So lenkt der Vatikan die EU-Politik

Welche Rolle spielt der Vatikan? / Petersdom; Pixabay: https://pixabay.com/de/petersdom-rom-san-pietro-denkmal-2875093/ Welche Rolle spielt der Vatikan? / Petersdom; Pixabay: https://pixabay.com/de/petersdom-rom-san-pietro-denkmal-2875093/
Offensichtlich sieht das reaktionäre Papsttum im europäischen Gesamtstaat die Möglichkeit, ein „Heiliges Römisches Reich“ in neuer Form wieder aufzurichten.

Eine wesentliche Entwicklungslinie, die zum Beginn und zur weiteren Förderung der europäischen Einheitsstaats-Bewegung geführt hat, zieht sich von Richard Graf Coutenhove-Kalergi, Winston Churchill und dem US-Geheimdienst über das „American Committee for a United Europe“ (ACUE), zur „Europäischen Bewegung“, der „Union Europäischer Föderalisten“ (UEF) und den „Europarat“. Diese weitgehend vom CIA mitfinanzierten hauptsächlichsten Organisationen bilden den Humus, welche die heute bis zur EU entwickelte Brüsseler Organisation in Gang gebracht haben, weiter begleiten, fördern, unterstützen und vorantreiben.

Zentrales Motiv der angloamerikanischen Förderung eines europäischen Staates ist es, eine Entwicklung Deutschlands als unabhängige, selbständige Nation für die Zukunft auszuschließen. Dies ergibt sich schon aus einem Papier des amerikanischen Außenministeriums vom Februar 1949, in dem es hieß, dass die Besatzungsherrschaft nur aufgelöst werden sollte, wenn „ein angemessener Rahmen einer allgemeinen europäischen Union, in die Deutschland absorbiert werden kann“, existiere. Die Initiative für einen solchen Rahmen solle man aber den Europäern selbst überlassen und sie nur von außen unterstützen.[1] Die Initiative ist ja insbesondere von Coutenhove-Kalergi und Jean Monnet ergriffen worden. Aus den Erinnerungen von Hans-Dietrich Genscher geht hervor, dass die Fortführung der europäischen Integration zu einem Bundesstaat zu den Bedingungen der USA für eine Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung 1989 gehörte.

Der Einfluss Roms und Otto von Habsburgs

Eine zweite Linie geht vom „Heiligen Stuhl“ in Rom aus. Die Päpste und die ihr unterstehenden Kirchenoberen haben die von den weltlichen „Eliten“ betriebene Entwicklung zu einem europäischen Bundesstaat von Anfang an unterstützt. Eine der treibendsten katholischen Kräfte war Papst Pius XII. Nach der Gründung der EWG und der EURATOM am 25. März 1957 in Rom, die der 1951 in Paris gegründeten Montanunion zur Seite traten, kritisierte er auf dem Europa-Kongress, dass insbesondere die EWG noch keine eigentliche Gemeinschaft sei, weil ihr eine eigene Autorität fehle, die „wirkliche Gewalt“ besitze und Verantwortung trage. Er gab den politischen Akteuren die Aufgabe mit auf den Weg, „für eine Stärkung der Exekutive in den bestehenden Gemeinschaften zu sorgen und damit die Konstituierung eines einheitlichen politischen Organismus ins Auge zu fassen.“ Eine europäische Außenpolitik schien ihm schon damals möglich und nötig.[2]

Zu den intensiv in diesem Sinne für die Interessen der katholischen Kirche Wirkenden gehörte Otto von Habsburg, der 1912 geborene älteste Sohn von Karl I., des letzten, 1922 mit 35 Jahren im Exil in Portugal gestorbenen Kaisers von Österreich-Ungarn. Kaiser Karl wurde „von seinen Biografen einhellig eine tiefe Religiosität und bedingungslose Treue zur katholischen Kirche bescheinigt. Kritiker sehen in Karl einen ,Befehlsempfänger der Kirche’ (Brigitte Hamann), der als ,politischer Diener der Kirche’ sich sklavisch an die Vorgaben der Kirche gehalten und dadurch die Trennung von Staat und Kirche ignoriert hätte“. Aus Dankbarkeit wurde er am 3. Oktober 2004 „von Papst Johannes Paul II. in die Reihen der Seligen der römisch-katholischen Kirche aufgenommen. … Die Kirche würdigte durch ihre Entscheidung Karls Sicht des Herrscheramtes als „Heiligen Dienst“ und erklärte ihn zum Vorbild für politische Verantwortungsträger.“[3]

Entsprechend tief war auch sein Sohn Otto mit der Katholischen Kirche verbunden. „Seine Mutter erzog ihren Sohn auch nach dem Untergang der Doppelmonarchie und der 1921 in Ungarn beschlossenen Dethronisation der Habsburger zu einem römisch-katholischen Monarchen.“ (Wikipedia) Er war Ehren- und Devotions-Großkreuz-Bailli (ein herausragender Ritter) des „Souveränen Malteserordens“, einer katholischen Ordensgemeinschaft, die ein vorbildliches Leben nach den Lehren und Vorschriften der Kirche vorschreibt. Ebenso gehörte er dem „Orden vom Goldenen Vlies“ an, dessen Ziel die Erhaltung des katholischen Glaubens, der Schutz der Kirche und die Wahrung der unbefleckten Ehre des Rittertums ist.

Ab Mitte der 1930er Jahre setzte sich Otto von Habsburg innerhalb der „Paneuropa-Union“ an der Seite des Gründers Richard Graf von Coudenhove-Kalergi für die europäische Einigung, also einen europäischen Bundesstaat ein. Der römisch-katholische Laienorden „Opus Dei“ favorisierte ihn als künftigen Monarchen über ein vereintes katholisches Europa.[4] Von 1957 bis 1973 war er Vizepräsident der Paneuropa-Union, von 1973 bis 2004 als Nachfolger Kalergis Präsident und von 2004 bis 2011 Ehrenpräsident. (Wikipedia) Nachdem er 1978 neben der österreichischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hatte, war er von 1979 bis 1999 für die CSU Abgeordneter im Europäischen Parlament.

Als Gegner des Nationalsozialismus floh er 1940 in die USA. Er pflegte intensive persönliche Kontakte zu Präsident Franklin Roosevelt und insbesondere Winston Churchill, den er für das Nachkriegs- Konzept einer Donauföderation interessierte. Nach seinen Vorstellungen sollte auf dem Gebiet des früheren Österreich-Ungarns ein neuer monarchischer Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn nach dem Vorbild Belgiens entstehen, der zwei große Bevölkerungsgruppen vereinigte. Auch die Länder Bayern, Baden, Württemberg und Hohenzollern-Sigmaringen sollten als Monarchien wiederhergestellt und in einem so genannten „Süddeutschen Bund“ vereinigt werden. (Wikipedia)

Jòzef Retinger

Einen noch tiefer gehenden Einfluss übte der undurchsichtige Pole Dr. Jòzef Hieronim Retinger (1888-1960) aus. Er absolvierte die katholische (jesuitische?) St. Luke’s Catholic High School in Krakau[5] und schloss, nach Gerhard Wisnewski, das Noviziat des Jesuiten-Ordens in Rom ab, hängte allerdings wegen der „zu großen Hürde des Zölibats“ den Priesterberuf wieder an den Nagel.[6] Den Besuch einer katholischen Schule zu erwähnen, ist in unserem Zusammenhang nicht unwichtig, soll diese ihre Schüler doch im Geiste „katholischer Lehre und Praxis“ erziehen. Und die von den Jesuiten gegründeten Schulen und Universitäten sollen „Gewähr dafür bieten, dass kommende Generationen fest verwurzelt im katholischen Glauben heranwachsen – modern ausgedrückt, sicherten sie sich damit langfristig die kulturelle Hegemonie.“ (Wikipedia) Offensichtlich blieb Retinger auch Kirche und Orden weiterhin treu verbunden.

Während und nach seinem Studium der Literatur in Paris, Studien der Psychologie in München und der Ökonomie an der London School of Economics[7], kam er dank seines Förderers Graf Zamoyski mit zahlreichen führenden Leuten aus Kultur und Politik in Berührung. „Etwa zur selben Zeit beginnt er seine politische Karriere – allerdings gar nicht so konträr zu seinem ersten Wunsch, dem päpstlichen diplomatischen Dienst beizutreten“, schildert W. Chr. Taverne.[8] Im Ersten Weltkrieg gelang es Retinger, „Polen zu verlassen. Er trägt eine Reihe sehr wichtiger Dokumente und Briefe bei sich, unter anderen einen von Erzbischof Bilczewski an seinen Kollegen in Westminster (Kardinal Bourne). Des weiteren bekommt er Instruktionen von Bilczewski, und die Dokumente, die an Retinger übergeben wurden, tragen die Unterschriften von einigen 20 führenden polnischen Persönlichkeiten. Dank dieser Papiere ist Retinger in der Lage zu beweisen, dass er derjenige ist, der das Sagen hat, mit der vollen Handlungsvollmacht überall als ein Art polnischer Botschafter zu agieren.“

Seine Beziehungen zu führenden Persönlichkeiten der Westmächte führen nach W. Chr. Taverne dazu, dass er zur Verhandlungsdelegation des belgischen Prinzen Sixtus von Bourbon-Parma gehört, die Anfang 1917 geheim einen Separatfrieden mit Kaiser Karl I. von Österreich-Ungarn sondieren soll.

„Dies ist ein komplexes Thema, weil der so genannte Habsburg- oder Ledóchowski-Plan damit zu tun hat. Dieser Plan wollte für das Haus von Habsburg einen Staatenbund aus römisch-katholischen Ländern in Zentral- und Osteuropa arrangieren. Obwohl dieser Plan vom General der Jesuiten stammte, Graf Wladimir Ledóchowski (selbst ein Pole), so erwies er sich ebenso, der Traum des späteren Papst Pius XII. zu sein. Um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen, wurde Retinger zu einem der Verhandlungsführer, zusammen mit Prinz Sixtus von Bourbon-Parma und dem General der Jesuiten. Also machte sich Retinger auf, den General in seiner jesuitischen Festung zu besuchen, dem Schloss zu Zizers, nahe Chur. Da Graf Ledóchowski zu dem Freundeskreis von Retingers (früherem) Vormund gehörte, wurde er sehr freundlich empfangen, und darüber hinaus erwies er sich als der geeignetste Verhandlungsführer.“ (s. Anm. 8)

Während des Zweiten Weltkrieges wurde er einer der engsten Berater von General Sikorski, den Ministerpräsidenten der polnischen Exilregierung in England, der ihn den „Cousin des Teufels“ nannte. Nach dem Krieg setzte er sich intensiv für die europäische Integrationsbewegung ein und war 1947 maßgeblich an der Gründung der vom „American Committee for a United Europe“ geförderten „Europäischen Bewegung“ beteiligt, deren erster Generalsekretär er wurde und die 1948 den Haager Europa-Kongress in Den Haag organisierte, an dem unter dem Vorsitz Churchills über 700 Delegierte aus ganz Europa und Beobachter aus den USA und Kanada teilnahmen. Damit gelang die entscheidende Weichenstellung für die Gründung der Europäischen Bewegung. Auch die Gründung des bis heute außerordentlich einflussreichen „Europarates“ geht auf seine Initiative zurück. Schließlich entsprang auch die Gründung der „Bilderberger-Konferenzen“ seinen strategischen Planungen, für die er Prinz Bernhard der Niederlande als Vorsitzenden und Symbolfigur gewann. (Wikipedia)

Das Wirken Jòzef Retingers für eine staatliche Einigung Europas im Sinne des Vatikans, sozusagen für ein „Heiliges Römisches Europa“, war also noch ungleich grundlegender als das Otto von Habsburgs.

