Immobilien-Investment im Schwarm

Wohnungsbau per Crowdinvesting? / Qiuelle: Pixabay; https://pixabay.com/de/baustelle-architekt-bauarbeiten-2733678/ Wohnungsbau per Crowdinvesting? / Qiuelle: Pixabay; https://pixabay.com/de/baustelle-architekt-bauarbeiten-2733678/
In Zeiten der Null-Zins-Politik ist es schwer, rentierliche und wertbeständige Geldanlagen zu finden. Eine neue Form ist das Crowdinvesting in Immobilien.

Immobilien gelten immer noch als rentierliche und wertbeständige Geldanlage. Doch längst nicht jeder Anleger kann sich eine Immobilie leisten, denn das erfordert größere Summen. Doch es gibt eine Alternative: Immobilien-Engagements mittels Crowdinvesting.

Das Crowdinvesting ist eine typische Erfindung des Internet-Zeitalters. Es geht darum, Geldbeträge von vielen Usern im Netz – der „Crowd“ oder dem „Schwarm“ – einzusammeln, um damit größere Vorhaben, zum Beispiel Immobilien-Projekte, zu finanzieren. Das geschieht über entsprechende Plattformen im Netz, die als virtuelle Marktplätze, Finanzierungsvermittler und Abwickler fungieren.

Crowdinvestment-Immobilien immer mehr im Fokus

Das Crowdinvesting ist relativ neu und hat erst in den letzten Jahren mehr Verbreitung gefunden. Es stellt eine Weiterentwicklung des Crowdfunding dar. Bei diesem geht es ebenfalls um Finanzierung – aber mehr aus idealistischen Zwecken. Das zur Verfügung gestellte Geld hat eher Spendencharakter. Beim Crowdinvesting steht dagegen die Geldvergabe gegen Rendite im Vordergrund. „Investing“ bedeutet dabei, dass es um ein echtes Investment mit Chancen und Risiken geht, nicht einfach nur um Geld leihen.

Die ersten Crowdinvesting-Plattformen in Deutschland waren vor allem auf Startup- und Unternehmensfinanzierung ausgerichtet. Allerdings sind die Risiken, dass das Investment „schiefgeht“, hier besonders hoch – bis hin zum Totalverlust. Daher konzentriert man sich inzwischen mehr auf Immobilien. Eine Plattform wie exporo.de hat das von Anfang an getan. Immobilien sind relativ gut kalkulierbar, und ein Totalausfall ist relativ unwahrscheinlich. Auch wenn die Renditeerwartungen sich nicht erfüllen sollten, bleibt immer noch das Objekt an sich.

Projektentwickler und Geldanleger profitieren

Projektentwickler haben mittlerweile das Immobilien-Crowdinvesting als Finanzierungsform für sich entdeckt, denn Banken scheuen oft das Risiko, auch wenn es kleiner ist als bei der Startup-Finanzierung. Für Geldanleger in der Crowd bietet das Immobilien-Crowdinvesting die Chance, überdurchschnittliche Renditen mit begrenztem Risiko zu erwirtschaften. Engagements sind dabei mit überschaubaren Beträgen, zum Teil bereits wenigen hundert Euro, möglich.

Es gibt unterschiedliche Formen der Beteiligung. Häufig werden sogenannte nachrangige Darlehen gewählt. Dabei handelt es sich im Prinzip um ein „normales“ Darlehen mit fester Laufzeit und Verzinsung. Der Unterschied besteht in der Nachrangigkeit: im Insolvenzfall wird das Darlehen erst nach den übrigen Gläubigeransprüchen bedient. Das Ausfallrisiko ist daher höher als bei einem herkömmlichen Kredit. Dafür gibt es eine „Risikoprämie“ bei den Zinsen. Wie groß das Risiko tatsächlich ist, hängt naturgemäß von dem jeweiligen Projekt ab.

Streuung reduziert das Risiko

Anleger haben beim Crowdinvesting die Möglichkeit, das Risiko selbst gering zu halten, indem sie ihr Geld auf mehrere Vorhaben verteilen. Ein eventueller Verlust bei einem Projekt wird dann durch Gewinne woanders ausgeglichen.

Ihr Beitrag zur politischen Kultur!

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter

Invalid email address

Selbstverständlich können Sie den Newsletter jederzeit wieder abbestellen.


Print Friendly, PDF & Email
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
Karl Bernhard Möllmann
Gast

. . .
ZITAT @ Geolitico:
.
„…längst nicht jeder Anleger kann sich eine Immobilie leisten, denn das erfordert größere Summen.“
.
Und genau HIER sieht es im angeblich „reichen“ Deutschland derart miserabel aus – daß wir sogar hinter das angeblich „arme“ Frankreich zurück fallen – denn in kaum einem vergleichbaren Land besitzen derart wenige Menschen zu mindest DAS Haus, in dem sie leben . . .
.
DAFÜR ist die Kirche in Deutschland ein echter Groß-Grund-Besitzer!

