Der Sozialstaat dient den Reichen

Menschen in der Friedrichstraße © GEOLITICO Menschen in der Friedrichstraße © GEOLITICO
Der scheindemokratische Obrigkeitsstaat unterstützt Abhängigkeit und Ausbeutung im Arbeitsprozess. Er arbeitet im Sinne herrschenden Cliquen gegen seine Bürger.

Im Jahr 2014 wurden nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales insgesamt rund 849 Milliarden Euro für soziale Leistungen ausgegeben, wobei davon auf die staatlichen Sozialversicherungs-, Förder- und Fürsorgesysteme 675 Milliarden entfallen. Das Verhältnis dieser Sozialleistungen zum Bruttoinlandsprodukt von 2.903 Milliarden betrug damit 23,3 Prozent.[1] Die Existenz eines inzwischen so gewaltig aufgeblähten Sozialstaates belegt das soziale Grundübel unseres kapitalistischen Wirtschaftssystems: dass die meisten Menschen ein Einkommen erhalten, das insgesamt zum Leben und zur eigenständigen Vorsorge für Notlagen bei weitem nicht ausreicht. Sie werden zugunsten des Profits der Unternehmenseigentümer ausgebeutet. Freerk Huisken schreibt treffend,

„dass kapitalistische Betriebe massenhaft, unablässig, also mit Notwendigkeit ihre Arbeitskräfte immer wieder in diverse existenzielle Notlagen bringen“, die diese „vermittels ihres Verdienstes … nicht bewältigen können.“ Und „ immer dann, wenn der Kapitaleigner ihre Arbeit für unbrauchbar erklärt, sind sie auf die Hilfe des Sozialstaats angewiesen. Mit dem Lohn kann der einzelne Arbeiter also nur in jenen Perioden des Arbeiterlebens seinen Lebensunterhalt finanzieren, in denen er ihn verdient. Kaum verdient er nichts, hat er nichts. Der Sozialstaat offenbart folglich ein Armutszeugnis über den Lohn: Der Mensch, der hierzulande auf Lohnarbeit angewiesen, der sich in Fabrik und Büro abplagt, erfährt, dass der Lohn, den er dafür erhält, fürs Leben insgesamt gerade nicht reicht.“[2]

Ausbeutung des Arbeitnehmers „ins Recht gesetzt“

Diese Tatsachen führen nicht dazu, dass die Politik anstreben würde, an die Ursachen zu gehen. Auch die linken Parteien und die Gewerkschaften, von Einzelpersönlichkeiten wie Sarah Wagenknecht abgesehen, kämpfen allenfalls nur für moderate Lohnerhöhungen und gegen drohenden Abbau des Sozialstaates. Albrecht Goeschel bemerkt:[3]

„Nachdem die politisch-ökonomische Diskussion in Deutschland vor allem nach den sogenannten Hartz-IV-Reformen fast gänzlich auf die Themen ´Armut´ und ´Ungleichheit´ zusammengeschrumpft ist, gibt es keine nennenswerten Stimmen mehr gegen eine weitere Verkennung der tatsächlichen Verhältnisse.“

Diese seien aus den Analysen getilgt. Der Sozialstaat sei jetzt „Systemelement des Weltkapitalismus“. Der Staat schont die Verursacher der Notlagen der Abhängig-Beschäftigten, die Eigner der kapitalistischen Betriebe, und zieht sie nicht zur Verantwortung. Mit dem Aufziehen eines Sozialstaats als staatliche Notfallverwaltung großen Stils geht es allein darum, „die Folgen und Auswirkungen kapitalistischer Benutzung von Arbeitern ´abzufedern´ und ´abzumildern´“. Der Sozialstaat fühlt sich als der barmherzige Samariter, der hinter dem Zug der offenbar nicht zu ändernden profitorientierten Kampfgesellschaft herfährt und die Zurückbleibenden aufliest. Man hält das für einen notwendig vom Staat durchzuführenden sozialen Ausgleich. Mit dem Sozialstaat als Normalfall des kapitalistischen Arbeitsalltages wird so gleichsam die Ausbeutung des Arbeitnehmers normalisiert und „ins Recht gesetzt“. (vergl. Anm. 2)

Dabei werden die sozialen Hilfs-Gelder, die den Lohn zurückwirkend wieder niedrig halten und den Profit der Kapitaleigner steigern, weder von diesen unmittelbar, noch über Steuern direkt eingezogen. Aufbringen müssen sie vielmehr primär die Arbeitnehmer, also die Geschädigten selbst. Das ist noch die besondere Infamie des Systems.