Im „Kreißsaal der EU“ in Rom

Die feierliche Unterzeichnungszeremonie der Gründungsverträge von EWG und EURATOM, den Vorläufern der EU, fand am 25. März 1957 im Palazzo die Conservatori auf dem Kapitol in Rom, im sala degli orazi e curiazi statt. Von den für die sechs Gründungsländer Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande unterzeichnenden Staatsmänner waren die meisten (K. Adenauer, Chr. Pineau, A. Segni, J. Luns) katholisch geprägt.

Der Saal ist mit seinen Wandmalereien der Erinnerung an die kriegerischen Ursprünge des Römischen Imperiums gewidmet. Die Statuen zweier Päpste dokumentieren in geistiger Nachfolge des Imperiums den Machtanspruch der römisch-katholischen Kirche über die Seelen der Menschen. Nach der Erhebung des Christentums zur römischen Staatsreligion im 4. Jh. hatte die römische Kirche Struktur und juristische Denkweise des zerfallenden römischen Imperiums angenommen, der Bischof von Rom war mit Hilfe der Macht der römischen Kaiser gegen den Widerstand der meisten anderen Bischöfe zum Oberhaupt (Papst) aufgestiegen und hatte von den Kaisern das Amt des Pontifex Maximus, des obersten Priesters, übernommen. Die Auswahl des symbolträchtigen Ortes war sicher kein Zufall, sondern gezieltes Arrangement.

Auch die Unterzeichnung des „Vertrages über eine Verfassung für Europa“, der die EU bereits in einen Quasi-Bundesstaat erheben sollte[9], fand 47 Jahre später, am 29. Oktober 2004, feierlich in diesem Saale statt, den die Süddeutsche Zeitung daher in wohlwollender Flapsigkeit als „Kreißsaal der EU“ bezeichnete. Dabei ist nicht unwesentlich, dass diese Verfassung maßgeblich unter der Leitung des Jesuitenzöglings und früheren französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing entworfen wurde, der wie Otto von Habsburg „Ehren- und Devotions-Großkreuz-Bailli des Malteserordens“ ist.[10]

Die unterzeichnenden Staatsmänner saßen direkt unter der mächtigen, überlebensgroßen Statue des Papstes Innozenz X., der gleichsam seine segnende rechte Hand über sie ausstreckt.

Innozenz X. war Papst von 1644 – 1655. Als 1648 der Dreißigjährige Krieg – für die katholische Kirche praktisch erfolglos – mit dem Westfälischen Frieden beendet wurde, der den Herrschafts- und Einflussbereich der Protestanten festschrieb, wandte sich Innozenz mit aller Schärfe dagegen und verweigerte als einziger die Unterschrift unter den Friedensvertrag. Europa sollte katholisch bleiben und nicht teilweise unter protestantische Herrschaft geraten. Der Papst erklärte in einem Schreiben „Zelo domus Dei“ „kraft Apostolischer Machtvollkommenheit den Artikel des Westfälischen Friedens für nichtig, ungültig, unbillig, ungerecht, verdammt, verworfen, vergeblich, der Kräfte und Erfolge entbehrend für alle Zukunft, niemand sei zu ihrer Einhaltung verpflichtet.“ (Wikipedia)

Die unterzeichnenden Staatsmänner blickten genau gegenüber auf die gleichfalls übermächtige Statue von Papst Urban VIII. (1623 – 1644), des unmittelbaren Vorgängers von Innozenz X. Papst Urbans unerbittlicher Vernichtungswille der deutschen Protestanten kam anlässlich der Verwüstung Magdeburgs am 20. Mai 1631 durch die Truppen der katholischen Liga zum Ausdruck. Es war zu tagelangen Raubzügen, Vergewaltigungen und Gewalttaten gekommen, bei denen mehr als 20.000 Bürger getötet wurden.

In ganz Europa war man über dieses Massaker entsetzt, und es gilt als das größte und schlimmste während des Dreißigjährigen Krieges. Es hieß, die Taten und der Schrecken seien in ihrer Entsetzlichkeit ´nicht in Worte zu fassen und nicht mit Tränen zu beweinen`. Papst Urban VIII. hingegen verfasste am 24. Juni 1631 ein Schreiben, in dem er seine Freude über die „Vernichtung des Ketzernestes“ zum Ausdruck brachte.“ (Wikipedia)

Was drückt sich in dieser Symbolik aus?

Aus der Ich-Kraft und dem Freiheitsimpuls Mitteleuropas erhob sich mit der Reformation die größte Rebellion gegen den religiösen Herrschaftsanspruch des Papsttums. Zwar geht von der verflachten Evangelischen Kirche von heute keine Gefahr mehr für Rom aus, aber man weiß, dass in dem Geistesstreben der Deutschen, wie es in der deutschen Klassik, Romantik und Philosophie des Idealismus besonders zum Ausdruck kam, nach wie vor die größte Gegnerschaft schlummert. Goethe ließ repräsentativ den Faust dieses Streben aussprechen: Dass ich erkenne, was die Welt / Im Innersten zusammenhält, / Schau alle Wirkenskraft und Samen, / Und tu nicht mehr in Worten kramen.“ Alle Wirkenskraft ist aber geistig und gründet im Göttlichen, das sonst dem Bereich der Religion angehört. Doch dieses Streben zielt danach, die Grenzen von Religion und Wissenschaft aufzuheben, so dass der Philosoph Schelling formulierte: „Die deutsche Nation strebt mit ihrem ganzen Wesen nach Religion, die mit Erkenntnis verbunden und auf Wissenschaft begründet ist.“

Damit wird der Priester als Vermittler zwischen irdischer und göttlicher Welt überflüssig. Das ist schon in Luthers Tat veranlagt, der die jedermann zugänglichen Evangelien über die Dekrete des Papstes stellte. Daher wird auch Rudolf Steiner, der in Anknüpfung an den deutschen Idealismus in der von ihm entwickelten Anthroposophie einen wissenschaftlichen Weg zur Erkenntnis der geistig-göttlichen Welt, eine Geistes-Wissenschaft begründete, von der katholischen Kirche auf allen Ebenen bekämpft. Im unmittelbaren Verhältnis jedes Menschen zur göttlich-geistigen Welt liegt die größte existenzielle Bedrohung der Kirche. Ein unabhängiges Deutschland mit einem freien Geistesleben muss daher verhindert und in einem europäischen Bundesstaat gebunden oder gar absorbiert werden.

Die 60-Jahr-Zeremonie

Die EU befindet sich gegenwärtig in einer schweren Krise, die einen besonders dramatischen Ausdruck in der Austrittserklärung Großbritanniens gefunden hat. Was lag da näher, als am 25. März 2017, dem 60. Jahrestag der Unterzeichnung der römischen Verträge, zusammenzurücken und im selben Saal in Rom die Gründungsideale erneut zu beschwören. Die Regierungschefs der verbleibenden 27 EU-Staaten unterzeichneten feierlich eine Erklärung, die das Versprechen der EU auf Frieden, Freiheit und Wohlstand erneuern soll. „Heute erneuern wir in Rom unser einzigartiges Bündnis freier Nationen, das vor 60 Jahren von unseren großartigen Vorgängern ins Leben gerufen wurde“, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk. „Sie hatten den Mut des Kolumbus, unbekannte Gewässer zu besegeln, eine neue Welt zu entdecken.“[11]

Am Abend zuvor war man von Papst Franziskus in Audienz empfangen und eingestimmt worden. Er sparte nicht mit Kritik und Ermahnungen.

Sechzig Jahre später nach Rom zurückzukehren darf nicht bloß eine Reise in die Erinnerungen sein, sondern ist vielmehr das Verlangen, das lebendige Gedächtnis jenes Ereignisses wiederzuentdecken, um dessen Bedeutung in der Gegenwart zu verstehen. … ´Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft`, bekräftigte (damals) der luxemburgische Premierminister Bech, ´wird nur dann leben und erfolgreich sein, wenn sie in ihrem Bestehen dem Geist europäischer Solidarität, der sie geschaffen hat, treu bleibt und wenn der gemeinsame Wille des entstehenden Europas mächtiger ist als die nationalen Willensbestrebungen.` Dieser Geist ist angesichts der zentrifugalen Kräfte wie auch der Versuchung, die Gründungsideale der Union auf produktive, wirtschaftliche und finanzielle Erfordernisse zu reduzieren, heute höchst notwendig. …
Europa findet wieder Hoffnung in der Solidarität, die auch das wirksamste Heilmittel gegen die modernen Formen des Populismus ist. Die Solidarität bringt das Bewusstsein mit sich, Teil eines einzigen Körpers zu sein, und schließt gleichzeitig die Fähigkeit eines jeden Gliedes mit ein, mit dem anderen und dem Ganzen zu ´sympathisieren`. … Die Formen von Populismus hingegen sind eben Blüten des Egoismus, der in einen engen und erdrückenden Kreis einschließt und nicht zulässt, die Enge der eigenen Gedanken zu überwinden und darüber hinaus zu sehen. Man muss wieder beginnen, europäisch zu denken, um die gegensätzliche Gefahr einer grauen Uniformität oder des Triumphs der Partikularismen abzuwehren. …
Meinerseits kann ich nur versichern, dass der Heilige Stuhl und die Kirche ganz Europa nahe ist. An seinem Aufbau hat die Kirche stets mitgewirkt und wird immer mitwirken. Dazu bittet sie für Europa um den Segen des Herrn, damit er es beschütze und ihm Frieden und Fortschritt schenke.“[12]

Mit dem positiven Begriff „Europa“ ist natürlich das Konstrukt der Europäischen Union gemeint, womit suggeriert wird, beide als identisch aufzufassen. Aus den Worten des Papstes wird der Wille zu einem europäischen Gesamtstaat, einem einzigen Körper, deutlich, in dem sich die Einzelstaaten mit ihren nationalen Willensbestrebungen einfügen und unterordnen sollen. Denn diese zentrifugalen Kräfte seien heute verführerischer Populismus, der nichts anderes als beschränkter nationaler Egoismus bedeute, dem der notwendige Weitblick fehle.

