Die guten Gründe der Trump-Phobie

Donald Trump © GEOLITICO Donald Trump © GEOLITICO
Es ist kein Zufall, dass US-Präsident Donald Trump um gute Beziehungen zu Russland und den Saudis bemüht ist: Überlebensversuche eines Imperiums im Niedergang.

 

Vorbemerkung

 

Wer hat Angst vor’m Schwarzen Mann mit weißer Haut, blonden Haaren und Sturmlocke? Also so richtig! -bis ins Mark!

„Phobie“, d.h. die Beschreibung der Angst als krankhaften Zustand, ist ja inzwischen die Lieblingsverunglimpfung der ideologischen Soros-Pferdchen, deren ReiterInnen wohl gerade dabei sind, sich angesichts des immer stärker wankenden Imperiums selbst in die Hose zu machen. Der Gegner, den all die mutigen Laienmediziner der Roten, Schwarzen, Grünen und der bunten Milliardärs-NGOs mit dieser polemischen Wortwahl ein klinisches Attest ausschreiben wollen, um sich als weltoffen fühlende, aber intellektuell eher sehr bescheiden gebliebene Politikerdarsteller nicht mit den offen eklatanten Widersprüchen und vor allem katastrophalen Folgen ihrer Heilslehren auseinandersetzen zu müssen, hat jetzt nicht einfach nur eine andere falsche Meinung, die man um der universalen Menschheitsliebe Willen bekämpfen muss – notfalls mit der Antifa.

Nein, der „Rechte“ bzw. „Nazi“, hat krankhafte Angst vor der Richtigkeit der political correctness. So rum werden zwei linke Schuhe draus! Ja, genau! Und wer Angst vor Multikulti hat, ist ein Hinterwäldler und bemitleidenswerter Angsthase. Linke Tugendterroristen sind dagegen nicht einfach nur die Starken, Mutigen, Fortschrittlichen, sondern natürlich auch die Klügeren und Weiseren. Logisch! Denn wer seinen Mitmenschen ohne die geringste Spur medizinischer Kenntnisse eine Phobie unterstellt, der hat ganz sicher selbst keine und darf ihn bevormunden, „erziehen“, also entmündigen, beleidigen und erniedrigen und dabei dann auch noch hämisch bedauern und seine Hilfe anbieten – und was seine Intelligenz ansonsten noch so an gefühltem Übermenschentum her gibt.

Will doch so ein eindrucksvoll verheucheltes HumanistInnenhypodrom dem Unverständigen das unverbrüchliche Menschenrecht, das die moralinsaure political correctnes atmet, nicht vorenthalten. Man könnte auch meinen, es will sich mit dem Pesthauch der hypermoralischen Überredungskunst über seine Mitmenschen stellen. Sie läuft aber defacto auf dasselbe hinaus, wie die faschistische Rhetorik, die schon einmal, im schwarzen 3. Reich, Pius XII. und Hitlers „Kranke“ von “Gesunden“ sonderte. Auch im jesuitisch geführten Stalinreich pflegte man den Gegner bekanntlich zu psychatrisieren. Der Zweck dieses „heilsamen“ Mittels der Selektion – als Vorstufe zur physischen Vernichtung – ist nur allzu bekannt. Die Folgen nicht weniger. Auch der Judenhass hat stets mit solcher Rhetorik angefangen. Doch wird nicht plötzlich auch der Islam mit Islamismus gleichgesetzt und pauschal wie eine Geisteskrankheit behandelt? Selbst unter manchen „Truthern“ So, wie seit dem Schwarzen Dritten Reich das Judentum mit der zionistischen Messias-Sekte, die seit ihrer Entstehung im Russland des späten 18. Jh. dem Jesuitismus und dessen Kosmopolitismus zuarbeitet?

Es liegt also zu Tage, dass unsere politische Erzieherkaste samt Journaille, im Auftrag des Vatikans und der US-Milliardäre wirkend, ihre eigene pseudohumane Lehre wie Sprache nicht mal mehr wirklich zu Ende denken kann. Könnte sie es, würde sie an der eigenen sorglosen Wortwahl leicht erkennen, wie hohl, völkerverhetzend und vor allem rassistisch ihre ganze Ideologie ist, die also zum Gegenteil von dem führen muss, was sie vorgibt, zum Heil der Welt mit solchen Mitteln der political correctness durchsetzen zu wollen.

Drehen wir also den Spieß um, ohne den Lehrpfad der political correctnes zu verlassen, so gibt es nun also auch eine Trump-Phobie; nur eben nicht bei jenen „Kranken“, die die linke political correctness zu Recht verabscheuen, sondern bei den „Gesunden“, also den linksgrünen Fanatikern und ihren römisch-transatlantischen Puppenspielern, die ihr dummes Geschwafel, das selbstverständlich keiner seriösen Wissenschaft standhält, nicht nur mit dem Justizministerium gegen jeden gesunden Menschenverstand durchsetzen wollen, sondern am liebsten auch gleich mit dem Gesundheitsministerium als perfide Kriegsmaßnahme gegen die Völker Europas. Denn ein öffentlicher Diskurs über den Wahrheitsgehalt dieses auf den Intellekt der Menschen ausgeübten Terrors ist so unerwünscht wie dem Islamisten das Auffinden seiner Bombe, bevor sie hochgeht. Wer sich also der Genderei und der Masseneinschleusung als gezielte Zersetzungsmaßnahme der Geheimzirkel des Imperiums völlig demokratisch widersetzt, wird in der veröffentlichten Meinung bereits wie ein Mitleid erregender Verbrecher behandelt; kurz, als „rechter“ Schwachkopf, der eine demokratische Sonderbehandlung verdient.

