man ihn aus dem Schoß der Götter, in die stoffliche Materie entließ, zu einem amerikanisch verbrämten Volksfest. “Gleichsam zu Linken und zur Rechten werden die Menschen in der Zukunft stehen: diejenigen, für die allein die Welt der Sinne Wahrheit sein wird,… Read more »

Conrath
Gast
Conrath

@Zitrone Wie wäre es, die Steinersche Polarisierung neu zu durchdenken? Die Welt der Verkörperung (und physiologisch-körperlichen Sinne) ist ja in Wirklichkeit durchzogen und durchpulst (belebt) von der Welt des Geistigen, also von einer Welt die auch noch jenseits der Körperwelt existiert. Entscheidend und seit Platon immer wieder verwechselt, ist doch, dass die höhere Welt in der (auch) niederen Welt des leiblichen Lebens, enthalten ist, nicht aber umgekehrt, die niedere Welt (der Erscheinung) zwingend in der Überwelt wirksam ist, allenfalls gespiegelt und transformiert. Die sinnliche Leibwelt ist begrenzt, jene nicht. Und Steiner hätte die beiden Ausschließungen, es gibt nur die Sinneswelt… Read more »

Zitrone
Gast
Zitrone

@Conrath

“Die Welt der Verkörperung (und physiologisch-körperlichen Sinne)
ist ja in Wirklichkeit durchzogen und durchpulst (belebt) von der Welt
des Geistigen, also von einer Welt die auch noch jenseits der
Körperwelt existiert.”

Richtig! Wenn Sie Steiners Werk kennen, wird Ihnen klar sein, daß
Rudolf Steiner diese Tatsache bekannt war (wem sonst?), denn diese
Thematik zieht sich wie ein roter Faden durch seine Vortragsreihen oder
das Grundlagenwerk.

In obigem Zitat skizziert er m.E. allein die heutige Menschheit,
die in der Regel und ganz im Sinne der NWO (von diesen gar präpariert),
nicht erkennen kann, bzw. will, das Materie ohne Geist nicht
vorstellbar ist.

Schönen Abend!

Conrath
Gast
Conrath

Ja,

insoweit war Steiner vorausschauend und seine Kritik an der allgemeinen Passivität und dem fortgeschrittenen Materialismus ist auch heute noch zutreffend.

Aber es muß möglich sein auch die bekannten Namen kritisch zu erweitern, denken Sie an die Farbenlehre Goethes. Sie war unzureichend von G. begründet, dennoch kann sein Ansatz heute in einer neuen Weise aufgenommen und fortgeführt werden. So ist es auch mit ‘Doktor’ Steiners Wahrheiten und Spekulationen.

Wünsche Ihnen eine gute Weihnachtszeit, liebe/r Zitrone.

Zitrone
Gast
Zitrone

@Conrath Aha, “Doktor Steiners Wahrheiten und Spekulationen….” Treffe ich hier auf einen der vielen Überwinder Rudolf Steiners? Wie Sie sicher wissen, setzt die Anthroposophie eine Geistes- und Seelenhaltung voraus, die mit den üblichen, gängigen Welt- anschauungen, welche in fast allen Fällen in Rechthaberei münden, nicht kompatibel ist. “…Seine lückenlose Beherrschung aller kulturellen Wissensgebiete – der physikalischen und Naturwissenschaften, der Mathematik, der Philosophie, der Literaturen, der Geschichte, der Kunst- und Kulturgeschichte – gab ihm die nötige Befugnis, sein Wissen vom Übersinnlichen auf einer festen Grundlage aufzubauen und in die Denkformen der Gegenwart einzukleiden. Allen Einwänden konnte er begegnen; denn er hatte… Read more »

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

conrath Zitat: “Wo Ausschluss und Polarisierung gefördert/ gefordert werden, bin ich auf der Seite der kritischen Atheisten, der Gruppe der nichtgewalttätigen Atheisten oder Agnostiker.” Denkfehler! Ob Atheisten bzw. Agnostiker (Ignoranten) oder Theisten bzw. Gnostiker im religiösen Sinne (Verblendete); sie stellen auch nur im Dualismus jeweils eine polarisierende Seite dar, die nicht etwa mit “Ausschluss und Polarisierung” durch Unterstützung einer Seite zu heilen ist. Echter Respekt oder besser echter Ausgleich ist nur über die Offenlegung der Wahrheit möglich. Die Wahrheit, die die Nomenklatura mit allen Mitteln verheimlichen will: Thomas Evangelium Logien 39: „Die Pharisäer und die Schriftgelehrten haben die Schlüssel zur… Read more »

