So vertuschen die USA ihre Atomrisiken

Eine neue Studie warnt: Die USA sitzen auf einer Bombe unkalkulierbarer  atomarer Risiken. Die Blauäugigkeit im Umgang mit der Atomenergie ist eine der größten Gefahren für die US-Bevölkerung, schreibt JEAN PAUL in einem Gastbeitrag für GEOLITICO.

Reaktorunfall in den USA / Screenshot eines Videos im Text Reaktorunfall in den USA / Screenshot eines Videos im Text


Weltweit werden der Bevölkerung die Risiken der Atomenergie vorenthalten. Daran haben auch Fukushima und Tschernobyl nichts geändert. Es geht nicht allein darum, dass Atomreaktoren trotz der bekannten unbeherrschbaren Risiken gebaut werden. Die Unverantwortlichkeit dieses Handelns wird noch dadurch potenziert, dass die Reaktoren bewusst in Risikogebieten, also an großen Wasserquellen und in aktiven vulkanischen Erdbebenzonen entstehen. Ihre Standorte richten sich nach dem Preis für Gelände und optimalen Vertriebswegen.

In einer neuen Studie, über die das Globalresearch Center berichtet, werden große Flüsse wie der Mississippi sowie die Küsten Meeresküsten als Hauptrisikostandorte genannt.[1] Grund sind Gefahren durch Tsunamies oder auflandige Unwetter in Form gewaltiger Hurrikane, deren sintflutartigen Niederschläge in den großen Flüssen riesige Flutwellen erzeugen können.

Auch werden die Reaktoren leichtsinnig in der Nähe großer Ballungszentren errichtet, die sich wiederum an wirtschaftlich strategisch günstigen Stellen historisch entwickelten. Diese Standorte haben einen massiven wirtschaftlichen Vorteil, denn Stromtrassen kosten viel Geld, sowohl ihr Aufbau als auch die Wartung.

Wie gut sind US-Atommeiler? Nun, die Kernkraftwerke im japanischen Fukushima wurden nach US-amerikanischen Patenten errichtet. Diese entsprechen oft nicht den europäischen Sicherheitstandards, was zu dem durch ein schweres Erdbeben im März 2011 ausgelösten Desaster beigetragen haben dürfte. Bei vier Reaktoren drohte der Supergau, also die Megakernschmelze, die ganz Japan hätte radioaktiv verseuchen können. Schwachstellen diese Reaktoren sind unter anderem die Kühlpumpen, die Notstromversorgung und das eingesetzte Brennmaterial.[2]

In den USA sind derzeit 104 Atommeiler in Betrieb. 28 wurden abgeschaltet, 35 neue sind in Planung oder werden bereits gebaut.[3]

In ihrer Energiepolitik lassen sich die USA nicht von Fragen des Umweltschutzes und der Gesundheitsvorsorge leiten, sondern allein von den Kriterien Bedarf, Rentabilität und des Energiepreises für die Abnehmer. Schließlich müssen stromfressende und sparunwillige Industrien und gigantische Kaufhauszentren, riesige Server der Netzwerk- und Telekommunikationsbetreiber aber auch Haushalte, deren Klimaanlagen, Computeranlagen, Fernseher, Kühl- und Gefrierschränke in Großausführung Unmengen Strom verbrauchen, versorgt werden. Auch die glitzernden Metropolen mit ihren Infrastrukturen und auch die beliebten Vergnügungsparks saugen riesige Mengen an Strom aus dem Netz.

Ein weiterer Grund für die US-Atomenergie ist der Export dieser Anlagen. Der Energiehunger der globalen Gesellschaft und der scheinbar endlose Industrieboom garantieren ein gutes Geschäft. Die wirtschaftliche Gier dominiert über die Einsicht in umweltpolitische Innovationszwänge. Wissenschaftliche Erkenntnisse und behördliche Warnungen werden mittels Lobbyarbeit politisch unterbunden.[4] Abgesehen von einigen Umweltaktivisten stellt sich die Politik taub. Die betroffene Bevölkerung hat keine Chance, wirkliche Alternativen politisch durchzusetzen.

Mitschuld tragen hier wohl auch die großen US Medienportale, in denen die Atomproblematik nicht auftaucht. Ausnehmen sind die Huffington Post oder die Huntsville Times. Sie allerdings legen die Lage schonungslos offen.

Fazit: Die USA hat ihre eigene Superatombombe stets scharf im Schrank stehen. Die Blauäugigkeit im Umgang mit der „sauberen“ Atomenergie ist eine der größten Gefahren für due US-Bevölkerung.

Aber auch in Deutschland werden neue, vielversprechende Energietechniken wie die Nutzung der Freien Raumenergie bewusst verhindert. Claus W. Turtur musste seine bereits weit fortgeschrittenen Forschungen hierzu an der Hochschule „Ostfalia“ einstellen.[5]

 

 

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