„Spiegel“ kontra AfD-Kritik

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Der „Spiegel“ wehrt sich gegen AfD-Kritik, er habe eine Falschmeldung publiziert. Zwar löschte die AfD ihre Pressemitteilung, fühlt sich aber weiter im Recht.

Junge Parteien wie die AfD machen zuweilen Fehler. Aber auch Medien liegen manchmal falsch. Nun ist es zwischen der noch jungen AfD-Fraktion im Bundestag und dem „Spiegel“ zu einer Auseinandersetzung über eine „Spiegel“-Meldung zur jüngsten Sitzung des Bundestags-Hauptausschusses gekommen. Die AfD wirft dem „Spiegel“ vor, eine Falschmeldung verbreitet zu haben. GEOLITICO berichtete darüber. Der „Spiegel“ wiederum beharrt auf der Richtigkeit seiner Darstellung und wirft der AfD die Verbreitung von Falschmeldungen vor.

Konkret geht es um die im Hauptausschuss geführte Debatte über den ESM und damit über die Euro-Rettungspolitik. Am Montag hatte der „Spiegel“ berichtet, die AfD habe im Hauptausschuss des Bundestages im Einklang mit allen anderen Fraktionen das Darlehensvolumen und die Kapitalausstattung des europäischen Rettungsschirms ESM unter seinem Chef Klaus Regling im bisherigen Umfang für fünf Jahre verlängert. Will heißen, die als Anti-Euro-Partei gegründete AfD habe im Bundestag für den Euro-Rettungsschirm und damit Politik für den Euro gemacht.

GEOLITICO sollte Bericht löschen

Daraufhin wies die AfD diese Darstellung als „Spiegel-Ente“ zurück. In den vergangenen Tagen überprüfte der „Spiegel“ seine Recherchen nochmals. Doch auch danach hält er an seiner Darstellung fest und setzte durch, dass die AfD-Fraktion die Pressemitteilung zur „Spiegel-Ente“ von ihrer Homepage nahm. Anschließend forderte der „Spiegel“ freie Medien wie GEOLITICO schriftlich auf, die Berichte über die „Falschmeldung“ zu löschen. GEOLITICO antwortete dem Nachrichtenmagazin, es werde den Bericht nicht löschen, sondern den Vorgang weiter kritisch begleiten.

In einem Gespräch mit GEOLITICO erläuterte der zuständige „Spiegel“-Redakteur seine Erkenntnisse. Demnach beruhte seine Meldung auf den Sitzungsprotokollen 19.1 und 19.2 des Bundestag-Hauptausschusses. Darin sei eine Abstimmung „über die Refinanzierungsstrategie des ESM“ festgehalten, also darüber, wie viel Geld die einzelnen Länder in den ESM einzahlen müssen. Laut dem Protokoll 19.1 hätten einige AfD-Abgeordnete dagegen gestimmt.

Außerdem habe der Ausschuss über die Verlängerung des Darlehensvolumens von rund 700 Milliarden Euro und über die Kapitalausstattung von rund 500 Milliarden Euro für weitere fünf Jahre behandelt. Dazu heißt es nach Angaben des „Spiegel“-Redakteurs in den Protokollen, der Ausschuss „verzichtet auf eine Stellungnahme“. Folglich hätten auch die AfD-Abgeordneten nicht zu dem von ESM-Chef Klaus Regling gestellten Antrag kritisch oder gar ablehnend Stellung genommen. Durch den Verzicht auf eine Stellungnahme hätten die AfD-Abgeordneten ebenso wie die Abgeordneten der anderen Fraktionen dem Wunsch Reglings entsprochen. Nun kann der ESM kann weitere fünf Jahre unter gleichen Voraussetzungen weiterarbeiten.

Kenntnisnahme als Zustimmung?

Aber wollte das die AfD? „Nein“ sagt deren Abgeordneter Peter Boehringer und fügt hinzu: „Und wir haben auch nicht für die Fortsetzung des ESM und der Euro-Rettungspolitik gestimmt.“ Boehringer schildert den Sachverhalt anders als der „Spiegel“. Die AfD habe für die Refinanzierungsstrategie des ESM gestimmt, „da diese Anpassung Deutschland  entlastet“. Er halte dies aus Sicht des deutschen Steuerzahlers für völlig selbstverständlich.