Was dem einen sein Beck oder Edaty, ist dem anderen sein Putin oder Trump

Doch Russophobien, Homophobien und dergleichen stehen als Wortschätze eben nicht für klinische Ängste, sondern für Ängste, die bewußt geschürt werden, weil sich aus ihnen Feindschaft begründen soll. Das räumt sogar Wikipedia definitiv ein. Die imperialen Eroberer wollen uns nicht nur unseres Heimatterritoriums oder unserer Lebensweise berauben, sondern auch unsere geistige Kultur zersetzen. Und sie sind, wie jeder weiß, mit ihrer Anglisierung und Amerikanisierung Europas bisher ziemlich erfolgreich gewesen. Die verständlichsten Ängste vor dem Fremden werden von den linksgrünfaschistischen Jakobinern im öffentlichen Diskurs, der so schon längst nicht mehr zugelassen wird, geschickt unter Generalverdacht gestellt. Deren „Sozialwissenschaftler“ würden daher alle indigenen Deutschen am Liebsten unter „Nazi“-Quarantäne stellen. Dazu noch alle Polen, Tschechen, Slowaken, Ungarn, Serben, Bulgaren, die massivsten nationalen Widerstand leisten und keineswegs daran denken, sich dem Imperium zu unterwerfen und vom Untergang der transatlantischen Mächte und deren Jesuitenpapst mitreißen zu lassen.

Um also jenen Mitmenschen ein paar gute Gründe nachzuliefern, die sich vor dem neuen wilden US-Präsidenten so krankhaft zu fürchten scheinen, wie womöglich ein Herr Beck vor einem nüchternen Tag oder der Herr Edaty vor erwachsenen Sexualpartnern, habe ich meinen Text mit „Trump-Phobie“ überschrieben, um ihren klaren Selbstbefund zu rechtfertigen. Insofern soll deren Trump-Phobie hier, trotz nüchterner Analyse, nicht ohne Sorge über einen bedenklich ins krankhaft Realitätsferne schweifenden Elitenintellekt mitschwingen, der uns teuer zu stehen kommen kann. Denn im Gegensatz zu den Phobien, die sie den anderen unterstellen, hat ihre Trump-Phobie, wie zuvor ihre Putin-Phobie, womöglich tatsächlich nicht nur sehr reale, sondern sogar für sie recht existenzielle Gründe und Folgen?  -wie wir gleich sehen werden…

Aus der Ordnung ins ordentliche Chaos?

Dass es nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten im alten und morschen Imperium weiter so läuft, wie bisher, konnte kein vernunftbegabter Mensch annehmen. Dass es nun so läuft wie es läuft, nämlich chaotisch, sollte folglich niemanden überraschen. Erst recht nicht die Medien. Die sind ja auch nicht wirklich überrascht sondern tun nur so. Jedoch: Verwirrt ist die veröffentlichte Meinung allerdings in solchen unsicheren Übergangszeiten. So ist das eben, wenn Großreiche wanken und deren Beherrscher und Vasallen es mit der Angst um ihre bisherigen, sicher geglaubten Pfründe und Privilegien zu tun bekommen.

Folglich ist der Multimilliardär im Weißen Haus jetzt Dauerdurchbrenner bei den imperialen Konzernen, die unsere Meinung produzieren, welche wir dann an den Stammtischen diskutieren dürfen. Die Römer verstehen sich natürlich auf ihr Geschäft, wo nicht offen Panik zu schüren, so wenigstens ordentlich Verwirrung zu stiften, bis auch dem größten Trump-Fan nur noch vor seinem Idol gruselt. Aber ist Trump wirklich so gruselig? Oder taugt er zum Idol? Oder ist der neue Erlöser (diesmal für die weiße Unter -und Mittelschicht) auch nur ein klassischer Machtpolitiker aus dem selben elitären Stall wie seine arge Ex-Konkurrentin Clinton oder sein „Nebenpräsident“ McCaine?

Fragen über Fragen tun sich für viele auf; vor allem für diejenigen, welche ihre ganze Hoffnung auf den neuen US-Präsidenten gerichtet haben! Bei all den olympischen Verwirrspielen, die Donald Trump da scheinbar veranstaltet, hilft jedoch nur ein nüchterner Blick auf die sich radikal verändernden geopolitischen Interessenlagen, die mit dem Untergang eines Imperiums zwangsläufig einhergehen müssen. Will man also wenigstens einigermaßen aus ihm schlau werden, muss man etwas genauer hinsehen als es die veröffentlichte Meinung will.

Das Imperium schwächelt merklich

Trumps Aufgabe ist es, für seine Klasse zu retten, was zu retten ist. Selbst auf Kosten der eigenen Verbündeten; was ja Obama und seine Vorgänger bereits praktizierten. Denn gerade für die Reichen und Superreichen geht’s ans Eingemachte, wenn ein Imperium fällt. Zumal wenn ihr Reichtum eher auf Nominalwerten beruht als auf Aktiva. Denn das, was das Imperium letztlich von ihnen abfordern muss, sind eben letztere. Das bedeutet aber den eigenen Untergang. Die Akkumulation des Kapitals will es so! Das ist ihr Gesetz! Doch es muss darauf achten, dass nicht gleich alle Vasallen ihr vorgesehenes Schicksal rechtzeitig begreifen und sich so doch noch zusammentun könnten, um mit vereinten Kräften dem Imperium zu trotzen, sich seinen politischen Plänen zu verweigern. Denn das Imperium ist längst so schwach, dass es dagegen nichts mehr unternehmen könnte, außer mit Erpressung oder gleich blankem Terror darauf zu reagieren, um sich die Ressourcen der Vasallen weiter zu sichern.