Die hierarchische Ordnung

Die römisch-katholische Kirche hat eine streng gegliederte Priesterhierarchie, die sich über den Gläubigen auftürmt und deren Verhältnis zur göttlichen Welt regelt und bestimmt. In ihrem Anspruch auch auf weltliche Herrschaft greift sie im Grunde auf die Form altorientalischer und altägyptischer Theokratien zurück, in denen der gottgleich verehrte oberste Priester zugleich oberster weltlicher Herrscher, absoluter Monarch war. Eine Karikatur dieses Strebens ist im Vatikanstaat erhalten geblieben, „einer absoluten Wahlmonarchie, deren Monarch der Papst ist.“ (Wikipedia)

In der geschichtlichen Folge waren aber die Theokratien in den religiösen Teil der Kirchen und den weltlichen Teil der Monarchien auseinandergebrochen, wobei beide die unmittelbare Einsetzung und Legitimation durch die göttliche Welt geltend machten. Mit der Konkurrenz der Könige und Kaiser „von Gottes Gnaden“ musste sich die römische Kirche auseinandersetzen. Das ganze Mittelalter ist von diesem Kampf gekennzeichnet, in dem das Papsttum stets die oberste göttliche Legitimation behauptete und von Karl dem Großen an auch zumeist die Einsetzung und Krönung der weltlichen Herrscher des „Heiligen Römischen Reiches“ als erneuertes römisches Reich durchgeführt hat. Schon an der Wahl waren die „Fürstbischöfe“ der Kirche, die zugleich weltliche Landesherren waren, als Angehörige des Standes der Kurfürsten beteiligt. Die römische Kirche durchsetzte das weltliche Reich und übte auf Adel und Volk einen allgegenwärtigen Einfluss aus.

Reformation und Ende des „Heiligen Römischen Reiches“ waren ein schwerer Schlag für die Macht der römischen Kirche. Offensichtlich sieht das reaktionäre Papsttum in einem europäischen Gesamtstaat die Möglichkeit, ein „Heiliges Römisches Reich“ in neuer Form wieder aufzurichten, das natürlich unter den modernen Gegebenheiten einer demokratischen Fassade bedarf. Dahinter handelt es sich aber um ein hierarchisches System von Institutionen, die von einem neuen „politischen Adel“ beherrscht werden, der von Mitgliedern oder Sympathisanten der Kirche durchsetzt sind und die Impulse der Kirchen bewusst oder unbewusst realisieren. Den Bürgern ist eine gesellschaftlich wirksame Mit- und Selbstbestimmung in der EU genauso verwehrt wie den Gläubigen die religiöse Selbstbestimmung in der römischen Kirche.

Es handelt sich um die wüsteste Reaktion gegen die vom wahren Christentum impulsierte Entwicklung der Menschheit zu Freiheit und Selbstbestimmung. Die angeblich christliche römische Kirche arbeitet der zentralen Verheißung und dem damit verbundenen Auftrag Christi entgegen:

„Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“[13]

 

Nachbemerkung:

Es passt in den Zusammenhang des Themas, dass der neue französische Präsident Emmanuel Macron, der zwei Tage nach der deutschen Bundestagswahl weitere Kompetenzübertragungen auf die EU durch einen eigenen Eurozonen-Haushalt mit Ministerium, einen EU-Verteidigungs-Etat und eine europäische Asylbehörde forderte, ebenfalls Jesuitenschüler ist. „Aus einer nichtreligiösen Familie stammend, ließ sich Macron als 12-Jähriger bei Eintritt in die Jesuitenschule La Providence (in Amiens) auf eigenen Wunsch katholisch taufen.“ (Wikipedia). Er besuchte diese Schule bis zum 17. Lebensjahr.

 

Anmerkungen

[1] Zitiert nach Andreas Bracher: Europa im amerikanischen Weltsystem, Basel 2001, S. 86

[2] Zitiert und referiert nach: Heinz Hürten: Papst Pius XII. und die Einigung Europas, in: Heinz Duchhardt u.a. (Hrsg): Die europäische Integration und die Kirchen, Teil 1, 2010, S. 31

[3] http://www.habsburger.net/de/kapitel/die-seligsprechung-kaiser-karls-i

[4] https://caroimchaos.wordpress.com/tag/josef-retinger/

[5] https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=pl&u=http://orwellsky.blogspot.com/2012/06/polski-tworca-grupy-bilderberg-jozef.html&prev=search

[6] Referiert nach: http://vatikanische-nwo.blogspot.de/search/label/J%C3%B3zef Retinger

[7] wie Anm. 6

[8] zitiert nach Anm. 7

[9] Diese „Verfassung“ ist dann zwar durch die Volksabstimmungen in Frankreich und Holland gescheitert, mit dem „Lissabon-Vertrag“ aber, der angeblich in den beiden Ländern keiner Volksabstimmung bedurfte, inhaltlich zu 90 % doch eingeführt worden.

[10] Vergl. Wikipedia

[11] https://www.merkur.de/politik/eu-jubilaeumsgipfel-zur-feier-roemischen-vertraege-vor-60-jahren-begonnen-zr-8010721.html

[12] https://fassadenkratzer.wordpress.com/2017/01/05/luthers-rebellion-und-die-protestanten-heute/

[13] Johannes-Evangelium Kap. 8, Vers 32

Print Friendly, PDF & Email
Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

52 Kommentare zu So lenkt der Vatikan die EU-Politik

  1. hubi stendahl // 30. Oktober 2017 um 11:05 // Antworten

    „Die angeblich christliche römische Kirche arbeitet der zentralen Verheißung und dem damit verbundenen Auftrag Christi entgegen:

    „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

    „Mk 4,11: Und er sprach zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben, jenen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil, so dass sie es mit sehenden Augen sehen, und doch nicht erkennen, und mit hörenden Ohren hören, und doch nicht verstehen,……………..“

    Ich stelle die Behauptung auf, dass nicht einmal ein Prozent die Gleichnisse aus den teilweise verfälschten und erfundenen Evangelien, Petrus- und Paulusbriefen, verstanden hat. In Zeiten des Materialismus sind sie dazu gar nicht mehr in der Lage.

    Die Wahrheit, die der Nazarener früher oder später als nicht mehr unterdrückbar ansieht, hat er wohl bewusst ohne Zeitrahmen gelassen, denn mit der Lüge leben wir bereits 3200 Jahre. Ich sehe angesichts der Verbildung und des Gegeneinanders keinen Grund, warum es nicht weitere tausend Jahre so weitergehen soll?

    Danke für den Artikel der bestätigt, dass wir nach dem Muster „ordo ab chao“ in eine weitere widernatürliche Epoche geschickt werden sollen.

    http://freimaurer-wiki.de/index.php/Traktat:_Ordo_ab_Chao

    • @hubi
      „Ich stelle die Behauptung auf“, so formulieren Sie in ihrem Kommentar in vertrautem Welterklärer-Duktus, „dass nicht einmal ein Prozent die Gleichnisse aus den teilweise verfälschten und erfundenen Evangelien, Petrus- und Paulusbriefen verstanden hat.“
      Eigentlich nur wieder ein typischer Stendahl-Satz, der in seiner lächerlichen Überheblichkeit beispielhaft die Herrenreiter-Mentalität seines Verfassers veranschaulicht. Im Grunde würde es ja ausreichen, sich von dieser blasierten Prediger-Karikatur abzuwenden und diesem Geschwafel keine weitere Bedeutung zuzubilligen.

      Doch zugleich ist dieser Satz ein Beispiel dafür, auf welch verqueren Denke ein Großteil der geolitico-Ideologie (die ja maßgeblich aus den Predigten dieses schnarrenden Gernegroß erwachsen ist) tatsächlich basiert.

      Während jemand wie hubi in politischer Hinsicht noch moderat von „90 % Schlafschafen“ ausgeht, die „nichts verstehen und nichts verstehen wollen“, sind es im Bibel-Kontext dann gleich 99%, die nichts kapieren, und die allenfalls darauf hoffen können, dass Ihnen der Erleuchtete aus Stendal den Weg weist.

      Unabhängig vom Debattengegenstand ist die Stoßrichtung immer gleich: alles Deppen, außer hubi!
      Und immer erwächst aus der „Verbildung“, „Manipulation“, „Verblödung“ und „Gehirnwäsche“ ALLER ANDEREN die logische Konsequenz, dass a) eigentlich nur einer checkt, was gespielt wird (…) und dass b) „Bürgerkrieg“ und „Volksvernichtung“ unmittelbar bevorstehen bzw. dass „wir in eine weitere widernatürliche Epoche geschickt werden sollen“.

      Zeit für einen Aufstand der Anständigen auf geolitico!

      • „dass nicht einmal ein Prozent die Gleichnisse aus den teilweise verfälschten und erfundenen Evangelien, Petrus- und Paulusbriefen verstanden hat.“

        Ja @bullterrier. Solche Formulierungen muss man sich mal auf der Zunge vergehen lassen, hochtrabendes, aber komplett sinnfreies, Geschwafel um den Poebel an der Nase herum zu fuehren. Soll natuerlich keiner merken, deshalb gleich der Aufruf von den Koffertraegern den „Systemling“ zu sperren.

      • Greenhoop // 30. Oktober 2017 um 15:40 //

        Soll natuerlich keiner merken, deshalb gleich der Aufruf von den Koffertraegern den „Systemling“ zu sperren.

        …sprach der Kofferträger des Systemlings und der Rubel rollte…

      • Bullterrier // 30. Oktober 2017 um 16:01 //

        Danke,
        @fofo,
        für den sittlichen Beistand!
        Es ist in der Tat extrem befremdlich, dass auf einer Seite, auf der andauernd „Manipulation“ und „Gehirnwäsche“ gewittert wird (insbesondere natürlich durch h_s!), offenbar keiner die Art der Massenhypnose erkennt, die ein gewisser h_s hier betreibt!

        Ernstgemeinte Frage:
        Warum lasst ihr das mit euch machen?

      • Greenhoop // 30. Oktober 2017 um 16:16 //

        Das haben sie sich wirklich verdient, die Systemlinge. Im Übrigen bitte vielmals um Entschuldigung Richtung Herrn Ludwig und seinem erneut tollen Artikel, aber ich konnte einfach nicht umhin…

        Der eindimensionale Mensch: Invasion linker Zombies

        Als Herbert Marcuse 1964 sein Buch „Der eindimensionale Mensch“ [One Dimensional Man] veröffentlicht hat, war das Buch zunächst ein eindrückliches Zeugnis von Marcuses Fehlrezeption dessen, was er als Positivismus erkannt zu haben glaubte. Davon ausgehend bestand Marcuses Hauptanliegen darin, die Beschreibung oder Analyse empirischer Fakten mit der Bewertung der Fakten oder Analyse der Fakten zu verbinden. Viele, Wissenschaftler vor allem, so Marcuse, würden sich auf die Beschreibung und Analyse von Fakten beschränken und sich vor deren Bewertung drücken. Die vermeintlichen Drückeberger galten ihm als „eindimensional“ – wie gesagt, Marcuse hat einen imaginierten Gegner bekämpft, denn das, was er als Positivismus bezeichnet hat, gab es in der von ihm bezeichneten Weise nie.

        Mehr als 50 Jahre nach Marcuse gibt es nun tatsächlich eine Eindimensionalität zu bewundern. Witziger Weise unter denen, die man als Jünger Marcuses ansehen kann, unter den Linken, die sich für intellektuell halten – warum? Das weiß außer ihnen zumeist niemand.

        Die neue Eindimensionalität beschränkt sich auf die Bewertung. Die Verbindung von Fakten, Analyse der Fakten und deren Bewertung, sie ist nun wirklich abhanden gekommen. Das neue eindimensionale Denken zeichnet sich durch eine vollkommene Ignoranz gegenüber oder Ablehnung von Tatsachen aus. Entstanden ist eine Klasse linker Zombies, die ihre Bewertung von Dingen zum alleinigen und empirischen Fakten nicht zugänglichen Maßstab erhoben hat.

