Vom Katar-Terror zu Donald Trump

Flagge des Islamischen Staates / Quelle: By Yo (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons Flagge des Islamischen Staates / Quelle: By Yo (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
Der Terror zerstört Länder von innen. Wir werden Zeuge, wie Frankreich und Großbritannien zu Regionalmächten schrumpfen und die USA eine arabische NATO planen.

In Britannien wütet der Terror. Glaubt man diversen Medien-Spekulationen, geht es den Terroristen und deren Hintermännern um die Beeinflussung der kommenden Wahlen. Zur gleichen Zeit platzt am Persischen Golf aber eine ganz andere Bombe. Einer der übelsten Terrorstaaten, in denen die Sklaverei noch bestens funktioniert, mit dem die „Internationale Gemeinschaft“ der westlichen Oligarchenregime USA und EU bisher prima zusammengearbeitet hat, wenn’s ums Massenmorden, Formel1, Fußball – und natürlich Erdgas und Pipelines ging, steht am Terrorpranger.

Das geradezu Perverse aber auch Lächerlichste dabei ist, dass der weitaus übelste aller Terrorförderstaaten nach den USA, GB und dem Vatikan in der Welt, Saudi Arabien, also der Heimatboden von Bin Laden und seinen 40 Teppichmesserterroristen, den Hauptankläger gibt.

Warum vermittelt Trump?

Im Zentrum des Kampfes steht die Muslimbruderschaft, die sich bis heute der ganz besonderen Förderung durch Katar erfreut. Ebenso der durch die Türkei. Das wird man dort also sehr genau registrieren, was jetzt mit den Scheichs und deren Muslimbrüder passiert. Das sieht nicht gut für den Padischah aus Ankara aus, der deshalb nur noch tiefer in die Faust Putins gedrückt wird.

Doch man sollte nicht vergessen, dass die Muslimbruderschaft ein Produkt des Britischen Empire und seiner türkisch-jesuitischen Freimaurerei ist. Gegründet in den 20ern des vorigen Jahrhunderts in Ägypten, um einen arabischen Nationalismus zu schaffen, den die Briten gegen das Osmanische Reich wenden konnten; den sie später aber wieder mit allen Mitteln bekämpften, um sich selbst zu Herren der Ressourcen der neuen Staatsgründungen zu machen, die im Zuge des Untergangs der Osmanen als britisch-französische Schöpfungen entstanden waren.

Ebenso ist Katar, ein ehemaliges Piratennest, von den Briten zu dem gemacht worden, was es heute ist. Will man also jetzt die Muslimbrüder vernichten, so richtet sich das natürlich auch gegen ihre Herren und Meister von Downingstreet und MI6. Und da kommt dann wieder der Terror, der gerade in London wütete, ins Spiel und der vom ehemaligen Verteidigungsminister Gates inzwischen sogar als arabischer Aufstand bezeichnet wird.[1] Das sollte man ernst nehmen.

Donald Trump will nun den „Vermittler“ zwischen den Saudis und Kataris auf Kosten Londons spielen. Denn die Saudis standen im Gegensatz zum britischen Katar stets auf der Seite der USA. So eng, dass durch diese Allianz der Petrodollar als Weltleitwährung entstehen und Jahrzehnte funktionieren konnte. Aber welche Gründe bewegen den US-Präsidenten, hier zu vermitteln und welche Optionen hat er wirklich?

Downingstreet hat schon verloren

Fakt ist: Die Kataris waren stets treue Sklaven Roms. Formel 1 und Fußball WM und westlicher Tourismus waren der Lohn. Das funktionierte so lange, wie die globalistische Allianz zwischen Rom, Washington und London via City of London funktionierte. Damit ist es aber vorbei. Das Imperium, was durch diese Allianz geschaffen wurde, bricht auseinander. Die Machtkämpfe werden schärfer, denn es sind Überlebenskämpfe innerhalb der Oligarchenclans. Schon der Brexit zeigte dies eindrucksvoll.

Die „Festlandsoligarchen“ der EU, angeführt von den französischen, kämpfen um den Zusammenhalt der unter der Jesuitenknute stehenden Europäischen Staaten, deren Verbund Deutschland, das ihn finanzieren musste, unten halten sollte. Den britischen Oligarchen, zu deren Handpuppen auch eine Frau Merkel zählt, deren Vater schon dazu zählte, ist nichts lieber, als eine chaotisierte EU, die keine Allianz mit Russen und Chinesen fertigbringt. Darin waren sie sich bis zur Wahl Trumps noch mit den USA einig. Doch Trump und seine Oligarchen sehen ihre Fälle in Eurasien und im Pazifik wegschwimmen, wenn sie es nicht fertigbringen, sich irgendwie in Eurasien und Afrika die Ressourcen zu sichern, die China braucht und sich dabei mit Russen und Chinesen geschäftlich klug zu arrangieren.

Dem aber stehen nicht nur die Interessen der Russen und Chinesen gegenüber, sondern eben auch die der Briten! Gegen die Macht der Russen und Chinesen in Eurasien können die amerikanischen Interessen nichts mehr ausrichten. In Afrika ist dagegen noch alles offen. Gelingt es Trump also, mit der Hilfe von Israel (das für den Vatikan immer nur der Wüstenkreuzer Roms in der arabischen Wüste war und ist), Ägypten und eben Saudi-Arabien, seine neue militärische Allianz zu schmieden und diese über ganz Nordafrika und die sunnitisch arabischen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens herrschen zu lassen, behält das wankende Imperium nicht nur ein Bein in der eurasischen Tür, sondern kann sich weiter darin festsetzen und die Bedingungen für das neue Seidenstraßenprojekt Chinas mit aushandeln.

Dazu müssen natürlich die Ressourcen Afrikas in ihrer Hinterhand sein, was nicht nur bedeutet, dort die Chinesen in Schach zu halten sondern natürlich auch die Russen und die EU-Konkurrenz. Die bekommt dafür so viele Flüchtlinge, wie gebraucht werden, um die EU endgültig im Bürgerkrieg auseinanderfallen zu lassen. Immer noch die leichteste Art für die Oligarchen der USA, Russlands und Chinas, sich die Beute „brüderlich“ zu teilen. Also selbst ein europäischer Bürgerkrieg wird Downingstreet nichts mehr nützen.

Russland spielte die Briten aus

Diesen neuen Weltaufteilungsplänen Trumps aber stehen nun die britischen Oligarchen immer deutlicher im Wege, die historisch ja auch nicht zur römischen Aristokratie gehören, sondern zur venezianischen. Die bildet mit der römischen seit der Restauration des schottischen Hauses Stuart auf dem englischen Königsthron im 17. Jh. lediglich eine Allianz.

Das, was wir das ehemalige Britische Weltreich nennen, war unter Königin Viktoria und all denen, die ihr auf den Thron folgten, stets nur eine Welteroberungs-Allianz zwischen London und Rom (Disraeli als Roms Statthalter). Wobei Letzteres bei seiner Globalisierung und Kosmopolitisierung der Welt im 19. Jh. Eurasien über die Seemächte zu erobern gedachte, während die Kontinentalmacht Deutschland aufgepäppelt wurde, um Russland vom Festland her anzugreifen. Ohne die hoch erfahrenen Jesuiten, die durch ihren Missionseifer schon im 16. Jh. großen Einfluss auf Russland, China und Teile Indiens hatten, hätten die Briten mit ihren Kriegsschiffen und protestantischen Missionaren Asien vielleicht erobern, aber nicht so lange halten können.

Diese Allianz existiert nicht mehr. Mit der Verdrängung der letzten britischen Machtbereiche in seinem ehemaligen Weltimperium verliert das Königreich endgültig seinen globalen Einfluss als Großmacht. Der Commonwealth ist längst keine sichere Bank mehr. Ist erst mal Königin Elisabeth tot, wird es kaum noch einen Staat dieser Gruppe geben, der einen britischen Monarchen als sein Staatsoberhaupt akzeptiert. Womöglich nicht einmal mehr ein auseinanderfallendes Großbritannien.