Doch auch dies ist eine eher unsichere Hoffnung. Inzwischen tun sich ja im Osten höchst attraktive Alternativen für die Völker der Welt auf. Nicht irgendwelche, sondern mit dem Projekt Seidenstraße ein gigantisches Infrastrukturprojekt auf der Basis von greifbaren Aktiva statt von bloßen Nominalwerten; ein völlig neues, zwischen Russland, China und zahlreichen eurasischen Staaten, einschließlich den EU-Staaten, verabredetes globales System staatlicher Handelsbeziehungen auf der politischen Grundlage der eigenen Souveränität nach dem Vorbild des Westfälischen Friedens und der materiellen Grundlage gigantischer Ressourcen, auf die das Imperium selbst nicht mehr zugreifen kann.

Dagegen hat letzteres nichts als Krieg und Elend für die Völker der Welt zu bieten. Dazu kann es seine ins Metaphysische gewachsenen Nominalwerte als Luftbuchungen nicht mehr in irdische Aktiva umwandeln. Der Petrodollar reicht nicht mehr als Weltleitwährung. Er wird immer weniger akzeptiert. Die totale Kontrolle über die Erdölressourcen und Handelswege Eurasiens ist verloren und somit die entscheidende Grundlage des FED-Dollars wie der Globalisierung. Beides hat jegliche Attraktivität verloren. Auch und gerade bei den engsten Verbündeten und Vasallen, die vor ihren Völkern zittern müssen, wenns hart auf hart kommt. Die Interessen Roms gegen ihre eigenen Interessen des Überlebens durchzusetzen und sich dabei zunehmend selbst in die Schusslinie zu bringen, ist eine Dummheit, die man nur den Dümmsten unter den Regierenden abverlangen kann, und selbst das nur temporär. Werden sie also aus Angst vor ihrem eigenen Tod Selbstmord begehen, nur um den Fall des Imperiums aufzuhalten, der gar nicht mehr aufzuhalten ist? Macron bestimmt! Bei Merkel bin ich mir da gar nicht so sicher.

Die Bankster müssen ihre Statthalter in den Regierungen also gegeneinander ausspielen und dabei alles tun, damit die eigene, immer weiter zunehmende Schwäche nicht zum Signal des Widerstandes der systemisch bedingt immer brutaler und skrupelloser Unterdrückten und Ausgeraubten wird. Eines der bewährtesten, weil auch kurzfristig einsetzbaren Mittel ist im perfiden Albion wie im Wilden Westen dagegen schon immer der politische Bluff gewesen. Und den beherrscht Trump aus dem FF!

Doch das alles kann und wird nichts nützen. König Midas, den Hermes als Gott des Handels einst den törichten Wunsch erfüllt haben soll, alles zu Gold werden zu lassen, was er berührt, lässt tragisch grüßen! Ebenso all die Untergangsszenarien von Imperien, die wie er auf dem Höhepunkt ihres Gold -sprich Machtrauschs elendig verhungern mussten.

Die neue NATO ohne EU

Trump ist besonnen genug, um daraus seine Schlussfolgerungen zu ziehen. Und so sehen wir ihn jetzt mit dem wegen der skandalösen Begnadigung eines kirchlichen Amtsrägers und wirklich notorischen Kinderschänders auch innerhalb der Katholischen Kirche immer stärker unter Druck geratenen Jesuitenpapst und Roms Schöpfung Israel eifrig die neue transatlantisch-arabische Allianz schmieden. Deren Finanzierung soll, wie ich schon in einem früheren Text erwähnte, Saudi-Arabien übernehmen, während die armen Araber des Maghreb das Kanonenfutter darstellen. Vermittler zwischen den beiden sunnitischen, teils noch verfeindeten Großgebieten soll, wie einst zur Zeit der islamischen Eroberung Syriens und Nord-Afrikas die spirituelle wie territoriale Klammer zwischen Ost und West, Ägypten sein, dass seinerseits, wie eh und je, den Kontakt zum Vatikan und seit Sadat auch zu Israel hält.

Deshalb wohl die Milliarden-Deals, die Trump zur Freude seines militärisch-industriellen Komplexes zuvor schon mit Kairo und eben mit der Saudischen Königsfamilie abgeschlossen hat. Die brauchen den ganzen Militärschrott natürlich nicht allein für sich selbst. Auch nicht, um Iran jetzt unmittelbar anzugreifen, denn sie schaffen es ja nicht einmal, den Jemen zu erobern. Nein, hier wird lediglich in die Tat umgesetzt, was seit Langem in Planung ist: Die pansunnitische NATO unter der Schirmherrschaft des Papstes und der militärischen Führung der Israelis. Der sogenannte „Arabische Frühling“ sollte der erste Schritt hierzu sein. Auch der letzte Besuch des Papstes in Ägypten  hatte wohl weniger mit einem Besuch bei seinem koptischen Amtskollegen zu tun als mit Geheimverhandlungen, die er mit Al Sisi führte, der diese neue NATO genauso will und wohl auch deshalb heute ägyptischer Präsident ist und nicht mehr der Moslembruder, Erdogan-Intimus Mursi, der bekanntlich mit seinem Großtürken das sunnitische Kalifat wieder errichten wollte. Die Waffen, die die Saudis also gerade bei Trump einkaufen, werden wohl sehr schnell ihren Weg über Kairo in den Maghreb finden.