        Die Invasion dieser neuen linken Zombies, sie hätte Marcuse entnervt, soviel steht fest, denn obwohl er nicht unbedingt ein Philosoph mit besonderem Hang zur Empirie war, so war ihm doch der Wert, die Bedeutung der Empirie, der Tatsachen, die uns umgeben, sehr wohl bekannt.

        Die neuen linken Zombies gibt es auf allen Ebenen der Gesellschaft. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie gegen alle Realität anzuleben versuchen, keinerlei empirischen Fakten zugänglich sind, Entscheidungen nur auf Grundlage ihrer persönlichen Bewertung treffen, ohne dabei die Handlungsfolgen in Rechnung zu stellen. Sie sind, um einmal Leon Festinger zu bemühen, fleischgewordene kognitive Dissonanzen, deren ganzes Leben davon bestimmt wird, die Realität zu verleugnen.

        Zum Beispiel die Realität von Handlungsfolgen:

        Bernhard Rotheberger, der Wirt von Auerbachs Keller in Leipzig, gibt auf. Er hat keine Lust mehr. Das Arbeitsgesetz, das von linken Zombies gerade (2015) verschärft wurde, damit sie von sich behaupten können, sie hätten etwas für Arbeiter getan, ist die Ursache dafür. Wegen dieser Verschärfung muss Rothenberger Auerbachs Keller bereits um 22 Uhr (statt um 24 Uhr) schließen, denn seine Arbeitnehmer dürfen maximal 10 Stunden am Tag und 48 Stunden in der Woche arbeiten und maximal an 15 Sonntagen im Jahr. Ob die Arbeitnehmer diese gesetzliche Wohltat wollen, das hat niemanden der gesetzlichen Wohl-Täter interessiert. Deshalb ist Rothenberger seinen Barkeeper los. Der ging lieber in den Vorruhestand, weil er keine Dauerdienste mehr schieben kann, um dann mehrere Wochen am Stück Urlaub nehmen zu können. Sein Koch hat einen Nebenjob angenommen. Er zahl die Hypothek seines Hauses ab und würde liebend gerne 12 Stunden an 7 Tagen arbeiten. Er darf es nicht. Die linken Zombies in der Politik, denen die Behauptung, man habe anderen Gutes getan, wichtiger ist als die Realität, die sie mit ihren Entscheidungen geschaffen haben, sie haben es ihm verboten. Die Lebensplanung von Individuen muss zurückstehen, wenn linke Zombies sich als Wohl-Täter aufspielen wollen.

        Die Liste der Entscheidungen, die ohne Rücksicht auf die Folgen getroffen wird, sie lässt sich unendlich fortsetzen. Mehr als 1.000.000 Flüchtlinge nach Deutschland zu lassen, ist eine Entscheidung, die man nur treffen kann, wenn man keinerlei Wert auf die Folgen dieser Entscheidung legt, wenn es egal ist, ob man den Flüchtlingen, den Opfern der Wohl-Täter einen Gefallen damit tut, sie in ihrer Mehrzahl zur Existenz eines Hartz-IV-Empfängers zu verdammen. Ob man denen, die die neuen Hartz-IV-Empfänger finanzieren müssen, durch die neuerliche Steuerlast, die sie zu schultern haben, gerecht wird, war auch keine Frage, die im Vorfeld erörtert wurde. Persönliche Eitelkeiten und eine robuste Verantwortungslosigkeit gegenüber den Folgen der eigenen Entscheidung und vielleicht die zwischenzeitlich enttäuschte Hoffnung auf den Friedensnobelpreis, sie waren wichtiger als die Realität derer, die nun keinen Fuß auf den deutschen Arbeitsmarkt bringen.

        Die grüne Forderung, beim Zuzug von Flüchtlingen keine Obergrenze festzulegen, ist ein weiteres Stück linker Verantwortungslosigkeit, mit dem affektive Zombies die Realität verleugnen. Was wäre wohl, wenn aufgrund einer fehlenden Obergrenze Jahr für Jahr 1.000.000 Flüchtlinge nach Deutschland kämen und deshalb die Finanzierung grüner Stiftungen und grüner Parteimitglieder und grüner Mitarbeiter von grünen Parteimitgliedern aus öffentlichen Kassen gestrichen werden würde? Ob dieser Einfall der Realität die Zombies dazu bewegen würde, ihre Eindimensionalität zu überwinden und neben den eigenen Bewertungen auch noch Fakten zu berücksichtigen? Wir haben unsere Zweifel. Wahrscheinlicher erscheint es uns, dass diese linken Zombies mit Molotowcocktails auf Polizeibeamte losgehen, die sie daran hindern wollen, LIDL und ALDI, die Speerspitzen des Kapitalismus, zu plündern und in Brand zu stecken.

        Schließlich finden sich die linken Zombies im Alltag und in schöner Regelmäßigkeit da ein, wo sie Daten wittern, die sie in ihrer Eindimensionalität nicht verarbeiten können. Die Funktionslosigkeit der kognitiven Teile der Gehirne dieser Zombies kann man dann in verschiedenen Arten und Weise durch einen aversen Stimulus darstellen.

        Man schreibt etwas, was eine Aussage, die linke Zombies für gut halten, in Frage stellt.

        Als Reaktion wird man entweder zum Nazi erklärt oder man wird zum Rechtsextremen gemacht oder beleidigt, besonders hilflose Exemplare unter den linken Zombies wiederholen, was gesagt wurde, vermutlich in der irren Hoffnung, dass man auch schriftlich einen anklagenden Tonfall transportieren könne und ergänzen als einzige Eigenleistung ein Emoticon, dem es überlassen bleibt, die Ablehnung des Wiederholten deutlich zu machen. Nicht zuletzt wegen dieser Hilflosigkeit sprechen wir von Zombies. Letztere zeichnen sich u.a. dadurch aus, dass sie der Fähigkeit zum Denken, verlustig gegangen sind, und sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie, einmal in die Spur gesetzt, nur noch in die vorgegebene Richtung laufen können. Immerhin, so muss man anerkennen, sind manche von ihnen noch dazu in der Lage, aus dem Repertoire der Emoticons, die Ablehnung ausdrücken, eines auszuwählen. Aber das macht es auch nicht wirklich besser.

        Als Konsequenz des Zombiedaseins ist den Zombies alles verhasst, was eine Verbindung mit der Realität herstellt oder auf Rationalität hinweist. Ein besonders bedauernswerter Lukas hat Realitäten, die Hadmut Danisch berichtet hat, dadurch aus seiner guten Welt zu entfernen versucht, dass er die „selektive Anwendung von Logik“ als „boshaft“ bezeichnet hat. Wenn man eine Aussage als Widerspruch zu einer anderen Aussage aufzeigt, was zwangsläufig eine selektive Anwendung von Logik ist, schon weil jede Anwendung auf ein konkretes Beispiel selektiv sein muss, dann ist das für Lukas boshaft, denn Lukas lebt lieber mit Widerspruch als mit Logik.

        Mehr Zombie geht nicht.
        Tolstoi soll einmal gesagt haben, dass im Widerspruch zur eigenen Vernunft zu leben, der unerträglichste aller Zustände sei. Und so wie sich Marcuse nicht vorstellen konnte, dass ihm nachfolgende Linke, Eindimensionalität neu definieren und mit Freude, dieses Mal unter Ausschluss der Realität leben, so konnte sich Tolstoi wohl nicht vorstellen, dass es einmal Menschen geben würde, die den von ihm aufgezeigten unhaltbaren Zustand dadurch lösen, dass sie ihre Vernunft abschaffen.

        Er kannte die linken Zombies eben nicht, die Teile Deutschlands bevölkern.

        https://sciencefiles.org/2017/10/30/der-eindimensionale-mensch-invasion-linker-zombies/

      • hubi stendahl // 30. Oktober 2017 um 16:42 //

        @Bullterrier

        Sind Sie nicht der beste Beweis für meine „Behauptung“?

        „Mt 7,17-20: Jeder gute Baum hat gute Früchte, ein fauler Baum trägt aber schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum sollt ihr sie (die falschen Propheten) an ihren Früchten erkennen.“

        Haben wir hier nicht schon genug der faulen Früchte zwangs-genießen müssen? Ist der Hass derart chronisch, dass selbst virtuelle Kontakte zur Kompensation hergenommen werden müssen?

        Wissen Sie nicht, dass der Hass seinen Ursprung in tiefer Angst hat und nur dann eine Chance auf Heilung besteht, wenn Sie sich der Ursache annehmen?

        Möglicherweise ist es der Job als Sozialarbeiter bei einem der systemischen Profiteure, der Sie in Selbstzweifel und Feindseligkeit versetzt.

        Es gibt Auswege, auch für Sie. Beginnen Sie einfach mit dem Wissen darum, dass Hass nichts anderes ist als verhinderte Liebe. Arbeiten Sie Ihre Vergangenheit mit einer REALEN neutralen Person auf. Mit der inneren Bereitschaft zur Heilung, werden Sie sicher ein anderer Mensch. Ihre reale Umgebung wird es Ihnen danken. Sie wissen ja: Das Gesetz der Resonanz.

        Oder für „fofo“, „fufu“.: Wie Du in den Wald rufst, so schallt es heraus!

        https://www.koha-verlag.de/fileadmin/user_upload/produkte/dateien/5066_leseprobe.pdf

        Und für Video Fans:

      • @bullterrier

        Wenn man den Satz in aller Konsequenz betrachtet wird einiges klar : also die genannten Evangelien sind verfaelscht und erfunden. Jetzt lassen wir mal die logische Unmoeglichkeit beiseite, dass man aus etwas verfaelschtem und erfundenen irgend etwas relevantes ableiten kann. Wenn jetzt aber weniger als 1 Prozent (oder sogar nur h_s) diese Schriften richtig interpretieren kann, so muss er die Originale kennen, in aller Konsequenz : er hat sie selbst diktiert.

        Dies bestaetigt einen Verdacht den ich schon laenger hege. Wir haben es auf GEOlitico mit einer Runde von 3-4 Auserwaehlten, oder mehr, zu tun.

      • Bullterrier // 30. Oktober 2017 um 17:18 //

        @hubi_stendahl
        „Sind Sie nicht der beste Beweis für meine ‚Behauptung‘?“, fragen Sie am Anfang ihres posts gewollt schalkhaft und verschmockt listig in meine Richtung.
        Welche Behauptung?
        Was wollen Sie zum Ausdruck bringen? Wenn Sie glauben, etwas meinen zu müssen, dann tun Sie es klar und verständlich…oder lassen Sie es bleiben!

        Ja, die guten und die schlechten Früchte…
        Das ist als „Argumentation“ genauso blass wie das Konstrukt ‚Schlafschafe‘ vs. ‚Dissidenten‘ oder ‚Lügenpresse‘ vs. ‚Alternative Medien‘ oder ‚links-grün versifft‘ vs. ‚Aufgeklärte‘ oderoderoder. Alles schlicht in schwarz-weiß gehalten, Plus und Minus, Yin und Yang – wie Sie wollen, suchen Sie sich eins aus!
        An der Schlichtheit ihrer Konstrukte ändert die Bezeichnung nichts. Das isi immer wieder der Versuch, Komplexität zu simplifizieren und keine Übergänge, Mischformen und Grautöne zuzulassen. Kurz: Welterklärungsmodelle für Kurzsichtige!

