Muslime demonstrieren Ignoranz

Anti-Israel-Demo in Berlin @ GEOLITICO Anti-Israel-Demo in Berlin @ GEOLITICO
Gegen Israel oder für Erdogan gehen Tausende Muslime in Deutschland auf die Straße. Sonst nicht. Die Anti-Terror Demo war eine Begegnung mit der Wirklichkeit.

Statt der angekündigten 10.000 Teilnehmer beim islamischen Friedensmarsch in Köln gegen Islamistenterror waren nur wenige Hundert gekommen.[1] Und davon dürfte ein großer Teil nichtmuslimisch gewesen sein, betrachtet man die Rastalocken, Hanfkleider und Altgrünenpullover auf den Bildern. Bei den fünf Millionen in Deutschland lebenden Menschen islamischen Glaubens  macht das jedenfalls nicht einmal ein Promille der hier lebenden Muslime aus.[2] Ein echter Reinfall also, zumindest für reichlich Naive und Berufsschönredner, trotz der ellenlangen Erstunterzeichnerliste und lautstarken Aufrufe im Vorfeld.

Verglichen mit den 40.000 Teilnehmern an einer Pro-Erdogan-Demo vor etwa einem Jahr sollte sich nun selbst der gutgläubigste Buntmensch fragen, warum dem so war – falls das eigenständige Denken noch rudimentär vorhanden ist.

Denn die Mehrheit der schweigenden Muslime hatte die Möglichkeit, ein Zeichen zu setzten, und hat es mit demonstrativer Abwesenheit getan. Dass dies nicht ganz in die sozialromantische Schublade der hiesigen Teddybärwerfer passt, ist eine andere Sache. Sicher wird aber schon fleißig an den Legenden zur geringen Demonstrantenanzahl gestrickt.

Lag`s am abnehmenden Mond oder am Wetter?

An Ramadan soll’s angeblich liegen[3], sagt Ditib, der Verein, der von Erdogans Regierung gelenkt und trotzdem von unseren Steuergeldern gemästet wird. Das ist eine Erklärung für alle, die sich einfach abspeisen lassen und völlig blind durch die Weltgeschichte marschieren, also für etliche Altparteienpolitiker.

Gut, vielleicht war’s auch der abnehmende Mond, das durchwachsene Wetter, oder der Slogan dieser Show wurde wortwörtlich genommen. Immerhin bestehen ja selbst nach Jahrzehnten muslimischer Einwanderung nach Deutschland immer noch „kulturelle Differenzen“ und Integrationsprobleme. Die Organisatoren hätten an einer weniger missverständlichen Überschrift also besser getan.

Warum Mit-Initiatorin Lamya Kaddor, die nie müde wird, den Bürgern noch den letzten umgefallen Sack Reis anzudichten, da nicht sprachsensibler agierte, bleibt fraglich. Sie, die TV-Fachfrau für Islam und gegen Deutschland, hätte doch wissen müssen, dass schon kleine Ungereimtheiten große Wirkung haben und beispielsweise aus Islamschülern IS-Anhänger machen können.[4]

Es wundert ein wenig, dass die Pseudopunks der Toten Hosen nicht als multikulturelle Zugpferde bei dem bunten Happening zugegen waren, nutzen sie doch sonst jede Bühne zur Selbst-Vermarktung und hätten als musikalisch tote Gäule dieses Trauerspiel perfekt komplettiert.

Spott in den Printmedien

Bliebe noch etwas zur Reaktion der Presse zu sagen. Die Öffentlich-Rechtlichen mussten angesichts dieses Debakels all ihre Kräfte in kreative Teilnehmerzahlen investieren. Da wurden ganz generös, wie bei den Intendantengehältern, aus 500 eben mal 3000 gemacht.[5]  Ganz so plump wollten die meisten Printmedien nicht auftreten und sagten mehr oder weniger frei heraus, dass die Demo keine war, und manch ein Medium spöttelte gar, auf einer türkischen Feier wären wohl mehr Gäste anwesend als auf diesem Friedensmarsch.

Und dann ist da noch Heiko Maas, das Orakel von der Saar im Gewand des Bundesjustizministers. Wobei er seine Amtsaufgabe, das Grundgesetz zu hüten, offenkundig so versteht, wie der Titel der Friedensdemo lautete, nämlich: #nicht mit mir. Der erwies sich wieder einmal als Hellseher mit kaputter Kristallkugel und prophezeite Tausende, die sein Weltbild bestätigen.[6] Knapp daneben ist aber auch vorbei. Dass Maas es irgendwann mal begreift, ist so sicher wie sein Netzdurchsetzungsgesetz rechtsstaatlich ist. Der Mann ist schlicht in jeder Hinsicht eine klare Fehlbesetzung, ob nun als Orakel oder Justizminister.

Nur nicht provozieren!

Die Initiatoren der Demo, die keine gewesen ist, wollen wiederum nicht aufgeben. Und mal ehrlich, angesichts zunehmender islamistischer Anschläge in Europa wird ein nächster Anlass zum Friedensdemonstrieren vermutlich leider nicht auf sich warten lassen. Beim nächsten Mal gilt es neben der sprachlichen Sensibilität jedoch noch weitere Umstände mit zu bedenken: Die Demo sollte weder den Ramadan stören noch die den hierzulande immer noch geduldeten al-Quds-Tag,[7] denn da werden viele „Linke“ gebraucht.

Und sie darf keinesfalls dann stattfinden, wenn sich abertausende Muslime von Kunst, Karikaturen und Islamkritik provoziert fühlen[8] und wütend gegen diese, in Europa einheimischen und erkämpften Werte wie die Kunst- und Meinungsfreiheit protestieren[9], sonst fällt der Unterschied zwischen den Teilnehmerzahlen noch eklatanter aus.

In diesem Sinne: Die Wirklichkeit lässt freundlich grüßen!

 

Anmerkungen

[1] http://www.focus.de/politik/deutschland/lediglich-1-000-teilnehmer-muslimischer-friedensmarsch-nur-schwach-besucht-aber-veranstalter-wollen-weitermachen_id_7254293.html

[2] http://www.deutschlandfunk.de/zahl-der-muslime-in-deutschland-wie-viel-millionen-sind-es.886.de.html?dram:article_id=375505

[3] http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-06/anti-terror-demo-ditip-koeln

[4] http://www.tagesschau.de/inland/interview-is-kaempfer-101.html

[5] http://www.achgut.com/artikel/handwerkliche_maengel_beim_wdr_und_eine_massendemo_die_keine_war

[6] http://de-de.facebook.com/heiko.maas.98/

[7] http://www.tagesspiegel.de/berlin/muslime-und-antisemitismus-in-berlin-am-al-quds-tag-ist-hetze-gegen-juden-normal/13819166.html

[8] http://www.spiegel.de/politik/ausland/charlie-hebdo-titelbild-mit-mohammed-veraergert-muslime-a-1013008.html

[9] http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/muslime-protestieren-in-london-gegen-charlie-karikaturen-13417639.html

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Über Nadine Hoffmann

Nadine Hoffmann ist Diplombiologin und freie Autorin. Als letztere schreibt sie Meinungsbeiträge, in denen sie Politik analysiert und kommentiert. Ihre eigene politische Heimat fand sie in der AfD. Der Thüringer Landesverband wählte sie als Beisitzerin (ehrenamtlich) in den Landesvorstand. Weitere Artikel

22 Kommentare zu Muslime demonstrieren Ignoranz

  1. hubi Stendahl // 20. Juni 2017 um 15:23 // Antworten

    „In diesem Sinne: Die Wirklichkeit lässt freundlich grüßen!“

    Man kann die Zusammenhänge aber anhand von Individuum und Kollektiv viel einfacher beschreiben.

    Das Individuum, auch das mit ehrlicher Integrationsabsicht, trägt stets die ererbten und sozial angelernten kulturellen Besonderheiten in sich. Das kann im Individualfall auch tatsächlich bereichernd für eine Kultur sein und wird durch viele historische Beweise belegt. Im übrigen ist dies nicht nur eine Einbahnstraße; auch Mitteleuropäer können sich etwa in Syrien oder Persien anpassen und wohlfühlen. Wohlgemerkt im Individualfall.

    Im Kollektivfall sieht das Ganze völlig anders aus. Erreicht eine Zuwanderung deutlich unterschiedlicher Kulturen einen Kulminationspunkt, entsteht ein Spannungsfeld, das im schlimmsten Fall, z.B. aufgrund von politischen Unterlassungen, zu massiven Verwerfungen bis hin zu Bürgerkriegen führen kann, denn das Individuum, ist nun Teil eines Kollektivs und handelt und denkt völlig anders. Auch hierfür gibt es historische Beweise, mit denen man Aktenordner füllen kann und sind ein Hinweis darauf, dass die soziale Reichweite des Menschen kaum mehr als 200 Artgenossen umfassen kann (siehe Prof. Robin Dunbar) auch digital (z.B. Twitter).