Seine ersten Auslandsreisen führen den angeblichen Feind des Imperiums also nicht willkürlich – geschweige umsonst – zu allererst zu den Saudis, dann erst (sic!) nach Israel und schließlich nach Rom (sic!). Wenn dort dann alles ausbaldovert wurde, was auszubaldovern ist, begibt er sich nach Brüssel zum NATO-Treffen der Obsoleten, die er ordentlich zur Kasse bitten wird, da sich die USA nun ihrer neuen NATO zuwenden müssen; und schließlich zum G7-Treffen nach Sizilien, wo gegenwärtig nicht wenige Gestrandete aus dem Maghreb und dem Inneren Afrikas mit den Seelenverkäufern und sonstigen Schlepperbooten der EU anlanden. Angesichts der anhaltenen Finanz -und „Flüchtlings“-krise, aber auch angesichts der sich zuspitzenden Konflikte zwischen China, Korea und Japan, die die USA nach Kräften schüren wollen, werden dort also sicher keine überschwenglichen Freundlichkeiten von Verbündeten miteinander ausgetauscht, sondern knallharte Interessen verteidigt. Zumal man sich schon die Frage stellen muss, ob Trumps martialischer Flugzeugträger, den er kürzlich mit Riesentamtam Richtung Korea schicken wollte, wobei er dann in Australien anlandete, nicht – von wem auch immer – gezwungen wurde, seine Pläne so schnell und so deutlich zu ändern….?

Trumps Reise als Botschaft

Wie sogar der Spiegel richtig schreibt, liegt in den Etappen seiner Reise die Botschaft. Doch mehr verrät uns das ehemalige Nachrichtenmagazin der Fabianisten nicht. Der Rest ist Ablenkung von der eigentlichen Botschaft, die ja womöglich enthüllen könnte, dass EU und NATO nicht mehr ganz oben auf der päpstlichen Dringlichkeitsliste stehen, weil deren Einflussmöglichkeit auf das alles entscheidende Eurasien mehr und mehr abnimmt. Derweil werden theokratische Verbrecherregime wie das von Riad weiter hofiert, um die Sunniten des Maghreb und Maschrek gegen die Schiiten aufzubringen und auszuspielen. Wollen Rom, die USA und Israel in Eurasien weiter ein entscheidendes Wörtchen mitreden, brauchen sie unbedingt die Macht über den Iran, die sie aber ohne die Verhetzung der Sunniten nicht brechen können. Der Spiegel hält seine Leser aber weiter für blöd; und wer sich dieses Schmierblatt noch immer kostenpflichtig reinzieht, ist es wohl auch:

„Neun Tage dauert diese Reise, dieser Kraftakt. Für Trump geht es dabei in erster Linie um Bilder, Szenen, Inszenierungen. Donald mit muslimischen Würdenträgern, Donald an der Klagemauer, Donald im Vatikan, Donald mit den Staatschefs der größten Industrienationen. Es ist eine Flucht vor den Skandalen in der Heimat verbunden mit der Hoffnung, im Ausland zu dem Staatsmann zu werden, der er zu Hause nie mehr werden wird.“[1]

Propaganda ist bei den nun losbrechenden Interessenskriegen das A und O. Allianzen lösen sich auf und/oder bilden sich neu. Der Schein muss gewahrt bleiben, doch das Sein, sprich, die reale Welt, lässt sich nicht mehr lange zurückdrängen. Das ist selbst innerhalb der immer deutlicher wankenden Herrschaftspyramide eines Imperiums im Zerfallszustand sicher nicht die Zeit, untereinander mit offenen Karten zu spielen. Geschweige gegenüber den medial inzwischen beeindruckend verblödeten Untertanen, die nichts mehr fürchten, als die Veränderung des Status quo, in dem sie sich mehr schlecht als recht eingerichtet haben. Sie wollen belogen werden und wählen deshalb auch weiterhin professionelle, parteiliche Täuscher, Lügner und Betrüger zu ihren Volksvertretern. Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode.

Warum die Globale Religion ihre eigenen Kinder frisst

Betrachten wir zunächst den gegenwärtigen Zustand der USA auf dem globalen Rückzug des Römischen Imperiums: Dieses musste, wenn es denn die Welt dominieren wollte, nach dem gewonnenen Kalten Krieg um jeden Preis Russland erobern. Mit Jelzin als Kremlchef wäre es ihm auch beinahe geglückt, sich sämtliche Ressourcen des Riesenreiches über Rothschilds Oligarchen zu sichern.

Doch es hatte die starken nationalen Kräfte in der einstigen sowjetischen Administration unterschätzt, die einen großen Einfluss auf das Militär, den Geheimdienstapparat sowie die Justiz gewonnen hatten. Und sie wussten die russisch orthodoxe Kirche auf ihrer Seite zu ziehen, den Intimfeind Roms, dem sich das russische Volk nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Scharen wieder zuwandte. Diese nationalen Kräfte konnten die katastrophale Wirtschaftslage nach dem Zerfall der Sowjetunion, die sich unter den von Rom, Washington, London und Tel Aviv geführten und vom Jelzin-Clan eifrig protegierten Oligarchen noch verschärfte, für sich nutzen, um die russische Elite wie das russische Volk auf seine Seite zu ziehen. Diese schamlosen Kriminellen verloren trotz ihrer propagandistischen Medien gegenüber dem Volk schnell ihre Glaubwürdigkeit, zum Wohle des Staates zu handeln. Die von Jelzin eingesetzten Regierungen und deren Vertreter büßten damit ihre Legitimität ein, über die Russen zu herrschen. Bis Putin quasi aus dem Nichts auftauchte, von Jelzin als Regierungschef eingesetzt wurde und mit den nationalen Kräften im Rücken schließlich die Präsidentschaft übernahm. Die Details sind bekannt.

