Ohne Grundeinkommen geht’s nicht!

Marc Friedrich und Matthias Weik / Quelle: Privat Marc Friedrich und Matthias Weik / Quelle: Privat
Die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens ist ein historischer Systemwechsel. Aber sie ist unerlässlich – und finanzierbar! Schleswig-Holstein debattiert das Thema.

 Die jüngste Bertelsmann Studie hat es abermals unterstrichen: Altersarmut wird sich in Zukunft in Deutschland massiv ausbreiten. Gründe hierfür sind zahlreich:

Millionen von Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen (in Deutschland arbeiten 8,7 Millionen Beschäftigte im Niedriglohnsektor – das sind fast 25% aller Arbeitnehmer), die Digitalisierung und die Industrie 4.0, zudem der historische Niedrigzins der EZB, welcher eine nachhaltige Altersvorsorge fast unmöglich macht und uns bei steigender Inflation schleichend enteignet. Hinzukommen die kontinuierlich steigenden Preise für Immobilien und die damit verbundenen Mietpreissteigerungen in vielen Regionen des Landes und die bei weitem nicht so stark steigende Löhne. All diese Zutaten kreieren eine tickende Zeitbombe an die sich die Politik (noch) nicht herantraut.

Da man sich heute, anders als zu Urzeiten, nicht mit den wichtigsten Dingen des Lebens selbst versorgen kann, sondern Geld zum Überleben braucht, ist das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ein Menschenrecht. Humanitäre Gründe zählen in Politik und Wirtschaft anscheinend wenig, deswegen wird offensichtlich eher die Abschaffung der Arbeitsplätze durch die Industrie 4.0 und die Digitalisierung das Argument für die Einführung des BGE liefern. Mittlerweile gewinnt das Thema an Dynamik. In Schleswig-Holstein will sich nun die neue Jamaika-Koalition damit befassen. In Deutschland wäre dies der erste große Versuch einer Regierung

Grundeinkommen schafft Gleichgewicht am «Arbeitsmarkt»

Es gibt vier mögliche Gründe, weshalb Frauen und Männer erwerbstätig sein möchten:

  1.     Sie erkennen einen Sinn im Ziel und Zweck eines bestimmten Unternehmens oder Projekts;
  2.     sie haben Freude an ihrer Tätigkeit;
  3.     sie haben Freude an der Zusammenarbeit mit andern Menschen, an sozialen Kontakten, an Anerkennung, Renommee oder Status;
  4.     Geld.

In Wirklichkeit müsste es doch so sein: Je sinnloser oder übler ich ein Unternehmen finde, je anstrengender, würdeloser oder langweiliger eine Arbeit ist, je weniger ich meine Kolleginnen und Kollegen ausstehen kann, je geringer die Aussicht auf Anerkennung für meine Arbeit ist – desto mehr sollte ich den Lohnzettel im Blick haben. Kurzum: Je unattraktiver eine Arbeit, desto höher müsste im Grunde das «Schmerzensgeld» sein. 

Warum das meist nicht so ist? Ganz einfach: Es gibt kein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE). Vor allem für Menschen mit weniger guten beruflichen Qualifikationen führt das dazu, dass sie praktisch nicht Nein sagen können. Nein zu physisch sehr anstrengenden, schmutzigen oder ekligen Arbeiten. Nein zu extrem monotonen Tätigkeiten. Nein zu schlecht geführten Unternehmen oder zu Vorgesetzten, von denen sie unwürdig behandelt werden. Nein zu Unternehmen, die ihre Kunden lediglich übers Ohr hauen wollen. 

Genau darum – weil hier nur eine Seite Nein sagen kann – ist der «Arbeitsmarkt» kein Markt. Was ist das Wesensmerkmal von Märkten? Genau: Sie müssen nicht jeden Mist kaufen. Sie können als Kunde jederzeit Nein sagen … Doch Arbeitnehmer müssen aus ökonomischem Zwang etwas machen, um so das Existenzminimum zu sichern. Erst ein BGE würde daher echtes Gleichgewicht am Arbeitsmarkt herstellen. 

«Unproduktive Tätigkeiten»: Wenn alle nur noch malen

Gegner des BGE argumentieren zuweilen mit dem «Hobby-Argument»: Wenn Menschen mit Grundeinkommen nicht nur bei Bier und Chips vor der Glotze hocken, dann werden sie es als Chance verstehen, sich fortan allem möglichen «unproduktiven» Unsinn zu widmen. 

Deutschland würde zum Land der Häkelgruppen, Seidenmalerei-Kurse und Ayurveda-Workshops verkommen. Millionen volkswirtschaftlich überzähliger Geisteswissenschaftler würden nur noch Gedichte schreiben, abseitige Blogs betreiben, Verkrachte Künstler, Schauspieler und Musiker ohne jede Aussicht auf Verkäufe oder Engagements würden ihre Jobs als Taxifahrer oder Kellnerinnen hinschmeißen – und noch mehr miserable Bilder malen, auf Straßen und in Gaststätten herumlärmen oder in Hinterhöfen seltsame Experimentaltheater eröffnen. 

Mag alles sein. Na und? Zum Häkeln braucht es Nadeln und Garn. Deren Verkauf schafft Arbeit und Einkommen. Wer zehn Ayurveda-Kurse besucht hat, kommt unter Umständen auf die Idee, selbst Ayurvedalehrer zu werden. Ist das kein Beruf? Oder gar unproduktiver als das Anbieten von Zahnzusatzversicherungen in Callcentern? Womöglich hätte Kafka in seinem kurzen Leben der Weltliteratur fünf weitere Romane geschenkt, wenn er nicht 14 Jahre bei der Arbeiter-Unfallversicherungs-Anstalt hätte arbeiten müssen. 

Umgekehrt: Wie lange würde jemand wirklich ausschließlich Bilder malen, die selbst geschenkt keiner von ihm haben will? Sicher ist eins: Wer gegen Ende der Schulzeit seine Liebe zu Programmiersprachen oder zum Maschinenbau entdeckt hat, den wird die Aussicht auf ein Grundeinkommen kaum zur Lyrik verleiten. 

Vom «Verschwinden» der Arbeit 

Im Grunde war die Wirtschaft schon immer dadurch getrieben, Arbeit zu erleichtern, sie geschickter, schlauer oder ressourcensparender zu organisieren – oder sie statt von Menschen von Naturkräften, Tieren oder der Technik erledigen zu lassen. Die kapitalistische Marktwirtschaft hat das Ersetzen menschlicher Arbeit durch Maschinenarbeit zu einem ihrer Prinzipien gemacht. Rationalisierung bedeutet seit Beginn des 18. Jahrhunderts: konsequente und immer raschere Abschaffung der «einfachen» Arbeit. 

Zurzeit läuft dieses Spiel unter dem Stichwort «Industrie 4.0». Nachdem Maschinen in den letzten 300 Jahren immer mehr Arbeitsschritte vom Menschen übernommen haben, sollen die Maschinen der nächsten Generation nun auch immer weniger von Menschen bedient, gesteuert und kontrolliert werden. Das übernehmen Computer und Software, also digitale Maschinen … 

Wie viele Arbeitsplätze im Zuge der nächsten Runde der «digitalen Revolution» wegfallen werden, wie viele neue für immer besser Ausgebildete entstehen, zu all diesen Fragen jagen sich die Prognosen und Studien derzeit im Wochenrhythmus … 

Ein Platz auf der Reservebank 

Mehr Werte schaffen und deutlich weniger dafür arbeiten. Hätte man das Adam, Eva und ihren unmittelbaren Nachkommen erzählt, dann hätten sie darin die denkbar größte historische Ironie Gottes erkannt:

«Ein paar Tausend Jahre lang verdient ihr euer karges Brot im Schweiße eures Angesichts. Dann findet ihr endlich den Hintereingang zum Paradies – und jammert über das Verschwinden der Arbeit! Geht’s noch?» 

All das wäre denn auch kein sonderliches Problem, wenn die Fortschritte bei der Produktivität und die Entwicklung der Einkommen halbwegs miteinander im Einklang stünden: Während die Produktivität je geleisteter Arbeitsstunde seit 1991 enorm zulegte, stagnierten die Nettolöhne nahezu. Vor allem deswegen, weil sich der Arbeitsmarkt immer stärker gespalten hat. Im industriellen Sektor geht der Bedarf an Arbeitsleistung im Zuge der technologischen Entwicklung und des Produktivitätsfortschritts eher zurück, die Wertschöpfung dagegen durch die Decke. Im Bereich der Dienstleistungen, wo es bei Lichte besehen oft wenig bis nichts zu rationalisieren gibt (beste Beispiele: Pflege, Gastronomie, Kultur), kommt dieser Fortschritt dagegen in Gestalt von prekären Beschäftigungen und stagnierenden bis sinkenden Einkommen daher. Ein BGE wäre ein Beitrag dazu, den praktisch kaum einholbaren Vorsprung der Maschinenarbeit zugunsten dessen einzuebnen, was wir immer «Arbeit am Menschen» nennen. 

Der stärkste Druck in Richtung BGE dürfte am Ende aber wohl vom Ende fast aller kontinuierlichen Erwerbsbiografien kommen. Im gleichen Unternehmen von der Lehre bis zur Rente arbeitet heute kaum noch jemand. Froh kann schon sein, wer mit 55 Jahren noch die gleiche Berufsbezeichnung führt wie in jüngeren Jahren. 

Ständige Weiterbildung, gelegentliche Neuqualifikation, hin und wieder auch eine komplette berufliche Umorientierung sind von der Ausnahme zur Regel geworden. Beruf, Familie und biografische Sinnfindung für alle, für Männer wie Frauen gleichermaßen, unter ein und denselben Hut zu bringen, dafür braucht es immer öfter Auszeiten. Etwas plakativ formuliert: Im Spiel namens Kapitalismus 4.0 steht kaum noch jemand 90 Minuten auf dem Rasen. Ein Grundeinkommen wäre so gesehen nichts anderes als jene Reservebank, auf der heute selbst bei Vereinen der zweiten Reihe Spitzenspieler sitzen. 

Selbstversorgung und Fremdversorgung 

Die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens, so ihre Gegner, leugne nicht allein den Umstand, dass der Mensch von Natur aus faul und egoistisch sei. Sie sei zudem eine einfältige Utopie. Geld fürs Nichtstun! Wo gibt’s denn so was? Beziehungsweise: Wo hat es so etwas je gegeben? Antwort: Über weite Strecken der Geschichte, und zwar vom Beginn unserer Sesshaftigkeit vor 10’000 Jahren bis ungefähr ins 18. Jahrhundert. 

Richtig am «Utopie-Argument» ist lediglich eins: Es gab früher kein Geld fürs Nichtstun. Das liegt aber einzig daran, dass Geld in der Geschichte der Menschheit erst seit etwa 300 Jahren eine derart zentrale Rolle spielt. Sicher: Tausch und Handel gab es immer. Und Geld in Form von Münzgeld existiert seit etwa 2700 Jahren. Aber «Märkte» im Sinne allgegenwärtiger Scharniere zwischen Arbeit, Produktion und Konsum gibt es erst seit Beginn des 18. Jahrhunderts … 

In Agrargesellschaften, in denen die allermeisten Menschen Selbstversorger sind, steht ihnen ein Grundeinkommen in Form von Grund und Boden zur Verfügung. Nicht unbedingt in Form von privatem Eigentum an Grund und Boden. Aber in Form von Besitz; das heißt: dem Recht, über Ackerland, Wald oder Weiden zu verfügen. Keine Frage, die Menschen mussten hart arbeiten, um diesem Boden ein Naturaleinkommen abzugewinnen. Aber sie mussten nicht auch noch arbeiten, um überhaupt über Grund und Boden verfügen zu dürfen. 

Der Siegeszug der Industriegesellschaft hat, neben vielem, vor allem dies verändert: Selbstversorgung ist keine Option mehr. Bestenfalls kann sie noch ein unglaublich aufwendiges Hobby sein. Heute leben wir in einer Gesellschaft vollständiger Fremdversorgung. Das heißt: So gut wie nichts von dem, was wir zum Leben (und darüber hinaus) brauchen, können wir selbst herstellen. Zwar sagen wir immer noch, dass jemand «von seiner eigenen Hände Arbeit» lebt. Aber das ist nur noch eine Metapher. 

Fremdversorgung bedeutet: Wir leben überhaupt nicht von unserer Arbeit. Weil wir das Prinzip der Arbeitsteilung immer weiter perfektionierten, leben wir schon beim Genuss banalster Konsumgüter von der Arbeit Tausender Mitmenschen … 

Es ist wirklich so: Ohne Moos nix los. Früher war der «Kampf ums Dasein», an den ja bis heute erstaunlich viele Leute glauben, ohne Acker so gut wie verloren. Heute ist er es ohne Geld. Daher ist ein Grundeinkommen ein Menschenrecht. 

Das Recht auf Leben und das Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft sind unserem aufgeklärten humanistischen Menschenbild nach – und in unserer Verfassung – unbedingte Rechte. Kein einziges unserer Grund- und Menschenrechte ist an den Nachweis von Vermögen oder Arbeitsplatz gebunden. Darum darf ein Grundeinkommen für jeden Bürger an keinerlei Bedingungen geknüpft sein. Deshalb muss es freilich auch nur ein Grundeinkommen sein. Für die Annehmlichkeiten des Lebens, von denen die Menschen zu Recht äußerst verschiedene Vorstellungen haben, muss danach tatsächlich jeder selbst sorgen. 

«Durchgerechnet: Zur Frage, ob ein BGE finanzierbar ist»

Die Frage, ob ein Bedingungsloses Grundeinkommen finanzierbar wäre, wischen nach wie vor viele Leute mit Milchmädchenrechnungen vom Tisch. 1’000 Euro für jeden? Sehr witzig! 

Bei rund 82 Millionen Einwohnern macht das in Deutschland 984 Milliarden Euro pro Jahr. Einige BGE-Fans sind sogar noch großzügiger und fordern 1’500 Euro. Da wären wir dann bei knapp 1,48 Billionen. 

Womit die 2016 erwirtschaftete Summe aller Arbeitnehmerentgelte (knapp 1,6 Billionen) nahezu vollständig, das Volkseinkommen (2,34 Billionen) zu fast zwei Dritteln und das Bruttoinlandsprodukt (3,13 Billionen) zu rund 47 Prozent verfrühstückt wären. Noch Fragen? 

Nur langsam und zäh setzt sich leider die – an sich nicht schwer zu erlangende – Einsicht durch, dass ein BGE natürlich keine zusätzliche «soziale Wohltat» wäre. Denn selbstredend würde es die vorhandenen Einkommen nicht ergänzen, sondern lediglich zum Teil ersetzen. 

De facto haben ja nicht nur die 43,5 Millionen abhängig Beschäftigten, die 4,3 Millionen Selbstständigen (einschliesslich mithelfende Familienangehörige) und die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland ein Einkommen. Auch die übrigen knapp 15 Millionen Bürger leben nicht von Luft und Liebe. Sie beziehen ihr Einkommen entweder aus verschiedenen staatlichen Transferleistungen oder aus familiären Quellen. 

Der Punkt ist: Auf diese Einkommen haben sie entweder nur einen sachlich oder einen zeitlich begrenzten Anspruch – oder eben auch gar keinen. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen schafft damit im Kern lediglich den Missstand ab, dass das Existenzminimum sowie eine angemessene soziale und kulturelle Teilhabe für etwa jeden fünften Einwohner der Bundesrepublik nicht bedingungslos garantiert sind. Für alle übrigen Bürger ändert sich unterm Strich wenig: Ihr Nettoeinkommen bleibt gleich. Nur dass mit BGE dann einen Teil desselben die Allgemeinheit finanziert. 