Um die Briten, die ja nach dem Zweiten Weltkrieg alles taten, um die Gründung des Staates Israel durch die vom Vatikan über dessen Bankier Rothschild beherrschten und gelenkten Zionisten zu verhindern, aus deren letzte Festungen in Eurasien zu verdrängen, ist Katar ein wichtiges Schlüsselelement. Es ist aber nicht nur im Visier der Römer und Israelis, sondern auch längst der Russen, die es verstanden haben, das Scheichtum über Rosneft inzwischen wirtschaftlich fest an sich zu binden, was wesentlich zum gegenwärtigen Hass Londons auf Moskau beigetragen haben dürfte. Denn somit war endgültig Schluss mit der Pipeline-Konkurrenz zwischen Russen und Kataries bezüglich des EU-Energiemarktes. Die Briten, die mit Nabucco hofften, den europäischen Kontinent über dessen Energiezufuhr aus Asien mit Hilfe Katars zu beherrschen, haben gegen die Russen verloren.

Paris und London wird die Beute abgenommen

Unnötig zu erwähnen, dass die katarischen Söldner, die sich als IS, al-Qaida oder sonst was ausgeben und dabei von der Muslimbruderschaft geführt werden, natürlich de facto britische Söldner sind, bzw. solche, die britische Interessen vertreten. Wenn es aber jetzt zum Bruch des Golfrates kommt und womöglich sogar zum Krieg Sunniten gegen Sunniten, nur um Katars Verbrecherbanden im Irak und Syrien wieder loszuwerden, dann zeigt das einen sehr interessanten Schachzug Trumps, um seine arabische NATO zusammen mit den Saudis, Ägyptern und Israelis und eben ohne die Briten vorzubereiten und möglichst kurzfristig durchzusetzen. Denn die Zeit drängt.

Die Franzosen machen ja seit einiger Zeit als ehemalige Kolonialmacht ähnliche Erfahrungen wie ihre traditionellen Erzfeinde jenseits des Kanals. Sie werden mit der Gründung besagter Trump-Allianz ebenfalls aus ihren ehemaligen Einflussgebieten verdrängt; vor allem aus Nordafrika.

Paris und London waren so dumm, für Washingtons Oligarchen und deren neue NATO die Bombardierungen Libyiens und die Beseitigung Gadafis, der dieser neuen US-NATO arabisch-jüdischer Provinienz natürlich entgegen stand, zu übernehmen. Jetzt stehen diese EU-Kriegsverbrecher da und müssen zuschauen, wie ihnen von ihren „Partnern“ die Beute abgenommen wird. Obendrein ist Großbritannien von der EU isoliert.

Innerhalb der EU kann Frankreich, das ebenso nackt dasteht und keine signifikanten Ressourcen mehr hat, die es in die Waagschale der Weltmächte bringen könnte, kaum noch etwas ohne das verhasste Deutschland ausrichten, deren britisch-transatlantische Marionettenregierung nun quasi allein im Wald steht und wohl ebenso ausgetauscht werden muss, will es sich Russland wenigstens so weit annähern, wie Trump es zulässt. Der aber wird es zulassen, solange es GB und Frankreich schwächt.

Es bleiben zwei Mächte neben den USA

Wir werden also gerade Zeuge, wie zwei ehemaligen Großmächte, nämlich Großbritannien und Frankreich, zu Regionalmächten schrumpfen, die in Anbetracht ihrer fortlaufenden Destabilisierung von Innen durch „islamistischen“ Terror mehr oder weniger unter Kriegsrecht stehen und außenpolitisch kaum noch ein Bein auf die Erde bekommen. Mit dem Ende des Katar und der Eroberung Mossuls (durch amerikanisch gestütze Iraker) und Rakkas (durch amerikanisch gestützte Kurden) sind die Briten im Wesentlichen raus aus Eurasien. Und in der syrischen Provinz Idlib, wo sie unter Erdogans Naturschutz stehen, werden sie sich auch nicht mehr lange halten. Nur, solange es Putin gefällt.

In Frankreich wurde mit Macron absichtsvoll eine Rothschild- also Vatikan-Marionette zum Präsidenten der Franzosen gemacht, die letztlich innen- wie außenpolitisch noch machtloser agieren wird als Hollande. Und das soll sie ja auch…

Es gibt eben nur noch zwei Mächte, die neben den USA die Aufteilung der Welt beeinflussen können, und das sind nicht Frankreich und Großbritannien…

 

 

Anmerkung

[1] https://deutsch.rt.com/international/51872-diplomatische-krise-in-katar-usa/

24 Kommentare zu Vom Katar-Terror zu Donald Trump

  1. Karl Bernhard Möllmann // 7. Juni 2017 um 09:19 // Antworten

    . . .
    ZITAT @ Diogenes Lampe:
    .
    „Das geradezu Perverse aber auch Lächerlichste dabei ist, dass der weitaus übelste aller Terrorförderstaaten nach den USA, GB und dem Vatikan in der Welt, Saudi Arabien, also der Heimatboden von Bin Laden und seinen 40 Teppichmesserterroristen, den Hauptankläger gibt.“
    .
    WER sich professionell mit dem Studium der „PSYCHOSE“ beschäftigt, und deshalb die Eigenschaften & Erkennungs-Merkmale von Psychopathen sorgfältig studiert – der begreift schnell, daß die FALSCHE Beschuldigung Anderer der EIGENEN Taten – eines der KERN-Elemente beim Aufdecken von echten Psychopathen ist.
    .
    DARUM sind echte BEWEISE das A & O – denn OHNE echte Beweise – laufen wir alle Miteinander Gefahr, in die LÜGEN-FALLE echter Psychopathen zu tappen . . .

    • Karl Bernhard Möllmann // 7. Juni 2017 um 10:07 // Antworten

      . . .
      An alle die das Psychopathen-Problem bisher weder erkennen noch verstehen:
      .
      Ich habe „no problem“ mit Welt-Meisterschaften im Sport, mit Olympiaden, planetaren MEGA-Hits und Weltenbummlern . . .
      .
      Ich habe auch nix gegen Welt-Handel . . .
      .
      Bin schließlich ein Hanseat!
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      Aber ich habe etwas gegen Psychopathen – weil sie professionelle FALSCH-Spieler sind – die auf ehrliche Art & Weise niemals gewinnen könnten, weil ihre Produkte Scheiße sind, genau so wie ihre Ideen & ihre Methoden!
      .
      DARUM braucht es Aufklärung darüber – WIE man diese durch & durch kriminellen Spezies von EHRLICHEN Kaufleuten & EHRLICHEN Politikern unterscheidet.
      .
      NETZWERKE produzieren Synergien und sind deshalb gut im privaten wie im geschäftlichen Bereich – wo Künstler, Handwerker, Landwirte, Kaufleute & Entwickler ihre Ideen & Produkte austauschen – das gilt selbstverständlich auch für globale Netzwerke.
      .
      Wenn aber jemand mit fairen & ehrlichen Methoden NICHT mithalten kann – dann hat er die Wahl sich geschlagen zu geben, und etwas ANDERES zu probieren – ODER ER WIRD EIN KRIMINELLER & BETRÜGER.
      .
      Diese Kriminellen & Betrüger werden rund um den Globus von der Polizei gejagt, ihrer Verbrechen überführt & bestraft.
      .
      NUR IN DER WELT-POLITIK IST DAS ANDERS!
      .
      Nur HIER können Massen-Mörder ungestraft „Präsident“ sein.
      .
      Nur HIER kann man mit Betrug Politik machen.
      .
      Nur HIER sind Kriminelle geachtete „Persönlichkeiten“.
      .
      DAS will ich ändern!
      .
      Und DAS beginnt mit dem VERSTEHEN darüber – was genau ein „Psychopath“ eigentlich ist – nämlich ein stinknormaler KRIMINELLER, der seine politische Macht dazu mißbraucht, um seiner gerechten Bestrafung derzeit immer noch zu entgehen!
      .
      Seine wichtigste kriminelle Waffe ist hierbei die FALSCH-BESCHULDIGUNG Anderer – die er seiner eigenen Verbrechen bezichtigt – DARUM ist die LÜGEN-PRESSE ein integraler & immens wichtiger Haupt-Bestandteil der internationalen Psychopathen-Netzwerke!

