Die Homoehe ist ein Menschenrecht

Homosexuelles Paar / https://pixabay.com/de/homosexualit%C3%A4t-regenbogen-mann-1686921/ Homosexuelles Paar / https://pixabay.com/de/homosexualit%C3%A4t-regenbogen-mann-1686921/
Seit Oktober 2017 können auch deutsche gleichgeschlechtliche Paare die Ehe schließen. Das erste homosexuelle Paar hat die Ehe am 1. Oktober vollgezogen.

Die erste gleichgeschlechtliche Hochzeit in Deutschland

Seit dem 1. Oktober 2017 können deutsche homosexuelle Paare die eine vollgültige Ehe mit allen Rechten und Pflichten schließen. Zwar war es schon seit 2001 möglich, eine gleichgeschlechtliche eingetragene Partnerschaft einzugehen, waren damit nicht alle Rechte einer heterosexuellen Ehe verbunden. Erst seit diesem Monat sind gleigeschlechtliche Paare heterosexuellen Paaren gleichgestellt.

Bodo Mende und Karl Kreile – die erste homosexuelle Ehepaar in Deutschland

Eine der ersten Schwulenhochzeiten fand in Berlin statt. Karl Kreile und Bodo Mende haben ihre Ehe mit ihren 100 Freunden und Bekannten im Rathaus Schöneberg vollzogen. Mende und Kreile haben 2002 eine eingetragene Lebenspartnerschaft abgeschlossen, die sie zu einer vollständigen Ehe umwandeln ließen.

Seit der Annahme des Gesetzes der Ehe für alle werden in Berlin und in anderen Städten der Bundesrepublik viele gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen. Unter anderem hat auch der Grünen-Politiker Volker Beck seinen Partner Adrian Petkov geheiratet.

Sind gleichgeschlechtliche Ehen überhaupt normal?

Obwohl das neue Gesetz von Homosexuellen, die während Jahrzehnten ihre Rechte durchsetzten, als großer Erfolg gewertet wurde, waren viele Bürger mit dem neuen Gesetz  unzufrieden. Die Gegner der Homoehe vertren die Meinung, dass es falsch ist, gleichgeschlechtliche Paare zu unterstützen und ihnen etwa das Adoptionsrecht zuzusprechen. Unter anderem wurde argumentiert, dass solche Kinder Akzeptanzprobleme in der Schule haben würden.

Aber gibt es nicht auch viele heterosexuelle Paare, die ganz und gar nicht gewöhnlich sind: Wenn etwa der Altersunterschied zwischen den Partnern 20 oder 30 Jahre beträgt.Trotzdem können heterosexuelle Menschen problemlos Ehen schließen, ohne Schocks auszulösen. Warum sind Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren heute noch nicht so selbstverständlich? Und wenn sie jemandem nicht gefallen, kann er Homoehen ja einfach ignorieren. Wenn man beispielsweise Casinos nicht mag, besucht man sie ja auch nicht. Und genauso wenig sollte man jemanden verbieten, kostenlos Book of Ra zu spielen. Diese Toleranz gilt auch für homosexuelle Ehen.

Eheringe /https://pixabay.com/de/hochzeit-ringe-gold-3d-blender-1246897/

Eheringe /https://pixabay.com/de/hochzeit-ringe-gold-3d-blender-1246897/

94.000 homosexuelle Paare leben in Deutschland

Mit der Verabschiedung des Gesetzes über die „Ehe für alle“ ist Deutschland zu einem der letzten Länder Westeuropas geworden, das die Gleichberechtigung zwischen homo- und heterosexuellen Paaren ermöglicht. In den Niederlanden, Schweden, Norwegen, Frankreich, Spanien und vielen anderen Staaten sind gleichgeschlechtliche Ehen schon seit langem legal.

Nach dem Mikrozensus 2015 gab es in Deutschland rund 94.000 gleichgeschlechtliche Paare und circa 43.000 von ihnen lebten in eingetragenen Lebenspartnerschaften.