    Wenn sich mit diesem unbestreitbaren Wissen eine politische Führung für die Destabilisierung der eigenen Bevölkerung/Kultur stark macht, zugunsten einer inkompatiblen fremden Kultur, muss eine Zielsetzung dahinter stecken die es für sie lohnenswert macht, das Wissen um die folgenden massiven Verwerfungen billigend, auch mit Toten, in Kauf zu nehmen.

    Das Ziel ist die Zentralisierung Europas durch Unterwanderung der staatlichen Strukturen, unter Einsatz eines Mix an Mittel. Am Ende soll ein durchmischter Superstaat stehen, in dem die Produktionsfaktoren, heute noch Menschen, einem vorgegebenen GLAUBEN statt Wissen zu folgen haben. Von der Wiege bis zur Bahre. Damit glaubt eine selbsternannte Elite die selbst definierten Aufgaben der Zukunft lösen zu können. So behaupten sie. In Wahrheit geht es nur um Machterhalt einer kleinen Cique von geistig armseligen Profiteuren, die ihren Platz nicht räumen wollen und dafür auch ersaufende Menschen im Mittelmeer in Kauf nehmen, die sie selbst losgeschickt haben, um die eigene Bevölkerung zu destabilisieren und ihr o.e. Ziel zu erreichen. Der Wahnsinn geht in die nächste Runde:

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/asyl-lobby-fordert-unbegrenzte-fluechtlingsaufnahme/

    Die wichtigsten beiden Mittel:

    – Public Relations / Öffentlichkeitsarbeit

    Vereinnahmung der wichtigen Medien durch gezielte Herausgabe von
    Desinformationen oder Halbwahrheiten über die drei großen internationalen Agenturen und Einsatz von Profiteuren, in darunterliegenden Ebenen von der Asyllobby bis zu den Forentrollen, wie z.B. im öffentlich rechtlichen Bereich durch eine Gebühreneinzugszentrale (GEZ). Auch um die Künstler und Sportler, deren Bildung ohnehin meist das Niveau des Prekariats nicht übersteigt, als Redeführer zu gewinnen. Die Asyllobby profitiert monetär und schiebt heuchlerisch humanitäre Gründe zusammen mit den Kirchen vor, Trolle begnügen sich mit Kleingeld und erfreuen sich an der Erfüllung ihres dressierten Weltbilds. Wichtig ist zu wissen, dass es immer um Vorteile (Macht), um Profit (monetär wie mental) auf allen Ebenen geht. Gut sind dabei immer die Mächtigen, böse die Unterlegenen. Und so kann man dann…………….

    …………das Schul- und Universitätssystems anpassen an die notwendige Doktrin durch Änderung, Neueinführung und/oder Entfernung nicht zielführender Lernmittel, die abseits störender Einflüsse von Freidenkern, die einzig richtige Lebensart vermitteln. Dazu, Ausbau der Kitas zwecks staatlicher Vorerziehung um ein Hinterfragen von vorn herein auszuschließen (Platos Höhlengleichnis schon gelesen?). Steuerung über Steuermittel und Steuer sparende Stiftungen (z.B. Bertelsmann).

    Die Wechselwirkungen und die Zeitkomponente (seit 1945) in diesem Mix sind zu beachten.

    Weitere Werkzeuge sind das Geldsystem, in dem die Menschen mit Krediten, um den einzigen angelernten Eigenwert über Konsum zu erhalten, unter Dauerstress gestellt werden und die politischen Claqueure, die als Schauspieler nach außen vorgaukeln, Völker hätten einen wesentlichen Anteil an Entscheidungsprozessen.

    Eins muss man den 8 Millionen Moslems in Deutschland deshalb lassen. Trotz ihrer massiven religiösen Vernebelung haben sie sich richtigerweise als INDIVIDUUM die Frage gestellt, warum sie sich in der Hitze auf einen Platz für Dritte stellen sollen, obwohl sie mit Terrorismus nichts zu tun haben. Als INDIVIDUUM.

    Auf das KOLLEKTIV bezogen, ist das Fernbleiben aber auch das klare Signal, dass sie ihr antrainiertes Kulturbild in der Art erhalten wollen, dass die gegenüberliegende Kultur gefälligst Freiräume zum Ausleben schaffen soll.

    Das ist der gewollte Stoff, aus dem Konflikte inkompatibler Kulturen gestrickt werden. Und das ist die Idee, die hinter den suspekten Aktionen steckt.

    Nur in einer großen Krise können wir ein geeintes (zentralistisch faschistisches meinte er wohl) Europa schaffen, sagte Schäuble und er meinte es bitter bitter ernst. Am Ende sind nicht nur die Deutschen die Verlierer, sondern auch die Glücksritter und Wirtschaftsflüchtlinge, die es in überwiegender Zahl nicht schaffen werden ihre Abhängigkeit vom Staat in Form von Zuwendungen abzuschütteln.

    Am Ende werden die „Jensens dieser Welt“, die auch nichts anderes als dressierte Pudel der Herrscher sind, wieder einen Schuldigen finden. Ganz sicher nicht bei sich selbst, denn schuld sind bei Indoktrinierten immer die anderen.

    • @Hubi & Frau Hoffmann

      Ihnen, @Hubi, ist zuzustimmen:

      – In der Kritik an der Gesamtpolitik der Masseneinwanderung insofern sie ohne hinreichende Berücksichtigung der Bevölkerungsinteressen und kombiniert mit §GG/ UN-Gewaltverzichts-§-widriger Kriegsführung erfolgt. Beide Themen gehören untrennbar zusammen, die Massenmigration geht aus der Kriegsteilnahme von Nato/ DE, erst und unmittelbar, hervor und wird noch vorsätzlich durch die Migrationsindustrie, also eine Vielzahl von Migrationskrisengewinnlern, zusätzlich, durch weitere Anwerbung und Transporthilfestellung, verschärft und intensiviert vollzogen!
      – Massenumsiedlungen sind kein Selbstzweck und weisen die Förderer dieser Großmigration nicht als Humanisten aus. Echte politische Asylgewährung ist davon nicht betroffen, kann aber auch nicht für Natoangriffskriege beansprucht werden, das hat das Asylgesetz, in allen Variation, nie als Voraussetzung beinhaltet!
      – Massenumsiedlungen haben komplexe Auswirkungen und dürfen nicht beliebigen Gesinnungsentscheidungen einzelner Politikaktivisten, politischen Lobbygruppen und Medienkartellen überlassen werden (Presse-Agentur-Kartell,…)!
      – Eine Vielzahl bestehender Gesetze wurde durch die Merkel-GroKo vorsätzlich missachtet. Diese illegalen Praktiken müssen aufgeklärt, in ihrer Wirkung behoben werden und die Täter/ Tätergruppen, sind zu ermitteln und zu verurteilen!

      Das sind also schon einmal 4 gemeinsame, schwerwiegende, Punkte/ Forderungen oder eine gemeinsame Schnittmenge von politischen Einsichten/ und Bewertungen. Damit ließe sich politisch arbeiten.

      Dissens gibt es zwischen Ihrer und meiner Auffassung nur in der historischen Bewertung des Begriffsinhaltes von ‚Sozialismus‘.

      Sie stehen dafür ein, dass mehr oder weniger alle historischen und gegenwärtigen Versuche zu sozialistischen Gesellschaftsformen zu kommen, als gescheitert, bzw. als unabdingbar zentralistisch und bevormundend, das Individuum fixierend, zu gelten haben, anzusehen sind.

      Ich setzte dagegen, dass es viele solche missratenen Formen von Sozialismus gegeben hat, aber auch Beispiele und Zukunftspläne für einen dezentralen, ‚basisdemokratischen Räte-Sozialismus‘ (gestaltete Anarchie oder Heterarchie) bestanden und weiter ausbaufähige, bestehen (von der Züricher Räterepublik, bis zur mexikanischen, spanischen und galizischen Anarchiebewegungen.

      Leider haben Sie zu dieser, von mir angeregten, Differenzierung des ‚Sozialismusverständnisses‘ noch keine Stellung genommen. Vielleicht würde sich dann die gemeinsame Schnittmenge gleicher Beurteilungen damit noch erhöhen lassen?