  2. Germaniam esse delendam

    Deutschland hat seine Rolle verloren und noch nicht wiedergefunden.
    Denn immer noch steht Arminius in den Wäldern, um Rom aus Germanien zu vertreiben.

    Die Losung lautet: Hierarchie versus Heterarchie!

    Kaum jemand hat begriffen, dass es in der biologischen Evolution nur oberflächlich um den Wettbewerb von Organismen geht. Es geht im Wahrheit um den von Ordnungen. In der politischen Evolution gilt das gleiche.

    Eine der Schwächen der Deutschen war über Jahrhunderte die Viel- und Kleinstaaterei im „heilgen römischen Reich Deutscher Nationen“, in welchem das gesunde und erstrebenswerte Zie der „Subsidiarität“ und „Dezentralität“ sozusagen als Partikularismus „übertrieben“ wurde. Dem steht der zentralistiche Staat römischer Prägung gegenüber, wie er im Faschismus sein Extrem fand und ebenfalls nicht funktionierte.

    Wir bräuchten also ein „germanisch-heterarchisches“ Europa der Regionen, in welchem dezentralisiert wird, was möglich ist und zentralisiert, was nötig. Und eben keinen „römisch-hierarchischen“ Zenralstaat.

    In Wahrheit kämpfen diese beiden Ordnungsmuster immer noch um ihre Oberherrschaft, auch dann, wenn „Rom“ heute (von mir aus) der Vatikan oder der angloamerikanisch – zionistische Finanzfaschismus darstellt.

    Deutschland ist deswegen verhasst, weil sein „tieferes Ordnungsprinzip“ den nach Hegemonie und zentraler Steuerung strebenden Impererien entgegensteht. Falls es hinter den jetzigen Großmächten -genau besehen- nur ein einziges Imperium geben sollte, umso schlimmer.

    Solange wir Deutschen nicht klar sehen, was uns „wesensmäßig“ als „Kelten und Germanen“ umtreibt, werden wir nie effizient gegen „Rom“ vorgehen können. Wer sich selber nicht kennt, der ist auch fern davon, seinen Gegner ausfindig machen und benennen zu können.

    Unsere wahre Stärke liegt also in unserem Hang zur einer auf Dezentralität beruhenden Freiheit. Präzise davor zittern „die Römer“! Denn es bedeutete ihr Ende, wenn das Schule machte.

    Nun mag es als Vorbereitung zu einem Angriffskrieg hingestellt werden, dass man ausgerechnet im dritten Reich, also im faschistischen Zentralismus, um einer weitgehende Autarkie bemüht war. Leider ist auch dieses in höchstem Maße erstrebenswerte Ziel deswegen leicht zu diskreditieren.

    Es ist also durchaus kein Zufall, wenn Churchil sinngemäß gesagt haben soll, Deutschland sei „an sich“ eine Gefahr für GB und das von ihm vertretende imperiale Prinzip. Konsequenz: „Germaniam esse delendam“.

    Verstehen wir, dass die neuen Gründe, um Deutschland zu zerstören die sind, welche es immer schon gab.

    In der Tat zielt die systematische Überfremdung, die uns derzeit angetan wird, auf die Zerstörung dieses deutschen Wesenskernes ab.

    Wenn die Welt nach Deutschem Wesen genesen sollte, dann deswegen, weil Dezentralität und Autarkie die Voraussetzungen für Freiheit sind.

    Und das wollen die nicht, welche das immer schon nicht wollten…

    Das ist es, was all die „Unsäglichen“ fürchten wie der Deibel das Weihwasser:

    „Im Worte wahr, im Werke gerecht, sei niemandes Herr und niemandes Knecht!“

    Wer seinen „Lebensunterhalt“ bestreitet, indem er raubt, mordet und unterdrückt, den dürfte dieser Leitspruch schrecken bis ins Mark.

  3. Berichtigung:

    „Heterarchie versus Hierarchie!

    Pardon…

  4. hubi stendahl // 7. Juni 2017 um 10:30 // Antworten

    „Wir werden also gerade Zeuge, wie zwei ehemaligen Großmächte, nämlich Großbritannien und Frankreich, zu Regionalmächten schrumpfen…..“

    Es scheint, als würde im Nahen Osten eine totale Neuorganisation ins Leben gerufen. Der Juppé – Wright Plan (Frankreich/USA) von 2013, wonach ein Großkurdistan eingerichtet werden sollte, ist offenbar auch passé.

    Diese vollkommene Umkehr, von dem noch unter Obama für Außenstehende zumindest noch in Teilen erkennbaren Planungen, hin zu einer völlig neuen Zielsetzung, die auch der gute Artikel nicht zweifelsfrei zu beschreiben vermag, macht vor allem ratlos.

    Heute gingen gleich an mehreren Stellen im Iran Bomben durch Anschläge hoch.

    Welchen Sinn macht die Isolation der Kataries, die rund 335 Mrd.$ in Europa investiert haben (u.a. Siemens, Mercedes, VW)? Bauernopfer? Immerhin sind die Saudis als nun offene Verbündete der USA und der EU die größten Terrorunterstützer, als Waffe zur Durchsetzung eigener Interessen, neben der Türkei. Was für eine Nahost-Nato stellen Sie sich hier vor, @Diogenes Lampe? Welche Rolle ist der gerade unter Terrorattacken stehende Iran hierbei zugewiesen? Und welche der Türkei, die am Rande eines Bürgerkriegs steht?

    Ohne Zweifel sind die beiden Großmächte F und GB bald Geschichte. Aber die neue Strategie der USA und die Wirkungen unter Berücksichtigung der Regionalmächte Iran und Türkei kann ich im Moment nicht vollständig mit dem Artikel kompatibel machen. Trumps neuer CIA Chef Mike Pompeo hat einen Hardliner der zum Islam konvertierte zum „Spezialbeauftragten“ ernannt. Er hat an Folterungen und der Ermordung des Hisbollah Führers, Imad Mugniyah, teilgehabt. Ein echter Psychopath, wie voltairnet zu berichten weiß:

    „Die CIA bereitet besonders harte Geheimoperationen gegen den Iran vor. Dafür ernannte ihr Direktor Mike Pompeo, Michael d ’Andrea (Foto) zum Chef der ad-hoc-Abteilung, welcher „dunkler Prinz“ oder „Ayatollah Mike“ genannt wird.“

    Im Moment sieht der Nahe Osten weniger nach Nahost – Nato, denn nach Pulverfass aus.

    • Diogenes Lampe // 7. Juni 2017 um 16:42 // Antworten

      @hubi stendahl // 7. Juni 2017 um 10:30
      „Was für eine Nahost-Nato stellen Sie sich hier vor, @Diogenes Lampe? Welche Rolle ist der gerade unter Terrorattacken stehende Iran hierbei zugewiesen? Und welche der Türkei, die am Rande eines Bürgerkriegs steht?“

      Ich hatte das schon in meinem letzten Text beschrieben und deshalb hier nicht noch einmal ausgeführt; -dort unter der Überschrift: „Die neue NATO ohne EU“.

      „Welchen Sinn macht die Isolation der Kataries, die rund 335 Mrd.$ in Europa investiert haben (u.a. Siemens, Mercedes, VW)? Bauernopfer?“

      Wenn man die Kataris im Zusammenhang mit britischen Investitions-Interessen sieht und diese widerum im Zusammenhang mit den „Scheidungsverhandlungen“ zwischen EU und GB, dann wird das Ihre Frage vielleicht zum Teil beantworten. Insofern stimme ich Ihnen auch zu, dass die Kataris Bauernopfer sind. Dazu waren sie wohl auch schon lange vorgesehen. Das werden auch die Saudis irgendwann in näherer Zukunft für Trump sein.