        Mit dem Rest ihres Kommentars, also mig dem tappsigen Versuch, den Psychoerklärer zu geben, bewegen Sie sich auf dem gleichen Niveau! Dagegen ist das AOK-Magazin ein wahres Füllhorn des Wissens. Oder mit der Abwandlung eines KBM-Wortes: Sie sind extrem unausgeschlafen. Bingo!

      • Bullterrier // 30. Oktober 2017 um 17:27 //

        Sie könnten richtig liegen,
        @fofo…
        – so wird ein Schuh draus!
        * geolitico – das Magazin für Erleuchtete, Auserwählte und Hubbard-Junkies *

        Ohne Frage: die Geschichte der Geschichte muss neu geschich… – äh, geschrieben werden!

      • Von eibnem Hundekenner hab ich mir sagen lassen, daß Bullterrier nicht so sind, wie man meint, daß sie wären. Oder so sind, wie sie halt aussehen (abstoßend).
        Und während ich mir als Hundefreund diese Belehrung gern anhörte, lag das Tierchen auch ganz ruhig und brav vor mir.
        Der Hundekenner würde sicher sagen, daß Sie mit Ihren Nickname die Hunderasse der Bullterrier verleumden und in Mißkredit bringen.
        Und dann noch Ihre Selbstentlarvung:
        Ja, die guten und die schlechten Früchte…
        Das ist als „Argumentation“ genauso blass wie das Konstrukt….
        Man muß bestimmte Standards erfüllen, um Gut und Böse zu erkennen, so wie man fähig sein muß Schwarz und Weiß zu unterscheiden. Das kann aber nicht jeder…

      • Greenhoop
        Super, ein echter Science Files. Mit Vergnügen gelesen und weitergeleitet zur Nachhilfe in der eigenen Familie.

  2. @GEOLITICO

    Es wird wieder einmal Zeit einen Systemling der AAS Truppe zu entfernen. Ausser der üblichen Anfeindungen, keinen Beitrag zu den Themen und somit entbehrlich.

    Vielen Dank und schönen Tag !

    • @greenhoop
      Wenngleich ihr post nicht wirklich etwas mit mir zu tun hat…, so bin ich doch sehr unangenehm von ihrem Ruf nach der Autorität berührt!
      Und außerdem: der Begriff „Systemling“ hat in etwa so viel Bedeutungsgehalt wie die Zuschreibung „Spießer“. Was soll das sein?? Für den Stammtisch mögen solche Begrifflichkeiten dienlich sein, für halbwegs seriöse Debatten sicher nicht!

      Außerdem: Wer wofür „entbehrlich“ ist und folglich „entsorgt“ werden muss… – darüber entscheiden nicht Sie!

      • Greenhoop // 30. Oktober 2017 um 12:50 //

        Für den Stammtisch mögen solche Begrifflichkeiten dienlich sein, für halbwegs seriöse Debatten sicher nicht!

        Die einzige Sprache die Sie verstehen. Im Übrigen sind Sie schon seit Ihren ersten Ausdünstungen nicht mehr existent und haben sich somit vollkommen freiwillig selbst entsorgt.

      • @ Pfiffi

        Als ich Sie vor gut einem Jahr erstmals so nannte, waren Sie richtig sauer und verlangten, daß zu unterlassen.
        Und nu?
        Der Begriff, der auf Sie – Ihrer Schreibe nach – paßt wie der Arxxx auf den Eimer, hat plötzlich keinen *Bedeutungsgehalt* mehr?

        Doch, doch, hat er und das Schöne daran: SIE wissen es!

      • Bullterrier // 30. Oktober 2017 um 18:41 //

        Wie bereits an anderer Stelle skizziert,
        @Anicea:
        ruhen Sie sich aus, gönnen Sie sich ein wenig Ruhe, vielleicht noch die ein oder andere Mütze Schlaf…
        und DANN ein neuer Schreibversuch!
        Vielleicht bekommt ihr Raunen und Ahnen und Drängen und Dräuen dann die erforderliche Klarheit.
        Gute Besserung!

  3. „Was drückt sich in dieser Symbolik aus..?“ ff

    Dieser Abschnitt hat mich begeistert, denn selten trifft der Wahrheit Hammer den Nagel so punktgenau auf den Kopf.

    Es ist die vornehmste Aufgabe der Deutschen, eine „angewandte“ Transzendental – Philosophie zu entwickeln und diese auch praktisch umzusetzen.

    • Interessant,
      @waltomax…
      – jedenfalls dann, wenn Sie jetzt noch erläutern könnten, was „angewandte Transzendentalphilosophie“ ihrer Einschätzung nach genau ist und weshalb es ausgerechnet „vornehmste Aufgabe der Deutschen“ sei, eine solche zu entwickeln.
      DANKE.

      • waltomax // 30. Oktober 2017 um 13:02 //

        @Bullterrier

        Aber gerne! Ist doch alles längst öffentlich.

        Siehe:

        https://transclassica.jimdo.com/

        Erst Vorträge hören, dann vielleicht pdf lesen.

      • Bullterrier // 30. Oktober 2017 um 18:03 //

        Sorry,
        @waltomax,
        aber das von Ihnen genannte PDF bietet genauso wenig eine Antwort auf meine Frage wie Sie Seite transclassica insgesamt.
        Versuchen Sie es doch mal mit eigenen Worten…

  4. Siehe auch auch den Weblog mit den Artikeln und Nachrichten des Theologen und Journalisten und Philosophen David Berger als Querdenker und Zeitkritiker usw.

    philosophia-perennis.com/

    • Die Seite ist mir bekannt…in der Tat ein interessanter „Querdenker“. Hat aber mit Pferd und Wagen nichts zu tun.

  5. Eine Schande, den Artikel von H.Ludwig zu verhunzen, aber:

    @ fofo

    „Wenn man den Satz in aller Konsequenz betrachtet wird einiges klar : also die genannten Evangelien sind verfaelscht und erfunden.“

    NEIN, ausdrücklich Nein! Die Evangelien sind Wort für Wort echt, wie Qualitäts-Edelfeder Richard Gutjahr mühsam, aber glasklar herausgearbeitet hat.
    Ihrem Zweifel, daß man aus Gefälschtem/Erfundenem nichts relevantes ableiten könne, möchte ich mich ausdrücklich anschließen.
    Dennoch sehen wir dergleichen auch im Jetzt und Hier. Beispiele? Der „Völkermord“ an den Hereros, aus dem sich richtig Kohle *ableiten* läßt, die Opferzahl in Dresden Febr. 45, die in 10 Jahren sicher bei 25 liegen wird usw.
    Und ja, weniger als 1% weiß bestens Bescheid, dem Rest (wir) ist es eher nicht gegeben.

    Auch mit Ihrem Verdacht, es könnten sich hier Auserwählte versammeln, liegen Sie so falsch nicht. Es sind tatsächlich nur drei. Sie, der Drachen und natürlich Pfiffi!

    Der schließt messerscharf: „…die Geschichte der Geschichte muss neu geschich… – äh, geschrieben werden!“
    Ist sie doch schon @ Pfiffi, da muß sich keiner mehr bemühen.

    Bei euch Dreien würden nicht mal mehr Gleichnisse was bewirken…

    • Schlechter Beitrag,
      @Anicea…
      – ohne Inhalt, ohne Relevanz, ohne Richtung!
      Liest sich, als hätte Sie jemand aus dem Schlaf geprügelt und Sie sodann unter Zeitdruck gezwungen etwas zu posten…

      • Ach @ Pfiffi

        „– ohne Inhalt, ohne Relevanz, ohne Richtung!“

        Das haben Sie aber schön gesagt… Genauso wirken Ihre Beiträge auch.

        „Liest sich, als hätte Sie jemand aus dem Schlaf geprügelt usw.“

        Ihres dagegen liest sich, als hätten Sie permanent Verstopfung. Oben und unten.

        Übrigens, ich tippe hier nicht, um Ihnen eine Freude zu machen, sondern weil eine Pöbelei eine andere verdient.

      • Bullterrier // 30. Oktober 2017 um 20:20 //

        @Anicea
        Meine posts haben durchaus Inhalt, Relevanz und Richtung…und manchmal sind sie auch von einer pöbelhaften Note umschmeichelt – aber durchaus warm, orientalisch und verlockend, etwa so wie ein leichtes Moschus-Bergamotte-Aroma, wenn Sie verstehen was ich meine?
        Aber nur so – also mit dieser gewissen pöbelhaften Note – ist ja z.B. jemandem wie h_s überhaupt beizukommen.
        Aber SIE haben ja offenbar gar keine Probleme damit, dass er (und andere) regelmäßig 90 bis 99% der Bevölkerung zu Vollidioten erklärt. Sie selbst entblöden sich ja nicht einmal, DIESE PÖBELEI, die tatsächlich weit mehr ist als das, zu bekräftigen und zu penetrieren (siehe ihren vorherigen post).

        Ich habe es schon häufiger gesagt und ich wiederhole es gerne:
        Verglichen mit dem Ausmaß an menschenverachtender und reaktiinärer Verbalkeilerei, die hier Tag für Tag für Tag für Tag für Tag die Normalität darstellt, benehme ich mich wie ein frisch examinierter Benimmlehrer!

    • @Anicea

      Das mit dem Gefaelschtem/Erfundenen ist ein Zitat aus dem Kommentar Ihres Vordenkers. Ich persoenlich weiss nicht ob die Evangelien gefaelscht oder erfunden sind, um nicht zu sagen es ist mir shitegal.

      • @ fofo

        Mir war nicht entgangen, worauf Sie sich beziehen.
        Nur, er ist nicht mein oder sonst jemandes Vordenker.
        Die heftigen Anfeindungen und Differenzen zu seinem Artikel vor der Wahl mögen da Beleg sein. Sie selbst fassten es mit Pfui! zusammen.

        Ist Systemling *Pfiffi-ich habe Gedächtnisschwund* Ihr Vordenker?
        Scheint so, denn da wo er ist, tauchen Sie wie auf Bestellung auch auf. 😉

      • Eberhard // 31. Oktober 2017 um 11:42 //

        @fiffi
        ich lese nun hier schon eine Weile – tut mir nicht leid, wenn ich sage: selten so einen selbstverliebten, immer richtig liegenden, die Wahrheit für sich gepachtet habenden und an Überheblichkeit überlaufenden Antidiskutanten erlebt zu habenden – scheren Sie sich zuzrück zu Ihrer Antifa-Truppe.

      • @Eberhardt

        „Fliehe, mein Freund, in deine Einsamkeit und dorthin, wo eine rauhe, starke Luft weht. Nicht ist es dein Los, Fliegenwedel zu sein.“ So sprach Zarathustra.

