Deutsche Träumereien

Menschen in der Friedrichstraße © GEOLITICO Menschen in der Friedrichstraße © GEOLITICO
Die Deutschen sind pflichtbewusst und fleißig. Aber sie neigen auch zum Träumen. Während die Welt um sie herum versinkt, träumen sie, dass es ihnen gut geht.

Die Deutschen fühlen sich gut. In einer Allensbach-Umfrage vom April zeigt sich die Mehrheit der Befragten ob ihrer Zukunftsperspektiven überaus optimistisch. Deutliche 86 Prozent sagten, Deutschland stehe wirtschaftlich gut da, und 51 Prozent kamen zu dem Schluss, die Zukunftsaussichten der jungen Generation seien ebenfalls gut.

Im Nachbarland Frankreich, der Grande Nation, sah das Meinungsbild indes ganz anders aus. Die Franzosen beurteilten ihre Situation durchweg negativ. 75 Prozent sagten, die wirtschaftliche Lage des Landes sei schlecht, und 76 Prozent schätzten die Zukunftschancen der jungen Generation ebenfalls mies ein.

Große Zahl von Verlierern

Es bleibt das Geheimnis der Deutschen, woher sie ihren Optimismus nehmen. Jedenfalls widerspricht er diametral der arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Realität im Land. Zwar liegt die offizielle Arbeitslosenquote bei nur 5,8 Prozent, doch die Aussagekraft dieser Zahl für die gesellschaftliche Prosperität ist überaus dürftig. Und all die schwerwiegenden arbeitsmarktpolitischen Eingriffe, mit denen die Arbeitslosenquote nach unten „korrigiert“ wurde, ist durch Arbeitsuchende und Arbeitnehmer teuer bezahlt worden. Denn inzwischen können immer weniger Menschen von ihren Arbeitseinkommen leben.

Im vergangenen Jahr hat die Zahl sogenannten „atypischer Beschäftigungsverhältnisse“ einen neuen Höchststand erreicht. Fast 40 Prozent der Arbeitnehmer verdienten ihr Geld mit Teilzeitstellen, Minijobs oder Leiharbeitsverträgen, ermittelte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Seit Einführung der Hartz-Reformen stieg die Zahl der Minijobs von 5,6 auf nunmehr 7,8 Millionen.[1] Weniger als die Hälfte der Minijobber erhielten im vergangenen Jahr Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder bezahlten Urlaub. Weil sie von einem Minijob nicht leben können, haben über drei Millionen Menschen haben inzwischen mehrere Arbeitsplätze, damit sie wirtschaftlich über die Runden kommen.

Doch selbst wenn die Menschen heute mehr arbeiten als vor dreißig Jahren, haben sie unterm Strich deutlich weniger als damals. Konkret heißt das: Von 1990 bis 2010 sind die Reallöhne und damit die Kaufkraft in den 100 gängigsten Berufen um bis zu 50 Prozent gesunken![2] Seither stiegen die Löhne in nur wenigen Branchen leicht an. Im Durchschnitt ist also die Kaufkraft in vielen Berufen heute immer noch geringer als vor der Deutschen Einheit.

Gleichwohl haben die Deutschen das Gefühl, es gehe ihnen gut. Warum nur?

Zwangsläufig hat eine solche Lohnentwicklung Folgen für den gesamten Sozialstaat. Wenn die Einkommen schrumpfen, sinken auch die Einnahmen der Sozialversicherungen. Darum wälzt der Staat die Vorsorge für existenzielle Risiken zunehmend auf den Einzelnen ab. Er soll private Krankenversicherungen, Riester- und andere Zusatzrenten usw. abschließen, um den Versicherungsschutz zu erhalten, der noch vor dreißig Jahren Standard war. Weil sie aber zu wenig verdienen, können die Menschen nicht vorsorgen. Darum liegen über drei Millionen so genannter Riester-Verträge für die Altersversicherung auf Eis, weil die Arbeitnehmer sie nicht mehr bezahlen können.

Die meisten schaffen es nicht einmal, Rentenanwartschaften für eine Rente oberhalb des Existenzminimums zu sammeln. Folglich war das Risiko von Altersarmut betroffen zu sein, noch nie so groß wie in den heutigen Erwerbstätigen-Generationen.

Aber die Deutschen haben das Gefühl, es gehe ihnen gut.

Wenige Gewinner

Tatsächlich ist es nicht so, dass es allen immer nur schlechter geht. Es gibt auch jene, die in den vergangenen 30 Jahren richtig viel hinzugewonnen haben. Es waren vor allem jene, die auch vorher schon zu den Reichsten gehörten. Vor zwei Jahren warnte die OSZE vor der zunehmenden Ungleichheit in Deutschland. Demnach verfügen reichsten zehn Prozent über beinahe 60 Prozent des gesamten Nettohaushaltsvermögens. Die obersten zehn Prozent der Einkommenbezieher verdienen 6,6-mal so viel wie die untersten zehn Prozent. Vor allem in der Zeit von 1990 bis 2010 stieg die Ungleichheit in Deutschland, als die Löhne schrumpften und die Managergehälter und Unternehmensgewinne explodierten. Diese Ungleichheit hat sich seither verfestigt.

Trotzdem glauben die Deutschen, es gehe ihnen gut.

Dabei scheint es sie auch nicht zu stören, wie weit eine solche Kapitalkonzentration die Machtverhältnisse verändert. Plötzlich haben nur noch einige wenige Einfluss auf die Politik. Inzwischen verfügen diese wenigen Reichen über mehr Vermögen als viele Staaten. Wenn sie ihr Kapital abziehen, können sie ganze Länder ruinieren. Von wegen, das Volk ist der Souverän.

Aber die Deutschen haben das Gefühl, es gehe ihnen gut.

Freilich wird es nicht leicht sein, eine solche Entwicklung umzukehren. Vor allem müssten die Menschen sie erst einmal erkennen. Erst dann könnten sie umsteuern, dann wüssten sie, was zu tun ist: Sie müssten auf die Straße gehen für eine Rückverteilung von oben nach unten. Sie müssten die sozialen Pflichten einfordern, die mit Reichtum verbunden sind. Sie müssten eintreten für eine Gesellschaft, in der keiner Angst vor Altersarmut, Repression oder Ausgrenzung haben muss.

Politik darf und kann nämlich nicht allein die Aufgabe einer Parteien-Kaste sein. Demokratie verlangt, dass alle mitmachen. Demokratie heißt auch, gemeinsam dafür zu sorgen, dass es morgen tatsächlich allen gut geht.

 

Anmerkungen

[1] http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Arbeitsmarkt/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIV91.pdf

[2] http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/studie-realloehne-sind-seit-1990-um-bis-zu-50-prozent-gesunken-a-670474.html

http://www.stern.de/wirtschaft/geld/der-stern-gehaltsreport-was-die-deutschen-verdienen-3332164.html

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Über Günther Lachmann

Günther Lachmann ist Journalist, Autor und strategischer Berater der Thüringer AfD-Fraktion. In seinen Beiträgen befasst er sich unter anderem mit dem Wandel des demokratischen Kapitalismus. Er veröffentlichte mehrere Bücher, zuletzt gemeinsam mit Ralf Georg Reuth die Biografie über Angela Merkels Zeit in der DDR: "Das erste Leben der Angela M." Kontakt: Webseite | Twitter | Weitere Artikel

54 Kommentare zu Deutsche Träumereien

  1. Sauber! Gut strukturiert und voll auf die Trommel. Klasse. Ja, so ist es! Ja und es macht Angst!
    Gestern erst auf einer Dorf-Veranstaltung mit weit über 5000 Besuchern ( als zahlender Akteur) gewesen: Der Hauptaspekt der Veranstalter und der Veranstaltung war NEBENSÄCHLICH in der TAT.
    Man wälzt sich bräsig fettgefressen und im new american look mit Baseball-cap, schwarzen, bedruckten t-Shirts und long-shorts sowie Spaghetti-Träger-Hemdchen über Schwabbel-Bauch in den Gassen, raucht, säuft, frisst und schwadroniert, feiert eine weitere städtisch unterstütze Party, verabredet sich zur nächsten im Nachbardorf und vergißt das Reflektieren, warum und wozu man eigentlich hergekommen war. UNS GEHTS DOCH GUT. WIR SIND DIE BESTEN. UNS KANN IM FUSSBALL NIEMAND schlagen. ‚..Merkel macht es supergut; die hat die Ruhe weg und bläst nicht so viel Unsinn wie Trump in die Welt..‘

    Die 3-Generationen-Re-Education hat zu 100% funktioniert! Sie wissen nicht was Politik macht und tun soll. Sie wissen nicht, wer sie sind und sein könnten. Sie wissen nicht, was Deutschland wirklich ist und was es sein könnte. Sie wissen nicht, dass „Sicherheits-Konzepte der Nato“ GLEICH KRIEG heisst. Sie wissen nicht UND SIE WOLLES ES AUCH NICHT WISSEN.

    Deswegen geht es JENEN so gut! Sie sind degeneriert oder negativ mutiert zu animalischem Grund-Verhalten: raffen, saufen, fressen, haben wollen, mitmachen, dabeisein, laut sein und PARTY: EIN LEBEN lang PARTY.

    • @henry paul

      Ihre Beschreibung trifft den Nagel auf den Kopf, es ist…

      – Unwissen
      – Desinteresse
      – Umerziehung
      – Ignoranz

      …welches eben genau zu dem führt, wie Sie es so treffend beschreiben. Diese fortwährenden Erfahrungen lassen mich zu der Überzeugung kommen, dass die Wahlergebnisse nicht oder nur marginal gefälscht sind.

      Liest man dann noch das interessante Buch von Norber Häring „Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen“, dann kann man es nahezu fühlen, wie sich die Schlinge immer weiter um die Menschheit zuzieht und sich das Ende der Freiheit für Freiheitsliebende nähert.

      Machen Sie es lieber so wie die anderen Schafe und holen uns ein Stück unserer Freiheit zurück, für eine gewissse Zeit zumindest, durch vollkommene Ignoranz der Fakten und warten darauf, bis der Pöbel das Heft demnächst in Hand nehmen wird – so oder so.