      Durch Ihre Differenzierung von individuellen und kollektiven Entscheidungen der muslimischen Bevölkerung, hinsichtlich der Kölner-Heumarktdemo vom Wochenende, haben Sie ja Ihre Sicht erfreulicherweise weiter entwickelt, auch darin stimme ich Ihnen zu.

      Daraus lässt sich aber kein politischer Nektar saugen, liebe Frau Hoffmann.

      So oder so leistet die Demo keine wirksame Abhilfe gegen Rechtsbeugung und Rechtsübertritte durch Regierung und Behörden, im Verein mit verschiedenen Minderheitsvertretern und gegen den allgemeinen Volkswillen, der Sicherheit vor Gewalthandeln und Ausraubung und sichere Lebensplanung beanspruchen kann, im vollen Einklang mit dem gegenwärtigen Völkerrecht. Haben wir es hierbei in der ganzen Soros-EU doch mit einer ’schleichenden Apartheitspolitik‘ und Apartheitspraxis, für die Stammeinwohner mehrerer europäischer Staaten zu tun, gegen deren geschütztes Mehrheitsinteresse.

      Und es geht eben nicht um ‚die Muslime‘ oder um die ‚Demo der Muslime‘, in DE. Religionen werden zu politischer Vorteilsnahme missbraucht, das ist ein politisches, nicht aber ein religiös-kulturelles, Thema. –

      Grüßend

  2. @stendahl / @conrath

    Ihnen, @Hubi, ist zuzustimmen:…

    Ihnen beiden ist aber schon bewusst, dass weltweit 65 Millionen Menschen auf der Flucht sind…. davon kommt nur ein kleiner Bruchteil bis Europa…

    Die meissten dieser Flüchtlinge werden von anliegenden 2. und 3. Weltstaaten aufgenommen….

    Also ich finde es ein wenig absurd, Angesichts von weltweit 65 Millionen Flüchtenden davon zu reden, dass da gegen Europa eine Migrationswaffe eingesetzt wird.

    Ein Rechtsdraussen Echoraum, der ohne den geringsten Scham, 65 Millionen Flüchtende instrumentalisiert, für eigene, eher dunkle Absichten.

    • @Dragao

      Die Begründung muss dennoch stichhaltig sein. 65 Millionen Menschen, weltweit auf der Flucht, sind mitbewirkt durch Konstrukte wie die EU und die Austeritätspolitik von DE. Nur kann das ja nicht bedeuten, dass die Verhältnisse dann für alle gleichmäßig schlecht sein müssen, als pseudomoralische Forderung die man nur schlucken kann oder rechtsdraußen ist, das ist Blödsinn, mehr nicht. Und das ist übrigens auch Teil einer schlechten, obsoleten, Sozialphantasie die die schlechten Verhältnisse nicht abschaffen, sondern nur für alle vergleichmäßigen will.

      Welche Eltern würden den Lerneifer ihrer Kinder an dem Punkt stoppen, wo sie gerade über das Durchschnittsmaß hinausgehen? Schlechte Entwicklungen müssen weder auf Dauer akzeptiert, noch nachgeahmt werden, noch müssen insgesamt gute Entwicklungen gestoppt werden, weil es anderswo schlechtere gibt.

      Jeder hat seinen Teil beizutragen und das deutsche Asylgesetzt hatte einmal eine weltweite Vorbild- und Aufklärungsfunktion, voralem gegenüber totalitären Staaten mit echter politischer Verfolgung. Das alles gibt es auch noch heute, aber doch in ganz anderen Verhältnissen. Danach müsste die komplette USA bei uns um politisches Asyl bitten können, Dragao. –

      Ich denke, dass die Souveränitätspolitik des SCO-Prozess letztlich diese Anzahl an Flüchtenden nur auf längere Sicht wieder reduzieren wird, nicht durch Symptombekämpfung. Deswegen ein Land in Chaos zu bringen, es gab hier bereits ein 20-jährige allgemeine Lohnverschlechterung, nur weil das Chaos auch woanders ist, wäre so klug, wie nichtmehr aufzuräumen, weil der Nachbar auch nicht aufräumt.

      Sie suggerieren damit einen kausalen Zusammenhang den es so nicht gibt. Hätte West-DE seine Rolle weiterführen können, ohne Krieg, ohne asymmetrischen Außenhandel, mit viel Entwicklungseinsatz, wie in den 80-iger Jahren, dann hätten wir jetzt nicht diese Problemkonstellation.

      Also auch da erwarte ich von Ihnen keine Personalisierungen, sondern Sachlichkeit im Diskurs.

      Grüßend

      • @conrath

        Nur kann das ja nicht bedeuten, dass die Verhältnisse dann für alle gleichmäßig schlecht sein müssen

        Natürlich muss dies nicht sein… jedoch geht die Ignoranz @stendahls & Co. einfach zu weit. Zu behaupten es gäbe gar keine Vertriebenen ist einfach wiederwertiger Rechts-Draussen Quatsch (Rechts-Draussen ist nicht NAZI / die sind ja Links-Draussen…. Rechts-Draussen, sind die völlig bescheuerte ultra-National-Konservative neoliberale Brut)

        Die 65 Millionen Vertriebenen die heute auf diesem Planeten herumirren, kann man nicht einfach alá @stendahl per Ignoranz verschwinden lassen…. deshalb ist endlich Aktion gefragt.

        Schluss mit den Angriffskriegen gegen jeden der sich vom US-Imperium über die Schuldenfalle nicht aufkaufen lässt. Es ist einfach an der Zeit, dass europäische Staaten, die sich daran beteiligen, zur Rechenschaft gezogen werden…

        Schluss mit mörderischen Freihandelsverträgen, die Länder der 2. und 3. Welt regelrecht aussaugen und deren Elitedarsteller korrumpieren um den Erstweltnern billige Rohstoffe und nette Einnahmen zu verschaffen.

        Und klar ist zu erwarten, das Misere verursachende Länder… dabei ist ausdrücklich auf das US-Imperium und deren Vasallen verwiesen, endlich anerkennen was sie verursachen und möglichst sofort mit wiederaufbau Hilfe beginnen.

        Ich hatte vor 40 Jahren den Spiegel immer mal wieder gelesen. leider ist mir die Lust dazu in den vergangenen Jahren abhanden gekommen…. jedoch hat Jakob Augstein wieder einmal einen Artikel geschrieben, den ich weitgehend unterstütze:

        Gefloppte Muslim-Demo

        Onkel-Tom-Türken

        http://www.spiegel.de/politik/deutschland/koeln-anti-terrorismus-demo-war-ein-flop-zeit-der-onkel-tom-tuerken-vorbei-a-1152870.html#

        Augstein hat recht…. Was hat der deutsche Durchschnittsmuslim mit dem Terrorismus zu tun? Nichts.

        Und ja, ich teile auch Augsteins Ansicht, dass Terrorismus ein politisches und soziales Phänomen ist….- kein religiöses.

        Nur weil Terroristen für ihre Verbrechen den Islam als Vehikel benutzen und ihre Taten mit dem Islam zu rechtfertigen versuchen, besteht noch lange keine besondere Verpflichtung von Menschen muslimischen Glaubens, sich von diesen Verbrechen zu distanzieren….. dies ist purer Kulturrassimus

        Mehr habe ich keine Lust mehr zu schreiben…. denken Sie was sie wollen.

      • Conrath // 21. Juni 2017 um 08:03 //

        @Dragao

        versteifen Sie sich nicht zu sehr auf Zahlen. Die Menschheit lebt ‚insgesamt‘(!) weit unter ihren Möglichkeiten. Das Problem ist, dass @Hubi nur und ausschließlich, ‚Sozialismus‘ in seiner misslungenen, korrumpierten Form verstehen will und dann notgedrungen auf alte Formen der Problembeseitigung setzen muss, eben eine geniale Problemlöserfigur setzt, der Name macht es nicht und die Naivität, diese Bewältigung durch einen Einzelnen zu erwarten, im Singular zu suchen, diese nicht im angemessenen, eben wechselseitig verschränkten, Plural zu erwarten! Die Problemlöserfigur kann dann bei @Hubi quasi von oben her, alles verbessern. Gut, aber Machteliten gibt es ja schon lange und reichlich (seit Ägypten hochspezialisiert), die werden nicht helfen den jetzigen Zustand zu überwinden (Expertokratie).