      • Bullterrier // 31. Oktober 2017 um 12:24 //

        @Eberhard
        Ihre Hochachtung meinem diskursiv-diabolischen Wirken gegenüber einmal außer Acht lassend…
        es gibt keine „Antifa-Truppe“, zu der ich zurück könnte, weil ich schlicht keine Verbindungen zu dieser „Bewegung“ pflege! Ich habe in diesem Forum bereits mehrfach auf diesen Sachverhalt hingewiesen, aber so wie der gemeine geolitico-Forist auch sonst gerne störrisch gegen die Wirklichkeit anrennt (der Klimawandel wäre da ein ‚Paradebeispiel‘), so gibt es wohl auch bezüglich der Antifa-Nummer keine Einsicht und kein Verstehen.

        Was wiederum so erstaunlich nicht ist, wenn man sich vergegenwärtigt, das fast alle Debatten auf geolitico auf Vereinfachungen, Schubladen-Denken und ideologischer Klippschul-Rhetorik gründen.
        Beispiele gefällig?
        Es fängt mit den allseits beliebten „Schlafschafen“ an, geht weiter über „Polit-Marionetten“ und „Lügenpresse“ und endet bei „Globalisten-Psychopathen“. Das sind allesamt Begrifflichkeiten, die sich durch Schlichtheit und Verallgemeinerung auszeichnen und die vor allem anderen dazu dienen sich abzugrenzen und den vermeintlichen Gegner – als vorgeblich homogene Gruppe – besser diffamieren zu können.

        Mit dem Antifa-Gequatsche verhält es sich nicht anders! Offenbar ist es für das auf geolitico übliche Schubladen-Denken unerlässlich, mit diesen Zuweisungen zu arbeiten. Was dahinter steckt, ist ein Menschenbild, das ich nicht nur nicht teile, sondern das ich zutiefst verabscheue!

    • hubi stendahl // 30. Oktober 2017 um 22:13 // Antworten

      @Bullterrier

      Zitat.
      „…..die hier Tag für Tag für Tag für Tag für Tag die Normalität darstellt, benehme ich mich wie ein frisch examinierter Benimmlehrer!“

      Sie sind ein widerlicher kleiner Selbsthasser, der seine Angst auf andere zu projizieren versucht und damit für dauernde Unruhe sorgt, um sie selbst loszuwerden. Das werden Sie so nicht schaffen.

      Ihre Impertinenz ist der Ausdruck Ihrer Dummheit, die sich durch Ihre Sympathie für Zerstörer und Spalter manifestiert. Alles wird wahr werden und auch Sie werden die Wahrheit erfahren. So wie aktuell Ihre Freunde im Geiste gerade entkleidet und der Öffentlichkeit zum Fraß vorgeworfen wird.

      Sie haben Philosophie studiert? Wo? In Oakland, der Zentrale der Antifa? Philatelie würde ich mit Mühe noch akzeptieren.

      Nichts wissen Sie. Deshalb können Sie sich einen Teil der fortschwimmenden Felle im folgenden Link anlesen, in dem die Verbindungen zwischen US amerikanischer, deutscher Antifa und dem IS bewiesen werden.

      Als Menschenfreund rate ich Ihnen sich vorzubereiten, denn Menschen Ihres Schlages wird es besonders hart treffen:

      https://www.journalistenwatch.com/2017/10/30/fbi-ermittelt-antifa-trifft-sich-in-hamburg-mit-dem-is/

      Das ist aber erst der Anfang. Die restlichen Verbindungen der Antifa zum Empire und deren Gründung mit Namen, hätte Lachmann mit meinem Artikel vor einem halben Jahr veröffentlichen können. Das war selbst ihm offenbar zu heiß.

      Schlafen Sie einfach weiter!

      • Bullterrier // 30. Oktober 2017 um 23:35 //

        @hubi stendahl
        Ich habe mit der Antifa so viel zu tun wie Sie mit differenziertem Denken – nichts!
        Von daher ist auch das „ihre Freunde im Geiste“-Geseier völlig gegenstandslos.
        Dass Herr Lachmann ihren Artikel damals nicht veröffentlicht hat, könnte viele Gründe haben. Ich nehme mal, zu Lachmann’s Gunsten an, dass der Text – wie so oft bei Ihnen – von minderer journalistischer Qualität war. Vor dem Hintergrund, dass es ansonsten regelmäßig niveaulose Artikel auf diese Seite schaffen, muss ihr Enthüllungsstück wirklich mies gewesen sein.

      • Eberhard // 31. Oktober 2017 um 13:11 //

        @fiffi
        Die wortreiche Erwiderung können Sie sich schenken – wie alles was Sie absondern. Ihren Brüdern und Schwestern im Geiste und gefährlicherweise im Physischen habe ich schon persönlich gegenüber gestanden. Muß ich mir hier nicht auch noch antun – kann ich leider nicht ändern – Schmeißfliegen lassen sich halt nicht so einfach wegwedeln. Kultivierter wäre die Diskussion ohne Sie.

      • Bullterrier // 31. Oktober 2017 um 14:51 //

        Wie gesagt,
        @Eber,
        es gibt keine „Brüder und Schwestern im Geiste“, allenfalls Impulsgeber und ‚Befruchter‘, die gleichermaßen solipsistisch denken und wirken.
        Das betreute Denken und vereinsmäßige Agitieren ist hingegen – und zumindest so ergibt ihr post einen Sinn – immer ein Wesensmerkmal halbrechter Gesinnung, und erfreut sich auch deshalb aug geolitico großer Beliebtheit!

  6. @Bullterrier

    Die genannten Quellen zu studieren, erfordert seine Zeit.
    Da kann ich Ihnen leider nicht helfen, denn Charakter und Anwendung der Transzendental-Philosophie werden ziemlich genau erklärt.

    Alternativ kann man nur Fragen beantworten, die Sie im Kontext präzise formulieren.

    Wenn Sie heute Physik oder Chemie studieren, wird Ihnen der Prof. auch nicht mal eben die Essenz des jeweiligen Faches herüberreichen.

    • @waltomax
      Ich habe zwar nicht Physik oder Chemie studiert…aber immerhin doch u.a. Philosophie. Auch daher rührt mein Interesse an dem von Ihnen aufgeworfenen Begriff und seiner Bedeutung im gegebenen Kontext.

  7. Gute Nacht, geolitico!

  8. Wie schön, dem ‚Flame War‘ in den Kommentaren kann ich wenigstens leicht folgen, während ich bei dem Artikel selbst fast eingeschlafen wäre. Nur während der ersten beiden Absätze war das noch kein Problem. Zum Glück enthalten die bereits alles Wesentliche und erklären, warum die EU unser unausweichliches Schicksal ist. Wahrscheinlich weil man dem nichts entgegenhalten kann, beschäftigen sich die Kommentar mit etwas völlig anderem.

    Wenn alle berücksichtigt hätten, daß hubi Stendahl eine sehr eigensinnige Version der Geschichte Jesu Christi verwendet, nämlich das Thomas-Evangelium, dann wären seine scheinbaren Widersprüche verschwunden.
    乱馬

    • „Wahrscheinlich weil man dem nichts entgegenhalten kann“

      Stimmt auch insofern als der Neuigkeitswert des ersten Teils gering ist, der Vatikan seit jeher bekanntlich auch weltliche Machtpolitik betrieben hat.

      Was einen Kommentar verdient ist der zweite Teil, bei dem die Klientel in quasi orgiastische Zustimmungschreie ausbricht, eine Art religioese Verzueckung, Freud moege mir verzeihen. Hier versucht naemlich der Autor in bekannter Propagandamanier obige banale Tatsache umzuinterpretieren, und zwar im Sinne des angeblichen Ziels, den deutschen Idealismus, das deutsche Wesen, die deutsche Kultur, die deutsche Identitaet, entgueltig von der Weltbuehne zu verbannen.

      Was der Autor perfiderweise verschweigt ist, dass der Vatikan im Rahmen seiner Machtpolitik genauso das Ziel Nazideutschlands, den paneuropaeischen Sklavenstaat, das Aequivalent der heutigen EU, und die Judenverfolgung gefoerdert hat.

      „Wenn alle berücksichtigt hätten ..“

      Soll man die recycelten ollen Klamotten, die auf geolitico als Aufklaerung angepriesen werden (inkl. Werbung fuer Buecher, Investmentfonds, AfD, Steiner, Scientology, Diesel, Walldorfschule, usw usw), ernst nehmen ? Heir gehoert mal ausgemistet.

      • @ fofo

        Wenn mal so richtig in Ihrem Sinne ausgemistet wurde, was bleibt dann?

        Sie, der Drachen und Pfiffi. Und dann? Welche Diskussion wollt ihr denn dann führen?
        Erzählt ihr euch dann von den bösen Natzieeehs, die es so gar nicht gibt – und hier dann schon mal erst recht nicht mehr?
        Erzählt ihr euch dann wie klasse die Welt ohne Deutsche ist?
        Und keiner da, der euch widerspricht…!?
        Wie öde. Das haltet ihr keine Woche durch, dann müßtet ihr euch ein anderes Forum suchen.
        Der Unterschied zu uns BÖSEN ist dann konkret welcher?

      • Das mit dem „ausmisten“ ist natuerlich rein allegorisch zu verstehen und wird nicht geschehen. Einerseits schade, andererseits erspart es die Kosten der Wiedereingliederung der langjaehrigen Insassen ins reale Leben.

    • . . .
      ZITAT @ Ranma:
      .
      „Wahrscheinlich weil man dem nichts entgegenhalten kann, beschäftigen sich die Kommentar mit etwas völlig anderem.“
      .
      „Einschlafen“ beim LESEN rührt sehr oft von einem „missverstandenen Wort“ – worauf als Folge ein kompletter Gedanke VERWIRRT erscheint – und die Logik flöten geht . . .
      .
      DAS ist bei DIESEM Thema – des bereits mit der ERMORDUNG von JESUS von NAZARETH begonnenen KRIEGES der POLITISCHEN Macht GEGEN die GÖTTLICHEN Weisheiten – ja eigentlich auch KEIN Wunder . . .
      .
      Auch unsere Bulldogge schafft es derzeit noch immer brillant vom Thema abzulenken – und KRIEG zu stiften – was ja auch sein GEHEIMER Antrieb & Auftrag ist!
      .
      DENN die religiös GETARNTE Vernebelung der UNTERDRÜCKUNG des Individuums durch die Katholische Kirche im Allgemeinen & ihre päpstlichen Amtsträger im Besonderen – begleitet die Menschheit ja nun bereits seit 2017 Jahren – und auch HEUTE befindet sich dieses politisch motivierte PSEUDO-Christentum immer noch in diversen KRIEGEN zum Beispiel gegen die religiöse Konkurrenz der Scientologen & gegen die religiöse Konkurrenz des Islam.
      .
      Sobald Buddhisten oder andere Natur-Religionen von sich Reden machen – bricht auch HIER sofort der KRIEG aus – wie der Umgang mit dem Baghwan oder einigen anderen religiösen Gruppen in den USA bewiesen hat.
      .
      Auch die Chinesen wurden wegen der falschen Religion bereits mit dem „Opiumkrieg“ von den angeblichen Christen auf den rechten Weg gebracht – und werden wegen ihrer angeblich immer noch „falschen“ Religion am Ende wieder am angeblich „christlichen“ Pranger stehen.
      .
      http://german.cri.cn/chinaabc/chapter6/chapter60402.htm

    • @fofo
      Ich kann mich Ihren Überlegungen zum Artikel und ihrer Skizzierung der Reaktionen darauf bei den (meisten) Foristen nur anschließen.
      Und ja: es wird Zeit, hier einmal gründlich auszumisten!
      Und das heißt ja auch: es wäre schon viel gewonnen, wenn die selbstverordnete geolitico-Leitlinie ernst genommen würde:
      ^ Das Magazin für politische Kultur – kritsch.analytisch.unabhängig. ^
      Das wäre immerhin ein Anfang!