      • hubi Stendahl // 19. Juni 2017 um 16:39 //

        @Greenhoop

        „Liest man dann noch das interessante Buch von Norber Häring „Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen“, dann kann man es nahezu fühlen, wie sich die Schlinge immer weiter um die Menschheit zuzieht und sich das Ende der Freiheit für Freiheitsliebende nähert.“

        Was zeigt, dass die Medien unter Mithilfe der öffentlich rechtlichen insbesondere und vor allem aus historischen Gründen in der BRD ganze Arbeit leisten konnten. Die Umfragen sind ja nicht etwa ein Indikator, inwieweit die Befragten wissen, wie gut oder schlecht es ihnen geht, sondern zusammen mit den Ergebnissen in Frankreich der Beweis dafür, wie hoch der Einfluss der Medien in der BRD mit dem Dauerfeuer in einer zutiefst von Schuldgefühlen geplagten Gesellschaft. Die heutige Generation der Franzosen sind da aus anderem Holz, obwohl sie sich mit der Wahl Macrons das nächste Ei ins Nest gelegt haben und dadurch das Ergebnis einer solchen Befragung in 4 Jahren noch weiter auseinanderdriften dürfte.

        Diese Generation ist aufgrund ihrer Verbildung verloren und die Folgegeneration wird wieder lernen müssen.

        Die Jugendseite des Spiegels „bento.de“ sagt alles:

        Heutige Headlines: „Eine 22-jährige Studentin lässt sich sterilisieren. Warum? Ja, Nein, willst Du endlich die richtigen Entscheidungen treffen?“ „Nazi-Hipster scheitern an Sitzblockade!“

        Nazis, fragt man sich. ich habe keinen einzigen bisher gesehen. Treiben die sich jetzt in Jugenddiscos herum?

        Da kann man nur sagen, voll krass!!!

        http://www.bento.de/

        So wird das nix mehr. Die müssen jetzt erst durch das Tal der Tränen. Dafür gibt´s garantiert keine App.

      • hubi Stendahl // 19. Juni 2017 um 16:59 //

        @Greenhoop

        Sorry, habe noch ne Empfehlung vergessen. Wer Interesse an einer strukturierten Aufbereitung der tatsächlichen Vorgänge hinsichtlich der Lohnentwicklung bis Quartal 4/2016 hat, der kommt um die mit Charts aufgefüllte folgende Analyse (Kommentare eingeschlossen) nicht umhin:

        https://www.querschuesse.de/deutschland-reallohnindex-q4-2016/

      • Greenhoop // 19. Juni 2017 um 21:26 //

        @hubi stendahl

        Danke für den eindrücklichen Link bzgl. der Reallohnentwicklung, auch wenn diese Wahrheiten dem Normalbürger in seiner täglichen Nachrichtenquelle niemals mitgeteilt werden. Zu schön ist noch immer der Gedanke, Teil der Export(vize)Weltmeistermannschaft zu sein und zur Belohnung, auch noch 2. bei Steuer- und Abgaben zu sein.

        Schönen Abend

      • Endlich hat mal jemand dazugelernt, denn natürlich sind die Wahlergebnisse nicht gefälscht. Hierzulande hat man viel Übung und stellt sich darum seit langem SEHR VIEL GESCHICKTER an! Man sollte sich unbedingt einige Kunststückchen von Mentalisten ansehen. Das ist nämlich genau das, was mit dem Wahlvolk gemacht wird! Dazu noch kleine Tricks mit Statistik und Händeführen durch Betreuer bei Briefwahlen in Pflegeheimen. Fertig ist das gewünschte Wahlergebnis. Ganz ohne Fälschung! Deswegen aber kein Stück ehrlicher.
        Ranma

    • @ HP

      Hauptaspekte einer Dorfveranstaltung sind in der Regel saufen+raufen, worum ging es bei Ihrer ? Bei mir in der Nähe fand in einem Dorf Schleswig-Hosteins ein Feuerwehrfest statt, bei dem die Besucher mit
      Lederhosen und Dirndl erscheinen mussten. Norddeutsche, die sich im Mai als Bayern verkleiden und zu dem Geschrammel einer österreichischem Blaskapelle hackenstramm auf den Tischen rumtorkeln – hammerhart !

      Ansonsten sollte man dem Getüddel eines CDU-nahen Umfrageinstituts in Wahlkampfzeiten keinerlei Glaubwürdigkeit beimessen.

      https://youtu.be/tbU3zdAgiX8

  2. @Lachmann

    Eine gute Frage, Herr Lachmann, wie kommt es zu dieser ’semantischen Differenz‘ der Hauptbetroffenen?

    Sicherlich ist es gesünder, sich nicht immer allen Problem zugleich zu stellen, aber das ‚Nicht so genau Hinsehen‘, als Lebensstil, ist eine blinde, hoch riskante, Wette auf die Zukunft künftiger Generationen, denen wir dann ein schäbiges Kolonialgebiet überlassen werden, mit ‚superharten Machtstrukturen‘.

    „Von 1990 bis 2010 sind die Reallöhne und damit die Kaufkraft in den 100 gängigsten Berufen um bis zu 50 Prozent gesunken!“ Zitatende G.L.

    Und das ist nur einer, wenn auch ein wesentlicher, Indikator!

    Wie weit wir insgesamt unter unseren kulturellen, menschlichen und technisch-wissenschaftlichen Möglichkeiten leben, ist nur grob abzuschätzen, aber sicherlich erschreckend.

    Für die Optimisten gilt dann, es ist noch sehr viel strukturelle ‚Verbesserungs-Luft‘ nach oben.

  3. Doch selbst wenn die Menschen heute mehr arbeiten als vor dreißig Jahren, haben sie unterm Strich deutlich weniger als damals. Konkret heißt das: Von 1990 bis 2010 sind die Reallöhne und damit die Kaufkraft in den 100 gängigsten Berufen um bis zu 50 Prozent gesunken!

    Der Absatz ist, wie präsentiert etwas irreführend. Im verlinkten Artikel stellen sich offenbar die 50% nur bei Ärzten ein…

    Besonders stark seien die Gehälter von Ärzten geschrumpft. Sie hätten sich seit 1990 halbiert. Dennoch seien die Mediziner nach wie vor Top-Verdiener mit einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 6400 Euro im Jahr 2008. Neben Ärzten hätten Informatiker, Werbefachleute oder Zahntechniker hohe Einbußen verkraften müssen. Ihre Einkünfte seien um mehr als 30 Prozent gesunken.

    und weiter wird dann auch angeführt, dass es eine ganze Reihe von Berufen gibt, die Lohnsteigerungen bis zu 80% erleben durften.

    Vielleicht muss man fürs erste einfach zur Kenntbiss nehmen, dass jede Industriegesellschaft sein Präkariat hat (ca. 30% der Bevölkerung)… sei es nun im Inland oder Ausland.

  4. Die jüngeren Leute von heute denken wirklich nur an das „Heute“. Siehe Verunstaltung des Körpers mit Tatoos, Piercing und bunte Fingernagelunkultur. Was interessiert, wie sie (über)morgen aussehen? Dann mit dem Smartphon beschäftigt, Facebook, = dem assozialen Netzwerk, unsinnige Ablenkung 24 Stunden am Tag. Dazu das gewollte Aufbauschen des Fußballs als billigste Befriedigung, die Südländer machten es vor, und so sollen auch die Deutschen verdummt, versüdländert werden. Für Mallorca reicht es immer.

    Kontrapunkt: Die „aufrichtigen“ Deutschen werden ja als „Dunkeldeutsche“ verunglimpft, weil sie Verausländerung, Globalisierung nicht mitmachen wollen.
    Vorschlag: Nennen und glorifizieren wir doch die „Dunkeldeutschen“ als PREUSSEN, mit diesem neuen, alten, Namen, was dem ganzen Treiben und dem verlorenen Deutschland ein Ende betreiben könnte, dies wäre ein geschichtlicher und SELBSTBEWUSSTER Anschluß an 1918 und ließe die Zeit bis 1945 mit der „Erbsünde“ völlig ausblenden.

    Dann nochwas zum Kaufkraftverlust: Die Deutschen, eine starke DM-Währung gewohnt, glauben doch tatsächlich, daß, weil sie einen Euro-Lappen übergangslos wie einen DM-Schein in der Hand halten, dieser Euro so stark wäre wie die DM ??? Genau DARIN liegt der fatale Denk- und Empfindungsfehler, weil wir nicht mehr die Differenz zu den früheren Schwachwährungsnachbarländern Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland usw. sehen können! Der Euro ist eine Schwachwährung, was im ständigen und alleinigen Vergleich zum ebenfalls schwachen Dollar nicht auffällt! Nur am isolierten Schweizer Franken erkennen wir, daß eine diesem vergleichbare DM wie dieser 40% AUFGEWERTET hätte, = 40% mehr Kaufkraft, selbst bei stagnierenden Gehältern und Renten: Keine Euro-künstliche Altersarmut mehr!
    DAS ist der staatlich gewollte Betrug an den Deutschen.
    Wird leider von der Opposition nicht ausgenutzt, oder darf es nicht ausgenutzt werden?

    Also: Preussen voran, IHR seid die wahren Deutschen!

    • Diogenes Lampe // 19. Juni 2017 um 20:45 // Antworten

      nathan // 19. Juni 2017 um 14:37 /

      Also: Preussen voran, IHR seid die wahren Deutschen!

      Nun ja, als gebürtiger Preusse weiß ich, das die Preussen im Unterschied zu den deutschen, in sich geschlossenen Volksstämmen der Bayern, Sachsen, Thüringer, Schwaben usw. kein Volk, sondern eine Art Kolonie waren, die sich aus Pruzzen, Brandenburgern, Holländern, Salzburger Protestanten, Französischen Hugenotten, Polen, Litauern, Schlesiern, Sorben, Pommern, Ostfriesen, Emdenern, Bayreuthern, Ansbachern ect. und nicht zuletzt Juden zusammensetzte. Friedrich der Große hätte sogar schon vor einem Vierteljahrtausend Türken aufgenommen und ihnen Moscheen gebaut, wenn sie denn damals hätten kommen wollen und gekommen wären. Das haben wir sogar schriftlich von ihm. Sie sehen: Ich bin ganz aus dem Häuschen über Ihren tollen Spruch!

      Dazu kam die königliche bzw. kaiserliche Familie, die über ganz Europa verschwistert und verschwägert war, besonders eng mit England bzw. Großbritannien, das es sich deshalb nicht nehmen ließ, uns mit ihren politischen Intrigen nach Belieben gegen die Russen zu hetzen und so als Wirtschaftskonkurrenz auszuschalten.