„Im Sozialversicherungsstaat finanziert die Lohnarbeit ihre laufende Verbilligung selbst.“(Goeschel)

Zwangsweise wird vom meist sowieso zu geringen Lohn ein hoher Prozentsatz von inzwischen bis zu 40 % eingezogen. Durch die Bindung der Sozialabgaben an die Höhe des kargen Lohns kommt natürlich viel zu wenig in die Sozialkassen, so dass in den Notfällen auch nur spärliche Auszahlungen erfolgen. Vom geringen Lohn wird auch der Arbeitgeberanteil berechnet, den dieser natürlich insgesamt seinen Lohn-„Kosten“ zuschlägt. Für den Arbeiter ist viel, was er einzahlen muss, und was er im Notfall erhält, ist wenig. Das brachte der ehemalige Richter am Landessozialgericht Hessen Dr. Jürgen Borchert in das drastische Bild:

„Der Staat treibt den Familien über Sozialbeiträge und Steuern die Sau vom Hof und gibt ihnen in Gönnerpose bei Wohlverhalten ein Kotelett zurück.“[4]

Und F. Huisken rechnet durch:

„Das ist schon paradox: Der Lohn, der beim einzelnen Arbeitsmenschen nicht ausreicht, um sich in den periodischen Notfällen über Wasser zu halten, soll zusammen mit allen anderen Löhnen, also als Gesamtlohn der Lohnbezieher ausreichen! Ob das geht, ist nicht die Frage. Die Armutsverwalter des Sozialstaats haben dafür zu sorgen, dass es geht. Und so verteilen sie nur den Mangel, der Lohnarbeit auszeichnet, eifrig zwischen allen Versicherungspflichtigen um. Mit seinem Versicherungssystem zwingt der kapitalistische Staat folglich die Arbeiter dazu, selbst untereinander und gegenseitig die Haftung für jene Notlagen zu übernehmen, die das Kapital regelmäßig an ihnen herstellt.“

Der entwürdigte Mensch

Seit 1960 hat sich das Sozialbudget im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen (BNE) (bis 1999 Bruttosozialprodukt genannt) beinahe verdreifacht, schreibt Albrecht Goeschel, das BNE selbst sei aber deutlich weniger gestiegen. Vor allem aber seien die Nettolöhne im Verhältnis zum BNE drastisch gesunken. Was ja nur möglich ist, wenn die Kapitaleinkünfte entsprechend angestiegen sind.

„Es gibt eine Kurvenschere zwischen steigender Wirtschaftsleistung – und das ist am Ende immer Arbeitsleistung – und sinkender Entlohnung. Eben in dieser sich öffnenden Schere ist das so enorm angewachsene Sozialbudget angesiedelt. Es ist dazu da, das Sinken der Nettolöhne und das Steigen der Gewinne und Abschreibungen zu subventionieren. Das ist der politisch-ökonomische Sinn des ´Aufstockens´, d. h. von Kombilöhnen und Kombirenten.“

Die Arbeitnehmer stehen in einem existenziellen Abhängigkeitsverhältnis zum Arbeitgeber, der als Eigentümer der Herr des Produktionsprozesses ist. Da er diesen aber nicht alleine bewerkstelligen kann, braucht er viele spezialisierte Menschen, die die Arbeit in den einzelnen, miteinander verzahnten Abschnitten des Produktionsablaufes leisten. Als Nichteigentümer kommen sie jedoch von vorneherein zum Eigentümer in die Rolle von untergebenen Hilfskräften, die nicht am Unternehmen beteiligt sind, sondern dem Eigentümer nur ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen können, die dieser für seine Interessen einsetzt. Sie sind für ihn ebenfalls Produktionsfaktoren, die kostengünstig gekauft und dem Produktionsprozess eingefügt werden, um einen möglichst hohen Gewinn für sich zu erzielen.

Damit wird die Arbeitskraft, d. h. aber der Mensch, zwangsläufig ebenfalls zur Ware, die auf dem „Arbeitsmarkt“ für einen niedrigen Preis, den Lohn, gekauft und verkauft wird. „Der Kapitalismus ist die Macht geworden, die noch einem Rest des Menschenwesens den Charakter der Ware aufdrückt: die Arbeitskraft“, formulierte 1919 eindringlich der Anthroposoph Rudolf Steiner.[5] Im abhängigen Lohnverhältnis hat sich noch eine moderne Form entwürdigenden Sklaventums erhalten.

Dies nimmt in den zahlreichen Fällen der Arbeitslosigkeit noch viel schlimmere Formen an. Der Arbeitslose muss bereit sein, jede zumutbare Arbeit anzunehmen, um den Staat wieder von seiner Zahlungspflicht zu entlasten. Zumutbar ist einem Arbeitsfähigen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB II) grundsätzlich jede Arbeit, gleichgültig, welche Ausbildung und Qualifikation er hat und in welchem Beruf er früher tätig war. Das bedeutet: Der Mensch wird nur als Zahl, als Quantität behandelt, seine Individualität in ihrer besonderen Qualität wird nivelliert, seine Biographie entwertet.