      • . . .
        ZITAT @ GEOLITICO:
        .
        „GEOLITICO – Das Magazin für politische Kultur – Kritisch.Analytisch.Unabhängig.“
        .
        Genau DARUM ist GEOLITICO auch KEIN Forum für wild um sich beißende, aggressive Kampf-Hunde im fremden & VERDECKTEN Terror-Auftrag – die mit frei erfundenen, wüsten VERALLGEMEINERUNGEN panikartig um sich schlagen & grundsätzlich OHNE die geringsten BEWEISE „arbeiten“ – sondern nur mit kruden BEHAUPTUNGEN um sich werfen, die weder zum jeweiligen Thema passen, noch jemals durch echte FAKTEN belegt werden!
        .
        Ganz im Stile der politischen PROPAGANDA der früheren deutschen national SOZIALISTEN und der erst kürzlich als „LÜGEN-Presse“ von Dr. Udo Ulfkotte – nach 28 Jahren bei der FAZ – entlarvten „GEKAUFTEN JOURNALISTEN.“
        .
        https://archive.org/details/GekaufteJournalisten-UdoUlfkotte

  9. . . .
    ZITAT @ Herbert Ludwig:
    .
    „Den Bürgern ist eine gesellschaftlich wirksame Mit- und Selbstbestimmung in der EU genauso verwehrt wie den Gläubigen die religiöse Selbstbestimmung in der römischen Kirche.“
    .
    Wieder ein genialer Artikel von Herbert Ludwig zu URSACHE & WIRKUNG – diesmal die weitgehend unbekannten, weil im GEHEIMEN stattfindenden Umtriebe des Vatikans erleuchtend – der nicht müde wird, sich mit KRIEGEN, INTRIGEN & GEHEIMER Diplomatie, neben der religiösen Dominanz auch die weltliche, also die politische Macht in Europa unter die schmutzigen Nägel zu reißen!
    .
    WER echten FRIEDEN will – der muß sich als erstes von diesen perversen angeblichen „Gottes-Kriegern“ & echten Hass-Predigern im angeblich „christlichen“ Auftrag distanzieren – denn mit JESUS von NAZARETH haben diese perfekt GETARNTEN Schatten-Krieger des Teufels nicht das Geringste gemeinsam!
    .
    „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

  10. Bedauerlicherweise hat die politische Entwicklung seit 1989 nicht wie ursprünglich geplant, zu einer Integration Europas zu einer föderalen Republik vergleichbar mit jener der Vereinigten Staaten, sondern zu einem Einheitsstaat, in Ansätzen eventuell vergleichbar mit der ehemaligen DDR, geführt. Eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung spielte ganz unzweifelhaft Deutschland, und die nach 1989 vollzogene deutsche Wiedervereinigung.

    Die von Brigitte Hamann vertretenen Ansicht, die Habsburger hätten sich als reine Befehlsempfänger der Kirche, bzw. als ,politische Diener der Kirche’ sich sklavisch an die Vorgaben der Kirche gehalten und dadurch die Trennung von Staat und Kirche ignoriert, ist allerdings nicht haltbar.

    Schon der am 25. September 1555 auf dem Reichstag zu Augsburg zwischen Ferdinand I. (der seinen Bruder Kaiser Karl V. vertrat) und den Reichsständen geschlosse Augsburger Reichs- und Religionsfrieden verdeutlicht dies. Mit dem Augsburger Friedenswerk wurden erstmals durch reichsrechtliche Beschlüsse die grundlegenden Bedingungen für eine friedliche und dauerhafte Koexistenz von Luthertum und Katholizismus im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation festgesetztt.

    Auch das so gennannte Toleranzpatent vom 13. Oktober 1781, mit dem Kaiser Joseph II. den Protestanten und den Griechisch-Orthodoxen die Religionsausübung im privaten Rahmen gestattete, setzte diese Tradition fort und war angesichts der damaligen Dominanz des Katholizismus ein durchaus revolutionärer Schritt.

    Später war es v.a. Kaiser Joseph II., Sohn von Maria Theresia, der erste katholische Herrscher, der es wagte, den Einfluß der Kirche einzuschränken – und zwar in drastischem Ausmaß. Ab dem Jahre 1782 ließ er alle kontemplativen Orden und damit hunderte Klöster auflösen, siehe bspw. http://hanskoechler.com/Koechler-Religion-Politik-%C3%96sterreich-ATIB-25Mar2012-V5.pdf .

  11. heiner-Philip // 31. Oktober 2017 um 20:21 // Antworten

    @bullterrier; Sie dilettieren hier in einer Art und Weise sowie allerunterster Schublade herum, dass es nur offenkundig ist, dass sie weder Bildung, noch Kommers oder Anstand oder Kritikfähigkeit besitzen- mit Verlaub Herr Bullterrier, Ihre dummen Auswürfe sind nichts als BULLLSHIT in getarnter Bullterrier Form.

  12. (Vielen Dank, Herr Ludwig, Sie haben einige Lücken in meinen Recherchen ausgefüllt. Hier eine Ergänzung zum Artikel, mit ein paar Anmerkungen:
    Die Ritter von Malta (Malteserritter) sind die Milizarmee des Papstes und sind auf vollständigen Gehorsam vereidigt, und zwar durch einen Blutschwur, der sehr ernst genommen wird – bis zum Tod.
    Der Papst als das Haupt des Vatikans ist auch das Haupt einer auswärtigen nationalen Macht.
    [Um das verständlicher zu machen: Dieser Orden repräsentiert eine eigene Nation (‚foreign national power‘) mit eigenen Pässen!! Erstaunlich, nicht wahr, was man doch alles als eine Nation bezeichnen kann, wenn man die Macht dazu hat… Doch den europäischen Nationen, den echten, will man diesen Status mit Gewalt rauben, siehe die Flutung mit islamischen Migranten.]

    Dies hat praktisch nichts zu tun mit der römisch-katholischen Religion. Dafür hat es aber alles zu tun mit der Beteiligung an einer der vier größten „Spieler-Organisationen“ zur Weltherrschaft. Und diese Spieler sind

    *Britische Freimaurerschaft
    *Französische Freimaurerschaft
    *Der internationale Zionismus
    *Der Vatikan

    [Andere Quellen sagen, daß der Vatikan mit den Jesuiten alle anderen kontrolliert. Insofern wäre Position vier hier irreführend. Der Vatikan müßte folglich als erste Position angeordnet sein.]

    Von einem Mitglied der Malteserritter wird kraft des Blutschwurs auf den Gehorsam ggü. dem Papst bis zu seinem Tode verlangt, die Anliegen und Wünsche des Hauptes dieses Ordens der Malteserritter zu befürworten/zu unterstützen – in diesem Fall Papst Johannes Pauls II (der Pole Wojtyla) – und zwar mehr und über jeder anderen Bindung, die man ggü. irgendeiner anderen Bindung empfindet oder vorgibt zu empfinden, z.B. ggü. der Treue zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika.

    Die gegenwärtigen Mitglieder der Malteserritter müssen unter Androhung der Todesstrafe die vom Vatikan verfochtenen Strategien fördern.

    [Das bedeutet nicht weniger als daß dieser Eid genauso strikt und verbindlich ist wie der berüchtigte Eid der Jesuiten. Interessant dabei ist der Aspekt, daß dieser Orden NICHT dem Jesuitengeneral (dem sog. Schwarzen Papst) verpflichtet war bzw. ist, sondern direkt dem Papst. Darum wird man heute davon ausgehen können, daß sich eine Machtverschiebung im Vatikan ereignet hat, seit der Argentinier Bergoglio alias Franziskus, der ja selbst Jesuit ist, zum Papst aufstieg. Denn es bedeutet, daß nun alle Macht in den Händen der Jesuiten liegt. Ob dies wohl einer der Gründe gewesen sein kann, weshalb Joseph RAT-zinger zurücktrat bzw. zurücktreten mußte? Hat er vielleicht nicht konsequent genug die Langfrist-Strategie der Jesuiten zur Weltherrschaft verfolgt?]

    Es ist auch nicht schwer für sie dies zu tun. Denn sie GLAUBEN an diese Strategien/diese politischen Zielsetzungen und Prinzipien. Diese politischen Zielsetzungen werden von Papst John Paul II sowohl unterstützt wie auch proklamiert. Es sind folgende:
    # Abschaffung der Souveränität der Vereinigten Staaten von Amerika und anderer Länder (!!)
    # Abschaffung von unabdingbaren Eigentumsrechten [Enteignung und Neuverteilung nach globalistischer Gesinnung, sprich: Folgst du dem Papst & dem Weltkirchenrat/WCC oder nicht?]
    # Abschaffung jedes Rechts, sich zu bewaffnen [Wehrlosigkeit garantiert, ihr Jäger…]
    # Die neue internationale Wirtschaftsordnung (Eine Welt-Regierung)
    >>Bitte die transnationalen Multis & Banken nicht vergessen, die hier schamhaft nicht genannt bzw. umstrukturiert oder sogar aufgelöst werden.<<
    # Die Neuverteilung von Vermögen und Arbeitsplätzen [das bedeutet eine komplette Neuverteilung nach erfolgter Gesinnungsüberprüfung…]
    # Aufrufe an die Nationen, den UN zu vertrauen [Tarnung der schlußendlichen Zielsetzung gemäß der Kriegsführung nach Sun-Tsu, denn die UN werden am Ende gar nichts mehr entscheiden, sondern höchstwahrscheinlich verschwinden]
    # Vollständige Entwaffnung [Damit sich bitte auch keiner mehr wehren kann! Für ihre Weltmachtübernahme wollen die kein einziges Opfer bringen…]
    # Förderung der UN als Hoffnung für den Frieden
    # Förderung der UNESCO, der via sog. Bildung & sog. Kultur todbringende Arm der UN
    # Förderung wechselseitiger Abhängigkeit [Genau, jede Unabhängigkeit/Autonomie ist in Abhängigkeit zu verwandeln]
    # Begleitung/Unterstützung von Maßnahmen zur Auszeichnung von „Vater“ Pierre Teilhard de Chardin – dem New Age Humanist/Priester [Meine Zeit, als Teenager hatte ich seine Theorien einst nichtsahnend gelesen…]
    # Unterstützung der Überzeugung, daß die ökonomischen Prinzipien der traditionell christlichen oder Katholischen Soziallehre das ökonomische Prinzip des Kommunismus ist
    # Unterstützung des Papstes als dem Mittelsmann für die USA und die Sowjet Union/ Russland heute
    Die geheimen Ordensmitglieder auf den höheren Rängen in der politischen und ökonomischen Struktur des Staates – sofern sie nicht selbst unmittelbare Entscheider sind – sind Eigentum anderer. [Hat der Leser das wirklich realisiert? Sie sind "Eigentum ihrer Vorgesetzten" – das ist reinstes Jesuitentum.]
    Die Übereinkunft lautet natürlich — vollkommen freiwillig. Sie haben sich entschieden zu glauben, was sie glauben. Und Pat Buchanan [einstiger Präsidentschaftskandidat, der sich als Traditionalist bezeichnet und darum gegen den 'kulturellen Marxismus' auftritt] ist kein Entscheider. Er ist Mitglied im Dienste des Ordens und unterliegt bedingungslosem Gehorsam ggü. den politischen Bestrebungen des Vatikans. Der SMOM ist die MILIZ des Papstes.
    Falls der Papst bedroht wird, wird die Schweizer Garde des Vatikans entlassen und die Knights of Malta beziehen ihren Posten als die Miliz-Elite und Garde des Papstes.