      Mit anderen Worten: Preussen vereinte über vier Jahrhunderte hinweg ziemlich erfolgreich lauter Parallelgesellschaften. Selbst die im Krieg eroberten der unterschiedlichsten Glaubensbekenntnisse. Und zwar erstaunlich friedlich, wenn der Krieg vorbei war. Folglich ermutigt Ihr obiger Spruch, wenn man ihn denn wirklich ernst nimmt, was ich mir nicht nehmen lassen will, zu einem künftig friedlichen Ausweg aus unseren gegenwärtigen Problemen mit unseren eigenen Parallelgesellschaften innerhalb unserer Bürgerlichen Gesellschaft. Ihren Preussen-Imperativ kann ich also, gerade von einem bekennenden „Identitären“ wie Ihnen ausgerufen, der sich in Preussens Geschichte als der seiner neu gewünschten Identität ja bestens auskennen muss, ob seiner neuen Zukunftsvisionen nur bewundern, wenn er denn solche neuerdings mit dem alten „multikulturellen“, womöglich sogar friderizianischen Preussen verbindet. Man kann nur hoffen, sie speisen sich aus der selben Pragmatik.

      Wenn wir in diesem fortschrittlichen Sinne alle Preussen werden wollen, auch die „Identitären“, – pardon! Neopreussen! -dann ist Letzteren ganz sicher neuerdings auch bewußt, wie dieser vier Jahrhunderte anhaltende Erfolg des alten Preussens zustande kam und wie er in einem Jahrhundert wieder vergeigt wurde; genau in jenem 19. nämlich, in dem der deutsche Nationalismus der „Heiligen Allianz“ der Jesuiten aufkam; also um 1814/15 beim Wiener Kongress. Ab 1914 wurde er schließlich den Deutschen bis 1945 in einem zweiten Dreißigjährigen Krieg zum Verhängnis und begrub, da ihm kein Westfälischer Frieden folgte, sondern ein Kalter Krieg, unter seinen Trümmern auch das bestens funktionierende „multikulturelle“ Preussen mit einem Federstrich jener „Alliierten“, welche sich diesen deutschen Nationalismus, der spätestens nach dem unfreiwilligen Abgang Bismarcks zur weltfremden, militärischen Operette „Ein Platz an der Sonne“ verkam, geopolitisch sehr klug über die britische Verwandschaft des Königs -und Kaiserhauses zunutze zu machen wußten. Und die sind immer noch am Werk und gerade dabei, wieder naive Deutsche zum heroischen Nationalismus zu überreden, der dann, wie weiland unter Kaiser Wilhelm II. und Hitler, die Deutschen ins vatikanische Völkermorden stürzt. Nur diesmal nicht erst in Russland, sondern, wenn das partout nicht klappen will, gleich um die Ecke auf dem Domplatz.

      Preussen ist schon mit der Reichsgründung 1871 zugrunde gegangen. Das wußte übrigens niemand besser, als der erste deutsche Kaiser preussischer Herkunft, Wilhelm I. höchst selbst und war als preussischer König alles andere als glücklich über die Reichsgründung seines Kanzlers. Aber das wissen Sie ja sicher auch.

      Ich bin also hoch erfreut, dass mit Ihnen ein echter Identitärer soviel gute und historisch bemerkenswert richtige Einsicht zeigt, wenn er sich künftig am guten alten multikulturellen Preussen, in dem erstmals in der Geschichte Staat und Religion konsequent getrennt waren, orientieren will, nach dem er sich doch beinahe schon auf die nächst beste Moschee im Land stürzen wollte, nur, um sein geliebtes Deutschland, pardon, Preussen zu retten. 😉

      • nathan // 19. Juni 2017 um 21:27 //

        @Diogenes Lampe
        Nun, Sie wollen halt meinen anregenden Vorschlag verfremden, dabei ging es mir darum, eine Identität vorzuschlagen, die nicht starr auf den alten geschichtlichen Entwicklungen, auch der „damaligen“ Preussen, verharren, sondern, wie Sie so schön sagen, „Neopreussen“ als Identität stiftendes positives deutsches Zeichen. So etwas fehlt heute auf dem Markt des Kampfes um die Leitkultur. Das sich von dem heutigen „Neudeutschland“ zumindest identitär abgrenzen kann, und für Außenstehende natürlich ein Haßwort ist, deshalb wurde Preussen ja abgeschafft, um die diesbezüglich deutschen Wurzeln und Identität bis jüngst zur DM ganz bewußt zu kappen. Das haben Sie doch sicherlich auch gelesen?
        Da sich das, was im „Volksmund“ als „Preussen“ bezeichnet wird, sich nun über ganz Deutschland ausgebreitet hat, sogar in Bayern, ist der Siegeszug der selbstbewußten „Preussen“ nicht mehr aufzuhalten. Im DEUTSCHEN Unterbewußtsein hat er längst stattgefunden. Man muß es nur per Wort-neu(alt)schöpfung wieder an die Oberfläche bringen!
        Wollen Sie das verhindern? Schade!
        Ich denke da vor allem an den erlösenden psychologischen Effekt für die Deutschen, die nach neuem deutschen Selbstbewußtsein suchen und teilweise die Geschichte hinter sich lassen wollen!
        Und vergessen Sie, was Preussen war, denn es zählt, heute PREUSSE zu SEIN! Merken Sie den kleinen Unterschied?
        Identitär und elitär!

      • Conrath // 19. Juni 2017 um 22:11 //

        @Lampe

        Vielen Dank für die schnelle Feldaufklärung. Ja, unsere lieben Bildungs-Wut-Bürger. Bildung mit so viel Wut zu begegnen muss nicht immer direkt ins Ziel führen.

        Und nochmals ja, Sie schrieben es. Mit dem Wiener Kongress lebte die katholische Allianz wieder auf. Ob Strippenzieher Metternich, Kaspar Hauser, Lord Stanhope und wie sie alle heißen, der kulturell höchst wertvolle Sumpf ‚mindermächtiger deutschsprachiger Ministaaten, Fürstentümer, Monarchien, Grafschaften oder Bischofssitze wurde umgeschmolzen in der vatikanische Geopolitik zwischen Neuzeit und Moderne und ihren Nationen. Aus einem Staatsgewirr, das die einzigartige Vielfalt der ‚Spätaufklärung‘ brachte, der selbst Napoleon nichts anhaben konnte, im Gegenteil, wurden Nationen als Machtspielbälle. Kreuz und Krone hatten was gegen bunte Vielfalt und Multikulti, von Anfang an, bzw., nach dem Sieg über Napoleon erneut. – So wurde der Antagonismus aus Großdeutschem gegen Kleindeutschen Bund installiert, Bismarck war nie allein, war ein Herzog, eine Art von Doppelagent. Zu keinem Zeitpunkt hatte England die Entwicklungen auf dem Halbkontinent aus dem Auge gelassen. Es musste mit Rom und seinen Agenten verhandeln, so wie heute May mit Brüssel verhandelt.

        Wer braucht schon Nationalismus? Die Künstler jedenfalls nicht und die Mütter, die ihre Söhne im Krieg verloren hatten, auch nicht.

        Selbst der ‚wertkonservative‘ Stefan George und sein Kreis, war strikt gegen den Tand der Industrie und gegen die Zufälligkeiten lauter Willkür usw… Die Intellektuellen haben aus allen europäischen Ländern jeweils das Beste mitgenommen, gesucht und ausgetauscht, nicht aber die machtbesessene Kirche, die ‚alleinseligmachende‘ Gemeinschaft aller (Macht-)Gläubigen…

        Es erscheint recht ähnlich zu unserer heutigen Lage. Vasallen wohin mensch auch schaut. Elende Kriecherei. Das war in den Kleinstaaten natürlich nicht viel anders, aber man hielt sich eben doch in einer schwebenden, halbträumenden Machtbalance. Französisch war die Hof-/, Amtsstuben- und Militärsprache, Latein das Fundament der Wissenschafts- und Sprachenentwicklung.

      • Conrath // 19. Juni 2017 um 22:34 //

        Lieber Nathan,

        Bildung und Kultur lassen sich nicht simulieren. Wo es versucht wird kommt was ganz anderes heraus, übrigens auf ‚a l l e n‘ Kreativitäts- und Geniestufen!

        Das hat nix mit Elite hier und Identität dort zu tun. Das ist eine, von vielen, Chimären, die Sie sich zusammenbauen/ Ihnen vorgesetzt werden.

        Die mitteleuropäische Kultur ist, trotz Frankfurter Umerziehung und Konsumdauerverflachung, ist mMn unkaputtbar und auch unser eigentlicher Exportschlager, nicht irgendwelche Fahrzeugkarossen oder Werkzeugmaschinen. das deutsche Momentum ist eine Weltmacht, das nehmen Sie mal mit in Ihr Abendgebet und singen Sie das schöne Lied mit dem Künstler aus dem tiefen Westen:

      • Conrath // 19. Juni 2017 um 23:03 //

        und Nathan noch was für Sie:

      • Anicea // 20. Juni 2017 um 17:40 //

        @ Diogenes Lampe

        Als gebürtige Preußin:
        Der alte Fritz als Vater des *Gutmenschenmultikulti*, der lauter Parallelgesellschaften vereinte? Oder gar sein Daddy?

        Ihre Geschichtskenntnisse werden wohl meine übersteigen, aber dennoch wage ich zu behaupten, daß KEIN absolutistischer Herrscher (der liberalste unter ihnen *Fritzi* schon gar nicht) Parallel- oder Gegengesellschaften geduldet hätte. Seine Toleranz für die neuen Landeskinder ging über deren persönliche Lebensgestaltung nicht hinaus, denn er wußte oder ahnte zumindest, daß sie sich in spätestens zwei Generationen assimiliert haben würden. Nicht einmal seinen Bauern hätte er zugemutet, sich an die *Gewohnheiten* der Neuen (auch evt. Musels) anzupassen, um im Interesse fremder Mächte sein Staatswesen krachen gehen zu sehen.

        Ein Multikulti-Preußen (zum Totlachen) hat es so NIE gegeben und selbst die K&K Monarchie, die Ihren Umschreibungen eher entspräche, wußte klare Grenzen zu setzen.
        Und beide hätten eine indirekte *Kriegserklärung* gegen ihre Staaten/Völker sicher nicht mit der Begründung zurückgewiesen: Scheiß Preußen/K&K verrecke – es ist nicht wert verteidigt zu werden.

        Großer Gott, die Angelsachsen haben ganze Arbeit geleistet, der alte Fritz würde in seinem Grab rotieren und damit ganz Deutschland mit erneuerbarer Energie versorgen können.