Conrath
Gast
Conrath

@Hubi Wir sind nicht weit voneinander entfernt. Es gibt die Denkmöglichkeit und sogar Denknotwendigkeit zu einer geistigen Welt oder zu Gott. Dieser Tatsache wurde durch Respekt und Ritual Anerkennung entgegengebracht, weltweit und kultur- und zeitübergreifend. Die Petrus/ Paulus-Verschlüsselungsspiele kamen erst später dazu, waren aber sehr folgenreich, da sind wir uns einig. Dennoch ist Steiner polarisierend, jedenfalls ist das Steinerzitat von Zitrone asymmetrisch, siehe Argument oben. Ob Agnostiker oder Atheist, die Entscheidung zu ‘Gewalt gegen Andersdenkende‘ ist nicht akzeptabel. Ich persönlich halte den Agnostizismus für einen Irrtum, das ist aber meine Sicht der Welt, dafür habe ich Argumente, gehe aber niemandem,… Read more »

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

@conrath

Zitat:
“Kant & Jacobi haben die versteckten Schlüssel an alle neu ausgereicht, das kann auch argumentiert werden, auch contra Steiner, der Fichte verehrte, Kant aber leider missverstand und Jacobi unterschätzte.”

– Einverstanden – Kant hat in der Tat eine Brücke geschlagen. Nun brauchen wir einen neuen Kant. Ich sehe keinen.

Revolution
Gast
Revolution

Dies Volldeppen sind beklopter, entschuldigen Sie meine derbe Aussprache, als die Parteideppen der ehemaligen DDR. Nicht mal die, so sind meine Erinnerungen, ließen sich irgendwelche Neunamen oder irgendwelche Mutationen für Weihnachten einfallen. Die rot-grünen Parteiheinis erinnern eher an die roten Khmer oder die chinesichen, oder stalinistischen Revolutionäre. Wozu die fähig waren, brauche ich hier nicht zu erwähnen.

Zitrone
Gast
Zitrone

Wichtige Meldung! Russischer Botschafter wurde in der Türkei erschossen.

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

Herr Kustos, es hat schon etwas prophetisches. Ich hoffe zunächst, dass Sie nicht in der Nähe des Weihnachtsmarkts waren und es Ihnen gut geht. Alle Staatsmänner der Welt haben sich gemeldet. Die Staatsratsvorsitzende arbeitet noch an ihrer Rede. Sie hat bisher nur die Überschrift zusammengebracht: “Wollt ihr die total offene Gesellschaft”? Ich bin mir nicht sicher, ob eine Mehrheit nach wie vor im Sportpalast JA JA JA JA schreien würde! Vor einem Jahr habe ich die Notwendigkeit eines Ausnahmezustands hier mehrmals angesprochen und eine dann folgende Grundgesetzänderung und dabei spekuliert, dass man damit versuchen wird, die lästige BRD samt GG… Read more »

Conrath
Gast
Conrath

@Hubi & Hubi ja, den neuen, durch Generationen von Forschern erweiterte, heutigen Kantdenker gibt es wirklich und seine Arbeit verschafft allen Denkbereiten die adäquate Möglichkeit mit den komplexen Problemen unserer Zeit umzugehen (Unterscheidung von falschen Transzendenzen – schräge/ unwirkliche Pseudo-Ideale und echter transzendentaler Bestimmung), siehe: Dr. Martin Bunte (978-3110488029) Und zum totalen Nanny-Staat, nein, den wird es nicht geben, aber die Versuche dahin zu kommen, sind bereits sehr gefährlich und für alle folgenreich. Mit Terror zu Weihnachten in DE war leider bereits zu rechnen, seit der Ankündigung hierzu vom ‘tiefen Staat der USA’, im November 2016: http://analitik.de/2016/12/19/wie-angekuendigt/ MMn kommen diese… Read more »