      „Welche Rolle ist der gerade unter Terrorattacken stehende Iran hierbei zugewiesen? Und welche der Türkei, die am Rande eines Bürgerkriegs steht?“

      Wie ich schon im letzten Text darstellte, ist der Iran nach wie vor das Ziel dieser arabisch (sunnitisch)-israelischen (hier nur z.T. vatikanischen) Trump-NATO. Dass nun ausgerechnet jetzt der Iran von innen mit Attentaten im Parlament und an Chomenijs Grabmahl destabilisiert wird, zeigt diese Zielrichtung ganz bewußt symbolisch an. Nach meinem Dafürhalten sollen die jetzigen Terrorattaken auf Irans weltliches Macht -und auf das Religionszentrum die noch unsicheren sunnitischen Zweckverbündeten der USA beeindrucken, die den schiitischen Iran ja nicht weniger hassen als Israel. Auf diesen Hass der Sunniten gegen die Schiiten basiert ja auch diese neue „NATO“-Strategie Trumps und seiner israelischen Verbündeten. Ich sehe also in den Anschlägen von Teheran eher eine CIA-Mossad-Operation.

      Was die Türkei betrifft, so ist Trump und seinen Israelis klar, dass er damit natürlich die sunnitischen Türken, die ja nicht Teil dieser NATO werden sollen, da Erdogan und sein Regime ja Anhänger der Muslimbruderschaft sind, gegen die arabischen isoliert. Damit ist auch klar, dass die USA nicht mehr länger Erdogans Kalifatspläne unterstützen und die sunnitischen Staaten, die der neuen Trump-Allianz beitreten sollen, ebenso wenig. Kurz: Die Türkei ist einerseits durch Putin und andererseits durch Trump geopolitisch im Nahen Osten entmachtet.

      Gleichzeitig unterstützen die USA nun ausgerechnet die ansonsten eng mit den Russen verbündeten PKK-Kräfte Syriens beim Sturm auf Rakka; also Erdogans Todfeinde. Die werden nun von den USA unter dem Vorwand der Bekämpfung des IS noch einmal stark bewaffnet. Was von diesen hoch modernen Waffen an die PKK innerhalb der Türkei durchsickert, kann sich Erdogan denken. Trump forciert offensichtlich einen Bürgerkrieg in der Türkei. Denn er weiß, dass die Türkei politisch an Russland verloren ist, also ist es ihm nur recht, wenn die Russen eine destabilisierte Türkei „erben“.

      Den Russen kommt der Bürgerkrieg dort aber auch nicht völlig ungelegen, denn es steht die Verlängerung des Vertrages von Kars an und damit die Territorialfrage ganz Ostanatoliens, die Putin somit völkerrechtlich korrekt zu Gunsten russischer Interessen neu bestimmen kann. Ich habe die historischen Zusammenhänge in meiner dreiteiligen Türkeianalyse ausführlich beschrieben.

      Die USA und Russland haben es aber auch hinbekommen, dass die zerfallende EU und mit ihr die amerikanisch-europäisch-obsolete NATO sich politisch gegen die Türkei wenden muss. Mit dem CIA-Putsch gegen Erdogan und seine klar zu berechnende Reaktion darauf wurde für die EU politisch eine Situation geschaffen, in der sie sich ebenso gegen die Türkei wenden muss. Angesichts der großen türkischen Population in den EU-Ländern bedeutet das widerum einen Destabilisierungsmoment, der den Bürgerkrieg in der EU mehr anheizen könnte, als die jüngste Einschleusung arabischer und afrikanischer Völkermassen. Das aber alles zusammen ergibt wahrlich eine explosive Mischung, denn da wird es dann zwischen den einzelnen Einwanderungsgruppen ebenso krachen wie zwischen denen und jenen, die schon viel länger hier wohnen. Auf Letzteres kann z.B. die deutsche Regierung vielleicht noch Einfluss nehmen, aber die geopolitischen Konflikte, die Dank Merkel jetzt hier mit eingewandert sind bzw. nur etwas länger hier wohnen (wie Türken und Kurden), hat sie nicht mehr unter Kontrolle.

      Somit wird Ihnen vielleicht auch deutlicher, warum ausgerechnet Pompeo Trumps neuer CIA-Chef ist. Er ist für ihn gerade jetzt genau der richtige Mann.

      Berücksichtigt man nun auch noch das, was Herr Lachmann in seinem Artikel über die Schwulitäten der Saudis mit den Chinesen erläutert, dann wird auch die Eile deutlich, mit der Trump das Haus Saud an sich binden muss, will er den Petrodollar wenigstens kontrolliert zusammenfallen lassen. Er muss ihnen also noch schnell neue Perspektiven aufzeigen, wie eben die neue Allianz, der Ägypten bereits zugestimmt hat, wofür ihm wohl auch Teile Lybiens als Einflußgebiete zugesprochen wurden. Und was kann da wirksamer sein, als dem saudischen Königshaus den Erzfeind Katar vor die Füße zu werfen und gleichzeitig Teherans Zentrum mit Terror attakieren zu lassen.

      Dass ausgerechnet die sunnitischen Araber, die den Judenstaat hassen, mit Israel eine Allianz eingehen sollen, kann nur nach dem Motto: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ funktionieren. Aber hierzu müsste eben auch noch eine Einigung in der Palestinenserfrage gefunden werden und da passt es auch, dass zu gleichen Zeit wieder Palestinenser im Gazastreifen von israelischen Soldaten erschossen wurden. Also auch dort soll wohl wieder seitens bestimmter israelischer Militärkreise, die eng mit Rom verbündet sind, Sand ins Getriebe der Trump-Pläne gestreut werden, hinter denen in Israel widerum die Oligarchen stehen, welche mit Trumps Schwiegersohn verbandelt sind.

      • Conrath // 7. Juni 2017 um 18:54 //

        @Diogenes & Hubi

        „Nach meinem Dafürhalten sollen die jetzigen Terrorattacken auf Irans weltliches Macht- und auf das Religionszentrum die noch unsicheren sunnitischen Zweckverbündeten der USA beeindrucken, die den schiitischen Iran ja nicht weniger hassen als Israel. Auf diesen Hass der Sunniten gegen die Schiiten basiert ja auch diese neue „NATO“-Strategie Trumps und seiner israelischen Verbündeten. Ich sehe also in den Anschlägen von Teheran eher eine CIA-Mossad-Operation.“ Zitatende D.L.

        Eine solche neue Nato gibt es mAn nur als strategisches Kalkül der Trump-Gruppe (Safari 2.0 Klub). Die herangezüchteten Kampfköter können nicht mit einem Mal ganz auf vegane Kost und Freundlichkeit umerzogen werden, das braucht haltseine Zeit. Und die Theaterpolitik Trumps, eine vorsätzliche, ‚doppelte‘ ‚Wag the Dog-Strategie‘, inszenierter, CIA-Mossad-*gerechter*, Terror im Iran. Das soll die ohnehin politisch schlecht beratenen, wahhabistischen Schlafanzugträger etwas besänftigen und der Mossad zeigt, was er technisch-kollaborativ so drauf hat.

        „Gleichzeitig unterstützen die USA nun ausgerechnet die ansonsten eng mit den Russen verbündeten PKK-Kräfte Syriens beim Sturm auf Rakka; also Erdogans Todfeinde. Die werden nun von den USA unter dem Vorwand der Bekämpfung des IS noch einmal stark bewaffnet. Was von diesen hoch modernen Waffen an die PKK innerhalb der Türkei durchsickert, kann sich Erdogan denken. Trump forciert offensichtlich einen Bürgerkrieg in der Türkei. Denn er weiß, dass die Türkei politisch an Russland verloren ist, also ist es ihm nur recht, wenn die Russen eine destabilisierte Türkei „erben“.“ Zitatende D.L.

