Pfingsten und der Quell des Ich

Aussendung des Heiligen Geistes / Herrad of Landsberg [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AHortus_Deliciarum%2C_Pfingsten_und_die_Aussendung_des_Heiligen_Geistes_auf_die_Apostel.JPG Aussendung des Heiligen Geistes / Herrad of Landsberg [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AHortus_Deliciarum%2C_Pfingsten_und_die_Aussendung_des_Heiligen_Geistes_auf_die_Apostel.JPG
Der Mensch steht heute im Spannungsfeld zwischen Gesetz und Freiheit. Was uns das Pfingsterlebnis über den Weg zum Ich und damit in die Freiheit sagt.

Nicht nur das von Menschen verursachte Zeitgeschehen, sondern auch das Naturgeschehen mit seinem unaufhörlichen Entstehen und Vergehen, in das der Mensch eingeflochten ist, bietet uns zunächst eine Fassade dar, hinter die zu blicken wir uns bemühen müssen, um zu den eigentlichen Ursachen und treibenden Kräften vorzudringen. Und so sei der Leser gebeten, den folgenden Gedankengängen einmal unbefangen zu folgen.

Wie alles um uns herum unterliegen auch unser Leib und unsere Seele der ständigen Veränderung. Von der Geburt bis zum Tode bleibt nichts, wie es ist. Welch ein Unterschied besteht zwischen dem Säuglings- und dem Greisenstadium eines Menschen! Und doch ist es derselbe Mensch. Das heißt, es kann nicht nur Veränderung geben. Etwas muss sich verändern, wenn Veränderung sein soll; dieses Etwas kann also nicht selbst schon Veränderung sein“, machte Friedrich Schiller in seinen „Ästhetischen Briefen“ aufmerksam.[1] Etwas im Menschen muss in allem Wandel ein Bleibendes, ein mit sich selbst Identisches sein. Es muss sein eigener Grund, d.h. nicht in anderem, sondern in sich selbst gegründet sein. Dieses innerste Wesen des Menschen selbst offenbart sich in seinem Ich, und dies kann nicht in der vergänglichen Zeit seinen Ursprung haben, da vielmehr umgekehrt die Zeit in ihm anfangen, dem Wechsel ein Beharrliches zugrunde liegen muss.

Nicht das Ich selbst, aller Zustand aber, alles bestimmte Dasein, in dem es sich befindet, entsteht in der Zeit. Der Mensch muss als physisch wahrnehmbares Phänomen einen Anfang nehmen, sozusagen in die Erscheinung treten. Etwas was er-scheint, setzt begrifflich voraus, dass es vorher schon anderswo existiert hat. Doch ohne die Zeit, das heißt, ohne es zu werden, würde er nie ein bestimmtes Wesen sein; seine Individualität hätte zwar irgendwo ein Sein, würde aber nicht als konkrete Persönlichkeit im Dasein erfahrbar werden.(s. Anm. 1)

Und so tritt im Ich ein Ewiges in die ständige Wandelbarkeit von Raum und Zeit, um sich als Keim mit allen seinen Anlagen allmählich zur Ent-faltung, zur Ent-wicklung zu bringen. Dies macht die menschliche Geschichte aus.

Der hebräische Mensch erlebt sein unveränderliches Ich

Eine wesentliche Etappe der Ich-Entwicklung bildet die Geschichte des jüdischen Volkes. Der Gott der Juden trägt sogar den Namen des Ich. Er offenbarte sich Moses im brennenden Dornbusch mit den Worten: „Ehjah ascher ehjah“, was „Ich bin der Ich bin“ bedeutet. Das göttliche Ich ist das ewig Bleibende, es war, ist und wird sein. Das Ich ist die Einheit in der Folge der Zeit, die Identität, die sich gleich bleibt in allen Metamorphosen des Daseins. Durch die Jahve-Kräfte, die der hebräische Mensch verehrend in sich aufnahm, entstand in ihm die Fähigkeit, sich immer mehr als mit sich identisch bleibendes Wesen zu erleben. In der unendlichen Veränderlichkeit des physischen und seelischen Lebens wird dasjenige erlebt, was sich gleichbleibt, das Ich. Ich bin derselbe, der ich gestern war, heute bin und morgen sein werde.[2]

Die Erfahrung des Ich als Sich-selbst-identisch-Bleiben in der Veränderung der Zeit ist der Ursprung des Monotheismus im Judentum. Wo der Mensch anfängt, sich als Einheit in der Vielheit zu erleben, wird auch die Gottheit monotheistisch aufgefasst, die ihm zuvor als eine Vielheit von göttlichen Wesen erschien. Die eine Gottheit erscheint jetzt als das Übergeordnete, Zusammenfassende, die Einheit in der Vielheit, so wie der Mensch selbst die Vielfalt seiner eigenen inneren Kräfte und Impulse auf sein Ich zurückführt, sie sich selbst zuschreibt und verantwortet.

Doch war im Judentum die Erfahrung des Ich noch an das Leben in einem hebräischen Leibe gebunden. Jahve wird im Blute erlebt, das von Abraham durch die Generationen herunterrinnt. Nur wer Jude war, konnte an dem Ich- und dem damit verbundenen Monos-Erlebnis des Jahve teilnehmen, alle anderen Menschen waren für den Juden Heiden, die noch in der „abergläubischen“ Vielgötterei verharrten. Das Ich war eingebettet in das Gruppenbewusstsein des Volkes, hatte sich noch nicht zum individuellen, von allen Gruppenbindungen unabhängigen Ich emanzipiert und war insofern noch von außen bestimmt.

Die Bedeutung der Zehn Gebote

Aber nicht nur leiblich, sondern auch seelisch war das Ich im Judentum noch von außen bestimmt: durch die Zehn Gebote und die übrige Thora, das Gesetz. Das konnte in diesem Entwicklungsstadium nicht anders sein. Das Ich war noch nicht imstande, sich von innen selbst zu bestimmen; es mussten ihm zur Entfaltung und Stabilisierung seines Wesens noch von außen Entwicklungslinien gegeben werden. Der Mensch konnte Jahve, dem „Ich bin“, nur dadurch treu bleiben, dass er sein Gesetz erfüllte, das seinem eigenen Ich die rechte Richtung gab. Die Zehn Gebote sind zehn Richtlinien für die Ich-Entwicklung des Menschen, damit es immer kräftiger und selbständiger werden konnte.

Luthers Übersetzung der Zehn Gebote ist in dieser Hinsicht unzureichend und bringt das nicht genügend zum Ausdruck: „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ Der „Herr“ des Menschen ist derjenige, der von sich sagt: „Ich bin der Ich bin“. Rudolf Steiner übersetzt daher aus dem ganzen Sinnzusammenhang des „Ich bin“ im Menschen den Urtext der Langfassung des 1. Gebotes:

„Ich bin das ewig Göttliche, das du in dir empfindest. Ich habe dich aus dem Lande Ägypten geführt, wo du nicht Mir in dir folgen konntest. Fortan sollst du andere Götter nicht über Mich stellen. Du sollst nicht als höhere Götter anerkennen, was dir eine Abbildung zeigt von etwas, das oben am Himmel scheint, das aus der Erde heraus oder zwischen Himmel und Erde wirkt. Du sollst nicht anbeten, was von alldem unter dem Göttlichen in dir ist. Denn Ich bin als das Ewige in dir und bin ein fortwirkendes Göttliches. Wenn du Mich nicht in dir erkennst, werde Ich als dein Göttliches verschwinden bei Kindern und Enkeln und Urenkeln, und deren Leib wird veröden. Wenn du Mich in dir erkennst, werde Ich bis ins tausendste Geschlecht als Du fortleben, und die Leiber deines Volkes werden gedeihen.“[3]

Darauf kommt es hier an: auf den Herrn der Seele in uns, das Ich. Der jüdische Mensch sollte sein Ich als Nachbild des göttlichen Ur-Ich erkennen, das ihn zur Freiheit führt, was in der ägyptischen Kultur noch nicht möglich war, wo der Mensch noch der äußeren suggestiven Führung der Priester unterstand.

Das 2. Gebot übersetzt Luther ebenfalls recht äußerlich mit: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ Rudolf Steiner überträgt entsprechend des 1. Gebotes:

„Du sollst nicht im Irrtum von Mir in dir reden, denn jeder Irrtum über das Ich in dir, wird deinen Leib verderben.“

Das göttliche „Ich bin“ ist der Schöpfer des gesunden Leibes, und der dauernde Irrtum über die höchsten göttlichen aufbauenden Kräfte in sich und ihren Zusammenhang mit dem eigenen Ich erzeugt Siechtum des Leibes.

Auch im 3. Gebot kommt es auf diese innere Ich-Beziehung an. „Du sollst den Feiertag heiligen“ bleibt da völlig äußerlich, auch wenn man die Luther´sche Übersetzung der Begründung in Moses 2. 20, Vers 8-11 hinzunimmt. Rudolf Steiner übersetzt diese Langfassung sinngemäß:

„Du sollst Werktag und Feiertag scheiden, auf dass dein Dasein Bild Meines Daseins werde. Denn, was als Ich in dir lebt, hat in sechs Tagen die Welt gebildet und lebte in sich am siebenten Tage. Also soll dein Tun und deines Sohnes Tun und deiner Tochter Tun und deiner Knechte Tun und deines Viehes Tun und dessen, was sonst bei dir ist, nur sechs Tage dem Äußeren zugewandt sein; am siebenten Tage aber soll dein Blick Mich in dir suchen.“

In dem, was das Menschen-Ich tut, soll es Abbild sein des göttlichen Ur-Ich. Und wie das Ur-Ich das Werk der Weltenschöpfung in sechs Weltentagen geschaffen hat und am siebenten Tage in sich ruhte, so soll auch der Mensch sechs Tage schaffen und am siebenten Tage den Zusammenhang des göttlichen Ich mit seinem Ich suchen.

Die ersten drei Gebote fordern, wie sich der Mensch durch sein Ich mit der göttlichen Welt in Beziehung setzen soll. Im 4. Gebot (Verhältnis zu den Eltern) wird der Übergang zum sozialen Leben vollzogen, und alle folgenden Gebote, die eigentlich Verbote sind, haben den unausgesprochenen Appell zur Grundlage, nicht nur das eigene Ich, sondern auch das Ich im anderen Menschen zu achten, womit die Grundregel des sozialen Lebens gekennzeichnet ist: Sieh in deinem Nebenmenschen ebenso ein Abbild des göttlichen Ich, das du wertschätzen sollst, wie in dir selbst. Das ist die geistige Begründung der Gleichheit vor dem Gesetz.