      • Conrath // 20. Juni 2017 um 18:43 //

        @Anicea

        Das Friedrich/ der alte Fritz, alles durchgehen ließ, hat Herr Lampe doch überhaupt nicht ausgeführt. Der preußische König wusste bereits, auch durch seinen Berater Voltaire, es gab ja die positiven Beispiele der oberitalienischen Handelsstädte und der Nord-Ostsee-Hanse-Städte, dass der wirtschaftliche Aufschwung durch viele Menschen, mit unterschiedlichen Talenten, möglich ist, selbstverständlich in einem klaren Ordnungsrahmen und ohne eine vorzeitige, verfrühte ‚Hängematte für alle‘. Mit letzterem hatten schon die Römer negative Erfahrungen gemacht.

        Sie sollten Ihre Kritik daher präzisieren.

        Danke im Voraus

  5. @Conrath, @Diogenes
    An Ihnen muß wohl jede Revolution verzweifeln. Aber eine Revolution brauchen wir, deshalb wird sie verhindert.
    Wenn Sie sagen: Deutschland en marche, dann fällt Ihnen (und Diogenes) doch das Herz und anderes in die Hose, vor allem die Früchte der Umerziehung! Machen Sie sich doch frei! Ein „Preussen en marche“ dagegen läßt aufhorchen, da wäre wirklich etwas im Gange! „Preusse“ sein bedeutet eine „Haltung“ haben, und die verspüren Sie und Diogenes ganz genauso, ohne sich dessen bewußt zu sein. Aber nun haben Sie beide ja als „Neo-PREUSSEN“ einen Namen dafür, mit dem Sie das durch Umerziehung beengte „Deutschsein“ hinter sich lassen können: Preussen sind WIR, und nur WIR, wir alle! Es ist genau das, was uns unterscheidet und uns groß gemacht hat, und was man deshalb aus uns austreiben will!
    Selbstbewußtsein soll wieder möglich sein, muß wieder möglich sein, durch preussische Haltung.

    • Lieber Nathan,

      jetzt machen Sie mal nicht einen auf Revolutionsromantik. Revolutionen ohne tiefgehende Verbesserungsagende durchführen heißt nur Personen austauschen. Vielleicht Personen die Ihnen und Ihren Mitrevolutionären erzählen was Sie gerne hören wollen. Aber sie werden nicht langfristig das machen, was Sie und die Mehrheit eigentlich – oft implizit (wort- aber nicht begriffslos) – wollen/ erwarten.

      Und das Schmunzeln von MAF, gestern, zu meiner Musikauswahl für Sie, war sensibel! *Eigentlich* wollte ich Ihnen ja dieses hier senden/ widmen:

  6. schon wieder falsch, die URL ist wohl vertauscht worden, von wem auch immer!?

    Das ist der Song für Nathan, von Conrath gewidmet:

  7. Deutschland ist keine Insel der Seeligen. Der Exportweltmeister ist dabei zu erkennen, einen großen Teil seiner Überschüsse abschreiben zu müssen. Viele Kunden, denen großzügig Kredite gewährt wurden und werden, können nicht zahlen. Oder zahlen, wie die Amis, mit Klogeld.

    Da haben wir uns also 15 Jahre Lohndumping gegönnt, die meisten Konkurrenten unterboten und fast ruiniert. Obendrein wurden beste Waren produziert, welche die anderen meist auf Pump gekauft haben, weil sie sich diese i. d. R. gar nicht leisten konnten. Wir haben also den anderen Geld gegeben, damit wir Arbeit haben. Welches Volk auf Gottes Erdboden ist so dumm?

    Durch das Lohndumping ist ein nennenswerter Binnenmarkt, der das Wegbrechen von Exporten kompensieren könnte, nicht entstanden. Der Deutsche stürzt also mit vollen Auftragsbüchern ab, wenn er feststellt, dass die Rechnungen am Ende nicht bezahlt werden.

    Sich nix gegönnt, nur malocht und am Ende durch die Finger gekuckt!

    Na, dann sauft mal schön!

    • @Walter

      Vielleicht war es für uns ‚Nachkriegsdeutsche‘ eine ‚Trockenübung‘ um sich zu vergewissern, es klappt noch, wird aber nicht gebraucht. Sie kennen das doch auch?

      Also Einstimmung in den unnützen ‚Neokapitalismus‘, so unsinnig, wie den rotpreußischen oder kalergi-goldblauen Zentral-Bürokratismus.

      Sie wissen doch, alle guten (Erfahrungs-)Dinge sind drei.

      Und wir sind dadurch vielleicht etwas reifer für eine Form von gesellschaftlicher Viergliederung, eine der gestalteten Anarchie. Denn Hochfinanz- und Parteienanarchie hatten wir ja nun schon, als Schulungsprogramm. Eine machtentzerrende gesellschaftliche ‚Viergliederung‘ wäre an der Zeit (für Frau Zitrone, eine erweiterte Dreigliederung-2.0).

      Sie grüßend

      • waltomax // 20. Juni 2017 um 09:34 //

        Soisses. Ich kenne genug Leute, die alle Voraussetzungen für ein autarkes und dezentral freies Leben hätten. Grund und Boden, Energie, Gebäude, Wasserquellen sowie einigermaßen funktionierende Familienverbände und Nachbarschaften. Organisiert man sich, arbeitet man zusammen und ist für einander da?

        Nö.

        Der Grund ist, dass die Wertschätzung für diese Möglichkeiten nicht existiert. Besonders der Deutsche (aber nicht nur der) geht immer noch davon aus, die klassische Industriegeellschaft ließe sich im gewohnten Maße fortsetzen.

        Von dieser Illusion leben Beamte, Angestellte des öffentlichen Dienstes, Politiker und schlussendlich eigentlich alle…

  8. Der malochende Deutsche

    Um dem ganzen den Hintern ins Gesicht zu setzen, wird am Ende der Euro verrecken und somit werden alle Ersparnisse vernichtet werden. Rente ist nicht. Klare Sache auch: Immobilien werden besonders in Regionen abstürzen, in denen die Industrie dichtmacht. Bewohnt von Leuten, welche ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen können oder die Miete. Siehe USA.

    Aber vermutlich ist alles so gewollt! Denn Deutschland hat als Frontstaat und Werkbank ausgedient. Es kann seiner Restverwertung als Kanonenfutter und Kriegsschauplatz entgegensehen. Damit ist es als Konkurrent und Gläubiger ausgeschaltet.

    Finis Germaniae!

    • MutigeAngstfrau // 20. Juni 2017 um 10:02 // Antworten

      Sage einer nicht, wir hätten keine Nachdenker mehr in Germoney! (Leider neigen sie immer öfter zum frühen Sterben. Oder werden auch geneigt.)
      Sieferle hat an dieser Stelle auf dem Blog natürlich Erwähnung verdient.
      Die öffentliche Debatte mal wieder lächerlich entlarvend….

      https://antaios.de/gesamtverzeichnis-antaios/reihe-kaplaken/37991/finis-germania

      • Conrath // 20. Juni 2017 um 11:00 //

        MAF,

        ja

        ich warte schon auf den vorbestellten Nachdruck, habe Sieferle bereits über seinen Tumult-Artikel schätzen gelernt. Breiter Lesedenkwille scheint ihm gewiss, dem Dahingeschiedenen, jetzt Transformierten. Und beachten Sie auch seinen, ihn posthum in die Spiegelliste hineinlobenden Juroren, Johannes Saltzwedel. Auch er gehört zu den 10 – 15 % ‚Guten‘, innerhalb der Geisteswissenschaften, siehe http://www.venturus.de/vframe.htm – dort ist alles mit profunder Geistwerklichkeit erstellt und bietet Suchenden wichtige Quellenangebote. Auch Saltzwedel wurde nun geschasst, von der Gesinnungsmeute.

        So sehen wir doch, es ist keine Frage von Elite oder Standard, sondern Ergebnis eines willkürlichen, in DE waltenden, neuen Gesinnungsfurors. –

        Aber tröstlich ist, alle Gedemütigten wachsen daran, werden nur noch stärker und die Demütiger verlieren ihre Aufrechte, ihre Intuition und Orientierung, das ist dann der innere Kaufpreis (Judaslohn!) für den Verrat der Sachlich- wie Unabhängigkeit. –

        Grüßend

      • Jan-Ole Bengt // 20. Juni 2017 um 11:48 //

        Wie soll ich’s bloß sagen,
        @Conrath?
        Auch wenn mir Ihre verschmockte Geschwätzigkeit und Ihre selbstverliebte Oberlehrer-Rhetorik doch bisweilen schwer auf die Nüsse gingen, so habe ich Sie doch lange Zeit für einen der wenigen anspruchsvollen Diskutanten in diesem Forum gehalten!
        Das ist jetzt auch vorbei!
        Einer diskurstheoretischen Dünnbrettbohrerin und halbrechten Claquerin wie MAF zuzustimmen, ist grundsätzlich problematisch – aber wenn es derart substanz- und niveaulos passiert, gibt das schwer zu denken.
        „Breiter Lesedenkwille scheint ihm gewiss, dem Dahingeschiedenen, jetzt Transformierten“, schreiben Sie – und produzieren damit eine ätherisch aufgepumpte Nullaussage, die selbst fürs Poesiealbum zu hohl ist.
        Aber auch inhaltlich ist mal wieder Vieles falsch (aber nur so gefällt es offenbar den Schlichtdenkern auf geolitico): J. Salzwedel wurde mitnichten „geschasst“..und schon gar nicht von der „Gesinnungsmeute“. Machen Sie sich wenigstens kundig, wie Salzwedels Entscheidung innerhalb der Jury tatsächlich abgelaufen ist, und was darauf folgte, anstatt sich reflexhaft mit notorischen Schlichtdenkern auf dieser Seite gemein zu machen.
        Ich halte J. Salzwedel im übrigen für einen interessanten und lesenswerten Autoren und Journalisten! Weshalb er allerdings „zu den 10 – 15 % ‚Guten‘ innerhalb der Geisteswissenschaften“ gerechnet werden muss, erschließt sich mir nicht. Oder konkreter: Mir sind Foristen, die die Welt und ihre Bewohner in ‚Gute‘ und ‚Böse‘ trennen, genauso verdächtig, wie Diskutanten, die „die Deutschen“ in „Schlafschafe“ einerseits und „Aufgeweckte“ andererseits aufteilen – und sich nicht entblöden, für die jeweiligen Bevölkerungsgruppen auch noch prozentuale Werte anzugeben!
        Das ist MAF-Niveau (und leider allzu oft auch das von anderen Foristen, die neben schwarz und weiß keine ‚Farben‘ in Ihrem Malkasten zur Verfügung haben).
        Mit diesem P…. sollten Sie sich nicht gemein machen!