        Auch das ist faktisch gesehen zutreffend, kann aber ganz anders gewertet werden, gerade in Bezug auf die auslaufenden Verträge von Kars, Putins Option einer Befriedung der Levante. –

        Weder Trump noch Putin findet am Bosporus den Idealpartner vor. Erdogan scheiterte mit seiner anachronistischen, großosmanischen Gewaltpolitik für die Muslimbrüderbewegung (ein CIA-Geschöpf) an der Gewalt eben dieses Zionisten-Gülen-Putsches unter Obama. Gülen ist aber keine Aktiva von Trump und so spielen sich, letztlich interessenkonform, beide Akteure, die neue (weichlandende) USA und Putin, über Bande, zu.

        Die Türkei ist damit nur noch Halb-Nato-Partner und Halb-Musslim-Bruderschaftshort. Halbschritt für Halbschritt entspannt sich die Lage, werden die neuen Torsionskräfte wirksam, nämlich die multipolaren.

        Auch ‚Sau-Arabien‘ ist schon nicht mehr ‚n u r‘ in Zionistenhand, dafür sorgen die Lieferverträge Chinas. Genau so sieht die moderne, posthegemoniale Welt aus. Und Putin wird die Türkei nicht erobern, sondern nur die Religionskriege des tiefen CIA-MIK-Staates, nach und nach, austreten. Die neue RF steht mittlerweile vollständig in der geschichtlichen Ausrichtung des Antiimperialismus, samt China.

        Die Tragik der Parteivermachtung der russischen Rätediktatur, vor 100 Jahren, wirkt sich nun geschichtsmächtig aus, indem sie alle, nur repräsentations-diktatorischen, Staaten und Staatenbünde, mit ihrer eigenen, aber jetzt umgeschmolzenen, Waffe attackiert, es ist der inverse Imperialismus, der Schutz der ‚völkerrechtlichen Souveränitätsrechte‘, übrigens letztlich auch von Katar usw… Und die Trump-USA wird gerade so viel Vernunft haben/ aufbringen müssen(!), zu begreifen, dass sie sich da in bester Gesellschaft befindet/ wiederfindet. ‚America first‘, ja, aber auch ‚Syria first‘ usw…

        Es entsteht damit zwar noch kein Teilhabeparadies, dafür haben wir es zu sehr mit zentralistischen Staaten zu tun, das bleibt Aufgabe der Zukunft. Aber Trump braucht keinen CIA-MIK-Imperialismus mehr, ist daher natürlicher Partner, letztlich ein kryptischer Shanghai-Organisations-Anwärter. –

        So metamorphosiert sich die Weltgeschichte. An ihr Ende kommt sie damit noch lange nicht. Und die reichen Beduinen können sich als ‚mindermächtige Ölfürstentümer‘ neu erfinden, warum denn nicht? Dann gibt es noch mehr solcher Städte wie Ökostadt Masdar:

        https://www.biorama.eu/masdar-city/

      • hubi stendahl // 7. Juni 2017 um 23:12 //

        @Diogenes Lampe
        Danke für die ausführliche Stellungnahme.

        Zitat:
        „Und was kann da wirksamer sein, als dem saudischen Königshaus den Erzfeind Katar vor die Füße zu werfen und gleichzeitig Teherans Zentrum mit Terror attackieren zu lassen.“

        Wir wissen, dass letztlich alle Aktionen geopolitischen und wirtschaftlichen Vorteilen dienen. Insofern müssen die Aktionen auch in die Milliarden schwere Ausbeutung der Energie-Felder passen.

        Das größte unabhängig vom Öl bekannte Feld befindet sich in Katar
        ( South pars, Quatar-Turkey Pipeline) und war als US-Amerikanisches Projekt durch Syrien geplant. Der Hauptgrund für den Angriff auf Syrien, das hier nicht mitspielte. Ein weiteres gigantisches Feld im Iran (unterstützt durch Russland), das durch Syrien über das Mittelmeer nach Süditalien erschlossen werden soll(te).

        Die derzeitigen Beschreibungen vernachlässigen diese Rohstoffsituation, denn wenn die Türkei und Katar, die in wirtschaftlich lebenswichtigen Abhängigkeitsverhältnissen stecken, angegriffen werden, gibt es keinen Weg mehr für die USA, diese Energieressourcen zum eigenen Nutzen zu erschließen. Die Kurse von den beteiligten Unternehmen mit Verträgen mit Katar RWE und EON sprechen heute Bände, sie steigen signifikant.

        Flächenbrand?

  5. Vom Untergang der Imperien

    Wenn die Natur als Ordnung die Heterarchie favorisiert, dann hat die Hierarchie keine Chance, auch mit allen möglichen Repressalien nicht.

    Die Parasiten-Pyramide, gerne auch als Ponzi-Schema- oder Pyramidenspiel bezeichnet, stellt auch die Grundordnung eines jeden Imperiums dar.
    Ihr Kennzeichen ist die Erodierung der eigenen Basis, was sie schlussendlich zusammenstürzen läßt. Jede Pyramidenebene saugt alle jeweils unter ihr liegenden aus.

    Die Umtriebe, in denen irgendwelche Sub- oder Regionalimperien als Vasallen phasenweise dominieren, läßt das Prinzip von „divide et impera“ unberührt. Wir sollten uns davon nicht ablenken oder irre machen lassen.
    Das ist der Diskussion nicht wert.

    Der Erörterung wert wäre die Rolle Deutschlands in der Welt als Vertreter des heterarchischen Prinzips.

    Aber leider muss ich jetzt in die Arbeit…

    Servus Euch allen!

    • Lieber WM,

      aber in der Natur und Menschengeschichte kommt beides immer wechselverschränkt vor. Die Hierarchie als Sinnbild der Zahl 2, ist immer durch fortgesetzte Teilungsstrukturen bestimmt, aber in endlicher Anzahl. Dann ist jedes Mehrzellenlebewesen ausgewachsen und ergänzt und repariert, tauscht nur noch aus, geht dabei in einen ‚heterarchen Dreiermodus‘ über. Die natürliche Kombination aus 2-er- + 3-er-Modus ist der ‚Pentanmodus‘, die Gesetzmässigkeit der 5!

      Der Mensch ist eine bilaterale 5, wie alle höheren Säugetiere, Pflanzen und Seeigel usw. haben diese Struktur.

      Es gibt oberhalb von Gleichungen mit 4 Unbekannten nur noch einige Sonderformen, die mit 5 Unbekannten lösbar sind, durch Nutzung von Singularitäten und Symmetrien. Gleichungen mit 5 Unbekannten sind, in allgemeinster Form, nicht mehr lösbar! Das ist ein Fingerzeig auf die Tatsache, dass wir es in der vierdimensionalen (4-dimensionale Linienmanigfaltigkeit des Raumes(!) – nicht der Zeit!) räumlichen Wirklichkeit mit einem Zusammenfluß von je zwei verschieden, verschieden-zeitsinnigen(!) Prozessen (zwei Führungswellen) zu tun haben.

      Alle ‚physiologischen Prozesse‘ finden in sechsdimensionaler Aggregation statt, die Zeit selber ist *zweidimensional*/ vierfach, (wie zwei Geraden in beliebiger Richtung mit einem Schnittpunkt – die dann immer auch eine gemeinsame Schnittebene haben und umgekehrt), nicht 1-dimensional-linear! Nur bei toten Masse-Raum-erhältnissen sind die beiden Geraden (Lichtstrahlen) aufeinander gegensinnig wirksam (doppelter Richtungssinn einer Translationsbewegung). Tote Energieverhältnisse können durch die zweisinnige(!) Rotation eines Ebenenbüschels visualisiert werden, siehe:

      https://www.google.de/search?q=Ebenenb%C3%BCndel&client=firefox-b-ab&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwib3vK-tqvUAhVQaFAKHcZeDqIQ_AUICygC&biw=1033&bih=597#imgrc=5o10n_aV2UC8xM:

      • hubi stendahl // 7. Juni 2017 um 16:57 //

        Hallo @conrath,

        „Gleichungen mit 5 Unbekannten sind, in allgemeinster Form, nicht mehr lösbar!“

        Deshalb nutzt man in der Mathematik Vereinfachungsformen, z.B. nach Gauß.

