Italien entscheidet über den Euro

Italienische Lira / By Banca d'Italia (Scan aus der Sammlung von Benutzer:Diorit) [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3A1000_Ital_Lira.jpg Italienische Lira / By Banca d'Italia (Scan aus der Sammlung von Benutzer:Diorit) [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3A1000_Ital_Lira.jpg
Wenn Italien im kommenden März wählt, droht der EU ein gewaltiges politisches Erdbeben. Und dieses Beben dürfte den Euro unter sich begraben.

 

Die Wahlen in diesem europäischen „Superwahljahr“ 2017, bei denen zuletzt die AfD mit großem Erfolg in den Bundestag einzog, sind nur politische Vorgeplänkel im Vergleich zu dem, was nächstes Jahr auf die EU zukommt. Denn am 15. März 2018 wird in Italien ein neues Parlament gewählt. Und dabei wird es auch um den „Italexit“ gehen, den Ausstieg Italiens aus der Eurozone.

Bereits am 04. Dezember 2016 hat Italien einen ersten Schritt in diese Richtung getan. Damals sprach sich eine Mehrheit von 59 Prozent der Italiener gegen eine geplante Verfassungsänderung der Regierung aus. Zwar ging es dabei lediglich um eine Reform des politischen Systems, aber es war auch ein Stimmungstest der Bevölkerung. Das Ergebnis zeigt, dass die Italiener nicht dazu bereit sind, auch schmerzhafte Reformen durchzuführen. Diese wären jedoch notwendig um Italien zukunftsfähig zu machen.[1]

Mehrheit der Euro-Kritiker

Das Referendum war vermutlich der erste Dominostein, der gefallen ist, um den Italexit einzuleiten. Denn die Italiener sind mit den etablierten Parteien mehr als unzufrieden. Die sozialdemokratische Partei, Partito Democratico, des früheren Premierministers Matteo Renzi , könnte aktuellen Umfragen[2] zufolge nur mit rund 27 Prozent der Stimmen rechnen. Auf der anderen Seite steht ein eurokritischer Block. Bestehend aus der Fünf-Sterne-BewegungLega Nord und Forza Italia. Zusammengenommen würden diese Parteien mit ungefähr 56 Prozent auf eine rechnerische Mehrheit kommen.

Auch wenn dieser eurokritische Block in vielen politischen Fragen sehr heterogen ist, verbindet die Parteien ihre gemeinsame Skepsis gegenüber der „europäischen“ Gemeinschaftswährung.  Im Falle eines Wahlsieges hat die Fünf-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo deshalb bereits ein Referendum über die Zukunft des Euros angekündigt. Mithilfe der Stimmen der beiden anderen Parteien dürfte dieser Plan politisch umsetzbar sein.

Abb. 1: BIP-Vergleich zwischen Italien und Deutschland. Zahlen von Worldbank.org

Abb. 1: BIP-Vergleich zwischen Italien und Deutschland. Zahlen von Worldbank.org

Vorteile der Lira

Seit der Euro-Einführung 1998 ist Italiens Wirtschaft kaum gewachsen (Siehe Abb. 2). Der Grund: Das Land hat im Euro aufgewertet und dadurch seine Wettbewerbsfähigkeit verloren. Vor dem Euro konnte dieses Problem noch relativ einfach gelöst werden, denn die italienische Notenbank verfolgte stets eine inflationäre Geldpolitik. Sie kaufte Staatsanleihen der eigenen Regierung auf, um diese mit frischer Liquidität zu versorgen. Das geschah meistens dann, wenn die Zinsen auf dem Geldmarkt sehr hoch und keine Abnehmer für italienische Staatsanleihen zu finden waren. Durch diesen Aufkauf konnten die Zinsen wieder gesenkt, der Liquiditätsbedarf der Regierung gestillt und die Lira abgewertet werden.

Das war für die italienische Wirtschaft von Vorteil, da man nun die Güter einfacher ins Ausland exportieren konnte. Im Zuge dieser Politik konnte die internationale Wettbewerbsfähigkeit wieder hergestellt werden. Alternativ wäre dies nur möglich gewesen, wenn die Italiener „intern“ abgewertet, also die Löhne und Preise nominell reduziert hätten. So ein Schritt ist politisch aber schwerer umzusetzen, als eine „externe“ Abwertung über die Währung.

Letzte Option

Wie sehr die italienische Wirtschaft an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hat, zeigt sich an der Entwicklung der industriellen Produktion. Zurzeit liegt jene um ein Viertel niedriger als zum Zeitpunkt der Euroeinführung. Deutschland konnte seinen industriellen Output hingegen deutlich steigern (Siehe Abb. 2).

Abb. 2: Entwicklung der industriellen Entwicklung Deutschlands und Italienv von 1998 bis 2017. Datenquelle: OECD

Da die Italiener nicht zu Reformen bereit sind, um eurointern abzuwerten, bleibt nur noch der Italexit als letzte Option. Durch die Wiedereinführung einer nationalen Währung könnte diese abgewertet und so die Wettbewerbsfähigkeit Italiens wiederherstellt werden.

Auf diesem Wege könnte das Land mittel- bis langfristig auch die katastrophale Jugendarbeitslosigkeit reduzieren. Vier von zehn Jugendlichen sind in Italien arbeitslos (Siehe Abb. 3). In der Eurozone ist dieser Wert nur in Spanien und Griechenland noch schlechter.

Abb. 3: Jugendarbeitsloigkeit in ausgewählten Ländern 2016. Datenquelle: OECD

Kapitalflucht nimmt zu

Längst schon nehmen die Zweifel zu, dass Italien mittel- bis langfristig in der Eurozone verleibt. In den vergangenen Jahren nahm die Kapitalflucht kontinuierlich zu, was sich in den gestiegenen Target-2-Salden widerspiegelt (Siehe Abb.4). Dort werden die Verbindlichkeiten (Schulden) der italienischen Notenbank gegenüber den restlichen Euroländern aufgeführt. Im Februar wies die Bilanz für Italien ein Defizit in Höhe von 368,1 Mrd. Euro auf. So hoch wie nie zuvor.

Ebenso rekordverdächtig sind die Forderungen der Bundesbank gegenüber dem Eurosystem. Sie stiegen auf über 814,4 Mrd. Euro an. Zum Vergleich: Der Bundeshaushalt betrug 2016 knapp 317 Mrd. Euro.

Bei einem Austritt Italiens aus der Eurozone werden die Target-Schulden hinfällig. Das würde ein riesiges Defizit in den deutschen Haushalt reißen. Italien wäre hingegen fein raus und mit einem Schlag einen großen Teil seiner Schulden los. Denn die anderen Euroländer hätten kaum eine (nicht-militärische) Möglichkeit, ihre Forderungen einzutreiben.

Die italienische Regierung kennt dieses Erpressungspotenzial sehr genau. Sie sitzt am längeren Hebel und kann erheblichen Druck auf die Bundesregierung ausüben. Die Einwanderungskrise stärkt die italienische Verhandlungsposition noch weiter, denn die Regierung in Rom könnte wieder tausende Migranten nach Norden durchwinken und Deutschland so mit Wirtschaftsflüchtlingen fluten.

Abb. 4: Target-2-Salden der deutschen und italienischen Notenbank. Zahlen von der Europäischen Zentralbank

Abb. 4: Target-2-Salden der deutschen und italienischen Notenbank. Zahlen von der Europäischen Zentralbank

Der Brexit war erst der Anfang

Auch wenn die Wahlen in den Niederlanden, in Frankreich und in Deutschland noch nicht am Euro rüttelten: Im kommenden März könnte es das große politische Erdbeben geben. Die Chancen für einen Ausstieg Italiens aus der Eurozone sind so günstig wie nie. Sowohl die politische als auch wirtschaftliche Situation des Landes lassen diesen Schritt als wahrscheinlich erscheinen. Das zeigt auch der „Euro break-up Index“, der Analysten von Sentix.[3] Dort gilt der Italexit mittlerweile als genauso wahrscheinlich wie der Grexit, also dem Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone.

Die EU würde nach dem Brexit einen Italexit kaum verkraften. Alleine die Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens binden viele Ressourcen. Eine weitere Großbaustelle – die nebenbei bemerkt viel komplizierter werden dürfte als der Brexit – kann sich die EU nicht leisten.

 

Anmerkungen

[1] https://www.welt.de/finanzen/article159203232/Jetzt-ist-der-Euro-Austritt-Italiens-wahrscheinlicher-als-ein-Grexit.html

[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Opinion_polling_for_the_next_Italian_general_election

[3] https://www.sentix.de/index.php/sentix-Euro-Break-up-Index-News/vorlaeufige-entspannung.html

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Über Michael Lechner

Michael Lechner studierte Politikwissenschaften an der Universität Kassel und Moskau. Derzeit beendet er sein Masterstudium der Staatswissenschaften mit den Schwerpunkten Politik und Wirtschaft an der Universität Erfurt. Kontakt: Webseite | Facebook | Twitter | Weitere Artikel

52 Kommentare zu Italien entscheidet über den Euro

  1. hubi stendahl // 12. Oktober 2017 um 09:24 // Antworten

    Zitat:
    „Bei einem Austritt Italiens aus der Eurozone werden die Target-Schulden hinfällig.“

    Wo steht das?