      • Greenhoop // 20. Juni 2017 um 12:44 //

        @Jan-Ole Bengt

        Es ist ziemlich einfach Fremdkörper zu identifizieren, machen diese doch den immer selben Fehler, werden persönlich, ohne auch nur einmal zum eigentlichen Thema eine Meinung beigetragen zu haben. So sind Ihre Beiträge lediglich eine nebensächliche Randerscheinung, die beim Lesen vieler guter Kommentare im Weg stehen.

        Tun Sie interessierten Foristen einen Gefallen und mischen sich unter Ihresgleichen, da wird man Ihnen mit Sicherheit den für Selbstdarsteller notwendigen Beifall spenden, hier wird das solange nichts werden, bis Sie damit beginnen, ernsthaft und mit dem notwendigen Respekt anderen Menschen gegenüber zu diskutieren.

      • MutigeAngstfrau // 20. Juni 2017 um 12:50 //

        Ist ja klar, dass ich hier gleich wieder von Sumsi Peter Jensen belästigt werde, der nicht begreifen möchte, welchem PACK er dient.
        Bedauernswerter Systemwicht.

      • Conrath // 20. Juni 2017 um 13:33 //

        Hallo JJ,

        wieder zurück an Bord der ‚MS-Bildungsreisen für alle/ Kraft durch freudiges Durchdenken‘‘?

        Sehen Sie, wenn sich einmal im Ansatz kleine Fragenknospen in Ihrer intellektuellen ‚Biographie‘ zeigen, kommen Sie wieder zu Geolitico zurück, das ist gut und obendrein ein schönes Lob für alle hier Mitwirkenden, dafür auch schon vorab meinen Dank an Sie. So zeigt sich doch, das der ‚anagogische Eros‘ nicht völlig ergebnislos hier Verbreitung und Vertiefung findet.

        Der Begriff ‚geschasst worden/ Schassen‘ ist reichlich unspezifisch. Daher verwundert es mich, dass Sie sich gerade hieran versuchen. Wir wäre es hingegen mit einer genaueren Definition, von ‚halbrechts‘?

        Ansonsten warte ich immer noch auf Ihre Erklärung der alten Stichwortliste, bisher ohne weitere Kontextklarstellungen, mein lieber Junior-Scholar. Und es zieht Sie wieder ‚hinan‘! Auch schön, machen Sie den Genderquatsch nicht mit? Oder sind Sie da noch unentschieden?

        Halb- oder 50-%-Rechts könnte dann gut mit 50-%-Links kombiniert werden oder wie hatten Sie sich das ‚vorgestellt‘, denn von ‚gedacht‘ wollen wir da nicht schreiben, uns nicht dem allgemeinen Trend zur Hybris und Hyperbel, anschließen.

        Lassen Sie gerne weiteres von sich hören und nebenbei, was für einen Frisör hat Frau Kahane denn jetzt, diese Stimmungskanoniere der 5. Ersatzkolonne?

        Sie grüßend

      • Danke, liebe @MutigeAngstfrau, für den Hinweis auf Rolf Peter Sieferle.

        Und dem Oberschwätzer-Foristen hier kann ich nur empfehlen, sich dieses Video von Martin Sellner von der Identitären Bewegung anzuschauen im Hinblick auf die Person Salzwedel.

      • MutigeAngstfrau // 20. Juni 2017 um 22:07 //

        Tolles Video, Rosi! Ich war begeistert, als ich es auf Twitter sah.

        Sellner ist ein mutiger Mann, der Hoffnung gibt.
        Das Projekt Defend Europa ist ein großartiges Projekt.

        https://www.identitaere-bewegung.de/kampagnen/mission-defend-europe/e

      • Hallo @MutigeAngstfrau,

        Sie schreiben: „Das Projekt Defend Europa ist ein großartiges Projekt.“

        Dem stimme ich voll und ganz zu. Hätten wir doch tausende Martin Sellners, mutige, gebildete, kritikfähige, nicht Verweichlichte und Rückgrat zeigende junge Menschen, die sich nicht durch den Staat und deren Handlanger beugen lassen, sondern sich gewaltfrei Gehör verschaffen in aller Öffentlichkeit und eben nicht anonym, dann sähe ich noch eine Chance, das Ruder herumzureißen.

        Dennoch, es gibt die Identitäre Bewegung und somit hoffen wir beide gemeinsam.

  9. Das Industrieproletariat ist weltweit ein Problem und muss weg. Soviele Esser kann und will „man“ nicht mehr füttern. Heute kann das meiste mittels Robotern hergestellt werden. Wer das dann kooft, bleibt offen.
    Feststeht, dass der Sozialstaat alter Prägung weder länger gewünscht noch finanzierbar ist. Der saufende, gröhlende und nach Achselschweiss stinkende Fusball-Deutsche ist jedenfalls verzichtbar. Vor allem dann, wenn er „Stütze“ will und braucht.

    Alternative:
    Rückbesinnung auf das Wesentliche im Leben. Gemeinschaft sowie Sicherung und Gewährung aller Existenzmittel auf Gegenleistung. Bildung autarker und sich selbstverwaltender Einheiten. Dezentralität und Bürger-Staat.
    Wird aber nicht kommen. Aus Gründen der Dekadenz und der Dummheit.

    • Walter

      „Rückbesinnung auf das Wesentliche im Leben. Gemeinschaft sowie Sicherung und Gewährung aller Existenzmittel auf Gegenleistung. Bildung autarker und sich selbstverwaltender Einheiten. Dezentralität und Bürger-Staat.
      Wird aber nicht kommen.“

      Die Sicherheit das zu denkschreiben haben Sie nicht. Eine des Gelingens habe ich auch nicht. Vielleicht gibt es ‚Etwas dazwischen‘, viele Schritte erfordernd?

      • waltomax // 20. Juni 2017 um 09:46 //

        @Conrath

        Die Menschen wurden systematisch zu Konsumenten erzogen und richten den Wert oder Unwert ihres Dasein nach der Menge alles Konsummierten aus. Dabei geht es vornehmlich um Quantität und nicht um Qualität. Welche Qualität sollen z. B. Grill – Hühnerbeine das Kilo for 1.50 EUR schon haben? Das kann nur Müll sein.

        Das bedeutet, eine Umorientierung in den Wertvorstellungen habe einer Änderung der Lebensweise vorauszugehen. Und genau dazu ist kaum jemand bereit.

        Damit ist es keine Frage der Möglichkeiten, sondern des Bewusstseins, die Notwendigkeit einer Änderung zu erkennen und dann umzusetzen.

        Eine Änderung, welche die Not erzwingt, indem sie die Dinge wendet, ist sehr viel wahrscheinlicher…

  10. Die Menge des „Kon-summierten“

    Man rechne die Menge allen Konsums zusammen. Je mehr man zusammenbringt, desto besser geht es einem. Ferner geht es darum, wer zum Schluss der Reichste auf dem Friedhof ist. Dessen Leben hat sich dann am meisten gelohnt.

  11. Das Bewusstsein für Qualität beginnt bei der Wertschätzung des Vielfältigen und endet bei den qualitativ aufbauenden Strukturflüssen in Schaubergers Repulsine, aus welchen diese ihre Antriebsenergie bezieht. Sie dazu auch B. HEIM.

    Mit Preussentum, Verteilungsdebatten und ähnlichem Geschwafel kommen wir bestimmt nicht weiter.

  12. Diogenes Lampe // 21. Juni 2017 um 21:56 // Antworten

    Anicea // 20. Juni 2017 um 17:40
    „Als gebürtige Preußin:
    Der alte Fritz als Vater des *Gutmenschenmultikulti*, der lauter Parallelgesellschaften vereinte? Oder gar sein Daddy?“

    Nein. Sie sehen in der Multikultur verständlicherweise ein Rotes Tuch. Nimmt man aber den Wortsinn, statt, wie Sie, seine propagadistische Überhöhung durch das „Gutmenschenmultikulti“, so ist Preussen ein multikultureller Flickenteppich gewesen, der sich nach und nach zu einem einheitlichen Staat und schließlich unter Friedrich den Großen zur europäischen Großmacht entwickelte.

    „Ihre Geschichtskenntnisse werden wohl meine übersteigen, aber dennoch wage ich zu behaupten, daß KEIN absolutistischer Herrscher (der liberalste unter ihnen *Fritzi* schon gar nicht) Parallel- oder Gegengesellschaften geduldet hätte.“

    Zunächst müssen Sie, mit Verlaub, zwischen dem Absolutismus und dem aufgeklärten Absolutismus unterscheiden. Der wesentlichste Unterschied liegt im Herrschermotto der beiden bedeutendsten Vertreter: Ludwig XIV. sagte: „Der Staat bin ich!“ Friedrich II. sagte: „Ich bin der erste Diener des Staates.“ Für ihn stand also der Staat und somit das Recht über dem König, für seinen französischen Amtskollegen stand der König über dem Staat und soomit über dem Recht.

    So tat Friedrich alles, was in erster Linie dem Staat nützte und forderte dies von allen gesellschaftlichen Ständen ein. Preussen wie Brandenburg stand aber nach dem ungeheuren Bevölkerungsverlust nach dem 30jährigen Krieg und der verhehrenden Pest in Ostpreussen vor dem Problem, zu wenig Einwohner zu haben, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Also wurde überall angeworben; natürlich auch im Ausland.

    Die erste Parallelgesellschaft zu den Brandenburgern bildeten die Holländer mit ihren Kolonnien. Das waren keine Lutheraner, wie die Preussen, sondern Calvinisten. Ebenso die französischen Hugenotten, die ebenfalls Calvinisten waren und eine eigene Kirche unterhielten. Holländer, Franzosen und Brandenburger hatten völlig verschiedene Lebensgewohnheiten und eine völlig unterschiedliche Art zu wirtschaften. Lange Zeit lebten sie in ihren eigenen Dörfern und Stadtvierteln und behielten auch ihre Sprache bei.

    Ebenso die Böhmen, die unter dem Soldatenkönig einwanderten und in Rixdorf, dem heutigen Neukölln, ihre eigene Kolonnie mit ihrer eigenen Kirche der Böhmischen Brüder hatten. Wieder eine Parallelgesellschaft!

