Die Wiege der menschlichen Kultur

Moschee in Abu Dhabi / Quelle: Pixabay, linzenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/moschee-abu-dhabi-reisen-wei%C3%9F-615415/ Moschee in Abu Dhabi / Quelle: Pixabay, linzenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/moschee-abu-dhabi-reisen-wei%C3%9F-615415/

Wo entstanden die grundsätzlichen Ideen in der Mathematik, der Astronomie und der Medizin? Kurz, wo stand die Wiege unserer Kultur? Sie stand im Orient!

Wenn der moderne Mensch seinen Alltagsgeschäften nachgeht, wird kaum ein Gedanke daran verschwendet, wo die Wurzeln des heutigen Lebens mit all seiner Technik zu suchen sind. Wo und wann hat es angefangen? Wer hatte die grundsätzlichen Ideen in der Mathematik, der Astronomie, der Medizin und den weiteren Naturwissenschaften?

Oder ebenso den Geisteswissenschaften. Wer legte die Grundsteine für ein demokratisches Gemeinwesen, wer zeigte auf, was Recht und was Gesetz ist? Wer schrieb die ersten Lieder und Gedichte? All diese Punkte werden gerne verdrängt, schon deshalb, weil nicht wenige Länder, in denen die Erfinder der Zivilisation einstmals lebten, heute in einem teilweise recht desolaten Zustand sind.

Anfänge der Eisenverhüttung

Es ist nicht zu übersehen, die Unterschiede zwischen West und Ost sind beträchtlich. Während die Bürger der Industriestaaten ein durchaus als komfortabel zu bezeichnendes Leben führen, sind einige Regionen der damaligen Hochkulturen von Kriegen, Diktaturen und Mangelwirtschaft gekennzeichnet. Oftmals Länder, in denen das erste Gedicht verfasst wurde, in denen weitreichende medizinische Kenntnisse vorhanden waren oder in denen großartige Bauwerke zu einer Zeit errichtet wurden, als in Mitteleuropa nur einfachste Hütten standen.

Wenn heute beispielsweise in Europa ein Unternehmen im Edelstahlhandel tätig ist, kann es eine sehr große Palette unterschiedlicher Qualitäten und Formen anbieten. Die Ursprünge für die Fertigung von Edelstahl führen aber zum einen weit zurück in die Vergangenheit und zum anderen weit in den Osten.

Im heutigen Irak, in der Türkei und in Ägypten finden sich die Anfänge der ersten Eisen-Verhüttung vor rund 5000 Jahren, und der erste Stahl wurde vor über 3000 Jahren in der Levante erzeugt, in den östlichen Anrainerstaaten des Mittelmeeres, etwa Syrien, dem Libanon, Israel und Jordanien. Es sollte noch gute weitere 500 Jahre dauern, bis allein die Technik der Eisenverhüttung im deutschsprachigen Raum angewendet wurde.

Bedeutung für die moderne Gesellschaft

Das, was heute als Eisenzeit eine wichtige Ära der menschlichen Entwicklung war und ist, begann in Europa ungefähr vor 2800 Jahren, während sie im Nahen Osten schon tausende Jahre bestand. Ohne die Idee des in Vorderasien entwickelten Rennofens, der von den europäischen Eisenschmieden eins zu eins übernommen wurde, hätte die technische Entwicklung Europas vermutlich sehr viel später eingesetzt, und wer weiß, wie dann diese Entwicklung verlaufen wäre?

Kein anderes Metall besitzt eine so hohe Bedeutung für die moderne Gesellschaft wie das Eisen, das wiederum die Grundlage für Gusseisen, Stahl und Edelstahl bildet. Drei Materialien, die unsere Welt im wahrsten Sinne des Wortes zusammenhalten. Im Osten aus der Taufe gehoben um die Welt zu dem zu formen, was sie heute ist.