Bei vielen Spitzenverdienern würde der jährliche Abzug von 12’000 oder auch 18’000 Euro Grundeinkommen wenig bis gar nicht ins Gewicht fallen. Viel interessanter ist, was nach Einführung eines BGE mit den kleineren Arbeitseinkommen passiert. Mehr als eine Million Berufstätige beziehen gegenwärtig Leistungen nach Hartz IV. Die sogenannten Aufstocker arbeiten, verdienen damit aber weniger, als sie auch so vom Amt bekämen. Und fast jeder fünfte Aufstocker arbeitet sogar Vollzeit. Im Grunde ist das staatlich geförderte Lohndrückerei. Mit BGE wäre damit sofort Schluss. 

Abgesehen davon: Mit BGE wird es viel weniger Sozialabgaben geben. Was wird also nach Einführung eines BGE gesamtwirtschaftlich passieren? 

  1.  Alle, deren Geschäftsmodelle auf Hungerlöhnen basieren, müssen sich warm anziehen. Entweder verschwinden sie mangels Mitarbeitern ganz schnell vom Markt, oder sie müssen deutlich besser zahlen. Möglichkeit drei: Sie müssen Arbeiten, die sich nur mit Billiglöhnen kalkulieren lassen, ganz fix automatisieren.
  2. Sofern ihre Einkommen am unteren Ende des Gehaltsgefüges rangieren, gewinnen auch Normalverdiener Verhandlungsspielräume.
  3. Bei allen Übrigen wird ein Teil ihres Einkommens, nämlich ziemlich exakt der Betrag des BGE, vom Anteil der bisherigen Lohnkosten in den Steueranteil wandern– nach unserem Vorschlag ausschliesslich in eine Konsumsteuer. Warum das summa summarum sowohl in Bezug auf die Preisbildung wie auch gesamtwirtschaftlich neutral ist, werden wir in einem weiteren Teil über Steuern darlegen.

Allerdings haben einige Befürworter des Grundeinkommens eine kleine Milchmädchenrechnung zur Hand. Sie bilden beim Thema Finanzierung flugs eine Quersumme aus allen sozialen Transferleistungen, gegenwärtig sind das knapp 900 Milliarden Euro, plus zugehöriger Verwaltungskosten – sodass sich ein BGE von 1’000 Euro ebenso flugs zu neun Zehnteln finanzieren lässt. Das ist natürlich Unsinn. 

Es gibt tausenderlei Gründe, warum jemand grundsätzlich nicht erwerbstätig sein kann, und gleichwohl auf deutlich mehr als ein Grundeinkommen angewiesen ist. So werden etwa Menschen mit schweren körperlichen Einschränkungen auch nach Einführung eines Grundeinkommens zusätzliche – teils erhebliche – Leistungen erhalten. Entsprechende Ansprüche werden auch in Zukunft geprüft, abgewogen und verwaltet. Weshalb das BGE sicherlich nicht sämtliche Sozialetats überflüssig machen wird. 

Tatsächlich aufgebracht werden muss das Geld zur Finanzierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens – nach Abzug zumindest von Teilen der heute gezahlten Sozialtransfers – nur für jene, deren Einkommen unterhalb des fraglichen Betrags liegt. Wenn man von einem Grundeinkommen von zunächst 800 Euro ausgeht, dann kommt man auf eine «Finanzierungslücke» von etwa 70 Milliarden Euro. 

Wie auch immer man rechnet, ein BGE lässt sich gewiss nicht aus der Portokasse bezahlen. Aber anders als in den Milchmädchenrechnungen, die bei Talkshows und Podiumsdebatten beredet werden, lassen sich für die fraglichen Summen sehr wohl Strategien zur «Gegenfinanzierung» eines BGE formulieren … 

Sinst knallt's_ Matthias Weik, Marc Friedrich, Götz Werner

„Sonst knallt’s“: Matthias Weik, Marc Friedrich, Götz Werner

Es geht im Wesentlichen nicht darum, neue Geld- und Einkommensströme zu generieren. Wir müssen die existierenden nur vernünftiger organisieren. Hat man das begriffen, dann lassen sich auch grundsätzliche Umsteuerungen dieser Ströme rechnen. 

Das war bei anderen historischen Systemwechseln – etwa von der Bestands- zur Einkommensbesteuerung oder bei der Einführung der gesetzlichen Sozialversicherung – nicht anders. Ohne Frage wäre die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens ein Systemwechsel. Niemand behauptet, dass er einfach wäre. Aber er ist politisch, rechtlich und auch finanziell möglich. Denn: Im Zuge der «Industrie 4.0» werden so viele Jobs wegfallen und nur wenige – zumeist für Top-Fachkräfte – neu entstehen, dass wir überhaupt keine andere Wahl haben, als ein BGE einzuführen. 

Über Marc Friedrich und Matthias Weik

Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben 2012 zusammen den Bestseller “Der größte Raubzug der Geschichte“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. Auch mit ihrem zweiten Buch, „Der Crash ist die Lösung“, haben Sie wieder das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014 geschrieben. Am 24. April 2017 ist ihr viertes Buch „Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ erschienen, das sie gemeinsam mit Götz Werner (Gründer des Unternehmens dm-drogerie markt) geschrieben haben. Kontakt: Webseite | Facebook | Weitere Artikel

84 Kommentare zu Ohne Grundeinkommen geht’s nicht!

  1. Ich bin gegen ein Grundeinkommen. Die Versorgung mit allen Existenzmitteln sollte zunächst für Deutsche möglich werden. Wohnen, Energie, Gemeindegründe für Landlose, Wasserversorgung und eine Tafel für Bedürftige. Das setzt eine Vergesellschaftung dieser unverzichtbaren Güter voraus.

    Warum kein Geld?

    Die Versorger, welche Existenzmittel anbieten und kontrollieren, würden auf dem Wege der Preistreiberei ein Mindesteinkommen absorbieren.

    In Kürze wäre der Effekt verpufft.

    Meine Empfehlung an die beiden Herren Autoren.

    Grüße
    von Waltomax

    • Ich würde insofern zustimmen, daß ein Grundeinkommen nicht unbedingt aus Geld zu bestehen braucht. Das entspricht dann noch mehr den historischen Vorbildern. Aber daß du das Bedingungslose schon wieder mit Bedingungen zu verknüpfen versuchst, das läßt dann eher doch darauf schließen, daß du dich mit dem eigentlichen Thema garnicht befassen willst.
      Ranma

      • waltomax // 4. Juli 2017 um 09:35 //

        @Ranma: Doch, das Thema halte ich für zentral. „Bedingungslos“ können auch Sachleistungen niemals gewährt werden, da diese auch in einer dezentralen Bürgergesellschaft erarbeitet werden müssen. Gegenseitigkeit wäre auch schon eine „Bedingung“. Sich nach Leistungsvermögen an der Sicherung und Verteilung von Existenzmitteln zu beteiligen, ist unabdingbar.

      • Ranma // 5. Juli 2017 um 01:00 //

        @waltomax:

        Die Notwendigkeit einer Gegenfinanzierung wird von allen Befürwortern eingeräumt. Das widerspricht nicht der Idee der Abschaffung der Bureaukratie auf der Ausgabenseite. Die Bureaukratie sowohl auf der Einnahmenseite als auch auf der Ausgabenseite auf das notwendige Maß zu reduzieren wird bereits erheblich zur Gegenfinanzierung beitragen.
        Ranma

      • Conrath // 5. Juli 2017 um 07:24 //

        @Ranma

        Der Bürokratieabbau entlastet auch sehr viele Menschen von einer, als stupide und wenig nützlich empfundenen(!), Arbeit (siehe Umfragen, Statistiken, Krankenstand). Auch das darf nicht vergessen werden. Wir alle sind viel sensibler und beanspruchen auch, einen Sinn in der Arbeit sehen zu können, trotz Arbeitsteiligkeitserfordernis. Das sind Gesichtspunkte, auch von Tacheles und Hubi.

        Ob ich an der Erstellung eines, irgendwie sinnvollen, Produktes, einer nachvollziehbaren Dienstleistung, beteiligt bin oder alles anonym und abstrakt für mich verläuft, bestimmt auch mein Leben. Gehe ich aus bloßer Existenznot der Arbeitspflicht nach oder aus innerer Akzeptanz ist ein großer Unterschied. Diese Unterscheidung sollte, neben Geschichtskenntnissen und Fertigkeiten schon ab der Schule gelernt werden, also auch lernen eine sinnvolle Arbeit von einer sinnlosen unterscheiden zu können, das ist möglich, dazu gibt es praktische Erfahrungen.

        Das GME, als solidarische Leistungsdividende kann dahin vermitteln und mehr Bruttosozialglück erzeugen. Das BGE setzt eher den Arbeitsteiligkeitsautomatismus fort.

        Und glücklichere Menschen sind erheblich widerstandsfähiger gegen Manipulation und Propaganda. Sie sind positiv zu Lebensflexibilität gefordert, das ist Basis der Gesundheit, keine von außen aufgezwungene Versorgungsmatrix.

        Traue keiner Matrix an der Du nicht weiter beteiligt bist und solidarisch immer wieder herumschrauben must!

      • Karl Bernhard Möllmann // 5. Juli 2017 um 09:11 //

        . . .
        Endlich mal wieder ein Satz von Conrath – den sogar ich unterschreiben kann:
        .
        „…glücklichere Menschen sind erheblich widerstandsfähiger gegen Manipulation und Propaganda. Sie sind positiv zu Lebensflexibilität gefordert, das ist Basis der Gesundheit…“
        .
        Geht doch !

    • „Nur für DEUTSCHE“ gibt’s nicht!
      Kindergeld, Gesundheitsversorgung und HARTZ 4 gibt’s für ALLE WELT!
      Da es ca. 4 Milliarden Erdenbürgern mit HARTZ 4 wesentlich besser als mit Arbeit im Heimatland geht sind nach Einführung des BGE ca. 1 Millionen Neubürger PRO Tag zu erwarten.
      1 MILLIONEN ZUDRINGLINGE in 2016 verursachen laut Bundesregierung ca.. 50 Milliarden € pro Jahr.
      Zur Erinnerung:
      Allein ein Abschiebehäftling in Berlin kostet PRO TAG 1826 €.

      • Ranma // 5. Juli 2017 um 01:04 //

        Da wäre es besser die Leute garnicht erst in Haft zu halten, nicht wahr?

        Einmillion Einreisende pro Tag dürfte an den Grenzen (schließlich ist der Zustrom nur aus dem Süden zu erwarten) für jeweils einige Tage oder Wochen Stau sorgen, also reisen dann doch nicht so viele an einem Tag ein.
        Ranma

      • tacheles // 5. Juli 2017 um 01:34 //

        Ja liebes RANMA!
        Mittlerweile kommen die „FLUCHTURISTEN“ sogar mit dem Fahrrad über den Polarkreis nach GERMONEY.
        Ich möchte an den „GOLDRUSH“ Ende 1800 in den USA erinnern.
        Als am Klondike Gold gefunden wurde machten sich am Abend bereits die ersten Glücksritter an der Ostküste auf den Weg.
        In Europa verkauften etliche ihr Hab und Gut und viele ließen ihre Familie im Stich um in den Goldfeldern Americas ihr Glück zu versuchen.
        Denn jeder weis um die „Reise nach Jerusalem“!

      • tacheles // 5. Juli 2017 um 01:39 //

        Bereits jetzt sind die Gefängnisse zu über 80% mit Immigrationshintergründlern überfüllt.
        Schwerstkriminelle müssen auf freien Fuß gesetzt werden weil die JVAs aus allen Nähten platzen.
        Das wissen die täglich zuströmenden natürlich.
        Nicht umsonst wurden in den FLUCHT/URLAUBSLÄNDERN die Zucthäuser, Schwererziehbarenheime und Irrenhäuser geöffnet um sich der Notzüchtler und Intensivtäter zu entledigen.

  2. @Walter

    da wir ja nicht mit den Affen vergleichbar sind, im Lebensganzen, im Detailverhalten aber schon manchmal, nämlich wenn wir immer leistungslos Geld bekommen, das dann andererseits universell nutzbar ist, ist Ihre Überlegung nicht unbegründet/ unbegründbar. –

    Im Prinzip haben wir das schon, wenn etwa Gutschriften/ Gutscheine (Sachleistungen) ausgeteilt werden. Denkbar wäre eine Allmende-Teilhabe oder Basisdividende, die zur Existenzsicherung, zur Krankheitsabwehr und ersten ‚Dach-Über-Dem-Kopf-Sicherung‘ genutzt wird und personenbezogen, nicht übertragen werden kann, also als Realien-Nießbrauchrecht. Der Rest könnte durch nahezu zinslose Privatkredite ausgereicht werden, damit das Bewusstsein für eine angemessene Gabe an die Gemeinschaft nicht verloren geht. Das alles kann mit dem Schritt- oder Phasenmodell von Götz Werner kombiniert eingeführt werden, zunächst für die armutsbetroffenen vielen Kinder in DE, dann für die hier in DE durch 2010-Austeritätspolitik unterversorgten, in DE-gearbeitet habenden Rentner und dann, nach und nach, weitere Bevölkerungskreise betreffend.

    • Man könnte eine Art geldfreies Grundeinkommen (übrigens schon sehr Star Trek) sicherlich schrittweise einführen. Sinnvollerweise ginge das dann so: Öffentliche Verkehrsmittel werden nur noch staatlich finanziert, nicht mehr nur für Flüchtlinge. Die Reinigung und Wartung von öffentlichen Toiletten wird staatlicherseits gut bezahlt und nicht mehr durch Nutzerentgelte. Also alles, was sowieso als öffentlich gilt, zuvorderst. Danach kann man eine Zwischenbilanz ziehen, um zu sehen, ob und wie es weitergehen sollte.
      Ranma

  3. hubi Stendahl // 3. Juli 2017 um 17:00 // Antworten

    Zitat:
    „Deutschland würde zum Land der Häkelgruppen, Seidenmalerei-Kurse und Ayurveda-Workshops verkommen……..Mag alles sein. Na und? Zum Häkeln braucht es Nadeln und Garn.“

    Selbst großzügig als Allegorie ausgelegt, ist das wohl der dümmste Spruch im gesamten Artikel. Antowrt: Zum TV sehen braucht es GEZ Befreiung und Cola und Chips. Schon mal was davon gehört, dass es zu Freiheit, Kreativität und Selbstverwirklichung etwas mehr braucht als Geld? Wie soll das dann eigentlich mit der Freiheit dieser Staatsabhängigen gehen? Neueste Kreation von Herrn Mass gefälligst?:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/heiko-maas-will-regulierung-von-internet-konzernen-mit-algorithmen-a-1155570.html

    …….und so geht das immer weiter.

    Der zweitdümmste:

    Zitat: „Ein Grundeinkommen wäre so gesehen nichts anderes als jene Reservebank, auf der heute selbst bei Vereinen der zweiten Reihe Spitzenspieler sitzen.“

    35.7 % aller Arbeitslosen sind Langzeitarbeitslose/Reservisten. Die sitzen dann gemeinsam auf der Reservebank ohne Rückkehrmöglichkeit (sonst wären sie ja per definitionem keine Langzeitarbeitslosen) und gründen Häkelgruppen. Der zukunftsträchtigste Beruf dürfte dann Gruppentherapeut werden um zu lernen, dass Big Brother auch Vater des Geldes genannt werden soll. Wertschöpfung ist das zwar nicht, aber in die Argumentationskette der Autoren passt das prima.

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen, ist wie ein Pflaster, dass man einem Krebspatienten auf eine Hautwucherung klebt, damit die Verursacher sich das daraus erwachsene Elend nicht ansehen müssen. Der Patient stirbt am Ende trotzdem. Übersetzt:

    In einem Geldsystem, in dem permanent systemisch bedingt, aufgrund des Urzinses, von arm nach reich umgeschaufelt wird und ein Staat nur noch dazu da ist, die Verlierer durch minimale Rückverteilung, Gehirnwäsche und Gewalt ruhig zu halten, kann man die zukünftigen Herausforderungen nach dem Rezept der Autoren lösen, in dem man das Heer der dann Unvermittelbaren, aus dem Fundus des Sozialprodukts bedient und sie mit allen Konsequenzen des Gegeneinanders zu Menschen zweiter Klasse macht,
    Vorschlag „Homo STERILUS (übersetzt „unbrauchbar“)……..

