Reale und politische Armut

Plattenbauten © Michael Lechner Plattenbauten © Michael Lechner
Auch in Deutschland weitet sich die Kinder- und Jugendarmut aus. Ziel der Politik sollte es sein, die Armutsspirale zu durchbrechen. Warum gelingt das nicht?

Armut hat in der politischen Diskussion der Bundesrepublik lange Zeit keine große Rolle gespielt. Durch das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit wurde der Traum vieler Westdeutscher von Vollbeschäftigung und „Wohlstand für Alle“ Wirklichkeit. Erst infolge der Wirtschaftskrise in den 1970er Jahren und den im Verlauf der letzten Jahrzehnte erfolgten Sozialstaatsreformen, besonders der Agenda 2010 durch die Regierung Schröder, hat die Angst vor dem sozialen Abstieg, wieder Eingang in die öffentliche Debatte gefunden. Speziell Kinder- und Jugendarmut sorgen dabei stets für emotionale Auseinandersetzungen der politischen Akteure.

Davon profitiert nicht zuletzt die Linkspartei, die sich aufgrund der rot-grünen Hartz-Reformen, als alleinige „Hüterin des Wohlfahrtsstaates“ und „Anwalt des kleinen Mannes“ inszeniert. Das Patentrezept der Linken, gegen Armut, scheint sehr simpel: Höhere Sozialleistungen für alle Bürger. Inwiefern sich dieser Vorschlag überhaupt gegenfinanzieren könnte, sei erst einmal dahingestellt. Es mag aber für den medialen und politischen Mainstream bezeichnend sein, dass sich mittlerweile nicht mehr die Linkspartei, sondern die AfD, ständig dem Populismus-Vorwurf ausgesetzt sieht.

Ideologische und politische Interpretationsspielräume

Das Thema Armut ist aber zu wichtig und vielschichtig, als es den Sozialisten bzw. deren Ideologie kampflos, zu überlassen. Denn die Bekämpfung der Armut ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dass das Problem bei dieser Angelegenheit, ohnehin keine Frage von „Links-Rechts” ist, zeigt sich alleine schon in der konservativ, christlichen Soziallehre, deren Prinzipien der Solidarität, Personalität und Subsidiarität, den „Idealen der Linken“ ähneln.

Dieser Essay soll sich nicht nur mit den gängigen, sozial erwünschten Meinungen und Vorurteilen, die in der Armutsdebatte vorherrschen, auseinandersetzen, sondern auch alternative, nachhaltige Lösungen zur Unterbindung von Kinder- und Jugendarmut präsentieren. Als Erstes erscheint es daher sinnvoll, den Begriff der „Armut“ zu analysieren und dessen unterschiedliche Definitionen kritisch zu hinterfragen.

Das grundlegendste Problem in der Armutsdebatte sind die verschiedenen subjektiven Vorstellungen von „Armut“. Gerade der linke Mainstream benutzt das Wort in vielen Fällen, als politischen Kampfbegriff, um den Staat stärker in die Verantwortung nehmen zu können. Doch was ist überhaupt Armut und wer ist davon betroffen?

Laut der Europäischen Union „sind verarmte Personen Einzelpersonen, Familien und Personengruppen, die über so geringe (materielle, kulturelle und soziale) Mittel verfügen, daß sie von der Lebensweise ausgeschlossen sind, die in dem Mitgliedstaat, in dem sie leben, als Minimum annehmbar ist“ (Europäischer Rat 1984). Diese äußert schwammig formulierte Definition, die bis heute Gültigkeit besitzt, lässt einen großen Interpretationsspielraum offen. Ein einsamer, ungebildeter Millionär wäre demzufolge als „arm“ zu bezeichnen, da er nur über „geringe kulturelle und soziale“ Mittel verfügt. Selbst höhere Sozialleistungen könnten an dieser Form von geistiger Armut nichts ändern.

Relative Armut

Die OECD hingegen gliedert Armut in verschiedene Stufen und definiert sie dementsprechend exakter. Die oberste Gefahrengrenze für Armut liegt hier bei 60%, die relative Armutsgrenze bei 50% und die Armutsrisikoschwelle bei 40% des mittleren Nettoäquivalenzeinkommens der Bevölkerung. Diese Definition ist aber nicht weniger frei von Denkfehlern. So betrug die Armutsquote von Kindern in Deutschland nach einer OECD-Studie in Mitte der 2000er Jahre 16% (vgl. OECD 2008: S.140). Bei dieser Zahl, über die sich die Politiker und Medien gerne echauffieren, sollte aber genauer hingeschaut werden. Denn laut OECD ist die Armutsschwelle an das Medianeinkommen der Gesamtbevölkerung gekoppelt. Infolgedessen steigt sie stets proportional mit dem Gesamteinkommen an. In der Bundesrepublik ist dieser Effekt seit ihrer Gründung, zu beobachten. Daraus lässt sich die Erkenntnis gewinnen, dass egal wie hoch das Wirtschaftswachstum auch ausfallen mag, die Armut aufgrund der Art und Weise ihrer Messung gar nicht besiegt werden kann.

Des Weiteren sagt die Armutsquote erst einmal recht wenig aus. Um dies zu verdeutlichen, wird nachfolgend die Kaufkraftparität (KKP) eines Warenkorbes in Höhe der Armutsgrenze von 50% an vier ausgewählten OECD-Ländern untersucht. Als Beispiel dient dazu der tatsächliche Verbrauch eines Alleinstehenden im Jahr 2005. Dieser betrug in Deutschland $ 11.010, in Griechenland $ 8.639, in Kanada $ 12.671 und in Ungarn $ 4.887 (vgl. OECD 2008: S.156). Hierbei lässt sich feststellen, dass ein Arbeitsloser in Deutschland, der die Grundsicherung bezieht, ein finanziell höheres Einkommen zur Verfügung hat als ein Durchschnittsverdiener beispielsweise in Ungarn. Diese zum Teil beachtlichen Unterschiede sind mitunter ein Grund für die gestiegene Armutseinwanderung, vor allem aus Osteuropa.

Wenn wir also von relativer Armut in Deutschland sprechen, ist diese im internationalen Vergleich gesehen auf einem vergleichsweise hohen „Wohlstandsniveau“ angesiedelt. Die zwei exemplarisch gewählten Definitionen von OECD und EU belegen zudem die Schwierigkeit, den Begriff überhaupt exakt messen bzw. beschreiben zu können. Es muss daher stets zwischen materieller und immaterieller („geistiger“) Armut unterschieden werden. Ferner lassen sich verschiedene Grade von Kinder- und Jugendarmut, je nach Land, feststellen. Worauf stützen sich demzufolge die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut in Deutschland eigentlich und wie sehen diese konkret aus?

Hilfe zur Selbsthilfe

Tagende Säulen der Bundesrepublik sind das Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) und die humanitäre Verpflichtung zur Wahrung der Menschenwürde (Art. 1 GG). Der Staat sorgt mit Wohngeld, Sozialhilfe und anderen Transferleistungen dafür, dass in Deutschland kein Mensch davor Angst haben muss zu verhungern, zu erfrieren oder obdachlos zu werden. Das ist auch gut so, denn unser fortschrittliches Sozialsystem ist eine zentrale Errungenschaft der bundesdeutschen Geschichte.

Die staatlich garantierte Grundsicherung in der BRD orientiert sich dabei an dem sogenannten „soziokulturellen Existenzminimum“. Dieses gewährt den Bedürftigen ein Einkommen, das nicht nur zum physischen Überleben (Nahrungsmittel, Kleidung, Wohnung, etc.) notwendig ist, sondern darüber hinaus eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (Medien, Kultur- und Freizeitgüter, etc.) ermöglicht. Die Bundesregierung erstellt regelmäßig einen „Existenzminimumbericht“, der den finanziellen Bedarf hierfür errechnet.

Im Jahr 2012 betrug das sächliche Existenzminimum, das sich aus dem Regelsatz, den Kosten für die Unterkunft sowie den Heizkosten zusammensetzt, für Alleinstehende 7.896€ im Jahr (658€/Monat), für Ehepaare 13.272€ (1.106€/Monat) und für Kinder 4.272€ (356€/Monat) (vgl. Deutscher Bundestag 2011). Das Nettoäquivalenzeinkommen betrug im Vergleichszeitraum 15.831€ (1319€/Monat) bei alleinstehenden Personen (vgl. Eurostat 2014).

Das Existenzminimum

  Alleinstehende Ehepaar Kind
Sächliches Existenzminimum 658€ 1.106€ 356€
Mittleres Äquivalenzeinkommen 1319€ 1979€  
Abdeckungsgrad in % 50 56  

Tabelle 1: Eigene Berechnung auf Grundlage der Zahlen von Eurostat und des achten Existenzminimumberichtes der Bundesregierung. Angaben auf ganze Zahlen gerundet. Das mittlere Äquivalenzeinkommen eines Ehepaares wurde mit dem Faktor 1,5 des Einkommens eines Alleinstehenden (nach der neuen OECD-Skala) gewichtet.

Aus dem Abdeckungsgrad des Nettoäquivalenzeinkommens (vgl. Tabelle 1) wird ersichtlich, dass angesichts unseres Sozialsystems – theoretisch – niemand unter die relative Armutsgrenze rutschen kann. Dies ergibt auch Sinn, da diese Trennlinie dem soziokulturellen Existenzminimum entspricht.

In Deutschland muss demzufolge niemand am Hungertuch nagen. Daher erstaunt es interessierte Bürger immer wieder, dass vonseiten der Sozialfunktionäre oftmals das Gegenteil suggeriert wird. Bei diesem Punkt wird häufig auf die steigende Anzahl an Tafel-Teilnehmern verwiesen. Reicht der Regelsatz für Nahrungsmittel also nicht aus?

Meiner eigenen Erfahrung nach schon. Als Student verfüge ich jeden Monat über knapp 600€. Nach Abzug von Fixkosten wie Miete, Rundfunkgebühren, Internet, etc. bleiben mir jeden Monat ca. 180€ übrig. Davon gehen nochmals ca. 70€ für Dinge wie Kleidung, Drogerieprodukte und „soziokulturelle Aktivitäten“ weg. Es verbleiben mir demnach noch ca. 110-120€ monatlich für Lebensmittel in meinem Geldbeutel. Zum Vergleich: Der aktuelle Regelsatz für „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ beträgt 128,46€ (vgl. Deutscher Bundestag 2010).

Die Debatte um das Thema Hilfe zur Selbsthilfe, die vor einigen Jahren von Thilo Sarrazin angestoßen wurde, hat bewiesen, wie schwer es sein kann, sich mit der Wohlfahrtsindustrie kritisch auseinanderzusetzen. Ein umstrittener, aber wichtiger Punkt von Sarrazin war in dieser Beziehung, dass, wenn der Regelsatz eine abwechslungsreiche Ernährung sicherstellt, die Transferempfänger kein Armuts-, sondern ein „Verhaltensproblem“ (Sarrazin 2010: S.119) hätten. Alleine die politisch gewagte These aufzustellen, dass nicht nur der Staat und die Gesellschaft für die Armut verantwortlich seien, sondern diese teilweise auch auf individuelle Gründe bei den Beziehern zurückzuführen sei, hat für heftige mediale Reaktionen gesorgt. Trotz empirischer Belege, wissenschaftlicher Studien und amtlicher Statistiken konnte er seine Kritiker nicht überzeugen.

Warum eine Einbeziehung der individuellen Verantwortung in die gesellschaftliche Debatte trotzdem sinnvoll und notwendig ist, liegt in der Bekämpfung der eigentlichen Ursachen von Kinderarmut begründet. Wenn Eltern ihrem Nachwuchs, trotz ausreichender Mittel, keine gesunde Ernährung ermöglichen und lieber öfter einmal auf Fast Food setzen, wirkt sich das mittel- bis langfristig negativ auf die physische und psychische Entwicklung der Kinder aus. Höhere finanzielle Transferleistungen können an diesen Umstand auch nichts verändern.

Dabei würde sogar zusätzlich die Gefahr bestehen, dass Gelder, welche ursprünglich für die Kinder gedacht waren, bevorzugt für Elektronik, Drogen oder sonstige Konsumgüter abgezweigt werden könnten. Dass gerade ungebildete Menschen mehr Kinder bekommen als Gebildete, muss in diesen Zusammenhang Anlass zur Sorge geben, denn Armut „vererbt“ sich. Wer in ärmlichen Verhältnissen bei langzeitarbeitslosen Eltern aufwächst, die nur über ein niedriges Bildungsniveau verfügen, hat es schwer, sich in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Gefahr besteht, dass das „Lebensmodell“ der Eltern adaptiert und Hartz 4 als völlig ausreichend empfunden wird.

Eine Armutsspirale entsteht

Die Grundsicherung löst also nicht nur Probleme, sondern erzeugt auch neue. Denn hohe, zeitlich-unbegrenzte Transferleistungen erzeugen mitunter falsche Anreize für geringqualifizierte Menschen. Die „Stütze“ wird oftmals einer Erwerbstätigkeit z.B. im Niedriglohnbereich vorgezogen. Den Bürgern darf man diese rationale Entscheidung aber nicht vorwerfen. Gleichwohl sind die daraus entstehenden Konsequenzen fatal. Zum einen steigt die Anzahl der Armutseinwanderer, da hohe Sozialleistungen wie ein Magnet auf diese wirken. Zum anderen werden die Bürger vom Staat entmündigt und von ihm abhängig gemacht. Ein lebenslanges Siechtum in Hartz-4-Armut ist die Folge.