„Nur dadurch, dass der Mensch immer ichbewusster wird, dass er sich als selbständige, in sich abgeschlossene Individualität erlebt, wird er zurechnungsfähig im moralischen Sinne. Moses empfängt auf dem Berg Sinai – zunächst noch als eine göttliche Offenbarung von außen – das zehnfache Gesetz der Ich-Werdung, das seinen Sinn nur dann erfüllen kann, wenn es sich ganz verinnerlicht. Denn das Ich ist reine Innerlichkeit – daher soll sich der Hebräer auch kein Bild von Jahve machen. Jede Abbildung wäre eine Veräußerlichung, ein Widerspruch zu der rein innerlich-seelischen Erfahrung des Ich.“[4]

Freiheit

Das Ich ist ein Selbst-Beweger, ein „Auto-Mobil“. Es ist sein Wesen, dass es sich aus seinem eigenen Grunde von innen selbst bestimmt und nicht von außen bestimmt wird. Das kommt schon in dem merkwürdigen Umstand zum Ausdruck, dass sich das Wort „Ich“ von allen anderen Worten dadurch unterscheidet, dass es niemals von außen an mich herandringen kann, um mich selbst zu bezeichnen, sondern nur von mir selbst verwendet werden kann. Einen Baum, einen Ochsen kann jeder Mensch Baum oder Ochse nennen, mich selbst aber kann nur ich mit dem Wort „Ich“ bezeichnen. Dem Ich kann sein Name von keinem Äußeren zugerufen werden, weil es von allem Äußeren unabhängig ist.

Wenn das Ich aus Entwicklungsgründen noch der Außenlenkung durch das Gesetz bedarf, dann muss einmal das Stadium der Selbstbestimmung erreicht sein, in dem das Gesetz seine Aufgabe erfüllt hat. Es liegt also im Wesen des Gesetzes zur Förderung der Ich-Werdung, dass es im Laufe der Entwicklung aufhören muss, ein von außen gebotenes Gesetz zu sein. Der Sinn des mosaischen Gesetzes erfüllt sich im Ende seines äußeren Zwanges. Die Treue dem Ich-Gesetz gegenüber führt den Menschen dazu, keines Gesetzes mehr zu bedürfen, das ihn von außen bestimmt.

Das zunächst von außen gegebene Gesetz zieht inhaltlich nach innen in die Einsicht des Ich als etwas, das sein eigenes Lebenselement ausmacht. Die Thora will sozusagen in den ureigenen und freiheitlichen Willen des Menschen selbst verwandelt werden. In der Freiheit des Menschen findet jedes Gesetz seine entwicklungsgeschichtliche Erfüllung.

„Es geht darum, dass der Mensch sich dieses Gesetz so aneignet, so mit eigenem Denken durchdringt, dass es ihm immer mehr einleuchtet, dass es zum Gesetz des eigenen Denkens selbst wird, so dass dasjenige, was Jahve will, zu dem wird, was der Mensch aus ureigenstem ichhaftem Wesen selbst will.“ [5]

Friedrich Schiller dichtete in diesem Sinne unter „Das Ideal und das Leben“:

„Nehmt die Gottheit auf in euren Willen;
Und sie steigt von ihrem Weltenthron.
Des Gesetzes strenge Fessel bindet
Nur den Sklavensinn, der es verschmäht;
Mit des Menschen Widerstand verschwindet
Auch des Gottes Majestät.“

Der Christusimpuls

Zum Erreichen dieser Freiheit musste ein ganz neuer Impuls einsetzen, der die Kraft des göttlichen „Ich bin“ in das Ich des Menschen selbst trug, um es – nun nicht von außen zu bestimmen, sondern – von innen zu erfüllen. Dazu versenkte sich ein höheres Gotteswesen, das nicht bloß der Gott eines Volkes, sondern der Schöpfergott der ganzen Menschheit ist, wie es im Prolog des Johannes-Evangeliums geltend gemacht wird, in Leib und Seele eines einzelnen Menschen, so dass das reine „Ich bin“ jetzt aus dem Innersten eines Menschen auf Erden sprach. Im Opfertod auf Golgatha ging es über sein Einzeldasein hinaus und gab sich mit all seinen Lebenskräften an die Menschheit hin, um an Pfingsten die Flamme seiner Ich-Kräfte zu zerteilen und im Ich jedes einzelnen Menschen, der sich ihm öffnet, befruchtend aufleuchten zu lassen.

Aus dem Johannes-Evangelium tönen u. a. seine bekräftigenden Worte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“[6] Das „Ich bin“ ist der Weg der Entwicklung des Menschen und die Wahrheit seines Wesens, die sein eigentliches höheres Leben ausmacht. In dem Maße, in dem sich Pfingsten im Ich des Menschen realisiert, hat sich das Zentrum aller moralischen Impulse vom göttlichen Ich außen in das Innere des Menschen-Ichs selbst verlagert. Das Gesetz ist an sein Entwicklungsziel gekommen. Sein Inhalt wird dadurch nicht aufgehoben, aber der Zwang von außen hat seine Berechtigung verloren, insofern sich nun der Mensch aus Erkenntnis in Freiheit den Impuls seines moralischen Handelns selbst geben kann.

Daher sagte Christus auch: „Ihr sollt nicht denken, ich sei gekommen, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Meine Aufgabe ist nicht aufzulösen, sondern zu erfüllen.“ [7] Die Erfüllung besteht darin, dass der Mensch nun die Kraft haben kann, aus Erkenntnis der Wahrheit sein Handeln selbst frei bestimmen zu können: „… und ihr werden die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“[8]

Es ist von tiefer entwicklungsgeschichtlicher Symbolik, dass das Pfingsterlebnis des Jünger-Kreises genau an dem Festtag stattfand, an dem die Juden neben dem ersten Erntefest im Jahreslauf stets die Offenbarung der zehn Gebote auf dem Sinai feierten. Nach der alten Tradition sollte sich sieben Wochen nach dem Auszug aus Ägypten die Kundgebung des göttlichen Willens durch Moses vollzogen haben. Das Feiern des vorbildhaften Geschehens der von Christus gesandten feurigen Zungen der göttlichen Ich-Kraft, die in die Seelen der Jünger einzogen, löste das Gedenken an den Empfang des Gesetzes ab, das seine Erfüllung gefunden hatte. – Und ist der merk-würdige Umstand Zufall, dass das Wort ICH, wie es sich in der deutschen Sprache herausentwickelt hat, aus eben den Buchstaben gebildet ist, welche die Initialen von Jesus Christus sind?

Fazit

Wenn wir die heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse und Impulse verstehen wollen, müssen wir die geistigen Entwicklungsprozesse aufsuchen, aus denen sie hervorgegangen sind. Die staatlich-rechtliche, kulturelle und soziale Entwicklung Europas ist ohne den Einfluss der jüdisch-christlichen Geistesentwicklung nicht zu denken. Dabei die historisch dokumentierten impulsierenden und lenkenden Einwirkungen über dem Menschen stehender göttlicher Wesen auszublenden, wäre eine unzulässige Verkürzung der Wirklichkeit, die nichts erklärt, sondern Verständnislosigkeit verbreitet.

Der Mensch steht heute im Spannungsfeld zwischen Gesetz und Freiheit. Es gibt kein Entweder – Oder, sondern nur ein Sowohl – Als auch. Jeder Mensch ist in Entwicklung begriffen, und jeder steht an einem anderen Punkt. Freiheit ist nicht in breiter Front mit Einemmale zu erreichen, sondern immer nur partiell. Das heißt, jeder ist noch mehr oder weniger unfrei und bedarf des Gesetzes. Und jeder hat sich mehr oder weniger zu selbstbestimmten, freien Handlungen durchgerungen. Ein Gesetz, das ihm vorschreibt, was er aus eigener Erkenntnis sowieso frei ausführt, stört ihn nicht, während es ein anderer noch benötigt. In anderen Fällen kann es umgekehrt sein. Vor uns allen liegt ein weites Feld der Entwicklung. Sie geschieht aber nicht von allein, sondern nur aus dem freien Entschluss und der Kraft des sich selbst erkennenden Ich.

 

Anmerkungen

[1] Friedrich Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen, 11. Brief

[2] Vgl. Pietro Archiati: Die Weltreligionen. Wege des Menschen zu sich selbst., Dornach 1997, S. 124 f.

[3] Rudolf Steiner in Gesamtausgabe Nr. 108, Dornach 1970, S. 63 ff.

[4] Pietro Archiati a.a.O., S. 141

[5] a.a.O., S. 146

[6] Johannes-Ev.. 14, 6

[7] Matthäus-Ev. 5, 17 ff.

[8] Johannes-Ev. 8, 32, 33

Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

41 Kommentare zu Pfingsten und der Quell des Ich

  1. Zunächst eine Begriffsklärung.

    Was versteht man unter „Vielfalt“ und was unter „Vielheit“? Vielfalt zeichnet sich durch das „Viel-Gefaltete“ aus, stellt also eine ineinander „gefügte“ Struktur mit einer hohen inneren Oberfläche dar.

    Demgegenüber steht die Vielheit, also das aus nebeneinander liegenden Dingen bestehende Konglomerat. Beispiel mag ein Sandhaufen sein. Leben ist demgegenüber ohne große, miteinander in struktureller und funktioneller Wechselbeziehung stehende, innere Reaktions – Oberflächen, also „Vielfalt“ nicht denkbar.

    Wenn Organismen enstehen, dann geht das immer mit komplexen „Faltungsprozessen“ einher, bei denen auch das Ziel ist, „Kompartimente“ (Reaktionsräume) zu schaffen, in denen spezifische Reaktionen ablaufen können.

    Wenn man die Evolution des Lebens als einen Prozess der Entstehung von äußerer Vielfalt begreift, so ist dieser mit der Entstehung von Lebewesen verknüpft, die „in sich“ immer komplexer werden. Es besteht also ein Zusammenhang zwischen innerer und äußerer Vielfalt.

    Wenn man weiß, dass wir alle den evolutionären Prozess vom Einzeller über den Fisch bis zum Säugetier im Uterus unserer Mütter in 9 Monaten durchlaufen haben, dann erkennt man, dass wir alle Zeitalter der Entwicklung buchstäblich „in uns“ tragen. „Wir sind“, weil wir die äußere Welt als die „konkrete Struktur“, die wir sind, verinnerlicht haben.

    Wenn es Vielfalt und Vielheit im Kosmos nebeneinander gibt, dann müssen wir also Tendenzen unterstellen, die einserseits Vielfalt als Leben ermöglichen und andererseits „das Unverknüpfte und Gestreute“ wollen.

    Die Natur wirkt also einerseits konzentrierend und führt dabei zur Viefalt, also steigender innerer Oberfläche bei abnehmendem Volumen. Andererseits steht dem eine auflösende Wirkung gegenüber. Mit abnehmender innerer Oberfläche und Streuung im Raume.