    Es gibt diesbezüglich keinerlei Vereinbarungen zwischen den Zentralbanken, es ist ein reines Verrechnungsinstrument das voraussetzt, dass niemand aussteigt. Für einen Ausstieg gibt es kein Vertragsszenario. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Deutsche Bundesbank die Forderungen bis zum St. Nimmerleinstag in den Büchern belässt, denn es handelt sich ja um bereits abgewickeltes Geschäft, dass mit der Arbeitsleistung der Arbeiter der Konzerne der BRD bezahlt wurde. Wie?

    Durch Lohndumping in Deutschland, wie die Statistiken beweisen. Der Reallohn in der BRD hat sich seit Q1/1993 bis heute exakt um 0 % nach oben bewegt.

    https://www.querschuesse.de/deutschland-reallohnindex-q4-2016/

    Das ist auch der Grund für das Ausbluten der anderen Volkswirtschaften, in denen die Reallöhne im gleichen Zeitraum um durchschnittlich real 22 % stiegen (einschl. Griechenland, dass mittlerweile in´s Negative abgestürzt ist).

    Dieser Trick, die bewusste Lancierung des Lohndumpings in der BRD, hat nur vordergründig etwas mit Vollbeschäftigung oder Gewinnmaximierung der Konzerne zu tun, wie es je nach Sichtweise neoliberaler oder sozialistischer Protagonisten bewertet wird (z.B. Heiner Flassbeck, der nur die mechanischen, nicht aber die politischen Wirkungen beschreibt). Die Wahrheit ist, dass die von den Neocons vorgegebene Politik Merkels und Schäubles damit zum Erpressungspotential für andere Staaten avancierte, was sicher gewollt ist. Wofür ein Erpressungspotential?

    http://www.geolitico.de/2017/01/10/der-plan-der-angela-merkel/

    Es wird nicht verstanden, dass die derzeitige Entwicklung auch in Italien genau für dieses Szenario des Abrisses der Nationalstaaten mit Verfassungen vorgesehen ist. Italien ist mit dem derzeitigen Schuldenstand, ganz unabhängig vom negativen Target-Saldo definitiv pleite. Das gilt auch für Spanien, Portugal und Griechenland.

    Dieser Zusammenhang ist nicht nur den Initiatoren an der Ostküste, in Brüssel und der CoL bekannt; sie selbst erzeugten diesen Zustand, um die geschwächten Staaten in eine Abhängigkeit zu einem übergeordneten zentralen Konstrukt (Brüssel) zu bringen.

    Der Artikel glaubt an eine Unabhängigkeit Italiens, wenn nach den Neuwahlen der Euro abgestoßen wird.

    Lieber Herr Michael Lechner. Lesen Sie sich als Student mal bei den Kommunisten und Sozialisten Griechenlands ein und schauen Sie sich an, wie sie nach ihrer Wahl bettelnd nach Brüssel pilgerten und dort um Zuneigung winselten, diametral der Wahlversprechen im Wahlkampf.

    Das aufgebaute und weiter inszenierte Chaos dient der Finanzelite dazu, die in Abhängigkeit geratenen Staaten, zu Agenturen der global aufgestellten Finanz- und Industriearchitektur umzugestalten. Mit allerlei Ideologiegeschwafel (z.B. Gender, Gleichheitswahn etc) und Nebelkerzen, damit selbst gebildete Teilnehmer auf den unteren und mittleren Ebenen, diesen Verlauf nicht durchschauen.

    • allerlei Ideologiegeschwafel (z.B. Gender, Gleichheitswahn etc)

      Wie wahr, gestern erst wieder irgendwo übers „Klima“ gehört, fast wäre die Erde vereist wegen dem Baumwuchs, grade nochmal Glück gehabt – gut, wenn man dann nicht mehr völlig nüchtern ist.

      Was mich umtreibt ist der dem allen zugrundeliegende Gedankengang die Finanzmittel hätten „Substanz“ – die haben sie nun nicht sondern sind ein reines, abstrahiertes Mittel der Machtstrukturen. Was sollte etwa Italien (nur mal so gedacht – das hatte schon jemand anderes gemacht) hindern zu sagen: ab jetzt nur noch im Austausch? Tja, und dann? Wahrscheinlich wieder Krieg?

    • Horst Wonneberger // 12. Oktober 2017 um 21:54 // Antworten

      „Durch Lohndumping in Deutschland, wie die Statistiken beweisen. Der Reallohn in der BRD hat sich seit Q1/1993 bis heute exakt um 0 % nach oben bewegt.“

      Sein Sie froh, dass es so ist. Andernfalls würde es in diesem Land noch düsterer aussehen, als es schon der Fall ist. Wer sollte deutsche Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland konsumieren, hätten sich die deutschen Löhne parallel zur Produktivität und/oder dem BIP entwickelt.

      Das ist auch der Grund für das Ausbluten der anderen Volkswirtschaften, in denen die Reallöhne im gleichen Zeitraum um durchschnittlich real 22 % stiegen (einschl. Griechenland, dass mittlerweile in´s Negative abgestürzt ist).

      „Das ist auch der Grund für das Ausbluten der anderen Volkswirtschaften, in denen die Reallöhne im gleichen Zeitraum um durchschnittlich real 22 % stiegen (einschl. Griechenland, dass mittlerweile in´s Negative abgestürzt ist).“

      Das war eine freie Entscheidung der anderen Volkswirtschaften. Und niemand hat sie gewzungen, nicht innovativ zu sein, trotz allen Vorsprungs deutscher Produkte.

      Und Flassbeck als entweder neoliberal oder sozialistisch zu bezeichnen, ist ein starkes Stück. Im Gegensatz zu Ihnen, der meint, in diesem Forum die ökonomische Weisheit mit mit der Muttermilch aufgesogen zu haben, beschäftigt sich dieser Mensch nicht nur tagein, tagaus mit ökonomischen, sondern sowohl auch mit politischen Fragestellungen.

      Jedenfalls findet er nicht die Zeit, jeden Artikel – ganz gleich zu welcher Thematik -mehrfach jeden Tag auf geolitico zu kommentieren.

      • hubi stendahl // 13. Oktober 2017 um 13:58 //

        @Horst Wonneproppen

        Zitat:
        „Und Flassbeck als entweder neoliberal oder sozialistisch zu bezeichnen, ist ein starkes Stück. Im Gegensatz zu Ihnen, der meint, in diesem Forum die ökonomische Weisheit mit mit der Muttermilch aufgesogen zu haben, beschäftigt sich dieser Mensch nicht nur tagein, tagaus mit ökonomischen, sondern sowohl auch mit politischen Fragestellungen.“

        Als neoliberal kann man Flassbeck sicher nicht bezeichnen. Wüsste auch nicht, wer das jemals behauptet hat. Als Sozialist im Sinne des Geldwesens wird er sich sicher selbst sehen. Schließlich schreit er ja dauernd nach Lohnerhöhungen, ohne die wirklichen Ursachen, die systemischen Zwangsläufigkeiten beim Namen zu nennen.

        Zitat:
        „Im Gegensatz zu Ihnen, der meint, in diesem Forum die ökonomische Weisheit mit mit der Muttermilch aufgesogen zu haben, beschäftigt sich dieser Mensch nicht nur tagein, tagaus mit ökonomischen, sondern sowohl auch mit politischen Fragestellungen.“

        Erstens können sie nicht wissen, womit ich mich „tagein, tagaus beschäftige. Und zweitens können Sie das von Flassbeck ebenfalls kaum wissen, es sei denn, dass Sie selbst Flassbeck sind und mit dem Pseudonym „Wonneproppen“ ihr leeres Zeug absondern.

        Vielleicht versuchen Sie es mal mit Themen, in denen Sie sich auskennen.

      • Horst Wonneberger // 13. Oktober 2017 um 22:35 //

        Nun, lieber Nord-West-Brandenburger, den Namen Flassbeck haben immerhin sie in einem Satz mit den Attributen neoliberal oder sozialistisch aufgeführt. Ohne jedoch genau zu benennen, welches der beiden Attribute auf den vorgenannten zutreffen soll.
        Zumindest jedoch verbreitet Flassbeck seine Thesen unter einem Klarnamen, was man von einem anderen wohl beachteten deutschen Ökonomen nicht behaupten kann…
        Vielleicht aber hat Flassbeck nur erkannt, wenn er Lohnerhöhungen fordert, dass Vollzeit –Jobs, die monatlich staatlich bezuschusst werden müssen, um in David Graebers Sprache zu bleiben, schlicht und ergreifend „Bullshit-Jobs“ sind.
        Mich beschleicht der Eindruck, sie leben in einem ökonomischen Wohlfühlkokon, dass nur sie imstande sind, mit entsprechenden wissenschaftlichen Dokumenten zu hinterlegen. Lassen Sie sich gesagt sein, dass sie in dieser Welt voller Informationen, für jede noch so krude ökonomische These wissenschaftlich anmutende Belege finden können, wie sie selbst in schöner Regelmäßigkeit es zelebrieren.
        Kommen Sie also von ihrem hohen Ross herunter und unterstellen bitte nicht den anderen eine Ahnungslosigkeit, die man auch Ihnen nachsagen könnte. Wie sich die ökonomischen Begebenheiten entwickeln, wird die Zeit zeigen.