    Man kann aber auch seine grauen Zellen anstrengen und erkennen, dass es eines systemischen Neuanfangs auf der Basis dezentralen Wirtschaftens bedarf, das die Herausforderungen hinsichtlich Überbevölkerung, Arbeitsteilung, Umweltschutz, Ungerechtigkeit und vor allem Zerschlagung der Monopole und des Bodenmonopols (Globalisierung), in die Überlegungen einbezieht und ein völlig neues Modell andenken. Sozialistische Umverteilungshysterie kann wohl kaum die Lösung sein.

    Der Artikel ist ein Lobgesang auf unser derzeitiges System und will es heilen, in dem man dem unnütz gewordenen Produktionsfaktor Arbeit ein neues Betätigungsfeld mit der Gehirnwäsche „Selbstverwirklichung“ verkaufen will. Das ist schon ein starkes Stück, ganz abgesehen vom häufigen Verwechseln von Ursache und Wirkung bei der Beschreibung des aktuellen Systems. Sehr schwach!

    Zitat: „…dann kommt man auf eine «Finanzierungslücke» von etwa 70 Milliarden Euro. Wie auch immer man rechnet, ein BGE lässt sich gewiss nicht aus der Portokasse bezahlen. Aber anders als in den Milchmädchenrechnungen, die bei Talkshows und Podiumsdebatten beredet werden, lassen sich für die fraglichen Summen sehr wohl Strategien zur Gegenfinanzierung» eines BGE formulieren …“

    Mit anderen Worten. Irgendwer muss es mit gespeicherter Arbeitsleistung im gegenwärtigen System bezahlen. Über diese Menschen lesen Sie dann in unserem nächsten Buch: Wie Pipi Langstrumpf aus Nichts Werte zaubert.

    • „Man kann aber auch seine grauen Zellen anstrengen und erkennen, dass es eines systemischen Neuanfangs auf der Basis dezentralen Wirtschaftens bedarf…“

      Soisses. Und dabei ist die Existenzmittelsicherung auf Gegenseitigkeit einzuführen. Was bedeutet, dass man dafür seinen Beitrag leisten muss.

      • tacheles // 5. Juli 2017 um 01:53 //

        Ein SCHLAFAFFENLAND ist genauso eine Totgeburt wie die Sog. Energiewende, der Multikultarismus und das massenhafte E-KFZ.
        Ohne den Zwang zur Eigenversorgung entsteht entweder wie im IMPERIUM ROMANUM ein Sklavenhaltersystem wo die einen auf der faulen Haut liegen, während andere sich unterbezahlt abmalochen.
        Oder das Wirtschaftssystem kollabiert zeitnah.
        Das Ganze hat noch nicht ein mal im Kibbuz funktioniert
        Die sog. Energiewende funktioniert nur solange Nachbarstaaten uns ihren Atomstrom liefern und „schmutzige“ Öl/Kohlekraftwerke als Backap mitlaufen.
        Die „Willkommenskultur“ dient der Befriedigung von „Willkommenshuris“, der Arbeitsplatzbeschaffung für unnütze Berufsgruppen der Asülmafia, der Schaffung neuer willfähriger Wählerschichten und der Verbreiterung der Konsumbasis auf Kosten der (noch) hart arbeitenden Bürger.
        Bei E-Autos, die Stromversorgung sei mal dahingestellt, entstehen durch das unvermeidbare stromlose Stehenbleiben im Verkehr nicht nur lebensgefährliche Situationen sondern auch immense Abschleppkosten.
        Während bei der abendlichen Massenaufladung die Stromnetze zusammenbrechen.
        Das Tankvorgänge mehre Stunden dauern fällt da garnicht mehr ins Gewichtt.

    • Falkenauge // 3. Juli 2017 um 21:05 // Antworten

      @hubi Stendahl
      „Der Artikel ist ein Lobgesang auf unser derzeitiges System und will es heilen, in dem man dem unnütz gewordenen Produktionsfaktor Arbeit ein neues Betätigungsfeld mit der Gehirnwäsche „Selbstverwirklichung“ verkaufen will. Das ist schon ein starkes Stück, ganz abgesehen vom häufigen Verwechseln von Ursache und Wirkung bei der Beschreibung des aktuellen Systems. Sehr schwach!“

      Volle Zustimmung, Herr Stendahl. Ich habe vor einiger Zeit mit einem Artikel in diesem Sinne zum BGE Stellung genommen:
      http://www.geolitico.de/2016/05/30/ein-absurdes-schlaraffenland/

      • hubi Stendahl // 4. Juli 2017 um 10:14 //

        Hallo Falkenauge,

        danke für die Stellungnahme. Ich kenne Ihre Argumente hinsichtlich des BGE sowohl von Ihrer Internetpräsenz „fassadenkratzer.de“ als auch den unten verlinkten. Ich folge diesen Argumenten weitestgehend.

        Klar stellen sollte man, dass der Ersterwähner Götz Werner (DM Drogeriekette, Milliardär), der ja auch bei der Vermarktung des im Artikel erwähnten „neuen“ Buchs der beiden „Himmelsstürmer“ als Pate zur Seite steht, schon in den 90igern das BGE als Heilmittel propagierte.

        M.E. ist er aber kein Trojaner einer wie auch immer gearteten Geldelite, um zu vertuschen, sondern als Autodidakt ein typischer Unternehmer der Nachkriegszeit, der in noch offenen und nicht gesättigten Märkten die Discounter Idee zulasten der damaligen zerstreuten Drogerie- und Reformhäuser konsequent umsetzte. Mit Härte gegen sich selbst. Mit unternehmerischem Mut und Vision. Aber als Autodidakt, der einen Konzern nur aufbauen konnte, weil er über die richtigen Kontakte (Banken zur Finanzierung des stürmischen Wachstums mit geringen Sicherheiten) und die Nase für richtige Mitarbeiter hatte, die in der zweiten Reihe mit Fachwissen die seinerzeitige Marktlücke nutzen konnten. Dieser Unternehmertyp ist heute ausgestorben.

        Ich selbst war einmal Hauptgeschäftsführer bis Ende der Achtziger eines 600 Millionen DM Betriebs mit 8 Filialen und kaufte die notwendigen Mitarbeiter von der Konkurrenz. Kleiner, aber technisch die gleiche Vorgehensweise. Der Inhaber, ein Handwerker, vertraute auf seine Nase und die Führungsmannschaft, mit deren Kompetenz und Ideen eine Klitsche innerhalb von 10 Jahren zum Großunternehmen wurde. Machbar nur, weil, die richtigen Kontakte im Bankenwesen der Schlüssel sind (geringe Sicherheiten bei stürmischem Wachstum). Prinzipiell nichts anderes als die heutigen Himmelsstürmer wie Google, Facebook & Co., die sogar aufgrund des staatlichen Interesses von dieser Seite hochfinanziert wurden (weit vor den Börsengängen).

        Nach meiner Erfahrung ist Götz Werner insofern kein Aufschneider oder Trojaner, sondern ein Unternehmer alter Prägung, der tatsächlich etwas von seinem Erfolg zurückgeben will in einem System, das ihm, dem Autodidakten, die Möglichkeit gab, einen so großen Erfolg zu generieren. Er glaubt an das BGE, aber auch an das System, das ihm, dem Autodidakten, soviel Erfolg bescherte, weil er es nie zu Ende denken konnte. Selektive Wahrnehmung eben. Überschüttet mit Lorbeeren wie dem Bundesverdienstkreuz, muss man erst mal wieder aus dieser Parallelwelt herauskommen.

        Er hat sich für die Anthroposophie entschieden und nutzt sie dort, wo sie in seinem Unternehmen (innerhalb des Systems) keinen Schaden anrichten kann, sondern im Gegenteil ihre positive Wirkung entfalten kann. Immerhin ist er damit (innerhalb dieses Systems) der Einäugige unter den Blinden. Die Angestellten verdienen zwar nicht mehr, die Frauen rennen sich auch dort die Hacken ab für lächerlichen 1.200 € brutto im Monat, sie werden aber zumindest in Ansätzen nach Ideen der Anthroposophie in eine Gruppe mit Verantwortung eingebettet. Ich denke, dass Götz Werner durch Unkenntnis an die Sache glaubt und aufgrund seiner unternehmerischen Stellung von Ja Sagern umgeben ist, die egal welchen Quatsch er erzählt, zuerst den Wackeldackel machen. Im Herzen bleiben diese Leute immer Drogisten oder Handwerker, es fehlt ihnen, so verrückt es klingt, an Kritikern, die auf Augenhöhe mit ihnen diskutieren und überzeugen können.

        Ganz anders die beiden Autoren. Sie sind in meinen Augen Trittbrettfahrer, die eine Lücke entdeckt haben und diese gnadenlos ausnutzen. In ihren Büchern gibt es nicht nur nichts Neues, sondern eine Ansammlung von Leerformeln, garniert mit sensationsgierigen Titeln (z.B. Der Crash ist die Lösung). Hat doch was. Am Ende sind es ein Loblied auf das System und ein paar wage Empfehlungen sich ein Stück Wald und Gold zu kaufen. Da lobe ich mir einen Helmut Creutz, leider verstorben, der die Dinge beim Namen nannte und von den Profiteuren (wo es ging) massiv angefeindet wurde. Dieses Problem haben die Beiden nicht. Sie werden als Helden in der Hochleistungspresse durchgereicht. Das sollte zu denken geben.

        Danke für Ihre unermüdliche Aufklärungsarbeit und die tollen Beiträge auf fassadenkratzer.

      • Conrath // 4. Juli 2017 um 11:20 //

        @Hubi & Falkenauge

        Zitat Hubi: “ Ich selbst war einmal Hauptgeschäftsführer […]“

        Respekt für die ‚Eigenständigkeit‘, die ist nämlich recht selten.

        Ansonsten, auch an @Falkenauge gerichtet,

        das GME, nicht BGE(!), ist, bei entsprechenden, sehr wesentlichen und flankierenden, Maßnahmen und als eine ganz andere Rechtsidee ausgestaltet, nämlich als eine fluktuierende, von der Leistung jeweiliger, differenzierter ‚Branchen-Basisteilhabedividenden-Eigentümer‘ erarbeitete Dividenden-GME, sehr, sehr sinnvoll!

        Bedingungslos gibt es nicht in der Wirklichkeit, da beginnt doch der politische Systempartei-Schmu.

        Aber ein ‚GME-Rettungsboot‘, samt Branchenteilhabe, beruflich, wie regional, differenziert ausgestaltet(!), kann es wuppen!

        Es wäre gut, dazu einmal eine kleine Runde zu veranstalten, um ideenmäßig aus diesem ‚Kreisgang‘ herauszukommen.

        Garantiert wird, was selber zuvor in genossenschaftsähnlichen Verbünden geleistet wird, im Gegensatz zum Gedanken staatlicher ‚Daueralimentation‘, eben des Nannystaates, was anderes haben wir ja nicht, zurzeit oder?

        Grüßend

      • Falkenauge // 4. Juli 2017 um 18:50 //

        @hubi Stendahl
        Eine gute Charakterisierung Götz Werners, den ich in Vorträgen in Karlsruhe persönlich wahrgenommen habe. Das Unbegreifliche ist, dass er von den Berufsanthroposophen und ihrer Gefolgschaft als großer Sozial-Praktiker auf den Schild gehoben wird, der Steiners Dreigliederung des sozialen Organismus mit dem BGE voranbringe. Absurd.

        Vielen Dank für die Blumen am Schluss. Aber mit meinen spirituellen Artikeln liegen Sie ja etwas quer, da Sie irrtümlich meinen, da ginge das religiöse Gefühl mit mir durch.

        Freundliche Grüße

    • @stendahl

      Irgendwer muss es mit gespeicherter Arbeitsleistung im gegenwärtigen System bezahlen….

      Wie wäre es mit einer Roboter-Besteuerung….

      Über diese Menschen lesen Sie dann in unserem nächsten Buch

      Nun ja Herr @stendahl…. diese Menschen gibt es ja in einem Szenarium von industrie 4.0 gar nicht mehr und somit entfällt auch Ihr nettes Buch.

    • @ hubi Stendahl

      Danke für den Super-Kommentar zu dem Artikel dieser beiden Befürworter des Systems.
      Auf den Punkt gebracht.

    • „Ein bedingungsloses Grundeinkommen, ist wie ein Pflaster, dass man einem Krebspatienten auf eine Hautwucherung klebt, damit die Verursacher sich das daraus erwachsene Elend nicht ansehen müssen.“

      Da ist durchaus etwas dran. Der Vergleich wird aber erst dadurch vollständig, daß sämtliche geeigneteren Medikamente fehlen und uns auch noch das Pflaster streitig gemacht wird.
      Ranma

      • hubi Stendahl // 4. Juli 2017 um 11:07 //

        @Ranma
        „Der Vergleich wird aber erst dadurch vollständig, daß sämtliche geeigneteen Medikamente fehlen….“

        Nicht richtig. Die Medikamente gibt es seit mindestens 2000 Jahren, sie wurden nur versteckt.

        Thomas Evangelium, Logien 39:

        Jesus sprach: „Die Pharisäer (Politiker und Priester) und die Schriftgelehrten (Draghi und Konsorten) haben die Schlüssel der Erkenntnis empfangen und haben sie versteckt. Selbst sind sie nicht hineingegangen, aber sie ließen auch nicht hineingehen, die hineingehen wollten……….“

        Liebe(r) Ranma, die Zusammenhänge sind seit mindestens 2000 Jahren bekannt. Deshalb wird der Cargo-Kult um den Katholizismus seit diesen Zeiten mit Mord und Totschlag verteidigt und ausgebaut mit unzähligen anhängenden Sekten.

        “ Seine Jünger fragten: Ist die Beschneidung nützlich oder nicht?

        „Wenn sie nützlich wäre, würde der Vater die Kinder schon beschnitten aus den Müttern zeugen. Aber die WAHRE BESCHNEIDUNG IM GEIST ist ungemein nützlich.“

        Ja, heute wissen wir, dass man über tausende Jahre zunächst aus Unkenntnis, später aus Selbstsucht, eine Gehirnwäsche platzierte, damit der Vater aller Kriege, das fehlerhafte Geldsystem, nicht hinterfragt wird.

        Jesus sprach: Wenn ihr Geld habt, leiht nicht auf Zinsen, sondern gebt dem, von dem ihr sie (die Zinsen) nicht zurückbekommt.

        Klarer kann man das Problem nicht ausdrücken. Damals wie heute ist die Grundlage (nicht die einzige Ursache) aller Verwerfungen der Urzins der die Umverteilung erst generiert, dessen Funktion zunächst nicht verstanden und nach dem Verstehen, etwa 600 v.Chr, von Herrschaft zu Herrschaft bis heute verschleiert wird.

        Auch Götz Werner glaubt altruistisch zu handeln, um damit sein Seelenheil zu erhalten/erreichen. Seine selektive Sichtweise erlaubt es ihm dadurch 1.5 Milliarden Vermögen sein eigen zu nennen und gleichzeitig in die Presse zu posaunen, dass er keine Erbschaft seiner 7 Kinder wünscht, sondern eine gemeinnützige (Anm. steuersparende) Stiftung gründen wird. Die Kinder sollen ihren eigenen Weg gehen, es gäbe keine Verpflichtung der Eltern, hinsichtlich eines Erbschaftsanspruchs. Deshalb sind die Kinder auch nicht im Unternehmen.
        Einen Monat später meldet eine kleine Regionalzeitung:

        http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.drogeriekette-dm-der-sohn-rueckt-auf.0e9a7269-38ad-47fd-ba75-651cf2911e6a.html

        Die selbsternannten Anthroposophen wie Werner können die Anthroposophie im vorliegenden System überhaupt nicht umsetzen (wollen?). Sie nutzen sie mit neuen Wortkreationen als Marketinginstrument. Hier ist „@falkenauge“ der beste Ansprechpartner. Derzeit streiten die Menschenfreunde um das Produkt -Alnatura-, das Werner einmal mit seinem ehemaligen Freund, der die Schwester heiratete, erdachte und jetzt aus seinem Sortiment nahm. Es läuft ein Rosenkrieg, auf dessen endgültige Entscheidung man nun gespannt sein darf. Gier frisst Hirn. Selbstverständlich nutzt auch sein Freund, der Inhaber von Alnatura, Götz Rehn, als „überzeugter“ Anthroposoph die Lehren, um sich ein humanitäres Image anzueignen.

        http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Der-Rosenkrieg-im-Bio-Business-id39097577.html

        „An den Früchten sollt ihr sie erkennen“

      • Conrath // 4. Juli 2017 um 11:33 //

        @Hubi

        Natürlich handelt Götz Werner da mit der Stiftung etwas gespalten.