Der immer geringer ausfallende Abstand zwischen dem Nettoarbeitsentgelt unterer Lohngruppen einerseits und der Grundsicherung anderseits verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich. Die Menschen verlieren dadurch nicht nur ihre angelernten Fähigkeiten, sondern ironischerweise das, was die Grundsicherung eigentlich verhindern sollte: ihre Würde.

Zunehmende Hoffnungslosigkeit, Verwahrlosung und eine Abkopplung von der Gesellschaft sind das Ergebnis dieser „sozialen“ Politik. Es wird schlicht immaterielle Armut geschaffen. Die sich dadurch bildende „Unterschicht“ wird, angesichts ihrer hohen Geburtenrate, perpetuiert und langfristig an Quantität zunehmen. Hinzu kommt, dass die in diesem bildungsfernen Milieu geborenen Kinder zudem das Verhalten ihrer Eltern größtenteils übernehmen. Eine Armutsspirale entsteht. Was kann der Staat dagegen unternehmen? Es gibt drei Wege.

Lösungsmöglichkeiten

Der Erste wäre politisch nur schwierig umzusetzen: Sozialleistungen müssten zeitlich begrenzt werden – nach amerikanischem Vorbild. Das erhöht den Druck, einer Erwerbstätigkeit nachzukommen und verhindert ein Leben in staatlicher Abhängigkeit.

Die zweite Möglichkeit wäre, die Auszahlung von Transferleistungen an eine konkrete Gegenleistung zu binden. Ob Spargel stechen, Straßen kehren, Graffitis beseitigen oder ehrenamtliche Tätigkeiten – Arbeit gibt es genug. Dieser Vorschlag wurde bereits mehrfach von der FDP erfolglos beworben. Der Grund hierfür war eine weitgehend überzogene Berichterstattung der Medien.

Trotzdem können solche Kampagnen nicht über die Tatsache hinweg täuschen, dass den Bürgern auf diese Weise endlich wieder eine Betätigungsmöglichkeit gegeben wird. Auch wenn viele Betroffene, insbesondere Langzeitarbeitslose, anfangs damit eher unzufrieden sein werden: Es gibt letztlich keine größere Selbstbestätigung, als eigenhändig für seinen Lebensunterhalt etwas getan zu haben. Durch diese Maßnahmen würden die Menschen ihre Würde zurückerhalten und zudem ihren Kindern ein positives Vorbild sein können.

Der dritte Weg wäre die Gewährung von Sachleistungen wie z.B. kostenlose Besuche von öffentlichen Einrichtungen (Museen, Zoos, Schwimmbädern) oder die Verteilung von Gratis-Essen an Schulen. Des Weiteren können öffentliche Koch- und Fitnesskurse angeboten werden. So würde eine gesunde Ernährung ermöglicht, die Übergewicht vorbeugt, wovon besonders arme Kinder und Jugendliche betroffen sind.

Ineffiziente Familienpolitik

Der Staat gibt jährlich viel Geld für die Familienpolitik aus. Trotzdem steigt die Zahl der Kinder, die von Armut betroffen sind. Warum gibt es also diese Fehlentwicklung, trotz sprudelnder Steuereinnahmen in Rekordhöhe? Ein Problem in dieser Beziehung ist die ungerechte Verteilung. Beispielsweise steht das Kindergeld jedem Kind zu, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Außerdem wird durch den steigenden Sozialleistungsmissbrauch, das Geld auch an angemeldete Kinder ausgezahlt, die teilweise gar nicht existieren bzw. überhaupt nicht in Deutschland leben.

Letzteres mag laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs legal sein, aber dies zeigt nur wieder einmal, wie realitätsfern die EU-Institutionen mittlerweile geworden sind. Die Bundesregierung fügte sich dem Urteil ohne Widerworte. Einzig die Bekämpfung von Sozialbetrug soll auf Drängen der CSU verstärkt werden. Dabei wird am eigentlichen Problem vorbeigeredet.

So beträgt das Kindergeld in Polen 4 € und in Deutschland 184 €. Die unterschiedlichen Lebenserhaltungskosten wurden bei dem Urteil völlig ausgeblendet. Für den Steuerzahler entstehen dadurch erhebliche Mehrkosten. Anspruch auf Kindergeld in Deutschland sollte auch nur der wirklich hier lebende Nachwuchs besitzen. Es gibt in dieser Angelegenheit ein großes Einsparpotenzial, das etwa für eine Erhöhung der Bezüge genutzt werden könnte. Gleichzeitig wären die Anreize für Armutseinwanderer nicht mehr so stark, was sich zusätzlich positiv auf den Fiskus auswirken dürfte. Dieses Beispiel bestätigt, dass durchaus Geld zur Bekämpfung von Kinderarmut in Deutschland zur Verfügung steht. Von den richtig großen Geldbeträgen, die für die Rettung des Euros und der Banken aufgewendet werden, ganz zu schweigen.

Bessere Bildungspolitik

Der wirksamste Schutz gegen Jugendarmut ist ein hohes Bildungsniveau bzw. eine abgeschlossene Berufsausbildung. Dies belegen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach waren 2012 nur 8,3% der Hochgebildeten (ISCED 5-6), immerhin 14,8% der mittleren Gebildeten (ISCED 3-4) und 25,5% der Niedriggebildeten (ISCED 0-2) von Armut gefährdet (vgl. Statistisches Bundesamt 2014). Ziel des Staates muss es demnach sein, Kinder und Jugendliche in ihrer Schullaufbahn zu fördern, damit sie möglichst gut ausgebildet ihre Karriere starten können. Dazu hat er zahlreiche Möglichkeiten.

Kinder aus sozial schwachen Familien sollten zum Beispiel ihre Lernmittel (Bücher, etc.) nicht selber zahlen müssen. Ganztagsschulen würden darüber hinaus nicht nur die Eltern entlasten, sondern könnten den Schülern aufgrund der längeren Unterrichtszeit auch besser beim Wiederholen des Stoffes dienlich sein. Außerdem müssen die Bildungseinrichtungen in Deutschland endlich von den grünen Achtundsechziger-Ideologien befreit werden. Die beispielsweise sicher gut gemeinte Inklusion von jungen Menschen mit Behinderung schadet mehr als sie nützt. Förderschulen und deren Lehrer können besser und gezielter betroffenen Kindern helfen.

Ferner muss wieder die Erkenntnis reifen, dass jeder Mensch über unterschiedlich stark ausgeprägte Fähigkeiten verfügt und eben nicht alle Schüler von Grund auf gleich begabt sind. Daher ist es notwendig, die Kinder nach der Grundschule, je nach ihren individuell entwickelten Lese-, Schreib- und Mathematikkenntnissen passenden Schulen zuzuweisen. Das dreigliedrige Schulsystem muss demzufolge unbedingt bewahrt werden. Auf diese Weise werden die Schüler langfristig daher der Garant für den Erhalt der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unseres ansonsten rohstoffarmen Landes sein. Die geistige und materielle Armut wird infolgedessen ohnehin abgebaut.

Es ist in diesem bildungspolitischen Zusammenhang zudem wichtig, auf die aktuelle Ausbildungsmarktsituation hinzuweisen. Im September 2013 gab es 33.535 unbesetzte betriebliche Stellen und gleichzeitig über 83.600 erfolglose Ausbildungsnachfrager. Davon fanden insgesamt 21.034, sogenannter „unversorgter Bewerber“, keine alternative Beschäftigungsmöglichkeit (vgl. BiBB 2014: S.17ff.). Hinzu kommen 95.622 Jugendliche, die weder eine Ausbildungsstelle bekommen haben, noch Vermittlungsbemühen der Bundesagentur für Arbeit in Anspruch nehmen. Sie fallen damit aus dem System heraus (vgl. BMBF 2014: S.33). Hier könnte der Staat durch die Wiedereinführung der Wehrpflicht und des Zivildienstes entgegenwirken. Die Jugendlichen erhalten dadurch die Möglichkeit, die Gesellschaft konstruktiv zu unterstützen und können darüber hinaus ihre Fähigkeiten verbessern bzw. neue Lebenserfahrung hinzugewinnen. Des Weiteren steigern die erworbenen Kompetenzen ihre Erfolgschancen auf den Arbeitsmarkt und senken somit das Armutsrisiko.

Schuluniformen? Wieso nicht?

Ein anderes, eher wenig beachtetes Problem stellen die zunehmenden Fälle von Mobbing und sozialer Ausgrenzung an Schulen dar. Dies ist die direkte Folge davon, dass gerade Familien, die an der Armutsgrenze leben, sich keine teure Markenkleidung für ihren Nachwuchs leisten können. Mit einer Erhöhung des Regelsatzes für Kleidung ist letztlich niemanden geholfen, da hierbei nicht gewährleistet werden kann, dass das Geld auch wirklich für neue Kleidung verwendet wird. Die einzige sinnvolle Alternative dazu sind einheitliche Schuluniformen (inkl. Schuhe). Diese erzeugen nicht nur ein Zusammengehörigkeitsgefühl, sondern verhindern zudem Diskriminierung von Schülern aus ärmlichen Verhältnissen. Familien, die auf die Grundsicherung angewiesen sind, könnten die Uniformen vom Staat zur Verfügung gestellt bekommen. Die entstehenden Kosten müssen natürlich an anderer Stelle gestrichen werden, aber in dieser Hinsicht besitzt der deutsche Staat mehr als genug Einsparpotenzial. Der Nutzen dieser Investition scheint langfristig die Kosten mehr als aufzuwiegen.

Mehr soziale Gerechtigkeit für junge Familien

Angesichts der demografischen Katastrophe muss auch über die Etablierung einer „Drei-Kinder-Politik“ nachgedacht werden, denn in Deutschland herrscht tatsächlich eine chronische „Kinderarmut“, im Sinne eines Mangels an Kindern. Ein essenzieller Punkt dabei ist, das erhöhte Armutsrisiko bei jungen Familien. Zwar sollte man den Wunsch nach Kindern nicht von materiellen Aspekten (Einkommen, Vermögen, etc.) abhängig machen, aber gut gemeinte Worte alleine, helfen den betroffenen Menschen sicher nicht weiter.

Besonders junge Frauen entscheiden sich gegen eigenen Nachwuchs, weil sie im aktuellen Rentenversicherungssystem enormen Benachteiligungen unterworfen sind. Kinder, so heißt es oft, stellen deswegen ein Armutsrisiko – spätestens im hohen Alter – dar. Das Problem bei dieser Art von „Logik“ ist die Ausblendung der Tatsache, dass irgendjemand später einmal für die Renten aufkommen muss. Zu wenige Kinder gefährden das Rentensystem und schaffen damit erst recht Armut im Alter.

Prof. Hans-Werner Sinn vom Münchner Ifo-Institut schlägt zur Lösung dieses Problems vor, dass Mütter und Väter, die sich um ihren Nachwuchs kümmern, Rentenpunkte angerechnet werden könnten. Des Weiteren befürwortet er die Einführung des „Kindersplittings“ nach französischem Vorbild. Damit würden die Anzahl der Kinder, bei der Besteuerung des Einkommens der Eltern, mitberücksichtigt. Dies entlastet und fördert nicht nur Familien mit Kindern, sondern sorgt gleichzeitig auch für mehr soziale Gerechtigkeit.

Als Alternative zum Splitting könnte der Staat das Kindergeld auch staffeln. Die Anzahl der Kinder wäre dann für die Höhe des Anspruchs entscheidend. Zusätzlich würde damit ein höherer Anreiz geschaffen werden, um für mehr Nachwuchs zu sorgen. Diese Maßnahme wäre aber selbstverständlich nur dann ratsam, wenn der EuGH sein oben erwähntes Urteil revidieren würde. Das Armutsrisiko von jungen Familien wird bei beiden Varianten deutlich gesenkt.

Migration steuern – Armutseinwanderung verhindern

Eine besonders von Armut gefährdete Gruppe stellen Migranten dar. Deshalb ist es äußerst wichtig, diese Menschen beispielsweise mittels Sprachförderungsprogrammen zu unterstützen. Denn sollte es unsere Gesellschaft nicht schaffen, dass sich junge Migranten langfristig in Deutschland integrieren und eine Zukunftsperspektive erhalten, drohen ähnliche Zustände wie in anderen europäischen Metropolen. Um dies zu verhindern, muss daher sichergestellt sein, dass ausländische Personen, welche sich stur weigern, sich an unsere Gesetze zu halten, nicht länger toleriert werden. Schuld sind an dieser Situation aber weniger die Eingereisten, als vielmehr die deutschen Politiker. Steigende Jugendkriminalität unter Zuwanderern ist letztlich nur die logische Konsequenz, der völlig verfehlten Migrationspolitik der letzten Jahrzehnte in der Bundesrepublik. Das kanadische Einwanderungsmodel ist deswegen ein gutes, präventives Instrument um „importierte Armut“ und deren Folgen zu verhindern.