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15 Kommentare auf "Die Wiege der menschlichen Kultur"

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René
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Was hat diese Moschee in Abu Dhabi – gebaut von europäischen Ingenieuren und pakistanischen Sklavenarbeitern – mir der Hochkultur im Zweistromland zu tun???

Bruce+Wayne
Gast

Jaya Gopal
Gabriels Einflüsterungen
Eine historisch-kritische Bestandsaufnahme des Islam
Übersetzt und herausgegeben von Fritz Erik Hoevels
526 S., 4. verbesserte und erweiterte Auflage /

http://www.ahriman.com/buecher/gopal.htm

werner kkbrg
Gast
werner kkbrg

Zu diesem Thema gibt es ein interessantes Buch:“ Du und der Stahl“. Aus dem Jahr 1941, von Dr.Volkmar Muthesius.

Rosi
Gast
Na ja, ein bisschen lahm der Artikel. Die Wiege der menschlichen Kultur? Das, was wir meinen zu wissen, ist m.E. so gut wie nichts. Es gibt einfach zu viele Fragen, die bis heute unbeantwortet bleiben. Schauen wir doch nur beispielsweise auf die hochentwickelte Maya Kultur (Anfänge ca. 6000 v.Chr.; auch das ist nicht gesichert). Die Mayas errichteten riesige Städte, Pyramiden, Kanalisationssysteme, Straßennetze und hatten ein Wissen um Mathematik sowie Astrologie, über das wir heute nur staunen können. Sie kannten das Rad, hatten aber keinerlei uns bekannten Fahrzeuge (das Rad benutzten Sie, um Kinderspielzeuge herzustellen. Wozu haben Sie dann diese enormen… Read more »
HenP
Gast

Von Mohendjodaro am Indus ganz zu schweigen 25-50.000 alt und mit Städten und hochhäusern!

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann
. . . ZITAT @ Rosi: . „…ich gehe davon aus, dass das Wissen nicht einfach verschwunden ist, sondern dass wir es zur Zeit nur nicht abrufen können. Warum wir es nicht abrufen können? Das ist die Frage der Fragen!“ . Mit dem WISSEN ist es so wie mit dem Poesie-Gedicht des Eugen Gomringer – den die Berliner Alice-Salomon-Hochschule – von ihrer Fassade abkratzen, also ZENSIEREN lässt! . Derartige „HEXEN-JAGDEN“ & „HEXEN-PROZESSE“ gibt es ja nicht erst seit der irren „ME TOO-Bewegung“ in Hollywood – derartige VERFOLGUNGEN Anders-Denkender sind so alt wie die Menschheit – und ADOLF NAZI hat uns… Read more »
Anicea
Gast

@ KBM

„…wenn einmal die GEILE LUST auf die Vernichtung der anderen MEINUNG die Oberhand gewinnt,“

Was für eine Formulierung! Genau auf den Punkt.

Seance
Gast
Lieber Herr Möllmann, wie bei so vielen anderen „Erwachten“ stelle ich auch bei ihnen des öfteren fest, dass sie die Zeit von 33-45 ganz im Sinne des „Widersachers“ interpretieren, obwohl es tatsächlich die wohl letzte Möglichkeit gewesen sein dürfte, eine Welt der freien und souveränen Völker zu errichten. Richtigerweise gehen sie davon aus, dass wir in allen Bereichen desinformiert und manipuliert werden, aber die offizielle Geschichtsschreibung über diese Jahre glauben sie? Nur zu ihrer Erinnerung, da sie die „Protokolle“ ja auch regelmäßig verlinken, ein kleiner Auszug hieraus: „Die Anerkennung unseres Weltherrschers kann schon vor der endgültigen Beseitigung aller Verfassungen erfolgen.… Read more »
Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann
. . . ZITAT @ Seance: . „Lieber Herr Möllmann, wie bei so vielen anderen „Erwachten“ stelle ich auch bei ihnen des öfteren fest, dass sie die Zeit von 33-45 ganz im Sinne des „Widersachers“ interpretieren, obwohl es tatsächlich die wohl letzte Möglichkeit gewesen sein dürfte, eine Welt der freien und souveränen Völker zu errichten.“ . Erstens bin ich kein „Erwachter“ wie Sie behaupten – sondern wühle mich genauso durch die LÜGEN der angeblichen „Wissenschaft“, der Politik und vor allem der LÜGEN-Presse – und zweitens habe ich zwischen 33-45 nicht gelebt. . Daß ich Adolf Hitler „VERSTEHEN“ kann, und auch… Read more »
Klaus
Gast