        Allerdings werfe jemand den ersten Stein.

        Unser System zwingt alle zu den kleinen und größeren Halbrichtigkeiten (Steuerbefreiungsverkürzungsspielen). Sie werden uns, wie die Rundfunkzwangsgebühren und der Krieg, einfach bürokratisch aufgenötigt und zwar geschickt. Dass sich Werner da durchschnittlich normal verhält, macht ihn doch nicht zu einer ‚Persona non grata‘. Es ist Steuerschmu zu dem wir genötigt werden, damit die wirklich großen Politmonster hämisch sagen können, seht her ihr Kritiker, was wollt ihr uns denn kritisieren, ihr seid doch selber alle Steuerverkürzer (Halblegale, wozu wir erst gemacht wurden!), jedenfalls diejenigen, die noch was zu verkürzen haben.

        So macht es jede kleine Mafiaorganisation, also auch unsere Fraktionszwangs-Zwangsregierung!

      • hubi Stendahl // 4. Juli 2017 um 12:20 //

        @conrath

        Zitat: „Dass sich Werner da durchschnittlich normal verhält, macht ihn doch nicht zu einer ‚Persona non grata‘“

        Das habe ich auch nicht geschrieben. Lesen Sie dazu bitte meine Ausführungen an @falkenauge, dem sich als ehrlicher Anthroposoph angesichts dieser Heuchelei der Magen umdrehen muss. Dabei kann man zur Anthroposophie stehen wie man will.

        Es geht nicht darum, dass sich Werner so verhält, wie es das System von ihm erwartet, weil er das Unternehmen nicht in Gefahr bringen kann oder will; es geht darum, dass er sich als selbsternannter Anthroposoph, Philanthrop und Menschenfreund unwidersprochen feiern lässt und mit leeren Aktionen wie die Umbennenung seiner Mitarbeiter zu „„Kreativposten“ mit „Mitarbeitereinkommen“ die Bezahlung von jämmerlichen 1.000 bis 1.200 € brutto als Vollzeitkraft in einer Drogerie unter den Tisch kehrt. Deshalb spreche ich auch vom Einäugigen unter den Blinden.

        Sein Vermögen von 1.5 Mrd.€, dass sich täglich gut angelegt verzinst, muss ja wohl irgendwo hergekommen sein. Ich kann auch nicht erkennen, warum ich im besonderen Maße anerkennen soll, dass er in Ägypten eine Kindertagesstätte betreibt, die er mit 0,05 % seiner Verzinsung als Ablasshandel betreibt. Das macht jeder Promi nach Beratung mit seinem Public Relations Manager.

        Wo ist der Unterschied zu meinem verstorbenen Vater, dem ich Jahrzehnte erklärt habe, dass die 50,–€ monatlich an das Rote Kreuz Perlen vor die Säue geworfen sind, weil es nur hilft die Brände weiter zu entfachen. Später hat er mich belogen, er habe gekündigt. Nach seinem Tod musste ich den Dauerauftrag kündigen. Er hat es nicht verstehen wollen.

        Es geht nicht darum, ob er glaubt das Richtige zu tun. Es geht darum, dass er sich zum Heuchler macht, wenn er einerseits gierig gegen alles klagt, was seinen Status gefährden könnte, andererseits als Philanthrop medial seinen Ablasshandel verschleiert. Soros glaubt auch das Richtige zu tun.

        „An den Früchten sollt ihr sie erkennen.“

      • Conrath // 4. Juli 2017 um 12:46 //

        @Hubi

        Mag ja alles stimmen, auch das ist die üble Normalität. Dennoch gehört Werner deswegen nicht an den Pranger, sondern sollte zu einer besser durchdachten Strategie angeregt werden. Und das mit der ‚P.n.g‘ stand doch im Replikkontext, ist also nur Schnee von Vorgestern.

        Ja, ich kann Ihre Enttäuschung gegen das Handeln Ihres Herrn Vaters gut verstehen, teilweise erlebe ich sehr Ähnliches. Es ist eine Übung in Gelassenheit und sanfter Demagogie. –

        Aber besser wir haben ein halbschlechtes Gewissen und beginnen uns um Alternativen zu bemühen, als mit purer Selbstzufriedenheit in Richtung ‚Übersterblichkeitstransformation‘ aufzubrechen oder?

        Sehen Sie, so wie wir unseren Vätern mehr Einsicht wünschen, so möchten wir dereinst auch behandelt werden, ich jedenfalls.

        Sie grüßend
        und machen Sie einen Malkastentermin frei, jetzt wo Ihr Wochenkalender nicht mehr überlauft/ laufen müsste(?)!

      • Ranma // 5. Juli 2017 um 01:30 //

        @hubi stendahl:

        Ja, du erwähnst Lösungen, die seit zweitausend Jahren und länger bekannt sind. Über zweitausend Jahre haben also nicht ausgereicht, um diese Lösungen umzusetzen. Was sagt uns das?

        Ich glaube übrigens, daß die Probleme auf der Erde dadurch noch verschärft werden, daß entwickelte Seelen das Risiko auf der Erde zu inkarnieren nicht mehr eingehen.

        Daß Götz Werner seine Kinder enterben wollte, das fand ich wirklich schrecklich. Entgegen der Falschdarstellung der Qualitätsjournalisten ist erben in Wirklichkeit die langwierigste, schwierigste, mühevollste, entbehrungsreichste, schlechtbezahlteste und riskanteste Arbeit, die man überhaupt nur leisten kann. Zwar hat nicht jeder so schlimme Eltern wie ich, aber die Milliardärsvariante, Kinder erst an ein Luxusleben zu gewöhnen und ihnen dann aus heiterem Himmel alles wieder zu entziehen, ist sicherlich auch eine ziemlich heftige Erfahrung. Nach so einer Ankündigung zweifelte ich kurz an Götz Werner.
        Ranma

  4. Auch heute schon bekommen arbeitsfähige Sozialhilfeempfänger eine Art Grundeinkommen, nur dass es eben nicht bedingungslos ist, sondern die Leute von der Agentur für Arbeit noch irgendwie nerven. Wenn das BGE nicht ausufern soll, kann es auch nur eine Art Grundsichung sein, nur dass nun der Druck, dafür auch zu arbeiten entfällt. Auch heute müssen Sozialhilfeempfänger sich versorgen, sprich das von Steuerzahler aufgebrachte Geld wieder zurück in die Wirtschaft zurückfließen lassen. Wo also der wirtschaftliche Mehrwert des BGE herkommen soll, ist mir nicht klar.

    Ein Aspekt wird aber überhaupt nicht angesprochen (oder passiert das an anderer Stelle im neuen Buch?). Während in der kuscheligen alten Bonner Republik ein solches soziales Experiment noch einigermaßen ungefährlich gewesen wäre, wird es heute brisant. Wir leben ja bekanntlich in einem Land, dessen Regierung uns erzählt hat, dass die Grenzen nicht mehr geschützt werden können. Ein BGE wäre natürlich der zusätzliche Pull-Faktor, um die MAssen nach Deutschland zu bewegen. Ich weiß nicht, wie man so blauäugig sein kann, um in den Zeiten der Neuen Völkerwanderung solche Vorschläge einzubringen.
    Die Auswirkung eines BGE auf unsere bestehenden Parallelgesellschaften, die durch verstärkte weitere Massenmigration künftig dann wohl weiter expandieren, wäre natürlich immens. Mit dem BGE fällt der letzte Druck, wenigstens eine Integrion über die Arbeit und rudimentäre Sprachkenntnisse hinzukriegen. Damit wäre die Stagnation und die endgültige Aufteilung in unterschiedliche kulturelle Gebiete zumindest im BGE-Deutschland wohl programmiert.

    • Der Theorie nach wäre ein Grundeinkommen ein Systemwechsel im Sinne derzeitiger Entwicklung, wozu noch eine ganze Ecke mehr gehörte als angerissen. Im Grunde zutreffend, aber utopisch in Bezug auf die Voraussetzungen.

      Braucht man aber gar nicht zu diskutieren solange – wie Sie richtig feststellen – die Grenzen nicht ABGESCHOTTET werden können. Ansonsten ein Zünder zur Selbstzerstörung.

      Wäre das der Grund warum sich die Politik dafür interessiert?

      • tacheles // 6. Juli 2017 um 01:51 //

        Allein Africa wächst täglich um ca. 200 000 „Bedürftige“!
        Wer sagte nochmal:
        „Die schnackseln eben so gerne!“?

    • „Ein BGE wäre natürlich der zusätzliche Pull-Faktor, um die MAssen nach Deutschland zu bewegen. Ich weiß nicht, wie man so blauäugig sein kann, um in den Zeiten der Neuen Völkerwanderung solche Vorschläge einzubringen.“

      Man könnte stattdessen auch fragen: Wie kann man so blauäugig sein und viele Jahrtausende Weltgeschichte einfach völlig ignorieren? Abschottung gab es darin einige Male und hat immer nur den Abgeschotteten geschadet.

      Wer hat sich schonmal gefragt wie sich die großen Philosophen der Antike finanzierten, obwohl sie offensichtlich nicht auf den Äckern arbeiteten? Die Antwort darauf ist bekannt. Die großen Philosophen der Antike standen direkt im Dienst von Herrschern und wurden von denen bezahlt. Aber ganz sicher nicht dafür, daß sie ihnen Moralpredigten hielten! Stattdessen hatten die Herrscher vor allem eine Frage: Wie bekomme ich MEHR Untertanen?

      In der Antike war es noch jedem klar, daß mehr Leute höhere Wirtschaftsleistungen, kulturelle Entwicklung, militärische und sogar moralische (das war für die Diplomatie wichtig) Überlegenheit bedeuteten. Wirklich jedem war klar, daß es nichts Dümmeres oder Kontraproduktiveres als dichte Grenzen oder gar Abschottung gibt. Der einzige Unterschied zu heute ist der, daß viele Menschen inzwischen so sehr verblödet sind, daß sie diese eigentlich wirklich einfachen Zusammenhänge nicht mehr begreifen.
      Ranma

      • sutend // 4. Juli 2017 um 07:25 //

        „Wer hat sich schonmal gefragt wie sich die großen Philosophen der Antike finanzierten, obwohl sie offensichtlich nicht auf den Äckern arbeiteten?“

        Indem sie ihre Sklaven auf Äckern arbeiten ließen.

      • Ranma // 5. Juli 2017 um 01:41 //

        @sutend:

        Sklaven bekam man normalerweise auch nicht geschenkt.
        Ranma

    • Fast vergessen:

      „Mit dem BGE fällt der letzte Druck, wenigstens eine Integrion über die Arbeit und rudimentäre Sprachkenntnisse hinzukriegen.“

      Es hat schon seinen Grund, daß die meisten Befürworter des Bedingungslosen auch dessen Gegenfinanzierung über ausschließlich indirekte Steuern befürworten. Man hätte sich also erstmal überhaupt mit dem Thema befassen sollen, bevor man sich darüber ausläßt.
      Ranma

    • In HOLLAND sagt man mittlerweile:
      „Keine Leistung ohne Gegenleistung“!
      Denn was nix kostet ist auch nix wert!
      Deshalb ist JEDER gesunde Sozialhilfeempfänger im Rahmen seiner Möglichkeiten verpflichtet etwas zu seinem Lebensunterhakt beizutragen.
      Und BILL CLINTON hat seinerzeit erfolgreich für D. TTRUMP Vorarbeit geleistet durch sein Programm:
      „Wir dürfen Bürger nicht zu lebenslänglich Sozialhilfe verurteilen!“
      Deshalb begrenzte er die Hilfsleistungen für Gesunde au 2 Jahre des Lebens.
      Denn wer es in 2 Jahren nicht schafft sich zu qualifizieren schafft es niemals.
      Das BGE würde Erfolglosigkeit – Arbeitsunlust – Schwarzarbeit – Vandalismus – Traumatisierung und persönliches Scheitern extrem befördern.
      Und die noch „Fleissigen“ extrem demotivieren.
      Denn mal ehrlich:
      Wer will sich schon freiwillig für ARBEITUNMOTIVIERTE“ abschuften.
      Meine Oma sagte:
      „Ein fauler Apfel verdirbt den Korb“!
      BGE bedeutet:
      „Rolltreppe abwärts“!
      LAG
      wäre passender.
      LEISTUNGSLOSE ANSPRUCHS GESELLSCHAFT
      Die POGO Partei lässt grüßen!
      Die internationale Sogwirkung bei
      „MONEY for NOTHING“
      wäre enorm.

      • Ranma // 6. Juli 2017 um 01:39 //

        @tacheles:

        Als ob es noch eines Beweises bedurft hätte, daß du das Konzept nicht verstanden hast. Es geht eben NICHT darum, irgendwelche Ansprüche oder gar Luxus bezahlt zu bekommen. Es geht NUR darum, daß es endlich keinen legalen Weg mehr geben soll, dein RECHT AUF LEBEN wegzunehmen und dein Leben zu bedrohen!
        Ranma

      • tacheles // 6. Juli 2017 um 02:03 //

        Liebes RANMA!
        Mein „Recht auf Leben“ beinhaltet JEDE Form von staatlicher Alimentierung für arbeitfähige Mitbürger abzulehnen.
        „Ohne Fleiß -kein Preis“! ist meine Devise.
        Damit bin ich bisher gut zurecht gekommen.
        Und sehe keinen Grund für Arbeitslustige mitzuarbeiten.
        Denn ein Prinzip haben Sie anscheinend nicht verstanden.
        Das Geld und die täglichen Notwendigkeiten wachsen nicht auf den Bäumen.
        Und wenn doch müsste sie ja irgendwer per Arbeit da runterpflücken.
        Nach ADAM RIESE Muus einer für zwei arbeiten wenn der andere die Arbeit verweigert!
        Wie schafft man es also in Ihrem Modell den einen zur Arbeit für zwei zu zwingen?
        Wie schafft man es die 3 leer ausgegangenen Rechtgläubigen zum Verzicht auf Frauen zu zwingen?
        Und wenn ein Rechtgläubiger 4 Frauen besitzt gehen 3 andere leer aus.
        Wer keine Lust auf Arbeit hat muss auch nicht essen!

  5. Bei der Bevölkerungsentwicklung auf diesem kleinen Planeten kann es nicht mehr darum gehen, jeden durch ein Grundeinkommen zum Konsumenten zu machen. Man muss schon froh sein, wenn alle das zum Leben Notwendigste erhalten. Und das ist dezentral am besten zu organisieren, wie Experimente in Indien am eindrücklichsten zeigen. Mit dem Ziel von Millionen autarken Dörfern.

    Gehen wir diesen Weg nicht, dann geht die Menschheit schon bald in einem Meer von Blut und Tränen zugrunde.

    • Bei mir rennt man auch mit dem Punkt Dezentralisierung eine offene Tür ein. So wie einst Besserwessis in den Neuen Bundesländern eine Wildniszulage bekamen, so könnte man auch unterschiedliche Höhen im Bedingungslosen als Pull-Faktor für unterbevölkerte Regionen verwenden.