      • hubi stendahl // 14. Oktober 2017 um 09:53 //

        Verehrter Herr Wonneberger,

        nun sind wir zumindest zurück auf ein diskutables Niveau.

        Deshalb mit allem Respekt meine Äußerung als Teilsatz nochmals:

        „……oder sozialistischer Protagonisten bewertet wird (z.B. Heiner Flassbeck, der nur die mechanischen, nicht aber die politischen Wirkungen beschreibt).“

        Sie beharren nach wie vor darauf, dass ich Flassbeck mit dem Neoliberalismus in Verbindung gebracht habe. Das lässt sich mit ordentlichen Deutschkenntnissen aber nur dann heraus lesen, wenn die Motivation darin besteht, anderen um jeden Preis die Reputation absprechen zu wollen. Oder haben Sie eine andere Erklärung? Dass der Inhalt der Klammer, die der Erwähnung des Namens Flassbeck folgt, sich ausschließlich auf den voranstehenden Satzteil bezieht, sollte nun wirklich bei ruhiger Lesart jedem auffallen. Die Kunst besteht darin, einen Irrtum zu erkennen und daraus zu lernen. Es sei denn, die Kritik dient einem anderen Zweck.

        Und das Flassbeck mit seinen Forderungen nach Lohnerhöhungen oder Austritt aus der Gemeinschaft nur eine KURZZEITIGE Wirkung beschreibt, ist doch nirgendwo mehr strittig, außer bei einigen Sozialisten, deren Hauptantriebsfeder die Umverteilung von gespeicherter Arbeitsleistung ist.

        Die Spekulation, dass der Euro IN VORLIEGENDER FORM zur Deutschen Wiedervereinigung von jenen zur Auflage gemacht wurde, die an den folgenden Verwerfungen mächtig verdient haben und die „neue BRD“ in Sippenhaft (Entmachtung) genommen haben, ist doch mittlerweile auch Allgemeingut.

        Dass Sie nun auffordern, „froh darüber zu sein“, dass die deutsche Wirtschaft unter einer Schwachwährung ihre Produkte verkaufen kann, zeigt auch nur, dass Sie sich mit den Gesamtwirkungen und Ursachen nicht ausreichend auseinandergesetzt haben. Warum konnte die „alte BRD“ wohl unter der härtesten Währung der Welt Vollbeschäftigung generieren?

        Der Euro hat nur dazu geführt, dass die sogenannte Deutschland AG unter fremdes Kapital geriet und internationalisiert wurde:

        http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dax-unternehmen-gehoeren-mehrheitlich-auslaendischen-investoren-a-970439.html

        Und damit erst der Weg für das Lohndumping frei gemacht wurde. Schon vor der Schröder/Fischer Agenda 2010.

        Erinnern Sie sich an die Kritik Münteferings (2005?) mit dem Begriff Heuschrecken, u.a. wegen KKR´s Siemens Nixdorf Börsengang, wobei diese Gangster aus dem Erlös 225 Millionen Euro abzweigten und 125 Million in die Kassen von Siemens-Noxdorf flossen? Das hätte man durch angebotenen Lohnverzicht der Belegschaft besser lösen können.

        http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dax-unternehmen-gehoeren-mehrheitlich-auslaendischen-investoren-a-970439.html

        Es steht beispielhaft für die Zerstörung eines Wirtschaftsstandorts, der bei Weiterführung der Linie Ludwig Erhards sehr gut mit einer 30% aufgewerteten Währung hätte leben können, in einem Sozialstaat nach der Idee Ludwig Erhards.

        Nun, nachdem die seinerzeitigen Protagonisten sich von der angelsächsischen Finanzelite haben über den Tisch ziehen lassen, jammern sie, einschl. Flassbeck, der damals (98/99) als typischer Technokrat noch nie im Leben einen Cent selbst verdienen musste, als Staatssekretär unter Lafontaine, dass sie ihren Keynesianismus nicht so umsetzen konnten, wie gewünscht. Seine spätere Tätigkeit bei der UNCTAD, am Ende als Chefvolkswirt, zeigt nur, dass er in einem technokratischen Universum lebte und folglich noch heute lebt. Deshalb wundert es nicht, dass er es nicht schafft, wie viele dieser Technokraten, über eine Ebene hinaus zu denken, und fordern immer wieder nach dem gleichem Muster im fehlerhaften System, moralisierend oder politisch, einen Ausgleich. Das sind allesamt Flickschuster oder eingekaufte Puppen, wie z.B. Straubhaar bei uns oder Krugman in den USA, der dort Popstar ist.

        Wussten Sie eigentlich, dass der „legendäre“ Finanzminister Theo Waigel, der z.Zt. der Euroeinführung als Jurist Finanzminister war, nicht einmal das grundsätzliche monetäre Wissen mitbrachte, um die Wirkung des Euros abschätzen zu können. Hankel hatte bereits 1997 auf diese Falle hingewiesen und wurde bis zu seinem Tod nicht müde, diesen Zusammenhang zu predigen. Selbst das Target-System kannten bis zum Outing durch Sinn nur ganz wenige Insider und ein paar Leute, die man mundtot machte. Ein Trauerspiel ist das, nichts anderes.

        Übrigens, Ihre Kritik, dass jemand die Deutungshoheit für sich in Anspruch nehmen will, prallt ab. Eine Kommentarfunktion hat die Aufgabe Meinungen aufzunehmen. Wenn Sie Ihnen nicht passen, dann besteht die Möglichkeit darauf zu antworten und die eigene kund zu tun. Das sollte möglichst auf der Basis eines adäquaten Grundwissens geschehen, vor allem aber mit der Contenance, die einer fortgeschrittenen Kultur würdig ist. Dabei ist es die Freiheit des Einzelnen zu entscheiden, ob er mit Klarnamen oder Pseudonym auftritt.

      • Horst Wonneberger // 14. Oktober 2017 um 10:12 //

        Verehrter Herr Stendahl,

        semantisch wäre ich ganz bei Ihnen, da unmissverständlich, hätten Sie den betreffenden Satz folgendermaßen aufgebaut:
        …, wie es je nach Sichtweise neoliberaler oder sozialistischer (z.B. Heiner Flassbeck, der nur die mechanischen, nicht aber die politischen Wirkungen beschreibt) Protagonisten bewertet wird.

        Haben Sie jedoch nicht, so dass Sie sich die Frage gefallen lassen müssen, welches der genannten Attribute Ihrer Ansicht nach auf Flassbeck zutreffen soll. Ergo, mit der fehlerhaften Platzierung (in diesem Satzbau) der Klammer haben Sie selbst für Verwirrung gesorgt. Vielleicht bemerken Sie den feinen, aber evidenten Unterschied. „Soviel zu den ordentlichen Deutschkenntnissen.“

        Inhaltlich werde ich auf Ihren Kommentar später zurückkommen.

    • „Zitat:
      „Bei einem Austritt Italiens aus der Eurozone werden die Target-Schulden hinfällig.“

      Wo steht das? “

      Werter hubi stendahl, das ist hier nachzulesen:

      „Draghis Warnung an Italien: Wer aus der Eurozone austritt, muß seine Target-Schulden bezahlen!“

      https://finanzmarktwelt.de/draghis-warnung-an-italien-wer-aus-der-eurozone-austritt-muss-seine-target-schulden-bezahlen-51095/

      • hubi stendahl // 13. Oktober 2017 um 21:22 //

        Lieber @Johannes

        Zitat:

        Im Artikel heißt es:
        „„Bei einem Austritt Italiens aus der Eurozone werden die Target-Schulden hinfällig.“

        Ich fragte:

        „Wo steht das? “

        Sie sagen:
        Werter hubi stendahl, das ist hier nachzulesen:

        „Draghis Warnung an Italien: Wer aus der Eurozone austritt, muss seine Target-Schulden bezahlen!“

        Nochmal: Im Artikel heißt es, die Schulden müssen nicht zurückgezahlt werden. Ich fragte: Wo steht das?
        Sie sagen. Draghi warnt: Wer austritt der zahlt zurück! Und verweisen auf einen entsprechenden Artikel.

        Unterstützen Sie damit die These, dass Schulden zurückgezahlt werden müssen oder was wollen Sie mir sagen?

        Natürlich wird Italien die Schulden nicht zurückzahlen, entgegen üblicher Usancen. In einem System, in dem systeminhärent aufgeschuldet werden MUSS, kann Italien eine solche Summe gar nicht zurückzahlen. Wovon? Draghis Forderung ist insoweit eine Luftnummer, wie alles, was er die letzen 36 Monate gemacht hat.