In der Arbeit entfalten sich der Mensch mit seinen Anlagen, Begabungen und Fähigkeiten. Dies macht das aus, was Art. 2 des Grundgesetzes „die freie Entfaltung der Persönlichkeit“ nennt. Wird dem Menschen die freie Wahl der Arbeit genommen, bedeutet dies ein Zurückstauen und Ablähmen des inneren Menschen, der Persönlichkeit. Ihre Würde wird damit tief verletzt. Da klingt es wie ein Hohn, wenn das SGB II in § 1 mit dem Satz beginnt:

„Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll es Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.“

Weigert sich ein Arbeitsfähiger, eine angebotene Arbeit anzunehmen, wird er durch Sanktionen, d. h. durch Kürzungen der Zahlungen dazu gezwungen, da ihm damit Obdachlosigkeit und existenzielle Not drohen. Der Mensch wird entwürdigend wie ein Sklave unter einen fremden Willen gezwungen. Er wird zur Zwangsarbeit verpflichtet. Damit werden noch die weiteren konkretisierenden Freiheitsrechte des Art. 12 des Grundgesetzes, die freie Berufswahl und das nach den Erfahrungen der Nazizeit aufgenommene ausdrückliche Verbot der Zwangsarbeit unmittelbar verletzt.

Vorhaltung billigen Arbeitsmaterials

Der Sozialstaat ist keine caritative Einrichtung für die in Not geratenen Arbeiter. Sein Zwang zur schnellstmöglichen Wiedereingliederung in den kapitalistischen Arbeitsprozess, und sei der Sklavendienst gegen vorher noch so stupide und untergeordnet,

„sorgt dafür, dass es den Betrieben auch in Zeiten guter Konjunkturen nie an willigem und billigem Arbeitsmaterial fehlt. Die einkommensabhängigen Klienten des Sozialstaats bilden nicht nur die ´Reservearmee´ (Marx), die genötigt ist, die nächstbeste Arbeit anzunehmen. Selbst im Wartestand erfüllen sie für die Unternehmerklasse noch einen Dienst: Als Unbeschäftigte drücken sie permanent auf den Lohn der Beschäftigten, was Kapitalisten weidlich auszunutzen pflegen.“ (Huisken)

Nur die seelisch und körperlich Robustesten halten dem Druck stand, der von den laufend eingesparten Personalkosten, den damit verbundenen erhöhten Belastungen und der Angst, auch entlassen zu werden, auf die Verbleibenden ausgeübt wird. So bringt das kapitalistische System eine immer größere Masse an Notfällen aller Art hervor. Dies hat zwei voneinander abhängige Konsequenzen:

„Einerseits wächst damit der Finanzbedarf der sozialen Sicherungssysteme für alle Hilfsleistungen; andererseits werden aber aus demselben Grund die Beitragszahlungen geringer. Immer verhält es sich so, dass der Sozialstaat gerade in Zeiten des erhöhten Finanzbedarfs nur einen geschrumpften Gesamtlohn zur Ausplünderung vorfindet. Dann verstehen sich die bekannten und wenig gemütlichen Konsequenzen von selbst: Mehr abkassieren und/oder weniger auszahlen! Verwundern kann das nicht, wo der Sozialstaatstopf eben als die abhängige Variable des vom Kapital gezahlten Gesamtlohns etabliert ist.“ (Huisken)

Steigt die Zahl der Arbeitslosen immer mehr an, werden die meisten dieser Arbeitskraftreserve gar nicht mehr gebraucht; sie werden zur Dauerbelastung des sozialstaatlichen Hilfssystems, das über die Abzüge vom Gesamtlohn der noch Arbeitenden nicht mehr zu finanzieren ist und mit Steuern unterstützt werden muss. Dann kommt die Arbeiterklasse den Sozialstaat zu teuer.

 „So werden ´alte, erkämpfte Besitzstände´ gnadenlos zusammengekürzt. Das schafft zwar jede Menge Menschenschrott, der aber in Kauf genommen und ordnungspolitisch betreut wird. Zugleich wird die Massenarbeitslosigkeit von Politik und Unternehmerschaft einer neuen Deutung unterzogen. Wenn vermehrt Arbeitslose anfallen, dann – so schließen sie messerscharf – ist die Arbeit eben fürs Kapital zu teuer und muss billiger gemacht werden. So lässt sich der ,Sozialabbau‘ als eine einzige Offensive zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen verkaufen. … Munter wird auch noch an jenen Teilen des Lohns herumgekürzt, die Lohnnebenkosten heißen.“ (Huisken)

Selbstbestimmte Individualität und Eigentum

Die wesentliche Wirkung des Sozialstaats ist das Außerkraftsetzen des eigenen Willens des Menschen, seine Existenz selbst zu sichern.

„Eine von einer anonymen Obrigkeit verfügte oder gegebene Lebenssicherung macht unmittelbar den Einzelwillen abhängig vom „Willen“ des anonymen Staates und lähmt ihn, indem sie ihn in den ´Status eines Abhängigen, also des Mündels in einem vormundschaftlichen Staat´ (Rolf Henrich) versetzt.“[6]

Genauer gefasst, unterstützt und ergänzt der scheindemokratische Obrigkeitsstaat das Abhängigkeitsverhältnis im Arbeitsprozess, in das er zudem selbst durch seine Gesetze die große Mehrheit gebracht hat. Es ist im Grunde ein zweigleisiger Kampf der herrschenden Cliquen gegen die freie Individualität und ihre selbstbestimmte Entfaltung, die angeblich Sinn und Ziel der Demokratie sein soll.