Nicht alles, was sich „sozial“ nennt, ist es auch…

Eine kompetente, auf Vollbeschäftigung ausgelegte Wirtschafts- und Finanzpolitik, basierend auf der Sozialen Marktwirtschaft, kann ebenfalls dazu beitragen, Armut zu bekämpfen. Ziel der Politik muss es deshalb sein, den momentan stattfindenden Prozess hin zu planwirtschaftlichen Elementen z.B. in der Energiepolitik (EEG, etc.) wieder umzukehren. Die Große Koalition hatte bereits durch die Verabschiedung des Mindestlohns und der Einführung der Rente mit 63 bewiesen, dass sie nicht bereit war, diese Entwicklung zu stoppen.

Gerade der flächendeckende Mindestlohn dürfte die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland weiter erhöhen. Die verheerende Arbeitsmarktsituation für Jugendliche in anderen EU-Ländern wie z.B. in Frankreich, Spanien und Griechenland ist der schwarz-roten Regierung offenbar noch nicht Warnung genug gewesen. Die Rente mit 63 geht ebenfalls auf Kosten zukünftiger Generationen. Denn die Rentenerhöhungen von heute, sind die Beitragserhöhungen von morgen!

Armut an der Wurzel bekämpfen

Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass es in Deutschland nicht nur bereits Kinder- und Jugendarmut gibt, sondern sich darüber hinaus auch immer weiter ausbreitet. Die damit implizierten Probleme gehen aber über die finanzielle Dimension weit hinaus und können deswegen nicht einfach durch höhere Transferleistungen beseitigt werden. Diese wären sowieso bestenfalls dafür geeignet, oberflächlich die Symptome zu lindern, nicht aber die Ursachen aus der Welt zu schaffen.

Aktive Lösungen für das Armutsproblem, sollten sich hauptsächlich auf nicht-monetäre Hilfe wie Gutscheine, Beratungen, etc. beschränken. Diese garantieren eine zielführende Allokation, der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Oder anders ausgedrückt: Sachleistungen sorgen dafür, dass die Mittel direkt bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen ankommen – ohne Zwischeninstanz. Durch Einsparungen im Haushalt z.B. durch Vermeidung von Steuergeldverschwendung könnte man zudem auch über sinnvolle Dinge wie Kindergelderhöhungen, Kindersplitting, Ganztagsschulen oder Schuluniformen nachdenken.

Die Armutsspirale durchbrechen

Des Weiteren kann die Verteidigung unseres klassischen Bildungssystems den Jugendlichen eine gute Ausbildung und einen erfolgreichen Start ins Berufsleben ermöglichen. Empfehlenswert ist darüber hinaus eine Wirtschaftspolitik im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft. Die dadurch möglichen Wohlstandsgewinne, z.B. durch freien Wettbewerb auf den Energiemarkt, sorgen für mehr Beschäftigung und sinkende Konsumentenpreise. Die (Wieder-)Einführung der Wehrpflicht und des kanadischen Einwanderungsmodells würden ebenfalls die Arbeitslosigkeit bekämpfen und Armut reduzieren.

Ziel der Politik sollte es aber auch sein, der „Armutsspirale“, welche durch falsche Anreize der Sozialsysteme hervorgerufen wird, energisch entgegenzutreten. Aufklärung ist nach Immanuel Kant der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Der Staat hat daher die Verpflichtung, seinen jungen Bürgern dabei zu helfen, mündig zu werden. Es muss endlich eine politische Kraft in Deutschland geben, die sich für einen wahren Humanismus einsetzt und sich dem Geiste der Aufklärung verpflichtet fühlt. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet die Sozialisten sich diese Werte auf ihre Fahnen geschrieben haben. Vertreten diese mit ihrer bevormundenden Politik, doch die exakt entgegengesetzte Position davon.

 

Quellen:

BBiB (2014): Datenreport zum Berufsausbildungsbericht 2014. Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung. http://datenreport.bibb.de/media2014/BIBB_Datenreport_2014.pdf. (Aufgerufen am 07.09.2014).

BMBF (2014): Berufsbildungsbericht 2014. http://www.bmbf.de/pub/bbb_2014.pdf. (Aufgerufen am 07.09.2014).

Deutscher Bundestag (2010): Drucksache 17/3404. http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/034/1703404.pdf. (Aufgerufen am 08.09.2014).

Deutscher Bundestag (2011): Bundestagsdrucksache 17/5550. Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern für das Jahr 2012 (Achter Existenzminimumbericht). http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/17/055/1705550.pdf. (Aufgerufen am 09.09.2014).

Eurostat (2014): Durchschnittliches und Median-Einkommen nach Haushaltstyp. http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/income_social_inclusion_living_conditions/data/database. (Aufgerufen am 06.09.2014).

Europäischer Rat (1984): 85/8/EWG. Beschluß des Rates vom 19. Dezember 1984 über gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut auf Gemeinschaftsebene. http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:31985D0008. (Aufgerufen am 07.09.2014)

OECD (2008): Mehr Ungleichheit trotz Wachstum? Einkommensverteilung und Armut in den OECD-Ländern. http://www.keepeek.com/Digital-Asset-Management/oecd/social-issues-migration-health/mehr-ungleichheit-trotz-wachstum_9789264049147-de#. (Aufgerufen am 06.09.2014).

Statistisches Bundesamt (2014): Lebensbedingungen, Armutsgefährdung. Armutsgefährdungsquote nach Sozialleistungen in Deutschland nach dem überwiegenden Erwerbsstatus im Vorjahr und dem Bildungsstand. https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/LebensbedingungenArmutsgefaehrdung/Tabellen/ArmutsgefQuoteBildungsstand_SILC.html. (Aufgerufen am 07.09.2014).

Print Friendly, PDF & Email
Über Michael Lechner

Michael Lechner studierte Politikwissenschaften an der Universität Kassel und Moskau. Derzeit beendet er sein Masterstudium der Staatswissenschaften mit den Schwerpunkten Politik und Wirtschaft an der Universität Erfurt. Kontakt: Webseite | Facebook | Twitter | Weitere Artikel

57 Kommentare zu Reale und politische Armut

  1. Marcus Junge // 1. Oktober 2017 um 10:46 // Antworten

    Die Sache mit der „Bildung“ können Sie sich schenken, um mal ganz hart zu formulieren. da wesentliche Punkt nicht berücksichtigt werden.

    Um gebildet zu werden, muß man dazu auch die Grundvoraussetzung mitbringen und die liegt zu 80% in den Genen. Wer dumm ist, wird nichts lernen können. Wer aus einem Volk entstammt, welches durchschnittlich einen IQ von 85 hat, Türken, oder IQ 70, Balkanzigeuner und viele Schwarzafrikaner, der wird nicht sonderlich viel lernen, auch in 10 Schuljahren nicht.

    Wo dann auch noch die Kultur des „sich bilden wollen“ und die Kinder zur Bildung anzutreiben fehlt, da hilft die beste Schule nicht, so schlecht die auch „hinreformiert“ inzwischen sind.

    Wem ist die Bildung der eigenen Kinder meist egal? Ach ja, meist denen, die selber nichts gelernt haben und vom A-Sozialsystem leben. Jene „Eltern“, oft nur eine Mutter, die ja „entlastet“ werden sollen. Ganztagsschulen sind ein Verfallssymptom des kranken Systems, keine Rettung, nur ein Notnagel das es noch etwas länger läuft, bevor der Zusammenbruch kommt. Ebenso Schuluniformen.
    https://michael-mannheimer.net/2015/10/31/was-es-heisst-schwarze-zu-unterrichten-ein-us-lehrer-spricht-klartext/

    Mithin ist das ganze Armutsproblem zuerst ein Problem der Umvolkung, weil es insbesondere die Südlandfachkräfte betrifft und dann bei den ethnisch deutschen Kindern, daß die Unkultur dieser Zeit den hemmungslosen Sex propagiert, um die „Folgen“, Kinder ohne Vater, kümmert sich doch der Staat. Exemplarisch wurde dies am Beispiel der USA dargestellt.

    Lyndon B. Johnson, ein Kommunist als US-Präsident, also der große „Sozialreformer“, baute das A-Sozialsystem massiv aus. Bis dahin entwickelte sich die schwarze Einwohnerschaft hin zum Verhalten der Weißen. Ehemann + Ehefrau + Kind / wenige Kinder, mit langsamem Anstieg des mittleren IQ. Seit die staatliche Versorgung für den „schnellen Fick“ und seine Folgen nach 9 Monaten Mitte der 60er kam, war diese Entwicklung beendet, mit den heute überall in den USA bewunderbaren Folgen. Massenhaft schwarzer Nachwuchs, der nie einen Vater hatte, schw. Mütter mit Kindern von zig Erzeugern. Ein Effekt, der sich längst auch die Weißen, insbesondere die Unterschicht, überträgt. Finde den Link jetzt nicht mehr.

    Die Lösung ist nicht mehr „Sozial“staat, sondern der reine Rechtsstaat. Die BRD wollte beides sein, aber das „soziale“ Element hat alles überwuchert, übernommen und pervertiert, so auch die Rechtsprechung, weil es in der Hand der Linken war und ist. Der Sozialstaat ist also im Kern des Problems zu finden. Oder anders ausgedrückt, man kann keinen Sozialstaat und einen Rechtsstaat haben, zumindest nicht auf Dauer. https://www.journalistenwatch.com/2017/08/21/brillant-rechtsstaat-vs-sozialstaat/ (Ich brauchte nicht diesen Artikel, um dies zu wissen, hier kann es nur jeder schnell nachlesen)

    • Aha. Tatsächlich ist Deutschland laut seiner Verfassung ein Sozialstaat (Art.20(1)GG), aber von einem Rechtsstaat steht da nichts. Sollten beide sich widersprechen, dann ist völlig klar, daß eine Entscheidung zwischen beiden nur zugunsten des Sozialstaates ausfallen könnte. Zumindest gemäß Verfassung. Wurdest du nicht früher mal auf diese eingeschworen?
      らんま

      • Greenhoop // 2. Oktober 2017 um 08:20 //

        Tatsächlich ist Deutschland laut seiner Verfassung ein Sozialstaat (Art.20(1)GG), aber von einem Rechtsstaat steht da nichts.

        Im Absatz 1 ist wörtlich von „sozialer Bundesstaat“, den Sozialstaat haben Sie erfunden. Im Absatz 3 hingegegen steht folgendes:

        (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

        Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

  2. Diesen Artikel finde ich zum kotzen…

  3. Der Artikel ist reglerecht die indirekte Schuldzuweisung an den Betroffenen. Das ist falsch! Denn die Ursachen für einen sozialen Abstieg/Erfolglosigkeit begannen eher in der Wirtschaftsstregie, Elternhaus und Bildungssytem der Schulen selbst. Man wird nicht arm geboren, sondern arm gemacht und arm gehalten. Aber es gibt genügend Beispiele, aus sehr armen Familien sind Manager und Wissenschaftler hervorgegangen.
    Primär ist also die Erziehung und die Randbedingungen für die Entwicklung einer Persönlichkeit maßgebend. Ich sehe heute überwiegend Jugendliche, Schule=Nullbock, Ausbildung=Abgebrochen oder schlecht, Charakter=Respektlos, faul, trickreich und provozierend in meiner direkt Umgebung am Arbeitsplatz. Ursächlich sehe ich da das Elternahus – warum auch immer… Aber man kann verstehen, in einer arbeitslosen Familie ist der Hang zur Lethargie groß, wenn Chancenlosigkeit trotz Bemühungen zur rauhen Atmosphäre beitragen, wo Umgangston, Laune und Respektlosiglkeit, achtloser Umgang mit fremden Eigentum, Verwahrlosung, Kriminalität schnell die Oberhand gewinnen. Das überträgt sich auf die Kinder und wird in die Gemeinschaft fortgetragen mit der Folge, dass Betreffender Jugendlicher ausgestoßen/entslassen/abgewiesen wird – Hier beginnt die Spirale der Armut erst. Doch Ursachen sind auch der Arbeitsmarkt, wo ständig eine Auswahl nach maxiamler Performance erfolgt. Es liegt aber in der Natur, es kann nicht jeder einen IQ von 140 haben, nicht jeder hat die Kraft – und auch ein hoher IQ ist kein Garant für einen guten Charakter. Soziale Ersatzleistungen streichen oder begrenzen begünstigt nicht die Eigenbemühungen um jeden Preis eher die persönliche Verzweiflung und verstärkt die Lethargie bei ausbleibenden Erfolg – das wollte die Wirtschaft aber mit solchen Sprüchen erreichen, sich für Dumping zu verkaufen, nur weil ich Hartz-IV bekam? Nein! Es ist viel Zeit vergeudet wurden, den Menschen wieder zu inneren Werten zu verhelfen – trotz Armut. Denn das Riskiko, dass ein nach unten Gefallener später seine Kinder auch so erzieht ist nämlich groß! Und hier kommt die Aufgabe in den Schulen: Sinnloser Leistungsdruck, falsche Lernthemen, Ausgrenzung auch durch Mitschüler und Lehrer haben keine Zeit für individuelle Probleme… Den jungen Menschen muss früh das Prinzip von Eigenverantwortung, Leistungswillen, Lob&Tadel , Respekt vor anderen Menschen, Gemeinwesen, Gemeinschaft und Verantwortung zur Gesellschaft wieder beigebracht werden. Vorallem Themen der Geschichte, Politik&Gesellschaft, Naturwissenschaften, Technik sowie haushaltnahe/handwerkliche/soziale Fähigkeiten müssen die Menschen wieder prägen. Das kann man nur ordentlich in den Schulen vermitteln. Doch in Rot-Grün-Links-regierten Ländern und Kommunen wird nur Scheiße vermittelt – Egoismus, Sachbeschädigung und Respektlosigkeit! Warum also kommen aus diesen Kreisen statistisch soviele Sprayer die nachts die Wände vollsprühen oder Autos anzünden? Also Respektlosigkeit vor privatem&kommunalem Eigentum?
    Da sieht es an den Schulen der Wirtschaft und Europäischen Förderschulen ganz anders aus. Doch wir brauchen nicht nur Menschen mit hohen geschleten Business-Anforderungen. Es müssen wieder Fähigkeiten vermittel werden, Ressourcen schonen – also wie repariere ich einen Gegenstand, wie kann ich anderen Menschen in Notlagen helfen, wie kann ich mit meinem Wissen anderen Menschen weiter helfen…. es gibt sehr viel Dinge, die in der heutigen Jugend abhanden gekommen sind. Die Welt besteht nicht nur aus iPhones, Spielekonsole, Computer, Video, Shopping und Sky-Abbo…
    Und hier scheiden sich die Geister, weil Menschen ökonomisch nur noch als Consumer gesehen werden – nicht die Tragödein des Lebens stehen im Mittelpunkt.