    Kehren wir zurück zu dem Gedanken, die innere Welt sei eine Einfaltung (Inversion) der äußeren Welt und letztere aber eine Entfaltung der inneren nach außen.( Es gibt eine mathematische Methode der sog. inversen Spiegelung am Einheitskreis bzw. der Einheitskugel, mit der man Strukturen im inneren des Krises bzw. in der Kugel nach außen falten kann. Oder Dinge außen nach innen einfalten.)

    Dann ist doch ein jeder von uns als Mensch gwissermaßen die „geronnene Erfahrung“ der Welt, weil wir deren Entwicklung buchstäblich verkörpern.

    Verinnerlichung bedeutet also Erfahrung.

  2. pedrobergerac // 4. Juni 2017 um 12:20 // Antworten

    Was so Alles im Nebelgrau der Geschichte verschwunden ist.

    Pfingsten ist neben Weihnachten und Ostern das dritte große Fest im christlichen Kirchenjahr. Der Name leitet sich vom griechischen „Pentekoste“ ab, was „der fünfzigste Tag“ bedeutet. Denn gefeiert wird das Fest 50 Tage nach Ostern, der Wiederauferstehung Jesu. Seine Ursprünge hat Pfingsten im jüdischen Erntefest Schawuot.

    Zu jenem Erntefest hatten sich laut biblischer Apostelgeschichte die Jünger Jesu in Jerusalem versammelt, als das „Pfingstwunder“ geschah: „Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie (die Jünger) waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“

    Die Jünger waren also plötzlich in der Lage, andere Sprachen zu sprechen und zu verstehen. Laut biblischer Überlieferung hatte dies der Heilige Geist, grob vereinfacht eine unsichtbare göttliche Kraft, in den Jüngern bewirkt. So erkannten sie ihren Missionsauftrag, die Botschaft Jesu Christi in allen Sprachen in die Welt zu tragen und den christlichen Glauben zu verbreiten. Pfingsten gilt damit als Geburtsstunde der Kirche.

    Bis auf den Christusimpuls, von dem R. Steiner immer spricht, scheint so Alles mögliche in die Hosen gegangen zu sein. Meiner Meinung nach liegt das an der Agressivität des jüdischen Galubens, der sogar heute noch immer für das Unglück in dieser Welt verantwortlich ist.

    Mehr dazu erfährt man aus der Bock – Saga, welche auch eine Erklärung über die Entstehung des Judentums liefert. Was man da erfährt, klingt ganz nach dem Anfang des Kali Yuga.

    Da müsssen wir alle durch.

  3. @Ludwig

    Hätte Jesus diesen Text gelesen, ihm wäre nicht klar gewesen, was der staatsreligiöse, ‚ex post konstruierte Christusbegriff, mit seiner ursprünglichen Welt- und Gottesverbundenheit zu tun haben sollte. Er hätte es abgelehnt, so wie er andere Götzenkonstruktionen, Ersatzformen für die unmittelbar erlebte intelligible Welt, leere Opferriten und leere Gesetzesgläubigkeit, streng und mutig abgelehnt hatte. –

    Und diese eurozentristisch-okzidentalen Konstruktion, einer ’staatsgesalbten'(!) Vermittlungsgottheit, hätte er so strikt zurückgewiesen. Salbung ist ein machtritueller Vorgang, Könige erhalten damit das recht über andere zu herrschen. –

    Viele Christen, die dennoch eine tiefere Wahrheit in dieser Konstruktion spüren, verwechseln dann dieses Religionskonstrukt mit der allgemeinen, geistigen Welt, die genauso den Griechen, Persern, Indern, Chinesen und Ägyptern zugänglich war und ist und jedem einzelnen Menschen offensteht.

    Und es stimmt nicht, die eingrenzende Erfahrung als Geistwesen inkarniert zu sein, in einem persönlich bewohnten Leib, das ist nämlich der positive Inhalt von ‚ICH BIN‘ (im hier & jetzt!), ist nicht auf die Hebräerkultur (in dieser Gegend ist die erste alphabetische Schriftgrammatik entstanden!) reduziert worden und ihre vielen monotheistischen Nachfolger, nein. –

    Alle Kulturen haben diese Erfahrung gemacht und machen sie noch heute, die Hebräer waren nur die ersten, die diese Vorgänge zu Denkschreiben weiterentwickelten. Die ontologische Sonderstellung, die Sie, Herr Ludwig hier für den Monotheismus einfordern, gibt es nicht. Sie war historisch sehr machtvoll, aber ist nur eine Entwicklungskrücke. Aber die Verschriftlichung war das Kulturneue und andere Religionskulturen haben parallele Entwicklungen dazu durchlaufen, die nicht weniger Verbundenheit mit der intelligiblen Welt vermitteln können. –

    Dazu ein Bild.

    Die wunderschönen gotischen Kathedralen werden im Bauzustand mit Holzgerüsten abgestützt. Kein Bogen könnte gemauert werden, der seine Form nicht durch das Gerüst (> Denkschreiben/ Denkschrift) vorher erhalten hatte.

    Und so ist die intelligible Welt selber metaphorisch das unscheinbare Holz geworden, das Gerüst, was immer wieder entfernt und für jeden Erkenntnis-/ Entscheidungsbogen neu gezimmert wird, manchmal mehrfach genutzt wird. Aber der sichtbare Bogen, die fertige Religion, ist nur das äußere Merkmal oder Denkmal, für den wunderbaren Bauprozess einer solchen Kathedrale. Und für alle anderen religiösen Denkmale dieser Welt!

    Und das Jesus vom Beruf Zimmermann/ Architekt (Häuserbauer) war, ist ein schöner und schauriger Treppenwitz der Geschichte. Sein körperlich inkarniertes Ende fand der Rebell an einem Holzgerüst!

    Sein übersterbliches Leben war davon nicht betroffen, wie das übersterbliche Leben aller Menschen nicht von ihrem leiblichen Tod betroffen sein wird, das ist die allgemeine frohe Botschaft, die niemanden ausschließt, der sich nicht selber davon, zeitweilig, entwicklungsbedingt, ausschließt. –

    Auch Ihnen, lieber Herr Ludwig, ein allgemeines, nicht exklusives, Pfingsten wünschend

    https://www.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/video120509862/So-soll-die-Sagrada-Familia-vollendet-aussehen.html

  4. Die Verallgemeinerung der „Erfahrung“ als den Prozess, der Strukturen im Universum enstehen läßt, überwindet das Chisma zwischen Geist und Materie, weil auch letztere „Erfahrung“ bedeutet. Wenn auch auf einem Niveau niedriger Komplexität.

    Spannt man das Feld der Erfahung zwischen einem „Alphazustand“ niedriger Komplexität und einem „Omegazustand“ höchster (innerer und äußerer) Vielfalt auf, kann man sich wieder einer interessanten mathematischen Analogie bedienen.

    Man kann zeigen, dass es Körper gibt, bei denen man die innere Oberfläche gegen unendlich laufen lassen kann und demgegenüber das Volumen, das sie einnehmen, gegen null. (Stichwort Menger-Schwamm)

    Das bedeutet, dass diese Körper (schrittweise) nach innen gegen eine unendliche Vielfalt laufen. Wenn man jeden Schritt nun an der invertierenden (umkehrenden) Einheitskugel nach außen spiegelt, zeigt sich die innere Unendlichkeit als die der äußeren Welt.

    Warum sollten sich in Jesus Christus die innere Unendlichkeit (die Erfahrung des Kosmos) und die äußere Entfaltung des Kosmos nicht als gegenseitige und inverse Spiegelungen begreifen?

    Jesus Christus ist also der Mensch, in welchem sich die äußere und die innere Unendlichkeit vereinen.

    Folgen wir ihm nach. Er hat uns schließlich alle dazu aufgefordert, in seinem „heiligen Geiste“ zu bleiben.

    • pedrobergerac // 4. Juni 2017 um 12:53 // Antworten

      Am Anfang war das Wort.

      https://www.pravda-tv.com/2017/05/neue-quanten-experimente-beweisen-realitaet-und-zeit-existieren-nicht-bis-wir-sie-beobachten-videos/

      • waltomax // 4. Juni 2017 um 14:25 //

        In der Tat kann man mit dem invertierenden Prozess, aus dem heraus sich Außenwelt und Innenwelt gegenseitig abbilden, die dazu nötige Energie und Information nicht erklären.

        Die innere und äußere Unendlichkeit könnte Ausdruck dessen sein, dass wir die Quelle von Energie und Information in unserer Welt nicht verorten können, weil sie nicht hier verortbar ist.

        Innere seelische Unendlichkeit und äußere physische Unendlichkeit gegeneinander zu stellen und damit „kategorisch“ aufzuheben, hinterläßt eine Art von Nirwna, ein leeres Gewahrsein, das nach möglichwerweise fundamentaleren Wahrheiten nicht mehr fragt.

        Doch können wir prinzipiell nicht entscheiden, ob uns die nötie Information, um eine äußere Welt aus dem Seelenraum zu projizieren (und diesen wieder dort aufzunehmen), immanent zufließt oder transzendent von außerhalb des Realitätschemas.

      • Conrath // 5. Juni 2017 um 10:58 //

        @Pedro & WM

        Was Sie da zitieren ist die bis heute fortgesetzte ‚Schulmeinung von Bohr und Heisenberg‘ und der Gedankenunfug um die ‚Schrödinger Katze‘, Schrödinger hat diese Gedankenformen später überwinden können und die ‚Schrödinger-Bohm Schule‘ begründet. Da Absurditäten besonders beliebt sind, in einer nihilistisch tendierenden Kultur und Zeit, sollten Sie diese modernen Mythen (Heisenbergunschärfe) nicht ganz ernst nehmen, sie existieren ebenfalls nur, wenn mensch an sie (unbegründet) glaubt. Experimentell ist die Unschärfe-Thesis vielfach widerlegt und überwunden worden.

        Wenn Sie einen gedanklich-anschaulichen Weg aus diesem Selbstbestätigungsdilemma (Münchhausen lässt grüßen) suchen, dann sei Ihnen das Buch von Peter Ripota zu den verschiedenen Quantentheorieen empfohlen, ‚Das Rätsel der Quanten‘:

        https://www.amazon.de/Das-R%C3%A4tsel-Quanten-seine-L%C3%B6sung/dp/3734790794/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1496651824&sr=1-1#reader_3734790794 und

        https://www.google.de/search?q=ripota+quanten&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b-ab&gfe_rd=cr&ei=4Bc1We61AoXVXr7unoAB

        @WM

        „Innere seelische Unendlichkeit und äußere physische Unendlichkeit gegeneinander zu stellen und damit „kategorisch“ aufzuheben, hinterläßt eine Art von Nirwna, ein leeres Gewahrsein, das nach möglichwerweise fundamentaleren Wahrheiten nicht mehr fragt.[…]“ Zitatende WM

        Aber in dem Moment, wo die gesamte physikalische Erscheinungs-/ Kräftewelt aus zwei(!) Zeitsinnprozessen (als Begegnung von Wellenfronten aus der Vergangenheit ‚u n d‘ aus der Zukunft!) entdeckt/ erkannt wird, lösen sich alle physikalischen Aporien (Widersprüche) auf!