        Es muss daher eben ein veränderungswirksames Gewebe aus sich gegenseitig tragenden Gruppen geschaffen werden. –

        Wirtschaftsautonomie ist da zwar auch schon wichtig, diese Sicht teile ich mit @Hubi, aber die Differenz liegt darin, Wirtschaftsautonomie als Primat zu betrachten, das lehne ich aus guten Gründen ab. Umgekehrt machen es die klassischen Marxisten, wenn sie die Organisationsfrage als primär einstufen, was ich auch ablehne. Ich lehne beide extremen Konzepte ab und plädiere für eine Doppelform, nämlich eine ‚echte Dyade‘ (so nennt man echte Antagonisten, wie weiblich-männlich), also kein Dualismus, aus wirtschaftlicher und rechtlicher Gestaltung, wie wir ihn heute überall haben, ein vorsätzlicher Macht-Dualismus (Teilungs- und Herrschafts-Dualismus/ Spalterei).

        Interessant dabei ist, das Hörmann auch von der unbedingten Notwendigkeit spricht, alle Rechts- und Wirtschaftsfragen immer nur und ausschließlich ‚gemeinsam‘ anzugehen! Ihre Trennung ist bereits ein Trick der bisherigen Machtausübenden gewesen, das ist sehr, sehr wesentlich! Von hier aus kann sich dann eine Lösung ergeben durch konsequente parallele Erarbeitung, immer von beiden Problemfeldern ausgehend, diese miteinbeziehend.

        Rechtsbestimmung ohne Wirtschaftsdynamik läuft auf pure, bürokratisch assistierte, Gewaltanwendung hinaus (Strukturgewalt) und Wirtschaftsdynamik, ohne hinreichende rechtliche Rahmengestaltung (Freiburger Ordoliberalismus-2.0/ Hörmann), führt zu einer Verstoffwechselung und Wirtschaftstyrannei und über die MIMK zu weltweiten Proxy-Dauerkriegen.

        Hinzu kommen die Forderungen das Naturganze zu achten, nicht durch eine Co²-Ersatzreligion, sondern durch echten Umweltschutz und die Individualität jedes Menschen wirklich in den Mittelpunkt aller Gemeinschaftsentscheidungen zu stellen und keine abstrakten Selbstzwecke, wie ’schwarze Null‘, Verteidigungs-/ [Angriffs-]bündnisse, leere Toleranzformeln (wenn Menschen dadurch willkürlich eingeschränkt werden) oder falsche Ideale, Massenmigration als Kulturziel usw… zuzulassen!

        Also Kernpunkte sind:

        – Anerkennung des Primats des Basis-Tandems aus ‚Wirtschaft & Recht‘ und
        – Kritik des einseitigen Wirtschaftsprimats (neoliberaler, ungehemmter Raubtierhochfinanzkapitalismus) aus dem Glauben an ominöse Selbststeuerung und Trickledowneffekte, sowie
        – Kritik der leeren (nur simulierten), Gesinnungswohlfühl-Pseudopolitik nur für Minderheiten, bei bürokratischer Dauerbevormundung der Mehrheit aller Bürger (Eurosozialismus) und zur Überwindung
        – Integrale Aufarbeitung aller Gesellschaftswidersprüche durch offene Kommissionen, Crowdlearning und echte Partizipation, contra Lobbykratie (intelligible Politik/ Viergliederung > erweitertes AGIL-Gleichgewichtsschema).

  3. hubi Stendahl // 20. Juni 2017 um 21:17 // Antworten

    Lassen Sie mich, ohne dass wir wieder und wieder in einer Eskalation enden, ebenso höflich wie beweisbar auf folgende Umstände hinweisen:

    1) Es gibt keine 65 Millionen Flüchtlinge, sondern Völkerbewegungen, die aus wirtschaftlichen Gründen ihr Glück in anderen, meist in Nachbarstaaten suchen, weil aus sehr unterschiedlichen Ursachen, ihre Heimatländer keinen humanitären Mindeststandard bieten oder bieten können. Die Gründe sind vielfältig, u.a. in der ehemaligen Kolonialsituation Afrikas (vorwiegend GB und F), die schleichend fast unbemerkt von den internationalen Konzernen übernommen wurde, in der fehlenden technischen Entwicklung, in der Korruption in Afrika selbst, in der Überbevölkerung und in den klimatischen Nachteilen u.v.m. zu suchen sind. Fakt ist, diese manchmal aus fehlendem Gesamtverständnis emotional bezeichneten Flüchtlinge sind keine, sondern Glücksritter, Migranten und aus ganz unterschiedlichen Gründen ihr Glück anderswo Suchende, die dann aber auch die Verantwortung für ihr eigenes Tun übernehmen müssen; z.B. die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer ausgelöst durch NGO´s. (Ausnahme die wenigen echten Flüchtlinge, Kranke, geistig Behinderte). Stichwort: Individualismus = Einzelentscheidung. Die großen Bewegungen werden politisch orchestriert und können keinesfalls einzelnen Menschen auf anderen Kontinenten angedichtet werden, nur weil sie zufällig dort wohnen, wo die Verursacher ihre Domizile haben. Darüber hinaus ist es widersinnig einerseits die Protagonisten auf globaler Ebene zu verorten, die Verantwortlichen aber in Nationen als Angehörige einer Ethnie im Mittelstand zu diffamieren, die keinerlei Einfluss besitzen. Wenn nun suizidale Weiße 65 Millionen gerade festgestellte Nichtflüchtlinge (sondern Wanderer) instrumentalisieren, sind sie allesamt Heuchler, denn indirekt sind diese Menschen unterwegs, weil sie innerhalb des aktuellen Geldsystems die Kapitalverzinsung der Rentner, der Sparer und der Privatiers in Brasilien, also der großen Investmentgesellschaften die deren Gelder bei den boomenden Waffenhändlern, Pharmakonzernen und Mischkonzernen, die dort tätig sind, gewinnbringend anlegen, wissentlich unterstützen. Wer sich also den kleinen Michel als Verursacher aussucht ist entweder nicht informiert, dumm oder Heuchler.

    3) Nach der Definition von Marx und Engels ist der Sozialismus eine Gesellschaftsform, die auf Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit basiert. Überdies soll es keinen Privatbesitz an den Produktionsmitteln geben. Das aber ist in deren Theorien unmöglich, weil es auch dort Menschen gibt die bestimmen und andere die bestimmt werden. Also alles heroische Plattitüden, die sich in der Praxis, im realen Sozialismus, nicht bewährt haben; nicht bewähren konnten, weil diese „Denker“ ein theoretisches Konstrukt erdachten, bei dem „vergessen“ wurde, dass es von Menschen mit seinen Eigenschaften umgesetzt werden muss. Statt sich nun zu überlegen, wie man die Eigenschaften eines Menschen in ein System einbetten kann, ging man den einfachen Weg und wollte den Menschen umerziehen. Das ist so, als dürfte man ab morgen keinen Sex mehr haben. Genau das läuft derzeit als Agenda:

    Silvio Gesell:

    „(Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) „Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat.“

    Nur ein dezentrales System, in dem der sozialen Reichweite des Menschen, dem inhärenten Eigennutz (nicht Egoismus, ich bin dem Privatier in Brasilien nicht böse) und dem Streben nach Freiheit, Geborgenheit und Liebe Rechnung getragen wird, wäre der Schritt aus dem zivilisatorischen Mittelalter. Das alles ist leicht zu verstehen, aber aufgrund der Jahrtausende alten Indoktrination (Cargokult/Archetyp), die sich mittlerweile auch bei fähigen Geistern tief eingegraben hat, scheint es wieder einen neuen Jesus von Nazareth zu brauchen, um Blinde wieder sehend zu machen:

    Nag Hammadi: Seine Jünger sagten zu ihm: „Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?“ Jesus sagte: „Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: „Siehe hier oder siehe dort“, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.“

    Politik = Seifenoper mit em Versuch etwas zu regeln, was man nicht regeln kann. Freie Marktiwrtschaft kann sich nur selbst regeln.

    Religion = Cargokult, um den (religiös) „Tieren auf dem Feld“ die Wirtschaft als Erbsünde zu verkaufen.

    So schwer ist das doch nicht. Als Privatier muss einem doch klar werden, dass man nicht einerseits die Verwerfungen auf der Welt verurteilen kann und andererseits Teil der Verwerfungen sein, in dem man seine zurückgelegten Gelder indirekt dafür verwendet, aus den armen Staaten Verzinsung zu erpressen. Dabei ist das Argument, ich beteilige mich nur an humane Investitionen, die Steigerung der Heuchelei, weil letztlich alles in einem Topf endet. Das sollte jeder wissen.

    • @hubistendahl

      Toller Kommentar, vielen Dank für Ihre Mühe.