    • @ Frank Adler

      weil Menschen ökonomisch nur noch als Consumer gesehen werden
      ————–

      Und ihre Arbeitskraft als Handelsware

    • Das war ein so wertvoller Beitrag, daß ich hier eigentlich nicht als Besserwisser auftreten möchte. Aber wenn man schon die SchulFÄCHER reformieren will, dann muß ich doch hinzufügen, daß als wichtigstes Kernfach darunter sein sollte: Wie setzt man vorhandene Rechte durch?! Und wenn man schon diese ganzen Dinge lehrt, dann kann man auch gleich lehren, wie die Welt wirklich funktioniert. Also nicht nur die naturwissenschaftliche Seite, sondern vor allem Wirtschaft, Politik, Juristerei, Staatswesen. Dann könnte schon jeder Schüler feststellen, daß von dem Geolitico-Artikel hier kaum ein Wort wahr ist. Eine solche Schulreform ist jedoch völlig utopisch.
      らんま

  4. Der französische Politiker und Publizist Alexis de Tocqueville warnte einst davor, dass der Weg der Demokratie ebenso in die Unfreiheit wie in die Freiheit führen könne.

    Unwillkürlich liebten die Menschen die Freiheit – das wesentliche und ständige Ziel ihrer Wünsche aber war sie nicht. Gefährdet wurde die Demokratie durch eine entartete Gleichheitssucht, die die Schwachen reizt, die Starken auf ihre Stufe herabzuziehen.

    „Sie verleitet die Menschen, einer Ungleichheit in der Freiheit die Gleichheit in der Knechtschaft vorzuziehen“

    Es war de Torcqueville den der britische Philosph John Stuart Mill darin bestärkte, dass die entstehende Massendemokratie eine neue Form der öffentlichen sozialen Macht forme, die auf eine Tyrannei der Mehrheit hinauslaufe.

    Der Druck der öffentlichen Meinung sei in den modernen Demokratien die größte Gefahr für die Freiheit des Einzelnen.
    Auch fürchtete Mill wie Torcqueville eine Machtkonzentration in den Händen des Staates. Er war ein Kritiker der Zentralisierung.

    Genau diese Entwicklung sehen wir aktuell in ihrer Endstufe, gewollt und unumkehrbar wie wir bei den letzten Wahlen vernehmen mußten. Der lange Artikel hat einmal mehr das Thema verfehlt, als er die entscheidende Frage nicht beantwortet und lediglich die Symptome beschreibt.

    Wollen wir den totalitären „Nanny State“ oder wollen wir Freiheit und EIGENVERANTWORTUNG ?

  5. hubi stendahl // 1. Oktober 2017 um 13:42 // Antworten

    Ich finde es prima, dass sich ein Student, also Jahrgang >=90, auch einmal mit einem Artikel zu gesellschaftlichen Problemen hier verewigt. Die Kernaussage, dass sozial ist, wenn man zur „Selbsthilfe“ greift, kommt mit der etwas unstrukturierten Vorgehensweise aber sehr kurz.

    Zitat:
    „Es verbleiben mir demnach noch ca. 110-120€ monatlich für Lebensmittel in meinem Geldbeutel. Zum Vergleich: Der aktuelle Regelsatz für „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ beträgt 128,46€“

    Ich hatte vergeblich nach dem Hinweis auf die Satire gesucht. Mit 110,–€ = 3,66 € p.Tag müssen Sie also für „GESUNDE“ Getränke und Lebensmittel auskommen. Denn „gesund“ sollen die Lebensmittel ja sein, wie Sie kolportieren. Diese Behauptung würde ich schleunigst überdenken. Vielleicht sind Sie ja FAN von „Brot von gestern“ beim Bäcker oder abgelaufene in Plastik eingepackte Waren. Hat jemand der 30 Jahre in die AL-Versicherung eingezahlt hat die gleichen Rechte, wie ein 25 jähriger Student, der gerade auf Staatskosten, auf Kosten des arbeitslos gewordenen ehemaligen Steuerzahlers, ein höheres Bildungsniveau erhält? Alles nicht so einfach mit der Gerechtigkeit, oder?

    Aber darum ging es eigentlich gar nicht.

    Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe. Im Sozialismus (nicht in einer sozialen Marktwirtschaft) ist Hilfe zur Selbsthilfe nicht möglich, ja gar nicht erwünscht, weil alles auf die Abhängigkeit des Bürgers vom Staat aufgebaut ist. Gefangenschaft wird als Freiheit verkauft und Sie selbst fallen mit Ihren staatlichen Bildungsvorschlägen darauf herein, statt sich mit einer Privatisierung zu beschäftigen, die, die staatliche Indoktrinierung beendet.

    Die ganzen Lösungsempfehlungen sind deshalb auch sinnlos, weil logischerweise in einem solchen Staatskonstrukt jede Reform, hin zu mehr Freiheit, an den Machtinteressen scheitern muss.

    Wie das funktioniert, sehen Sie heute aktuell beispielhaft an der Wahl in Katalonien. Dort zeigt der sozialistische Staat gerade, was er von Freiheit und Solidarität mit dem Nächsten hält. Nichts!

    Abhilfe schaffen nicht ein paar naive Lösungsvorschläge, um die schlimmsten Auswüchse in einer Umverteilungsgesellschaft innerhalb des kapitalistischen Neomarxismus (fiese Kreation, ich weiß) zu kompensieren; Abhilfe schafft nur ein flächendeckendes Umdenken hin zum Verständnis von echter Freiheit im Kollektiv und Selbstbestimmung. Das geht nur über die nächste Generation in staatsfernen Bildungseinrichtungen. Dann hört das Obrigkeitsdenken auf und die beschriebenen Probleme lösen sich fast von selbst auf.

    In einer echten sozialen Marktwirtschaft trägt ein Staat nur noch mit den Rahmenbedingungen und mit der Stellung von Sicherheit zum Wohl der Menschen bei. In der Wirtschaft hat er weitestgehend nichts verloren, auch nicht als Um-Rückverteiler. Mit einer Staatsquote von rund 55 % an der gesamten Wirtschaftsleistung und einem umverteilenden Geldsystem, sind wir Lichtjahre von einer idealen sozialen Idee entfernt, zumal sie diametral zum derzeitigen Trend zur Globalisierung und Familienzerstörung/Genderisierung steht.

    Bevor die Kritiker auf den Plan kommen:

    Sozial ist was gesamtgesellschaftlich prosperierend wirkt und nicht per Almosen erwirkt werden muss.
    Sozialistisch ist, was gesellschaftlich zerstörend wirkt, in die Unfreiheit führt und anderen abgenommen wird.

    • pedrobergerac // 1. Oktober 2017 um 15:37 // Antworten

      @hubi

      „Der Staat, das böseste aller Tiere“.

      Von wem stammt das noch mal?

      • hubi stendahl // 1. Oktober 2017 um 20:12 //

        Hallo @pedrobergerac,

        Zitat:
        „Der Staat, das böseste aller Tiere“. Von wem stammt das noch mal?“

        Weiß ich leider auf Anhieb nicht, aber ich würde spontan auf Nietzsche tippen, der den Menschen als Tier analysierte und dem Bösen dabei immer das Gute als Unterscheidungsmerkmal zum Tier zur Seite stellte. In diesem Sinne ist ein Kollektiv von Menschen –
        – staatlich organisiert – das Böse.

        Ich glaube aber, dass ein Staat sehr wohl so gestaltet werden kann, dass eine freiheitlich Ordnung entstehen kann. Vorausgesetzt er bildet sich nicht auf der Grundlage von Gewalt (Krieg/Eroberung), sondern auf der Basis von gewachsenen Kulturen, was wiederum föderale Strukturen voraussetzt.

        Grundsätzlich wird der Mensch im Naturgesetz gleichberechtigt gegen und für alles geboren, also frei. Im Sinne der Überlebensstrategie macht es aber Sinn, teilweise Freiheiten freiwillig einzuschränken und einem oder mehreren Repräsentanten des Kollektivs zu übertragen. Was eine Win-Win Situation sein könnte, würden Recht und Gesetz richtig verstanden.

        Der wichtige missverstandene Unterschied ist die Tatsache, dass das Recht etwas ist, das ich tun KANN, das Gesetz etwas, dass ich tun bzw. einhalten MUSS.

        In diesem Sinne sollte der ideale Staat stets am Recht, nicht aber am Gesetz orientiert aufgebaut sein. Bei uns ist es umgekehrt, weil sich alle Herrschaftsformen aus der Gewalt legitimieren. Es geht nicht mehr um die Durchsetzung von Recht für das Kollektiv, die Kultur, sondern um den Einsatz von Gesetzen, um Recht und Kultur zu verhindern. Das Ergebnis dieser Fehlinterpretation erleben Sie gerade in Katalonien und gerade im Moment sehe ich diesen Erzverbrecher und Globalisten Papst Franziskus in der Tagesschau, der wieder über seine kommunistische Globalisierung fabuliert. Er ist der klassische Vertreter einer Gewaltherrschaft, in der nicht Recht sondern Gesetz herrscht.

      • The Dark Age // 1. Oktober 2017 um 21:30 //

        Nietzsche stimmt, nicht aber das Zitat. Korrekt heisst es:
        Der Staat, das Kälteste aller Ungeheuer.

      • MutigeAngstfrau // 1. Oktober 2017 um 21:30 //

        Nietzsche formulierte es in „Also sprach Zarathustra; Über den neuen Götzen“ auf jeden Fall so:

        (Auszüge) „Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt thut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich euch mein Wort vom Tode der Völker.
        Staat heisst das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: „Ich, der Staat, bin das Volk….
        Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt — und was er auch hat, gestohlen hat er’s.
        Falsch ist alles an ihm; mit gestohlenen Zähnen beisst er, der Bissige. Falsch sind selbst seine Eingeweide.
        Sprachverwirrung des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich euch als Zeichen des Staates. Wahrlich, den Willen zum Tode deutet dieses Zeichen!… “

        Wer mag, findet dort noch Weiteres, sehr Treffendes, das seine Brisanz bis heute nicht verloren hat.

        Mich haben die Bilder aus Katalonien heute in einer Weise schockiert, dass ich an die Möglichkeit eines wohlgestalteten Staates (hubi Stendahl) z.Zt. nicht mehr glauben kann.

      • hubi stendahl // 2. Oktober 2017 um 09:04 //

        @The dark Age
        @Mutige Angstfrau

        An Sie beide vielen Dank für das Suchen nach der Nietzsche Stelle und die Richtigstellung des Textes.

        Zitat MAF:
        „Mich haben die Bilder aus Katalonien heute in einer Weise schockiert, dass ich an die Möglichkeit eines wohlgestalteten Staates (hubi Stendahl) z.Zt. nicht mehr glauben kann.“

        Sie sehen auch hier diesen feinen Unterschied zwischen Recht und Gesetz, den heute selbst Juristen nicht mehr erkennen (wollen). Dabei hat der Philosoph Hobbes bereits im 17nd Jahrhundert mit seinem – Leviathan – die Grundlagen durch Unterscheidung von Naturgesetz und Staat gelegt.

        Auch wenn Hobbes noch den starken (idealen) Staat mit Vollmacht für eine oder wenige Einzelpersonen favorisiert, wie er sich heute oftmals auch in gescheiterten Demokratien manifestiert, vorgeblich um Konflikte zu verhindern, so heißt das nicht, dass es nicht den idealen Staat geben könnte, der durch freiwillige Abgabe natürlicher Souveränität (nach dem Naturrecht) des Einzelnen zugunsten des Kollektivs entstehen könnte.