    Dann kamen durch die Eroberung Schlesiens viele katholische Schlesier hinzu und Friedrich selbst baute ihnen in Berlin eine Kirche direkt hinter seiner Oper, die er der schlesischen Heiligen Hedwig widmen ließ. Schließlich wurden nach dem Siebenjährigen Krieg viele Sachsen und Sorben Preussen und nach der ersten Polnischen Teilung viele Polen. Sogar ein Teil der Schweiz gehörte zu Preussen.

    „Seine Toleranz für die neuen Landeskinder ging über deren persönliche Lebensgestaltung nicht hinaus, denn er wußte oder ahnte zumindest, daß sie sich in spätestens zwei Generationen assimiliert haben würden.“

    Das hatte eben nichts mit ahnen zu tun, sondern mit einer gezielten Staatspolitik, die zu allererst die Religion vom Staat trennen musste, wenn diese Parallelgesellschaften nicht aufeinander losgehen sollten. Dann sorgte der Staat dafür, dass aus jeder eingewanderten Nation die besten Erfindungen dem gesamten Staat zugute kamen. Die Holländer waren in der Wasserbaukunst die Spezialisten schlechthin. Die Hugenotten waren hervorragende Handwerker usw.. D.h., man tolerierte jede Eigenheit und verlangte lediglich die Unterwerfung unter den Staat und seine Gesetze.

    Der Unterschied zu heute liegt eben darin, dass wir im heutigen Deutschland keinen Bevölkerungsmangel haben, das Land hier brach liegt und dort überbewirtschaftet ist und es für die einwandernden Kulturen keinen eigenen Lebensraum gibt, der ihnen im alten Preussen zugestanden wurde, um sich zum Wohl des ganzen Staates zu entfalten. Hier sammelt sich eine völlig unproduktive Menschenmasse in den gigantischen Ballungsgebieten ohne eine wirkliche Lebensperspektive, erst recht, nach dem die Neoliberalen Deutschland weitgehend deindustrialisiert haben. Sie müssen von „denen, die schon lange hier sind“ mit ernährt werden. Hier werden also die Probleme durch Parallelgesellschaften verschärft, staat konstruktiv gelöst. Und das bringt natürlich das Blut auf allen Seiten in Wallung.

    „Nicht einmal seinen Bauern hätte er zugemutet, sich an die *Gewohnheiten* der Neuen (auch evt. Musels) anzupassen, um im Interesse fremder Mächte sein Staatswesen krachen gehen zu sehen.“

    Sicherlich nicht im Interesse fremder Mächte. Im eigenen Staatsinteresse aber durchaus. Durch die Holländer konnten gerade auch die Brandenburger Bauern prosperieren. Denken Sie nur an die Fruchtbarmachung des Oderbruchs.

    „Ein Multikulti-Preußen (zum Totlachen) hat es so NIE gegeben und selbst die K&K Monarchie, die Ihren Umschreibungen eher entspräche, wußte klare Grenzen zu setzen.“

    Wie gesagt: Ihr Begriff Multikulti ist eine polemische Erwiderung auf den Propagandabegriff, was ich durchaus verstehen kann. Im Übrigen hat sich gerade die K&K Monarchie unter Joseph II. dann an der erfolgreichen Multikulti-Politik Preussens zu orientieren versucht.

    „Und beide hätten eine indirekte *Kriegserklärung* gegen ihre Staaten/Völker sicher nicht mit der Begründung zurückgewiesen: Scheiß Preußen/K&K verrecke – es ist nicht wert verteidigt zu werden.“

    Ganz gewiss nicht. Im Gegenteil! Joseph II. eiferte Friedrich auch in seiner Politik gegen den Papst und seine Jesuiten nach, die beiden den Krieg erklärt hatten ohne ihn zu erklären. So wie sie es heute mit Deutschland und Österreich tun.

    Großer Gott, die Angelsachsen haben ganze Arbeit geleistet, der alte Fritz würde in seinem Grab rotieren und damit ganz Deutschland mit erneuerbarer Energie versorgen können.

    Ich fürchte, gerade die Angelsachsen haben sich da bei Ihnen auch nicht ganz ungeschickt angestellt, wenn sie die „Musels“ für alles Elend verantwortlich machen.

    • Hallo Diogenes,

      Vielen Dank für Ihre interessante Antwort, die (wie ich mir schon dachte) neben vielem Bekannten auch einiges Neues enthielt.

      „Ich fürchte, gerade die Angelsachsen haben sich da bei Ihnen auch nicht ganz ungeschickt angestellt…“
      Na gut, der Punkt geht wohl eindeutig an Sie. 😉

      Ansonsten halte ich es dennoch für merkwürdig, ausgerechnet *Preußen* als Argument herzunehmen, um patriotische/identitäre Bestrebungen
      (Ihr Beitrag an @ Nathan) ins Reich der Spinner zu schieben.

      Die Ansiedlung neuer Landeskinder war eben nicht multikulturell, sondern maximal multinational/religös, wobei letztes bei allen Unterschieden im Kern christlich und damit kulturell kompatibel und tatsächliche Bereicherung war.
      Und Sie schreiben es ja selbst: Ziel war ein funktionierendes, sich entwickelndes Staatswesens.
      Im krassen Gegensatz zum dem was wir heute sehen. Schon deshalb denke ich, ist Patriotismus und Besinnung auf die eigene Identität richtig und gerade Preußen ein gutes Beispiel – wie es @Nathan ja auch anklingen ließ.

      Ihr Vergleich im Bezug auf die zeitweisen Parallelgesellschaften im alten Preußen und die heutigen scheint mir zudem auch ein wenig überholt, denn man kann hier durchaus glasklare GEGENgesellschaften konstatieren, die ihren Anspruch auf absolute Umgestaltung der westlichen Strukturen in Shariakonforme offen kommunizieren und auch gewaltsam durchsetzen, wenn sie die Zeit für gekommen sehen. Und das nicht erst seit der schmutzigen Siedlungspolitik aus 2015.
      Der Unterschied liegt also nicht nur in der Demographie, die uns in D.als Problem verkauft wird – Frankreich/Schweden hat das so nicht -, sondern im Gerangel um knallharte, destruktive Machtinteressen von allen Seiten, in dem der politische Islam an vorderster Front sehr beherzt mitspielt. Dass hierbei Döner-Achmet und Gemüse-Ali nicht gefragt werden und die auch nur ihre Ruhe haben wollen – geschenkt.

      Fazit: Ihre klugen Beiträge und Ihre interessante Antwort sprechen für mich eben nicht gegen Patriotismus/Identitätserhalt mit Blick auch auf`s alte Preußen.
      (den Bayern u.a.geht vermutlich gerade der Puls hoch) 😉

      Trotz meiner *Uneinsichtigkeit* freundliche Grüße an Sie
      …und an @ Zitrone, falls sie gerade vorbei schaut.

      • Conrath // 22. Juni 2017 um 12:14 //

        @Anicea

        “ Die Ansiedlung neuer Landeskinder war eben nicht multikulturell, sondern maximal multinational/religös, wobei letztes bei allen Unterschieden im Kern christlich und damit kulturell kompatibel […]“ Zitatende A.

        Hmmm, kompatibel sind alle zionistischen, letztlich monotheistischen Religionen, als ‚idealistisch überspannte‘ Doktrinen. Nur ihre gemäßigten Schwestern lernen dann ein Miteinander, im Sinne der kulturoffenen Politik von Friedrich II.

      • Anicea // 22. Juni 2017 um 12:45 //

        @ Conrath

        Nein, sind sie nicht und waren sie nicht.

        Das Judentum lebt bis heute im Bewußtsein des *Auserwähltseins* und folglich mit Ziel des Zionismus, die Welt letztlich einzig unter ihrer weisen Führung beherrschen zu können. Gott hat es ihnen ja fast schriftl. gegeben.
        Der Islam dito. Allah will sämtliche Kuffar vernichtet sehen.
        Beide seit jeher in strikter Abgrenzung zu allem und jedem.
        Das Christentum nach der Aufklärung hat solche Ambitionen nicht mehr.

        Es waren im übrigen immer sehr weltliche Interessen, für die Religionen als Vorwand und Deckmantel dienten.
        Die gemäßigten Schwestern aller drei hatten noch nie was mitzureden…

        Aber wissen Sie ja alles selber. 😉

      • Conrath // 22. Juni 2017 um 13:09 //

        @Anicea

        An der Stelle ist aber gerade größte Genauigkeit gefragt!

        Die Sicht, nur unsere Transzendenz ist seeligmachend, finden Sie bei allen Monotheismusvertretern.

        Das ist ja gerade der Witz der Geschichte, allerdings sind diese Schwestern zu unterschiedlichen Zeiten, zu jeweils unterschiedlichen Konzessionen bereit und in der Lage. Sie haben zu verschiedenen Zeiten ihre ‚Tage und Unpässlichkeiten‘, sind dann mehr oder weniger streitbar, wie im richtigen Leben. Und es gibt auch fundamentalistische Atheisten und Bürokratiegläubige, klar doch. Das sind ebenfalls fundamentalistisch Gläubige. Sie glauben an die falsche Transzendenz der Selbststeuerung oder des blinden Zufalls, was das gleiche ist oder an die Normativität als Selbstzweck usw…

        Grüßend

      • Anicea // 22. Juni 2017 um 14:20 //

        @ Conrath

        Auch in Kenntnis vieler Ihrer Beiträge hier bin ich mir nicht sicher WAS genau Sie eigentlich wollen…
        Sicher ist Ihr theoretisches Verständnis der Dinge und die darauf fußenden Lösungsansätze sehr lobenswert. Noch vor 5 Jahren hätte ich Ihnen folgen können.
        Wie aber viele andere hier schon anmerkten nützen all diese Pirouetten nix
        wenn man sich weigert die sich zuspitzende Lebenswirklichkeit/Bedrohung für die meisten von uns zur Kenntnis zu nehmen.

        Auf Ihre Antwort bezogen: Ich halte es mit dem preußischen Grundsatz, daß jeder nach seinen eigen Maßstäben selig werden soll. Das findet genau da sein Ende wo meine Seligkeit bedroht und beschnitten werden soll – Transzendenz hin oder her. Und selbstverständlich interessiert mich meine vor der aller anderen – was denn sonst?

        Die vom Geldadel bezahlte und von faschistoider linker Gesinnungsdikatur gepushte Islamisierung und Zerstörung Europas im Sinne einer dreckigen Finanzoligarchie läßt sich nicht mehr mit *gemäßigten Schwestern* im Stuhlreis bereinigen. Was Sie beschreiben war jeweils eine Inszenierung für`s Volk.