Ohne die Ressourcen Russlands keine Macht über China!

Von da ab trat eine entscheidende Wende ein. Das Imperium, in seiner Globalisierung bereits weit vorangeschritten, musste alles tun, um Russland unten zu halten, wenn es schon seinen Zugriff auf die ungeheuer reichen Ressourcen des größten Flächenlandes der Erde verlor. Selbige sind nichts weniger als überlebensnotwendig für die Fortführung der Globalisierung, die ja weitgehend auf Nominalwerten beruht und nicht auf materiellen, ohne die allerdings die Nominalwerte Luft sind. D.h., ohne den Zugriff auf die weltweiten Bodenschätze, Landwirtschaften und Industrieproduktionen muss ein im Rahmen der Globalisierung längst ineinander verzahnter und eng verflochtener Weltfinanz -und Wirtschaftsmarkt ins Stottern geraten und über kurz oder lang in sich zusammenfallen. Zunächst natürlich auf Kosten der Vasallen, doch schließlich auch auf Kosten des Imperialen Zentrums.  

Das war bereits so kühn gewesen, dem ziemlich verrückten schottischen Nationalökonomen Adam Smith zu glauben und den größten Teil des Reichtums der amerikanischen Nation, die amerikanische Industrie, wegen der billigen Produktionsbedingungen ins Reich der Mitte auszulagern. Doch ohne die russischen Ressourcen in westlicher Hand, die China bei seinen gigantischen Industrialisierungsvorhaben ebenso dringend braucht, konnten die USA Peking nicht länger dominieren. Es zeigte Adam Smith eine lange Nase und war mit seinem Milliardenheer an Arbeitskräften zu seinem größten Gläubiger geworden, der mit einem gewaltigen Dollarüberschuss nun in der ganzen Welt, vor allem aber in den USA physische Werte für eben dieselbe Luftbuchung namens Dollar erwarb (und munter weiter erwirbt). Dagegen war und ist das ständige mediale Abfeiern des nominalen Bruttoinnlandsproduktes des Imperiums das Pfeifen im Walde mittels reinster Propaganda. Mit realer Ökonomie hat das wenig zu tun.

Die USA haben sich ökonomisch selbst entwaffnet. Da hilft auch die größte Militärmaschinerie nicht mehr, denn die kann nicht durch Luftbuchungen am Laufen gehalten werden, sondern verbraucht letztlich auch die größten materiellen Werte. Die Nominalen hat nun der schlaue Chinese aber auch noch als vorübergehender Billigproduzent des Imperiums eingesammelt. Rockefeller, Rothschild und ihre Marionetten im Weißen Haus, im Kongress und im Außenministerium hatten sich also gründlich verrechnet, als sie davon ausgingen, dass sie bei der Eroberung Russlands über größere Ressourcen -und somit auch über den längeren Atem verfügen würden, wenn sie Russen und Chinesen auf diese Weise in die Zange nehmen täten. Doch nun, ohne Russlands Ressourcen in der Tasche, können sie keine Macht mehr über China ausüben! Deshalb jetzt auch Trumps diplomatische Wiederannäherung an Russland. Denn der Weg des Imperiums nach Peking führt nach wie vor über Moskau und nicht über den Pazifischen Ozean, wie es sich das Imperium als Seemacht erhofft hatte.

Doch es hat noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass noch immer die Option bestünde, dass es auch den Weg über Teheran nehmen könnte. Mit dem Iran – und dann auch endlich Afghanistan und Pakistan in der Tasche könnte auch das geopolitische Seidenstraßenprojekt Pekings eine empfindliche Torpedierung erfahren. Also auch Trump hat das „Große Schachspiel“ Breszinskis noch nicht völlig ad acta gelegt. Mit Israel an der Seite will er mit seiner sunnitischen Araber-NATO eine neue Partie mit Putin spielen. Ob sie wirklich zustande kommt, bleibt fraglich. Denn sie steht und fällt mir dem „Palestinenserproblem“.

Russlandsanktionen laufen ins Leere

Nun versucht das Imperium zwar, Russland als gefährlichsten Feind des Weltfriedens hinzustellen und mit harten Sanktionen von amerikanischen, asiatischen, afrikanischen und europäischen Ressourcen abzuschneiden, doch das gelingt offenbar nicht einmal durch die ökonomische Aufopferung der eigenen Vasallen, denen damit lediglich effektiv überlebenswichtige Märkte und Profite weggebrochen sind.

Deshalb müssen bald auch die Loyalitäten wegbrechen. Um finanziell und ökonomisch zu überleben, muss selbst die EU nun den USA Widerstand leisten, die um ihres Machterhalts Willen in Europa noch immer zu zündeln bereit sind und unter Clinton sogar bereit gewesen wären, sich in einen Krieg mit Russland zu verwickeln, nur um zu verhindern, dass Putin Zugriff auf die Ressourcen der EU bekommt. Doch auch diese Rechnung ging nicht auf, weil Putin sich nicht provozieren ließ, sondern die Schwäche des Imperiums genau analysierte und für sich und sein bedrohtes Land nutzte. Sein Schwenk nach Asien, den er sowieso plante, wobei er aber im Kampf mit den heimischen Oligarchen, die noch immer der EU den Vorzug gaben, mit einem größeren Überzeugungs -und Zeitaufwand rechnen musste, bekam durch die mephistophelischen US-Sanktionen einen unerwarteten, für seine und Medwedews Wirtschafts -und Innenpolitik äußerst positiven Schub. Und mit ihm die eurasische Dynamik im gesamten Einflussbereich Russlands und Chinas.