        Wenn wir Hobbes Entwicklungsthesen weiter entwickeln wollen, so müsste zunächst verstanden werden, dass das RECHT jeden Menschen zusteht, während das GESETZ stets der Durchsetzung von Repressalien dient, auch wenn es in vielen Fällen einer Durchsetzung von RECHT entspricht. In erster Linie dienen GESETZE aber dem Machterhalt. Nicht umsonst spricht man universal von VölkerRECHT und nicht VölkerGESETZ. MenschenRECHT und nicht MenschenGESETZ.

        Hobbes als Kurzerklärung 6 Min. – Video

        https://www.youtube.com/watch?v=4_zU0slHsl8

        Auf dieser Grundlage agiert auch Mariano Rajoy in Madrid und spricht von GESETZlosigkeit. In den Foren wird viel diskutiert, aber bisher kommt keiner auf den Unterschied, um Rajoy zu enttarnen. Denn nach dem VölkerRECHT gibt es keine Diskussion darüber, dass die Katalanen, ebenso wie die Krimbewohner, ganz ohne Zweifel im RECHT sind. Hobbes Idee vom idealen Staat ist damit ebenfalls zwar als ein Fundament, nicht aber als brauchbare Lösung zur Konfliktverhinderung und GeRECHTigkeit enttarnt.

        Nur eine radikale Föderalisierung und Dezentralisierung könnte diesen Kreislauf von – Macht, Krieg, Wiederaufbau, Macht – stoppen. Das gilt auch und vor allem für das Geldwesen, das als Werkzeug der Macht dient, um GESETZ, aber nie RECHT durchzusetzen.

        1933 gingen die Optimisten nach Auschwitz, die Realisten in die Schweiz. Als Realist folge ich Ihrer Einschätzung, dass wir wohl noch eine oder mehrere Runden drehen werden und uns eine schwere Zeit bevorsteht. Das positive Lebensgefühl sollten wir uns alle aber nicht nehmen lassen, wir haben ja nur eins.

      • MutigeAngstfrau // 2. Oktober 2017 um 11:03 //

        Der einzige Sinn dieses Artikels besteht wahrlich darin, sich über das (Un)wesen des Staates zu unterhalten. Allerdings weniger über seinen verpesteten Atem, den er am jeweiligen Point of no return auszusenden beginnt, sondern über die Verbrecher, die ihn bauen und pervertieren.

        Den Betrachtungen des offenbar recht jungen Autors geht genau jenes ab und ich bin es inzwischen leid, über die Beschaffenheit von Forunkeln bis Pestbeulen zu parlieren, während die Krankheit gerade den gesamten Organismus verschlingt.

        Wollte mich eigentlich nicht am Bashing beteiligen, schließlich hat jeder Welpenschutz verdient. Aber nee! , es sind genau diese Jungs, die sich bereits während des Studiums zum Zäpfchen formen, um dann schleunigst den Politmonarchen und ihren Vasallen zu Diensten zu eilen.
        Vielleicht hilft ’ne kräftige Schelle ja beim Munterwerden?

        In der Ostzone war der Dreck wahrlich leichter zu durchdringen und die meisten jener Geistesarbeiter, die sich dem Staat als willfährige Systemlinge aufs Tablett legten, wussten sehr genau, dass es eine lächerlich bis widerliche Show war.

        Den Dreck des Gesamtgebildes der Resterampe (und anderer solcher Gebilde weltweit natürlich) in seiner Ursächlichkeit und vor allem der niederträchtigsten Agenda, die dieser Planet bisher gesehen hat, durchschaut heute nur noch ein Bruchteil, weshalb die Globalistenmafia diese sehr wahrscheinlich vollenden wird.

        Die Historie wird umgelogen, Staatsterror getarnt, Akten unter Verschluss gehalten, bzw. neue jahrzehntelang weggeschafft, irgendwann wahrscheinlich vernichtet; und jene Köpfe, die Zusammenhänge noch herleiten können, werden eingetreten.
        Die Nachwachsenden werden schon bald keine Fragen mehr stellen, die über den für sie vorgesehenen Horizont hinausgehen und ihr Untertanendasein als gegeben hinnehmen.

        Vor uns nimmt gerade ein Staatsmonster Gestalt an, das in seiner Monstrosität jegliche Vorstellungskraft sprengt. Die Spinne richtet sich auf und ihr Netz ist aus Titan.

        In New York macht man sich schon gar keine Mühe mehr, dem Fußvolk Apparaturen zu erklären, die man an strategischen Orten installiert.

        http://news-for-friends.de/was-zum-teufel-ist-das-mystery-surrounds-metal-towers-tauchen-in-tunnels-bruecken-auf/

    • Wenn der Artikel von einem Studenten Jahrgang >=90 ist, dann erklärt das zumindest die Schwierigkeiten, die dieser Jurist damit hat, selbst einfachste Zusammenhänge zu verstehen. Während meiner Uni-Zeit kannte ich einige Jurastudenten und die konnten damals noch mindestens mittelschwierige Zusammmnhänge verstehen. Darüber hinaus waren sie auch noch bereit, Zusammenhänge in anderen Fächern den Experten der jeweiligen Fächer zu überlassen.
      らんま

  6. Karl Bernhard Möllmann // 1. Oktober 2017 um 13:49 // Antworten

    . . .
    ZITAT @ Michael Lechner:
    .
    „Ziel der Politik sollte es sein, die Armutsspirale zu durchbrechen. Warum gelingt das nicht?“
    .
    Weil die Politik ANDERE Ziele hat – die leider nicht zu Ihren Träumen „passen“ – und „Armut“ ist ein ausgezeichneter „sanfter“ Einstieg in die GEHEIM geplante brutale REDUZIERUNG der Menschheit.
    .
    https://de.wikipedia.org/wiki/Georgia_Guidestones

  7. Zitat:
    Der Staat sorgt mit Wohngeld, Sozialhilfe und anderen Transferleistungen dafür, dass in Deutschland kein Mensch davor Angst haben muss zu verhungern, zu erfrieren oder obdachlos zu werden.
    ——————————————-
    Warum haben wir dann immer mehr Obdachlose in der BRD?
    Und meines Wissens sind die meisten nicht freiwillig obdachlos. Es fehlt an Wohnraum, speziell an günstigem Wohnraum.
    In Hamburg „dürfen“ die Obdachlosen sich in sehr kalten Wintern in den U-Bahn-Katakomben aufhalten um nicht zu erfrieren! Es fahren Hilfsorganisationen herum um diese armen Menschen mit warmen Getränken und Essen zu versorgen!

    Übrigens haben die Obdachlosen dass Problem dass sie natürlich keine Adresse haben. Ihnen können also Bescheide oder Aufforderungen sich vorzustellen nicht zugestellt werden.
    Ehrenamtlich arbeite ich bei der AWO. Daher weiß ich dass die Obdachlosen die AWO-Stelle als Adresse angeben dürfen um die Post der Ämter darüber empfangen zu können.

    Zitat:
    Der immer geringer ausfallende Abstand zwischen dem Nettoarbeitsentgelt unterer Lohngruppen einerseits und der Grundsicherung anderseits verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich.
    ———————————————-

    Das könnte man relativ leicht entschärfen indem die Arbeitgeber endlich einmal vernünftige Löhne bezahlen statt der Sklavenlöhne, und damit dass die Steuern in den unteren Lohngruppen reduziert bis ganz abgeschafft werden.

    Zitat:
    Der Erste wäre politisch nur schwierig umzusetzen: Sozialleistungen müssten zeitlich begrenzt werden – nach amerikanischem Vorbild. Das erhöht den Druck, einer Erwerbstätigkeit nachzukommen und verhindert ein Leben in staatlicher Abhängigkeit.
    ———————————————–

    Ja, geht’s noch?
    Mit diesem Scheinargument kommen die — sich selbst auf unsere Kosten großzügig bedienenden Politiker — auch immer. Das kann aber nur funktionieren wenn genügend Arbeitsplätze vorhanden sind.
    Hat es sich noch nicht bis zu Ihnen herumgesprochen dass die Tätigkeiten für die unteren Lohngruppen immer mehr automatisiert worden oder ins noch billigere Ausland verlagert worden sind? Es gibt einfach nicht genügend Arbeitsplätze speziell für die unteren Lohngruppen.
    Jetzt steht uns noch die 4. industrielle Revolution ins Haus. Das bedeutet es werden noch weniger Arbeitsplätze werden.
    WIE SOLL DAS FUNKTIONIEREN?

    Zitat:
    Besonders junge Frauen entscheiden sich gegen eigenen Nachwuchs, weil sie im aktuellen Rentenversicherungssystem enormen Benachteiligungen unterworfen sind.
    ———————————–

    Besonders junge Paare (5 gut Verdienende allein in meinem Bekanntenkreis) entscheiden sich bewusst gegen Kinder weil ihnen die Zukunft und die Verhältnisse in diesem Land zu unsicher sind.
    Denn z.B. wer würde einer Tochter zumuten mögen später u.U. in diesem Land unter der Knute des Islam und der Scharia leben zu müssen?

    Zitat:
    Denn sollte es unsere Gesellschaft nicht schaffen, dass sich junge Migranten langfristig in Deutschland integrieren und eine Zukunftsperspektive erhalten, drohen ähnliche Zustände wie in anderen europäischen Metropolen.
    ———————–

    Diese Parallelgesellschaften gibt es doch bereits auch in der BRD jede Menge.
    In welche Spähren leben Sie eigentlich?

    Zitat:
    Gerade der flächendeckende Mindestlohn dürfte die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland weiter erhöhen.
    —————————————

    Langsam stehen mir die Haare zu Berge!

    Am Anfang schreiben Sie:
    Zitat:
    Der immer geringer ausfallende Abstand zwischen dem Nettoarbeitsentgelt unterer Lohngruppen einerseits und der Grundsicherung anderseits verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich.
    Zitat Ende

    Mit Abschaffung des Mindestlohns wird dieses Problem dann noch verschärft.
    Oder wollen sie die Hartz4-Leistungen derartig kürzen dass diese Menschen alle obdachlos werden und verhungern müssen?
    Ich verstehe den Artikel nicht mehr. Das ist völlig unlogisch!

    Zitat:
    Der Staat hat daher die Verpflichtung, seinen jungen Bürgern dabei zu helfen, mündig zu werden.

    ——————

    Das kann man sicher befürworten. Nur muss der Staat auch die Voraussetzungen dafür schaffen. Das sind u.A. Arbeitsplätze!!!
    Nur der Staat kann nicht die notwendige Masse an Arbeitsplätzen schaffen. Das können nur die Unternehmen. Die Unternehmen fühlen sich aber nur und ausschließlich ihren Aktionären (und auch den Vorstands-Gagen) verpflichtet. Das bedeutet Profit um jeden Preis. Und der lässt sich am besten erst einmal durch Lohn-Dumping erreichen.

    Der Artikel ist zum größten Teil grauenvoll.

    • „Warum haben wir dann immer mehr Obdachlose in der BRD?“

      Weil ständige Wiederholung aus einer Lüge keine Wahrheit macht.

      „Und meines Wissens sind die meisten nicht freiwillig obdachlos.“

      Niemand ist freiwillig obdachlos.

      „Übrigens haben die Obdachlosen dass Problem dass sie natürlich keine Adresse haben. Ihnen können also Bescheide oder Aufforderungen sich vorzustellen nicht zugestellt werden.“

      Die Obdachlosen haben auch noch das Problem, daß ihnen niemand ein Jurastudium in den Hintern geschoben hat. Darum fällt es ihnen nicht so leicht ihre Rechte einzufordern wie dem Autor des Artikels.

      „Das könnte man relativ leicht entschärfen indem die Arbeitgeber endlich einmal vernünftige Löhne bezahlen statt der Sklavenlöhne, und damit dass die Steuern in den unteren Lohngruppen reduziert bis ganz abgeschafft werden.“

      Letzteres sicherlich. Aber zum Arbeitgeberteil ist zu sagen, daß die meisten Arbeitgeber nunmal nicht die Erlaubnis haben, Geld selbst zu drucken. Daran scheitert dann doch einiges, das Arbeitgeber vielleicht sogar selbst gerne tun würden.

      „Es gibt einfach nicht genügend Arbeitsplätze speziell für die unteren Lohngruppen.
      Jetzt steht uns noch die 4. industrielle Revolution ins Haus. Das bedeutet es werden noch weniger Arbeitsplätze werden.“

      Auf die Arbeitgeber wird viel wirtschaftlicher und politischer Druck ausgeübt. An den muß sich der Arbeitgeber gleichermaßen anpassen wie der Arbeitnehmer. An der Problemlage für Letzteren ändert das natürlich nichts. Es geht mir hier nur darum, daß man auf den Falschen eindrischt, wenn man sich nicht direkt den Politiker vorknöpft.