        „Alle ‚physiologischen Prozesse‘ finden in sechsdimensionaler Aggregation statt,…“

        Das ist allerdings Theorie!

        Ihre Mathematikkenntnisse, alle Achtung. Wenn ich die vergleichsweise primitive Wirtschaftsmathematik dagegen sehe und eine Heer von (ein-) gebildeten Professoren, die ihre eigenen prinzipiell primitiven Formeln nicht verstehen und nie verstanden haben, dann möchte ich diese Damen und Herren mal Ihren Text lesen lassen. Sie würden sich in geschulter Rhetorik ergehen. Lach!

      • Conrath // 7. Juni 2017 um 19:10 //

        Hallo @Hubi,

        geschulte Rhetorik macht nur Sinn, um konkrete Verhandlungsziele zu erreichen. Aber die (proto-)akademischen Damen und Herren müssen sich irgendwann einmal die Augen reiben, weil sie sich immer noch im Abwehrmodus gegen den ersten, noch ganz mechanistisch gedachten, (spinozistischen) Vitalismus des 19. Jhdts. befinden, aber Biophotonen und viele neuere Arbeiten, etwa von dem befreundeten Autor (9783487150260), der in einer Reihe steht mit W. Cramer und Peter Rohs (Feld, Zeit, Ich), ebnen den Weg zu einem vertieften Verständnis von ‚einfacher Zeit‘ und ‚einfacher Substanz‘ und ihren Bestimmungen! Einfach ist hier nicht erkenntniseinfach (Lebewesen = sechsdimensional-einfach, Ding-/ Eigenschaftssubstanzen = fünfdimensional bestimmt), das war Ihnen schon klar 😉

        Grüßend

  6. Hallo, @’Diogenes Lampe‘,

    erst mal vielen Dank dafür, dass Sie uns an Ihrem historischen Tableau teilhaben lassen.

    Warum sich England und Heinrich IIX und seiner Tochter Elisabet allerdings nicht durchgehend zum Antagonisten Roms entwickelt hat, über die gesamte Zeit, vielleicht bis/ erst, heute auslaufend, ist mir in der Kürze Ihrer Darstellung nicht plausibel geworden. –

    Ihrem Fazit kann ich mich nur zu 100 % anschließen, dazwischen würde ich aber gerne noch weitere Anmerkungen platzieren.

    Der Quereinsteiger/ Selfmademan, ‚Florian Homm‘ bringt die rein wirtschaftlichen Interessen/ Dimensionen Katars, gut auf den Punkt, u.a das riesige Gasfeld, zusammen mit dem Iran(!), erschlossen.

    Homm ergänzt dann noch, dass die IS-Unterstützung mehrheitlich durch die Saudis erfolgte (80 %), nicht, wie jetzt propagandapolitisch behauptet, ‚ü b e r w i e g e n d‘ durch Katar. Wir erinnern uns ja noch gut an die Beteiligung von Erdogans Sohn in dieser Sache (IS-Erdölverkauf,…).

    Trump will nur noch eine weiche Landung und das ist sehr viel, sehr wertvoll, für alle Erdlinge! Also weidet er das untergehende Wahhabismusreich – Sau-Arabien – aus, dazu siehe:
    https://www.youtube.com/watch?v=RwhK7Wd7zP0

    Dann zu Rom und London. Es gehört zum älteren Multipolarismus, ab dem Wiener Kongress, dass alle Verhältnisse mit mehr als 3 unterschiedlich starken Staatsakteuren, wie in der Physik (Dreikörperproblem) sehr schwierig, bis nicht mehr verständlich, auszuformulieren sind. Und genau das ist die momentane Lage. Entscheidend ist doch, dass wir einen neuen ‚Wiener Kongress‘ haben/ bekommen werden, nicht nur ganz real, ein weiteres Format a la Petersburger Dialog geplant ist durch den Österreichischen Wirtschaftsminister (Ö ist defacto aus der Nato schon wieder ausgetreten, hatte dort eh eine Sonderrolle), sondern auch in dem erweiterten Sinne, dass die RF, in engster technologisch-wirtschaftlich-militärischer Abstimmung mit China (und dem BRICS-Umfeld), eben kein Interesse an zerstörten europäischen Staaten hat! Die Kalergi-EU (Rom) wurde mit/ ab, dem Beitritt Londons erst neutralisiert und dann, durch den tiefen, zionistischen ‚MIK-Lobbystaat USA‘, in Schach gehalten und innerlich ausgehölt (NATO-Osterweiterung, ‚vorsätzlich‘ verfrühte Währungsgemeinschaft und zu schnelle Ausdehnung). Die RF kann die verschiedenen Gruppen sehr wohl auseinanderhalten.
    Und wenn jetzt das, durch London bisher bestimmte Katar, ähnlich wie die Türkei 2016, als weiterer Zahn aus dem nato-europäischen Kiefer gezogen wird, von Trumps Team eingeleitet(!), dann ist sehr die Frage, wer was dabei gewinnen kann.

    Die RF wird um eine stabile Formation Katar-Iran bemüht sein und hat alle Mittel dafür, dies umzusetzen. Da auch China den Saudis Frischgeld-Rohstoffzufuhr gewährleistet, kann sich der wahhabitische Anachronismus (35 Mrd. Dollar-Hochzeitsfeiern, babylonische Turmhochhäuser mit mehr als 1.000 m Höhe, Enthauptungen auf öffentlichen Parkplätzen) außenpolitisch nicht mehr bewegen. Eine Levante-Natostruktur kommt da zu spät, genau wie im ‚ausgeweideten Bürokratur-Europa‘.

    Die USA und ihr europäischer Pendant, sind zu einem ‚formidablen Formationswechsel‘ genötigt, das ist die gute Nachricht zu Katar. Und S-400 & Co. sind genau die passenden Argumente dazu(Türkei bekommt S-400 Systeme optional).

    Katar und Israel sind nicht mehr die Außenposten Europas (sind auf den Modus Selbsterhalt verwiesen) und Frankreich verliert gerade seinen neokolonialistischen Status (Nordafrika), kann sich neu formieren.

    Paris und London werden durch Moskau angeführt (Wiener Kongress-2.0), das ist die neue Realität, die auch die Charaktermaske ‚May‘, wohl schon erfahren hat, mit oder ohne Brexit-Theater (Shakespeare hätte was aus dieser Tragödie gemacht).

    Sie grüßend

    • Diogenes Lampe // 7. Juni 2017 um 16:58 // Antworten

      „Warum sich England und Heinrich IIX und seiner Tochter Elisabet allerdings nicht durchgehend zum Antagonisten Roms entwickelt hat, über die gesamte Zeit, vielleicht bis/ erst, heute auslaufend, ist mir in der Kürze Ihrer Darstellung nicht plausibel geworden. –“

      Das liegt vielleicht daran, dass ich vom 17. Jh. schrieb und nicht vom 16., also von der Zeit ab Charles II.. Im Übrigen waren Heinrich VIII. (den sie vermutlich meinen) und Elisabeth Tudors und keine Stuarts. Das hätte Sie stitzig machen müssen. 😉

      Ansonsten vielen Dank für Ihre so interessanten Ergänzungen, die noch etwas mehr Licht ins Geschehen bringen!

      Sie zurück grüßend

  7. Der Artikel zielt in dieselbe Richtung wie bereits vor einigen Tagen auf „Analitik“ Trump baut an Eurasien von Lissabon bis Wladiwostok beschrieben.

    http://analitik.de/2017/06/01/trump-baut-an-eurasien-von-lissabon-bis-wladiwostok/

    Eine interessante Wendung, die ich so vor einigen Monaten nicht erwartet hatte, auch wenn das von einem Foristen auf „Konjunktion.de“ bereits vor einigen Wochen / Monaten beschriebene Szenario bzgl. der Einführung einer Weltwährung (besser: Vorstufe), den Sonderziehungsrechten, eine Einigung der wahren Weltmächte im Hintergrund, eindeutig darauf hinwies.