Weder das Zündeln in Georgien noch in der Ukraine konnte den ersehnten Weltkrieg entfachen. Mit dem Eingreifen der Russen in Syrien machte Putin schließlich den westlichen Oligarchen ein für alle Mal klar, dass seine militärischen Ressourcen, und hier vor allem seine inzwischen wenigstens qualitative Luftüberlegenheit ein so erhebliches Bedrohungspotential für das Imperium darstellen, dass dieses Russland nur um den Preis der eigenen Selbstvernichtung herausfordern kann. Die Erstschlagdoktrin hat sich damit erledigt. Und die letzten Kriegsereignisse in Syrien haben nun eindrucksvoll bewiesen, dass auch ein Donald Trump keinen Luftangriff auf Assad mehr startet, ohne brav den Kremlherrscher zu informieren, damit der seinen Verbündeten rechtzeitig warnen kann. Dazu hat die Einrichtung von Flugverbotszonen durch Putin gezeigt, wer hier künftig das Sagen hat.

Es könnte für die USA noch dicker kommen: Sie sind ja, nachdem sie fast ihre gesamte eigene Industrie ins feindliche Ausland verlagert haben, als eigenständiges Staatenbündnis nur noch sowas wie die Bürokratiezentrale des Wallstreetkapitalismus. Zerfällt aber ein Imperium, dann erwischt es besonders die höchst unproduktiven, jedoch die allermeisten Ressourcen verbrauchenden Verwaltungszentren. Von was wollen die Bankster leben? Von was wollen die törichten Oligarchen die „Dienstleistungsgesellschaft“ USA unterhalten? Mit was wollen sie ihre Vasallen und Lakaien bestechen oder erpressen?

Piraten ohne Raubgut müssen auch verhungern. Sie haben dann nichts einzutauschen. Also versuchen sie, durch Überfälle weiter zu überleben. Das ist ihre Natur. Doch den USA kann die karge Beute, die sie auf diese Weise mit ihrem Militärisch-industriellen Komplex noch „erwirtschaftet“, nicht mehr genügen. Sie sind nun gezwungen, ihre eigenen Vasallen nach und nach bis aufs Hemd auszuziehen, um ihren eigenen „Dienstleisterstaat“ USA am Leben zu erhalten. Die aber werden sich das nicht lange gefallen lassen. Der Widerstand wächst selbst in der Brüssel-EU beträchtlich. Da helfen Merkel und Macron auch nicht mehr allzu dauerhaft. Aber sie tragen im Sinne des Imperiums zumindest dazu bei, dessen Fall zu verlangsamen, in dem Frau Merkel z.B. mit ihrer illegalen „Willkommmenskultur“ und Austeritätspolitik den Krieg ins europäische Machtzentrum holt und somit Bürgerkriegszustände in Europa auslöst, die dann auch Russen und Chinesen die EU-Ressourcen versperren, in dem sie auf diese Weise verbraucht werden. So jedenfalls Plan B, wenn schon der 3. Weltkrieg und die Erringung der Weltmacht ausfallen – und Rom womöglich eines nicht allzu fernen Tages Moskau Brüssel überlassen muss.

Anmerkung

[1] http://www.spiegl.de/politik/ausland/donald-trump-auf-auslandsreise-donald-entdeckt-die-welt-a-1148384.html

 

18 Kommentare zu Die guten Gründe der Trump-Phobie

  1. das schmierige Kriegspropagandasche.ßhausblatt als Quelle ?

    Na danke.

    Hier mal eine andere Quelle, für den Stasi Typ ( Jakobiner oder so ) und den Herrn von „Sülz“-rath.

    Lese die Antworten wohl eh nicht, also gehabt Euch wohl, Möhhh-Michel, Neunmalklugen !

    • MutigeAngstfrau // 24. Mai 2017 um 20:08 // Antworten

      Da fällt man abends müde aus’m Hamsterrad und noch keiner hat was Schlaues ins Fass gefunkt.?

      Aber Nemesis, Sie haben meinen Abend gemacht, um mal von den Anglizismen wegzukommen.
      Selten bei nem Musikvideo so gelacht! (Okay, ich schau auch nur wenige.)
      Bei Ra(m)mstein hab ich ja eher die andere Basis auf dem Schirm, jedoch ist die Nummer hier wirklich sehr gut.

      Aber nun ist die Ami- Heilsbringung ja ins Stocken geraten. Wer tanzt denn jetzt noch mit dem Wolf auf dem internationalen Parkett? Ich meine freiwillig und ohne glühende Kohlen unter den Sohlen?

      Und Diogenes Lampe, weshalb haben Sie jetzt die Trollbrigade nicht an den Hacken?
      „Medial verblödete Untertanen“ und so?

      • hubi stendahl // 24. Mai 2017 um 20:46 //

        @muntige Angstfrau

        Zitat:
        „Und Diogenes Lampe, weshalb haben Sie jetzt die Trollbrigade nicht an den Hacken?“

        An Brückentagen und Wochenenden gibt´s keinen Judaslohn. Am Montag geht´s weiter.

