Wie lösche ich einen Schufa-Eintrag?

Jeder Deutsche kann seine Schufadaten leicht einsehen / Quelle: pixabay © Vi5-a-Vi5 (CC0 Public Domain) Jeder Deutsche kann seine Schufadaten leicht einsehen / Quelle: pixabay © Vi5-a-Vi5 (CC0 Public Domain)
Negative Schufa-Einträge können das Leben massiv beeinflussen. Darum sollte jeder wissen, ob über ihn solche Einträge vorliegen und wie er sie wieder loswird.

Wer bei seiner Hausbank ein Darlehen aufnehmen möchte und dabei auf Ablehnung stößt, hat wahrscheinlich einen negativen Schufa-Eintrag. Oft wissen Betroffene  nicht, welche Konsequenzen ein derartiger Vermerk mit sich bringt. Dabei kann so ein eintrag ernsthafte Folgen haben.

Was ist ein negativer Schufa-Eintrag?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) speichert sowohl positive als auch negative Einträge über alle in Deutschland lebenden Verbraucher. Positiveinträge sind übrigens in der Mehrzahl. Sie entstehen beispielsweise durch vertragsgemäß bezahlte Verträge bei Kreditinstituten, Leasing-Gesellschaften oder Mobilfunk-Anbietern. Negative Einträge werden registriert, wenn Kreditnehmer ihren Verpflichtungen nicht nachkommen und bei Vermerken in einem Schuldnerverzeichnis. Diese entstehen wiederum bei unbezahlten Rechnungen unterschiedlichster Art und wenn der Schuldner nicht auf die  Zahlungsaufforderungen des Amtsgerichts reagiert.

Banken sind bei der Bewilligung von Darlehen dazu verpflichtet, die Bonität des Antragstellers zu überprüfen. Die Schufa-Abfrage ist daher ein Standard-Verfahren, dem sich kein potenzieller Kreditnehmer entziehen kann. Wer jedoch in Geldangelegenheiten oberflächlich agiert, vergisst nicht selten, eine offene Rechnung zu bezahlen. In der Tat gibt es Menschen, die aufgrund anderweitiger Probleme nicht einmal die dann folgenden Mahnschreiben wahrnehmen und erst aufmerksam werden, wenn der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht. Oder eben, wenn die Bank einen dringend benötigten Kredit verweigert.

Wie finden Verbraucher heraus, ob sie negative Schufa-Einträge haben?

Jeder, der in Deutschland ansässig ist, hat das Recht, einmal im Jahr alle über ihn bei der Schutzgemeinschaft gespeicherten Einträge per kostenfreier Selbstauskunft abzurufen. Die schriftlich zu stellende Anfrage ist insbesondere dann empfehlenswert, wenn etwa Kreditverhandlungen für den Erwerb eines Autos oder Eigenheims anstehen.

Mittlerweile gibt es bei der Institution die Möglichkeit, sich für sogenannte Schufa-Pakete zu registrieren. Damit sind Verbraucher nach § 34 BDSG stets über Ihre Daten auf dem Laufenden. Alle Einträge sind für Registrierte online einsehbar, sowohl die negativen Vermerke als auch die positiven sowie sämtliche zur Person gespeicherten Daten. Über neu hinzugekommene Einträge wird per SMS oder E-Mail zeitnah informiert.

Negative Schufa-Einträge löschen lassen – so geht’s.

Zunächst sei gesagt, dass auch der Schutzgemeinschaft im Bezug auf die Zuordnung von Einträgen hin und wieder Fehler unterlaufen. Meist ist dies jedoch auf fehlerhafte Daten seitens der Kooperationspartner wie Banken, Mobilfunkanbieter und Internetshops zurückzuführen.

Falscheinträge lassen sich meist problemlos löschen, vor allem, wenn der Schutzgemeinschaft keine Fakten vorliegen, die auf ein wirkliches Verschulden hinweisen.

Ähnlich einfach sieht es bei geringfügigen Schulden aus, insbesondere bei nicht titulierten Forderungen. In der Regel muss die Schuld von höchstens 2.000 Euro vollständig bis maximal sechs Wochen nach der Meldung beglichen werden, damit der Eintrag ohne Wartezeit gelöscht werden kann. Vorausgesetzt, der Gläubiger bestätigt den Eingang der geschuldeten Summe.

Etwas komplizierter wird die Löschung einer titulierten Forderung. Sie entsteht, wenn ein Schuldner nicht auf Mahnschreiben des Gläubigers und auf den gerichtlichen Mahnbescheid reagiert. Aus dem dann folgenden Vollstreckungsbescheid resultiert die Zwangsvollstreckung, und die mündet oft im Offenbarungseid (eidesstattliche Versicherung).

Der damit verbundene Schufa-Eintrag kann nur gelöscht werden, wenn der Schuldner die offene Forderung vollständig bezahlt. Doch damit nicht genug:

  • Der Eintrag darf nur vom Amtsgericht entfernt werden.
  • Der Gläubiger muss zudem damit einverstanden sein.

Einträge ohne Titel können somit bei der Schutzgemeinschaft direkt, beim Gläubiger oder bei dem Inkasso-Unternehmen gelöscht werden, an welches die Forderung eventuell abgetreten worden ist. Bei titulierten Forderungen geht der Weg immer über das zuständige Amtsgericht.

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2 Kommentare zu Wie lösche ich einen Schufa-Eintrag?

  1. Toll.
    Wie verhält das sich mit den Zwangsgeldern der GEZ-Schergen ?
    Die haben die Allmacht durch Tarnung als Behörde sich ihre Vollstreckungen selbst zu bewilligen.
    Und dank geistiger Unfähigleit machen alle Behörden wie Fiskus, Gemeinden + Co willig dieses miese Spiel mit.
    Wie ist ein solcher Titulierte Eintrag zu entfernen ?
    Dieser Staat ist sowas von platt.

  2. Mich hat Ex-DDR-Merkel-Deutschland zum Schluss nur noch angekot***!
    Deswegen bin ich (studierte Fachkraft mit Fremdsprachenkenntnissen) ausgewandert!
    Auch das Drecks-Finanzamt ist mit der Zeit immer unverschämter und gieriger Geworden!
    Wie die Mafia! ICH habe gearbeitet! Die waren wie Zuhälter.

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