        Ihnen mag das akademische herum philosophieren Erfüllung bringen. Ich suche eher nach pragmatischen Kollegen wie @ Nathan oder @ rosi, die die Dinge beim Namen nennen (Bekenntnis zur eigenen Identität und deren Bewahrung). Dazu gehört nun mal zwingend ein gesundes Selbstbewußtsein, daß Sie in seiner verkrüppelten Ausprägung beibehalten sehen wollen.

        Sie mit Ihrer einst richtigen – heute falschen Prägung suchen einen Ausgleich da wo er längst nicht mehr möglich ist.
        Falls Ihnen mein Abscheu gegen den Islam das falsche Beispiel ist, wir können das gern auf die ReligionsSekte der Linken inclusive Straßenschläger Antifa übertragen. Das selbe in Grün.
        Fanatikern kommt man nicht mit klugen Betrachtungen, Verständnis und Rumeiern bei, sondern mit Gegnerschaft und ja… auch mit preußischem Militarismus, wenn es nicht mehr anders geht.

        Und wenn Sie dann bitte noch die Reihenfolge beachten wollen… nicht wir haben denen (Islam/linke Vollstrecker) die Abschaffung erklärt, sondern Sie uns!
        Wenn Ihnen diesbezüglich eine klare Positionierung schwerfällt ist das (für Sie) ok.
        Ich hingegen glaube an gar keine Tanzendes, sondern den Selbsterhaltungstrieb.

      • Conrath // 22. Juni 2017 um 14:43 //

        @Anica

        Mit was machen Sie mich zu einem Fürsprecher der Olivgrünen und der Kriegspolitiker? Ich verstehe nicht, wieso Sie diese Zuschreibung konstruieren?

        Ich halte nix von dauernder, entwürdigender Duldung. Was unterstellen Sie da?

        Und Sie haben die Ausführung zu falschen Transzendenzfundamentalismen und der ‚echten‘ Transzendentalphilosophie der spätaufklärerischen, Deutschen klassischen Philosophie, überhaupt nicht verstanden oder aufgegriffen! Wie wollen Sie dann etwas schützen, was Sie im Kern nicht kennen?³

        Da bleibt eben nur Notabwehr, aber selbst meinen ‚Aufruf‘ dazu blenden Sie aus, weil Sie wohl auf ein einfaches, überschaubares Feindbild angewiesen sind, orientiert oder festgeschrieben sind.

        Wachen Sie auf:

        – Im historischen Umfang der Kenntnis des zu Verteidigenden und
        – In der Notabwehr gegen Kriegsbeitritt im Nato-Zwangsrahmen und gegen Russland.

        Darum geht es und nicht um Personalisierung von Viertelverstandenem und Freund- Feind-Lagerbildungen.

        Die Olivgrün-Religiösen werden schon aufwachen, wenn wir in den Krieg hineingezogen werden. Aber wir anderen können doch ‚vorher‘ schon mit unserer Vernunft das Herankommen des Unheils erkennen und dann gemeinsam abwehren.

        Was bitte spricht dagegen?

        Ich sage doch nicht, dass nur Oberseminaristen DE verteidigen können. Die verstehen die Kultur vielleicht und auch nur manchmal, tiefer, aber nicht unbedingt das Leben! Und es reicht doch wohl als Motiv hin, seinen Arsch zu bewegen, wenn unser und fremdes Leben, durch Regierungskriminalität so vorsätzlich, widergesetzlich und unsinnig gefährdet wird oder?

        Das nennen Sie dann Passivität und Duldung!?

        Sagt mal, habt ihr auf der Schule kein echtes Denken mehr gelernt oder was ist mit Euch? Langsam wachsen mir die ersten grauen Haare, wenn ich das jetzt näher an mich heranlasse.

        Ohne Denken gibt es auch keine Notabwehr, weder für Rosis, noch Nathans noch für Sie. –

  13. Vielen Dank Herr Lampe,

    für Ihre sehr anschauliche und differenzierende Klarstellung. Es zeigt, dass die Ängste gegenüber unserer Kriegsregierung real begründet sind und zugleich kann auch ein fruchtbarer Ausweg, aus der Gesamtlage, erahnt werden.

    Wir erleben in DE jetzt das große Versäumnis, kein tragfähiges Einwanderungsrecht geschaffen zu haben. Das sollte uns alle nicht verwundern, denn die pragmatisch-dienstbare Haltung des ‚Alten Fritz‘, sein Militarismus würde uns heute überwiegend eher abstoßen, war eine ‚intuitive‘, auf die Ganzheit eines Kulturvolksgemisches, gerichtete. Und im Vergleich zum heutigen, alles durch abstrakten Nihilismus nivellierenden, Krämergeistes, der sich schließlich nur noch um Targetsalden und Bilanzformeln dreht, erscheint erst die Qualität dieser historischen Entwicklung, in ihrer Dynamik und damaligen Zukunftsbestimmung, unserer heutigen Vergangenheit und Gegenwart.

    Wann endet dieser 100-jährige Krieg gegen Mitteleuropa? Sind wir schon ‚über den Berg‘ oder kommt erst noch das dicke Ende?

    • @Conrath @Diogenes

      Targetsalden sind nun mal nicht zu übersehende Tatsachen für die, welche deren Verdrängung aus der Öffentlichkeit durchschauen und dadurch die antideutsche Attacke und die unterwürfige Hilflosigkeit (oder bewußte Unterwürfigkeit?) des BRD-Regimes/Systems erkennen.

      Was Preussen betrifft, geht es ja nicht um deren politische Gebietsentwicklung, sondern um den Menschentyp, die Haltung, die sich in ihm vorzüglich und vorbildlich entwickelte und darstellt. Genau das, was man als „typisch deutsch“ bezeichnet. Diesem WESEN sollte unser Augenmerk gelten, denn deswegen wurde er ja gehaßt!
      Und da kommen Sie und Diogenes mit ihrem historischen, akademischen, ablenkenden Geplänkel überhaupt nicht weiter, um darin den notwendigen Elan für die HEUTIGE Zeit zu begreifen und zu fördern: Selbstbewußtsein. Wann haben Sie jemals in diesem Zusammenhang über deutsches Selbstbewußtsein geredet? Wohl unangenehm, Sie gehen dem nämlich auffällig systemtreu aus dem Weg!
      Und an Ihnen ist die hervorragende städtebauliche Leistung des Wilhelminischen(!) preussischen Stils, der die aufstrebenden Städte wie Berlin oder Wiesbaden, nur als Beispiel, prägte: Typisch deutsch(?) = typisch Preussen(!), das gerade heute UNVERBRAUCHT als altes und gleichzeitig neues, weil wiederentdecktes Leitbild vor uns stehen kann.
      Ich hoffe, über Herrn Lachmann geht die Preussen-Idee mit einem strahlenden, positiven Bewußtsein, = „Preussen en march“, an die thüringische AfD zur Impulsgebung für alle weiter!

      • @nathan schreibt:
        „Und da kommen Sie und Diogenes mit ihrem historischen, akademischen, ablenkenden Geplänkel überhaupt nicht weiter, um darin den notwendigen Elan für die HEUTIGE Zeit zu begreifen und zu fördern: Selbstbewußtsein. Wann haben Sie jemals in diesem Zusammenhang über deutsches Selbstbewußtsein geredet? Wohl unangenehm, Sie gehen dem nämlich auffällig systemtreu aus dem Weg!“

        Nicht nur, sondern auch das haben Sie gut erkannt.

        Den Menschentyp, den Sie beschreiben als Preusse sowie die dazugehörige Haltung, nebst inneren als auch äußeren Werten, will man nicht wahrhaben. Unerwünscht, nicht vom System gewollt. Patrioten mag das System ebenso nicht mehr.
        Deutsches Selbstbewusstsein: Unerwünscht. Vorsicht Falle, man könnte Sie in die „rechtspopulistische Ecke“ katapultieren.

        Eine gute Nacht wünscht Ihnen
        Rosi

      • Conrath // 22. Juni 2017 um 09:16 //

        @Nathan

        Bitte lesen Sie richtig. Lesen und Interpretieren gehört zu den in DE intensiv geübten Tugenden!

        Geben Sie gute Beispiele ab für dieses/ unser, Kulturvolk! Die Kultur lässt sich nicht (neokapitalistisch) auf Targetsalden ‚reduzieren‘ (meint, sie ist nicht auf Wirtschaftstatsachen zu reduzieren!). Sie haben daraus etwas ganz anderes gemacht. Bewusste Verdrehungen sind keine deutschen Tugenden! Autor Lampe hat sehr beispielsreich und anschaulich, das ‚Prinzip des positiven Zusammenarbeitens aufgezeigt, die Frucht aus dem Charité-Verständnis von König Friedrich II, der auch privat überwiegend französisch sprach, lass und neben seinem Musizieren italienischer Musik, gerne mit Voltaire parlierte (Vernunft- und Fähigkeitsaustausch sind auch eine in der deutschen Kultur hoch geachtete Tugend!).

        Also wirken Sie durch sich selbst, das ist ‚u r d e u t s c h‘ (Luther – hier stehe ich und kann/ will, nicht anders > eine gute ex post Mythe für das deutsche Verständnis und unsere Gegenwart) und es beinhaltet, dass es auch in anderen Kulturvölkern im Herzzentrum vorkommt. Deswegen werden die deutschen Beiträge im gesamten Spektrum der Weltkultur so hoch geachtet.

        Achten Sie diese Kultur durch den/ Ihren, Beitritt/ Vollzug und die/ Ihre, aktive(!) Betätigung ‚i n‘ dieser dynamischen Kultur.

        Ich habe es von früh an immer versucht und bin damit nie fertig geworden. Überall stehen in mir noch ungebaute Projektvorhaben, ungemalte Bilder und ungeschriebene Aufsätze,… herum. –

        Schenken Sie uns etwas von ‚I h r e r‘, herzwarmen Begeisterung, Nathan (der Gegenwartsweise).

        Wenn Sie die Tugendwerte der jüngeren Vergangenheit, also ca. 270 Jahre, kennen, dann wissen Sie, dass das spekulative Element im Kulturgärtopf der mindermächtigen Staaten deutscher Zunge, eine besondere(!) Ausprägung erfuhr, durch die kleine Gruppe von Weltgeistern, um Kant und Hegel herum, die aber eine lebendige Widerspiegelung viel größerer (europäischer) Kulturkreise bewirkte, wie in einem Brennglas.