        Und die innere Bestimmung des Menschen, als einer, unmittelbar aus dem ‚Ursprung denkenden Monade‘, wird am klarsten und sehr knapp, 98. Seiten, von dem Begründer einer transzendentalen Ontologie, mit vielen, teils schon verstorbenen, wirkmächtigen Schülern, entfaltet, es ist ‚Wolfgang Cramer‘ mit seiner ‚Grundlegung einer Theorie des Geistes‘. Übrigens ein Buch, nahezu ohne jede Zitation und vollständig ‚denkevident‘, in 99 aufeinander aufbauenden Paragraphen entwickelt und mit einem Nachwort versehen. –

        Danach kann selbstevident die vorgebrachte transzendentale ‚T h e t i k‘ durch eigenes, reines Denken überprüft/ kontrolliert/ angewendet werden und zwar fundamental auf alles durch Denken hervorgebrachte unter Einbezug der Perzeption organisch-empirischer Sinnlichkeit.

        Cramer hat 1957 den vorläufigen Schlussstein geliefert für eine offene Transzendentalwissenschaft.

      • pedrobergerac // 6. Juni 2017 um 00:17 //

        @conrath
        Sehr schön erkannt.
        Ich sehe den Grund in welcher Art und Weise die Strings schwingen in der Information, die man ihnen gegeben hat um das zu sein, was ihnen bestimmt ist. Information = „das Wort“.
        Allerdings nur als Basis einer Matrix, in der wir uns, ähnlich den Protagonisten eines Computerspiels, mittels unseres „materialisierten Bewußtseins“ so viele Ebenens wie notwendig durchspielen, um das Ziel zu erreichen.

        Im Stockdunkel der Nacht existieren für unser Auge nur die Dinge, die man in einem Lichtschein „wahrnnehmen“ kann.

        „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“. Darüber gibt es von Paul Watzlawick ein sehr treffliches Buch, welches allerdings nicht die feinstoffliche Welt berücksichtigt.
        Soll heißen:
        Wenn Zwei das Gleiche betrachten heißt es noch lange nicht, dass Beide das Gleiche wahrnehmen.

        Letztendlich ist Pfingsten also als Informationsereignis zu betrachten. Die daraus gewonnene Erkenntnis ist das Wichtige dabei.

    • @WM

      In Jesus als Mensch, wie in allen Menschen. Erst der Jesus Christus, als Doppelwesenskonstruktion, Gott-Mensch/ Mensch-Gott und zwar als ‚exklusive'(!) Verallgemeinerung des römisch-christlichen Staatskultes, bringt die besonderen, nämlich ausschließenden Probleme mit sich.

      Dieses staaschristliche Konstrukt wurde damit zu einem Universalschlüssel der Machtausübung, konnte er doch für oder gegen jeden konkreten Menschen, für oder wider gegen jede Menchengruppierung ganz nach Bedarf der Mächtigen ‚genutzt‘ werden.

      Ginge es nur um Anschauungs- und Erkenntnisfragen, wäre die Geschichte nicht so blutig verlaufen, um die Durchsetzung der Deutungshoheit dieses zentralen Herrschaftsbegriffes!

      Und was Sie dimensional und als Wertverhältnis ausführen, kann ich nur unterstützen. Es sind polare Weltverhältnisse in denen sich alles Leben ereignet.

      • waltomax // 4. Juni 2017 um 14:30 //

        Grundsätzlich kann man an der Einheitskugel nach innen gehend die Komplexität einer Struktur schichtweise abnehmen oder zunehmen lassen. Bei der Inversion nach außen entstehen demnach „äußere Gegenwelten“, die in einem Falle hoch aufgefaltete Oberflächen bilden. Im anderen mehr oder weniger „harte“ Schalen.

        Dieses Viererschema scheint mir die Grundpolarität der Welt zu liefern.

  5. Der heilige Geist ist also die Wirkkraft, welche die Reise der zunehmenden Bewusstwerdung vom Alpha bis zum Omega trägt.

    Wenn eine Struktur im Volumen gegen null und in ihrer inneren Oberfläche (Erfahrung) gegen unendlich geht, dann wird sie immer feiner und löst sich schließlich in reine Energie auf.

    Das ist der Moment, in welchem der Dornbusch in einem Feuer steht, das nicht verzehrt, sondern vielmehr hebt und erlöst. Denn die materielle Evolution hat dann ein Ende.

    Wir sollten den heiligen Geist nicht als Legende oder abstrakte physikalische Wirkkraft begreifen, sonder als real existierenden Träger allen Seins.

    Wenn uns eine Wiedegeburt unserer christlichen Kultur gelingen sollte, dann nur auf der Basis einer Erkenntnis – Tiefe, welche an die äußere und innere Unendlichkeit der Welt glaubt. Denn zu begreifen ist sie
    nicht.

    Frohe Pfingsten. Begreifen wir Pfingsten als Verheissung.

  6. hubi stendahl // 4. Juni 2017 um 13:08 // Antworten

    Das Fazit des Artikels unterschreibe ich gerne, die im vorliegenden Fall Steinerschen Interpretationen strapazieren indes meinen persönlichen Widerstreit zwischen Glauben und Wissen auf das Äußerste.

    Die Interpretation der 10 Gebote, die ein Mensch, den wir mit Moses bezeichnen, empfangen haben will, ist die persönliche Meinung von Steiner zu einer Zeit, da viele Details der Bibelwissenschaft noch nicht bekannt waren. Überhaupt kann man hinein interpretieren was man will, man findet immer dankbare Abnehmer.

    Ich für meinen Teil benutze so oft wie möglich meinen ebenfalls „Gott“ gegebenen Verstand, um die Zusammenhänge möglichst transparent sehen zu können. Dabei sollte man m.E. eigenes Wunschdenken versuchen zu unterdrücken, denn nimmt die Emotion Überhand, versagt der Verstand.

    So beginnt das Problem bereits zu Zeiten Mose mit dem Namen JHWE, den man damals entweder aus Babylon, wahrscheinlicher aus Ägypten gestohlen hat:

    https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/jahwe/ch/116b273e55d13db9cf192fbdab85107d/

    Die 10 Gebote sind für vernunftbegabte Menschen kein esoterischer Gottes- Zauber, sondern handfeste Vorgaben, um im ersten Privatkapitalismus der Menschheitsgeschichte (vorher gab es ausschl. Feudalismus bzw. Urkommunismus) für Regeln zu sorgen, die ein Zusammenleben überhaupt erst möglich machten. Trotzdem kam es immer wieder zu Ausschweifungen und Ungerechtigkeiten (Umverteilung), was zu Änderungen an den Gesetzen führte. Z.B. die Geschichte um den Tanz um das goldene Kalb, was als Symbol für die systemische Umverteilung zu werten ist und dafür ein Gott erforderlich war, der zürnte und natürlich nur durch Moses Fürsprache zu beruhigen war, sodass das israelitische Volk „nur“ 40 Jahre in der Wüste herumirren musste. Gewissermaßen ein Ablasshandel zwischen Moses und einem Gott, der selbst erklärt nur für das Volk Israel existierte. Danach gelangten sie erst in das „gelobte Land“ am Jordan.

    Über die Jahrhunderte verfiel das Volk wieder in einen Feudalismus, sodass die Gesetze dauernden Änderungen unterworfen waren. Bis etwa zum 5 Jhd. vor Chr. mündlich, später als Gottes Worte schriftlich fixiert unter Daueränderungen.

    Die gesamte Geschichte um JHWE hat mit „ICH“ nicht die Bohne zu tun und man muss schon seine emotionale Suche nach der Wahrheit unter Ausschaltung seines Verstands bis zum Anschlag bemühen, um hier göttliche Aspekte zu finden. Es reicht aber auch seine Naivität in´s Esoterische Niemandsland zu verlagern.

    Als Jesus von Nazareth, als einer von mindestens vielen Propheten seiner Zeit, in die Geschichte eintrat, war das Judentum mit ihrem JHWE bereits mehrmals gescheitert. Seiner Präsenz ging vor allem die babylonische Gefangenschaft, die eigentlich gar keine richtige war, weil die Juden dort das Geldwesen bereits übernommen hatten, voraus, in der viele heimisch wurden und sich mit den Eroberern vermischten. Ein kleiner Tross von vielleicht 30 bis 40.000 Menschen blieb übrig, für die die Gesetze nochmals in der Art angepasst wurden, um eine zukünftige Assimilierung zu verhindern:

    http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/1895/1/Assmann_Kollektives_Gedaechtnis_1988.pdf

    Versucht man seine religiöse Verblendung beim Lesen der Schriften des Neuen Testaments und der, die es aufgrund nachvollziehbarer Herrschaftsinteressen nicht in die Bibel schafften, abzulegen, dann sucht man nach einem Konzept und nicht nach einer himmlischen Heilslehre für ein Leben nach dem Tod.

    Im Kontext der Geschichte um Jesus von Nazareth kann man die politischen Umstände nicht einfach negieren. Das Land war besetzt (in Selbstverwaltung). Das politische Geschehen bestimmten die Pharisäer, unterstützt durch den größten Bevölkerungsanteil und die Sadduzäer, unterstützt durch elitäre Kreise. Gewissermaßen Politiker, die ihre Herrschaft verteidigten unter Zuhilfenahme und unter vergessen des eigentlichen Sinns der alten Gesetze.

    Thomas Evangelium: „Es sagten zu ihm seine Jünger: 24 Propheten sprachen in Israel und sie alle sprachen in deiner Kraft. Er antwortete: Mit solchen Gedanken kehrt ihr euch von dem Lebendigen ab, der vor euch steht und sprecht von den Toten.“

    Lebendig = Wissender, Toter = Unwissender.

    Jesus sprach den anderen Propheten den Durchblick ab. Nichts weiter. Er hat die systemischen Fehler verstanden, sowohl aus soziologischer als auch aus volkswirtschaftlicher Sicht. Deshalb war er auch brandgefährlich.

    Zitat aus dem Artikel:
    „Die Zehn Gebote sind zehn Richtlinien für die Ich-Entwicklung des Menschen, damit es immer kräftiger und selbständiger werden konnte.“

    Quatsch. Die zehn Gebote sind und waren Richtlinien, wie Menschen unter prosperierenden Bedingungen miteinander umgehen können und keinesfalls in ewigen Stein gemeißelte Gesetze eines Gottes.