Über den Wunsch des ESM-Chefs Klaus Regling, die Finanz- und Kreditausstattung des ESM für weitere fünf Jahre aufrecht zu erhalten, habe der Hauptausschuss nicht abgestimmt. „Der Ausschuss hat diesen Wunsch lediglich zur Kenntnis genommen“, so Boehringer. An dieser Stelle entzündet sich der Konflikt zwischen „Spiegel“ und AfD. Der „Spiegel“ vertritt die Auffassung, hätten AfD-Abgeordnete gegen den Regling-Antrag interveniert, wäre dies im Protokoll vermerkt und als ablehnende Haltung deutlich geworden. Eine solche Intervention oder Stellungnahme habe es jedoch nicht gegeben. Darum müsse man die „Kenntnisnahme“ als Zustimmung werten.

Boehringer hingegen sagt: „Eine Kenntnisnahme in eine Zustimmung umzudeuten, ist einfach nicht in Ordnung.“ Im Übrigen sei es „ein Unding, eine 1,2-Billionen-Entscheidung aus der Kenntnisnahme eines nicht von Fachpolitikern besetzten Ausschusses abzuleiten“. Boehringer wörtlich: „Wir hätten ,Nein’ sagen können, aber das hätte nichts geändert.“ Zu einer Abstimmung seien die Abgeordneten zu keinem Zeitpunkt aufgefordert worden.

Möglicherweise seien die in den Ausschuss beorderten AfD-Abgeordneten von dem Regling-Antrag überrumpelt worden. Die Fraktion habe erst am 13.12. damit gerechnet und für die kommende Sitzung bereits eine Stellungnahme angefertigt, sagte Boehringer. Jedenfalls bleibe die AfD die einzige Partei mit einer konsequent ablehnenden Haltung gegenüber der bisherigen Euro-Politik. Offen bleibt gleich wohl die Frage, warum nicht einer der AfD-Abgeordneten im Hauptausschuss auch nur eine einzige kritische Anmerkung zum Regling Vorschlag hinterlassen hat.

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Über Günther Lachmann

Günther Lachmann ist Journalist, Autor und strategischer Berater der Thüringer AfD-Fraktion. In seinen Beiträgen befasst er sich unter anderem mit dem Wandel des demokratischen Kapitalismus. Er veröffentlichte mehrere Bücher, zuletzt gemeinsam mit Ralf Georg Reuth die Biografie über Angela Merkels Zeit in der DDR: "Das erste Leben der Angela M." Kontakt: Webseite | Twitter | Weitere Artikel

39 Kommentare zu „Spiegel“ kontra AfD-Kritik

  1. hubi stendahl // 7. Dezember 2017 um 21:16 // Antworten

    „Boehringer wörtlich: „Wir hätten ,Nein’ sagen können, aber das hätte nichts geändert.“ Zu einer Abstimmung seien die Abgeordneten zu keinem Zeitpunkt aufgefordert worden.“

    Dümmer geht´s nimmer!!! Das ist kein Kinderspielplatz. Hier hätten die Beteiligten das Heft in die Hand nehmen müssen und auf einen Hinweis im Protokoll bestehen müssen. Und selbstverständlich hätte es etwas geändert, hätte man nein gesagt.

    Zitat:
    „Offen bleibt gleich wohl die Frage, warum nicht einer der AfD-Abgeordneten im Hauptausschuss auch nur eine einzige kritische Anmerkung zum Regling Vorschlag hinterlassen hat.“

    Es gibt ein Protokoll. Es tut mir Leid, aber wer so dämlich ist, hat das Ergebnis das die Hochleistungspresse dankbar aufgenommen hat, selbst zu tragen.

    Das schreibe ich nun zum dritten Mal. Wer nicht lernt, wird belehrt. So unterirdisch blöd kann man im Bundestag als einzige Oppositionspartei und auserkorener Gegner der Medien nicht agieren und schon gar nicht in den Ausschüssen.

    Es wird Zeit, dass die AFD-Abgeordneten kapieren, dass sie dort nicht sitzen um rund 13.000 € monatlich für´s Zeit absitzen zu kassieren, sondern eine Aufgabe haben, die im Parteiprogramm festgelegt wurde.

    Die einzige, die man derzeit dort ernst nehmen kann ist Alice Weidel, egal wie man emotional oder inhaltlich zu ihrer Vita steht. Sie weiß wenigstens
    worum es geht.