        Und Spekulation ist seit dem nicht mehr einfach nur ’spekulativ‘. Um dies zu erfahren gibt es nicht wenige Weltstudenten die dafür extra Deutsch lernen, weil sich die Komplexität der Spätaufklärung in dieser Sprache hervorragend selbst versteht und fortbildet, zum echten Nutzen aller Kulturen!

        Kommen Sie herein, bleiben Sie nicht lange auf der ‚Besorgnisschwelle‘ stehen, der Anlass zur Sorge ist real gegeben, das eint uns, Einigkeit gehört auch zu diesem kulturellen Kanon anzustrebender Werte, als politische Solidarität (deutscher Beitrag zum echten Sozialismus), wie auch zu ganzheitlich angelegter Forschung (in allen Fachdisziplinen, siehe die Wissenschaftstheorie der ‚Erlanger & Göttinger‘ Schule, um nur einige dieser, immer noch wirksamen, Kernzentren zu benennen).

        Die Kraft in diesem Kulturfeld ist sehr groß. Das erfahren Sie dann aber manchmal erst persönlich von den lieben, anderssprachigen Denker*innen-Kolleg*innen nach/ ab, dem dritten Glas Wein. –

        Aber ist deswegen Leibniz deutsch?

        Ich kann Ihnen in kursorischer Kürze hier nur sagen, dass der gruppendynamische Verarbeitungsprozess Merkmale dieser Kultur einzigartig ‚gebündelt‘ hat, vergleichbar mit Griechenland, oder dem Shakespeare-England, der italienischen Renaissance und den weiteren, teilweise noch älteren, Hochblüten der Welt. –

        Leben Sie deutsch, lieber Nathan, nicht den Schatten dieses Kulturprozesses. Schatten gibt es auch überall auf der Welt. Unserer ist ‚n i c h t‘ größer als der Durchschnitt anderer Schatten, geteilt durch die Intensität unserer Kulturbeiträge! Das darf eben von den Deutschlandhassern nicht vergessen werden, da bin ich mit Ihnen und hoffe, dass ich mich halbwegs verständlich ausgedrückt habe! Sonst fragen oder kritisieren Sie mich einfach, ganz lutherisch, nicht hintenherum.

        Wir brauchen jetzt ein offenes Visier und Identität ist immer schon in jeder echten Kulturleistung implizit enthalten, darf nicht für billige Tagespolitik missbraucht werden.

        Bei Rosi kommt es mir manchmal, zum Glück nicht immer(!), so vor, als würde Sie diesen tagespolitischen Umstand, der ‚Sichtbarkeit von Kulturfloskeln‘, nutzen, um sich persönlich damit zu inszenieren. Andererseits habe ich den Eindruck Frau Rosi schreckt auch immer wieder genau davor zurück, will eigentlich ‚g e g e n‘ die geballte Unkultur anrennen, das ist deutlich (Charitéanwendung hier auf Rosis positives Anliegen). Aber das ist dann manchmal wie mit dem Kopf gegen Wände laufen und ich freue mich, richtig deutsch, wenn Rosi die passende Türe nimmt, für Ihren Beitrag zu einer semantischen Wende.

        Also Mc-Donald/, Propagandamüll/, Dauerproxykriegs-WÄNDE werden auch mit/ durch, Rosis Beiträgen schließlich ‚g e w e n d e t‘, das ist/ wäre, ein deutsches Empfinden, gegen die schleichende Dekulturalisation und gegenwärtige, entsetzlich unmenschliche, Menschenlagerbildung (nix anderes stellt die Migrations-/ Fluchthelferindustrie ja da).

        Grüßend

      • nathan // 22. Juni 2017 um 12:58 //

        @Conrath

        Ihr Zitat:
        „Wir brauchen jetzt ein offenes Visier und Identität ist immer schon in jeder echten Kulturleistung implizit enthalten, darf nicht für billige Tagespolitik missbraucht werden.“

        Aber die eben nicht billige, sondern knallhart uns aufgezwungene Tagespolitik braucht eine Antwort, und die ist keinesfalls billig sondern muß bewußt das Mark treffen.
        Besinnung auf und das in sich Fühlen von Identität soll ja gerade verhindert werden! Warum wollen/dürfen Sie das nicht erkennen?
        Enthusiasmus ist der Grundstein für eine Bewegung. Wollen Sie das, beides(!) verhindern?
        Diesem „Aussitzen“ ja gerade der Schläge durch das Regime, die auf der von Kohl (Merkel darin zusätzlich noch gegen Gesetze verstoßend) erfolgreich gegen das als träg erkannte Volk praktizierten Dickfelligkeit bauen, muß etwas entgegengesetzt werden.
        Da sind Ideen gefragt, und da sollten Sie mitmachen, lieber Herr Conrath!
        Rückbesinnung auf Tugenden? Ja gerne, wir sind alle Preussen, Preussen en march!

      • Conrath // 22. Juni 2017 um 14:16 //

        @Nathan

        Uns wurde ein mindestens 100, eigentlich aber schon, 200-jähriger Krieg aufgezwungen, im Rahmen der Geo-Schach-Politik der Briten, jetzt der Globalisten.

        Das ist nicht Tagespolitik, bestimmt aber diese ganz überwiegend.

        Wer bitte sagt denn, dass ich nicht auch für die Identität von Kultur stehe und irgendetwas spalte, nur weil ich hinterfrage?

        Und was Sie vielleicht meinen und nicht ausformuliert haben, die [notwendige!] Zuspitzung ist eh nicht Thema der Kultur, sondern gehört wohl zum ‚Naturrecht der Notabwehr‘ und zwar jetzt mit verhältnismäßigen Mitteln auszuführen.

        Sollte unsere kriegs-kriminelle Regierung daher ‚unsere‘, durch Steuern bezahlte, nach dem §GG nur der Verteidigung dienenden, militärischen Geräte und Truppen, in Jordanien neu stationieren, dann müssen wir in den politischen Generalstreik treten!

        Dafür brauchen wir dann keinen tagespolitischen Eintagsfliegendiskurs über Identität, weil es dabei um das Überleben, also Krieg oder Frieden, geht. Boykottieren wir jetzt, allesamt zusammen, also mit allen, denen Mitteleuropa wichtig ist und das Leben ihrer Kinder und Enkel, dann können wir einen Kriegsbeitritt gegen Russland noch verhindern! Warten wir ab, dann ist ein russländischer Präventivangriff wohl unvermeidlich, um den Kriegstreibern die Grenze zu zeigen. Die Nato ist wortbrüchig geworden, mit der Widervereinigung von zwei deutschen Rumpfteilen. Beides steht in einem unlösbaren Zusammenhang.

        In welcher Kulturdisziplin sind Sie aktiv, Nathan, wenn ich fragen darf?

      • Conrath // 22. Juni 2017 um 14:24 //

        Korrektur: Wiedervereinigung,

        obwohl es keine echte war. Tatsächlich wäre dann der Friedenszustand aller deutschsprachigen Länder, nach dem Sieg über Napoleon, der Basis-oder Normalzustand, der mit den heutigen Rechtsansprüchen basisdemokratisch zu rekonstruieren wäre, nicht als Kleinstaaterei, sondern als Friedensföderalismus und durchdachte Pläne dazu gibt es bereits (siehe Albrecht Müller/ Nachdenkseiten u.a.).

    • MutigeAngstfrau // 22. Juni 2017 um 08:33 // Antworten

      Zitat Conrath :“Wir erleben in DE jetzt das große Versäumnis, kein tragfähiges Einwanderungsrecht geschaffen zu haben.“

      Mit der Verwendung des Aktivs verzerren Sie die Sache ins Komödiantische, wofür man Ihnen danken sollte, angesichts des Umstandes der zu erwartenden längeren Theaterpause. Bald wird dann auch das Komische pausieren – also lacht Leute, was die Schwarte hergibt!

      Wann hat dieses auf einen Rumpf zusammengetriebene und zuvor in den Europa-Unterjochungs-Modus intrigierte Volk jemals etwas zu gestalten gehabt? Im politischen Sinne?
      Es wurde brutal gestaltet und hernach auch noch mit der Jahrtausendschuld beladen, die seiner Rest-DNS nun gerade den Garaus macht. Der Countdown ist kurz vor Null und wird die von innen herausgefaulten Bauchpinseler hinwegfegen, wenn nicht noch ein Wunder geschieht.
      Und da kommen Sie mit Versäumnissen der Legislative, die in diesem Theater von transatlantischen Marionetten dargestellt wird?

      Wunder siedeln in anderen Dimensionen. Also: „Ommmmhhhh!!!!“.
      Und passt auf eure Gesundheit auf. (Soviel zum Gestalterischen, das hier ja gern gesehen ist.)

      • Conrath // 22. Juni 2017 um 09:36 //

        @MAF

        Zunächst lese ich gerne Ihre manchmal ‚kräftige‘ Prosa.

        Ja, wann ist es passiert?

        Bitte denken Sie sich in die Lage der napoleonischen Kriege hinein. Kanonen und Säbel haben auch damals die Verhältnisse in dieser ‚mindermächtigen Kulturgarküche‘ verändert.

        Unterstellen Sie mir daher lieber keinen faulen Verführungszauber.

        Leider stimmt es, dass sich Kultur oft erst unter großem Handlungsdruck und unter gewissen Leidensbedingungen, kräftiger erhebt als sonst. Es ist so, auch wenn wir alle uns diesen Vorgang leichter, gemütlicher, irgendwie volkshochschulmäßiger vorstellen/ wünschen, mögen. Das wünsche ich mir doch auch, bin doch kein Masochist, der die fehlende Souveränität dieses deutschen Rumpfgebildes nicht als ein beschämendes und mittlerweile hochgefährliches, Unrecht erlebt. Das habe ich aber bereits vielfach zum Ausdruck gebracht, darin sind wir uns einig, liebe MAF.

        Theater ist alles und nichts! Theater endet gewöhnlich mit dem letzten Vorhang, das Leben setzt sich mit immer weiterem Theaterspiel fort!

        Also noch genauer lesen und hinschauen, solidarisieren und dann ‚gemeinsam‘, in schöner deutscher Tugend, kämpfen und zwar mit Werten und Mut zur ‚Umgestaltung dieser entwürdigenden Kriegskrämer-Gegenwart‘.

        Sie, mit erhobenem Haupt und Händen (387838405X), grüßend

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