Zusammenfassung

Obwohl das neue Ehegesetz von der breiten Öffentlichkeit nur mit großen Vorbehalten angenommen wurde, ist es ein wichtiger Schritt im Kampf für die Menschenrechte. Deutsche homosexuelle Paare haben dafür 28 Jahre gekämpft.

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7 Kommentare zu Die Homoehe ist ein Menschenrecht

  1. „Kriegserklärung – Rein sachlich betrachtet, hat die „Zivilisation“ mit der Legalisierung, das
    heißt mit der gesetzlichen und gesellschaftlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen
    der „Kultur“ den Knockout-Schlag versetzt. Denn nichts stand in den letzten fünftausend
    Jahren weltweit unverrückbarer für den Inbegriff einer aus der Natur heraus veredelten
    Kultur, als das Gebot natürlicher Partnerschaft zur Begründung einer Familie, der Keim-
    zelle aller kulturellen Ordnungen. Wer nun die Familie als Institution aufhebt, löst sich
    demonstrativ von den Grundlagen menschlicher Gesellschaften und erklärt damit der
    gesamten bisherigen Entwicklungsgeschichte und Tradition den Krieg.“ — Frank Lisson
    „Homo Viator. Die Macht der Tendenzen“ (2013), S. 157.

  2. Die höchste Stufe der Toleranz ist dann erreicht, wenn es einen nicht interessiert, was andere machen. So in Deutschland im Allgemeinen bereits Gang und Gebe und auch völlig i.O..
    Dieser Zustand wird gefährdet, durch permanentes in den Vordergrund drängeln und drangsalieren der Toleranten. Schwul ist nichts schlimmes (berufsschwul nervt allerdings), aber auch nichts Besonderes (oder hab ich Toleranz falsch verstanden?). Jeder soll so leben wie er möchte und mit wem auch immer. Die finanzielle Gleichstellung wäre auch ohne Trauschein kein Problem, wenn man es denn wollte. Es gibt keinen Grund, warum ein schwules Pärchen mehr Steuern zahlen sollte als traditionelle Ehepaare.
    Dennoch sehe ich die Ehe für Alle (warum heißt es nicht Ehe für Homosexuelle?) skeptisch. Es gibt kein Grundrecht auf Adoption (auch nicht für Heteros), sondern ein Grundrecht auf Unversehrtheit (insbesondere für Kinder!).
    Bei Adoptionen geht es (muss es gehen) !ausschließlich! um das Kindeswohl. Befindlichkeiten der Adoptierenden sind völlig bedeutungslos.
    Damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich sage nicht, dass Homosexuelle schlechtere Eltern als Heteros sind.
    Ich sehe eine andere potentielle Gefahr. Durch die neue Gesetzeslage besteht nun auch für Pädophile (ich wiederhole, dass ich das keinesfalls mit Homosexuell gleich setze) ein vereinfachter Zugriff auf Kinder. Wer kann mit absoluter Sicherheit ausschließen, dass sich nicht das eine oder andere „Pärchen“ nur aus diesem Grund zusammen tut. Natürlich war das bisher auch bedingt möglich und die Ämter geben ihr möglichstes im Rahmen ihrer Möglichkeiten, um das Kindeswohl zu sichern. Das ist aber kein Argument, die potentielle Gefahr steigern zu dürfen.
    Selbst wenn es nur einen einzigen derartiger Fall geben sollte (wer das zu 1000% ausschließen kann, werfe den ersten Stein), wäre das einer zu viel.
    Die Frage, die sich eine verantwortungsbewusste Gesellschaft stellen muss:
    Sind Einzelfälle von Kindesmissbrauch (oder auch nur ein höheres Risiko) zu akzeptieren, um vielen anderen Gutes zu tun?

    Ich denke nein, da es ausschließlich um das Kindeswohl gehen muss und es kein Grundrecht auf Adoption gibt.

    Man kann nun der Meinung sein, dass so etwas nie passieren kann und das Risiko nicht steigt. Was aber, wenn doch mal ein derartiger Fall bekannt wird? Ist es das Risiko wirklich wert?