    Was mir noch nicht einleuchten möchte ist die Behauptung, dass die Engländer aus dem Spiel genommen wurden, vom buddy aus Übersee und wir gar keine „Splendid Isolation“, sondern in Wahrheit den Niedergang letzterer beobachten dürfen – das halte ich für einen Trugschluß.

    Die Abkehr der Commenwealth of Nations von der Insel, bestärkt durch den Tod der Queen, halte ich für eine schwaches Argument, hierzu muß man sich in die Gefühlswelt der in den Dominions (Südafrika, Kanada, Australien und Neuseeland) lebenden Angelsachsen kennen, um das „Empire“ richtig zu verstehen. Der Finanzplatz London ist weiterhin viel zu wichtig, um wegen auseinanderlaufenden Interessen der Plutokraten geopfert zu werden. Im Gegenteil, der Brexit ist aus meiner Sicht ein deutliches Zeichen dafür, dass die Insel nicht untergehen wird – Frankreich wiederum ist eine andere Geschichte, das wird mit Sicherheit erheblich leiden.

  8. Diogenes Lampe, bitte geben Sie einem blinden Schaf Hinweise über die Verbindungen der Jesuiten nach London.

    Mir war bekannt, daß die Jesuiten eine bedeutende Rolle in der Gegenreformation gespielt haben. Aber später, und beim Aufstieg Englands zur Supermacht – das ist mir neu.
    Es ist schwer genug, Literatur zu die Rothschilds zu finden, die ohne Antisemitismus auskommt. Dem gegenüber läßt sich das Rockefeller-Imperium viel leichter ausforschen, unter anderem durch die offenen Bekenntnisse von David Rockefeller.
    Aber Rom? Ich verstehe nur Bahnhof. Es kann sich bei dem Einfluß doch ’nur‘ um Glaube und Psychologie handeln, oder was? Beziehen Sie sich etwa das Schuldgeldsystem, die Londoner Gelddruckmaschine? Ist die also keine Erfindung niederländischer, englischer und jüdischer Familien, sondern der römischen Kirche?

  9. Jürg Rückert // 8. Juni 2017 um 21:39 // Antworten

    Diogenes, in deiner Tonne ist es so dunkel. Mach mal die Lampe an!
    Jetzt wird es heller … Ja, der Grand Orient in Paris, ja der darf nicht mit den Jesuiten verwechselt werden. Die mögen sich nämlich gar nicht.
    Also, bitte die Kirche im Dorf, die Lampe in der Tonne lassen und den Grand Orient nach Sarajewo schicken!

    • Diogenes Lampe // 9. Juni 2017 um 05:48 // Antworten

      Offenbar wissen Sie über den Grand Orient viel zu wenig, als dass Ihr apodiktisches Urteil gegen mein „Lampenlicht“ irgend einen Aussagewert haben könnte. Ich würde Ihnen daher empfehlen, es so zu machen, wie der Kommentator Volker R. Der fragt einfach, wenn er was nicht weiß, statt gleich auf den Autor zu schimpfen.

    • Diogenes Lampe // 9. Juni 2017 um 05:59 // Antworten

      Volker R. // 8. Juni 2017 um 21:02 // Antworten

      „Diogenes Lampe, bitte geben Sie einem blinden Schaf Hinweise über die Verbindungen der Jesuiten nach London.“

      Ihre Frage an mich zeigt mir, dass es wirklich nötig ist, hier meinerseits mal eine etwas systmatischere Übersicht über die Jesuiten und ihre führende Rolle in der Geschichte als politischer Arm des Vatikan zu liefern. Ich arbeite dran und werde ihre Frage da gleich mit einarbeiten. Ich hoffe, sie dann in einem meiner nächsten Texte, der das Thema hier natürlich dennoch nicht erschöpfend darstellen kann, zu beantworten. Ich kann Ihnen damit aber auch nur Anregungen zur eigenen weiteren Recherche geben; ist doch gerade dieses hoch wichtige Thema für uns alle hoch komplex und die offizielle Geschichte, wie wir sie kennen, dermaßen verbogen worden, dass wir in dieser Machtfrage wirklich noch immer wie blinde Schafe umherwandeln.

      • Conrath // 9. Juni 2017 um 11:11 //

        @Volker R. & D.L.

        Ein Bekenntnis zu Teilblindheit ist immer auch möglicher Hinweis auf weitere Erkenntnisfortschritte. Ich selber war auch erstaunt, ob der zugeschriebenen ‚Omnipotenz‘ der Jesuiten. Nicht die räumliche Ausbreitung alleine zählt dort, wo es drauf ankommt, sondern die freiwillige Akzeptanz eines, diesseitigen jesuanischen, ‚Söldnerführers‘, dem jeweils höchsten ‚H u t‘ zu dienen, wie es ja auch die Papstinsignien wiederspiegeln:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ludwig_M%C3%BCller#/media/File:Coat_of_arms_of_Gerhard_Ludwig_M%C3%BCller.svg

        Natürlich hatte das Tudor-England, nicht das Stuart-England(!), eben diese/ seine Kappe selbst aufgesetzt, wie weiland Karl d. Gr. damals die Kaiserkrone. Nur das H.8 eben schon in die ganze Situation der, sich mittlerweile legitimieren müssenden, Herrscher hineingeboren wurde (ab den, durch Shakespeare nachgezeichneten Rosenkriegen) und erst durch den Tod des Bruders, als wissenschaftlicher Philosophenkönig, die Geschicke so nachhaltig prägte, dass ein Elisabethanisches Zeitalter überhaupt folgen konnte. Und da stand nun das neue, unabhängige, ‚Engeland‘, fast so wie bis gestern/ heute Nacht, nur eben in seiner Blüte viel mächtiger. Sein moralischer Untergang, der sich lange vorher in einer intriganten Geheimpolitik ankündigte, kam mit Eduard VII zu seinem absoluten Höhepunkt. Dieser hatte, in Ermangelung unmittelbarer politischen Einflusses, seine Königin-Mutter hielt den Weiberhelden halbwegs in Schach, so arbeitete er ‚informell‘ mit den hohen Freimaurerlogen.
        Der tiefe Staat des perfiden Albions war damit so tief unterhöhlt wie nie vorher. Erst die Konkurrenz der USA konnte dieses kryptopolitische Monster (denken wir nur an die britische Levante-Politik), in seiner Vormachtstellung ablösen.

        London war ab H.8 immer ‚contra‘ zu allen romanischen Ländern, Ausnahmen bestätigten die Regel. Und stärkere, unabhängige Orden, wie die Johanniter/ Malteser haben oft Doppelrollen eingenommen, ebenso wie die Jakobiner und Generationen von Neo-Jakobiner. Dennoch blieben Rom und London seitdem Erzkontrahenten, etwa in Brüssel. –

        Allen, die sich etwas gründlicher zu Geheimpolitik (zusätzlich zu Rüggeberg) informieren wollen, seien die Arbeiten von ‚Markus Osterrieder‘ empfohlen. Er berichtet sehr quellenintensiv auf 1.700 Seiten, zu diesem Thema:
        ‚Welt im Umbruch, Nationalitätenfrage, Ordnungspläne und Rudolf Steiners Haltung im Ersten Weltkrieg‘:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Prinzip_der_wohlwollenden_Interpretation

        Hier, im geschichtlichen Diskurs, wirkt sich Steiners Naturalismus nicht besonders störend aus, da Osterrieder mit einem operativen Begriff der ‚Geistigen Welt‘ arbeitet, im Gegensatz zu Steiners speziellen ‚onto-naturalistischen‘ Werkabschnitten (im Vortragswerk und den internen Arbeiten zu finden), die dann aporetisch-schematistisch geraten. Dazu gehört auch Steiners Qualifizierungen von ‚jesuitisch‘, es meint häufig jesuitisch als positivistische Rationalität der Machtausübung, auch unabhängig von jesuitischer Organisation! Osterrieder ist dann jeweils korrekter, als sein Inspirator und arbeitet mit sehr verlässlicher Intuition, was ja mit intelligibler Welt/ Prinzip der Charité, allgemein umschrieben werden kann:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Prinzip_der_wohlwollenden_Interpretation

        Und jede nackte Orientierung auf den eigenen (klein-egoistischen), persönlichen oder Gruppenvorteil, hat seine karmische Rückwirkung, allerdings mit verzögerter Wirkbeziehung.