    Alles mündet in der Erkenntnis, dass erst Ruhe herrscht (Himmelreich, Königreich in uns), wenn wir verstanden haben, dass der Fehler im Zusammenleben darin begründet ist, dass wir zuerst NEHMEN und dann GEBEN. GEBEN wir zuerst, statt zu NEHMEN, überwinden wir den Berg und können sagen: „Berg hebe dich hinweg und er wird sich hinweg heben (Berg = überwindbares Hindernis zur Heilung).

    Nichts anderes ist auch die Bergpredigt, die metaphorisch genau diese eine zentrale Aussage trifft.

    Um nochmal beim Jesus-Konzept zu bleiben:

    „Wann wird die Ruhe der Toten eintreten? Er antwortete: Die Ruhe, die ihr erwartet, ist ja schon gekommen. Aber ihr erkennt sie nicht.“

    Mit falsch verstandener Esoterik lassen sich die Probleme der Menschheit nicht lösen. Im Gegenteil. Die Menschen werden durch das in sich kehren davon abgehalten, die Probleme zu erkennen und sie zu benennen. Der Artikel zeigt für mich deshalb eine Verirrung, weil er nur einen kleinen Teilaspekt des Jesus-Konzepts esoterisch aufbereitet, statt die metaphorische Botschaft innerhalb der Arkanpflicht deutlich zu machen:

    Aus „Dies sind die geheimen (Anm.: Arkanpflicht) Worte, die Jesus der Lebendige sprach:

    „Die Pharisäer und Schriftgelehrten haben die Schlüssel der Erkenntnis empfangen und haben sie versteckt. Selbst sind sie nicht hineingegangen, aber sie ließen auch nicht hineingehen, die hineingehen wollten. Ihr aber werdet klug wie die Schlangen und unschuldig wie die Tauben.“

    Die heutigen Pharisäer (Schweinepriester ), Schriftgelehrten ( vernebelnde Wissenschaft) und die Sadduzäer ( Politiker und Parteien) haben die Schlüssel mehr denn je, weil u.a. solche Artikel unbewusst verhindern, dass die Toten lebendig werden.

    • pedrobergerac // 4. Juni 2017 um 13:29 // Antworten

      Chapeau.

      Wie gesagt, es geht noch tiefer in die Geschichte. Aus Brahman wurde Abraham. Aber erst nachdem die Veden besiegt wurden.
      Ein Schlüsselszene in der jüngeren Geschichte der Menschheit.

      • hubi stendahl // 4. Juni 2017 um 15:17 //

        @predorbergerac

        „Aus Brahman wurde Abraham.“

        Christus Kristos Krishna ( der Gesalbte ). Und weitere mehrere Dutzend gegenseitiger Befruchtungen. Von den vielen Wunderkindern, die von Königstöchtern in Flechtkörben z.B. in Ägypten gefunden und aufgezogen wurden (hier Moses) ganz zu schweigen. Aber wer glaubt, der will eben nicht wissen.

        Also ganz Ihrer Meinung.

    • @Hubi

      „Die heutigen Pharisäer (Schweinepriester), Schriftgelehrten (vernebelnde Wissenschaft) und die Sadduzäer (Politiker und Parteien) haben die Schlüssel mehr denn je, weil u.a. solche Artikel unbewusst verhindern, dass die Toten lebendig werden.“ Zitatende H.S.

      Ja,

      und die Mächtigen wollen diesen ‚Schlüssel‘ zur intelligiblen Wesenwelt und zur ‚Übersterblichkeit weiterer Lebenserfahrung aller Menschen‘, nicht herausrücken, bis heute nicht! Das hatte Steiner damals übersehen, wegen seiner eigenen, zum Teil noch naturalistischen Auffassung dieser ‚allgemeinsten‘ Weltverhältnisse. –

      Warum allgemeinste?

      Weil wir sonst die geistige Welt, den Schöpfungsgrund, viel zu klein, zu menschensituationsähnlich, denken würden/ müssen.

      Gott braucht keine Opfergaben und äußere Anerkennung, da er in jedes Wesenszentrum hineinreicht, mit seiner lebendigen, überseienden, Omnipotenz.

      Die positivistischen Naturwissenschaftler haben diese Omnipotenz ersetzt durch ein nur omnipotent vorgestelltes, mechanisch-statistisches Kalkül und Systemmodell, was sie seit dem ersatzweise oder auch parallel anbeten, als neues goldenes ‚Systemkalb‘.

      • hubi stendahl // 4. Juni 2017 um 16:32 //

        @conrath

        „Die positivistischen Naturwissenschaftler haben diese Omnipotenz ersetzt durch ein nur omnipotent vorgestelltes, mechanisch-statistisches Kalkül und Systemmodell, was sie seit dem ersatzweise oder auch parallel anbeten, als neues goldenes ‚Systemkalb‘.“

        Hut ab; Ich sehe das exakt genauso.
        und weiter:

        „Gott braucht keine Opfergaben und äußere Anerkennung, da er in jedes Wesenszentrum hineinreicht, mit seiner lebendigen, überseienden, Omnipotenz.“

        Und über diese Erkenntnis hat auch ein Jesus von Nazareth bei vielen Gelegenheiten referiert. Ich glaube nach wie vor, wenn es auch umstritten ist, dass wir alle diesen Virus/Archetyp im kollektiven Unbewussten mehr oder weniger in uns tragen und C.G. Jung nah an der Realität war.

        Birgit Sonneck hat das mal ohne die Religion explizit zu nennen interessant und für jeden verständlich aufbereitet (pdf 23 Seiten am Ende des Kommentars). Eine andere Erklärung für die Verblendung in der heutigen Gesellschaft, die immerhin über eine Fülle an Indizien verfügt, die damals nicht zur Verfügung standen, habe ich nicht. Denn es gibt zwar eine massive Abkehr von den klassischen Religionen; sie werden aber vollständig ersetzt durch noch schlimmere Auswüchse wie selbsternannte Propheten, New-Age Bewegungen und mediale Superstars, die alle nur das Beste wollen: Das Geld des Zuhörers.

        Wer sucht der findet. Leider begibt sich kaum einer auf den steinigen Weg des Suchens. GLAUBEN an das was andere (Pharisäer oder Schriftgelehrte) sagen ist weniger steinig, als sich selbst auf den Weg zu machen. Den Glauben anderer, mit dem eigenen biologischen Unbewussten und Bewussten und dem Verstand gegenüberzustellen, ist aber der einzige Weg, aus dem Dilemma zu entkommen. Auch wenn es steinig und aufwendig ist. So lange also nur ein Rudolf Steiner oder Jesus von Nazareth rezitiert wird, kann das Individuum nichts damit anfangen. Erst das Finden (wer sucht wird finden) bringt die Erlösung des Einzelnen, da jetzt Synchronizität erreicht ist. Noch nie war es so leicht, dies zu schaffen.

        Nach dieser steinigen Phase habe ich mich für das geniale Konzept, wurscht ob er lebte oder eine Gruppe war, des Jesus v. Nazareth entschieden, das auch heute noch unter dem Aspekt der drängenden Umwelt- und volkswirtschaftlichen Fragen ohne Widerspruch ist. So wie es auch im Sinne der modernen quantenphysikalischen Erkenntnisse standhalten kann. Diese Gruppe oder „Er“ haben es sich halt ohne wissenschaftlichen Anspruch a la Karl Popper erschlossen. Warum nicht?

        Ganz im Gegenteil zu Rudolf Steiner, dessen Schriften ich zwar nicht komplett kenne, der aber zeitlebens konzeptionell „bastelte“ und sich ebenfalls dem Virus/Archetyp nicht entziehen konnte. Ungeachtet seiner Verdienste hinsichtlich der Weiterentwicklung von Schulen und Landwirtschaft.

        http://www.schlüsseltexte-geist-und-gehirn.de/downloads/Archetypen.pdf

      • Conrath // 5. Juni 2017 um 11:41 //

        @Hubi

        „Denn es gibt zwar eine massive Abkehr von den klassischen Religionen; sie werden aber vollständig ersetzt durch noch schlimmere Auswüchse wie selbsternannte Propheten, New-Age Bewegungen und mediale Superstars, die alle nur das Beste wollen: Das Geld des Zuhörers.“ Zitatende H.S.

        So ist es, exakt und das schließt auch die künstlichen Sektengebilde des tiefen Staates mit ein.

        Und Sie denkschreiben es, finden kann ich nicht nur an wenigen ausgesuchten Lieblingsautoren, sondern mitlerweile an einer ständig größer werdenden Autorengruppe, das die Welt geistig bestimmt ist und wir mitten in dieser Vermittlung leben und die Wahrheit suchend sie auch auffinden können, in der Welt und nicht nur in ausgesuchten Lieblingsautoren und bei einigen wenigen Spezialthemen. So verstanden kann der romantisch-esoterische Novalis (Friedrich von Hardenberg) neu ausgelegt werden, die kirchlichen Gottesvorstellung können vollständig durch eine persönlich-wesenhafte liebende Weltbegleitung ‚erweitert‘ werden.

        „Wo bleibst du Trost der ganzen Welt?
        Herberg ist dir schon längst bestellt.
        Verlangend sieht ein jedes dich,
        Und öffnet deinem Segen sich.

        Geuß, Vater, ihn gewaltig aus,
        Gib ihn aus deinem Arm heraus:
        Nur Unschuld, Lieb und süße Scham
        Hielt ihn, daß er nicht längst schon kam.

        Treib ihn von dir in unsern Arm,
        Daß er von deinem Hauch noch warm;
        In schweren Wolken sammle ihn
        Und laß ihn so hernieder ziehn.

        In kühlen Strömen send ihn her,
        In Feuerflammen lodre er,
        In Luft und Öl, in Klang und Tau
        Durchdring er unsrer Erde Bau.

        So wird der heilge Kampf gekämpft,
        So wird der Hölle Grimm gedämpft,
        Und ewig blühend geht allhier
        Das alte Paradies herfür.

        Die Erde regt sich, grünt und lebt,
        Des Geistes voll ein jedes strebt
        Den Heiland lieblich zu empfahn
        Und beut die vollen Brüst ihm an.

        Der Winter weicht, ein neues Jahr
        Steht an der Krippe Hochaltar.
        Es ist das erste Jahr der Welt,
        Die sich dies Kind erst selbst bestellt.

        Die Augen sehn den Heiland wohl,
        Und doch sind sie des Heilands voll,
        Von Blumen wird sein Haupt geschmückt,
        Aus denen er selbst holdselig blickt.