Gesetzliche Grundlage des wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnisses ist das Eigentumsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches, das undifferenziert privates Eigentum an allen beweglichen und unbeweglichen Sachen erlaubt. Privates Eigentum an einem Wirtschaftsunternehmen bedeutet aber, wie oben aufgezeigt, eine Machtstellung über viele andere Menschen, die als Nichteigentümer in eine existenzielle Abhängigkeit versetzt werden. Der eigentliche Sinn des Privateigentums ist, die äußere Existenz des Menschen mit materiellen Gegenständen zu sichern, die er zu seinem privaten, persönlichen Leben brauchen und verbrauchen kann und über die er deshalb auch ein unbegrenztes Verfügungsrecht haben muss. Dieses Privateigentum unterstützt so die Entwicklung zur in sich geschlossenen Persönlichkeit, die sich insofern von den anderen abschließt, behauptet und notwendig egozentrisch auf den eigenen Vorteil bedacht ist.

Ein Wirtschaftsunternehmen ist jedoch keine Sache, die dem privaten Gebrauch und Verbrauch des Eigentümers, sondern gemeinsam mit notwendigen Mitarbeitern der Bedürfnisbefriedigung vieler anderer Menschen dient. Es hat also eine soziale, gesellschaftliche Aufgabe, und die unbegrenzte Verfügung über Produktionsmittel, Finanzkapital und Gewinn oder gar der Verkauf des ganzen Unternehmens hat enorme soziale Auswirkungen für andere Menschen.

Diese Unterscheidung ist eigentlich im Grundgesetz bereits veranlagt, wo es in Art. 14 heißt:

„Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

Auch Sarah Wagenknecht knüpft in ihrem empfehlenswerten Buch „Reichtum ohne Gier“ daran an und zitiert aus einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 1979 die Sätze:

„Soweit es um die Funktion des Eigentums als Element der Sicherung der persönlichen Freiheit des Einzelnen geht, genießt dieses einen besonders ausgeprägten Schutz. … Dagegen ist die Befugnis des Gesetzgebers zu Inhalts- und Schrankenbestimmungen umso weiter, je mehr das Eigentumsobjekt in einem sozialen Bezug und einer sozialen Funktion steht.“[7]

Und weiter:

„Es gibt also einen Unterschied zwischen persönlichem Eigentum und dessen Schutz als individuellem Freiheitsrecht und Eigentumsobjekten in sozialen Bezügen, die die Freiheitsrechte sehr vieler Menschen berühren. … Das Eigentumsrecht sollte also den privaten Lebensbereich schützen, nicht aber gesellschaftliche Machtstellungen. Es sollte zu Anstrengung, Kreativität und Leistung motivieren, aber kein Instrument der Bereicherung zulasten anderer sein.“

Neue Formen sozialen Eigentums

Es müssen soziale Formen des Eigentums am Wirtschaftsunternehmen entwickelt werden, die alle Mitarbeitenden rechtlich auf eine gleiche Ebene stellen und Abhängigkeitsverhältnisse ausschließen. Die Produktion der Waren erfolgt ja durch das Zusammenwirken aller. Und der im Verkauf erzielte Gegenwert der von allen gemeinsam produzierten Waren muss die Grundlage für das Einkommen jedes Betriebsangehörigen bilden. Aus dem Produkterlös steht jedem, einschließlich des Leitenden, ein Anteil zu.

Als Maßstab für die Höhe des Einkommens werden einerseits die Bedürfnisse zu gelten haben, die jeder aufgrund seiner persönlichen und familiären Situation hat und zum anderen das Maß der Verantwortung, welche die einzelnen Arbeiten erfordern. Das Einkommen ist für den persönlichen Verbrauch bestimmt. Es wird Privateigentum für den Konsum zur individuellen Lebenssicherung. Das schließt für den Unternehmensleiter aus, dass er darüber hinaus noch einen einseitigen Anspruch auf den Reingewinn geltend machen könnte.

Wäre der Staat wirklich sozial, sorgte er für die Beseitigung der zentralen unsozialen Eigentums-Privilegien, und was heute „Sozialstaat“ genannt wird, fiele als weitgehend überflüssig in sich zusammen.

 

Anmerkungen

[1] http://www.bmas.de/DE/Service/Medien/Publikationen/a230-14-sozialbudget-2014.html

[2] http://www.fhuisken.de/sozialab.htm

[3] http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/09/goeschel_tumult.pdf

[4] http://de.wikimannia.org/J%C3%BCrgen_Borchert

[5] Rudolf Steiner: Die Kernpunkte der sozialen Frage, Dornach 1961, S. 53

[6] Werner Kufuss in GEGENWART 3/2016, S. 53

[7] Sarah Wagenknecht: Reichtum ohne Gier, Frankfurt/M 2016, S. 248 f.