      Die zur Zeit und in Wirklichkeit schrumpfende Weltbevölkerung führt als solche ganz sicher nicht zu Versorgungsengpässen. Das Gegenteil wird uns nur erzählt, damit niemand danach fragt, wo der Wohlstand wirklich hinfließt.
      Ranma

    • JEDER Staat ist für sich selbst verantwortlich.
      Würde DEUTSCHLAND im Zuge des „WELTRETTUNGSPLANES“ allen ca. 4 Milliarden Erdenbürgern denen es mit HARTZ 4 erheblich besser als mit Arbeitim Heimatland gehen würde nur einen EURO pro Tag spendieren wären das 365 X 4 Milliarden € per Anno.
      Eine persönliche Frage an Sie:
      „Haben Sie bis zu 8 Frauen und bis zu 70 Kinder wie es in AFRICA nicht unüblich ist?“
      Zur Erinnerung:
      AFRICA wächst täglich um ca. 200 TAUSND Einwohner.
      Da sind die täglich 10 Tausend gen EUROPA Autreisenden ein Tropfen auf dem heißen Stein!
      DEUTSCHLAND konnte unter dem ÖSTERREICHER HITLER nicht die Welt erobern.
      Und kann unter der Ziehtochter HONECKERS & MIELKES nicht die Welt retten!

      • Ranma // 6. Juli 2017 um 01:45 //

        Wenn in Afrika acht Frauen pro Mann üblich wären, dann müßte es dort mindestens achtmal so viele Frauen wie Männer geben! Wenn diese Frauen auch noch reichlich Kinder gebären, dann folgt daraus, daß es sogar mindestens acht gebärfähige Frauen pro zeugungsfähigem (also einem viel längeren Lebensabschnitt) Mann geben! Das würde ein Geschlechterverhältnis von weiblich zu männlich von ungefähr dreißig zu eins erfordern! Sogar mit den kümmerlichen Statistiken, die es zu afrikanischen Ländern gibt, ist es offensichtlich, daß das nicht der Wirklichkeit entspricht. Mehr braucht man dazu echt nicht zu sagen.
        Ranma

      • tacheles // 6. Juli 2017 um 02:19 //

        Liebes RANMA!
        Sie haben das Problem erfasst!
        Es gibt natürlicherweise genausoviel männliche wie weibliche Geburten.
        Dadurch entstehen genaau die Konflikte in den Ländern mit „Vielweiberei“.
        Vor tausenden von Jahren besaßen in den Steppen- und Herdenvölkern die erfolgreichsten Jäger und Stammesführer die meisten Frauen.
        Die jungen Krieger mussten sich ihren Harem bei den Nachbarstämmen zusammenrauben.
        Da aber diese genauso tickten kam es zu ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen.
        In der Sage um die „Schöne Helena von Troja“ ist das thematisiert worden.
        Heutzutage suchen viele „Schutzbedürftige frauenlose Männer“ ihr Glück im „MÄDCHENLAND GERMONEY“!
        Würden statt der fast ausnahmslos jungen Männer in den Sturmbooten gen Lampeduse nur junge, liebesbedürftige Mädels hocken, die Grenzen wären längst dicht!
        Wer in unserem vom Matriachat beherrschten Land lädt sich schon gern weibl. Konkurrenz auf.
        Da aber in den „Fluchtländern“ Mädchen als Handelsware betrachtet werden sehen wir keine bei uns.
        Mithin ist der Frauenmangel in AFRICA und forderASIEN ein Hauptfluchtgrund.

      • bzgl. @tacheles
        Sehr schön beschrieben in „Verheißene Erde“, Michener, eine historischer Roman über die Besiedelung Südafrikas.

  6. Alles was mir zum Bedingungslosen Grundeinkommen einfällt, habe ich schon im Februar 2013 veröffentlicht. Also wenns interessiert:

    Das Bedingungsloses Grundeinkommen ist ein troianisches Pferd des Neoliberalismus..

    http://www.dragaonordestino.net/Drachenwut_Blog_DragaoNordestino/Freies-Konsensforum/Bedingungsloses-Grundeinkommen-Vorsicht-Falle.php

    So neu wie das hier im Artikel dargestellt ist das Bedingungslose Grundeinkommen auch nicht…. sondern ist eher ein Ding, das aus der Mottenkiste der Geschichte gezogen und neu verpackt den Menschen als Judas-Zückerchen angeboten wird.

    • Mit anderen Worten: Das Bedingungslose ist seit Jahrhunderten überfällig. Stellt eigentlich auch der Artikel fest. Wie kommen manche Leute nur darauf, daß sich die Politik für das Bedingungslose interessieren würde?
      Ranma

  7. Durchblicker // 3. Juli 2017 um 23:26 // Antworten

    Die Autoren haben offenbar noch nicht begriffen, dass die deutsche Volkswirtschaft wachsenden globalen Zwängen unterliegt. Noch schlägt sie sich recht gut, dank Agenda 2010, Hartz IV und billiger Immigranten wie auch durch das Ausnutzen ärmerer, abhängiger Volkswirtschaften als billige Werkbänke und Rohstofflieferanten. Der Druck nimmt aber ständig zu, vor allem aus asiatischer Richtung, sodass sich Kosten für soziale Zwecke zunehmend als kaum vertretbarer Luxus erweisen.
    Natürlich sind dies Wahrheiten, die kaum in eine breite Öffentlichkeit getragen werden. So mancher würde sich dann darüber wundern, weshalb unsere poltischen Führer zu den eifrigsten Vertretern eines neoliberalen Kurses gehören. Die Elite sieht Deutschland weiterhin auf der Gewinnerstraße, wenn auch der Anteil der Globalisierungsverlierer – quasi als „Kollateralschaden“ – im eigenen Land stetig wächst.
    Jede Nice-to-have-Idylle wie jene der Autoren erfüllt allein den Zweck, Alternativen vorzugaukeln, die jeglicher Realität entbehren. Jedes soziale Zugeständnis würde die Wettbewerbsbedingungen der deutschen Wirtschaft verschlechtern wie auch den Handlungsspielraum der Politik weiter einengen. Deshalb wird sich die gesellschaftliche Elite mit aller Macht dagegen stemmen, und wenn sie auf zu harten Widerstand trifft, kehrt sie ihrer Heimat einfach den Rücken, ihre riesigen Vermögen im Gepäck.
    Möglicherweise wird von den Herrschenden aus taktischen Erwägungen auf Forderungen eines Grundeinkommens eingegangen, dann aber unter den eigenen Bedingungen. Ich verweise auf den lesenswerten Artikel von Heiner Flassbeck bei Telepolis (https://www.heise.de/tp/features/Wie-man-das-Volk-betruegt-3760767.html). Allerdings ist auch ihm vorzuwerfen, dass er die Probleme globaler Abhängigkeit und der sich daraus ergebenen Konsequenzen schlicht ignoriert.

    • Polen ist also viel reicher als Deutschland? Da fehlt dir, Durchblicker, wohl eher der Durchblick.
      Ranma

      • Durchblicker // 4. Juli 2017 um 07:30 //

        Hier hat wohl jemand meinen Kommentar nicht verstanden. Oder bin ich nur begriffsstutzig? Vielleicht geht’s etwas genauer.

      • Ranma // 5. Juli 2017 um 01:46 //

        @Durchblicker:

        In Polen gibt es so gut wie keine Sozialleistungen. Falls du nicht sagen wolltest, daß die deutschen Sozialleistungen radikal gekürzt werden sollten und Deutschland dadurch noch wohlhabender würde, dann habe ich in der Tat nicht verstanden, was du sagen wolltest. Falls du aber doch sagen wolltest, daß ein Staat durch die Kürzung von Sozialleistungen wohlhabender würde, dann müßte Polen, wo es keinen Spielraum mehr nach unten gibt, schon lange viel wohlhabender als Deutschland sein. Ist es aber nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Erst seit Bismarck Sozialleistungen einführte, wurde Deutschland wohlhabend genug, um weltpolitisch eine Rolle zu spielen.
        Ranma

      • Durchblicker // 5. Juli 2017 um 08:35 //

        Ok, jetzt ist mir dein Einwurf klar geworden. In Polen gibt es Sozialleistungen, wenn auch nicht im gleichen Umfang wie in Deutschland. Dass ein Land statistisch reich bei minimalen Sozialleistungen sein kann, zeigen die USA. Aber dies ist nicht der Punkt, auf den ich hinaus möchte. Zu Zeiten, als es weitgehend möglich war, Entscheidungen im nationalen Rahmen umzusetzen (bis in die 70er Jahre), waren Sozialleistungen auch aus wirtschaftlicher Sicht vernünftig. Wie etwa Infrastrukturinvestitionen waren sie auch eine langfristige „Geldanlage“, etwa durch die Resultate höherer Chancengleichheit und Vorbeugung vor Kriminalität und anderen Negativfolgen.
        In der heutigen Zeit des Quartaldenkens, das sich infolge der globalen neoliberalen Umwälzungen durchgesetzt hat, gelten jedoch andere Regeln. Wer langfristig plant, gerät ins Hintertreffen, da die erforderlichen Mittel entweder durch Verschuldung oder durch höhere Belastungen – auch von Kapitaleignern – aufgebracht werden müssen. Entweder leidet die Bonität, oder Kapital verabschiedet sich und mit ihm wirtschaftliche Ressourcen. Wer sich dagegen den Kapitalinteressen andient, profitiert zu Lasten anderer, ja er kann sich – natürlich nur in „vertretbarem“ Maße – den „Luxus“ ökologischer, sozialer und infrastruktureller Anstrengungen leisten. Allein Staaten, die wirtschaftlich relativ autark sind, können sich diesem Druck entziehen und sind in der Lage, eigene Entwicklungsschwerpunkte zu realisieren.

  8. Einen aufschlußreichen Artikel zum Grundeinkommen findet man hier:

    „Wem dient das Grundeinkommen?“ –

    http://www.pelagius.de/index.php?id=42

    Einen weiteren zum absurden Preiskampf zwischen Rossmann und dm hier:

    https://www.wuv.de/marketing/absurder_preiskampf_zwischen_rossmann_und_dm_eskaliert

  9. @Zitrone

    Pelagius recherchiert nicht unbedingt immer gründlich und wenn dort die G.W.Bush-Verurteilung gefordert wird, weil Kriegsverbrecher, ist der Rest damit nicht legitimiert, das ist ein Prinzip, was es bei Erkenntnisfragen nicht gibt (falsche Schlusszuordnung). Ein Fehler steht nicht gegen eine andere Wahrheit (belegbare Sachkonformität) usw…

    Und Götz Werner ist nicht Erfinder des Basiseinkommens, das ist Quatsch. Und er ist nicht mehr im operativen Geschäft von DM. Das es da Konkurrenz gibt, nun ja, es sollte eigentlich doch viel mehr Konkurrenz geben, zu unser aller Wohl oder?

    Sie grüßend

    Ich hoffe immer noch auf DM-Nachfüllpackungen für den Zitrus-Deo-Zerstäuber oder soll ich mal bei Rossmann anfragen, die kaufen dann aus dem DM-Regal und füllen um. 😉

  10. Leider kenne ich mich mit der Materie nicht so aus. Vielleicht kann mir Jemand auf die Sprünge helfen.

    Laut den Autoren wird als Gegenfinanzierung eine Konsumsteuer angedacht.

    Aber wenn alle (auch die Arbeitnehmer) staatlicherseits das BGE erhalten, reduziert sich der Lohn um diesen Betrag und wird durch das BGE um denselben Betrag aufgestockt- will heißen der Steuerzahler zahlt den Betrag, der Konzern spart diesen Betrag ein. So habe ich den Artikel jedenfalls verstanden

    Zusätzlich fallen Abgaben weg wie die Abzüge für RV und AV. Von diesen Abgaben zahlt aber auch der Konzern die Hälfte, die er nun einspart. Also ist das für die Konzerne eine win-win situation.

    Die Konsumsteuer wird von allen Konsumenten gezahlt und wird damit das BGE ganz erheblich schmälern (müssen).
    Die Konsumsteuer zahlen also ALLE – arme und reiche Bürger.

    Die Konzerne zahlen aber keinerlei Kompensation für die eingesparten Kosten durch BGE und hälftige RV/AV-Abgaben.

    Außerdem sind natürlich die Preise so kalkuliert dass für die Konzerne ein Gewinn dabei herausspringt.
    Das heißt aus dem staatlichem BGE-Gesamtbetrag werden permanent Gewinne abgeschöpft für die Konzerne die sich an der Finanzierung des BGE in keinster Weise beteiligen und sich auch durch normale Steuerzahlungen nicht besonders hervortun.
    Von den Konzernen werden die Gewinne dann eventuell als Investitionen und auch als Dividende an die Aktionäre ausgegeben.
    Diese Aktionäre aber werden deshalb kaum mehr konsumieren und damit vermehrt Konsumsteuern bezahlen.
    Müssten da nicht permanent die Konsumsteuern erhöht werden, weil durch das Konsumieren immer ein Teil der BGE-Masse nach oben, zu den Reichen verteilt wird?
    Wahrscheinlich zu einfach gedacht von mir.

    • @Libelle

      Bei Interesse:

      http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/werner.htm

      LG

      • Libelle // 4. Juli 2017 um 14:36 //

        Danke liebe Zitrone,

        danach habe ich es ja doch nicht ganz falsch verstanden.
        In dem Link fehlt allerdings noch dass die Unternehmen zusätzlich noch Ihren Anteil an den Sozialversicherungen einsparen.

    • @Libelle

      Ganz kurz. Sie können nicht alle privaten und alle Unternehmerhaushalte ‚gegeneinander rechnen‘ in der VWL-Betrachtung, weil erst noch die natürliche Zinswirkung, aus echtem Effizienzgewinn/ Innovationsmehrwert/ Schumpeter-Bonus, wie man es nun auch nennen mag und die sonstigen, volkswirtschaftlichen Ressourcennutzung, in die VWL-Gesamtrechnung hineingehören. Das wird sonst auch nicht anders gemacht, nur etwas inkonsequent. Die VWL-Sphäre ist und bleibt, ungleich der BWL-Sphäre, jedenfalls klassisch!

      Erst die extremen Hyperreichtümer (OTC-Hochfinanzschattenbanken) spielen da quer. Der Effizienzgewinn wird im Normalfall unserer Neoliberalismus-Kriegswirtschaft durch das Ponzi-Kreditgeld-Monopol der Banken (als Nichtunternehmen!) absorbiert. Wachsen diese Nichtunternehmen und Nichtprivathaushalte jedoch durch schiere Expansion in den Bereich der VWL und BWL hinein, wie zurzeit geschehend, dann sind sie keine echten Vermittler mehr (ursprüngliche Bankenfunktion war/ ist, die Regulierung unterschiedlich riskanter/ ertragreicher, Unternehmungen + Staatsfinanzierung, letzteres jedenfalls, seit der Bank von England genau dieses Konzept eingefallen ist).

      Würde die Machtfrage gelöst, könnte die GME, nicht BGE(!) Dividende, ‚ertragsabhängig‘ (nach Leistung aller Mitglieder) und nach erweiterten Indizes (Ressourcen, Umwelt, Bildungsgrad,…), selbstverständlich problemlos finanziert werden.

      Wir finanzieren ja jetzt, mit Nato- und Bankenrettungen, auch viel größere, völlig sinnfreie, Privat- und Staatsunternehmungen. Die könnten, bei angemessener Regelung der Machtfrage/ Verhinderung weiterer Machtakkumulation(!), sonst nicht, eingespart werden.

      Das allein ließe bereits eine mehrfache Gegenfinanzierung zu. Wir könnten damit Nordafrika an die Nordafrikaner zurückgeben, Ihnen den erlittenen Schaden zurückzahlen und dort geeignete Aufbauverhältnisse schaffen, für eine Übergangszeit. Dann hätten die Nordafrikaner auch dies nicht mehr nötig. Also maximal 5 bis 10 Umstellungsjahre. –

      Unsere Form von Sklavenwirtschaft ist so ungefähr das unproduktivste, was man sich überhaupt vorstellen kann. Und mit einer solchen GME-Dividendenteilhabe könnte man sich auch Maschinensteuern oder Digigitalabgaben ersparen.

    • @Libelle

      Wahrscheinlich zu einfach gedacht von mir

      Nein, Sie haben die Sache Bedingungsloses ziemlich genau erfasst…. Darum ist auch das ganze Geschnatter über Götz W. Werner & Co., einfach blödes und sinnfreies Zerreden…. beziehungsweise Nebelwerferei, um den Troyaner hinter dem Bedingungslosen nicht zu erkennen.