      „Oder wollen sie die Hartz4-Leistungen derartig kürzen dass diese Menschen alle obdachlos werden und verhungern müssen?
      Ich verstehe den Artikel nicht mehr. Das ist völlig unlogisch!“

      Der Artikel wurde von einem Soziopathen ohne jegliches Interesse an Wahrheit, Integrität oder auch nur der Realität geschrieben. Aber der Autor studiert Jura. Solche Leute sind es dann, die Entscheidungen treffen. Genau DESHALB muß man sich über die Zustände in unserem Staat nicht wundern. Eigentlich ist die BRD ein Sozialstaat, zumindest gemäß Art.20(1) GG, hält sich aber seit ihrem Bestehen nicht daran und überläßt alles der Arbeit einiger Freiwilliger und tut so als könnten die noch froh sein, nicht daran gehindert zu werden.

      „Das kann man sicher befürworten. Nur muss der Staat auch die Voraussetzungen dafür schaffen.“

      Durch weitere Vorschriften wird das ganz sicher nicht gelingen. Das widerspricht dann nämlich dem Ziel der Mündigkeit.

      „Nur der Staat kann nicht die notwendige Masse an Arbeitsplätzen schaffen. Das können nur die Unternehmen. Die Unternehmen fühlen sich aber nur und ausschließlich ihren Aktionären (und auch den Vorstands-Gagen) verpflichtet.“

      Das ist kein Gefühl, sondern Gesetz! Der Manager, der nicht so handelt, kommt hinter Gitter und atmet fortan gesiebte Luft. So funktioniert unser Staat nämlich!

      „Der Artikel ist zum größten Teil grauenvoll.“

      Im restlichen Teil auch. Danke dafür, daß du mir viel Schreibarbeit abgenommen hast. Eigentlich sind wir noch kaum ansatzweise mit der Kritik an dem Artikel fertig. Kaum ein Wort, das darin vorkommt, ist wahr.
      らんま

  8. pedrobergerac // 1. Oktober 2017 um 14:18 // Antworten

    Tja, wie man sieht kann man ohne des Wissens der Funktionsweise unseres Geldsystem ganz schön viel Geschwurbel aus den Fingern saugen.
    Vor allem der Punkt :
    Lösungsansätze
    ist ziemlich daneben.
    Man kann es also auch so nennen:
    Politische Armut = Geistige Armut

    • Hallo Pedro,

      Den von Ihnen unter dem Artikel “ Petry oder die Stunde der Verräter“ geposteten Link, erlaube ich mir hier noch einmal zu verlinken. Passt doch ganz gut hierher, oder?

      https://www.pravda-tv.com/2017/09/der-globale-krieg-der-kulturmarxisten-gegen-die-mittelschicht-und-klassische-familie/

  9. Es gibt eine Studie zur Industrie 4.0 der Bank of America Merrill Lynch welche für 2030 – 2035 eine neue industrielle Revolution vorhersagt und u.a. das Verschwinden vieler „einfacher“ Jobs vorhersagt. Auch wenn die Zahlen von Studie zu Studie abweicht, so ist bereits jetzt in vielen Bereichen zu sehen, dass sich die Arbeitswelt schnell und radikal ändert. Dass die Massenmigration dieses Problem nicht lösen, sondern erheblich verschärft wird beim Lesen dieser Studien (insofern dieser Punkt thematisiert wird) ersichtlich, nur laut sagen (schreiben) darf man es nicht.

    Es wird Industriefabriken geben, die nahezu ohne Menschen auskommen werden, einen guten Eindruck konnte ich bereits vor ein paar Jahren in der Autostadt Wolfsburg gewinnen, ein Blick in die Vergangenheit und in die Gegenwart konnte von diese Entwicklung bezeugen.

    Es wird also zwangsläufig eine Veränderung stattfinden und ich glaube nicht an die „Schöne Neue Welt“ in welcher man nur noch 15 Stunden wöchentlich zu arbeiten und den Rest der Zeit Mensch zu sein kann, um sich der kreativen Muße hinzugeben. Diese nette „Geschichte“ möchte man der Generation Y verkaufen, doch ich befürchte ein totalitäres System mit Arbeitszwang und keinen Freiheiten oder – schlimmer – eine erhebliche Reduzierung der Weltbevölkerung.

    Die nächsten Monate und vielleicht Jahre werden es zeigen, was zunächst das Sozialsystem wird platzen lassen und wie die Geschichte weitergeht

    • hubi stendahl // 1. Oktober 2017 um 20:33 // Antworten

      @Greenhoop

      Zitat:
      …….oder – schlimmer – eine erhebliche Reduzierung der Weltbevölkerung.“

      Das wäre die günstigste Lösung, denn die läuft bereits seit Jahrzehnten über die Nahrung. Innerhalb von 30 Jahren hat sich die Spermienzahl in den Industriestaaten um 59 % abgenommen. Zieht man eine Zeitreihe, dann dürfte in 20 Jahren das Problem gelöst sein, ohne dass es der Elite Geld kostet, denn die Wirkstoffe sind bereits in der Nahrung enthalten.

      https://www.contra-magazin.com/2017/09/spermienreduktion-werden-die-maenner-chemisch-unfruchtbar-gemacht/

      Interview mit dem Forschungsleiter:

      https://www.heise.de/tr/artikel/Maenner-werden-in-der-Fortpflanzungsmedizin-vernachlaessigt-3786612.html

      Und für geplanten Nachwuchs sorgt man ja gerade. Die brauchen dann bei dem Mist den sie beim Discounter einkaufen nur noch 25 Jahre bis NULL.

      • Da komme ich gedanklich ins Schleudern: das träfe ja auch die Migranten?

      • @Heinss:

        Natürlich betrifft das auch die Immigranten! Wenn dir jemand erzählen will, daß das deutsche Volk durch andere Völker oder gar eine Mischrasse ersetzt werden soll, dann bindet er dir nämlich einen Bären auf. Nicht anders wenn dir jemand erzählt, daß der Nahrung extra Chemikalien zugesetzt würden, um Spermienzahlen zu reduzieren. Dafür reichen die Medikamentenrückstände und die Weichmacher, die man inzwischen im Trinkwasser findet, nämlich völlig aus. Cyclamat ist zwar dafür bekannt, Männer unfruchtbar zu machen, aber im Amiland ist es verboten. Bei uns nicht. Trotzdem bedeutet das, daß es nicht gegen die Bevölkerung von Industrieländern eingesetzt wird. Bei uns ist es zwar erlaubt, aber das ist wieder mal nur ein Symptom dafür, daß wir extrem schlecht regiert werden. Obwohl es erlaubt ist, wird Cyclamat kaum noch zugesetzt. Auch auf seine chemischen Verwandten verzichtet ein großer Teil der europäischen Nahrungsmittelindustrie inzwischen und setzt stattdessen auf seltene und daher nur schwer verstoffwechselbare natürliche Zuckersorten.

        Das gesamte Lebensmittelrecht betrifft selbstverständlich alle, die essen müssen. Einen Angriff, der vor allem europäische Christen trifft, aber Juden und Muslime verschont, würde man am besten bioterroristisch über verseuchtes Schweinefleisch durchführen. Schon weil das noch nicht längst geschehen ist, darfst du ab jetzt davon überzeugt sein, daß der Islam garnicht zur neuen Staatsreligion auserkoren ist. Vielmehr dient er nur dazu, hier die Sicherheitsmaßnahmen gewaltig ausbauen zu müssen.

        Georg Lucas hat es euch allen doch längst erklärt wie es geht: Erst baut eine Inetressengruppe eine Droidenarmee, darauf muß die Republik mit einer Klonarmee als dialektischer Antithese reagieren. Schließlich übernimmt ein Diktator das Kommando über die Klonarmee und wandelt die Republik in sein eigenes Imperium um. Zwar hat Georg Lucas Religionen herausgehalten (jedenfalls weitgehend) und den Vorgang eher mechanistisch aufgezeigt, aber es ist derselbe Vorgang, der auch uns bevorsteht.
        らんま

      • @ Ranma

        Hat Lucas wahrscheinlich auch gemopst, ich habe in einem 1999 erschienenen, amerikanischen (!) – Thriller schon exakt dieses Szenario a la Twin Tow beschrieben gefunden (Lacroix o.s.ähnlich), und zwar im Hinblick auf Überlegungen des Secre t S ervice.

    • „Es gibt eine Studie zur Industrie 4.0 der Bank of America Merrill Lynch welche für 2030 – 2035 eine neue industrielle Revolution vorhersagt und u.a. das Verschwinden vieler „einfacher“ Jobs vorhersagt.“

      Ja, beschäftigen wir uns mit 2035. Manche Leute haben wohl keine wirklichen Probleme?

      „Die nächsten Monate und vielleicht Jahre werden es zeigen, was zunächst das Sozialsystem wird platzen lassen und wie die Geschichte weitergeht“

      Sich damit zu befassen wäre zur Zeit viel sinnvoller.
      らんま

      • Greenhoop // 2. Oktober 2017 um 07:56 //

        Schön, dass Sie den Takt vorgeben möchten, über welche Themen es sich lohnt zu reden und welche nicht. Dennoch garantiere ich Ihnen, dass der Sozialstaat bald Geschichte ist und vermutlich ist das auch gut so.

  10. Karl Bernhard Möllmann // 1. Oktober 2017 um 16:45 // Antworten

    . . .
    ZITAT @ Michael Lechner:
    .
    „Es muss endlich eine politische Kraft in Deutschland geben, die sich für einen wahren Humanismus einsetzt und sich dem Geiste der Aufklärung verpflichtet fühlt.“
    .
    BINGO!
    .
    Habe den glänzend recherchierten Artikel erst jetzt zu Ende gelesen.
    .
    Ich bin begeistert, daß ein deutscher Student es gewagt hat – die „Heiligen Deutschen Kühe“ aus der Nähe zu betrachten – und endlich einmal die FAKTEN zu prüfen, um die REALITÄT hinter den meist Sinn-entleerten Werbe-Sprüchen unserer Polit-Parasiten als reinen Humbug zu enttarnen.
    .
    Ich kann Michael Lechner nur von ganzem Herzen zu diesem mutigen Artikel beglückwünschen – und meiner Hoffnung Ausdruck verleihen – daß die Sozial-Parasiten Deutschland’s diesen WEISEN Ansatz zu wahrhaft humanistischem Denken & Handeln, nicht unter ihren ewig gestrigen Nazi-Stiefeln zu zerquetschen versuchen . . .

    • Karl Bernhard Möllmann // 1. Oktober 2017 um 17:11 // Antworten

      . . .
      „Reale und politische Armut“ – lautet der Titel dieser peniblen GENERAL-ABRECHNUNG mit dem langsam aber sicher zusammenbrechenden staatlichen Anti-Sozial-System in Deutschland.
      .
      Die Ursache dafür ist aber die GEISTIGE Armut – die aus falscher Treue zu falschen Freunden entspringt – die den Planeten mit dem TERROR überziehen, den wir Deutschen mit voller Kraft unterstützen.
      .
      HIER liegen die tieferen Ursachen für die wieder einmal fast logische Deutsche Verirrung des Geistes!
      .
      http://www.paulcraigroberts.org/2017/10/01/syrian-outcome-departed-script/
      .
      http://www.paulcraigroberts.org/2017/10/01/syrian-outcome-departed-script/

      • Karl Bernhard Möllmann // 1. Oktober 2017 um 21:54 //

        . . .
        Die „Reale und politische Armut“ ist in Europa aber noch größer!
        .
        In Spanien wurde Heute die FREIHEIT & die DEMOKRATIE für „illegal“ erklärt!
        .
        DIESES kaputte Europa reagiert mit nacktem Wahnsinn auf den demokratisch legitimen Willen nach FREIHEIT!
        .
        DAS ist der BANKROTT Europas!

    • Du mußt einen völlig anderen Artikel gelesen haben als ich!
      らんま

      • Karl Bernhard Möllmann // 2. Oktober 2017 um 08:29 //

        . . .
        Nein, Ranma – aber ich habe offensichtlich von einem völlig anderen Standpunkt (Blickwinkel) aus geschaut.
        .
        Vergiss nicht, ich lebe in Südeuropa, und immer wenn ich nach Deutschland komme, erschrecken mich als erstes die fetten deutschen Autos, dann die fetten deutschen Menschen und als drittes die fetten & vollen Mülltonnen VOR den deutschen Häusern . . .
        .
        Ich war ewig lange selbst ein mittelständischer Unternehmer – KENNE also den kriminellen Druck der Polit-Parasiten auf den gesamten Mittelstand – und dieser Druck reicht natürlich bis ganz unten zur Straße, und trifft am Ende natürlich auch die Schwächsten!
        .
        Aber immerhin EIN Satz von Ihnen trifft aus meiner Sicht VOLL in’s SCHWARZE:
        .
        „Es geht mir hier nur darum, daß man auf den Falschen eindrischt, wenn man sich nicht direkt den Politiker vorknöpft.“

      • Karl Bernhard Möllmann // 2. Oktober 2017 um 08:38 //

        . . .
        900 Menschen von der spanischen Polizei verletzt – nur weil Sie friedlich & DEMOKRATISCH für FREIHEIT abstimmen . . . ?
        .
        Dieses Europa ist ein MEGA-kaputtes Scheißhaus!
        .
        Und der kriminelle DIKTATOR Mariano Rajoy erklärt genau DIESE Grund-Freiheit, genau DIESES grundlegende Menschen-Recht für „illegal“ ???
        .
        Und alle europäischen POLIT-PARASITEN klatschen dem spanischen Psychopathen Beifall für sei MEGA-VERBRECHEN GEGEN die Menschlichkeit & gegen alle grundlegenden Menschen-Rechte . . . ?