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Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . .
“Der Sozialstaat dient den Reichen”, schreibt Herbert Ludwig.
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DARUM haben sie ihn ja eingeführt!
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Und mit dem “bedingungslosen Grund-Einkommen” wäre die SKLAVEREI perfekt!
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Eine Welt OHNE Krieg werden wir nur erreichen – wenn wir endlich kapieren – daß “EXCHANGE” eine natürliche oder göttliche Grund-Bedingung für das ÜBERLEBEN auf diesem Planeten ist.
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“EXCHANGE” bedeutet – daß GEBEN & NEHMEN auf allen Ebenen in perfekter Balance, also in perfektem Gleichgewicht sein muß – dieses Gleichgewicht zu finden, ist die Aufgabe wirklich guter Politiker von Morgen!

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

Hallo Her Möllmann, Zitat: “…….dass GEBEN & NEHMEN auf allen Ebenen in perfekter Balance, also in perfektem Gleichgewicht sein muss – dieses Gleichgewicht zu finden, ist die Aufgabe wirklich guter Politiker von Morgen! Da bin ich völlig bei Ihnen. In dem insgesamt ausgezeichneten Artikel von Herrn Ludwig steckt allerdings ein gewaltiger Widerspruch: Einerseits argumentiert er wie folgt: Zitat: “Die wesentliche Wirkung des Sozialstaats ist das Außerkraftsetzen des eigenen Willens des Menschen, seine Existenz selbst zu sichern.” Genauso ist es. Ein gesellschaftlicher Ausgleich kann sich nur ergeben, wenn wir begriffen haben, was GEBEN & NEHMEN, statt NEHMEN UND GEBEN eigentlich bedeutet.… Read more »

Falkenauge
Gast
Falkenauge

@hubi stendahl Aus meinen Ausführungen ergibt sich eigentlich, dass das Gegensatzpaar Kapitalist/Arbeiter durch die neuen Eigentumsformen am Unternehmenskapital aufgelöst wird. Damit entfällt das Abhängigkeitsverhältnis und der Gegensatz. Die Regelung der Höhe des Einkommens aller Betriebsangehöriger einschließlich des Unternehmensleiters ist eigentlich demgegenüber eine sekundäre Frage. Ich meine, dass sich im Grad der Verantwortung, die mit einer Tätigkeit im Betrieb verbunden ist, auch die Leistung spiegelt. Selbst wenn die Leistung gar keine Rolle spielen würde – was nicht meine Intention ist – würde doch damit der ursprüngliche Gegensatz Arbeiter/Kapitalist nicht wieder hergestellt, der schon durch die Abschaffung des egoistischen Privateigentums am Kapital… Read more »

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . . Hallo Hubi, . Sie schreiben: “In dem insgesamt ausgezeichneten Artikel von Herrn Ludwig steckt allerdings ein gewaltiger Widerspruch…” . DA kann ich Ihnen leider NICHT folgen. . Zum Beispiel sagen Sie: . “…wenn wir begriffen haben, was GEBEN & NEHMEN, statt NEHMEN UND GEBEN eigentlich bedeutet…” . Wenn ich mir GEBEN & NEHMEN mal bildlich vorstelle wie eine alte Apotheker-Waage mit zwei Schalen – ob ich nun erst die eine Schale mit “GEBEN” auffülle – und danach die andere Schale mit “NEHMEN” . . . ? . Oder ob ich das ABWÄGEN von GEBEN & NEHMEN in… Read more »

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

@Falkenauge Hallo Herr Ludwig. Erst einmal vielen Dank für den interessanten Artikel aus sozialphilosophischer und teilweise anthroposophischer Sicht. Ich halte dies für sehr wichtig, weil die meisten Foristen sich häufig viel zu sehr nur mit der Technik des Geldsystems beschäftigen und die menschlichen Eigenschaften dabei negieren bzw. die unbewiesene Behauptung in den Raum stellen, der Mensch handele ausschl. als Homo Oeconomicus nach dem Prinzip des ausschließlichen persönlichen Vorteils (Gier und Selbstsucht). Was dann als Argument für das derzeitige System verwendet wird. Ungeachtet dieser Tatsachen kann aber auf der anderen Seite ein System, auf dass die Menschheit seit Jahrtausenden programmiert ist,… Read more »

Nonkonformist sagt
Gast

in Bayern sagen wir Leben und Leben lassen Mensch sein und Mensch bleiben das will natürlich dieses sozialistische marxistische System natürlich nicht . Dessen Kredo lautet willst du nicht mein Bruder sein sonst schlag ich dir den Schädel ein. Dieser bewusste Staatsterror ist geplant worden Alt gegen Jung, Arm gegen Reich, Arbeiter gegen Rentner , Gesund gegen Krank , Linke gegen Rechte. Das angloamerikanische zionistische Regime tut alles um dieses linke System mit aller Macht zu erhalten . Die Globalisten wollen mit allen Mitteln ihre NWO durchzusetzen koste was es wolle !!!!!!!!!!!!!