    • @Hubi

      Zu einer zukünftigen Form der Gesellschaft hat Marx nur sehr wenig gesagt. 95 % seiner Schriften waren der Versuch durch Analysen und Hypothesen die Vergangenheit und Gegenwart der Menschheit zu verstehen. Dabei schöpfte Marx die Denkmöglichkeiten, die Hegel bereits entfaltet hatte, nur teilweise aus.
      – Sozialismus daher mit den 5 % Prognose von Marx gleichzusetzen, wie Sie es ja oben machen, zeugt nicht von Kenntnis des Diskursthemas oder ist vorsätzlich unredlich.
      – Das Warten auf einen neuen, universalen Führer/ Erneuerer, ist auch nicht sehr vielversprechend und widerspricht anderen Forderungen die Sie zugleich stellen, etwa durch Gemeinschaftsbeurteilungen effizienter zu werden (Natur des Menschen ist aber seine Unwandelbarkeit). Was soll dann ein Jesus-2.0? Soll er supranatural die Unwandelbarkeit des gesellschaftlichen Menschen wegtransformieren?
      – „Freie Marktwirtschaft kann sich nur selbst regeln.“ Zitatende H.S. Was einer Steinzeitsicht nahekommt, 10.000 Jahre Arbeitsteilung erfordern Gestaltung. Der Freiburger Ordoliberalismus hatte diesen viertelwissenschaftlichen Aberglauben einer ‚wirtschaftlichen Selbststeuerung‘ mit guten Argumenten zurückgewiesen. Die Gemeinschaft sollte gemeinsam Regeln erlassen an die sich alle, in einem sinnvollen, nachvollziehbaren, Ordnungsrahmen halten können, um ihn dann selbstständig auszufüllen. Dieser Rahmen ist fortzuschreiben und soll die totale Unterjochung und Versklavung größerer Gesellschaftsgruppen verhindern.
      – Sozialismus ist auch nicht Gleichmacherei, sondern umgesetzte ‚Gleichfreiheit‘, ein rechtliches Wechselverhältnis auf gleicher Augenhöhe (es gab damals noch Klassenjustiz). Echter Sozialismus ist damit keine Gleichheit der Talente oder Bedürfnisse, wer so argumentiert, kennt entweder den Diskurs nicht oder behauptet vorsätzlich Unwahres.

      Es ist antisozialistischer Dogmatismus den Sie hier ausbreiten.

      Und man kann die Not der Menschen mit vielen Namen belegen. Mit Sicherheit sind mehr als 65 Millionen Menschen weltweit in sehr benachteiligten Verhältnissen und leiden an unzureichenden Lebensbedingungen, die auch mit der ungleichen Nutzung von Ressourcen verbunden ist, etwa dem Weltfleisch- und Energiekonsum usw…

      Es müsste Ihnen doch auffallen, dass Sie von einer populistischen Selbstdarstellerin so über den grünen Klee gelobt werden, wie unserer rosig-braven Schwätzerexpertin oder?

      Und das zu erkennen bedeutet nicht, wahllos Menschen in den bessergestellten Ländern für alles Übel pauschal anzuklagen. Jede Pauschalisierung, ohne hinreichende Argumentation, ist abzulehnen.

    • Lieber @hubi stendahl,

      leider hört man nach Nennung von Fakten niemals mehr etwas von Jensen, Dragao & Co. und dennoch ist es gut, dass Sie mit Ihren ausführlichen und äußerst informativen Ausführungen, nicht die Geduld bzw. Lust verlieren. Es muß nicht erst erwähnt werden, dass die Flüchtlingslüge nur dazu benutzt wird, den unwissenden MSM-Konsmenten zu irritieren, wer die Hintergründe kennt, muss sich nicht ständig erklären.

      Ich kenne Ihre Motivation nicht, selbst den dümmsten Kommentar zum Anlass zu nehmen, eine immer nachvollziehbare Erklärung durch Sie geliefert zu bekommen – das ist wirklich einzigartig. Von daher meine Bitte, bleiben Sie GEOLITICO gewogen, auch wenn es hier des Öfteren sehr schwer fällt, dem ein- oder anderen Foristen nicht zum Mond schiessen zu wollen.

      Wer es immer noch nicht kapiert hat, ein wenig Literatur für warme Stunden auf dem Balkon oder der Terrasse:

      1. Illegale Kriege: Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine
      Chronik von Kuba bis Syrien

      2. Der Weg ins Verderben: Wie die Eliten die nächste Krise vorbereiten
      und wie Sie sich davor schützen können

      3. Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen: Der Weg in die totale
      Kontrolle

      4. Die geheime Migrationsagenda von Frederike Beck, die im Übrigen die
      Tage angeblich an einer schweren Krankheit gestorben ist.

      Immer schön eine eigene Meinung bilden und niemals eine Meinung übernehmen, ohne diese hinterfragt zu haben.

      • hubi Stendahl // 21. Juni 2017 um 00:33 //

        @Greenhoop

        vielen Dank für Ihre Unterstützung. Ja, es ist bisweilen notwendig sich zurückzunehmen, zu analysieren, um dann seiner Idee der Aufklärung weiter zu folgen. Die freie Zeit könnte man mit schöneren Dingen verbringen. als sich Halbwahrheiten, Dummheiten und pseudointellektuelles Gewäsch anzutun. Andererseits bin ich vor 40 Jahren gegen den § 175 auf die Straße gegangen, wollte eine bessere Gesellschaft und diskutiere heute, den neuen Techniken Rechnung tragend, über das Geldsystem und deren Auswirkungen, in geschlossenen Foren mit Fachleuten aus verschiedenen Fakultäten.

        Trotzdem halte ich es für wichtig, auch für das eigene Seelenheil, in Mischforen wie diesem, Zusammenhänge zu erklären, damit die Folgegeneration die Fehler der Vergangenheit dessen Teil ich war und es nicht bemerkte, nicht wieder macht; denn das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Wie ein Neuanfang aussehen könnte nach dem Zusammenbruch ist mein Anliegen, dass offenbar von Foristen wie C. und J. aus ganz persönlichen Gründen zerredet wird. Wie das funktioniert beispielhaft anhand des folgenden Kommentars von C.:

        Zitat C.:

        „Zu einer zukünftigen Form der Gesellschaft hat Marx nur sehr wenig gesagt. 95 % seiner Schriften waren der Versuch durch Analysen und Hypothesen die Vergangenheit und Gegenwart der Menschheit zu verstehen. Dabei schöpfte Marx die Denkmöglichkeiten, die Hegel bereits entfaltet hatte, nur teilweise aus.“

        Wer das Kapital und die umfangreiche Loseblattsammlung, die dieser Lebemann hinterlassen hat gelesen hat, der entlarvt die Behauptung, Marx habe die Zukunft nur mit 5 % thematisiert als blanke Lüge. Für jeden der Marx nicht gelesen hat sei darauf hingewiesen, dass man sich dieser Lüge auch mit Logik entledigen kann: Warum hat er “ Das Kapital“ geschrieben, wenn es nicht für die Zukunft gedacht gewesen sein sollte? Für wen soll es wohl gewesen sein? C. hebt Marx in Wahrheit auf ein philosophisches Podest, wo dieser Agent des Kapitals nichts zu suchen hat.

        – Sozialismus daher mit den 5 % Prognose von Marx gleichzusetzen, wie Sie es ja oben machen, zeugt nicht von Kenntnis des Diskursthemas oder ist vorsätzlich unredlich.

        Das ist der billigste Argumentations-Trick. Die erlogenen 5 % nun zur weiteren Argumentation als nehmen und dann den Diskutanten erniedrigen, um so eine überhöhte Position ohne jede Beweisführung einzunehmen. Bei einfachen Gemütern funktioniert so etwas übrigens.

        – Das Warten auf einen neuen, universalen Führer/ Erneuerer, ist auch nicht sehr vielversprechend und widerspricht anderen Forderungen die Sie zugleich stellen, etwa durch Gemeinschaftsbeurteilungen effizienter zu werden (Natur des Menschen ist aber seine Unwandelbarkeit). Was soll dann ein Jesus-2.0? Soll er supranatural die Unwandelbarkeit des gesellschaftlichen Menschen wegtransformieren?

        Hier setzt er darauf, dass der Leser im Gesamtkontext meines Vorkommentars keinen Zusammenhang mehr findet. Ich zitiere aus meinem Kommentar:“…die sich mittlerweile auch bei fähigen Geistern tief eingegraben hat, scheint es wieder einen neuen Jesus von Nazareth zu brauchen, um Blinde wieder sehend zu machen.