        Richtig formuliert hätte es im Artikel also heißen müssen: „Bei einem Austritt Italiens aus der Eurozone, wird Italien mangels Masse die Schuld gegenüber den Target Forderungen der nationalen Forderungszentralbanken entgegen üblicher Usancen nicht tilgen.“ (vornehmlich die Deutsche Buba und die österreichische Nationalbank).

        Das gleiche Szenario gilt sinngemäß für Spanien.

        Lösung?

        Bei den Nationalbanken werden die Konten (Forderungen und Verbindlichkeiten) einfach weitergeführt bis zum „Jahr 2870“ und der Anteil der tatsächlich gelieferten Waren für Nippes ist dann eben futsch (er war ja nie da). Ein Teil deshalb, weil die Targetsummen ja nicht nur aus Warenlieferungen, sondern auch aus Kapitalflucht und Interbanken-Krediten besteht. Am Stichtag, der ganz sicher irgendwann kommt, sind wir schlauer wieviel es wirklich ist.

        Wer ne bessere Idee hat, immer her damit.

        Vorsicht: Löschen geht nicht wegen der Bilanzpflicht. Das könnte nur der IWF, der arbeitet wie ein nicht eingetragener Verein.

      • Johannes // 14. Oktober 2017 um 07:23 //

        Werter hubi Stendal, Ihre Ursprungsfrage ist – so denke ich – beantwortet. Der ,Chef‘ der EZB hat sich gegenüber den beiden italienischen Abgeordneten mehr als klar positioniert….

      • Tritt Italien aus, dürfte der Neu-Lira um ca. 15-20% Abwerten und da die EZB nicht mehr zur Verfügung steht, praktisch pleite sein. Das Vertrauen der Spekulanten ist weg und die Anleihen, Zinsen schießen in die Höhe. Das dürfte enorme Auswirkung auf dem Binnenmarkt haben, zumal auch die Importe steigen und die Kaufkraft abnimmt. Italien schlittert in eine Rezession.

        Aber das ist gut so. Man muss erst einmal tief unten ankommen, gesunden und erst dann geht es wieder Aufwärts. Ich empfehle hierzu die jüngste Geschichte und die Bewältigung der Irland-Krise nachzuvollziehen.

        Und natürlich wird das auch die anderen Länder mit hinabziehen. Einmal weil Kredite nicht beglichen werden können und zum anderen, weil die Kaufkraft für Importe wegfällt. Dazu kommt, dass Euroinvestoren am Euro zu zweifeln beginnen.

        Das dürfte dann interessant werden, vor allem, wenn Länder ihre Eurowährungsreserven abstoßen.

  2. @stendahl

    Man ist geneigt, noch einen Ebene höher einzusteigen. Die Chinesen, welche gerade den Petrodollar demontieren, werden den Dollar insgesamt zur Hölle schicken. Der EURO ist mit Dollaronen „gedeckt“ und wird mit deren unabwendbarer Hyperinflation mit in den Orkus fahren.

    Chinas Yuan wird den Dollar ohne Zweifel als Leitwährung ablösen, weil er goldgedeckt ist. Das Angebot Chinas, Öl auch in Gold zu bezahlen, wird Saudi – Arabien zum Umfallen bringen. Auch Riad wird Yuan annehmen.
    Damit sind die USA fertig.

    Hier handelt es sich gerade um die schlimmste Bedrohung für den Weltfrieden, denn bisher war jeder Angriff auf den Petrodollar der CASUS BELLI für die USA. Man denke nur an Ghadaffi (Goldinare) und S. Hussein („nehme auch EURO gegen ÖL“).

  3. Die stinkenden USA werden in Zukunft für ihre Importe ehrliche Arbeit liefern müssen, statt die ganze Welt zu besteuern und mit Klogeld abzuspeisen. Die Wahrheit ist, dass kein Land mehr mit den USA Geschäfte machen will, weil diese als Partner unredlich sind sowie schwätzende Betrüger bis ins Mark.

    Aber auch Europa, das im Kielwasser der USA mit an der Ausbeutung der Rohstoffländer beiteiligt ist, wird in den Hintern getreten. Wir werden ebenfalls Öl mit Gold bezahlen müssen, wenn wir welches wollen. Oder mit „Schuldscheinen“, die nachweislich mit Gold gedeckt sind.

    Wir erleben das Ende der Fiat- Währungen und die WIEDEREINFÜHRUNG DES GOLDSTANDARDS!

    Waren nur noch gegen durch ehrliche Arbeit erworbenes Gold!

  4. China und Russland blasen gerade den Kryptowährungen das Licht aus. Man wird dafür keine Rohstoffen kaufen können. Nur noch gegen Gold, Waren und Dienstleistungen.

    Tja, Freunde, die Musik wird wirtschaftlich in Eurasien vor allem in Mittel – und Fernost spielen. Deutschland ist gut beraten, sich in Zukunft an Russland zu halten, statt an den bankrotten Westen.

    Europa ist als Handelsplatz für Deutschland ohne große Zukunft.

    GO EAST!

    • hubi stendahl // 12. Oktober 2017 um 12:26 // Antworten

      @waltomax

      „Zitat:
      „China und Russland blasen gerade den Kryptowährungen das Licht aus.“

      Wobei damit aber längst nicht die Frage geklärt ist, ob diese mit nichts unterlegten Casino-Währungen, nicht später wieder von Staaten wie China und Russland eingesetzt werden, unter Verbot privater Währungen. Denn es gibt kein besseres Unterdrückungsmittel, als eine digitale Währung, die einfach im Individualfall abgeschaltet werden kann. Siehe auch die gestrige Äußerung Putins auf einem Forum:

      „Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, hat am Dienstag ein Treffen abgehalten, um Kryptowährungen zu besprechen. An der Spitze waren die Aufsichtsbehörden, darunter der Zentralbankgouverneur, ihr Stellvertreter und der Finanzminister. Während Putin die mit Kryptowährungen verbundenen Risiken anerkannte: Er betonte die Wichtigkeit, nicht „UNNÖTIGE BARRIEREN“ für neue Technologien aufzubauen.“

      https://news.bitcoin.com/putin-central-bank-unnecessary-barriers-cryptocurrencies/

      Die Blockchain-Technologie wird uns noch beschäftigen.

      Wer sich für eine Idee interessiert, wie man ein faires Geldsystem realisieren könnte, schaue sich das unten eingestellte Video von @Zitrone an, auch wenn der Referent im Video etwas esoterisch lastig argumentiert, sind die zentralen Aussagen durchaus vernünftig. Allerdings hat es keine Chance je realisiert zu werden, denn es scheitert am Menschen, nicht an der technischen Durchführbarkeit.

      • @stendahl

        „…auch wenn der Referent im Video etwas esoterisch lastig argumentiert…“

        Ich verstehe sehr gut, das die gesamte Materie sehr schwer zu begreifen ist,
        aber wenn es Ihnen gelingt, das, was äußerlich an Sie herangebracht wird,
        zu verinnerlichen, so sind auch Sie Esoteriker. Die Verinnerlichung des
        Exoterischen ist Esoterik!!!

        Sie und Milliarden andere Menschen sind Esoteriker, weil wir das, was
        uns äußerlich mitgeteilt wird, in unserem Innern tatsächlich erleben,
        nicht nur denkend, sondern mit allen Sinnen und Seelenkräften!!!

        “Ein göttliches Geheimnis in unserem Denken”

  5. Die EU zerfällt immer mehr und der Euro sicherlich mit ihr. Griechenland, Bulgarien, Rumänien und Serbien haben gerade nach dem Vorbild der Vysegrad-Gruppe die Warnagruppe gebildet. Osteuropa und Südosteuropa formieren sich. Es ist viel in Bewegung. Die diktatorische EU ist der Auslöser dessen, was wir in Folge erleben werden. Es wird spannend werden, aber für Deutschland desaströs.

  6. Gedanken für die Lösung des Geldproblems:

  7. hubi stendahl // 12. Oktober 2017 um 12:04 // Antworten

    @waltomax

    Zitat:
    „Wir erleben das Ende der Fiat- Währungen und die WIEDEREINFÜHRUNG DES GOLDSTANDARDS!“

    Ja, da bin ich bei Ihnen. Allerdings ist die Situation viel komplexer, als es sich so mancher vorstellt.

    Es geht nämlich nicht um Globalisierung nach Art der USA, ja oder nein. Es geht darum, wie die unabwendbare Globalisierung in Zukunft Gestalt annehmen soll.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass Trump in´s Amt gewählt wurde, um einen Deal auszuhandeln, der sich gerade mit den Drohungen und dem Theater um Korea nach außen manifestiert.

    Erinnern wir uns. Der Schock nach der Wahl Trumps war in Europa nicht gespielt. Bis dahin waren sich nämlich Jesuiten und Logen in Europa einerseits und die Neocons als Teil der Finanzelite in den USA und CoL andererseits weitestgehend einig, wie die Globalisierung, der Abriss der Staaten vollzogen werden soll. Der erste Schlag und Hinweis war der Brexit, der als Signal einer Neuorientierung zu werten war. Nun kommt Trump, der die andere Seite des Kapitals, die bisherigen Verlierer, wie die Koch Industries oder die Gaming-Mafia der USA repräsentiert, im Gepäck die kryptojüdische Elite der USA und macht eine Kehrtwende, weil der „Flugzeugträger“ der Elite, die USA, droht vollständig unterzugehen.