        Er ist der Stern, er ist die Sonn,
        Er ist des ewgen Lebens Bronn,
        Aus Kraut und Stein und Meer und Licht
        Schimmert sein kindlich Angesicht.

        In allen Dingen sein kindlich Tun.
        Seine heiße Liebe wird nimmer ruhn,
        Er schmiegt sich seiner unbewußt
        Unendlich fest an jede Brust.

        Ein Gott für uns, ein Kind für sich
        Liebt er uns all herzinniglich,
        Wird unsre Speis und unser Trank,
        Treusinn ist ihm der liebste Dank.

        Das Elend wächst je mehr und mehr,
        Ein düstrer Gram bedrückt uns sehr,
        Laß, Vater, den Geliebten gehn,
        Mit uns wirst du ihn wieder sehn.

    • Falkenauge // 5. Juni 2017 um 10:34 // Antworten

      @hubi stendahl
      Auf die überheblichen Spitzen in Ihrem Kommentar will ich nicht eingehen.

      Zur Sache:
      Bei der Übersetzung der Zehn Gebote handelt es sich nicht um „die persönliche Meinung Steiners“.
      Das Wesentliche bei Steiner ist sein revolutionärer Anspruch, einen wissenschaftlichen Weg zur Erkenntnis des Übersinnlichen eröffnet zu haben. Dies hat er in aller Breite erkenntnistheoretisch begründet und dann methodisch entfaltet. Das unterscheidet ihn von jeder sonstigen Esoterik. Wer dies nicht berücksichtigt und sich damit nicht auseinandersetzt, kann zu keinem zutreffenden Urteil über seine Schilderungen kommen. Mit glauben haben sie jedenfalls nichts zu tun.

      Steiner hat immer wieder betont, dass er keine Interpretationen der Bibel liefere, sondern stets erst unabhängig von der Bibel übersinnliche Forschungen anstelle, mit denen er dann in der Bibel zumeist entsprechende Übereinstimmungen finde, sich also in dieselben geistigen Quellen vertiefe, aus denen die Autoren der Bibel aus deren damaligen spirituellen Bewusstsein auch geschöpft haben.
      Das Problem ist eben, dass die heutigen Übersetzungen nicht aus einem solchen spirituellen Bewusstsein, sondern aus dem an die Sinne gebundenen Verstandesdenken erfolgen, mit dem der spirituelle Gehalt nicht mehr erfassbar ist.

      So führte R. Steiner in dem genannten Vortrag über die Zehn Gebote aus: „In jedem Menschen den göttlichen Urquell zu suchen, das große Welten-Ich, das den Raum durchwellende und durchwehende Ich als Urbild anzusehen des eigenen Ich, das war der große Ruf, der mit der Sendung des Moses verknüpft war. Von diesem Gesichtspunkte aus werden wir verstehen, wie sich dieses große Welten-Ich durch Moses verkündigen musste. In einer solchen Weise muss man die Ankündigung der Ich-Gebote in die heutige Sprache übersetzen, damit man wirklich das hat, was gefühlt und empfunden und gedacht wurde, wenn man in jener Zeit zum Beispiel das erste Gebot hörte. Alle lexikographischen Übersetzungen geben das denkbar Ungenaueste wieder. Und nun möchte ich Ihnen das erste Gebot darstellen wie man es wirklich übersetzen muss, um dasjenige zum Ausdruck zu bringen, was man sich damals beim Hören desselben vorgestellt hat.“

      Alle Bibelwissenschaften arbeiten aus dem gewöhnlichen an die Sinnenwelt gebundenen Verstandesdenken. Sie können sicher auch hilfreich sein, aber nie den Anspruch erheben, eine vollgültige Aussage über das zugrunde liegende Weltbild zu liefern, sondern sie lassen eben das Übersinnliche einfach weg oder leugnen es aus der materialistischen Zeitströmung heraus ganz und argumentieren nur aus der sinnlichen Ebene. Das ist eine, im wörtlichen Sinne, Beschränktheit des Geistes.

      Zu meinen, Entstehung und Entwicklung der Menschheit sei ohne ständige schöpferische Akte und Impulse von über uns stehenden höheren Wesen einfach so irgendwie erfolgt, ist eine Behauptung und kein wissenschaftliches Forschungsergebnis; es ist ein Aberglaube.

      Dass die Zehn Gebote innerlich mit der Ich-Entwicklung zu tun haben, aber noch äußerlich wirken, lässt sich auch ohne Rückgriff auf Steiner unmittelbar einsehen. Auch dass die Freiheit gerade darin besteht, jetzt aus innerer Einsicht in die moralischen Ideen selbst zu handeln. Wenn Sie ganz irdisch meinen, die Gebote seien „handfeste Vorgaben im ersten Privatkapitalismus“, übersehen Sie, dass der Privatkapitalismus gerade eine gewisse Ich-Entwicklung voraussetzt, in dem sich der Einzelne durch Eigentum seine irdische Existenz absichert und von anderen abgrenzt. Gebote und Eigentum sind also die Folgen derselben Ursache, die im Geistigen des Menschen liegt, seinem Ich.

      • Ranma // 6. Juni 2017 um 05:10 //

        „Das Wesentliche bei Steiner ist sein revolutionärer Anspruch, einen wissenschaftlichen Weg zur Erkenntnis des Übersinnlichen eröffnet zu haben. Dies hat er in aller Breite erkenntnistheoretisch begründet und dann methodisch entfaltet.“

        Dann wurde dieser Weg sicherlich vieltausendfach beschritten. Ein wissenschaftlicher Weg zeichnet sich schließlich dadurch aus, daß er von jedem Hinz und Kunz beschritten werden kann.

        „Das Problem ist eben, dass die heutigen Übersetzungen nicht aus einem solchen spirituellen Bewusstsein, sondern aus dem an die Sinne gebundenen Verstandesdenken erfolgen, mit dem der spirituelle Gehalt nicht mehr erfassbar ist.“

        Wer so viel spirituelles Bewußtsein hat, daß er daraus schöpfen kann, der braucht keine Übersetzung der Bibel.

        „Alle Bibelwissenschaften arbeiten aus dem gewöhnlichen an die Sinnenwelt gebundenen Verstandesdenken.“

        Sonst wären sie keine Wissenschaften, sondern die Aussage selbstwidersprüchlich.

        „Sie können sicher auch hilfreich sein, aber nie den Anspruch erheben, eine vollgültige Aussage über das zugrunde liegende Weltbild zu liefern, sondern sie lassen eben das Übersinnliche einfach weg oder leugnen es aus der materialistischen Zeitströmung heraus ganz und argumentieren nur aus der sinnlichen Ebene. Das ist eine, im wörtlichen Sinne, Beschränktheit des Geistes.“

        Genau deshalb erheben sie diesen Anspruch auch nicht. Also nicht nur deshalb nicht, sondern auch weil Wissenschaft nur solange Wissenschaft ist wie sie ergebnisoffen ist. Man könnte sogar sagen, daß die Bibelwissenschaften uns zeigen wollen, daß wir die Bibel nicht verstehen, weil sie zu völlig anderen Zeiten in völlig anderen Kulturen geschrieben wurde. Diese Umstände nicht zu berücksichtigen, hieße die Aussagen der Bibel komplett zu ignorieren und sich stattdessen irgendetwas zusammenzuphantasieren. Aus heutiger Sicht lebte schon Steiner in einer anderen Zeit, in der man zum Beispiel über die Ausdehnung des Weltallls noch nichts wußte. Gleichfalls wußte man noch nichts davon, daß sich Deutsche manchmal urplötzlich in wilde Barbaren verwandeln, dieser Zustand zwölf Jahre lang anhält und schließlich durch einen gewaltigen Schuldkomplex abgelöst wird. Manche von denen, die das ignorieren, kamen sogar schon auf die Idee, Steiner Rassismus zu unterstellen. Zu wieviel mehr Mißverständnissen muß ein zweitausend Jahre alter Text führen!

        „Zu meinen, Entstehung und Entwicklung der Menschheit sei ohne ständige schöpferische Akte und Impulse von über uns stehenden höheren Wesen einfach so irgendwie erfolgt, ist eine Behauptung und kein wissenschaftliches Forschungsergebnis; es ist ein Aberglaube.“

        Natürlich ist das kein Forschungsergebnis. Das Gegenteil auch nicht. Beides sind nur Möglichkeiten. Ich glaube an die Impulse höherer Wesen seit ich Menschen kenne, zu denen Gott persönlich spricht, aber nicht so wie ihr jetzt denkt. (Außer ihr denkt, daß er wie ein Gedanke spricht, der immer nur den Menschen persönlich betrifft und nichts mit anderen zu tun hat.)

        „Dass die Zehn Gebote innerlich mit der Ich-Entwicklung zu tun haben, aber noch äußerlich wirken, lässt sich auch ohne Rückgriff auf Steiner unmittelbar einsehen.“

        Genügend Aberglaube vorausgesetzt.

        „Auch dass die Freiheit gerade darin besteht, jetzt aus innerer Einsicht in die moralischen Ideen selbst zu handeln.“

        Manche heutigen Menschen besitzen tatsächlich innere Einsicht. Aber wieso sollten frühere Menschen eine solche nicht gehabt haben? Die Philosophen der Antike gaben doch viel sinnvollere Dinge von sich als Sloterdijk oder Precht!

        „Gebote und Eigentum sind also die Folgen derselben Ursache, die im Geistigen des Menschen liegt, seinem Ich.“

        Die Bibel beschreibt eine Konkurrenz zwischen mosaischen Geboten und dem Tanz um das Goldene Kalb. Justamente als die Römer eine noch viel schlimmere Form des Kapitalismus eingeführt hatten, versuchte Jesus von Nazareth das Judentum zu reformieren. Judentum und Christentum waren also schon beides Reaktionen auf ein unmenschliches Wirtschaftssystem. Aber wieso sollte Kapitalismus mit der ich-Entwicklung zu tun haben? Er ist schließlich ein völlig beklopptes Verhalten!
        Ranma

  7. Das kosmische Gesetz wird uns solange als äußerer Zwang erscheinen, bis wir dieses Gesetz in uns selber erkennen. Kant sah den bestirnten Himmel über sich und das moralische Gesetz in ihm selbst.

    Als mathematisch Metapher wurde die inverse Abbildung vorgeschlagen.

    Wenn Christus also das Gesetz nicht etwa abschaffen, sondern erfüllen wollte, dann „verkörperte“ es dieses nicht nur metaphorisch, sondern „wirklich.“ Denn der äußere Kosmos ist sein innerer Seelengarten.