      • MutigeAngstfrau // 24. Mai 2017 um 21:00 //

        👌

      • Ulrich Jacobi // 24. Mai 2017 um 22:12 //

        @hubi
        @MAF
        Vielen Dank für diesen frischen Beitrag aus der Rubrik ‚Wenn Halbrechte einmal richtig lustig sind‘.
        Rofll.

      • MutigeAngstfrau // 25. Mai 2017 um 08:56 //

        Du, JensenJanJacobi, bist auf jeden Fall ein ganz Linker.

        Kleine Denkhilfe für Hirngewaschene: Hier ist nicht Lechtzt nach Brechen oder Bricht nach Lenken gemeint. (Obwohl letztes bei ihm zutreffen könnte. Im Plusquamperfekt, versteht sich.)

  2. @ hubi Stendahl

    An Brückentagen und Wochenenden gibt´s keinen Judaslohn. Am Montag geht´s weiter.

    Oder der Artikel frei nach dem Motto ist doch alles nicht so schlimm (das Imperium schwächelt, alles wird gut) passt in das Konzept der Schattenmächte.

    • Mitspieler // 25. Mai 2017 um 00:37 // Antworten

      Oder so: Die Trollbrigade kann mit komplizierten Vorgängen nicht umgehen. Die brauchen immer ein klares Feindbild um ihre Sichtweise anzubringen. Subtile Botschaften sind daher gefährlich, da die Gefahr besteht, sich selbst dadurch zu enttarnen. Ein enttarnter Spion ist ein toter Spion. Spione sind daher immer doppelt gefährdet. Sie können leicht enttarnt werden, wenn sie ihre Meinung sagen und gleichzeitig können sie auch das Maul nicht halten. Zweifellos eine Zwickmühle, die für alle anderen nicht besteht.

  3. „das schmierige Kriegspropagandasche.ßhausblatt als Quelle ?“

    Danke für das Aufmerksammachen. Ich hatte schon gerätselt, warum hier einfach nur zusammenhangloser Stuß aneinandergereiht wurde. Aus manchen Versatzstücken hätte man vielleicht ein eigenes Thema machen können. Aber so nehmen sie einfach nur Platz weg.
    Ranma

  4. Ob hier, bei ANALITIK oder Konjunktion, überall möchte man uns glauben lassen, der Anti-Establishment Messias namentlich Trump, würde gerade dem bestehenden System Angst einflössen.

    Beispiel gefällig, ein Kommentar aus Nordkorea, Trumps-Bluff

    http://analitik.de/2017/05/16/nordkorea-trumps-bluff/

    Die Medien sind mehrheitlich in der Hand derjenigen, die Trump aus dem Aufzug wirft. Deswegen ist das Mediengejaule auch so gigantisch. Ein guter Marker dafür, dass Säuberungen stattfinden, dass Trump eben nicht der „Getriebene“ oder genau wie die übrigen Präsidenten eine Puppe der immergleichen Eliten ist.

    Vieles ist natürlich eine Glaubensfrage, aber ich halte alle für äußerst naiv, die Trump als den großen Heilsbringer ansehen. Er ist m.M. der neue Sündenbock (scapegoat) der den rückständigen Nationalisten repräsentiert und für die kommenden Verwerfungen, ausgelöst durch seinen Dilettantismus, als abschreckendes Beispiel herhalten wird. Ist es nicht erstaunlich, dass die europäischen Nationalisten und Patrioten alle großartig scheiterten, für den großen Abriß dieses traditerten Gedankengutes bedarf es den Führer der stärksten Nation um eindrücklich aufzuzeigen, dass nur die globale Welt funktionieren kann.

    Schönen Feiertag

  5. Karl Bernhard Möllmann // 25. Mai 2017 um 08:50 // Antworten

    . . .
    Damals hätte es geheißen:
    .
    „Die guten Gründe der Reagan-Phobie“
    .
    Denn auch Ronald Reagan stand damals den Kriegstreibern & Psychopathen im Weg.
    .
    Dennoch hat Ronald Reagan unbeirrbar zusammen mit Michail Gorbatschow den Kalten Krieg beendet, und so die Wiedervereinigung Deutschland’s ermöglicht.
    .
    Man muß Politiker nicht lieben – aber diese extrem kindischen Verunglimpfungen des Donald Trump durch die globalisierte & gleichgeschaltete LÜGEN-Presse – sollten ausgeschlafene Bürger wenigstens zum Nachdenken anregen . . .

    • @KBM

      Ist Trump tatsächlich kein Kriegstreiber?

      https://deutsch.rt.com/meinung/51171-trumps-kunst-zu-handeln-im-nahen-osten/

      Auszug: „Die geplante Versorgung mit Waffen ist wirklich atemberaubend, nicht
      zuletzt, weil die Waffen für eine Regierung vorgesehen sind, die mit hoher
      Wahrscheinlichkeit ins Terror-Sponsoring verwickelt ist.“

      Schönen Tag allerseits!

    • hubi stendahl // 25. Mai 2017 um 10:07 // Antworten

      @KBM

      Natürlich sollte man immer nachdenken und einen möglichst hohen Grad an Information zur Grundlage der Beurteilung einer Sachlage heranziehen. Der größte Feind einer solchen Beurteilung ist stets die Emotion und die angelernte (sozialisierte) Voreingenommenheit, gegen die sich kaum einer schützen kann.

      Danach ist in der „Sache Trump“ erkennbar, dass er die Politik des Imperiums bisher nicht beeinflusst hat /beeinflussen konnte oder wollte.