        Grüßend

  10. Fehler:
    womöglich sogar zum Krieg Sunniten gegen Sunniten
    außerdem nicht Fälle sondern Felle

  11. @Lampe & Hubi

    Der Artikel von Thierry Meyssan, ‚Ein Wind des Laizismus weht in der islamischen Welt‘, scheint auf ein sehr wichtiges, spirituelles Großereignis hinzuweisen, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe.

    Die Sunniten, die eben auch für eine dezentralistische Religionsausübung, mit flacher Hierarchie stehen, im sehr langen, historischen Kontext und die zwar jüngeren und auch reformistischeren, Schiiten, die aber andererseits wieder stärker an religiös-hierarchische Machtformen gebunden waren. Wenn da nun insgesamt eine Bewegung hineinkommt, wie Meyssan es ausführt/ interpretiert, dann ist das/ wäre das, ein wirkliches ‚Epochenereignis‘, im Sinne Hölderlins: „Wo aber Gefahr ist, wächst. Das Rettende auch.“ –

    Und die ‚List der Geschichte‘ (verkörpert in der Muslimbruderschaft,…, durch GB/ USA böswillig hervorgelockt) hätte es mal wieder gerichtet und das dialektische Gegenteil des Beabsichtigten käme schlussendlich heraus – langfristig. Die lange, erpresserische Überbetonung des alten Zwistes und die vorsätzliche Übertreibung der inneren Glaubensdifferenzen (aus geopolitischem Kalkül unternommen), könnte dann letztlich einen neuen ‚Münsteraner Frieden-2.0‘, diesmal in der Levante, hervorgerufen haben. –

    Ohne damit das Elend, auf dem Wege dahin, kleinzureden, wäre das eine neue Perspektive einer langfristigen Befriedung von über 1,6 Milliarden, unmittelbar betroffenen, Menschen. – –

    • hubi stendahl // 13. Juni 2017 um 23:45 // Antworten

      @conrath

      „Und die ‚List der Geschichte‘ (verkörpert in der Muslimbruderschaft,…, durch GB/ USA böswillig hervorgelockt) hätte es mal wieder gerichtet und das dialektische Gegenteil des Beabsichtigten käme schlussendlich heraus – langfristig.“

      Warum nicht? Optimismus auf der Grundlage der optimistischen Grundstimmung in Meyssans Artikel, vielleicht ein Mangel an Information, vielleicht aber auch nur ein Mangel an Realismus. Nicht der beste Artikel von Meyssan, wenn das Fundament seiner Spekulation auf der Rede Trumps und der folgenden Zeitungsberichte basiert.

      Für mich ist der Zusammenhang banaler. Katar betreibt ein Gasfeld, das größer ist, als allen anderen bekannten Gasfelder der Welt ZUSAMMEN. Das ist eine begehrliche Beute, zumal Katar sich in den letzten 12 Monaten den Russen annäherte.

      Historische, fundamentale Differenzen werden nicht mal eben in ein paar Jahren aufgelöst. Deshalb vorab danke dafür, dass Sie zumindest den Begriff „langfristig“ in Ihr Statement eingebaut haben. Mittelfristig und das ist der interessante Zeitraum in dem wir und unsere Kinder diesen Planeten beleben, dürfen wir erst einmal um unsere Reste an Kultur kämpfen, falls sich mit den zunehmenden Verwerfungen noch ein paar „Kämpfer“ finden sollten.

      Immerhin haben Historiker und Kapazitäten, die sich der derzeitigen Situation nicht unterwerfen wollten, bereits die Löffel abgegeben. Physisch oder als Überläufer. Kleine Nachtlektüre:

      https://www.amazon.de/Finis-Germania-Kaplaken-Peter-Sieferle/dp/3944422503

  12. @Hubi

    Vollkommen richtig. Schnellläufig ist da sicherlich garnichts, an dieser ‚Meyssanschen‘ Vision einer Reform innerhalb des Islam. Sie ist wohl eher vergleichbar mit dem Gedankenblitz eines der Kirchenfürsten-Kriegsherren, 30 Jahre vor dem Münsteraner Friedensschluss, was ja dann auch noch keine (unmittelbare) Entwarnung für die vielen, gequälten (Hunger, Massenelend, Folter) und durch Machtwahn, umgebrachten Menschen dieser Region bedeutet hätte.

    Schwacher Trostanhalt, vielleicht hatten/ haben, wir hier, im Gebiet der mindermächtigen, deutschsprachigen Kleinstaaterei, ja schon unseren ‚Anteilszoll‘, an der Entwicklung eines autonomen Selbstbewusstseins, erbracht?

    Übrigens ist es kein Widerspruch die Gasfeldverlockung in Katar, im Sinne weiterer Anlässe, nicht aber als einzelne, hinreichende Verursachungsgründe, zu betrachten/ behandeln. Dazu kommt ja die nun offengelegte Aktion ‚P l u r i b u s‘ des tiefen US-Staates. Hier finanzierte ein katarischer Scheich ein bereits vorbereitetes Mordkomplott gegen Trump:
    http://www.whatdoesitmean.com/index2311.htm

    Und hier eine auszugsweise Übersetzung dazu von Ekstroem auf VS.de:

    „Deutsche Zusammenfassung:

    Unter der Überschrift „CIA Deep State Vordenker steckt hinter Krieg gegen Präsident Trump“
    schreibt die Website, daß der lang bekannter Undercover-Assassine der CIA, Charles McCarry, hinter einem Mord-Komplott gegen Trump steckt.
    Und zwar über seinen Sohn, Nathan McCarry, und dessen private, nachrichtendienstliche Firma „Pluribus International Corporation“ – Blackwater für den Deep State.
    Die Analystin dieser Firma, Reality Leigh Winner, wurde letzte Woche wegen Spionage vom FBI verhaftet, nachdem sie aus Katar zurückkam.
    Winner war verantwortlich für die Dark-Web-Kommunikation einer Deep State Gruppe mit Namen „Palpatine’s Revenge”.
    Hinter „Palpatine’s Revenge” steht niemand anderes als Emir von Katar Sheikh Tamim bin Hamad Al Thani, der sagte, daß Trump „nicht lange an der Macht sein würde“.
    Seinen Worten ließ er Taten bzw. Dollar folgen. Er schloß einen 150 Millionen $ “kill order contract” mit Pluribus.
    Nur dadurch, daß Comey von Trump gefeuert wurde, konnte das FBI gegen die Palpatine Gruppe vorgehen.
    Als am 6.6.17 die Verhaftung von Reality Leigh Winner bestätigt wurde, folgten fast unmittelbar danach die Reaktionen der arabischen Staaten gegen Katar.

    Hier noch ein kurzes Interwiew mit Nathan McCarry, dem CEO der Pluribus International Corporation.
    Im Podcast [leider in Englisch] ist es ca. ab 41:00 min zu hören:
    http://www.executiveleadersradio.com/mccarry-nathan-4238.aspx “ Zitatende Ekstroem

    Alle diese ‚verschiedenen‘ Anlässe wären dann immer noch in einem ‚Wirkzusammenhang‘.

    Und nach Ihrer These (nach Ditzfelbinger), dass es keinen ‚Fortschritt‘ (im banalen Sinne gibt), würde ja genüge getan, da der einzig, wirkliche Fortschritt in der allmählichen ‚Entfaltung von Selbstbewusstsein‘ aller Beteiligten liegt. Dann liegen die Einzelereignisse wiederum nur auf verschiedenen Ebenen, die aber miteinander agieren/ wechselwirken.

    Erst die Reinkarnation aller Menschen würde dann Garant einer Entwicklung überhaupt sein können, was durchaus streng logisch ist. –

    Sie grüßend

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