    Falls auch Elektronen – Orbitale und Atom – Kern zueinnder inverse Räume sein sollten, gilt der alte Hermetische Spruch „wie oben so unten, wie innen so außen“ in einer fundamentalen Weise, die wir nicht ignorieren sollten…

  8. Mein Christentum

    Die Selbstidentität des Kosmos, seelisch gespiegelt als äußere Welt und umgekehrt (also wechselseitig) erscheint in Jesus Christus.

    Die Vergeistigung des Körpers, auch als Wiederauferstehung bezeichnet, nimmt die gesamtkosmische Entwicklung als Option vorweg. Denn man kann absteigen in materielle Gebundenheit oder aufsteigen in eine Region der geistigen Sublimierung, die auch den Körper erfasst. Sogar physikalisch erkennbar.

    Damit wird Christentum nicht nur zur Verheissung, sondern zum individuellen Entwicklungspfad für einen jeden Menschen.

  9. Seit Pfingsten ist der heilige Geist an die Stelle von Jesus Christus getreten. Er ist nun der, der bei denen ist, die Christus vertrauen. So ,einfach‘ ist das. Gnostische Gedanken, wie in diesem Artikel, dienen lediglich der bewussten oder unbewussten Irreführung.

    • Bewusste Irreführung? So ein Schmarren, wenn Sie erlauben. Ein jedes Zeitalter versucht sich in neuen Weltbildern. Überkommenes wird neu interpretiert. So auch das Christentum.

      Es besitzt ein Potential, das wir bisher noch gar nicht erkannt und umgesetzt haben.

      • Ranma // 5. Juni 2017 um 05:03 //

        Das ist wahr und darum endet das Zeitalter des Christentums nun.
        Ranma

      • Johannes // 5. Juni 2017 um 10:31 //

        @ Ranma: nein, wird es nicht. Jesus Christus, der Sohn Gottes und sein Gott, Vater ,sorgen‘ dafür. Untergehen, werden die falschen Götter, wie z. B. Allah.

      • Dieter Schmitz // 5. Juni 2017 um 10:50 //

        Ihnen ,passen‘ die Ausführungen von ,Johannes‘ offenkundig nicht, da sie eine eher gnostische Sicht auf den Christus haben (ihr Beitrag vor dem von Johannes lässt darauf schließen) Nun, so sei es.

        Aber ,Schmarren‘ ist sonst nicht ihr Niveau. Weshalb so harsch?

  10. Es ist schon erstaunlich, wie Kommentatoren und innen hier schwatzen und streiten über etwas, wie Gott & CO. … also etwas was weder erschöpfend erwiesen noch erschöpfend nicht erwiesen ist.

    Habt Ihr tatsächlich nichts anderes zu tun.?

  11. Um zu erkennen, “was die Welt im Innersten zusammenhält…”, bedarf es einer Entwicklung
    der geistig-astralen Sinne, wodurch dann natürlich das Erkenntnisvermögen ins Unermeßliche
    gesteigert wird. Leider sind die wenigstens Menschen hierüber aufgeklärt, es ist ihnen nicht
    bewusst, daß diese Entwicklung überhaupt möglich ist.

    Dieses erweiterte Erkenntnisvermögen besaß Rudolf Steiner! Allein dies, sollte man
    mindestens wissen, auch wenn man “seine Schriften nicht komplett kennt”.

    “Steinersche Interpretationen” kann es in Folge dessen also gar nicht geben, denn nur
    durch diesen Erkenntnisakt, gelangt man zu reinem Wissen.

    Ergo kann Geistiges nur mit geistigen Mitteln erforscht werden, was den indischen Yogis
    bereits vor fünftausend Jahren bewusst war. Dieses uralte Wissen ist weder irrational, noch
    mystisches Geschwätz oder an irgendeinen NewAge Unsinn angelehnt.

    Wir können ja weiter so tun, als gäbe es kein Verhältnis zwischen dem Makrokosmos/Geist
    Gottes und dem Mikrokosmos/Geist des Menschen.

    Wie wir täglich sehen, ist der Mensch ohne das konkrete, geisteswissenschaftliche Wissen,
    an einem toten Punkt angelangt. Der Mensch hat wie so oft die Wahl, entweder umzukehren
    oder weiterzumachen wie bisher, indem er alles Böse auf Erden ignoriert und so tut als
    ginge ihn die derzeitige, absteigende Entwicklung nichts an.

    Die Kraft, um es (das Böse) zu überwinden, wird man nur dann finden, wenn man dessen Natur
    erkennt! Diese ist ebenso kosmisch zu sehen, wie das Gute. Beide Prinzipien sind im Menschen
    angelegt, sie drücken sich durch die niedere und die höhere Natur des Menschen aus.

    Die Ausbildung der höheren Natur des Menschen, führt ihn gleichermaßen in die Freiheit.

    Insofern hat @waltomax recht, wenn er schreibt:

    „Damit wird Christentum nicht nur zur Verheissung, sondern zum individuellen Ent-
    wicklungspfad für einen jeden Menschen.“

    Ergo ist das Christentum ein Kommendes, ein Werdendes…

    Herzlichen Dank für den Artikel!

  12. „Ergo ist das Christentum ein Kommendes, ein Werdendes…“

    So sehe ich das auch.

    • Also nach zweitausend Jahren immernoch nichts daraus gemacht. Da gibt es keine Hoffnung mehr, daß das noch werden könnte. Mit dem Christentum ist es vorbei. Etwas neues muß an seine Stelle oder wir werden mit dem Islam gestraft.
      Ranma

      • waltomax // 5. Juni 2017 um 10:19 //

        Na gut, wer soll das Neue machen und wie soll es aussehen?

      • Karl Bernhard Möllmann // 6. Juni 2017 um 08:43 //

        . . .
        ZITAT @ waltomax:
        .
        „Na gut, wer soll das Neue machen und wie soll es aussehen?“
        .
        Das „Neue“ ist immer zugleich auch das „Alte“ – das einzige was sich ändert, das ist unser Bewußtsein, und zwar genau in dem Moment, wo wir eine so genannte „ERKENNTNIS“ haben – der Volksmund nennt diesen Vorgang „kapieren“.
        .
        Nun sollte man verstehen, daß es ZWEI Arten von Menschen gibt !
        .
        Die Einen wollen „kapieren“, und wollen das, was sie „kapiert“ haben auch gerne Anderen weiter geben – weil ERKENNTNIS so unendlich gut tut.
        .
        Die Anderen sind gefangen in geistiger Umnachtung, erfüllt von Hass & Rache-Gelüsten, überwältigt von ANGST – und wollen alles platt machen, was sich bewegt – um endlich Ruhe und Frieden zu finden . . .
        .
        Diese ANGST-HASEN sind das Problem der Welt seit Ur-Zeiten.
        .
        Denn KRIEG, MASSEN-MORD & GENOZID sind die einzigen Methoden, die sie kennen & nutzen – um vermeintliche „RUHE“ zu produzieren . . .
        .
        Und weil ihre Methoden durch & durch kriminell sind – leben sie in einer GEHEIMEN Welt – während sie die Öffentlichkeit freöhlich grinsend hinter’s Licht und in ihre zahlreichen Fallen führen !
        .
        Wir nennen sie Kriminelle und/oder Psychopathen.
        .
        Je mehr Macht ein Psychopath ergattern kann – desto gefährlicher wird er für seine Mitmenschen.
        .
        Weil sie Meister der Tarnung sind – können die wenigen echten Psychopathen dennoch viel Schaden anrichten.
        .
        Das „NEUE“ kann daher nur daraus bestehen – diese URALTEN Zusammenhänge endlich zu „sehen“, sie endlich zu „erkennen“ – und PSYCHOPATHEN endlich einmal NICHT mehr als Politiker & kriminelle „FÜHRER“ zum Schaden der Bürger zu akzeptieren!
        .
        Sobald diese kriminelle „FÜHRUNG“ des Planeten durch PSYCHOPATHEN endlich beendet sein wird – die man am ewigen KRIEG gegen ANDERS-DENKENDE erkennt – werden Erkenntnisse von ganz allein aus den Menschen heraus sprudeln & so diesen Planeten in ein wahres Paradies verwandeln.
        .
        Zur Zeit ist der ewige KRIEG – als „KAMPF GEGEN DEN TERROR“ getarnt.
        .
        GEHEIM gehalten wird dabei sorgfälig – daß GEWALT immer nur NEUE GEWALT produziert – genau so hat der Psychopath George W. Bush am 11. September 2001 seinen KRIEG GEGEN DEN TERROR begonnen, der seit diesem Tag den Terror kontinuierlich weltweit immer weiter anheizt.
        .
        Und genau DAS wollen die Psychopathen.
        .
        KRIEG ist das GEHEIME Ziel.
        .
        Da waren die Hippies in den 60’er Jahren mit ihrer Erkenntnis:
        .
        „Make love – not war!“ uns bereits einige Lichtjahre vorraus.
        .
        Denn in den 60’er Jahren lief die Erkenntnis der Wiedergeburt wie ein Lauffeuer um den Planeten.
        .
        Der BEWEIS der Wiedergeburt ist das gefürchtete Ende des KRIEGES & aller KRIEGS-Gewinnler – DARUM wird genau diese populäre Erkenntnis im Westen durch L. Ron Hubbard – gerade in den angeblich „aufgeklärten“ Ländern, bis auf das Blut bekämpft & UNTERDRÜCKT.