    In der derzeitigen Situation kann man nicht ein bisschen Flüchtling, ein bisschen Euro und ESM oder ein bisschen Demokratie wollen. In dieser Situation müssen klare Signale gesetzt werden, die sich am Parteiprogramm, im Rahmen der grundgesetzlichen Möglichkeiten orientieren.

    • „Wir hätten ,Nein’ sagen können, aber das hätte nichts geändert.“

      Vernuenftige Einstellung. Der Mann ist mir sympathisch.

      • @ fofo

        „Wir hätten ,Nein’ sagen können, aber das hätte nichts geändert.“

        Mit dieser Einstellung hätte der auch im Bett bleiben können oder gar nicht erst kandidieren müssen…

        „Vernuenftige Einstellung. Der Mann ist mir sympathisch.“

        Wie @ hubi stendahl schon sagte, der ist entweder dumm oder feige oder nur denkfaul. Nichts davon wirkt irgendwie sympathisch – auf die meisten Normalos.

      • @Anicea

        Warum so giftig ? Sie haetten doch auch im Bett bleiben koennen als zur Wahlurne zu gehen. Und bitte meine Kommentare nicht so ernst nehmen.

      • @ fofo

        Ich bin gar nicht giftig – heute jedenfalls nicht.
        Und gegen Sie? Wie könnte ich? 😉

        Allerdings finde ich das Rumeiern und Anbiedern der AfD-Figuren – gerade in Sachen Euro/Rettungsarien und ESM, extrem blöde und ärgerlich. Immerhin war doch gerade das ihr Gründungsmythos.

        Und NEIN, ich konnte einfach nicht im Bett bleiben, weil: das *Schicksal* meiner (nicht Ihrer) Heimat steht auf dem Spiel. 😛

      • Peter Boehringer // 8. Dezember 2017 um 17:00 //

        Zum inzwischen 10. Mal: Es gab keine Abstimmung zum ESM in diesem Ausschuss – wir halten unser Dementi zur Spiegel-Behauptung darum voll aufrecht. Es wird auch durch Wiederholung nicht richtiger. Das Ganze ist eine Posse. Wir haben nirgendwo für den ESM gestimmt, weil es schlicht keine Abstimmung GAB! Das ergibt sich direkt aus dem uns inzwischen vorliegenden Protokoll der Sitzung. Kann gerne zusenden.
        Peter Boehringer (AfD MdB)

      • „*Schicksal*“

        Das Schicksal sollte man doch nicht in fremde Haende legen. Davon mal abgesehen, die internen parteipolitischen und sonstigen Spielchen auf geolitico kennt man doch mittlerweile.

      • hubi stendahl // 9. Dezember 2017 um 09:38 //

        @Peter Boehringer

        Zitat:
        „Zum inzwischen 10. Mal: Es gab keine Abstimmung zum ESM in diesem Ausschuss – wir halten unser Dementi zur Spiegel-Behauptung darum voll aufrecht.“

        Müssten Sie sich nicht spätestens nach dem zehnten Dementi die Frage stellen, ob es nicht, AUFGRUND DES VERHALTENS DER AFD AUSSCHUSSMITGLIEDER, vorhersehbar war, dass dieses Verhalten erst zu den zehn Dementis führen MUSSTE?

        Dass der Spiegel mittlerweile zum transatlantischen Propaganda Blatt mutiert ist und selbst von Abonnenten mittlerweile kritisch gesehen wird, wie ich aus dem Bekanntenkreis und aus den verdeckten Kommentaren die es in die Veröffentlichung schaffen ablesen kann, ist mittlerweile flächendeckend klar. Das ist aber nicht der Punkt.

        Zitat:
        „Es wird auch durch Wiederholung nicht richtiger. Das Ganze ist eine Posse. Wir haben nirgendwo für den ESM gestimmt, weil es schlicht keine Abstimmung GAB!“

        Es geht nicht darum, ob es eine Abstimmung gab oder nicht; es geht darum, dass das Verhalten in der Ausschusssitzung die Grundlage für den verdrehten Spiegelartikel gab, was vorher erkennbar gewesen wäre. Bei „klarer Kante“ eben nie passiert wäre.