      • Karl Bernhard Möllmann // 2. Oktober 2017 um 08:44 //

        . . .
        Wenn in Deutschland endlich einmal DIESE Freiheit & die ECHTE Demokratie zur Wahl steht – DANN bin ich der ERSTE – der zu dieser echten Wahl geht!
        .
        Die gekaufte FAKE-Wahl in Deutschland – für die Hubi sich die Finger wund getrommelt hat – die lockt im Süden Europa’s die desillusionierten Bürger nicht an die Urnen . . .
        .
        WER bitte ist wohl couragierter . . . ?

      • hubi stendahl // 2. Oktober 2017 um 09:29 //

        @KBM

        Zitat:
        „Die gekaufte FAKE-Wahl in Deutschland – für die Hubi sich die Finger wund getrommelt hat – die lockt im Süden Europa’s die desillusionierten Bürger nicht an die Urnen . . .
        WER bitte ist wohl couragierter . . . ?“

        Klassischer Fehltritt. Nun muss man Ihnen zugute halten, dass Sie sich in Südeuropa aufhalten und kaum das Umdenken in der Bevölkerung mitbekommen haben. Das waren die 10 Minuten Wahlurne allemal wert. Und wenn Sie behaupten, dass in „Südeuropa die desillusionierten Bürger nicht an die Urnen zu locken sind, dann haben Sie sicher eine Erklärung dafür, dass nun Macron gewählt wurde, der gerade – von mir vorausgesagt – mit Merkels Genehmigung den „Weltstaat“ ausruft.

        Diesmal alternativ in D zu wählen, hat im übrigen sowohl die CSU in´s Schleudern gebracht, als auch die Bevölkerung zum Nachdenken animiert. Was daraus wird, werden wir sehen.

        Es war noch nie so einfach mit Logik zu erkennen, dass man als Wähler nichts falsch machen kann, aber mit der Teilnahme Bewegung herbeiführen kann.

      • Zitrone // 2. Oktober 2017 um 11:19 //

        @KBM

        Die BRD, nicht Deutschland und natürlich die, die von ihr profitieren,
        ist nicht legitim. Diese Situation wurde von den Alliierten geschaffen!

        BRD Vertreter, vertreten ebenso wie Staubsaugervertreter ihre
        “Firma”, niemals aber das Deutsche Volk!

        Die öffentliche Verwaltung
        Zeitschrift für öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft
        Juni 1988 – Heft 12

        IV. Westintergration versus Wiedervereinigung
        1. Kein Verfügungsrecht der Bundesrepublik über Deutschland und
        die (gesamt-)deutsche Staatsangehörigkeit.

        „Die Bundesrepublik mag politisch für Deutschland sprechen. Sie ist
        aber nicht Deutschland und ihre Organe können mangels Gebietshoheit
        über den rechtlich fortbestehenden deutschen Staat nicht verfügen, das
        nicht untergegangene, aber handlungsunfähige Deutschland also nicht
        durch eigenes Handeln berechtigen, verpflichten oder gestalten. Das
        betrifft ebenso die (gesamt-)deutsche Staatsangehörigkeit als einem
        auf Deutschland als ganzes bezogenen wesentlichen Rechtsinstitut,
        wie auch dieses selbst.“

        „Das deutsche Volk“, nicht die Bevölkerung (in) Bundesrepublik oder
        DDR, ist Träger des Selbstbestimmungsrechts im Sinne des allgemeinen
        universalen Völkerrechts. Es stellt keine nach Maßgabe des Völkerrechts
        sachwidrige Anknüpfung dar, wenn durch staatsangehörigkeitsrechtliche
        Regelungen der Bundesrepublik Deutschland die rechtliche Form und Gestalt
        dieses Volkes als Träger des Selbstbestimmungsrechts bis zu dem Zeitpunkt
        gewahrt bleiben soll, in dem ihm die freie Ausübung dieses Rechts ermöglicht
        wird.“

        „Da „das deutsche Volk“ als zu Deutschland als ganzem gehörige Staats-
        volk konstitutives Element dieses Staates und nicht letztes Überbleibsel
        einer rechtlich nicht mehr existenten Größe ist, die Staatsangehörigkeit
        aber das Rechtsband zwischen Individuum und Staat bildet, wodurch
        es dessen Personalhoheit unterliegt, gleich ob es sich im Staatsgebiet
        aufhält oder außerhalb, und ob sich daraus notwendige Rechte und
        Pflichten ergeben, folgt daraus auch die Unaufgebbarkeit von Deutsch-
        land als ganzem als der Bezugsgröße.“

        Dr.Erich Röper, Bremen Geschäftsführer der CDU-Fraktion der Bremischen
        Bürgerschaft und Lehrbeauftragter an der Universität Münster

        Quelle: http://deutschesreich-rmdi.blogspot.de

      • Karl Bernhard Möllmann // 2. Oktober 2017 um 17:50 //

        . . .
        ZITAT @ Hubi Stendahl:
        .
        „…dann haben Sie sicher eine Erklärung dafür, dass nun Macron gewählt wurde…“
        .
        „Ganz Frankreich vereint GEGEN Marine Le Pen“ – war das vom Establishment ausgegebene Motto der letzten Wahl.
        .
        OHNE die kriminellen Manipulationen – der total ferngesteuert & korrupten französischen Justiz – wäre der legale Präsident Heute Francois Fillon.
        .
        Fillon „passte“ der Globalisten-Sekte nicht – DARUM auch keine Demokratie mehr in Frankreich – nur eine billige Show einer FAKE-Demokratie . . .

      • Karl Bernhard Möllmann // 2. Oktober 2017 um 17:59 //

        . . .
        Hallo Zitrone,
        .
        wenn Sie schreiben:
        .
        „Die BRD, nicht Deutschland und natürlich die, die von ihr profitieren, ist nicht legitim. Diese Situation wurde von den Alliierten geschaffen!“
        .
        …dann glaube ich Ihnen jedes Wort – aber leider verstehe ich die Definitionen diverser juristischer Fach-Begriffe NICHT – und außerdem habe ich die Beobachtung gemacht, daß die globale JUSTIZ ein wilder Haufen meist krimineller Ober-Lehrer ist, die mit DEFINITIONEN völlig willkürlich Ping-Pong spielen, und für schnöden Mammon JEDE auch noch so absurde Definition beglaubigen, wenn sie denn dafür bezahlt werden.
        .
        Speziell die US-JUSTIZ ist hier zu nennen – bei der für Mammon JEDES Urteil zu kaufen ist – aber auch das jeweilige Gegenteil ist käuflich . . .
        .
        Vor DIESEM kriminellen Hintergrund muß zu aller erst die JUSTIZ ihren eigenen Saustall auskehren – BEVOR ich mich auf die korrekten Definitionen von Gesetz & Recht verlassen würde!

  11. Mit Spargel stechen zur Rückgewinnung von Würde und Selbstbestätigung ? Ich gebe dem gemeinen Deutschen drei Stangen bis er Rücken hat und reif für den Gelben ist. Unsere Labertaschen in der Politik haben das bereits erkannt und für S.-H.das bedingungslose Grundeinkommen ersonnen, das auch als Stillhalteprämie bezeichnet werden kann und das Heer Dahinvegetierender wachsen lassen wird,von denen so mancher eh‘ keine Zeit für Arbeit hat, da er sie lieber dem Privatfernsehen widmet.

    Ich hatte gerade eine Diskussion mit Onkel und Tante, beides Merkel-Lemminge. Ich berichtete ihnen von meinen Erlebnissen in Russland und für sie stand fest, wo man wie dort kein Vandalismus, kein Geschmiere und kein Müll in den Straßen vorfindet, herrscht eine Diktatur. Ich war leicht perplex und dachte, das dieses im Umkehrschluss bedeutet, das Demokratie da vorliegt, wo Menschen ihre Freiheit dazu nutzen können, ungezügelt ihre Umwelt zu verschandeln. Könnte was dran sein, wenn ich zum Beispiel die Umgebung des nahe gelegenen Bahnhofs so betrachte.

    Teilnehmer der hiesigen Demokratie haben es mittlerweile geschafft, dieses Land in ein komplettes Irrenhaus zu verwandeln, in dem sicherlich kaum ein Migrant trotz möglicherweise guten Willens einsehen kann, sich einer zusehends degenerierter werdenden Gesellschaft anzupassen. Im Fussball hagelte es letzte Woche bereits Niederlagen gegen international teilweise zweit- und drittklassige Vereine. Kann das vielleicht schon als böses Omen gewertet werden ? Sollte man sich nicht schleunigst vermehrt am Osten orientieren, anstatt einer westlichen links-grünen Agenda zu folgen scheint der Abstieg unausweichlich. Schuluniformen wären schon mal ein guter Anfang.

    • Wer ist der Gelbe? Wer ist S.-H.?

      Gegen Schuluniformen habe ich auch nichts, die dienen schließlich schon im Land ihrer Erfinder dazu, Armut zu verschleiern.

      Das Bedingungslose wurde allerdings nicht von unseren Politlabertaschen erfunden. Die wären zu blöd dafür. Die Idee ist Jahrhunderte alt. Daran bemerkt man dann schon ganz leicht, daß das Bedingungslose nie eingeführt werden wird. Obwohl die Politiker schon darauf gekommen sind, daß es sich gut als Stillhalteprämie eignen würde. Um damit noch den Zusammenbruch aufzuhalten, hätten die Politiker jedoch schon vor einigen Jahren in die Gänge kommen müssen. Die Einführung kann schließlich nicht über Nacht geschehen. Das ginge schon wegen der vielen noch ungelösten Probleme (Bar auszahlen? Also Registrierung erforderlich? Überweisen und darum nur an jene, die ein Bankkonto besitzen?) damit nicht!
      らんま

      • Karl Bernhard Möllmann // 2. Oktober 2017 um 08:57 //

        . . .
        Das „Bedingungslose“ geht DARUM nicht, weil die POLIT-PARASITEN es zu aller erst – von genau denjenigen ANDEREN Bürgern klauen, stehlen, erpressen oder enteignen müssen – die diese WERTE MIT HARTER ARBEIT ERSCHAFFEN HABEN!
        .
        Und DIESE Leute können richtig gut kämpfen – denn genau DAS ist das Geheimnis ihres Erfolges – wer also leichtfertig vom „Bedingungslosen“ schwafelt, der redet den richtigen Bürger-Krieg herbei . . .
        .
        Und der Gewinner heißt?
        .
        POLIT-PARASITEN!

  12. Der Grund ist recht einfach: Es sind die Frauen mit geringen oder keinen Job-Perspektiven, die ihre Kinder als Einkommensquelle nutzen und die Mengenverhältnisse beim Nachwuchs im Zeitverlauf in Richtung ihrer sozialen Schicht verschieben. Seit den 60ger Jahren wird der soziale Sektor für diese Gruppe ausgeweitet und die Zahlen „armer“ Kinder steigen entsprechend über die Jahrzehnte an. Im Gegensatz dazu stehen die Zahlen der Personen, die selbst für ihren Nachwuchs aufkommen können. Die Ergebnisse der Investition in diese Kinder werden komplett von den Eltern in andere gesellschaftlichen Gruppen wegverteilt (z.B. Über Rente). Entsprechend niedrig ist die Zahl der Kinder in dieser Gruppe. Das IFO-Institut hat in 2007 vorgerechnet, dass dies auch nicht durch Subventionen (Kindergeld, Schulen usw) an die lesitungsfähigen Eltern kompensiert wird. Ökonomisch und gesellschaftlich ein Untergangszenario.

  13. Spreeathener // 1. Oktober 2017 um 23:33 // Antworten

    In dem Artikel wurde geschrieben bessere Bildung ist eine der Chancen die Armutsspirale zu durchbrechen.Das streitet auch niemand ab. Bloß die Realität sieht anders aus. Wir leben in einer Zeit wo der Geldbeutel der Eltern über die Bildung entscheidet. Ich weiß nicht ob sich der Autor den Zustand der staatlichen Schulen angesehen hat. Die Kinder müssen teilweise unter Menschenunwürdigen Zuständen lernen. Verottete Gebäude und überfüllte Klassen sind an der Tagesordnung.Hinzu kommt Unterrichtsausfall weil Lehrkräfte fehlen. Was noch ein wichtiger Aspekt ist der Anteil von Schulpflichtigen Kindern mit Migrationshintergrund die der deutschen Sprache kaum oder gar nicht mächtig sind nimmt immer mehr zu. Auch den Inhalt der Lehrpläne darf man nicht unberücksichtigt lassen.Ich möchte an den Brandbrief einer Abiturientin erinnern der vor einigen Jahren von fast allen Zeitungen veröffentlicht wurde. Noch kurz zu den Schulen und deren Zustand. Allein in meiner Heimatstadt Berlin haben Experten festgestellt das bei den Schulen ein Sanierungsbed von ca 100 Milliarden Euro besteht.