Conrath
Gast
Conrath

@Nonkonformist

Was bitte verstehen Sie unter: “dieses sozialistische marxistische System”.

Ist das TINA-Management für Sie Sozialismus oder sozialistisch?

Wie grenzen Sie dann einen neuen ‘Teilhabesozialismus’ von der TINA-Variante ab?

Offensichtlich gibt es da doch noch etwas Klärungsbedarf.

Danke

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . .
Conrath fragt:
“Wie grenzen Sie dann einen neuen ‚Teilhabesozialismus‘ von der TINA-Variante ab?”
.
Die Antwort ist simpel:
.
Sie nehmen die tradierte Quadrat-Wurzel aus Ihrem transzendenten ‚Teilhabesozialismus‘ und dehydrieren unter Auschluß von Triebenzolsylphnonatcarbonesther das kybernetisch gewonnene Substrat durch die triglitzeride Phosphorese der TINA-Variante!
.
DAS weiß doch inzwischen jedes Kind!

Conrath
Gast
Conrath

@Ludwig „[…] dass kapitalistische Betriebe massenhaft, unablässig, also mit Notwendigkeit ihre Arbeitskräfte immer wieder in diverse existenzielle Notlagen bringen“, die diese „vermittels ihres Verdienstes … nicht bewältigen können.“ Und „ immer dann, wenn der Kapitaleigner ihre Arbeit für unbrauchbar erklärt, sind sie auf die Hilfe des Sozialstaats angewiesen. Mit dem Lohn kann der einzelne Arbeiter also nur in jenen Perioden des Arbeiterlebens seinen Lebensunterhalt finanzieren, in denen er ihn verdient. Kaum verdient er nichts, hat er nichts. Der Sozialstaat offenbart folglich ein Armutszeugnis über den Lohn: Der Mensch, der hierzulande auf Lohnarbeit angewiesen, der sich in Fabrik und Büro abplagt,… Read more »

waltomax
Gast
waltomax

Flexible Ordnungen in Wirtschaftsunternehmen (2005 in den Wind gesprochen von Waltomax) All die Wirtschaftsunternehmen, die „strukturell“ momentan immer mehr an die menschenverachtenden Rahmenbedingungen eines global ausufernden Raubtier– Kapitalismus angepasst werden, könnten auch unter den vollkommen veränderten Bedingungen weitergeführt werden, die für eine „Anarchie mit menschlichem Antlitz“ kennzeichnend sind. Vorher müssten sich allerdings die meisten eingefahrenen Denkmuster und Verhältnisse entscheidend verändern. Exemplarisch für einen Vertreter der patriarchalen Wirtschaftshierarchie steht ein ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Eine Rede, welche dieser (anlässlich einer Veranstaltung der Konrad Adenauer-Stiftung) in Bonn 2003 vor anderen „elitären“ Vertretern seiner Zunft gehalten hat, zeigt deutlich auf, wie konsistent und… Read more »

Nonkonformist sagt
Gast

gerne erkläre ich ihnen was ich in der Bananenrepublik als sozialistisches System verstehe. Wenn ich als Souverän und Mensch gezwungen bin Steuern , Abgaben , Verordnungen durch staatliche Erpressungen, Nötigungen , Zensuren gezwungen werde durch staatliche Willkür Zahlungen zu bezahlen (MAFIA) oder bei nicht Zahlungen mir mit Verhaftung gedroht wird ist dies wohl für sie Herr Staatsdiener ein Rechtsstaat oder ist die Erde eine Scheibe oder haben sie schon mal von den wwww.bundesbereinigungsgesetzen gehört oder GG. Artikel 139 und 146 . Konzerne werden über erpresste Steuergehälter des Deutsch finanziert z.B. Banken , Stromkonzerne wachen sie bitte auf oder wollen sie… Read more »

Conrath
Gast
Conrath

Vielen Dank, Herr WaltoMax, für Ihre präzise, wie zukunftsfähige Darstellung und Kritik am gescheiten, aber eben nicht weisen, Lothar dem Großen. Er hat nach allen Regeln der (schwarzen) Reorganisationskünste Jenooptik an die weltweiten Bedingungen angepasst, aber als Politiker versäumt, tiefer über die Bedingungen solcher Produktionsformen nachzudenken. Ein gescheitertes ‘Gescheitle’ mehr im Ländle. Und tragisch an der Geschichte, wieviele der Parlamentäre, die sich unter dem ‘C’ sammeln, haben bis heute nicht verstanden, welche Freiheitsgrade die Bedingungen zu Produktion überhaupt haben. Reden wir über Farben zu/ mit Blinden? Danke, für Ihren, vermutlich schon vor 11 Jahren, entstandenen Text. Sie beschreiben konkret, wo… Read more »

waltomax
Gast
waltomax

@Hallo Herr Conrath, der wohl heißeste Typ eines Fabrikatoren ist der 3D – Drucker. Heute werden sogar “Metamaterialien”, also “Tarnkappen” mit dem 3D – Drucker hergestellt.