    [Da fragt man sich natürlich: Womit denn eigentlich? Diese alten Herren können’s ja wohl nicht sein. Vielleicht mit den Leuten, die sie in ihrer säkularen Funktion befehligen? Nur mal ein hypothetisches Beispiel: Sind denn die Oberkommandierenden der US-Streitkräfte nicht (alle?) Knights of Malta wie z.B. Petraeus (ehemals Chef des CIA)? Einige Bataillone loszuschicken, sollte da wohl kein Problem sein, oder? Womöglich auch Blackwater bzw. deren Nachfolger Academic oder so ähnlich) ]

    Die Ritter sind auch per Eid verpflichtet, alles stehen und liegen zu lassen und ohne Ausnahme unverzüglich dem Papst zu Hilfe zu eilen.
    Sie haben dem Papst bedingungslosen Gehorsam geschworen sowie jedes Treuebündnis und jede Verpflichtung hintanzustellen bzw. aufzugeben.

    Bitte beachten: Ich spreche hier nicht von einem normalen Katholiken. Mir ist kein amerikanischer Katholik bekannt, der ein Treuegelöbnis oder einen Blutschwur auf eine fremdländische Macht/Regierung bzw. für den Papst abgelegt hätte. … Mir ist auch kein amerikanischer Katholik bekannt, der einen Diplomatenpaß einer fremden Nation besäße.
    (Eigene Übersetzung des amerikanischen Artikels)

    Could such a man [gemeint war Präs.-Bewerber Buchanan] serve as our President when the Pope is openly calling for a world government and has stated that he will be the head of that government by the year 2007?

    Aha, zunächst vielleicht als Welt-Schattenregierung (schönes Training) … und dann können Sie… selbst weiterlesen unter http://www.bibliotecapleyades.net/sociopolitica/esp_sociopol_malta03.htm

    Zum Schluß folgendes, auch wenn Sie es kaum oder auch gar nicht glauben werden – ist schließlich Ihre Entscheidung:
    Der Verständige sieht, daß dies bereits in der Bibel enthalten ist, nämlich in der Offenbarung Kapitel 13.

  13. Eine Fixierung auf die Diktatur in Argentinien und die Verwicklung des gegenwärtigen Papstes & anderer darin verstrickten Personen sowie die wieder aktuellen Anklagen wegen Kindesmißbrauchs bzw. Pädophilie in der kath. Kirche verstellen den Blick auf den großen Plan & die künftigen Global Players, die ein viel besseres Konzept zur Globalisierung haben, wie Papst „Benedikt XVI“ es schon 2009 angedeutet hat. Hier ein vielsagender Hinweis für des Englischen Kundige:

    https://www.globalpolicy.or…

    Ergänzend in aller Kürze:
    Man weiß, daß der Vatikan sich als religiöses Zentrum aller Religionen der Welt versteht; man weiß, daß RAT-zingers Vorgänger rastlos unterwegs war, um persönliche Kontakte mit allen Repräsentanten anderer Religionen herzustellen, und daß ihm dies auch gelungen ist, denn sie kamen alle in Assisi zusammen. Man weiß, daß er auf einer Konferenz gegen die nicht mit dem protestantischen Weltkirchenrat und nicht mit Rom verbundenen christlichen Gruppen eine Art Bann befürwortet und gefordert hat. Man weiß von Insidern des Vatikan, daß die röm.-kath. Kirche (rkK) ihr Ziel, wieder zur Weltherrschaft zu gelangen, niemals aufgegeben hat. Dies sind die eigentlichen Parameter. Da ist die verbrecherische Verwicklung in die Geschehnisse in Argentinien tatsächlich „nur“ die plausible Unterfütterung; da hat dieser Kerl, da haben seine heuchlerischen Spießgesellen nur demonstriert, was in ihnen steckt.

    Die EINE-WELT-REGIERUNG mit einer EINE-WELT-RELIGION (nach dem Modell
    Konstantins „des Großen“, 4. Jahrhundert) soll nunmehr eine globale
    Wiederauflage erfahren. Und da es eine große Krise benötigt, um aus ihr das Neue entstehen zu lassen, kommt die Weltfinanzkrise gerade richtig bzw. ist vor langer Hand mehr oder weniger zielgerichtet eingefädelt worden. Es wird also eine neue Diktatur geben, eine maximal starke Hand, aber unter klerikaler Ägide, wobei der (protestantische) WCC World Council of Churches sowohl ein Abbild des römischen Religionssystems wie auch ein Exekutivorgan des Papstes sein wird. Im Grunde genommen ist das alles nicht gar so überraschend, denn die Politik hat eben überall und schon immer dabei versagt, auch nur eine minimale Verteilungsgerechtigkeit herzustellen. Und es wird immer schlimmer.

    Hier eine original englischsprachige Einschätzung von http://www.thedailybell.com…

    Übersetzt: „Das Streben des Vatikan fügt sich wie gewöhnlich direkt in die Ziele der Machteliten zur Manipulation des Weltbürgertums ein. Der Vatikan,die formelle Kirche an sich, ist schon immer Teil des Machtgefüges der Elite in der westlichen Hemisphäre gewesen und hat die jeweiligen sozialpolitischen Bedingungen befürwortet.“

    Nun, das klingt ganz so, als wäre die rkK immer nur opportunistisch mitgeschwommen, wo andere, die Machteliten (wer das auch sei), die Rahmenbedingungen und Akzente gesetzt haben. Das scheint ein gängiges Vorurteil akademischer Kreise zu sein, und Vorteile hat es auch, denn sobald man zustimmt, braucht man sich mit dem Ungeheuerlichen nicht mehr zu befassen, etwa nach diesem Motto: Ja doch, da gab’s diese Hexenprozesse, aber wen interessieren schon Hexen, denn heute glaubt ja keiner mehr an Hexen, die rkK hat sich säkularisiert (verkehrt, denn sie beschäftigt bis heute nicht nur Exorzisten, sondern sieht sich auch selbst in der Erfüllung von Prophetien der Offenbarung des Johannes), also laßt uns zur Tagesordnung übergehen.

    Es ist im Gegenteil so, daß sie stets ihre eigene Agenda hatte und gesellschaftliche Bewegungen wie den Nazismus für sich zu nutzen verstand, und allem Anschein nach ist diese Agenda bestimmt von einem fanatischen Haß auf alles Protestantische, und zwar in der Größenordnung von protestantischen Staaten (Stichwort: Preußen).

    Ergänzung: Diese Größenordnung reicht offenbar noch immer nicht, denn nach William Engdahl ging es Urban II darum, das oströmische Reich wieder unter Roms Vorherrschaft zu bringen – mit allen Mittel, eben auch mit dem Vorwand eines Kreuzzuges gegen die Moslems, was er demnach als Kollateralschaden abgebucht haben dürfte. Ich hätte dazu gern mehr gewußt, aber Engdahl hat das nur kurz gestreift. Dennoch erwähne ich dies, einmal weil ich Engdahl als sehr seriösen Geschichtsforscher kenne, zum andern aber vor allem, weil sich die Heilige Schrift sehr deutlich äußert in Off 17:5 (Luther 1912)
    …und an ihrer Stirn geschrieben einen Namen, ein Geheimnis: Die große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden.“
    Das war seit Martin Luther eine urprotestantische Erkenntnis, die in dem Urteil des Antichristen in Rom formuliert wurde und die von den ihren eigenen Gründer verratenden Evangelischen heute peinlich zur Seite geschoben wird.
    Wenn diese Denkungsart zur Tradition der RKK gehört, nimmt es auch nicht mehr wunder, daß ihr der Mord an den eigenen Priestern und Mitgliedern durch die Hand von Islamisten in jüngster Zeit fast keinen Protest wert ist, weil damit angezeigt wird, daß sie dahinter einen viel größeren Plan verfolgt, siehe oben.

    Die Daily Bell scheint auch über wenig Geschichtskenntnis zu verfügen, weshalb man ihr einmal Karl-Heinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums empfehlen sollte (der Titel ist verkehrt, denn der römische Katholizismus ist eben KEIN Christentum).

    Ebenso Yves Guyot: Soziale und politische Bilanz der römischen Kirche oder David A. Plaisted: Estimates of the Number Killed by the Papacy in the Middle Ages and later, © 2006

    Um Letzteres in einer Zahl zusammenzufassen, die kaum bekannt ist: Es sind geschätzte 68 Millionen Menschen, welche die rkK in einem definierten Zeitraum auf dem Gewissen hat. Und man täusche sich nicht: der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.

  14. Jürg Rückert // 15. November 2017 um 21:29 // Antworten

    Herr Papst, wo ist das „Vaterland“ geblieben, für das die Kirche noch vor 70 Jahren so innig beten und kämpfen ließ?
    Jetzt ist dafür (u.a.) die „Solidarität“ angetreten. Es ergeht ihr genau so, wie dem Vaterland: missbraucht, überdehnt, besudelt, dann verhöhnter Abfall.
    Bevor Sie 2013 zum Papst gewählt wurden, saßen Sie Schulter an Schulter mit anderen Kardinälen. Nach der relativ demokratischen Wahl öffnete sich da der Himmel und sprach da eine Stimme: „Dies ist mein geliebter Stellvertreter auf ihn müsst ihr hören“? Auf was gründet sich Ihr Machtanspruch? Welche Weihe empfingen Sie durch diese so menschliche Wahl, nach der Ihnen die anderen Kardinäle nur noch bis unter das Knie reichen?
    Waren es nicht die „Mafiosi“ des St. Gallener Weges, die konspirativ ihre Wahl als eines Progressiven strategisch und taktisch erfolgreich werden ließen? Ein kühner Gedanke, die Wahl dann als Akt Gottes zu deuten!
    Sie beklagen den „Populismus“. Wenn ich so an einige Ihrer Auftritte denke, könnten Sie das selbstkritisch gemeint haben?
    Und noch einmal mein altes Anliegen: Werfen Sie Ihren Rechtscodex in den Tiber! Reißen Sie die eigenen Mauern ein! Übergeben Sie sich ganz dem Wirken des Heiligen Geistes.
    Und noch eine Bitte: Bringen Sie als Mann der Armen alle Ihre Thronsessel ins Museum. Und ganz besonders die blasphemischen cherubimartigen Sphinxe, die doch nur vor dem Thron Gottes stehen dürfen!

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. So lenkt der Vatikan die EU-Politik – „Heiliges Römisches Reich“ reloaded | PRAVDA TV – Lebe die Rebellion

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*