Alles richtig! Das war vor der Erfindung monotheistischer Religionen und – besonders – vor der Geburt eines unsäglichen Propheten. Seitdem gehts dort nur noch bergab. Aus dem Osten kommt das Licht – meinte auch mal Lamya Khaddor – aber damit meinte sie ausgerechnet Mekka!

Sonnenkind
Gast
Na ja, in Gebrauch war Eisen wohl zuerst bei den indoeuropäischen Hethitern, zwar auf dem Gebiet des heute so genannten Anatoliens, allerdings ein paar tausend Jahre bevor dieses schöne Land von zentralasiatischen Turk- und anderen Raubnomaden-Stämmen okkupiert wurde (spätes Mittelalter, 12., 13. Jahrhundert, allmählicher Untergang des Byzantinischen Reiches). Die Nachfolger der Hethiter waren Phryger, Lyder, Perser, Kelten, Griechen, später auch Römer, sogar Slawen siedelten auf dem Gebiet der heutigen Nord-Türkei, jedenfalls allesamt indogermanische Völker. Historisch erst ganz spät kamen Türken und Araber in diese Gegenden. Die hethitsche Sprache ist dem Althochdeutschen sehr ähnlich – nur deshalb konnte sie zu Anfang… Read more »
Sirene
Gast

Ja, das ist alles richtig, selbst das Schwarzpulver wurde vor den Chinesen im Orient angewandt. Doch eine innovationsfeindliche Religion verwandelte eine Hochkultur in ein von Gewalt geprägtes Armenhaus. Folgt diese Entwicklung mit dem Bevölkerungstransfer aus dem Orient auch für Europa?

Trenton
Gast

Das ist weit vor der Erfindung des Islam passiert. Traurig das unter diesem religiösem Tyrannen das alles „vergessen“ wurde. Das komplette Wissen der Muslime steht im Koran und was dort nicht steht is „Haram“.

Unwichtig
Gast

Ohne den Islam wären das jetzt wunderschöne Länder mit einem blühenden Tourismus. Ob die sonstige Wirtschaft noch brummen würde, das ist fraglich. Griechenland war ja auch mal eine Weltmacht mit großartigen Forschern etc. Zum Glück ist Griechenland ein Land ohne Islam: Keine Kopftücher, keine Moscheen, kein Krieg usw. Dafür nette Menschen und eine europäische Kultur.

pagan
Gast
Ich schreibe sonst nicht viel, aber bei solcher Fehlinterpretation geschichtlicher Zusammenhänge, muß ich vehement widersprechen. Hier wird scheinbar wieder einmal der Islam gehuldigt, wo es nichts zu huldigen gibt. Das alte Wissen, das die Abasiden lange vor diesem Kriegtreiber und Verbrecher Mohamed mit seinem verfälschten Koran, im Almagest niederschrieben haben, stammt von den alten Griechen. Die Griechen hatten ihr Wissen vorwiegend von den Gnostiker. Platon selbst hat mehrere Jahre an der Bibliothek von Alexandria studiert und dürfte Hypathia noch selbst gekannt haben. Die Etrusker (babylonischen Priesterkaste) haben dann ca 50n.C. besagte Bibliothek dem Erdboden gleich gemacht…. Wer die Geschichte nicht… Read more »