Modestadt Berlin vor Umbruch

Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (Mitte) bei Premium © Karin Lachmann Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (Mitte) bei Premium © Karin Lachmann
Die Mode-Messe „Premium“ setzt in schwierigem Umfeld erneut Maßstäbe. In diesem Sommer waren 1.800 Marken mit um die rund 1000 Kollektionen zu sehen.

Fällig gewesen wäre so ein Besuch schon lange, aber vielleicht musste erst eine Frau Bundeswirtschaftsministerin werden, damit der Modebranche die Anerkennung zu Teil wird, die ihr zusteht. Brigitte Zypries (SPD) ließe es sich jedenfalls nicht nehmen, mit Premium eine der der ambitioniertesten, selbstbewussten und vielleicht wirkungsmächtigsten Mode-Schauen Berlins zu besuchen.

Die Premium in der STATION-Berlin gilt als Leitmesse und wichtige Business- und Networking-Plattform für Contemporary Fashion. Vom 4. Bis 6. Juli 2017 waren hier 1.800 Marken, überwiegend aus dem Ausland, mit um die rund 1000 Kollektionen für den Sommer 2018 zu sehen.

Auf einer Fläche von mehr als 33.000 Quadratmetern waren neben Kleidung auch Accessoires und Kosmetika vertreten. Seit Jahren schon wenden die Messemacher das Prinzip des Concept Store erfolgreich an.

Mercedes-Benz zieht sich zurück

Während Premium sich von Jahr zu Jahr gesteigert und ihren festen Platz in der Berliner Fashion Week ausgebaut hat, dürfte bei den Modenschauen ein Umbruch anstehen. Hauptsponsor Mercedes-Benz will die Laufstegveranstaltungen ab der kommenden Saison nicht mehr wie gewohnt unterstützen. Damit fallen die weißen Zelte am Brandenburger Tor weg, in denen sich die Promis trafen und die Berlin einen Hauch von Glamour verliehen. Jetzt muss sich die Branche neu orientieren und angesichts der grundlegenden Wandlungen in der Modeindustrie die Zukunft im Blick behalten.

Wie das funktionieren kann, hat Premium wieder einmal gezeigt, die ihren verlässlich beständigen Auftritt von Jahr zu Jahr behutsam erneuert. Die Messe präsentiert immer wieder neue Aussteller und greift Zukunftsthemen auf.

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1 Kommentar zu Modestadt Berlin vor Umbruch

  1. hubi Stendahl // 13. Juli 2017 um 20:12 // Antworten

    In Berlin muss man durch die Änderung der Bevölkerungsstruktur aufpassen, dass man nicht krass overdressed ist. Unormal krass ist z.B. „wenn man Aslak krass macht“, meint der Sportsfreund im Video. Zu „chicmäßig“ unterwegs sein, geht auch nicht, sagt der kulturelle Höhepunkt im Video. Rolltreppen in Berlin, ja. Knieschoner sind vielleicht im kommen?

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