Mit Grüßen

Waltomax

asisi1
Gast
asisi1

unser angeblicher Sozialstaat, ist in zunehmenden maße a-sozial zu seiner “arbeitenden” Bevölkerung. nicht die wie vielerorts gemeint , die wirtschaft und die Arbeitgeber sind die Buhmänner, nein man schaue sich doch nur einmal die bruttolöhne an. da wird doch schnell klar wer der größere Buhmann ist.nähmlich der Staat, mit seinen irrsinnigen steuern und abgaben. diese abgaben werden durch ein rießiges, nicht brauchbares, beamtenvolk wieder verteilt. es ist doch in den letzten 10 jahren, trotz sozialistischer Politik, die Armut im lande gewachsen. es ist doch mittlerweile nicht mehr fassbar, dass jemand, trotz 40 jähriger arbeit, weniger rente bekommt, als jemand der… Read more »

Carlo
Gast
Carlo

»Der entwürdigte Mensch« – Diese Passage sagt alles aus. Betrachtet man ein Menschenleben wie eine materielle Sache oder nicht? Sieht man es wie Kohle, Wasser, ein Gewehr, einen Hammer, eine Maschine oder wie Licht, Gravitation, Farben, Sprache, Liebe? Kann man ihm einen Preis zuordnen oder nicht? Für die Gesellschaft ist entscheidend, wie sie diese Fragen beantwortet. Wenn ich ein Menschenleben nicht kaufen kann, was einen humanistischen Ansatz darstellt (, der sicher von der Mehrheit der Menschen getragen wird), es unbezahlbar ist, kann ich auch keinen Preis für eine Stunde Lebenszeit bestimmen. Sie wäre ebenfalls unbezahlbar. Damit würden alle Produkte menschlicher… Read more »

dragaoNordestino
Gast

Sehr schön Herr Ludwig… Natürlich konnte eine Gesellschaftsform so aussehen wie Sie beschreiben. Was ich mich allerdings frage, ist… wollen dies die Menschen überhaupt.? Verantwortung und Mtbeteiligung an Betrieben..etz.? Denn die Beteiligung geht natürlich in beide Richtungen.. also auch für Minus müsste man dann gerade stehen. Und ja, meine Erfahrung mit den Mitbürgern ist eigentlich eher die, dass die meissten es sich nett und konfortabel im Abhängigkeitsverhältniss eingerichtet haben. Und ja, unter Freiheit eigentlich kaum verstehen, was da im Artikel beschrieben wird. Meine Erfahrung zeigt auch, dass in den meissten Fällen mehr Lohn nicht automatisch zu mehr Leistung anspornt.. im… Read more »

Wayne Podolski
Gast

Ja, sehr schön, die Reichen machen dann noch ein paar Milliönchen mehr, die sie dann zu den anderen legen, herzlichen Glückwunsch. Und ? Macht es diese Leute glücklicher oder gar zufriedener ? Tag für Tag dieselbe beschissene Puffbrause mit versalzenem Kaviar oder was ? Will hier jemand mit Onkel Rothschild tauschen, der nichts besseres zu tun hat, als jeden Tag auf seinen 57 Mios teuren Renoire zu starren und sich dann überlegt , wie er das Leben der restlichen Menschheit miserabel machen kann. Nur zu seiner Information, es gibt nichts besseres , als eine Rutsche Bratkartoffeln mit Schinken, zum Nachtisch… Read more »

Conrath
Gast
Conrath

Lieber Wayne,

wir alle haben aber auch unseren Onkel R. in uns, besser oder schlechter verborgen oder besser oder schlechter durchschaut, das ist dann individuell sehr verschieden. Die vielen Onkel R.-Splitter wechselwirken dann auch noch weltweit in UNS miteinander.

Und es gibt auch Holundertee und biodynamische Limonade im Reform-Puff, damit kann sich mann dann allerdings schlechter die Situation schön trinken.

Ranma
Gast
Ranma

»Wenn ich aber auf Regierungs-Ebene „GEBEN, GEBEN, GEBEN, GEBEN, GEBEN ohne NEHMEN!“ betreibe – dann nennen wir das anerkennend einen tollen „Sozialstaat“ . . . ?«

Ganz sicher nicht. Es existiert kein Staat, der nicht viel mehr nimmt als er gibt. Andernfalls können Staaten weder entstehen noch fortexistieren. Auch ein noch so toller Sozialstaat gibt viel weniger als er nimmt.
Ranma