    Was wir aktuell sehen, ist nicht etwa der Untergang der USA, sondern die Vorbereitung eines Deals zwischen Eurasien (Rus/China) und den USA, die Globalisierung unter Beibehaltung der Staaten in vorliegender Form, auszugestalten. Die Posaune gegen Nordkorea ist dabei einer Drohkulisse gegen China gleichzusetzen, das auf die Exportüberschüsse nicht verzichten will, so wie Südkorea und Japan bereits klein beigegeben haben und Mexiko und Mittelamerika gerade in die Zange genommen werden.

    Mit der Zerstörung des Eurodollars, dürften sich auch die exorbitanten, künstlich erzeugten Überschüsse der deutschen Wirtschaft gegenüber den USA erledigt haben, die zu Zeiten der Neocons Sinn machten, damit Merkel ihren Auftrag der Zentralisierung Europas mittels Erpressung fortführen konnte.

    Ich gehe davon aus, dass alle Parteien an einem flächendeckenden Krieg nicht interessiert sind, weil er auch den vermeintlichen Gewinner zum Verlierer macht.

    M.E. werden wir bald ein Einigungsszenario sehen, in dem Russland, China und die anderen Brics einen fairen Anteil an eine umzubauende UN und IWF haben werden. Die Neocons, die bisher das Heft in der Hand hatten, werden sich wieder den Regeln der übernationalen Staatskonstrukte, wie die dann reformierte UN unterwerfen (müssen).

    Europa zerfällt m.E. in Kleinstaaterei und wird sich als Verlierer dieses Umbruchs erweisen. Wo das mit den inszenierten islamischen Unterwanderungen hinführt, ist derzeit kaum abzuschätzen. Auf jeden Fall wird es sehr unlustig, wenn Menschen ihren Status Quo verteidigen und die Jesuiten und Logen versuchen, ihr blutleeres Eliteprojekt EU zu erhalten. Denn die gehen über Leichen.

    Die Logik gebietet es davon auszugehen, dass es früher oder später eine weltweite zentrale Verrechnungseinheit (Sonderziehungsrechte?) geben wird, die wieder mit Rohstoffen (Gold, Silber u.w.) unterlegt wird und mit nationale Währungen (digital oder analog) verrechnet wird. Freilich mit anderen Anteilen Eurasiens und Südamerikas.

    Für mich steht nur die Frage im Raum, ob es eine Globalisierung von Staaten oder eine Neue zentralistische Weltordnung wird. Die derzeitige Neuorientierung scheint mir völlig klar zu sein. Und ob wir mit den Aktionen von Macron, Merkel und Kurz noch eine sozialistisch-faschistische jesuitische Ehrenrunde in Europa drehen, bis die EU endgültig zerfällt, ist aufgrund der weltweiten komplexen Vorgänge seriös derzeit kaum diskutierbar.

    • In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch auf einen Gastbeitrag von @dixie cup verweisen, der ebenfalls Anfang des Jahres ein ähnliches Szenario vorgestellt hat und man muß sagen, dass er der Zukunft sehr nahe kommt.

      http://www.geolitico.de/2017/01/13/hintergrundkraefte-wollen-die-d-mark/

    • Horst Wonneberger // 12. Oktober 2017 um 22:02 // Antworten

      „Wir erleben das Ende der Fiat- Währungen und die WIEDEREINFÜHRUNG DES GOLDSTANDARDS!“

      Wir erleben im Gegenteil die Monetarisierung der Staatsschulden. Also vielmehr den Beginn einer neuen Ebene des Fiat-Geldes in Verbindung Mechanismen der (Teil-)Enteignungen auf Immobilien. Europaweit – also sowohl in Deutschland als auch in Portugal, ad Herr stendhal.

      Mag sein, dass wie von dixie Gold in Währungskorb oder zur Hinterlegung der SZR aufgenommen wird – zu den momentanen Preisen jedoch unvorstellbar, würde es das Vertrauen ins Papiergeld erschüttern.

      • Genau. Denn wo sollte das Gold für einen neuen Goldstandard plötzlich herkommen?
        らんま

      • Greenhoop // 13. Oktober 2017 um 07:32 //

        Mag sein, dass wie von dixie Gold in Währungskorb oder zur Hinterlegung der SZR aufgenommen wird – zu den momentanen Preisen jedoch unvorstellbar, würde es das Vertrauen ins Papiergeld erschüttern.

        In weiterführenden Artikeln / Kommentaren hat @dixie cup mehrfach gesagt, dass sich der Goldpreis halbieren würde und er diesen auf ca. 500 – 600 EUR sieht. Ein Teil der aktuellen Schulden muss verschwinden, denn das Fiat-Geld-System soll nicht verschwinden, lediglich anders konstruiert werden (siehe Artikel).

        Anders als die Gold Bugs sieht er also den Preis ziemlich realistisch und natürlich keinen reinen Goldstandard, sondern mit partiell gedeckt.

      • hubi stendahl // 13. Oktober 2017 um 09:23 //

        @Greenhoop

        „hat @dixie cup mehrfach gesagt, dass sich der Goldpreis halbieren würde und er diesen auf ca. 500 – 600 EUR sieht.

        Mit seiner großen Argumentations-Kette liegt er möglicherweise richtig. Mit der Goldpreisspekulation und den zeitlichen Vorgängen aber völlig falsch. Ich hatte es in meinem ziemlich langen Artikel „Ordnung für eine neue Welt“ schon einmal ausführlich thematisiert:

        http://www.geolitico.de/2016/12/09/ordnung-fuer-eine-neue-welt/

        Ein Goldpreis von 500 $ ist unmöglich, da die Explorationskosten derzeit im Schnitt bei 1.000 $ liegen. Die bewiesenen temporären Manipulationen werden irgendwann dem ökonomischen Naturgesetz von Angebot und Nachfrage weichen (MÜSSEN).

        Was der IWF vorhat, habe ich damals im Artikel verlinkt und tue es jetzt nochmal. Danach ist klar erkennbar, dass vor 2020 überhaupt nicht an eine SDR Währung zu denken ist, zumal der Deckungsgrad sich aus einer Verschiebung der Reserven der IWF Teilnehmer (187 Staaten) ergeben muss. Es sind aber nicht einmal 200 Mrd.$ jährlich derzeit. Die Staaten sammeln lieber Gold ein, wie man an den Deckungsraten der Staatsreserven sehen kann (z.B. USA 87%, Deutschland 73 % u.s.w.). Wären wir auch nur im Ansatz auf der Weltwährungsschiene, wären zulasten der Golddeckung längst SDR´s in den Währungsreserven gewachsen. Tun sie aber (noch) nicht. Das offizielle PDF des IWF:

        https://www.imf.org/external/np/pp/eng/2011/010711.pdf

        Den Grund hierfür sehe ich in der fehlenden Einigung der großen PLayer, wie China, Russland, USA und EU hinsichtlich der IWF Anteile.

        Deshalb ist Trump letztlich eingesetzt. Um das hohe Handelsbilanzdefizit zur Not mit der Brechstange zurückzufahren. Der einfachste Weg ist es, aus der Position der (militärischen) Stärke Vasallen und Gegner zu zwingen, ihre Exporte zurückzufahren, damit im Inland eigene Produkte verkauft werden. Das ist der Grund, warum Russland derzeit nicht mehr wichtig ist, China zum Gegner erklärt wurde und Nordkorea als Warnung vor der Haustür der Chinesen dient. Zur Not gibt´s Zollschranken. Über diese Cowboy Aktionen soll Trump die USA an der Spitze des Plünderungsinstruments IWF halten, zulasten der Europäer, die bereits beim Einstieg des Yuan überproportional bluten mussten.

        Es geht nur um den Neustart und den damit verbundenen Startblock in der ersten Reihe und die Europäer (ohne GB) haben als Vasallen der USA die Arxxxkarte.

        Zitat:
        „Ein Teil der aktuellen Schulden muss verschwinden,…….“

        Es dürfte, vorausgesetzt wir erleben keinen Zusammenbruch, ein sehr sehr großer Teil sein, denn nicht nur die Schulden, sondern auch die spiegelbildlichen Vermögen müssen weg. Denn der Zins muss wieder auf 3,5 – 5 %, was durch die Zentralbanken nicht mehr gesteuert werden kann, soll das alte (Macht-) System erhalten bleiben.

        Die Alternative, die Liquiditätsfalle nach Keynes, wäre in Zeiten globaler Vernetzung noch viel unlustiger.

      • Greenhoop // 13. Oktober 2017 um 22:10 //

        @hubi

        Ein Goldpreis von 500 $ ist unmöglich, da die Explorationskosten derzeit im Schnitt bei 1.000 $ liegen.