        Nochmal: Wenn sich Herr Schmidt in Brüssel bei den Glyphosat-Verhandlungen für die BRD zurückhält, kann es angesichts des vorher berechenbaren Ergebnisses als Zustimmung oder vorläufige Ablehnung gewertet werden. Die letzte reale Zustimmung durch Schmidt in Brüssel hat dann den Ausschlag für Bayer/Monsanto gegeben, sodass heute alle vorherigen Enthaltungen und Einwände ALLER beteiligten Parteien, als Zustimmung gewertet werden. So wird auch diese Ausschusssitzung in Zukunft als zustimmender Vorläufer in die Geschichte eingehen. Und die AFD war beteiligt.

        Das ergibt sich direkt aus dem uns inzwischen vorliegenden Protokoll der Sitzung. Kann gerne zusenden.
        Peter Boehringer (AfD MdB)

        Auf dieses Protokoll wäre ich sehr gespannt, denn es wird zeigen, dass hier Dilettanten in´s offene Messer gelaufen sind.

  2. Spiegel kennt GEOLITICO?
    ランマ

  3. Karl Bernhard Möllmann // 8. Dezember 2017 um 07:02 // Antworten

    . . .
    ZITAT @ Günther Lachmann:
    .
    „Der „Spiegel“ vertritt die Auffassung, hätten AfD-Abgeordnete gegen den Regling-Antrag interveniert, wäre dies im Protokoll vermerkt und als ablehnende Haltung deutlich geworden. Eine solche Intervention oder Stellungnahme habe es jedoch nicht gegeben. Darum müsse man die „Kenntnisnahme“ als Zustimmung werten.“
    .
    DAS ist halt die typisch perverse SPEGEL-Logik!
    .
    Hätte der selbe SPIEGEL-Redakteur eine angebliche „Dokumentation“ über eine angebliche „Gefangenen-Anhörung“ in Guantanamo geschrieben, dann hätte er ein paar ihm zuvor zugesteckte, scheinheilige Fang-Fragen des Kommandeurs pompööös wieder gegeben – und dann die zwei sorgfälig mittels Nebel-Kerzen zuvor präparierten, & völlig apathischen Parade-Häftlinge dahin gehend INTERPRETIERT – „SIE HÄTTEN „NICHTS“ GESAGT, SEIEN ALSO MIT ALLEM, RUND UM IHRE FOLTER, EINVERSTANDEN!“
    .
    DAS ist die typische Methode der LÜGEN-Presse – allen voran der SPIEGEL, um Leuten Worte in den Mund zu legen – die sie niemals GESAGT oder GEMEINT haben.
    .
    Allenfalls könnte man Hubi’s Sicht der Dinge vertreten – daß die geschundene, verleumdete & diffamierte AfD – JEDERZEIT & ÜBERALL mit derart unterirdischen ANGRIFFEN & FALLEN der Konkurrenz-Parteien RECHNEN müsse, denn der SPIEGEL selbst war ja sowieso NICHT dabei, ist also völlig einseitig auf die Aussagen der erbitterten FEINDE der AfD angewiesen . . .
    .
    Wie schon @ Ranma bemerkte – GEOLITICO ist der wahre Sieger in dieser typischen, weil schmutzigen SPIEGEL-Seifen-Oper – wo mal wieder LÜGEN, HALB-Wahrheiten & frei erfundene BEHAUPTUNGEN zum braun-roten SPIEGEL-Cocktail verrührt werden!

  4. Der Spiegel ist halt die deutsche New York Times oder Washington Post.Ein infames Elitenblatt.Sowas liest man nur noch gegen.Kenne den Feind!

  5. Wie ich beim ersten Artikel dazu schon schrieb: Die AfD hat – wie der Spiegel richtig geschrieben hat – einem Antrag zum ESM zugestimmt und das entgegen der sonst gerne laut heraus posaunten Parteilinie. Der Spiegel hat korrekt berichtet und die AfD versucht nun, sich irgendwie mit Haarspaltereien daraus zu winden. Passend aber, dass Geolitico mal wieder Lügenpresse spielt, aber mit dem Finger auf die Medien zeigt, die korrekt berichtet haben.

    • hubi stendahl // 8. Dezember 2017 um 13:01 // Antworten

      Das Wort zum Freitag von ™ Thomas Müller. Seines Zeichens gegen jeden und alles. Und das für nur 5,– € die Stunde.

      • Greenhoop // 8. Dezember 2017 um 13:14 //

        Ergänzend hier noch der Link:

        https://www.freitag.de/autoren/austerlitz1805

        Ein weiteres System(leicht)gewicht.