        Hier fühlt sich jemand offenbar als fähiger Geist angesprochen, obwohl er gar nicht gemeint war. Ich meinte eher die akademisch tätigen Protagonisten in der Wissenschaft, die sich nicht einfach für Geld verkaufen, sondern an den Unsinn den sie erzählen glauben (Cargo-Kult). Von einem neuen „universalen Führer / Erneuerer ist weit und breit nichts zu lesen in meinem Kommentar, es ist die Erfindung des C. um sich eine Brücke zu einem Vorwurf zu bauen, der nur so möglich wird. Nämlich ein Widerspruch zwischen einem „Führer“, der in Wahrheit nirgendwo propagiert wurde und einer Unwandelbarkeit des Menschen, die ich auch nirgendwo thematisiere. Im Gegenteil, ich stelle mit wissenschaftlichen Belegen (u.a: Robin Dunbar, Gunnar Heinsohn, Jan Assman u.s.w) fest, dass der Mensch Eigenschaften besitzt, die sich im evolutorischen Rahmen in sehr langen Zeiträumen anpassen. Alles andere ist Erziehung bzw. Manipulation.

        Zitat C:
        – „Freie Marktwirtschaft kann sich nur selbst regeln.“ Zitatende H.S. Was einer Steinzeitsicht nahekommt, 10.000 Jahre Arbeitsteilung erfordern Gestaltung. Der Freiburger Ordoliberalismus hatte diesen viertelwissenschaftlichen Aberglauben einer ‚wirtschaftlichen Selbststeuerung‘ mit guten Argumenten zurückgewiesen. Die Gemeinschaft sollte gemeinsam Regeln erlassen an die sich alle, in einem sinnvollen, nachvollziehbaren, Ordnungsrahmen halten können, um ihn dann selbstständig auszufüllen. Dieser Rahmen ist fortzuschreiben und soll die totale Unterjochung und Versklavung größerer Gesellschaftsgruppen verhindern.“

        Auch hier wird der Trick angewendet, den Kontext auseinanderzureißen und meinen Hinweis, dass ein derart komplexes System wie die Volkswirtschaft nie vollständig regelbar ist als „steinzeitliche Denkweise zu verunglimpfen. Dabei hat er meinen Hinweis auf das Vorwort Silvio Gesells bösartig unterschlagen: „Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat.“

        Zitat C:
        „– Sozialismus ist auch nicht Gleichmacherei, sondern umgesetzte ‚Gleichfreiheit‘, ein rechtliches Wechselverhältnis auf gleicher Augenhöhe (es gab damals noch Klassenjustiz). Echter Sozialismus ist damit keine Gleichheit der Talente oder Bedürfnisse, wer so argumentiert, kennt entweder den Diskurs nicht oder behauptet vorsätzlich Unwahres.“

        Solche Wortkreationen kennen wir ja bereits: Gleichfreiheit, Viertelwissenschaft. Typische Vernebelungen wenn man nicht weiter weiß. Als Argumentationen verkleidete Leerformeln wie „Klassenjustiz“ oder „echter Sozialismus“ münden dann in der Behauptung, dass der Mit-Kommentator keine Ahnung hat, weil er den Diskurs nicht verfolgt. C. hat Flasche leer.

        Zitat C.:

        „Es ist antisozialistischer Dogmatismus den Sie hier ausbreiten.“

        Behauptung ohne jeden Beleg. Dogmatismus antisozialistisch würde bedeuten, den Sozialismus zunächst zu definieren. Den realen oder den theoretischen nach Marx und Engels oder den im Kopf von C.?

        Zitat C.:
        “ Mit Sicherheit sind mehr als 65 Millionen Menschen weltweit in sehr benachteiligten Verhältnissen und leiden an unzureichenden Lebensbedingungen, die auch mit der ungleichen Nutzung von Ressourcen verbunden ist, etwa dem Weltfleisch- und Energiekonsum usw…“

        Dem habe ich mit keinem Satz widersprochen. Im Gegenteil. Ich habe deutlich gemacht, dass der Begriff „Flüchtling“ falsch ist, da er mit Kriegen verbunden wird und daher als „Migrant, Glücksritter, und aus ganz unterschiedlichen Gründen ihr Glück anderswo Suchende, bezeichnet habe. Die Gründe sind vielfältig. Mir unterstellt der Forist aber unterschwellig „Rassismus“ und disqualifiziert sich damit.

        Zitat C.:
        Es müsste Ihnen doch auffallen, dass Sie von einer populistischen Selbstdarstellerin so über den grünen Klee gelobt werden, wie unserer rosig-braven Schwätzerexpertin oder?“#

        Jetzt wird eine weitere ungenehme Foristin, die sich meinem Kommentar angeschlossen hat, vom Schwätzer als Schwätzerexpertin diffamiert. Dabei hat sie sich nur sehr knapp geäußert und deshalb keine ausreichende Angriffsfläche geliefert.

        Zitat C.:
        „Und das zu erkennen bedeutet nicht, wahllos Menschen in den bessergestellten Ländern für alles Übel pauschal anzuklagen. Jede Pauschalisierung, ohne hinreichende Argumentation, ist abzulehnen.“

        Ich habe gesucht und gesucht. Nirgendwo, auch in den vorherigen Artikeln habe ich einen Kommentar gefunden, in dem ich „wahllos Menschen in bessergestellten Ländern für alles Übel angeklagt“ hätte. Zuviel Wein am Abend? Es ist auch völlig widersinnig zum Argumentationsaufbau des Kommentars.

        Mein Fazit:

        Gefährlicher theoretischer Neomarxist, der ja auch schon in früheren Kommentaren die verheerenden Wirkungen der Frankfurter Schule vehement verteidigte und dafür wirbt, das nächste Experiment jenseits jeder ethischen Vernunft und Menschlichkeit an den Start zu bringen. An den Früchten sollt ihr sie erkennen! Dies offenzulegen ist Pflicht, so wie Sie sich dankenswerterweise in der RP Düsseldorf engagieren. Gute Nacht.

      • Conrath // 21. Juni 2017 um 06:49 //

        @Hubi

        Argumentieren Sie doch als Erwachsener, ohne unsachlichen Beistand (Händchenhalten mit Foristen) und Schaum vor dem Mund.

        Der Mangel an konkreten Ausgestaltungsideen in Marxens Zettelbergen, die erst durch Engels redigiert und zusammengefasst wurden, grosso modo, ist vielfach auch von Marxverehrern bedauert worden. Das Thema wird auch in Verbindung mit dem sogenannten ‚Bilderverbot‘ bis in die Gegenwart verhandelt, Vorsicht vor zu einfachen gesellschaftlichen Wunschvorstellungen. Es wird sofort verständlich wenn man es mit der Suche nach einer Krankheitsverursachung vergleicht, zeitparallel. Die aufkommende Hygiene im 19. Jahrhundert, durch Kenntnisse von Viren und Bakterien, wurde in der Erwartung auf zukünftige Handhabung entwickelt. So ist die Suche nach den ‚Keimen von Ungerechtigkeit und Machtwillkür‘ durchaus vergleichbar, in die Zukunft gerichtet, aber im Fall Marx ohne entsprechend ausgeformte Pläne. Die blieben weitgehend im Vagen, also bitte sachlich bleiben (angeblicher Vorwurf des Argumentationstricks). Auch das kommunistische Manifest ist zum allergrößten Teil Bestandsaufnahme und Wegweiser für Problemlagen, aber eben noch nicht Handlungsvorschlag. Diese wurden erst in der Folgezeit von Marxisten entwickelt oder unabhängig von ihm durch die Reformsozialisten (die sich nicht auf Marx beriefen) wie Owen formuliert, Bodenreform, Kommunen in kleinen Maßstäben und meistens in anarchistischen Modellen, angestrebt. Interessant dabei, Marx hat vermutlich seinen eigenen Analysen noch keinen neuen Modellansatz zugetraut und ist der Musterbildung immer wieder ausgewichen (halbbewusst?). Engels hat ihn dann beständig wieder zur Arbeit gedrängt und Marx die Systematik regelrecht abverlangt und zwar über Jahrzehnte gehend.

        Lieber Hubi, Sie können bei Unbelesenen keinen Schutz für Ihre halbfertige Meinung suchen. Und laute Worte gegen Sachkritik fallen auf Sie zurück. Das ist eine Gesetzmäßigkeit beim Streit der Argumente, er wird niemals durch Tricks gewonnen, sondern durch eine doppelte und dauerhafte Offenheit:

        a) gegen die bisher gebildeten eigenen (Vor-)Annahmen und
        b) für neue Möglichkeiten, die in den Argumenten der anderen Mitdenker liegen.