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . . Bitte nicht ALLES in den selben Eintopf verrühren, Ranma! . Ranma sagt: . “Es existiert kein Staat, der nicht viel mehr nimmt als er gibt.” . DAS ist unbestritten, Ranma! . Aber gemeint ist etwas ANDERES. . GEBEN & NEHMEN ist genauso einmalig & individuell wie Ihr FINGER-ABDRUCK oder Ihre DNA ! . Der Staat wirft ALLES in seinen großen Eintopf – um seine EIGENEN Geld-Entnahmen für seine EIGENEN Beamten, Dienst-Flugzeuge, Dienst-Wagen, Dienst-Gebäude, Dienst-Essen, Dienst-Flughäfen, Dienst-Bordelle, Dienst-Armeen, Dienst-Waffen und anderen SCHWACH-SINN zu TARNEN – DAS IST ABER NUR EINE OBERFLÄCHLICHE FACETTE DIESER KRIMINALITÄT. . Wenn Hans Mustermann… Read more »

Neo
Gast
Neo

Man kann es drehen und wenden wie man will, der Staat ist das Problem unserer Zivilisation. Seine unnachgiebige Lügenhaftigkeit, seine Machtgier und Kleptomanie sind noch seine besten Eigenschaften. “..was er redet, er lügt- und was er auch hat, gestohlen hat er’s .” (Friedrich Nietzsche)
Hier hat sich eine “Hilfsorganisation” aller Menschen bemächtigt und sie praktisch versklavt. Man wird dies nicht mit ein Reform verändern können- Lässt sich ein hungriges Raubtier von Vorschriften beeindrucken?

Ranma
Gast
Ranma

Neo schrieb: „Man kann es drehen und wenden wie man will, der Staat ist das Problem unserer Zivilisation.“ Drehen wir doch mal in diesem Sinn, was Karl Bernhard Möllmann schrieb: „Wenn Hans Mustermann Hartz IV, Wohngeld & medizinische Betreuung OHNE Gegenleistung erhält – weil er zum Beispiel noch nie gearbeitet hat, sondern in jungen Jahren als Einbrecher unterwegs war – DANN trifft auf ihn NEHMEN, NEHMEN, NEHMEN – OHNE GEBEN zu.“ Obwohl darin und im Rest des Kommentars viel Wahrheit steckt, müssen wir doch folgendes in die Überlegungen einbeziehen! Hans Mustermann war also in jungen Jahren als Einbrecher unterwegs. Offensichtlich… Read more »

Conrath
Gast
Conrath

@Neo & Ranma Der Staat ist …, …, …! ? Wem nützen einfache Polarisierungen? Der Staat ist Problem und Lösung in einem und zwar in unlösbarer Verbindung mit seinen Staatssubjekten, UNS allen (ein echter Antagonist). Weder der Verzicht auf kritische (Sach-/ Fach-)Bücherstudien, noch die Anwendung einfachster Menschenbilder (Zuschreibungen, die den Einzelnen in bestimmte Rollen fixieren) hilft da weiter. Vielleicht, nein sicher, ist es im ganzen gesehen auch mal erforderlich ein Nehmer zu sein, dafür gibt es dann Ausgleich in späteren Leben oder auch in Situationswechseln noch in diesem Leben, wo ein Exknacki oder eine Abzockerin plötzlich erlebt, wie er/ sie… Read more »

Pflegefall mit 25
Gast
Pflegefall mit 25

Das deutsche sog. “Sozial-System” gräbt sich (gotttsei Dank) mit jedem weiteren Tag das Wasser selbst ab: es ist höchstgradig de-konstruktiv und a-sozial, da es die Kernkompetenzen des Menschen-seine Motivationen- untergräbt und stilllegt-auch und gerade zum Schaden der bisherigen Nutznießer den Konzernen: neue Mitarbeiter, spätestens nach dem Gang durch die Bildungsgaskammer praktisch schon mit 25 -30 Lebensjahren als Pflegefälle(!!) par excellance in die Unternehmen. Auf “Arbeit” agieren sie dann wie Robot-Zombies-bloß nicht zuviel machen-stöhn-jammer-quasi als teure Vorform der total-Automatisierung. Alles krank!

Fichte
Gast
Fichte

Alle sozialistisch ausgerichteten Parteien (einschl. Frau Wagenknecht) und ihre Ableger in den Gewerkschaften sind in ihrer sogenannten Kapitalismuskritik solange nicht ernst zu nehmen, wie sie die Wurzel allen sozialen Übels nicht bekämpfen, nämlich das Schuldgeld-System auf Zinseszinsbasis. Zentralbanken waren eine Forderung von Karl Marx – was sie schon angerichtet haben und noch anrichten, dafür sind EZB, FED, BoE, BoJ usw. die besten Beispiele. Zitate Friedrich August v. Hayek (1899–1992, Österreichische Schule der Nationalökonomie): „Die Geschichte des staatlichen Umgangs mit Geld ist, mit Ausnahme einiger kurzer glücklicher Perioden, eine Geschichte von unablässigem Lug und Trug.“ „Sozialismus und Freiheit schließen einander definitionsgemäß… Read more »