Fast so gut wie Hans Sarpei

Vor dem Start: Karin Lachmann, Günther Lachmann und Anne Lachmann © GEOLITICO Vor dem Start: Karin Lachmann, Günther Lachmann und Anne Lachmann © GEOLITICO
Der Berliner Halbmarathon gehört zu den beliebtesten Lauf-Veranstaltungen weltweit. Beim 38. Halbmarathon waren 36.001 Teilnehmer am Start. So war’s mittendrin:

Im Grunde gilt ja für jeden Halbmarathon und Marathon: Dabei sein ist alles. Und wer schon etwas geübter ist, will zumindest mit einer Durchschnittszeit ins Ziel kommen. Als wir am vergangenen Sonntag inmitten von 36.001 Läuferinnen und Läufern beim 38. Berliner Halbmarathon starteten, waren nicht nur wieder einmal jede Menge sehr guter Läufer dabei, sondern auch der eine oder andere Prominente. Der Ex-Fußballer Hans Sarpei lief in Berlin seinen ersten Halbmarathon, auch Model und DJane Eva Padberg stand auf der Piste.

Enge Kurven

Vor dem Start: Karin Lachmann, Günther Lachmann und Anne Lachmann © GEOLITICO

Vor dem Start: Karin Lachmann, Günther Lachmann und Anne Lachmann © GEOLITICO

Der in Ghana geborene und seit dem dritten Lebensjahr in Deutschland aufgewachsene Sarpei war früher mal Fußballer. Er spielte für Bayer 04 Leverkusen und Schalke 04 sogar in der Championsleague. In Berlin kam er bei strahlendem Sonnenschein mit einer Zeit von 2 Stunden und 6 Minuten ins Ziel. Das ist weder eine gute noch eine schlechte Leistung. Aber sie ist vor allem für all die anderen Läufer ein Orientierungspunkt: Wie weit bin ich vom Leistungsvermögen eines Ex-Bundesliga-Profis entfernt?

Am Start war das Gedränge wie immer groß. Die meisten Läuferinnen und Läufer standen fast eine Dreiviertelstunde in der Menge, bevor sie die Startlinie überschritten. Wegen der vielen Teilnehmer konnten die Läufer nur schubweise ins Rennen gehen. Dennoch blieb das Läuferfeld bis zum Ziel sehr dicht, was das Laufen vor allem in engen Kurven zum Risiko machte. Das war in den Vorjahren anders. Offenbar steigt die Zahl guter Läufer.

35.000 Bananen verzehrt

Auch an den Wasserstationen wurde es eng. In 298.000 Trinkbechern nahmen die Teilnehmer rund 25.000 Liter Wasser auf die Strecke. Sie aßen 35.000 Bananen und gönnten ihren müden Muskel zum Schluss insgesamt 35 Liter Massageöl.

Den Sieg holte sich bei den Männern Erick Kiptaniu aus Kenia. Mit 58 Minuten und 42 Sekunden stellte er einen neuen Strecken-Rekord auf. Bei den Frauen machte Melat Kejeta, aus Äthiopien das Rennen. Ihre Zeit: 69 Minuten und 4 Sekunden.

Und wie liefen wir? Fast so gut wie Hans Sarpei: 2 Stunden 8 Minuten. Geht doch!

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1 Kommentar auf "Fast so gut wie Hans Sarpei"

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Wayne Podolkski
Gast

Wenn es in Berlin eventuell eines Tages aufgrund der ganzen No-Go Areas nur noch einen Viertel-Marathon gibt, nehme ich vielleicht auch dran teil.