  6. Wen interessiert der Spiegel?
    Die AfD hat sich aus guten Absichten gegründet. Mir liegt es fern diese Partei für dumme Fehler zu kritisieren, während alle anderen vorsätzlich seit Jahren gegen das Wohl des deutschen Volkes agieren. Allein daher gebe ich dieser Partei einen Vertrauenvorschuss. Wenn die anderen seit Jahren für die größten Schweinereien verantwortlich zeichnen, werden bei der AfD aus Mücken Elefanten gemacht oder Probleme künstliche herbeikonstruiert…. das ist lächerlich.

    • hubi stendahl // 8. Dezember 2017 um 13:11 // Antworten

      ²Der Hofnarr“

      Zitat:
      „Allein daher gebe ich dieser Partei einen Vertrauensvorschuss.“

      Das ist der wichtigste Fehler, den ein Wähler machen kann.

      Sie können Ihrer Frau, Ihren Kindern oder Ihrer Mutter vertrauen. Einer Partei kann man nie vertrauen.

      Im Zusammenhang mit der Partei AFD ist zu bemängeln, dass sich zu viele ehemalige Parteimitglieder der CDU/FDP und zu viele Karrieristen in der Partei befinden, die viele wichtige Positionen bereits eingefangen haben.

      Wenn auch spekulativ, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass im Ausschuss Leute saßen, die genau diesem Anforderungsprofil entsprachen.

      Da es aber keine Alternative gegen die Einheitspartei gibt und wahnsinnige, wie Merkel und Schulz aufgehalten werden müssen, kann man sich mit dieser Partei kritisch auseinandersetzen, während man die anderen Parteien, anhand der Fakten, als volksfeindlich einstufen muss.

      Dann bin ich bei Ihnen. Dann ist der für eine gesellschaftliche Durchdringung erforderliche Mittelstand bei Ihnen. Ansonsten bleibt es eine Randerscheinung. In diesem Kontext sind die dummen Eskapaden in der Partei alles andere als Vertrauen erweckend.

  7. Vor ca. 15 Jahren habe ich mein Spiegelabo gekündigt, mit dem Hinweis man habe langsam das Gefühl die Artikel seien direkt vom Kanzleramt diktiert worden.
    Seitdem sehe ich immer wieder bestätigt dass mein Entschluss richtig war.
    Meiner Meinung nach ist das ein übles und stilloses Propagandablatt geworden.

    • MutigeAngstfrau // 8. Dezember 2017 um 14:04 // Antworten

      Volle Zustimmung.
      Allerdings noch mit der Ergänzung, dass aus dieser Blattsammlung transatlantischer Meinungsmache pseudointellektuelle Arroganz trieft wie Öl aus einem leckgeschlagenen Tank.
      So ekelhaft wie lächerlich, weil es nur zwei Erklärungen für die Auswürfe der Geistesblitzer dort gibt. Entweder sind sie zu blöd, die wahrhaften Zusammenhänge des Weltgeschehens inklusive Historie zu begreifen, oder zu korrumpiert, sich aus der Lügenmaschinerie apokalyptischen Ausmaßes zu befreien.

      Existenzangst wie Häusle-Abzahl-Mimimi zählt bei mir nicht. Habe es zweimal geschafft, (relativ) unabhängig zu werden, was sehr schwer war.
      Der Preis: Karriere im System. Der Gewinn: Geistesfreiheit. Unbeschreiblich gut. Danke dem Schöpfer dafür.

  8. Für Interessierte: „Spiritueller Adventskalender vom 1. bis 24. Dezember“ –

  9. Reichsdeutscher sagt // 8. Dezember 2017 um 14:55 // Antworten

    wer es noch immer nicht geschnallt hat Partei (VEREIN) hin oder her ob AFD oder XY es sind alle Systemlinge also Vorteilsnehmer und alle sind Mitesser teile und herrsche . Ist es denn so schwer sich hinter die Fichte führen zu lassen armer dummer Michel und Schlafschafe schläft doch weiter und vor allem schaltet eure verlorene Gehirne auf durchzug !!!!!!!!!!!!!

    • @Reichsdeutscher

      Im Grunde müssten die BRD-Repräsentanzen erlöschen und alle Institutionen in den
      Rechtsstaat überführt werden. BRD-Repräsentanzen engagieren sich im Sinne des
      alliierten Mandats, nicht im Sinne des Volkes, oder zum Wohle des Volkes.