        Ich hatte zuletzt gelesen, dass der größte Goldminenkonzern Barrick Ende 2016 mit seinen „All-in sustaining costs“, also den gesamten Kosten für die Förderung bei 700,– USD lag und man davon ausging, diese würden in 2017 mit großer Wahrscheinlichkeit noch sinken (vor allem die Abbau- und Verarbeitungskosten).

        Dass sämtliche Länder in der letzten Zeit die Goldvorräte aufgestockt haben konnte man zu Genüge lesen, aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass bei dem Neustart des vorhandenen Systems ein Goldkurs >1000,– USD möglich sein dürfte und ich gehe auch nicht mehr von dem vielbeschworenen Crash, sondern einer sehr großen Bereinigung aus – Ice Nine würde ich meinen.

        https://books.google.de/books?id=ElSHDQAAQBAJ&pg=PT72&lpg=PT72&dq=Ice+nine+kollaps&source=bl&ots=nuaV-cCRYy&sig=eOOUxt9Uu_0wrfQRpJ9w3yFBjK4&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwis0vaYs-7WAhVEvBoKHUWFBX4Q6AEIZjAL#v=onepage&q=Ice%20nine%20kollaps&f=false

      • hubi stendahl // 14. Oktober 2017 um 22:41 //

        @Greenhoop

        Zitat:
        „…also den gesamten Kosten für die Förderung bei 700,– USD lag und man davon ausging, diese würden in 2017 mit großer Wahrscheinlichkeit noch sinken.“

        Ja das ist mir bekannt. Aber Kosten sind nicht Ertrag, wie ja auch der Aktienkurs zeigt. Und Barrick ist nicht der Goldmarkt insgesamt. Tatsächlich liegt der Grenzwert, ab dem Minen im statistischen Durchschnitt massiv schließen bei knapp unter 1000 $. Dort ist der Wert also abgesichert.

        Ich persönlich würde heute eine Prognose so formulieren:

        Als Krisenindikator sollte Gold zwischen 1368 $ und 1388 $ in diesem Jahr einen Boden finden. Sollte dies so kommen, wird es schnell auf 1450 $ gehen. Monetär wird der Markt überschätzt. Es sind rund 0,5 % der Anlagen, die in Edelmetallen gehandelt werden, was ihn für die Elite als zukünftige Deckung so interessant macht und gleichzeitig als Barometer so gefährlich. Der IWF ist übrigens drittgrößter Goldhalter auf dem Planeten. Zumindest auf dem Papier.

  8. Herr Lechner glaubt bestimmt auch an den Nikolaus. Besser wuerde er sich mal ueber die Urspruenge der 5SterneBewegung informieren.

    Uebrigens denkt kein ernstzunehmender Mensch in Italien an einen Ausstieg aus dem Euro oder der EU, allenfalls an eine Parallelwaehrung. Aber keinesfalls wird man das sozialistische Projekt wegen ein paar auf Euro lautende IOUs scheitern lassen.

    • hubi stendahl // 14. Oktober 2017 um 22:48 // Antworten

      @fofo
      „Uebrigens denkt kein ernstzunehmender Mensch in Italien an einen Ausstieg aus dem Euro oder der EU, allenfalls an eine Parallelwaehrung. Aber keinesfalls wird man das sozialistische Projekt wegen ein paar auf Euro lautende IOUs scheitern lassen.“

      Das sehe ich genauso. Eine Paralellwährung halte ich ebenfalls für die wahrscheinlichste Variante.

      Dank für Ihre weiter unten eingesetzten Recherchen zur 5*****Bewegung.

  9. „Ein eindringlicher Aufruf zum Handeln“ – Vortrag in 11 Teilen –

    Teil 11:

  10. würde es das Vertrauen ins Papiergeld erschüttern
    Das ist ein Argument, das ich noch gesucht habe – stimmt.

    Ansonsten:
    Hört doch mit dem Gold auf. Wenn man sich Gedanken um Staatsschulden macht muß man sich auch auf der Ebene von Staaten bewegen. Wer Brötchen kaufen will braucht selbstverständlich irgendetwas in der Hand um sich auszutauschen, ob Gold, einen Sack Kartoffeln oder Pflastersteine ist Geschmackssache und Logistik.
    Auf Ebene der Geldschöpfung sieht das anders aus (wir leben nicht mehr im Mittelalter). Da reicht im Prinzip einer am Computer. Der bestimmt darüber, wieviel solchen Schmiermittels unter das Volk gebracht wird. Und WIE.

  11. Wer Geld druckt oder kryptographisch herstellt, verschafft sich ein leistungsloses Einkommen. Edelmetalle, andere Waren oder Dienstleistungen können Währungen „real“ decken. Was hier nicht verstanden wird, das ist die Tatsache, dass Kryptowährungen genauso als „Fiat – Money“ gelten müssen, wie die schon existierenden Währungen. Die Spekulation verstärkt den Drang noch, sich ohne Arbeit oder sonstige Gegenleistungen zum Nachteile dritter Vorteile zu verschaffen.

    Eine Währung braucht eine reale Deckung.

    • Wer Geld druckt oder kryptographisch herstellt, verschafft sich ein leistungsloses Einkommen.
      Bingo.

      Edelmetalle, andere Waren oder Dienstleistungen können Währungen „real“ decken.
      Die Anführungsstriche liegen richtig: das „real“ bezieht sich auf den Horizont der unteren Ebenen. Die brauchen das sogar, s.o. Ansonsten besteht die „Realität“ im (Über)Leben, also dem „Wert“, der einer Sache BEIGEMESSEN wird.

      Was hier nicht verstanden wird, das ist die Tatsache, dass Kryptowährungen genauso als „Fiat – Money“ gelten müssen, wie die schon existierenden Währungen. Die Spekulation verstärkt den Drang noch, sich ohne Arbeit oder sonstige Gegenleistungen zum Nachteile dritter Vorteile zu verschaffen.
      Das liegt in der Natur der Dinge. Es wäre Aufgabe der Politik das einzuhegen. Kann sie aber nicht solange alle am Rad drehen, siehe Schutt und Asche der Vergangenheit.

  12. China und Russland schaffen doch bezüglich Goldstandards gerade klare Fakten.

    Nochmal zum Mitlesen:

    ROHSTOFFE WERDEN ZUKÜNFTIG GEGEN GOLD ODER GOLDWERTE GEGENLEISTUNGEN GEHANDELT!

  13. Das bedeutet, dass die Phase westlicher Ausbeutung der Welt beendet ist.
    Der Wohlstand, welcher durch die „wertsteigernde“ Veredelung billiger Rohstoffe entstanden ist, wird schwinden.

    China schafft gerade in Afrika durch die Infrastrukturprogramme, die gegen Rohstofflieferungen geleistet werden, eine win – win- Situation.

    Der Westen dagegen fördert dagegen Bürgerkriege, Diktatoren sowie Mord – und Totschlag, um billig an die Rohstoffe zu kommen.

    Der letztlich auf Raub und Krieg fußende westliche Wohlstand ist beendet!

  14. Ich weiß, dass es nicht zum Artikel passt, aber um den Grad der Verblödung und Verhöhnung in Deutschland anzuzeigen:

    http://sportbild.bild.de/bundesliga/vereine/borussia-dortmund/borussia-dortmund-youssoufa-moukoko-alter-lars-ricken-53504856.sport.html?icid=maing-grid7%7Cmain5%7Cdl1%7Csec1_lnk3%26pLid%3D-1516971769_uk

    Da kann man noch so viel Aufklären, es scheint vollkommen sinnlos zu sein, wenn selbst eindeutig Unmögliches geglaubt wird.

    • @Hausfrau

      Damit haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen!

      So isses.

    • . . .
      ZITAT @ Hausfrau:
      .
      „…wenn selbst eindeutig Unmögliches geglaubt wird.“
      .
      WAS bitte definieren Sie als „eindeutig Unmöglich“?
      .
      WER bitte „glaubt“ denn Ihrer Meinung nach „eindeutig Unmögliches“?
      .
      Auch wenn Deutschland definitiv eine Bananen-Republik ist – DA WO ES UM HOCHBEGABTE & WUNDER-KINDER GEHT – leben andere Länder nicht so weit hinter dem Mond . . . !

      • Hausfrau // 14. Oktober 2017 um 11:01 //

        „…wenn selbst eindeutig Unmögliches geglaubt wird.“

        Eindeutig unmöglich ist, dass dieser Mann auf dem Foto 12, in Worten ZWÖLF Jahre alt ist!
        Diese vollkommen klar ersichtliche Lüge wird einfach hingenommen.
        Ähnlich verhält es sich mit vielen unbegleiteten, minderjährigen
        Schutzsuchenden, die mit Bartstoppeln in Grundschulklassen sitzen.