      Wie gesagt, ich habe mich mit dem Bedinungslosen mal 2013 beschäftigt… die Finanzierung über eine Robotersteuer (nicht Mehrwertsteuer) wäre überhaupt kein Problem…. jedoch sind die Hauptgewinner eben nicht die 99%….. diese sind unter dem Strich die grossen Verlierer.

      http://www.dragaonordestino.net/Drachenwut_Blog_DragaoNordestino/Freies-Konsensforum/Bedingungsloses-Grundeinkommen-Vorsicht-Falle.php

  11. Die Idee ist irrsinnig. Die Autoren sagen ja ganz klar, dass die zu erhebenden Mittel deutlich werden steigen müssen und nicht die Absicht besteht bereits existierende Leistungen zu beschneiden. Das wird nur mit extremem Zwang zu erreichen sein und bedeutet hinsichtlich der zu erwartenden Massnahmen den Übergang in die Diktatur mit den üblichen Begleiterscheinungen, die der Bolschewismus so mit sich bringt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Untergang der Bundesrepublik erleben würde, aber diese 1944-mässige Wunderwaffenrethorik von BGE vulgo Geschenktem Geld über jetzt aber Vollbeschäftigung bis zu Rettet das Weltklima und wir lassen uns von Terroristen nicht das Leben vermiesen (unsere Mauern brachen aber unsere Herzen nicht) zeigen deutlich, wohin die Reise geht. Dazu kommt noch, dass die Nachbarstaaten das BGE zunächst nutzen werden, die eigenen Sozialleistungen zu reduzieren und die Anspruchsberechtigten nach DE zu drängen. Spätestens wenn die Forderung nach einem BGE in deren Ländern direkt gestellt wird, wird man dort das BGE in DE als Kriegsgrund auffassen. Get your popcorn.

    • Ich halte es NICHT für realistisch, daß das BGE kommt. Aber die übrigen erwähnten Zustände verschlimmern sich bereits. Daher wirst du den Untergang der Bundesrepublik wohl so oder so noch erleben. Das Bedingungslose erreichte nur deshalb inzwischen einige öffentliche Aufmerksamkeit, weil sich manche davon erwarten, daß es den Untergang noch etwas verzögern würde.

      Zur Zeit lohnt sich eher ein Blick auf das Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien. Das könnte bis zum Ende des Jahres bereits für einen Bürgerkrieg in Spanien sorgen. Dabei nicht aus dem Auge verlieren, daß der eigentliche Grund dafür dann wäre, daß manche wohlhabende Regionen nicht mehr für benachbarte arme Regionen aufkommen wollen. Eine Situation, die beispielsweise auch in Belgien existiert. Wie müßte die EU reagieren?
      Ranma

  12. Ich persönlich werde niemals für ARBEITSUNGESCHICKTE (in Holland üblicher Begriff für ARBEITSFERNE) arbeiten!
    Da wandere ich mi meiner Familie aus!

  13. @Libelle:

    „Aber wenn alle (auch die Arbeitnehmer) staatlicherseits das BGE erhalten, reduziert sich der Lohn um diesen Betrag und wird durch das BGE um denselben Betrag aufgestockt- will heißen der Steuerzahler zahlt den Betrag, der Konzern spart diesen Betrag ein.“

    Das steht fast wortwörtlich so im Artikel. Schon dieser Punkt dürfte eine gewisse Sorte Unternehmer zu Befürwortern machen. Gegenüber anderen Modellen, von denen manche durchaus besser sind, hat das Bedingungslose gerade den Vorteil, daß es auch unter einflußreichen Leuten Befürworter findet.

    „Zusätzlich fallen Abgaben weg wie die Abzüge für RV und AV. Von diesen Abgaben zahlt aber auch der Konzern die Hälfte, die er nun einspart. Also ist das für die Konzerne eine win-win situation.“

    Eine win-win-Situation bedeutet, daß mehr als nur eine Seite gewinnt. Also ja. Wenn nun auch noch Abgaben wegfallen, dann sorgt das für weitere Befürworter des Modells. Allerdings zahlt der Konzern in Wirklichkeit nicht nur die Hälfte der Versicherungsbeiträge. Die andere Hälfte wird auch vom Konzern bezahlt, der ‚Arbeitnehmer‘ darf dem Geld nur mal kurz zuwinken, bevor es gleich weitermarschiert. (Ich vernehme schon vorauseilend den Einwand, daß der ‚Arbeitnehmer‘ das Geld erwirtschaftet, aber er erwirtschaftet beide Hälften und noch mehr, sonst würde er garnicht erst im Konzern beschäftigt. Das ist für die Betrachtung des Geldflusses hier ziemlich irrelevant.) Der Konzern spart also kräftig, könnte sogar noch den ‚Arbeitnehmeranteil‘ wegkürzen. Aber er muß nicht. Er könnte sogar das Gegenteil machen und die bisherigen Lohnnebenkosten in die Lohnhauptkosten überführen, also die Gehälter erhöhen oder mehr Leute einstellen. So oder so haben die Unternehmen dann mehr Spielraum. Das wäre durchaus sinnvoll in unserer Zeit, in der es immer weniger Unternehmen gibt, weil vier von fünf Neugründungen sofort wieder eingehen und sogar richtig alte Unternehmen sterben, weil sie sich nicht an die heutige Zeit anpassen können.

    „Die Konsumsteuer wird von allen Konsumenten gezahlt und wird damit das BGE ganz erheblich schmälern (müssen).
    Die Konsumsteuer zahlen also ALLE – arme und reiche Bürger.“

    Ja. Das führt einmal zu dem Punkt, daß direkte Steuern vielleicht besser wären. Sollte das Bedingungslose jedoch trotz der weitverbreiteten Abneigung dagegen zu einem Pull-Faktor werden, dann hätten wir, zumindest vorübergehend, wieder das Problem, das wenige Leute etwas für viele Leute erwirtschaften müßten. Die Konsumsteuer und die dadurch höheren Preise würden diesem Effekt entgegenwirken.
    Desweiteren ist ein ganz wichtiger Punkt am Bedingungslosen, daß es keineswegs darum geht, ein Luxus- und Lotterleben zu finanzieren. Das Bedingungslose soll nur für so viel MACHTumverteilung (es geht dabei nämlich eigentlich nicht ums Geld, sondern um Macht) sorgen, daß auch ein kleiner ‚Arbeitnehmer‘ mal ‚nein‘ zu einem mächtigem Konzern sagen kann, wenn der ihn wie einen Sklaven ausbeuten will.

    „Die Konzerne zahlen aber keinerlei Kompensation für die eingesparten Kosten durch BGE und hälftige RV/AV-Abgaben.“

    Der strittige Punkt. Der Konzern wird staatlicherseits zu nichts gezwungen. Ökonomischen Zwängen unterliegt er aber weiterhin. Das heißt, die Konzernleitung muß sich schon die Frage stellen: ‚Wollen wir uns von einer Konkurrenz mit mehr und höherqualifizierten und durch bessere Bezahlung motivierten Mitarbeitern auf Nimmerwiedersehen vom Markt fegen lassen und anschließend statt von unanständig riesigen Gehältern und geradezu dreisten Bonuszahlungen lieber von einem kargem Grundeinkommen in einer Bretterbude in irgendeinem Provinznest leben?‘ Falls sich die Konzernleitung dafür entscheiden sollte, dann steht es ihr frei, das zu tun.

    „Außerdem sind natürlich die Preise so kalkuliert dass für die Konzerne ein Gewinn dabei herausspringt.“

    Auch das ist ein ökonomischer Zwang. Man kann die Zukunft nicht so genau kennen, daß man auf den Punkt genau vorher kalkulieren könnte. Also macht man entweder Gewinne oder Verluste. Letzteres ist für jedes Unternehmen bedrohlich.

    „Von den Konzernen werden die Gewinne dann eventuell als Investitionen und auch als Dividende an die Aktionäre ausgegeben.“

    Unser gegenwärtiges Wirtschaftssystem beruht geradezu darauf, Investoren bei Laune zu halten. Das Bedingungslose kann daran kaum etwas ändern. Unser Wirtschaftssystem ist so konstruiert, daß am Ende alles Geld der Welt auf dem Konto von Bill Gates landen wird. Um es von dort loszueisen bedürfte es ganz anderer Maßnahmen. Solche kämen sich aber wahrscheinlich nicht mit dem Bedingungslosen ins Gehege.

    „Müssten da nicht permanent die Konsumsteuern erhöht werden, weil durch das Konsumieren immer ein Teil der BGE-Masse nach oben, zu den Reichen verteilt wird?“

    Die Möglichkeit besteht, schließlich hat das Bedingungslose im Moment noch einen sehr experimentellen Charakter. Insbesondere dann, wenn es als Geld gezahlt werden sollte. Bei der Einführung des Bedingungslosen sollte man darum besser gleich die Bereitschaft zu Nachbesserungen mitbringen. Andernfalls wird das Bedingungslose außerdem noch einen kurzlebigen Charakter haben.
    Ranma

  14. @hubi stendahl:

    Als ehemaliger Geschäftsführer weißt du sicherlich wieviel Götz Werner seinen Mitarbeitern bezahlen könnte. Kann er deren Gehälter verzehnfachen? Verhundertfachen? Vertausendfachen? Du kannst sicherlich für jede dieser Varianten ausrechnen bis wann sein Unternehmen bankrott wäre. Als Möchtegernunternehmer ohne praktische Erfahrung weiß ich nur, daß das passieren würde!

    Was sollte er also tun? Er tritt für das Bedingungslose ein, um die Situation für seine Mitarbeiter zu verbessern. Muß er nicht befürchten, daß ihm seine Mitarbeiter, durch das Bedingungslose mit der Möglichkeit ‚nein‘ zu ihm zu sagen ausgestattet, davonlaufen werden? Offensichtlich befürchtet er das nicht? Obwohl er sie doch ausbeutet?
    Ranma

  15. Im Ernst, wieso fürchtet Götz Werner nicht, daß ihm alle seine unterbezahlten Mitarbeiter davonlaufen und etwas viel Sinnvolleres tun werden? Erwarten das nicht auch @Conrath und @Karl Bernhard Möllmann?
    Ranma

  16. Die Verfechter des BGE können anscheinend nicht rechnen?
    Eine einfache Aufgabe:
    Wenn ein Mensch nicht zu seinem Lebensunterhalt beitragen will muss er verhungern.
    Es sei denn ein anderer (z.B. als Sklave) arbeitet für ihn unentgeltlich mit.
    Das bedeutet das es immer 2 BGEler geben muss:
    Den Arbeitenden und den Schmarotzenden.
    Ansonsten entsteht eine Kettenreaktion und alle verhungern.
    Deshalb kann unser kleines DEUTSCHLAND auch nicht die Welt retten.
    Würde den 4 Milliarden Erdenbürgern, denen es mit HARTZ 4 besser geht als mit Arbeit im Heimatland, pro Tag nur 1 € geschenkt, würde uns das 365 X 4 Milliarden € kosten. = 1460 € p/A
    Mit ständig steigender Tendenz.
    Ich bin für die Begrenzung sozialer Hilfen auf nur WIRKLICH Bedürftige.
    Z.B. Behindert und Kranke.
    Alle andern können meinetwegen bei Arbeitsunlust verhungern!

  17. Bisher konnte mir kein einziger BGE Befürworter auch nur einen triftigen Grund nennen warum ich für seine Faulheitsansprüche doppelt malochen sollte.
    Soll ich mich zum Sklaven degradieren lassen?

  18. @Tacheles

    Ich weiß ja nicht was Ihr ausgeübter Beruf ist, aber glauben Sie jetzt wirklich, Sie arbeiten nur für die faulen Hilfeempfänger mit?

    Leistungslose Einkommen erhalten viele derjenigen die meinen ihr (oft fragwürdig erworbenes) Geld würde für sie ersatzweise arbeiten. Wer tatsächlich arbeitet wissen Sie vermutlich besser, denke ich einmal.

    Warum dann solche dummen Sprüche gegen diejenigen, die schwächer sind? Die Faulen bestrafen sich auch immer selber. Es ist ein hoher Preis mit der Akzeptanz einer alimentierten Existenz verbunden.

    Und es gibt andererseits viele unwürdige Arbeitsverhältnisse. Nicht wenige, die jetzt hartzern müssen, zwangsweise, haben früher in ihren Berufen ganz normal gearbeitet, bitte nicht vergessen und grob vereinfachen. Und rein rechnerisch wandert das allermeiste Geld, was etwa den langfristigen Lohnanteilsrückgang (über mehr als 20 Jahre!) umfasst, nicht in die Taschen der Ärmeren, sondern auf die Konten der Reicheren (aufgehende Schere). Also denken Sie einfach etwas gründlicher über die Gesamtlage nach. Dass es ‚auch‘ Schmarotzer gibt, darf kein Grund sein, die Lage so verkürzt zu beurteilen. Damit werden Sie nur Unterstützer des Systems, auch wenn es nicht Ihrer Absicht entspringt, was ich für Sie positiv unterstelle. Die Lobby-Politiker setzen darauf, dass die Halbarmen auf die Ärmeren treten, sich nach unten entlasten. Machen Sie da doch nicht einfach kritiklos mit. Und etwas wie die natürliche Wirtschaftsordnung und eine massive Machtentflechtung brauchen wir alle. Oder wollen Sie, das Solidarität, auch in deutschen Landen, ein Fremdwort wird?

    Danke

    • hubi Stendahl // 6. Juli 2017 um 10:07 // Antworten

      @Conrath

      Zitat:
      „Und etwas wie die natürliche Wirtschaftsordnung und eine massive Machtentflechtung brauchen wir alle.“

      Volle Zustimmung. In einer idealen Marktwirtschaft, braucht es kein Hartz IV mehr und es braucht auch keine sonstige Stütze. Sie ergibt sich automatisch (wenige Ausnahmen) aus einem neuen politisch dezentralisierten Umfeld einerseits und einem Menschenbild, das seiner Natur entspricht mit einem daraus gespiegelten neuen Geldsystem.

      Der Widerstand gegen solche Ideen ist ja rein psychologischer Natur; logisch ist es unerklärlich, denn der derzeitige Zinsgewinner wird ja nicht etwa Verlierer, er wird nur aufgrund der Unmöglichkeit von Zinsen zu leben, also von der Arbeit anderer, auf sein natürliches Leistungsmaß zurückgeschnitten ( Eigennutz ja, aber keine Selbstsucht). Jeder kann sein in einer freien Marktwirtschaft erwirtschaftetes Vermögen behalten und fürs Alter oder sogar früher, sofern fleißig genug, zum Faulenzen verwenden; BIS ES UNVERZINST AUFGEBRAUCHT IST ODER NICHT. Denn Faulenzen ist ja nichts schlimmes in einer freien Marktwirtschaft; es wird durch die Marktkräfte in einer natürlichen Wirtschaftsordnung automatisch begrenzt.

      Keine Biene kann Honig sammeln und er vermehrt sich im Stock von selbst. Kein Eichhörnchen vergräbt Nüsse, um im Winter auf einen doppelten Vorrat zurückgreifen zu können. Nur die Krone der Schöpfung spielt David Copperfield und landet mit mathematischer Präzision seit Arbeitsteilung in Chaos und Krieg.

      Wenn man das Vermögen (ca. 1.2 Mrd.) von Götz Werner, dem Verfechter des BGE anschaut, dann reicht es für 1000 Familien. Welchen Sinn, außer Macht über andere auszuüben, machen solche Vermögen? Sie sind unlogisch und dumm und befördern nur das Gegeneinander. Wenn er in seiner Tätigkeit anthroposophische Züge behauptet, dann halte ich dagegen, dass er sich selektiv damit beschäftigt hat. Sein Vorschlag zum BGE ist vergleichbar mit der Forderung eines Eichhörnchens an seine Artgenossen, für ihn die vorher von allen bevorrateten Nüsse, unter Hergabe der im Winter so wichtigen Energie, zu suchen, um danach jedem findenden Eichhörnchen ein Anteil von 10 % seiner gefundenen Nüsse abzugeben. Findet ein Eichhörnchen gar keine Nuss, darf er sich an den Innenrändern der Schalen seine Überlebensration aus den Resten herauskratzen. So blöd sind selbst die Eichhörnchen nicht, weil ihre Art früher oder später aussterben würde.