Karl Bernhard Möllmann
Gast
. . . Im Übrigen befürchte ich – daß „Schwarm“ nur die neueste TARNUNG für die Unterwanderung der politischen Macht durch die MEGA-REICHEN & MONOPOLISTEN ist – die ja die heimlichen Macher hinter der Fassade des „Sozialismus“ sind, weil „Sozialismus“ die beste TARNUNG für die TOTALE KONTROLLE der Bürger durch die MEGA-REICHEN ist. . Jon Rappoport verweist auf den 1971’er Klassiker von Garry Allen („None Dare Call It Conspiracy“) – der das FALSCHE Spiel bereits 1971 durchschaute: . „I continue to expose the expansion of socialism—„the revolution by and for the masses,“ which is in fact a plot of ultra-rich… Read more »
Ranma
Gast

Das könnte man auch als Chance ansehen, nicht nur als Problem. Ähnlich wie bei Post und Bahn funktionieren auch als Vermieter Private, vor allem, wenn es sich nicht um richtige Privatpersonen, sondern um Aktiengesellschaften handelt, nicht so wie es wünschenswert wäre. Aber wenn es sich bei den Gebäuden sowieso nicht um das Eigentum der Bewohner handelt, was spräche dann dagegen, Gebäude wie es bereits bei Straßen und Schienen der Fall ist staatlicherseits zu verwalten?

Die Kommentare waren übrigens noch nie so treffend wie unter diesem, eigentlich überflüssigem, Artikel.
乱馬

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl
Wer über die langfristige Verwendung seiner gespeicherten Arbeitsleistung, z.B. zur Aufbesserung der späteren Rente nachdenkt, sollte von solchen Trapezkünstlern ohne doppelten Boden die Finger lassen. Es ist durchaus mit den überhitzten Aktienmärkten vergleichbar. Man muss kein Prophet sein um zu erkennen, dass der fulminante Preisanstieg bei Grundstücken und Häusern auf eine massive Korrektur wartet. Auf den ersten Blick gibt es (noch) keine flächendeckende Überhitzung des Immobilienmarkts in Deutschland. Ausnahme sind die Speckgürtel der Großstädte, in denen sich der Mittelstand in aller Regel keine eigene Immobilie mehr leisten kann, weil sich das Verhältnis Einkommen zu monatl. Belastung, trotz geringster Zinssätze, seit… Read more »
Evi Dent
Gast

Das Motto dahinter:
„Gib mir dein Geld, damit ich das tun kann, was du gerne gemacht hättest!“

waltomax
Gast
Voll im Arsch! Man stelle sich mal 10 Leutchen vor, die alle miteinander Handel treiben oder Dienstleistungen erbringen. Man darf und soll sich dabei gegenseitig übervorteilen. Am Ende wird sich immer eine „Wohlstands- und Vermögenspyramide“ heraus kristallisieren, in der einer fast alles hat, zwei weniger, 3 kaum was und 4 nichts mehr. Da wegen der breiten Armut kaum mehr wirtschaftliche Aktivitäten entfaltet werden, kann der reichste Obersack sein Geld schlussendlich nicht mehr reinvestieren und die verarmte Gesellschaft sich keine Kredite mehr leisten. Und dann ist der Ofen aus. Das ist die unmittebare Folge einer parasitären Pyramide, die sich als „alternativlos“… Read more »
hubi stendahl
Gast
hubi stendahl
@waltomax Zitat: „Da wegen der breiten Armut kaum mehr wirtschaftliche Aktivitäten entfaltet werden, kann der reichste Obersack sein Geld schlussendlich nicht mehr reinvestieren und die verarmte Gesellschaft sich keine Kredite mehr leisten. Und dann ist der Ofen aus.“ Und der Zins, auf das in dieser Art erwirtschafteten stehenden Kapitals des „reichen Obersacks“, stellt sich so lange als Turbo dar, bis der von Ihnen beschriebene Punkt erreicht ist. Dann kommen die Zentralbanken und fluten das System mit Geld, um einen Zusammenbruch temporär zu verhindern, weil man der irrigen Annahme ist, dass eine Zinssenkung auf Null, die Wirtschaft wieder boomen lässt. Was… Read more »
waltomax
Gast

…wobei es in solchen Sitationen immer der Krieg war, mit dem die Unzufriedenen dezimiert und neuer Bedarf geschaffen wurde….

Warum sollte es diesmal anders sein?

Heinss
Gast

Joseph Conrad:
ein gutes Geschäft ist eines, bei dem beide Seiten ihre Vorteile wahren.

Marlene Ott
Gast
Marlene Ott

die kirchen sollten auf ihrem grundbesitz ihre flüchtlinge kostenlos unterbringen, die schaffen das

Greenhoop
Gast

Wir sind tolerant !

Wir finden Schwarz/Gelb/Grün sei nicht optimal, aber leben müssten wir schon damit – wir sind tolerant.

Wir wissen, dass die Welt in der wir leben und wahrnehmen nichts mit der Realität zu tun hat, aber wir sind tolerant.

Wir stehen morgens früh auf, zahlen Einkommmen-, Grunderwerb-, Umsatz-, Versicherung-, Verbrauch- … und noch viele andere Steuern, welche zweckeentfremdet, aber als solidarisch proklamiert, allen, aber zuletzt den Trägern zu Gute kommmen – wir sind halt tolerant.

Wir opponieren, glauben weder an Crowdfunding noch an einen guten Ausgang der ganzen Geschichte – die anderen sind halt intolerant.

Schönen Abend und Gute Nacht.