      Um die Bevölkerung immer wieder zu täuschen, schmückten sich die Maskenträger
      (BRD-Repräsentanzen) in all den Jahren bereits mit vielen Farben…

      Deshalb werden die BRD-Repräsentanzen immer wieder gewählt, oftmals unbewusst,
      denn die meisten Menschen wissen nicht was sie tun, glauben aber sie täten das
      Richtige…

      Die BRD und ihre Repräsentanzen, ist wie ein Sack, mit dem man das völkerrechtliche
      Subjekt, welches durch seine natürlichen Rechtspersonen existiert, zu ersticken ver-
      sucht.

      Dies geschieht offenkundig dadurch, indem man den Deutschen ihre Rechte verwehrt,
      diese aber ohne Probleme in die Pflicht nimmt, wenn es darum geht, für alles und jeden
      die Zeche zu zahlen.

  10. Ich verstehe die Verwirrung nicht. Aus dem, was herr Boehringer sagt, ergibt sich klar, daß es keine Zustimmung seitens der AfD gegeben hat. Wenn der Spiegel das dennoch behauptet, produziert er eine Ente. Ausgerechnet Boehringer hat jahrelang gegen den ESM argumentiert.

  11. Heute auf Armstrong gefunden und vielleicht nochmals zur Erinnerung, was sie 1990 über den EURO bzw EZB sagte, ein wirklich amüsante Vorstellung (knapp 2 Minuten in englischer Sprache)

    https://www.youtube.com/watch?time_continue=98&v=5TPpuIslzG4

    Diese rücksichtslose PM die ich noch aus 1984 bei den Pit Strikes in übelster Erinnerung habe, aber hier lag sie richtig…und mußte bald danach gehen.

    • Peter Boehringer // 8. Dezember 2017 um 16:59 // Antworten

      Genau so ist es. Es gab keine Abstimmung – wir halten unser Dementi zur Spiegel-Behauptung voll aufrecht. Es wird auch durch Wiederholung nicht richtiger. Das ganze ist eine Posse. Wir haben nirgendwo für den ESM gestimmt, weil es schlicht keine Abstimmung GAB! Das ergibt sich direkt aus dem uns inzwischen vorliegenden Protokoll der Sitzung. Kann gerne zusenden.
      Peter Boehringer

  12. Berufslügner bezichtigen sich gegenseitig die Unwahrheit zu sagen – entzückend.

    Nicht unerwähnt lassen sollte man denjenigen, der mit seiner Unterschrift den Artikel und die Volksplünderung erst möglich gemacht hat.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article167817769/Was-
    Altbundespraesident-Gauck-den-Steuerzahler-kostet.html

    https://adamlauks.com/2013/07/04/der-pure-verrat-des-joachim-gauck/

  13. Meinen oberen Post habe ich geschrieben, ohne mich eingehender mit Peter Boehringer befasst zu haben. Nachdem ich das jetzt nachgeholt habe gestehe ich zu, einen groben Irrtum in der Beurteilung seiner Person begangen zu haben und entschuldige mich.

  14. @ Wayne Podolski

    Meinen oberen Post habe ich geschrieben, ohne mich eingehender mit Peter Boehringer befasst zu haben. Nachdem ich das jetzt nachgeholt habe gestehe ich zu, einen groben Irrtum ….

    Interessant….in nur 2 Stunden kommen Sie zu dieser neuen Erkenntniss.!….

  15. Die Darstellung von Herrn Boehringer, dass es keine Abstimmung gab wird wohl richtig sein. Allerdings muss man sich vorstellen wie es in solchen Ausschuessen zugeht. Die da sitzen wissen folgendes : sie haben in der Mehrzahl von der Materie keine Ahnung, die Experten haben gesagt es gibt keine Alternative sonst bricht alles zusammen, man erwartet von ihnen, dass eine Loesung gefunden wird welche den status quo erhaelt, man will nicht fuer den Zusammenbruch oder Verlust von Arbeitsplaetzen verantwortlich sein, man weiss dass die eigene Karriere am Verhalten haengt und was von einem erwartet wird. Die Folge es wird weder diskutiert noch abgestimmt sondern abgenickt.

    Die angebliche „freie Gewissensentscheidung“ der Repraesentanden ist wohl ein Mythos. Natuerlich haette man von einer Partei die sich mit dem Namen „Alternative“ schmueckt ein anderes Verhalten erwarten koennen, zumindest dass man eine Abstimmung zum Thema verlangt haette.