      Werner aber ist so blöd und glaubt, dass Zinsen auf Apfelbäumchen wachsen, der im Paradies steht, stets von David Copperfield befruchtet wird und darauf wartet beerntet zu werden. Wie blöd muss man sein, sich dann noch von interessierter Seite als Philanthrop feiern zu lassen?

      • @hubi

        Sie scheinen in einem Gedanken steckengeblieben:
        Über allem liegt die Frage der Macht, und wer Geld hat hat diese Macht. Einfach gesagt: wer seine Macht behalten will braucht eben mehr als die anderen. was – wenn nicht instinktiv von Anfang an – sich in einer Spirale verselbstständigen kann.
        Nur wer Geld hat kann sich Waffentechnik leisten (und behaupten). Wer da nicht mitspielt wird bestenfalls zum Vasallen.
        Insoweit spielt Geld eine ganz besondere Rolle, mit der sich eine Gesellschaft eben nicht einfach abkoppeln kann.

    • Wenn „Arbeitsunlustige“ von Fleißigen „Solidarität“ fordern ist das nichts anderes als Ausbeutung anderer von Leute Arbeitskraft!
      Gemeinhin SKLAVEREI genannt.
      Nach dem Motto:
      „Ich muss nur einen Dummen finden der sich von mir ausnutzen lässt!“
      Solidarität verdienen einzig und allein wirklich Bedürftige.
      Ich möchte das an einem Beispiel aus meiner Jugend in den Anfängen der BRD verdeutlichen.
      In meiner Wohngegend in der Dortmunder Nordstadt lebten hauptsächlich Arbeitende.
      Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist sind die zahlreichen Kriegsversehrten und Bombengeschädigten.
      Oft in manuellen Behindertenfahrzeugenunterwegs.
      Obwohl oft durch Verlust von Gliedmaßen schwerstbehindert versuchten doch alle sich trotz ihrer Versehrtenrente im Rahmen ihrer Möglichkeiten nützlich zu machen.
      Wenn sich heutzutage kerngesunde 20ig Jährige arbeits- und bildungsfern auf Kosten ihrer Mitbürger einen faulen Lenz machen empfinde ich solches als parasitär.

      • Conrath // 6. Juli 2017 um 10:52 //

        @Tacheles

        Zweifellos, ich habe die gleichen Erinnerungen an Duisburg in den 60-igern. Aber das waren Aufholzeiten, Kriegsschäden wurden repariert, dennoch Gastarbeiteranwerbung durch CDU und Arbeitgeberverbände usw…

        Wollen Sie ernsthaft deswegen übersehen, dass wir die Überproduktionskrise denkbar schlecht regulieren, mit Geld an den falschen Stellen (Bankensanierung,…). Das wirkt sich bis in die arbeitsfähige Jugend aus, die kräftig genug ist/ wäre usw., ja klar doch!

        Unterscheiden Sie aber bitte mehr nach Ursache und Auswirkung für die durchschnittliche Mehrheit. Man macht es den Jugendlichen zugleich zu leicht und andererseits fehlt es an echten Chancen. Würden Sie denn eine Vollzeitarbeit annehmen, die zu Praktikumsbedingungen entlohnt und befristet ist, seien Sie bitte zu sich und zu mir, ehrlich?

      • tacheles // 6. Juli 2017 um 11:16 //

        Conrath 6.7.10:52
        Die Anwerbung von „Gastarbeitern“ aus GR – I – SP und Portugal war nur am Anfang nötig um die Kriegsschäden zu beseitigen.
        Diese Gastarbeiter stammten aus christlichem Kulturkreis und gingen meist nach der Rückkehr unserer Kriegsgefangenen und Vertriebenen nach DEUTSCHLAND wieder ins Heimatland zurück.
        Das Verhängnis begann als uns aus NATO – taktischen Gründen die Arbeitslosen aus ANATOLIEN aufgezwungen wurden.
        Bei gleichzeitiger Ausrufung der „Meine Kinder sollen es mal besser haben und sich nicht die Hände schmutzig machen müssen“ Ideologie.
        Das bescherte uns die „Studentenrevolte, die RAF, den „Marsch durch die Institutionen“ und damit die Omnipräsenz der pädoGrünen.
        Und die daraus resultierend Masseneinwanderung meist integrationsfeindlicher/ferner Kulturen und neuerdings die „Ehe für Alle und Alles“!
        Ein wichtiger Aspekt für unsere Misere sind die seit 1919-2000 geleisteten vielen Milliarden Goldmark Reparationszahlungen und die seit 1945 geleisteten Billionen € Wiedergutmachungszahlungen die voraussichtlich erst im Jahre 3000 enden werden.

      • Conrath // 6. Juli 2017 um 14:17 //

        @Tacheles

        das stimmt und dann machen Sie die jungen Leute, die die arbeitsfähig mittags durch die Nordstadt laufen/ bummeln, dafür verantwortlich? Warum?

        Warum nicht die Politiker und die Dummwähler, warum sind es gerade die davon Betroffenen, nur weil sie gut sichtbar sind und sich schlecht wehren können?

        Haben die das selber verbockt oder was, wo ist bitte Ihre Logik dabei? Die Jungen sind gleich vielfach von unserer Zeitlage getroffen:

        – Dekulturalisation, in der Schule beginnend, dann
        – maue Arbeitsperspektiven, man kann zwar Gegensteuern, duale Ausbildungen beginnen …,
        – Uweltbelastungen,
        – Kriegsrisiko,
        – Rentenbetrug,
        – Arbeitsgesetze die die Leiharbeit grenzenlos ermöglichen, usw…

        Haben das die jungen Menschen alles selber so gemacht, Tacheles?
        Im Pott spricht man Klartext. Vielleicht antworten Sie mir einmal näher am Thema.

        Glück Auf

  19. Harald Meier // 6. Juli 2017 um 08:59 // Antworten

    Weik/Friedrich haben offenbar die Seiten gewechselt. Das sieht man besonders klar daran, daß sie mittlerweile mit dem Oligarchen Götz Werner (Chef der dm-Drogeriekette) zusammenarbeiten. Nahezu alle diese Oligarchen fördern die NWO und damit die Versklavung der Menschen.

    Ein BGE ist nichts anderes als erzwungene Umverteilung und damit zutiefst sozialistisch. Es fördert nur die Faulen und die Dummen. Für die von Merkel hereingebetenen Kulturbereicherer würde dadurch endgültig das Paradies ausbrechen.
    Weik/Friedrich sind bei mir völlig unten durch !!!

  20. @tacheles

    M.E.n. haben Sie im Ergebnis zwar recht, in der Praxis sowieso – in der Theorie zu stringent:
    man denke daran, daß einerseits die Wertschöpfung (so will ich das mal zusammenfassen) zunehmend sich in mechanisierte/automatisierte Bereiche verlegt und damit eigentliche „Arbeit“ zunehmend obsolet wird.

    Wenn man einmal – ohne um den heißen Brei herumzureden – sich die gesellschaftliche Entwicklung insoweit ansieht wird es notwendig sein Teile der Bevölkerung „zu befrieden“ – keineswegs zwangsläufig, wie hier sicherlich gleich geunkt wird, sondern „auf freiwilliger Basis“. Wem eben Glotze und Dose reicht, dem sei es gegeben, viel Spaß auch und zurück ins zweite Glied.

    So könnte man die Gesellschaft innerlich freimachen sich (mit den anderen) weiterzuentwickeln (was dann einen Rattenschwanz anderer Gestaltungen nach sich zöge, die mit Sicherheit niemand auch nur andiskutieren wollte, so z.B. würde der Bezug der Versorgung eine gleichzeitige Beteiligung an Wahlen ausschließen müssen usw.).

    Notwendig dafür wäre eine Versorgung = Grundeinkommen. Das freilich scheitert an menschlichen, politischen und praktischen Voraussetzungen, und zwar final.

    Bleibt die Frage, wie man mit der Gestaltung der „modernen“ Gesellschaft umgeht. Der staatliche Rahmen müßte solche Anreize schaffen, die die unterschiedlichen (dem Menschentyp immanenten) Veranlagungen entsprechen – nur so läßt sich umgekehrt auch die Freiheit einräumen, die der andere Teil braucht um den Zug voranzubringen.

    Persönlich auch hätte ich kein Problem damit wenn jemand mit meinen Kindern Mützen häkelt oder ihnen ein Biotop erklärt – soweit die Schere ausreichend weit ist sähe ich es als soziale Tat das mitzufinanzieren.

    Bloß:
    das alles sind reine UTOPIEN. Das kann in einem offenen System nicht funktionieren, im Gegenteil, wird zum Rohrkrepierer und schlimmer. Insoweit ist die auf das BDG bezogene Diskussion hanebüchen weil gesellschaftszerstörend.

    • Zuerst einmal ist die wichtigste Voraussetzung von SOLIDARITÄT das alle sich solidarisch verhalten.
      In unserer BRD hat JEDER die Möglichkeit sich zu bilden und damit zu verbessern.
      Ich z.B. stamme aus einfachen Verhältnissen und habe mich nach der Lehre mittels des 2. Bildungsweges zum Studium „hochgearbeitet“!
      Der 2. Bildungsweg wird nach wie vor elternunabhängig BAFÖG gefördert.
      Mein BAFÖG fürs Studium habe ich zurückgezahlt.
      Das muss man allerdings nur wenn eine Verdienstgrenze überschritten ist.
      Und das ist auch OK.
      Nun zum BGE.
      Das BGE kann niemals „bedingungslos“ sein wie die zahlreichen Beispiele aus der Geschichte zeigen.
      Im IMPERIUM ROMANUM z.B. war das BGE, dort Brot & Spiele genannt, viele Jahrhunderte Usus.
      Dazu waren allerdings 3 Voraussetzungen nötig:
      1. der Nutznießer. Dieser, „Client“, genannt, honorierte sein BGE „seinem“ Politiker mit Gefolgschaft.
      2. der SKLAVE. Dieser arbeitete zwangsweise gegen Kost und Logis für den Client mit.
      3. Der LEGIONÄR. Dieser eroberte neue Länder, fing Sklaven ein und sorgte auch für deren Beaufsichtigung.
      Sklaven waren rechtlos und z.b..V ihres Besitzers.
      Heutzutage besteht aber ein gravierender Unterschied:
      Unsere Arbeitssklaven können durch Seitenwechsel, sprich Eintauchen in HARTZ 4, oder durch Auswanderung die Freiheit erringen.
      Um Flucht zu verhindern wurde deshalb um das DDR KZ eine Mauer mit bedingungslosem Schiessbefehl gebaut.
      Damit die BGE Empfänger, die POLITBONZEN und deren STASISCHERGEN, nicht plötzlich ohne Arbeitssklaven dastehen würden.
      Der Freiheitsdrang war bei einigen allerdings KZ Insassen sehr stark.
      Sie ließen sich lieber an der Gefängnismauer erschießen als dort zu bleiben.
      Deshalb ist es unbedingt nötig bei Einführung des BGE jegliche Flucht der Arbeitswilligen zu verhindern!
      Wenn allerdings die Grenzen wie z.Z. ungeschützt bleiben und JEDER der den Fuß auf unser Staatsgebiet setzt BGE berechtigt sein soll, wird ein BGE System in aller kürzester Zeit kollabieren.
      Denn mind. 4 Milliarden Erdenbürgern ginge es mit BGE bei uns wesentlich besser als mit Arbeit im „Fluchtland“!

      • Conrath // 6. Juli 2017 um 11:26 //

        @Tacheles

        Themenwechsel auf Ihrer Seite. Ansonsten weitgehende Zustimmung. Aber die DDR-Regierung war nie frei, vergessen Sie das nicht. Und der ewesten ging voran durch eine eigene Währung. Das war das eigentliche Fundament der innerdeutschen Mauer, schauen Sie gründlicher hin, sonst ist es nur eine Sammlung von Vorurteilen. Die gleichen Transatlantiker die uns heute wieder in den Krieg schicken wollen, haben damals herumgetrickst und alle Abstimmungen mit dem östlichen Teil Deutschland unterlaufen. Die Stalinnote (Neutralitätsangebot für alle Seiten!) wurde vom so tollen, freien Westen abgelehnt und mitallen Mitteln hintertrieben. Bilden Sie sich weiter, das ist gut und sehen sich den Film von Gaby Weber an zum heuchlerischen Handeln der, ach so tollen, freien US-Welt:

        Krater für den Frieden

        https://www.google.de/search?q=gaby+weber+atom&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b-ab&gfe_rd=cr&ei=4AFeWa74F-SE8QfwkaKwBQ#q=gaby+weber+atom&tbm=vid

  21. „Es gibt natürlicherweise genausoviel männliche wie weibliche Geburten.“

    Was wäre denn daran natürlich? Ganz im Gegenteil, da müßte man mit heftigen Zwangsmaßnahmen nachhelfen! Schon in Deutschland alleine gibt es hundertfünf männliche auf hundert weibliche Geburten. Ich bin es echt leid euch WISSENSCHAFTSVERWEIGERERN solche SIMPLEN und EINFACH NACHZUSCHLAGENDEN TATSACHEN wieder und wieder erklären zu müssen. Schaltet doch endlich mal euer Gehirn ein!!!

    Dann behauptet tacheles auch noch, wenn ein Mann vier Frauen bekäme, dann gingen drei andere leer aus, aber GLEICHZEITIG soll es in Afrika üblich sein, das ein durchschnittlicher Mann nicht nur vier, sondern ACHT GEBÄRFÄHIGE Frauen hat. Nicht nur sind beide Behauptungen unsinnig, sondern sie widersprechen sich zusätzlich auch noch! KEINE EINZIGE der Behauptungen tacheles wäre auch nur mathematisch möglich. Trotzdem erdreistet ausgerechnet tacheles sich zusätzlich noch zu behaupten, daß andere (die BGE-Befürworter) nicht rechnen könnten! Wem da nicht langsam die Galle hochkommt, der muß wirklich gestört sein!

    „Das bedeutet das es immer 2 BGEler geben muss:
    Den Arbeitenden und den Schmarotzenden.“

    Na hoppla, das wäre DANN garnicht anders als JETZT! Ganz ohne Bedingungsloses! Vielleicht mit dem Unterschied, daß zur Zeit wenige Reiche die Arbeit von nicht nur gleichwenigen, sondern von vielen Fleißigen ausbeuten! Das Bedingungslose hat eigentlich keinen anderen Zweck als diesen Fleißigen zu ermöglichen, auch mal NEIN zu den reichen Ausbeutern zu sagen. Wenn irgendjemand das dermaßen hartnäckig wie tacheles leugnet, dann kann das eigentlich nur daran liegen, daß er SELBST zu diesen SCHMAROTZERN zählt! Andernfalls hätte er wirklich keinen Grund etwas so Offensichtliches so hartnäckig zu leugnen. Vielleicht kann mir jedoch jemand anderes (schließlich bin ich nicht auf Streit aus, obwohl mich das ständige Dummstellen von Leuten wie tacheles echt nervt) einen weiteren Grund nennen?

    „Soll ich mich zum Sklaven degradieren lassen?“

    Das hast du doch LÄNGST GETAN! Es sei denn zu zählst selbst zu den Schmarotzern. Wer sich zum Sklaven hat degradieren lassen, der weiß das oder ist wirklich extrem blöd.

    „In unserer BRD hat JEDER die Möglichkeit sich zu bilden und damit zu verbessern.“

    Das war mal. Ich bin selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen und der erste Akademiker meiner Familie und ich werde dafür gehaßt. Mein Vater war nichtmal bereit ein Formular für das elternABHÄNGIGE BaFöG auszufüllen. Heute hätte ich nichtmal mehr zehn Prozent so einer Chance. Wie sehr die Chancen abgenommen haben, weiß eigentlich jeder, der sich wirklich gebildet hat.