  14. spreeathener allein dieser sanierungsrückstau beweist, dass merkel eine der schlechtesten kanzler ist – ja ich weiss bildungspolitik ist ländersache – aber da hätte mewrkel durchregieren können – statt dessen verkauft sie deutschland an die globalisten

  15. @Greenhoop:

    Von einer Bindung der Rechtsprechung an Recht und Gesetz einen Rechtstaat abzuleiten ist doch das Gleiche wie aus der Verpflichtung des Staates, sozial zu sein, einen Sozialstaat abzuleiten. Vielleicht mit dem feinen Unterschied, daß man eine Rechtsprechung, die sich nicht an Recht und Gesetz hält, eigentlich nicht als Rechtsprechung bezeichnen kann. Der Begriff des Staates setzt dagegen nicht die Eigenschaft voraus, sozial zu sein. Gemäß Nietzsche widersprechen sich die beiden eher.

    „Dennoch garantiere ich Ihnen, dass der Sozialstaat bald Geschichte ist und vermutlich ist das auch gut so.“

    Der Sozialstaat existiert sowieso nur minimal. Daß der uns bald um die Ohren fliegt, das bezweifle ich nicht. Genau deswegen ist es zur Zeit nicht besonders sinnvoll, sich mit Mitte der 2030er zu befassen, statt mit dem Überleben in den nächsten Jahren.

    @Karl Bernhard Möllmann:

    „Vergiss nicht, ich lebe in Südeuropa, und immer wenn ich nach Deutschland komme, erschrecken mich als erstes die fetten deutschen Autos, dann die fetten deutschen Menschen und als drittes die fetten & vollen Mülltonnen VOR den deutschen Häusern“

    Die fette & volle Mülltonne bei mir vor der Haustür ist nur zu ungefähr einem Drittel befüllbar, dann ist bereits ein Boden eingezogen und der Rest darunter ist nur noch Simulation. Außerdem wird diese Mülltonne höchstens alle zwei Wochen geleert. Die fetten deutschen Menschen sind in der Tat erschreckend, aber nicht weil sie auf Wohlstand, sondern weil sie auf Fehlernährung aufgrund von Armut zurückzuführen sind. Es erscheint zwar zunächst seltsam, daß hier überall eine Menge Kalorien drin stecken, während man in der Natur damit haushalten muß. Aber das ergibt sich ganz logisch aus der Wissenschaftsgeschichte, die schließlich auch dazu führte, daß die deutsche Chemie-Industrie weltweit führend ist. Die deutschen Autos werden zum großen Teil deshalb immer fetter, weil die Autofirmen zur Zeit Designer beschäftigen, die das so festlegen und zwar für alle Größen und Preisklassen. Warum sich der Deutsche dann davon auch noch gerne das fetteste Auto aussucht, das bleibt unklar und genau darum erschreckend.

    „Und alle europäischen POLIT-PARASITEN klatschen dem spanischen Psychopathen Beifall für sei MEGA-VERBRECHEN GEGEN die Menschlichkeit & gegen alle grundlegenden Menschen-Rechte . . . ?“

    Natürlich tun sie das. Die Achtung von Menschlichkeit und Menschenrechten würde schließlich nicht zur Vergrößerung des Sicherheitsapparates führen. ,Divide et impera‘ funktioniert auch ganz ohne Migranten. Man braucht nur zwei Bevölkerungsgruppen finden, die sich gegeneinander aufhetzen lassen, schon freuen die Leute sich, wenn überall Kameras aufgestellt werden und sogar wenn die Guarda Civil ausgebaut wird. Bei uns hetzt man Rechtsradikale gegen Migranten, in Spanien, Großbritannien, Italien, Frankreich und Belgien verwendet man stattdessen Separatisten. Am östlichen Rand versucht man die Länder gegen ihre russischen Minderheiten aufzuhetzen. Den Griechen macht man die Klassenunterschiede klar, indem man besonders viele Griechen hungern läßt. So gibt es überall in der EU Brandherde und alle werden zum Ausbau des Sicherheitsapparates führen, weil das die Lösung ist, für die man nur noch nach passenden Problemen gesucht hat. Sicherheit bringt der Sicherheitsapparat dann trotzdem maximal für die Oberschicht, alle anderen werden davon unterdrückt werden.

    „Das „Bedingungslose“ geht DARUM nicht, weil die POLIT-PARASITEN es zu aller erst – von genau denjenigen ANDEREN Bürgern klauen, stehlen, erpressen oder enteignen müssen – die diese WERTE MIT HARTER ARBEIT ERSCHAFFEN HABEN!“

    Da wäre dann kein Unterschied zu heute und heute geht schließlich auch. Die Mächtigen nehmen es von den Fleißigen und geben es den Reichen. Wo der Lack ab ist, dort gibt es ein kleines Bißchen Rückverteilung als Feigenblatt. Hier gilt Henry Fords Aphorismus: »Wenn die Leute verstünden wie Geld funktioniert, dann hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.«

    „Und DIESE Leute können richtig gut kämpfen – denn genau DAS ist das Geheimnis ihres Erfolges – wer also leichtfertig vom „Bedingungslosen“ schwafelt, der redet den richtigen Bürger-Krieg herbei . . .“

    Der Bürgerkrieg ist unvermeidlich. Darauf sollte man sich besser schonmal einstellen. Gut kämpfen zu können bestimmte schon immer, wer die Oberschicht stellte. Daher müßte kämpfen zu lehren die Basis des Bildungssystems einer jeden Demokratie darstellen.

    @marlene ott:

    Ist es nicht seltsam, daß Bildungspolitik zwar Ländersache ist, aber in allen Bundesländern zeitgleich die gleichen Mißstände auftreten?
    らんま

    • Warum sich der Deutsche dann davon auch noch gerne das fetteste Auto aussucht, das bleibt unklar und genau darum erschreckend.

      „Es ist nicht der Kapitalismus, Stupid, es ist das Geld“

      • Mit anderen Worten: Manche Deutsche haben viel Geld. Andere müssen sich mit ,Sharing Economy‘ behelfen. Viele aktuelle Trends werden als besonders modern, vernünftig und umweltbewußt dargestellt, aber stimmen auffällig mit dem überein, was man tun würde, wenn man (also die deutsche Bevölkerung) immer weniger Geld zur Verfügung hätte. Das geht vom Verzicht auf ein eigenes Auto bis zum Pilzesammeln, das angeblich bei der Jugend wieder angesagt sein soll. Früher hätte man es als Deutscher nicht zur Schau gestellt, wenn man so viel mehr Geld als andere hat. Wenn jemand aus einem südlichem Land zu Besuch gekommen wäre, dann hätte er keinen Schreck wegen der fetten Autos hierzulande bekommen. Es fuhren nur Autos, die auf den Straßen noch Platz für die Autos der anderen Leute ließen. Der mysteriöse Teil ist, warum sich dieser Teil der deutschen Kultur und Mentalität geändert hat?
        らんま

      • Nicht das Geld der Verbraucher, das der Aktionäre.

        Ich hab mal vor zig Jahren ein paar Autos importiert, als der $ noch gut war, kleine Episode:

        Biodeutsches Paar, Probefahrt? Er: große Augen, die Hände zucken, Sie: ach du lieber Gott, nicht putzig armselig genug, kein Sack und Asche überm Dach, da steig ich nicht ein – und das wars.

        Die Autobauer sind auch nicht blöd, die wissen, was der Mensch will. Eben auf allen Seiten, und die Schwierigkeit für die besteht darin die Enden zusammenzukriegen.

    • Karl Bernhard Möllmann // 3. Oktober 2017 um 09:17 // Antworten

      . . .
      ZITAT @ Ranma:
      .
      „So gibt es überall in der EU Brandherde und alle werden zum Ausbau des Sicherheitsapparates führen, weil das die Lösung ist, für die man nur noch nach passenden Problemen gesucht hat.“
      .
      Herrlich auf den Punkt gebracht!

  16. „Denn laut OECD ist die Armutsschwelle an das Medianeinkommen der Gesamtbevölkerung gekoppelt. Infolgedessen steigt sie stets proportional mit dem Gesamteinkommen an. In der Bundesrepublik ist dieser Effekt seit ihrer Gründung, zu beobachten. Daraus lässt sich die Erkenntnis gewinnen, dass egal wie hoch das Wirtschaftswachstum auch ausfallen mag, die Armut aufgrund der Art und Weise ihrer Messung gar nicht besiegt werden kann.“

    Natürlich ist die Armutsschwelle an das Medianeinkommen gekoppelt, schließlich will man keine großen Denkfehler machen. Wenn man die vermeiden will, dann ist der Median immer der beste aller Mittelwerte. Die Kopplung daran muß unbedingt sein, sonst wären die Werte niemals vergleichbar. Durch diese hervorragend gelungene Definition ist auch sofort offensichtlich, daß die Armut rechnerisch ganz leicht besiegt werden könnte. Schließlich verlangt die Definition nicht, das man den Mittelwert überschreiten müßte, um nicht mehr als arm zu gelten, ganz im Gegenteil, man kann sich sogar ein gutes Stück darunter befinden und wäre trotzdem noch nichtmal von Armut gefährdet. Nur indem man bei steigendem Wohlstand das Niveau der DISKRIMINIERUNG gleich hält, dann bleibt auch der Median-Wert konstant. Nur durch eine wirklich ausgeprägte Diskriminierung läßt sich die Armut überhaupt erhalten! Das ist durch die Definition der Armut als relativ sehr offensichtlich. Um der Lösung des Armutsproblems einen Schritt näher zu kommen, lautet daher die wichtigste Frage: Wie schafft es die Minderheit, die sechzig Prozent ÜBER dem Median-Wert liegt und daher als relativ reich definiert ist, den gesamten Rest der Bevölkerung so massiv zu diskriminieren ohne eine gleichermaßen massive Gegenwehr zu provozieren?

    „Der wirksamste Schutz gegen Jugendarmut ist ein hohes Bildungsniveau bzw. eine abgeschlossene Berufsausbildung. Dies belegen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes.“

    Ausbildung ist nicht Bildung und auch nicht andersherum. Korrelation ist nicht unbedingt Kausalität. Bildung ist nicht Ursache, sondern Folge von Wohlstand. Das dürfte längst jeder wissen. Weiterhin so zu tun als wüßte man das nicht, macht einen unglaubwürdig.

    „Massenhaft schwarzer Nachwuchs, der nie einen Vater hatte, schw. Mütter mit Kindern von zig Erzeugern. Ein Effekt, der sich längst auch die Weißen, insbesondere die Unterschicht, überträgt.“ (Marcus Junge)

    Ist das eigentlich schlimm? Oder vielmehr nur ein weiterer Schritt in der Entwicklung der Menschheit, der etwas (re-)integriert, das in Matriarchaten sowieso völlig normal ist?
    らんま

  17. schöner Artikel, Eltern Selbstkasteiung fordern zum Wohl ihrer Kinder, zumindest dass sie sich schämen für ihre Unfähigkeit. Die Einstellung ändert sich nur wenn kein Geld fliesst. Warum nicht Armen verbieten Kinder zu bekommen und zur Wahl zu gehen, ihnen klar machen dass sie nur noch Sklaven sind, momentan kapieren sie es noch nicht einmal.

  18. durchblicker // 5. Oktober 2017 um 17:55 // Antworten

    „Der immer geringer ausfallende Abstand zwischen dem Nettoarbeitsentgelt unterer Lohngruppen einerseits und der Grundsicherung anderseits verstärkt diesen Effekt noch zusätzlich.“

    In diesem Satz drückt der Autor das eigentliche Problem aus. Um im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu sein, muss das Lohnniveau soweit abgesenkt werden wie möglich. Outsourcing, Leiharbeit, Praktikantenverträge, Förderung von Immigration und viele andere Wege vermehren prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Der Ruf des Produktionsstandorts Deutschland verbessert sich zwar, aber das Einkommensniveau im Niedriglohnbereich wird in die Nähe der Sozialhilfe gedrückt.

    Das im Artikel den Beziehern von Sozialleistungen unterstellte Schmarotzertum wurde in vielen Expertisen als Randerscheinung nachgewiesen. Der primäre Grund für eine hohe Arbeitslosigkeit ist das geringe Beschäftigungsangebot. Hier wird oftmals mangelnde Flexibilität und Mobilität vorgeworfen, allerdings sollten familiäre und andere soziale Gründe berücksichtigen werden. Zudem sind die angebotenen Arbeitsverhältnisse überwiegend zeitlich befristet und vielfach schlecht bezahlt.

    Der Autor hält offenbar in Anlehnung an Hans-Werner Sinn Zustände für paradiesisch, in denen sich Lohnarbeiter dem jeweiligen Bedarf der „Wirtschaft“ vollständig unterwerfen müssen. Durch maximale Flexibilität, Mobilität und Anpassungsfähigkeit der Arbeitskräfte soll die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen gesteigert werden. Produktion und Beschäftigungspolitik werden Shareholder-Interessen untergeordnet. Ich persönlich ziehe eine Gesellschaft vor, in der wirtschaftliche, soziale und kulturelle Ziele gleichgewichtig verfolgt werden.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*