        A und b gehören zusammen! Marx und Engels haben leider selber gegen dieses Prinzip verstoßen, nicht durchgängig. Aber vielen guten Einwänden sind sie nicht nachgekommen und so kam es dazu, dass in der Gedankenkathedrale einer neuen Gemeinschaftlichkeit (> Sozialismus) der wichtige Schlussstein im oberen Bogenschluss fehlt. Die Mehrzahl der Historiker sieht dies so, ich habe es nur bildlich zu griffigen 5 % zusammengefasst. Das in aller Kürze zu Ihrer unsachlichen Personalisierung (Trickserei). Schade Hubi. –

        Nun zu Ihrer, selbstverständlich von Ihnen geäußerten Sicht der relativ hohen ‚Unwandelbarkeit des Menschen‘ (es gibt keine Entwicklung). Sie suchen die dann doch stattfindende, extrem langsame Entwicklung in Prinzipien wie Arbeitsteiligkeit und dem Primat der Leistungserbringung ‚vor‘ ihrer Verteilung, bei gleichbleibenden Verhaltensmustern. Aber vielleicht gehen Sie da zu sehr von Ihrer eigenen, zu unflexiblen Haltung aus? Was sollte denn der neue Führer bringen, wenn nicht Wandlung? Es sind doch Ihre Überlegungen, die Sie dann nicht mir vorhalten können!

        Warum sollte ich auf einen Kontextverlust der Leser setzen? Überall mahne ich doch Kontext an, gehen Sie bitte, wenn Redlichkeit für Sie noch einen Wert darstellt, meine Ausführungen durch. Deswegen müsste ja dieser ‚Führer‘ supranaturalistisch wirken, weil für viele Denker, da sind Sie nicht allein, die Wandelbarkeit des Menschen als sehr gering eingestuft wird, was übrigens auch ein Dissens zwischen Marx und Engels war. Marx war ein Epikuräer, lebte in der Gegenwart, sozusagen apollinisch, in einer Gedankenwolke die ihn fast bis zum Stillstand brachte, er ersaß sich Hämorriden, während Engels den mehr zukunftsorientierten Teil des Teams vertrat. Er hatte auch Betrachtungen zu neuen Möglichkeiten von Volks-Aktiengesellschaften und überhaupt zu politischen Strategien, entwickelt. Marx ging hingegen in der Vielzahl der Aspekte unter und gab eher wenig auf neue Formen der Zusammenarbeit, das ist jetzt sehr knapp und ‚kursorisch‘ formuliert. Immerhin haben beide zusammengenommen das uralte Führungsprinzip durch den einzelnen, Übermächtigen, vehement abgelehnt, als das alte Machtpyramidensystem überall kritisiert und entdeckt, dass die neue Machtverteilung eben durch eine unsichtbare ‚Ware – Geld – Ware‘ Pyramide ersetzt wurde, die alten Rollen durch neue Rollen ausgetauscht wurden. In den wirtschaftlichen Einzelbegründungen ist heute vieles widerlegt, die Gesamtanamnese trifft aber immer noch zu, nämlich die Naivität der Menschen, an eine sich ‚verselbstständigende Reproduktionsmechanik‘ blind zu glauben. Bei Engels wird dies alles deutlicher, Marx steckte selber noch mitten in diesem ‚halben Glauben‘ fest (Mehrwertmechanizismus).

        Der späte Engels spricht diese neue Sicht, Konfliktlösung durch Organisation, in den 90-iger Jahren aus (Weltgewerkschaftskongress in der Schweiz). Deswegen sollte die Sicht nicht nur auf die heute fast nur noch korrumpierten Gewerkschaften gerichtet werden, sondern die Möglichkeiten neuer Formen der Teilhabe bedacht werden. Diese Hoffnung, neue Gemeinschaftsformen zu finden und nicht auf alte absolutistische Lösungen, von einer Pyramidenspitze her beherrscht zu werden (oder eben transformiert zu werden – von außen), zu setzen (= NWO-Modell), lässt uns in unserer Gegenwart ankommen.

        Paradox ist doch, dass viele der NWO-Kritiker selber nach einer alten, supranatürlichen Lösung Ausschau halten wie, Frequenzwechsel, Planet Nibiru, die Außerirdischen, sich also den alten Transformationsformen weiterhin anvertrauen, diese herbeisehnen, anstatt eine geistige (intelligible) Welt denken zu können, die dem neueren, zukunftsfähigen Teamarbeitsprinzip entspricht.

        Alle Sekten scheitern daran, dass sie ihren Gründern, Propheten, zu viel zumuten, da sind die dogmatischen Marxisten nicht anders, verhalten sich ebenfalls sektiererisch. Und die 5. Kolonne ist nur möglich geworden aus der permanenten Verwechslung von Zukunftsanspruch (erweiterte Teilhaberechte für alle) mit den Mitteln die Zukunft zu gestalten (autoritäre Strukturen/ Organisationsformen). Das ist der Grundwiderspruch, eine Teilhabegesellschaft mit Nichtteilhabestrukturen realisieren zu wollen und leider reihen Sie sich in diese, sehr große Gruppe, ein. Ich vertrete nur eine Minderheitssicht, lieber Hubi. Vielleicht hilft Ihnen das ja weiter.

        Dann sind Ihre Ausführungen zur Freiburger Schule (Ordoliberalismus) mit dem Verweis auf Silvio Gesells Schwundgeldansatz deutlich unzureichend. Sie haben nicht den roten Faden aufgenommen, der in Hörmanns Rückweisung der ‚Wertaufbewahrungsfunktion überhaupt‘, also aller Verrechnungshilfsmittel (sprich Geldaggregationen), liegt. Damit ist/ wäre, eine dynamische Leistungsbilanzierung erreichbar, die uns allen eine neue Zukunft ermöglichen wird/ würde und nicht nur leere Volatilitätsschwankungen in Ponzi-Strukturen beschert.

        Und ‚Gleichfreiheit‘ ist nicht meine willkürliche Wortschöpfung, da verlassen Sie jetzt die erforderliche Wahrheitsorientierung und Redlichkeit der Argumentation. Es gibt von allen Alltagserscheinungen wahre und falsche Variationen, falschen Käse, vorgetäuschte Eigenschaften von Autos, falsche Rentenversprechungen, falsche Sicherheitskonzepte usw… Und es gibt ‚falsche Formen‘ des Sozialismus und ‚echten‘, gelingenden Sozialismus, ja! Aber doch nur, wenn die Machtfragen durch dezentrale Teilhabeformen (Räte/ Ausschüsse/ zeitbegrenzte Mandate) angemessen berücksichtigt wird und nicht, wie vor 100 Jahren in Russland, nur von der Zarenherrschaft zur Parteiherrschaft ‚verschoben‘ wird. Verschiebung und Transformation (Wandlung) müssen deutlich unterschieden werden.

        Sie werfen dies aber vorsätzlich in einen Topf, vermischen die Zerrformen des Sozialismus mit der langfristigen Entwicklung menschlicher Gesellschaftsfähigkeit!

        Warum?

        Ist Ihnen Ihre Gesinnung denn um so viel wichtiger als ‚echte‘ Argumente und ihr fairer Austausch?

        Sie/ alle grüßend zur Sommersonnwende

    • @stendahl

      Fakt ist, diese manchmal aus fehlendem Gesamtverständnis emotional bezeichneten Flüchtlinge sind keine, sondern Glücksritter, Migranten und aus ganz unterschiedlichen Gründen ihr Glück anderswo Suchende,

      Eine andere Antwort habe ich von Ihnen auch nicht erwartet… Ignorante Rechts-draussen müssen ja die Welt so sehen, wie Sie dies nun klar und deutlich darstellten…..

      …. denn in anderen Worten sagen Sie; in keinem der von westlichen Unwertegemeinschaft angezettelten Kriege sei es nun in Afrika, oder dem nahen, mitteren und fernen Ostens, mit seinen Millionen von Toten und noch viel mehr Millionen von Vertriebenen gibt es legitime Flüchtlinge… beziehungsweise nur sehr wenige…

      Mal eine FRage [email protected]… Sind bei Ihnen alle Schrauben angezogen.?

      Was soll der Quatsch…

      ….. natürlich heisst dies nicht, dass Europa nun endlos Flüchtlinge aufnehmen soll oder muss… jedoch ist diese Erkenntniss eine Verpflichtung sofort Massnahmen ein zu leiten, dass das im zweistelligen bereich liegende Millionenheer von Vertriebenen wieder in Ihre angestammte Heimat zurückkehren kann.