  13. Karl Bernhard Möllmann // 5. Juni 2017 um 10:19 // Antworten

    . . .
    JESUS von Nazaraeth sagte:
    .
    „Ihr werden die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“
    .
    Wie bei JEDER großen Entdeckung – ist der jeweilige Entdecker einer neuen ERKENNTNIS immer der erste – auf den dieses große Jesus-Wort zutrifft.
    .
    Und vom Entdecker einer „Wahrheit“ verbreitet sich dieses Wissen dann von Mund zu Mund . . .
    .
    Genau auf dieser Basis wurde in den 50’er & 60’er Jahren des letzten Jahrhunderts die „Science of Logos“ zu der am schnellsten wachsenden Religion dieses gesamten Planeten !
    .
    Gleichzeitig verließen Millionen von entgeisterten Menschen die völlig degenerierten christlich/jüdischen Kirchen – weil die nur KRIEG & KOHLE kannten – aber die Bedürfnisse der Menschen nach Wahrheit immer nur mit den Füßen traten . . .
    .
    WARUM ?
    .
    Richtig angewendet – machten die faszinierenden Techniken von L. Ron Hubbard JEDEN Menschen in kürzester Zeit und oft bereits beim ersten einfachen „Training“ zum Entdecker – der plötzlich, und oft zum ersten Mal im Leben eine eigene innere Wahrheit über das Leben entdeckte.
    .
    Und DAS war ja erst der Anfang !
    .
    Mit sorgfältigem Studium und harter, ehrlicher Arbeit – eröffnete sich JEDEM Bürger die Chance auf die Erkenntnis seiner GEISTIGEN Existenz – völlig unabhängig von seinem derzeitigen Körper.
    .
    DAS war es – was WAHRHEIT suchende Christen, Atheisten, Buddhisten, Islamisten, Hindus, Shinto-Mönche, Juden & ALLE Anderen – seit ewigen Zeiten gesucht hatten . . .
    .
    Bereits einfachste Trainings Routinen wie „TR 0“ (Trainings Routine Null) brachten Studenten dazu – Ihre Körper mit vollem Bewußsein zu verlassen – wie es bis dahin nur scheinbar gerade Verstorbene bei schwersten Unfällen in sogenannten „Nahtod-Erlebnissen“ erfahren & dokumentiert hatten, nachdem modernste Rettungs-Notärzte sie in’s Leben zurück geholt hatten !
    .
    DIESE phänomenale & globale Begeisterung für eine brandneue „Religion“ – die zudem von einem Amerikaner & Hansdampf in allen Gassen (https://de.wikipedia.org/wiki/Hansdampf_in_allen_Gassen) entwickelt worden war – machte aber nicht nur die begeisterten Fans glücklich, sondern brachte die FÜHRER der kapitulierenden, christlich/jüdischen ALT-Kirchen zunehmend in wachsende PANIK.
    .
    Nachdem 1972 selbst die CIA im Stanford Research Institute (SRI) die wissenschaftlichen BEWEISE unter dem CIA-Agenten & Scientologen auf OT VII Prof. Dr. Harold Puthoff OHNE jegliche Zweifel zur Kenntnis nehmen mußte – daß es Hubbard gelungen war, GEISTIGE FREIHEIT für JEDERMANN zu liefern – fiel die GEHEIME Entscheidung der westlichen Alliierten, dieser als „unchristlich“ eingestuften Konkurrenz ein militärisches & brutales Ende zu bereiten !
    .
    HIER der Ablauf des GEHEIM-KRIEGES gegen die „Science of Logos“:
    .
    http://www.davidmiscavige.wikiscientology.org/text/Why_the_U.S._is_Slave_to_Israel_-_the_Scientology_Connection
    .
    Übrig geblieben aus diesem GEHEIM-KRIEG gegen das WISSEN – ist ein inzwischen offener Krieg gegen den „Terror“ – der seit dem 11. September 2001 den weltweiten Terror, als DIE zentrale Methode der christlich/jüdischen GLOBALISIERUNG des Planeten MISSBRAUCHT !
    .
    Täglicher Terror – der zum Ziel hat, die eigenen Bürger in ANGST & SCHRECKEN zu bomben – um dann die als angebliche „Sicherheit“ getarnte ENTMÜNDIGUNG der Bürger in Gesetze zu packen . . .
    .
    GEHEIM vom Westen (Vorbild: „GLADIO“) gesteuerter Terror – der einst mit Hilfe von Mossad- und CIA-Spezialisten durch die GEHEIME Ausbildung & Bewaffnung der „Mudschaheddin“ genannten Terroristen gegen die Russen in Afghanistan begann . . .
    .
    Dieser christlich/jüdische WAHN-SINN unserer kriminellen Führer wäre auf ehrliche Art & Weise – zum Beispiel als angeblich „notwendiges Übel“, von unseren in panischer ANGST gefangenen Führern – der hinter’s Licht geführten Öffentlichkeit garantiert NICHT zu verkaufen.
    .
    Also läuft die wahre Politik im Hintergrund und komplett GEHEIM – und Ursprung & Ziele des hausgemachten Terrors werden hinter einer Nebel-Wand aus LÜGEN perfekt getarnt – denn KEIN Mensch würde diese Bestien freiwillig wählen, wenn er wüßte, was sie uns & WARUM chronisch verschweigen . . . ?
    .
    JESUS von Nazaraeth sagte:
    .
    „Ihr werden die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“
    .
    WAS auch JESUS von Nazareth (aus gutem Grund) verschwieg:
    .
    Sie ist nicht nur schön – diese Wahrheit !

    • hubi stendahl // 5. Juni 2017 um 11:09 // Antworten

      Hallo KBM,

      „WAS auch JESUS von Nazareth (aus gutem Grund) verschwieg:
      .
      Sie ist nicht nur schön – diese Wahrheit !“

      Im Thomas Evangelium steht seine korrekte Übersetzung dieses Zusammenhangs:

      „Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet;
      und wenn er findet, wird er erschrocken sein; und wenn er erschrocken ist,
      wird er verwundert sein, und er wird über das All herrschen.“

      Das ist aber nicht der Gesund warum ich mich einklinke.

      Vor ein paar Monaten ging es um einen Bekannten, der ab und an mit mir joggt und von seinen an Nebenwirkungen reichen Blutdrucktabletten erzählte. Sie erinnern sich, ich bat Sie um Ideen, wie man dem Mann helfen könnte.

      Ich hatte ihm dann empfohlen, eine Kombination aus L-Agrinin, Coenzym Q10 und Vitamin C unter temporärer Reduzierung der Medikamente zu nehmen und dies mit seinem Arzt zu besprechen.

      Die ersten beiden Monate tat sich nichts. Heute morgen bin ich mit ihm gelaufen und er hat seit 2 Wochen seinen Blutdruck (160/100) wieder für sein Alter normal auf 140/85 reduziert, die Tabletten nach Absprache mit dem Arzt bis auf eine Entwässerungstablette (halte ich persönlich auch für verzichtbar) abgesetzt. Statistisch nicht wertvoll, aber eine Bestätigung dafür, dass im überragenden Teil der Fälle die Ursachen bekannt sind, aber unterdrückt werden. Der Arzt, selbst indoktriniert, wunderte sich nur und glaubt, dass es Zufall ist.

      Hatte ja versprochen Sie zu informieren. Danke nochmal für die aktive Hilfestellung.

      Schönen Pfingstmontag!

      • Karl Bernhard Möllmann // 5. Juni 2017 um 11:21 //

        . . .
        DANKE @ Hubi für die guten Nachrichten!
        .
        Wünsche ebenfalls einen schönen Pfingstmontag!
        .
        Und liebe Grüße an den Bekannten.
        .
        Jetzt, wo er auf dem richtigen Weg ist, soll er einfach weiter laufen . . .

  14. Da Jesus die Menschen bei ihrem Glauben, daß die Erde eine Scheibe sei, mit dem Himmel als Käseglocke darüber, bestätigt hat, war er auch nur eine Geburt seiner Zeit. Und diese Zeit wird krampfhaft hochgehalten, um die Menschen darin gefangen zu halten, in Hölle, Fegefeuer und Himmel.
    Die Lehren zur Vollkommenheit kann man als neutral gut davon trennen, aber gerade die Kirchen mißbrauchen zu ihrem System-Machterhalt die durch den Glaubenszwang dumm gehaltenen Menschen!
    Lasset uns beten???

    • @Nathan

      ‚Hölle, Fegefeuer und Himmel‘, als Stationen des allgemeinen, Purgatoriums (Läuterung, Entwicklung und Weiterverarbeitung von erlebtem Leben) der übersterblichen Seele, finden Sie selbstverständlich nicht nur in den verschiedenen Lehren des Christentums, da sind Sie nicht hinreichend informiert.

      Und das Wissen um diese ‚Wanderschaft der Seele‘ sollten Sie nicht nur aus der Perspektive ihres (katholischen) Missbrauchs interpretieren, das ist zu kurz geschlossen. Ich kann Ihnen gerne weiterführende Literatur dazu empfehlen.

      Der Vorwurf, dass die katholische Kirche mit diesem Wissen Macht und Angstpolitik betrieben hat stimmt dennoch, aber die Grundlage für diesen Missbrauch besteht unabhängig, kann heute von einer vergleichenden Kulturgeschichte, auch in ihren verschiedenen Formen des Auftretens und ihrer verschiedenen Interpretation, differenziert nachgewiesen werden.

      Also bitte genauer kritisieren, sonst schütten Sie das Phänomen-Baby mit dem Bade aus.

      Grüßend

  15. „Da Absurditäten besonders beliebt sind, in einer nihilistisch tendierenden Kultur und Zeit, sollten Sie diese modernen Mythen (Heisenbergunschärfe) nicht ganz ernst nehmen, sie existieren ebenfalls nur, wenn mensch an sie (unbegründet) glaubt. Experimentell ist die Unschärfe-Thesis vielfach widerlegt und überwunden worden.“

    Was soll der Schmarrn? Garnichts ist da widerlegt oder überwunden! Darum kennt auch niemand ein Experiment, in dem die Unschärferelation auch nur scheinbar widerlegt würde. Die Heisenbergunschärfe ist ‚state of the art‘ und damit läßt sich richtig gut fundierte Physik betreiben! Einsteins Relativität ist da viel absurder. Das war ihm sogar selbst klar.
    Ranma

    • @Ranma

      Schreiben Sie bitte deutlich, wem Sie jeweils antworten und wen Sie zitieren, so ist das schwer nachvollziehbar, außerhalb des RSS-Zeitfensters. –

      Ich hatte zu diesem Punkt die Arbeit über den ‚Vergleich aller bisherigen, wichtigen Quantentheorien‘ ‚z i t i e r t‘! Entweder befassen Sie sich damit oder Sie setzen halt lose Behauptungen in die Welt.

      Es macht keinen Sinn, da nicht in’s Detail zu gehen. Die Unschärfe ist vielfach wiederlegt, wird nur als Notkrücke auf die Gesamtresultate im Nachhinein reformuliert. Peter Ripota (ein studierter Außenseiterphysiker) berichtet aus einer interessensneutralen Perspektive, vergleichbar den Kritikern der gutbezahlten ‚Klimaexperten‘. Also, erst informieren, dann Stellungen einnehmen.

      Grüßend

      • Ranma // 7. Juni 2017 um 02:41 //

        „Also, erst informieren, dann Stellungen einnehmen.“

        Dieses Kompliment kann man so nur erwidern! Ohne die Unschärfe wären manche heutigen technischen Errungenschaften wie zum Beispiel Laser garnicht möglich. Also ist die Unschärfe keineswegs widerlegt, sondern eher sogar bewiesen.
        Ranma

  16. „Na gut, wer soll das Neue machen und wie soll es aussehen?“

    Sehr gute Frage. Wenn man das alles so genau wüßte, dann wäre es bereits da. Jedoch kann man schon sagen, daß das Christentum eine Reform des Judentums darstellt. So in der Art könnte es wieder ablaufen. Im heutigen Christentum ist der Klerus ein Problem und das schon seit der zum Kapitalismus konvertiert ist. An dieser Stelle gilt es also bei einer Reform anzusetzen.
    Ranma

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