    • @ Fred

      Ihre kritischen Worte sollten viel Menschen lesen (müssen) – schon, weil Sie Fragen aufwerfen, die ansonsten kaum im Blickfeld sind.

      Eine Einschränkung hätte ich dann aber doch:
      Wir sind längst keine verantwortungsvollen Gesellschaft mehr!

      Das Kindeswohl ist in diesem künstlich erzeugten Fall m.M.n. so irrelevant wie die fast trotzigen Befindlichkeiten irgendwelcher Homos.
      So paßt das Nachgeben bei den Homowünschen prima mit dem Sexualkundeunterricht für Grundschüler zusammen, um die Normalität (Familie) zur Abartigkeit zu erklären und gewachsene natürliche Strukturen als überholt darzustellen.
      Typen wie Barnett schreiben inzwischen Bücher über ihren *Fahrplan*.

      Wenn also der von Ihnen befürchtete Fall eintreten sollte, dann war´s… naaa?…
      ein Einzelfall.

      • Ich habe nicht behauptet, dass wir eine verantwortungsvolle Gesellschaft sind, sondern ..wenn es so wäre (Idealfall), dann muss so etwas Wichtiges hinterfragt werden (und zwar vorher) ;-). Da es das aber nicht wurde und nicht wird…(So wie in vielen anderen Dingen auch)…

        Die Einzige Frage, die den Befürwortern gestellt werden muss wäre:
        ###############################################
        Können Sie mit absoluter Sicherheit und in absolut jedem Fall ausschließen (oder wie stellen Sie sicher), dass das erweiterte Adoptionsrecht keinem einzigen Kind schadet und nicht von „Kinderfreunden“ ausgenutzt wird?
        ##############################################
        Alle anderen Fragen und Scheindiskusionen führen zu nichts und sind reine Nebelkerzen. Auch rechtlich ließe sich das nur mit dieser Fragestellung aushebeln. Schaun wir mal, ob einer drauf kommt (kommen möchte).

  3. Die Homoehe ist ein Menschenrecht …. rofl. Mit diesem Satz machen Sie Menschenrechte zu einer petitesse.
    Aber ich möchte mich dem ersten Kommentar dazu 100%ig anschließen.

  4. Nachtrag zu meinem Kommentar:
    https://www.pravda-tv.com/2017/10/globale-agenda-ein-boeser-plan-wie-der-untergang-der-moral-eine-ganze-gesellschaft-zerstoert-video/

  5. Das rechtliche Zusammenleben einer Zweiergemeinschaft: Zuneigung ja? Vernunfts“ehe“ vielleicht? FAMILIENplanung sicher nicht!
    Und letzteres ist sicher der Punkt, wo der Staat mit Familenförderung bei regulären Familien, um zu diversifizieren, eingreifen könnte und muß, denn das ist der ursprüngliche Sinn einer Ehe und Familie: auf gen(iale) Sippenfortpflanzung bedacht im Sinne eines Gemeinwohls der vererbenden Gemeinschaft, die sozialen Rückhalt bietet, ungeachtet augenblicklicher ideologischer Strömungen: Volksgut = Allgemeingut, ein ständiges WEITERGEBEN der charakteristischen Identität. Bei Homoehen führt das natürlich, nicht nur durch Beliebigkeit, in ein Endstadium, d.h. sollte zugelassen, weil privater Bereich, aber nicht staatlich subventioniert oder gefördert werden.
    Die Promiskuität hat durch Pornographielegalisierung überall Einzug gefunden, ein gesellschaftlicher Verfall. Bei „Schwulen“ war es aber immer der anspornende Lebensinhalt, was einem echten „Familien“sinn vernichtend, und verachtend(!) gegenübersteht. Dort wird Promiskuität zur Normalität, was man gesellschaftlich nicht akzeptieren sollte. Der geöffnete Weg zu Mißbrauch und allgemeiner Vielehe ist dann nicht mehr weit und nicht mehr zu verhindern. Weil nur noch Egoismen zählen = gleich falsch verstandene aber geforderte Liberalität?

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