    • . . .
      DAS ist übrigens eines der vielen verifteten Geschenke der Alliierten – um Deutschland Klein zu kriegen – daß man die ÜBERFLIEGER hierzulande mit einer angeblichen Krankheit (ADHS) beglückt – und mit Ritalin aus dem Verkehr zieht . . .
      .
      Denn WUNDERKINDER sind überall auf der Welt die LOKOMOTIVEN – die die Züge mit den anderen Menschen als WAGONS ziehen – und um ein ganzes VOLK „schachmatt“ zu setzen reicht es, diese LOKOMOTIVEN zu identifizieren & platt zu machen.
      .
      Der Fußball ist hier die große Ausnahme – DARUM sind die Psychopathen aus der Globalisten-Sekte auch so scharf darauf – die FIFA und die anderen Größen des Fußballs KALT zu machen . . .
      .
      Denn der Fußball ist derzeit so ziemlich das einzige Spielfeld – WO NUR LEISTUNG ZÄHLT – und deshalb nicht die Psychopathen das Sagen haben, sondern die Leistungs-Träger, die ich LOKOMOTIVEN nenne!

    • . . .
      SORRY, der Druckfehler-Teufel hat zugeschlagen . . .
      .
      Soll heißen:
      .
      „DAS ist übrigens eines der vielen vergifteten Geschenke der Alliierten…“

  15. „Gold ist zu demokratisch geworden“ sagte mal einer der es wissen muss. Vorruebergehende Goldteildeckung als Verrechnungseinheit der Fiatwaehrungen ist vorstellbar, aber nicht fuers Fussvolk, letzters muss sich wohl mit Schwundgeld zufriedengeben. Moegliche Luftgewinne in Gold werden mit Gewissheit wegbesteuert bevor Goldabbau und Besitz aus Umweltgruenden ganz verboten wird.

  16. „Längst schon nehmen die Zweifel zu, dass Italien mittel- bis langfristig in der Eurozone verleibt.“

    Die Italiener haben die Wahl und was haben wir?- Nicht einmal eine Verfassung oder tatsächliches Wahlrecht in Form von Volksentscheiden- wir haben prinzipienlose Polit-Marionetten von Weltklasse und unnachgiebig lügenhafte, von uns auch noch zu finanzierende Propaganda-Medien. Und längst bestehen keinerlei Zweifel mehr (die bestanden eigentlich nie), dass die frisch gewählte u. altgediente Merkel oder die SchwAmpel daran je was ändert.

  17. Eine Deflation, welche einen Goldpreis von 500 – 600 Dollars erbrächte, ist nicht zu sehen.
    Denn es gibt derzeit einen riesigen Kapitalüberhang, der nicht investiert werden kann, weil weder von Konsumenten noch Produzenten Kredite in wesentlichem Ausmaße nachgefragt werden.
    Scheinbar ist und bleibt das Gold der Wertmaßstab aller Dinge, wofür China und Russland derzeit nachdrücklich sorgen.
    Das erhöht die Kriegsgefahr natürlich eklatant. Denn die USA haben kaum noch Gold und werden sich mit noch größerer Gewalt und Brutalität holen, was immer sie an Rohstoffen brauchen.
    In dem Maße, in welchem Saudi – Arabien sich aus der Falle, an die USA Öl gegen Arschdollars und Garantien für das Herrscherhaus zu verkaufen, lösen wird, kommen wir dem Abgrund näher.
    Auch und gerade Riad schielt bestimmt schon nach Chinesischem Gold und blickt mit Sorge auf all die wertlosen Petro – Dollars in den prall gefüllten Tresoren.
    Ich rechne mit dem Ausbruch kriegerischer Auseinandersetzung noch in diesem Jahr.
    Wir sind maximal noch Wochen vom III. Weltkriege entfernt.

  18. Ich denke, der Verfasser des Artikels drückte sich nicht eindeutig genug aus und hat wohl auch zu vieles nicht hinreichend durchdrungen, bevor er in die Tastatur griff.

    Nehme ich mir doch einmal den Passus vor, über den hier eine Auseinandersetzung geführt wurde, weil sie mir etwas über den Autor, diesen Blog und Kommentatoren –im allgemeinen- sagt. Es wird länger, obwohl ich nicht alle Facetten und Hintergründe des Passus beleuchten will und im Rahmen eines Kommentars auch gar nicht kann.

    Der Autor schrieb:
    „…Bei einem Austritt Italiens aus der Eurozone werden die Target-Schulden hinfällig. Das würde ein riesiges Defizit in den deutschen Haushalt reißen. Italien wäre hingegen fein raus und mit einem Schlag einen großen Teil seiner Schulden los. Denn die anderen Euroländer hätten kaum eine (nicht-militärische) Möglichkeit, ihre Forderungen einzutreiben….“

    Schauen wir uns an, was er damit aus der Sicht seiner Leser sagte und ob seine Aussagen zutreffen. Betrachten wir den Passus Satz für Satz, wobei ich dem jeweiligen Zitat meine Deutung, dann meine Einschätzung und ein Fazit folgen lasse:

    Zitat:
    „Bei einem Austritt Italiens aus der Eurozone werden die Target-Schulden hinfällig“

    Deutung:
    Der Autor behauptet, Italien würde im Falle seines Ausscheidens aus der Euro-Zone Schulden los und zwar diejenigen, die der Autor als „Target-Schulden“ beschreibt.

    Einschätzung:
    Die im Target-System entstandenen Negativsalden Italiens bestehen im System der Europäischen Zentralbanken (ESZB) am Ende eines jeden Tages ausschließlich im Verhältnis der Italienischen Zentralbank zur EZB. Daraus ließe sich vorschnell schließen, mit Zugang einer Austrittserklärung Italiens beim richtigen Empfänger, wäre Italien raus aus dem Euro. Ähnlich wie bei Zugang einer wirksamen Kündigungserklärung eines Mieters beim Vermieter, ein Mietvertrag unzweifelhaft sein Ende findet.

    Das ist nach meinem Kenntnisstand zu kurz gedacht; denn: es gibt m.W. schon keine EU-Regelungen zum Austritt aus der Zone. Andererseits besteht jedoch die Möglichkeit eines Ausscheidens aus der EU, von der die Mitglieder der Zone ja nur eine Teilmenge sind, sehr wohl. Das ist nämlich in Art. 50 VEU oder EUV (EU-Vertrag) geregelt:

    https://dejure.org/gesetze/EU/50.html

    All die juristischen Streitereien über Einzelheiten beiseite lassend sollte einleuchten, daß, wer aus der EU austreten kann, auch aus der Teilmenge der EU-Mitglieder, nämlich der Zone , zu zumindest denjenigen Bedingungen ausscheiden können muß, welche für den EU-Austritt gelten.
    Dann wäre aber –man lese Art. 50 VEU- über die Konditionen zu verhandeln. Unter Beachtung des Regelwerkes hätte die Austrittserklärung Italiens folglich keine einseitig gestaltbaren Wirkungen.

    Fazit:
    Der Autor formulierte sehr unsorgfältig. Eine Entfernung Italiens aus der Zone ist im Wege eines lediglich einseitigen Handels Italiens innerhalb der Regeln der EU gar nicht möglich.
    Faktisch –also unter Bruch des EU-(Un)-Rechts mag es aber möglich sein. Daß der Autor diese Variante gemeint haben könnte, machte er aber an dieser Stelle noch nicht deutlich.

    Zitat:
    „Das würde ein riesiges Defizit in den deutschen Haushalt reißen“

    Deutung:
    Der Autor meint, der Austritt Italiens risse automatisch ein riesiges Defizit in den Bundeshaushalt.

    Einschätzung:
    Das ist schon aus den vorgenannten Gründen Unsinn, denn: die BuBa hat Forderungen aus dem Target-System nur gegen die EZB. Schiede Italien aus dem ESZB aus, ließe das die Forderungen der BuBa -gegen die EZB- unberührt. Allerdings wäre die Zahl der zum System gehörenden Nationalen Zentralbanken verringert und das entwertete zumindest bei wirtschaftlicher Betrachtung die T2-Forderungen der BuBa über das bisherige Maß hinaus. Die vom Autor suggerierten unmittelbaren -rechtlichen – Wechselwirkungen zwischen den Target-Forderungen der BuBa gegen die EZB und dem Bundeshalt erklärt der Autor jedoch ebenso nicht, wie etwaig von ihm angenommene wirtschaftliche.

    Fazit:
    Die Aussage ist mißverständlich, wenn nicht irreführend und die in ihr ausgedrückte unmittelbare kausale Verknüpfung zwischen Target-Forderungen der BuBa und dem Bundeshaushalt ist nicht belegt; zudem m.E. falsch.

    Zitat:
    „Denn die anderen Euroländer hätten kaum eine (nicht-militärische) Möglichkeit, ihre Forderungen einzutreiben“

    Deutung:
    Das ist aus sich heraus verständlich und bedarf keiner Erklärung.

    Einschätzung:
    Darin wird das ganze Dilemma der Aussage des Autors deutlich. Er vermischt die rechtliche Betrachtung mit der machtpolitischen. Die wirtschaftliche Betrachtung hat er bei Licht betrachtet gar nicht angestellt.