    Aber es ergibt sich noch ein anderes Problem. Schwerpunkt der AfD war in Anfangsphase der Widerstand gegen Euro, EU, ESM usw., er hat sich in der Folge auch dank geolitico mehr auf Abschottung und Islamhetze verschoben. Aber die erstgenannten stehen immer noch im Program. Die Entwicklung ist aber fortgeschritten, die finanziellen Risiken aus der Eurorettung sind gewachsen und die geopolitische Lage hat sich veraendert. Insofern waere es aus meiner Sicht besser auf eine Politik der Fundamentalopposition gegen Euro und EU zu verzichten um nicht gewissen Kraeften in die Haende zu spielen. Insofern war die „Enthaltung“ gar nicht so schlecht.

    • Abgesehen davon, daß es für mich kaum möglich ist, Ihren verqueren Gedanken zu folgen, würden Sie dennoch bitte die Güte haben darzulegen, was Sie genau im Hinblick auf die AfD unter Abschottung und Islamhetze verstehen.
      Immerhin gestehen Sie der AfD zu beim Thema EURO/Währungsunion komplett richtig gelegen zu haben. Vergessen wir nicht die gewaltigen Nazikeulen der Altparteien und Lückenmedien als die AfD auf die Vertragsbrüche bei der sogenannten Eurorettung hinwies.
      Genau das gleiche Schema läuft jetzt bei dem oktroyierten Thema illegale Einwanderung/Asylmissbrauch/Islamisierung ab. Auch hier weist die AfD vollkommenen zurecht auf die Rechtsbeugungen und gewaltigen Gefahren hin aber Leute wie Sie sprechen lieber von Hetze und Abschottung.
      Wer sich hier geistig abschottet ist glasklar und die Aufforderung zur Differenzierung oben, dürfen Sie als rein rethorisch betrachten…

      • Wem wollen Sie denn Ihre weissgewaschene Version der AfD verklickern, Version Alternative fuer Doofe? Die Gruender Lucke & Co waren sicher keine Neonazis. Denen hat man u.a. auf dieser Seite den Garaus gemacht. Sicher ist geolitico keine offizielle Parteiseite, aber zweifellos betreibt sie AfD-Parteipolitik und zwar anscheinend mit dem Ziel die Parteibasis immer weiter nach rechtsaussen zu draengen. Man haelt sich wohl fuer besonders schlau, weil man die extremistischsten Beitraege in den Kommentarbereich verlegt. Die brutal anti-islamische Hetze auf dieser Seite ist zwar geloescht aber nicht vergessen und hat sicher ihre Spuren bei einfachen Geistern hinterlassen. Und die geheimen Dienste sind bestimmt mit dabei.

      • Santiago // 9. Dezember 2017 um 16:04 //

        Was zu erwarten war..
        Muckefuck-Troll, Ihren verleumderischen Schwachsinn behalten Sie besser in Ihrem eingeschränktem Oberstübchen.

      • MutigeAngstfrau // 9. Dezember 2017 um 18:33 //

        Was dieser Freund unseres Frisösentrolls hier gelesen haben will, entspringt seiner recht einseitig ausgebildeten Phantasie.

      • @MuAF

        Natuerlich, natuerlich alles Phantasie, liegt in der Natur der Sache bei den Geheimen. Aber dass die Geheimen eine Vorliebe fuer die Braunen haben ist wohl Fakt.

        https://ueberwachungsbuerger.wordpress.com/tag/geheimdienst/

    • @Santiago

      Konsequent waere es, die AfD wuerde sich in eine echte Alternative und eine rechtsradikale NPD2.0 spalten. Dann wuesste man wenigstens wo man dran ist.

      • Neoliberale Menschenfeinde, die den Inländer bekämpfen, und Braune Menschenfeinde, die den Ausländer bekämpfen, passen gut zusammen. Nur falls die AfD noch andere Leute haben sollte, dann sollten die sich als echte Alternative abspalten. Das dürfte dann jedoch eine Art zweite Piratenpartei ergeben.
        ランマ

      • @Ranma

        Eigentlich hatten wir schon alles, CDU, FDP und NPD. Warum wir jetzt das Gleiche nochmal haben sollen nur mit 2.0 ist wohl nur im obigen Sinn interpretierbar. Alles aendern um nichts zu veraendern.

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