    „Das BGE kann niemals „bedingungslos“ sein wie die zahlreichen Beispiele aus der Geschichte zeigen.“

    Ein BEDINGUNGSLOSES Grundeinkommen kann also niemals bedingungslos sein? tacheles hat also nicht nur große Schwierigkeiten mit der Mathematik, sondern auch mit der deutschen Sprache und wirklich simpelster Semantik. Aber hat er nicht behauptet, er hätte studiert? Kann das wirklich möglich sein?
    Ranma

  22. Liebes RANMA!
    AFRICA, insbesondere UGANDA, scheinen Sie noch nie besucht zu haben.
    Anders sind mir Ihre, mit Verlaub, weltfremden Vorstellungen nicht erklärbar.
    Vielleicht informieren Sie sich weniger bei INDYMEDIA, Lückenpresse und ÖR und versuchen es mal mit Informationen aus 1. Hand?
    In Punkto Logik müssen Sie auch noch nachlegen.
    Das das BGE ja bedingungslos sein soll kann JEDER es in Anspruch nehmen.
    Teilen Sie doch bitte mit wie sie die bösen Leistungswilligen dann von der Inanspruchnahme abzuhalten gedenken?
    Und das SCHLAAFFENLAND wo die EUROS und die Konsumartikel unentwegt auf den Bäumen wachsen ist auch noch nicht bekannt?.
    Das mit der unendlichen GELDAUTOMATEN ENTNAHME klappt anscheinend auch nicht.
    Bei mir kommt oft statt Geld der Spruch:
    „Z.Z. leider keine Auszahlung möglich!
    Versuchen Sie es später noch einmal!
    Und auch die kostenlose Steckdose scheint noch nicht erfunden.
    Einem Freund der das ausprobiert hat wurde kurzerhand der Strom abgedreht.
    Das klingt mir alles sehr nach einem weiteren zum Scheitern verurteilten Versuch die „Diktatur des Proletariats“ durchsetzen zu wollen?
    Auf welcher Seite gedenken Sie sich dann hinzubegeben?
    Auf die der „Ausbeuter“?
    Oder doch lieber auf die Seite der leistungslosen Nutznießer?
    Im Übrigen ist das BGE in DEUTSCHLAND längst Realität.
    Arbeitsungeschickte, Unvermittelbare und Burka/Nikapträgerinnen genießen bereits das L-B-A-L–LS = LEISTUNGSLOSES BEDINGUNGSLOSES ARBEITSFERNES BILDUNGSFERNES LEBENSLANGES SCHMAROTZEREINKOMMEN!
    Also das was die arbeitsscheue Säuferpartei, die POGO Partei, forderte.
    Nach dem Motte: Freibier für ALLE & Ehe für ALLES!

    • @Tacheles

      Ihr Feindbild reduziert die Problemlage auf, zum Teil selber von schlechter Politik, Betroffene.

      Argumente parieren Sie mit persönlichen Beleidigungen. Keine so tolle Referenz für die Dortmunder Nordstadt oder für Bildung/ Anstand, überhaupt, muss aber nicht so bleiben!

      Die Systemgewinnler haben nichts gegen das Anwachsen von Schmarotzertum. Das ist eine gesellschaftliche Fehlentwicklung die von den Mächtigen halt akzeptiert wird. Ich hatte das historische Vergleichsbeispiel genannt. Im Erzbistum Köln, in der frühen Neuzeit, waren 30 % der Stadtbevölkerung langfristig ans Betteln gewöhnt.

      Gut, der eine oder andere schaffte es dann trotzdem, von den Domstufen wegzukommen und das ist auch heute noch möglich, da gebe ich Ihnen in diesem Detail durchaus recht, aber deswegen solch eine Wut und vorallem undifferenzierte Einprügelei? Das muss doch nicht sein, es ist ja wie in einer unterbelichteten Hafenkneipe, wenn der Radau erst mal ausgebrochen ist und jeder nur noch wild zuschlägt. Woher kommt dieser Hass bei Ihnen?

      Und ich halte schon die Wortwahl ‚bedingungslos‘ für verkehrt, bzw. für ein vorsätzlich täuschendes politisches ‚Neusprechen‘, wie Müllentsorgung, Verteidigungsministerium, usw…

      Alles Soziale ist Gegenseitigkeitsbedingen, alles, außer ich lebe allein auf einer Insel, nur mit mir selbst.
      Deswegen habe ich vorgeschlagen ein sehr leistungsbedingtes, Dividendenteilhabemodell zu entwickeln, alternativ zum BGE, das GME = (leistungs)-garantiertes Mindesteinkommen). Hauptproblem ist weiterhin die Verhinderung einer zu großen Machtansammlung an den Schaltstellen der Macht! Ansonsten könnte es eine kohorten- und indexabhängige Basissicherung geben, der der Einzelne, mit einer Reihe von Grundpflichten, beitritt, möglichst schon ab der Schulzeit und die von vorneherein auf Mitwirkung und Mitsprache, abgestellt ist.

      Sie grüßend

      • tacheles // 8. Juli 2017 um 11:20 //

        Jede Gemeinschaft, jede Gesellschaft, jeder Staat, funktioniert nur wenn JEDER nach besten Wissen und Gewissen zum Erhalt desselben beiträgt!
        Wenn in einer studentischen WG 3 Mitbewohner die Lasten zu tragen haben und 4 andere diese nur ausnutzen geht das nur sehr kurze Zeit gut!
        Selbst erlebt!
        Und nebenbei:
        Ich bin kein „Guter Mensch“!
        Denn solche sind meist DUMMKÖPFE, bestenfalls leicht ausnutzbare „GUTENSCHLICHE IDIOTEN“!
        Mein Motto:
        „Jeder ist seines Glückes Schmidt!“
        Was nicht die Solidarität mit WIRKLICH bedürftigen Mitbürgern ausschließt!
        Die Betonung liegt auf Mitbürger.
        Denn den Versuch alle Mühseligen und Beladenen der ganzen Welt zu retten überlasse ich der GRÖKANZ.

  23. Anscheinend verwechseln einige der werten Foristen hier „Solidarität“ mit Naivität?
    Nach dem Motto:
    „Jeden morgen steht ein Dummer auf.
    Man muss ihn nur finden!“
    Schon bei dem im Mittelalter praktiziertem BGE durch Adel, Klerus und Raubritter ersannen die Ausgebeuteten Mittel und Wege um dem zu entkommen.
    Raubritterburgen wurden niedergebrannt und Bauern probten Aufstände.
    Später kam dann in FRANKREICH das Fallbeil hinzu und die großen Flüchtlingswellen gen Übersee begannen.
    Dort schafften die „Schutzsuchenden“ Armutsflüchtlinge erst einmal Lebensraum durch Ausrottung der fremdenfeindlich, national und sozialistisch eingestellten Ureinwohner, die sog. INDIANER.
    Welche statt mit Teddybären die dringend benötigten Fachkräfte aus EUROPA mit Speeren und Keulen bewarfen.
    Das Ergebnis ist bekannt und sollte uns eine Lehre sein!
    Später sicherten sich z.B. die Baumwollfelderbetreiber in den Südstaaten ihr BGE durch Sklavenimport und Züchtung derselben.
    Haben denn die Befürworter des bedingungslosen Schmarotzertums keine Bedenken das die auszubeutenden Leistungsträger sich das Ausnutzen nicht gefallen lassen könnten?

  24. @tacheles:

    „AFRICA, insbesondere UGANDA, scheinen Sie noch nie besucht zu haben.“

    In Uganda war ich tatsächlich noch nie. Wieviele unserer Einwanderer kommen aus Uganda? Zu uns kommen Leute aus Afghanistan, Syrien, Eritrea (diesen drei Nationalitäten wurde von der Bundesregierung pauschal Schutz zugesagt und damit gleichermaßen diskriminierend wie Polen es für verfolgte Christen zu tun bereit gewesen wäre), Albaner (werden alle zurückgeschickt, gilt generell für Leute, die vom Balkan kommen), Tunesier, Marokkaner, Ägypter (Leute aus dem ganzen Maghreb wurden zusätzlich eingeschleust, insbesondere die Marokkaner sind es, die sich hier daneben benehmen), aber aus Uganda? Überhaupt von irgendwo südlich der Sahara? Spätestens ab südlich des Kongo gehen die Armen eher in die Boomtowns (in Angola und seinen Nachbarstaaten) der Erdölindustrie.

    „Teilen Sie doch bitte mit wie sie die bösen Leistungswilligen dann von der Inanspruchnahme abzuhalten gedenken?“

    Würden wir jemanden abhalten, dann wäre es nicht bedingungslos! Stattdessen würden Kosten durch eine überflüssige Verwaltung entstehen. Es gibt viele Staaten, die weniger für Bureaukratie ausgeben als wir und trotzdem weiterexistieren. Eine Möglichkeit wäre auch, statt einer festen Summe immer nur den Haushaltsüberschuß zu verteilen. Damit man dann wüßte wie hoch die Summe ist oder damit man überhaupt weiß, wer etwas bekommt, müßte man dann offensichtlich in Deutschland gemeldet sein. Das schlösse illegale Immigranten automatisch aus, aber ohne eine rechtliche Frage daraus zu machen.

    „Und das SCHLAAFFENLAND wo die EUROS und die Konsumartikel unentwegt auf den Bäumen wachsen ist auch noch nicht bekannt?.“

    Ließe sich machen, wird aber mit voller Absicht anders gemacht. Die ABSICHT dahinter ist uns wie Sklaven AUSZUBEUTEN. Weil das Bedingungslose in Wirklichkeit nur den Zweck hat, nicht Geld, sondern etwas MACHT umzuverteilen, DESHALB wird es sowieso nicht eingeführt werden. Die Diskussion darüber eröffnet nur die Chance, mal öffentlich dazu anzuregen über die Ungleichverteilung von Macht nachzudenken.

    „Und auch die kostenlose Steckdose scheint noch nicht erfunden.
    Einem Freund der das ausprobiert hat wurde kurzerhand der Strom abgedreht.“

    Das entspricht irgendwie garnicht der Vision der Elektromobilität. Dazu habe ich mal eine Fernsehdokumentation gesehen, in der auch Privatleute den Elektroautofahrer kostenlos auftanken ließen. Vielleicht verhalten sich die Leute anders, wenn eine Kamera dabei ist. Aber ich habe auch schon vereinzelt Stromtankstellen gesehen, an denen das auftanken nichts kostet. Also würde ich sagen, daß dein Freund Opfer von Diskriminierung wurde.

    „Auf welcher Seite gedenken Sie sich dann hinzubegeben?“

    Das Bedingungslose kommt sowieso nicht. Wir diskutieren hier also nicht über wirtschaftliche Belange, sondern über Menschenbilder.

    „Im Übrigen ist das BGE in DEUTSCHLAND längst Realität.
    Arbeitsungeschickte, Unvermittelbare und Burka/Nikapträgerinnen genießen bereits das L-B-A-L–LS = LEISTUNGSLOSES BEDINGUNGSLOSES ARBEITSFERNES BILDUNGSFERNES LEBENSLANGES SCHMAROTZEREINKOMMEN!“

    Das ist nicht bedingungslos, sondern an streng an die Bedingung geknüpft, hier kulturell FREMD zu sein. Hier kommen wir endlich zum Kern der Diskussion. Für die Fremden wird die Miete bereits übernommen, sie bekommen eine Nahrungsmittelzuteilung, die sogar deren Präferenzen berücksichtigt. Fahrtkosten werden für die Fremden übernommen und Schlaufone haben sie anscheinend auch, während man deinem Freund sogar den Strom abdrehte. Wieso diese Diskriminierung? Die Befürworter des BGE fordern nichts weiter als die GLEICHSTELLUNG der EINHEIMISCHEN!!! Ich wäre sogar für ein BGE nur aus Sachleistungen, damit die Diskussion vom unwichtigen Nebenkriegsschauplatz Euro wegkommt. Sogar das ginge variabel: Wegen des allsommerlichen Solarstromüberschusses gibt es halbjährlich kostenlosen Strom. So vernünftig wie die bisherige Praxis, den Überschuß zu negativen Preisen ins österreichische Stromnetz zu verkaufen, wäre das allemal. Gönnst du deinem Freund nichtmal Strom fürs halbe Jahr?
    Ranma

    • Liebes RANMA!
      Ihr Eifer machst Sie sympathisch.
      Deswegen will ich Ihnen ein wohlgehütetes Geheimnis verraten:
      Für ca. 30 € hat JEDER geschäftsfähige Mitbürger die Möglichkeit ein Gewerbe nach Gusto anzumelden
      Und kann danach alle Privilegien eines SELBST STÄNDIGEN genießen.
      Z.B. 24 Stunden am Tag „selbst & ständig“ für einen Hungerlohn, oder für gar keinen Lohn, ackern.
      Er kann z.B. Arbeitnehmer einstellen und diese über Tarif entlohnen.
      Dieses und noch viel mehr hat er in der Hand!
      Zu AFRICA:
      Bitte beißen Sie sich nicht an dem christlich geprägten UGANDA fest.
      Das ist nur ein Beispiel.
      In ganz Afrika ist die Vielweiberei seit der Urzeit weit verbreitet.
      Und natürlich die Promiskuität.
      10 Kinder von 10 meist unbekannten Vätern sind keine Seltenheit.
      Zu Ihren energetischen Theorien kann ich sie nur beglückwünschen!
      Sie scheinen tatsächlich das PERPETEUM MOBILE erfunden zu haben?
      Das würde Ihnen unermesslichen Reichtum, Ruhm und Ehre einbringen.
      Und natürlich den hochdotierten Nobelpreis.
      Könnten Sie mir bitte mitteilen wo diese kostenlosen Stromtankstellen für jedermann zu finden sind?
      M.W. gibt es solche nur für Mitarbeiter von einigen Firmen?
      Nun müssen Sie noch erklären wie der angeblich im Sommer zur Unzeit anfallende Stromüberschuss für den Winter in ausreichender Menge gespeichert und zu den Verbrausstellen transportiert werden kann.
      Die sog. ELEKTROMOBILITÄT, wo ein Vielfaches an Luftverschmutzung bei der Herstellung generiert wird, ist aus vielerlei Gründen eine ideologisch geförderte TOTGEBURT!
      Zum Einen weil das nur mit dem bei uns verdammten ATOMSTROM funktionieren würde.
      Zum Andern weil es sehr viele Verkehrstote oder Verletzte durch stromlos zur Unzeit mitten im Verkehr liegengebliebener E-KFZ geben würde.
      Fragen sie mal ob Ihr Autoclub sie jeweils kostenlos abschleppt bei leeren Batterien?
      Zu Ihren planwirtschaftlichen Phantasien bezüglich der BGE Finanzierung möchte ich einen Planwirtschaftsexperten zu Wort kommen lassen:
      Als CHRUTCHOW seinerzeit mit dem Schuh auf Rednerpult schlug rief er:
      „Das Geld welches hier verteilt wird muss erst einmal erarbeitet werden!“
      Ihre Ideen bezüglich des Ausschlusses von „Nicht Deutschen“ sind von der Realität entrückt und gelten in manchen Kreisen schon als FASCHIST/RASSIST/RECHTS.
      Sobald ein HARTZ 4 SUCHENDER (Schutzbedürftiger) seinen Fuß auf unser Staatsgebiet gestellt hat ist er nach Ansicht von Justiz, Politik und Asülindustrie BERECHTIGT.
      Ja sogar im Ausland existent- oder nichtexistente- Kinder und der ganze Clan bekommen Sozialleitungen!
      .
      Alles klar?
      In diesem Sinne ein schönes Wochenende!

  25. Ich habe doch rein garnichts von dem behauptet, was mir tacheles alles unterstellt? Ich weiß bereits, daß der mit Semantik große Probleme hat, aber hat sonst noch jemand das Gleiche wie er aus meinen Aussagen gelesen?
    Ranma

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