    Gesamt-Fazit:
    Im Ergebnis ist der besprochene Passus in seinen Aussagen teils falsch, teils unvollständig, teils irreführend; insgesamt inkonsistent und eigentlich keiner Rede oder Beschäftigung wert.
    Daß sich daran dennoch Diskussionen aufhängten, fand ich spannend, erhellend und meine Einschätzung dieses Blogs bestätigend. Läuft ähnlich auf anderen Blogs, wo sich wahrlich für erleuchtet Haltende in von der Realität entrückten vermeintlich ökonomisch fachverständigen Sphären über die filigranen Unterschiede ihrer auf Konstruktivismus und Planwirtschaft gebauten Irrtümer miteinander unterhalten und den Inhalten der dort nicht selten wertvollen Artikel nicht gerecht werden. Nun, das war hier nicht das Problem. Ich weiß nicht, wofür der Autor des obigen Artikels steht. Interessiert mich auch nicht. Ich las ja nicht einmal den gesamten Artikel und habe dennoch den Eindruck, sein Verfasser hätte, bevor er sein Manuskript verfaßte, mehr lesen, mehr denken, mehr verstehen sollen.

    • Sowohl dem Autor als auch Ihnen Dank, und auch den meisten anderen, die sich hier äußern. In der Tat muß man die Spreu vom Weizen trennen, aber genau dies macht das Forum letztendlich lesenswert – verschiedene Meinungen (von Sachverhalten will ich nicht reden) bilden eben auch verschiedene Schlagschatten, und in manchen findet sich dann das, wonach man gesucht hat; bei mir hier letztendlich die Erkenntnis daß Gold als Monstranz des Systems herhält (wie in dem verlinkten Buch im Vorwort dann bestätigt wird: wenn das Vertrauen weg ist bricht das System zusammen).
      Insoweit sowohl hubi als auch Ihnen Dank für die Mühe der ausführlichen Darstellungen und dem Autor für seinen Artikel, ohne den ich letzten Endes immer noch darüber grübeln würde, warum man Gold einlagert.

      Kleine Anekdote aus dem wirklichen Leben: in der Diskussion ob und wie wir unsere paar armseligen Kröten absichern könnten meinte meine Frau: kauf dir Ziegelsteine. Etwas verdutzt fragte ich wie meinst du das? Sagte sie: wenns hart auf hart kommt braucht niemand Gold, aber ein Dach über dem Kopf.

      Wieviel Theoriemodelle braucht ein Gordscher Knoten?

      • NoFiatMoney // 15. Oktober 2017 um 00:13 //

        Bevor man Spreu vom Weizen trennt, sollte man sich in die Lage versetzt haben, Tatsachen (zu denen nun einmal auch existente Vorschriften, ob man sie mag oder nicht mag, dennoch gehören, zumal sie Teil der Wirklichkeit sind) überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Das gilt für ALLE Veröffentlichungen aus dem Stall der UN, und der EU ebenso!

        Fakten sollten Grundlage für Deutungen und Diskussionen sein.

        Wie z.B. soll ich jedoch bitte mit jemandem über die Immigration reden, der nichts an Faktenkenntnis hat? Der –wie C. Roth – nicht einmal weiß, was in Art. 16a GG steht? Geht schlicht nicht. Und wer trotz 2007/2008 immer noch nicht weiß, wie das Geldsystem funktioniert, und z.B. die ESM-Regelungen immer noch nicht kennt, das GG nie las und auch mit AEUV nichts anzufangen mag -dennoch jedoch begeisterter „Europäer“ ist und CDUCSUFDPGRÜNESPDDIELINKE wählt, kann doch gar kein Gesprächspartner sein.

        Nein, der Weg in die Zeit vor dem Mittelalter, in die Komplettierung des EU-Totalitarismus -und danach mehr?- ist in einer dermaßen uninformierten und desorientierten Gesellschaft wie -nicht nur- der deutschen m.E. auch wegen der Weigerung vieler Kritiker, Fakten zu erkennen, aus heutiger Sicht m.E. nicht mehr aufzuhalten.

        Der Artikel selbst könnte vielleicht als Beleg dienen. Was der an Wissen augenscheinlich nicht reiche Verfasser darbot, könnte bald schon zur Promotion reichen?
        Bremen macht den Anfang?

        https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/josef-kraus-lernen-und-bildung/in-der-grundschule-abgruende-von-nichtkoennen/

        Wer unter Ausblendung dessen meint, mitreden zu können; wer meint, er könne auch nur im Ansatz einen Beitrag zum Besseren leisten, ohne sich der sich selbst auferlegten Tortur des Grabens, des Lesens, des Bemühens um Verstehen und Einordnung, unterzogen zu haben, irrt gewaltig.
        Mir kommen solche Leute als Toren und zugleich als zu nützlichen Idioten derjenigen geeignet vor, die sie anzugehen, zwar vorgeben aber nicht können, weil sie sich gar nicht um ein möglichst klares Bild ihres eigentlichen Gegners bemühen. Ich nenne keine Beispiele, weil es fruchtlos wäre.

        Ergebnis: Geschwafel, von der jeweiligen eigenen Ideologie unterlegt und manchmal auf hohem intellektuellem Niveau vorgetragen; jedoch ohne jeden Erkenntniswert. Oft reine Selbstbeleuchtung und Selbstbeweihräucherung. Ich bin geneigt, es als Stumpfsinn zu sehen.

      • Greenhoop // 15. Oktober 2017 um 11:08 //

        Ergebnis: Geschwafel, von der jeweiligen eigenen Ideologie unterlegt und manchmal auf hohem intellektuellem Niveau vorgetragen; jedoch ohne jeden Erkenntniswert. Oft reine Selbstbeleuchtung und Selbstbeweihräucherung. Ich bin geneigt, es als Stumpfsinn zu sehen.

        Ihre zumeist langen Monologe, in welchen Sie en passent anderen Foristen die Fähigkeit zur richtigen Bewertung der hier und anderswo erschienenen Artikel absprechen, ist genau die Borniertheit, welche die offene Diskussion unterbindet und genau nur eines bewirkt, sich über andere stellen zu wollen – das ist wohl der Narzissmus den Sie ansprachen ohne zu merken, dass es das eigene Spiegelbild war, welches Sie bei der Verfassung Ihrer Kommentare betrachteten.

        In Wirklichkeit können Sie gerne 100% über alles wissen, ein Veränderung der Realität haben Sie bisher nicht bewirkt und nur dies wäre etwas, was es wirklich zu kritisieren gäbe, der Rest ist unerheblich.

  19. Um Herrn Lechner nicht gaenzlich in Unwissenheit bzgl der 5SterneBewegung zu lassen hier einige Stichpunkte die zur weiteren Nachforschung Anlass geben koennen :

    – es handelt sich um eine Protestbewegung gegen traditionell hochgradig korrupte it. Regierungen mit einen hochgradig divergierenden Waehlerstamm von links- bis rechtsaussen, voellig divergierend in zentralen Fragen wie Zuwanderung, EU und Euro

    – das Aushaengeschild, der Komiker Beppe Grillo, ist nicht der Begruender der Bewegung

    – sondern ein gewisser Gian Roberto Casaleggio, mittlerweile verstorben, Inhaber einer Marketingfirma in Mailand, Inhaber der eingetragenen Marke „Movimento5Stelle“ und des Blogs, Kunde zahlreicher internationaler Grosskonzerne und -Banken

    – interessant seine Geschaeftspartner, z.B. ein gewisser Sassoon (bitte googlen Rothschild’s des Ostens) und dessen Ehefrau, die einen Agenda21-nahen blog fuehrt

    – die Bewegung wird nun vom Sohn des genannten Casaleggio weitergefuehrt

    – obwohl oeffentlich Basisdemokratie durch Befragung der Mitglieder ueber das Internet propagiert wird wird kritisiert dass Entscheidungen autoritaer durch Casaleggio getroffen werden, ebenso mobbing von Abweichlern ueber den blog und Ausschluss ohne Mitgliederbefragung

    – die Geschaeftsbeziehungen Casaleggios sind natuerlich kein Beweis fuer Einflussnahmen, jedoch zeigen zentrale Themen der Bewegung eine gewisse Naehe zur Agenda21 auf

    – der moegliche Kanzlerkandidat der Bewegung de Maio, ueberzeugter Europaeer, Freund des Vatikan und Vorbild Macron, tingelt mittlerweile bei amerikanischen Universitaeten und beim CFR

    – usw

    • Wenn man die Betrachtungen auf spekulativer Ebene weiterfuehrt wird es etwas unheimlich :

      Agenda 21 des Vatikans 1963, 1992 durch UNO uebernommen (Programm fuer sostenibles Wachstum des Planeten), Bueros der Agenda 21 in Italien auch in kleinen Gemeinden, Impfzwang in Italien fuer sage und schreibe 12 Impfungen, Casaleggio’s Videos mit seinen Visionen „GAIA“ und „PROMETHEUS“, ab 2018 Teilung der Welt in Westen gegen China/Russland/MO, ab 2020 30-jaehriger Krieg des Westens gegen Russland/China, Reduktion der Weltbevoelkerung mit bakteriologischen Mitteln auf 1 Milliarde, ab 2050 NWO und goldenes Zeitalter

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