      Mit Ihrer ignoranten verwerflichen Ansicht, können Sie eigentlich nur, „ein weiter wie gehabt“, zum Ziel haben…. auch dies bestättigen sie in Ihrem absolut menschenunwürdigen Kommentar: die dann aber auch die Verantwortung für ihr eigenes Tun übernehmen müssen

      die Kapitalverzinsung der Rentner, der Sparer und der Privatiers in Brasilien

      Tut mir leid Herr @stendahl…. ich habe die weltlichen Systeme (überlebenssysteme) schon vo 44 Jahren verlassen…. Ich versorge mich selber….. Ist schon klar, dass Sie sich dies gar nicht vorstellen können…wie so manches übrigens… Der Rechts-Draussen Echoraum ist ziemlich klein…. so klein und eng, dass Sie offensichtlich naheliegendes schon nicht mehr sehen, geschweige denn verstehen können

      • Greenhoop // 21. Juni 2017 um 11:37 //

        @dragao

        Der von Ihnen in letzter Zeit verbreitete Unsinn ist kaum noch zu toppen, früher konnte man Ihre Auslassungen noch ertragen und als andere „Meinung“ durchgehen lassen, das ist seit einger Zeit vorbei.

        Was aber wirklich negativ auffällt ist die Tatsache, dass Sie einen Foristen immer wieder mit sehr persönlichen Angriffen belästigen, obwohl dieser immer äußerst sachlich auf Ihre Anfeindungen reagiert – hin und wieder sei auch diesem Foristen gestattet, den ein- oder anderen Seitenhieb zu verpassen.

        @Con Man

        Argumentieren Sie doch als Erwachsener, ohne unsachlichen Beistand (Händchenhalten mit Foristen) und Schaum vor dem Mund.

        Wie eine Klette folgen Sie jedem Kommentar von @hubi stendahl und dann kommen Sie mit solch einer dreisten Unterstellung daher, als ob sich @hubi nicht immer bestens selber artikulieren könnte, Beistand hat er gar nicht nötig. Ihr Einwurf zeigt aber einmal mehr, dass Sie das andere Gesicht der Trojaner darstellen.

        65 Millionen Flüchtlinge, hierüber hatte ich mehrfach Schriftverkehr mit Herrn Bröcker (Chefredakteur RheinischePest), der mir ebenfalls sinngemäß erklären wollte, wir (Deutschland & Europa) hätten eine moralische Verpflichtung uns zu kümmern. Auf die Beantwortung der Frage, wie er es mit den illegalen Kriegen der NATO halte, der Hinweis auf die Migrationsagenda und noch einige andere Dinge, warte ich noch heute.

        Letztendlich können uns die @dragao´s dieser Welt noch soviel von der Schuld des Westens erzählen, ein Verbrechen durch ein anderes aufrechnen zu wollen, zeigt eine kranke Einstellung seinen Mitmenschen gegenüber. Wie kann man so undifferenziert eine einseitige Sichtweise einnehmen und den Westen samt all seiner Menschen (Individuen) pauschal für schuldig zu sprechen und andererseits, die nachweislichen Verbrechen durch Muslime (natürlich niemals alle) banal als Gegenreaktion auf die Erstgenannten zu erachten.

        Simple mind – easy to please !

      • Conrath // 21. Juni 2017 um 12:20 //

        @Green

        „Beistand hat er gar nicht nötig.“ Zitatende Green. Na, mal ehrlich, dann sparen Sie sich die Zeilen, Neuigkeitswert werden Sie selber nicht darin erkennen können.

        Also zurück zu den Sachthemen, nicht über das Denkschreiben lamentieren, bringt nix.

        Geben Sie ein gutes Beispiel, lieber Morgenluft witternder Foren-Beiständler.

        Ihr, Ihnen stets verbundener, C.rathlos-Aufhelfer

        Der Küchenblock ruft mich.

      • Greenhoop // 21. Juni 2017 um 12:36 //

        @Con Man

      • Conrath // 21. Juni 2017 um 14:15 //

        @Green

        Machen Sie jetzt auch auf ‚Minimal art‘?

  4. Hallo Nadine Hoffmann,

    Sie haben einmal wieder einen treffenden, eloquenten Artikel geliefert, der wohl so manchen, trotz der Realitäten, die so manch widerlich anmutender Protagonist wie das „Orakel“ Heiko Maas und weitere aufzeigen, dennoch zum Schmunzeln bringt. Dafür danke ich Ihnen ganz besonders, denn mit niveauvollem Humor können bedauerlicherweise nicht mehr ganz so viele Menschen etwas anfangen und man trifft ihn daher wohl auch nicht mehr häufig an.

    Es grüßt Sie herzlichst
    Rosi

  5. Die Toten Hosen haben sich bereits in den Achtzigern ausverkauft mit ihrem verstörendem Auftritt bei „4 gegen Willi“. Immerhin reicht es noch zu den Headlinern bei Rock am Ring zu gehören, auch wenn da inzwischen jeder mitspielen darf, der Volltättowierung besitzt und Sprüche gegen rääächtzzz drauf hat. Der Abbruch der Veranstaltung sollte dann mit zwei Syrern zusammen hängen, aber am Ende war wohl alles nur ein Missverständnis.

    Neulich habe ich mal wieder Illner geschaut, wo es um den Fall Amri ging und eine Creme de la Creme der Täuscher und Blender in diesem Land hockte. Jeder hier, der über einen Computer und einen Restverstand von fünf funktionierenden Hirnzellen verfügt kann sich nach kurzer Recherche fragen, wie es angehen kann, das der LKW mit hoher Geschwindigkeit auf den dicht mit Pollern umgebenen Platz gefahren sein soll, aber dann plötzlich auf der Strasse auf der anderen Seite der Poller stand, ohne das der untere Frontteil des LKWs oder auch nur ein Poller, die besonders standfest sein sollten beschädigt wurde, aber das ist nur eine von vielen Ungereimtheiten. Die Muslime sind da anscheinend schon weiter und denken nicht daran wegen so einem Kabuki-Theater auf die Strasse zu gehen, ganz im Gegenteil, ihr Hass auf den Westen, der sie mal wieder als Sündenböcke missbraucht hat, wird weiter gestiegen sein.

    Ich persönlich habe keinerlei Berührungspunkte mit Muslimen und bin eher dafür, das sie in ihrer Heimat bleiben und man sie da in Ruhe lässt. Trotzdem ist es ein Gebot der Fairness in erster Linie auf die Schweinereien weißer Schlipsträger den Muslimen gegenüber hinzuweisen.

    https://youtu.be/XqB0hNdbFGw

  6. Marcus Junge // 21. Juni 2017 um 09:13 // Antworten

    Es gibt keinen Islamismus, es gibt nur den Islam – Erdogan.

    Karikatur zu der Demo: http://www.wiedenroth-karikatur.de/02_PolitKari170620_Islam_Demonstration_Moslems_gegen_Terror_im_Namen_des_Islam_Nicht_mit_uns.html

    Im ZDF jubelte es nach der Demo nur so. Es war genau so, wie es Wiedenroth dargestellt hat. Bildausschnitt 5 Kopftücher zeigen und die Besucher nur von hinten, damit niemand an den Gesichtern ablesen kann, daß es lauter Ungläubige waren.

  7. Demokratiedefizit // 21. Juni 2017 um 15:41 // Antworten

    Da man uns, von einem Hamburger Gericht festgestellt, ungestraft als „Köterrasse“ bezeichnen kann (Hamburger Elternbeirat Malik Karabulut im Internet), scheint das Bedürfnis nach Integration jedenfalls sehr viel kleiner zu sein, als unsere Intergrationsbeauftragten den Schlafmichel
    glauben lassen wollen. Nachzulesen im „Spiegel“, „Die Welt“ und anderen
    Publikationen. Wauwau!
    Da ist der Erdogan, der große Osmane, doch ein ganz anderes Kaliber für das es sich lohnt nach Köln zu reisen! „Die Türkei den Türken“ (Titelseite „Hürryjet“)!

  8. Wie Europa die Welt „nicht“ retten wird, aber hier hört man von den üblichen Trollen keine Lösungsvorschläge.

    2050 – mit dann 125 Millionen jungen Leuten in Europa gegenüber 1.000 Millionen in Afrika – verlangen noch mehr Rentner und Hilflose eine menschenwürdige Bezahlung, und pro Nachwuchskraft müssen acht gleichaltrige Afrikaner voran gebracht werden.

    Ein weiterer eindrücklicher Bericht von Gunnar Heinsohn auf „TichysEinblick“

    https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/was-afrika-retten-bedeutet/

    Mission Impossible

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