      Es gilt nach wie vor: In der westlichen Wertegemeinschaft werden nur diejenigen eine wichtige Position einnehmen, die dem Kapital dienlich sind, weil das Kapital über die ihr gehörende Hochleistungspresse darüber entscheidet, welche angelernte Voreingenommenheit wir einsetzen und welche wir löschen (dürfen). Sachlich betrachtet:

      Der einzige Kandidat, der dem Kapital in die Quere hätte kommen können war Bernie Sanders, der von Killary im Auftrag des Imperiums schon zu Beginn eliminiert wurde. Auch nicht mein Wunschkandidat, weil zu alt und zu links. Aber immerhin ein Querdenker mit menschlicher Vita.

      Trump hat nun die Aufgabe das System weiter zu erhalten, weil die Ostküsten-Mafia und die City die Übernahme der Rohstoffbasis, um das Imperium voranzutreiben, da gehe ich mit @Diogenes Lampe konform, noch nicht aufgegeben hat. Dass es dabei zu einer weiteren Eskalation im Nahen Osten kommen wird, steht für mich ebenso fest, wie eine weitere aggressive Annäherung an Russlands Grenzen.

      Für mich ist es der letzte Versuch im dahinsiechenden Geldsystem, dass sich der USA als Flugzeugträger bedient, vor dem Zusammenbruch einen möglichst vorderen Startplatz für den Neuanfang einzunehmen.

      Um die Vorgänge besser zu verstehen, könnte man sie vielleicht mit der Entwicklungszeit eines neuartigen Automobils vergleichen. Vom ersten Gedanken, bis zum ersten Fahrzeug auf der Straße vergehen 10 Jahre. Und so ist es auch mit der Entwicklung im Schuld-Geldsystem. Hinzu kommt die Bereitschaft der Verteidiger, selbst Gesetze von Verfassungsrang zu umgehen bzw. zu brechen, um aufgrund fehlender Lösungen (es gibt keine), wie im Artikel angedeutet, die Macht zu behalten.

      Oft genug habe ich gepostet, dass man sie an den Früchten erkennen kann. Es ist doch so einfach.

      Was hat Trump bisher gemacht? Israel in Stellung gebracht, Iran als alten neuen Feind positioniert und den Saudis für 110 Mrd. Waffen verkauft. Damit diese sie verschrotten? Als Unternehmer weiß er wie man blufft. Auf diesem Konto stehen Nord-Korea und seine Lügen im Zusammenhang mit der Rückkehr zum Patriotismus. Wie dumm muss man sein zu glauben, dass ein Internationalist als Unternehmer, nun plötzlich Nationalist oder zumindest Patriot sei? Es scheint mir sinnvoller, seine frühere Tätigkeit für Globalisten, u.a. mit Rothschild zusammen in der Glücksspielszene, auf die Agenda zu holen um zu erkennen, dass hier lediglich die Schauspieler ausgetauscht wurden.

      Und noch was. Ronald Reagan, den Sie offenbar zu einem Helden verklären, war auch nur eine Marionette des Kapitals, dass die Personen Reagan und Gorbatschow an Haken hatte.

      Was glauben Sie, warum Gorbatschow noch heute ohne massive Bewachung keinen Meter durch Moskau gehen könnte und er seinen Wohnsitz außerhalb Russlands genommen hat? Zeitweise in der Schweiz, zeitweise in der BRD.

      • Ranma // 26. Mai 2017 um 02:45 //

        „Hinzu kommt die Bereitschaft der Verteidiger, selbst Gesetze von Verfassungsrang zu umgehen bzw. zu brechen, um aufgrund fehlender Lösungen (es gibt keine), wie im Artikel angedeutet, die Macht zu behalten.“

        Natürlich gibt es Lösungen. Reichlich sogar. Es kommt nicht von ungefähr, daß das Bedingungslose (Grundeinkommen) plötzlich so viele Anhänger unter Unternehmern, Lobbyisten und Politikern (der zweiten oder dritten Reihe) findet. Nur kämen alle Lösungen (unter denen das Bedingungslose nur die ungefähr drittbeste ist) bereits zu spät, weil man auf die Stimme der Vernunft nicht hören wollte. Um an den Schalthebeln der Macht zu sein, braucht man offensichtlich keine besonders große Leuchte zu sein. Nur eine ausgeprägte kriminelle Ader muß man dafür unbedingt haben.

        „Was hat Trump bisher gemacht? Israel in Stellung gebracht, Iran als alten neuen Feind positioniert und den Saudis für 110 Mrd. Waffen verkauft. Damit diese sie verschrotten? Als Unternehmer weiß er wie man blufft. Auf diesem Konto stehen Nord-Korea und seine Lügen im Zusammenhang mit der Rückkehr zum Patriotismus. Wie dumm muss man sein zu glauben, dass ein Internationalist als Unternehmer, nun plötzlich Nationalist oder zumindest Patriot sei?“

        Das ist immerhin etwas, von dem auch Analitik.de und andere Aufklärer sagen, daß dem nicht so ist. Es ist nur eine sehr grobe Vereinfachung. Deswegen falsch, aber auch deswegen viel leichter für bare Münze genommen. Es ist unzweifelhaft, daß alle, die etwas zu sagen haben, dem Großkapital dienen. Die Fraktion um Trump hat nur erkannt, daß es nicht so wie bisher weitergehen kann. Das macht seine Lösungen nicht besser. Nur für uns Europäer ist eine sich aus Europa zurückziehende USA ein Glücksfall. Es ist auch nicht so, daß der Präsident der USA, der selbst darauf aufmerksam machte nicht der Präsident der Welt zu sein, uns Europäern helfen wollte. Es ist einfach nur ein Glücksfall, weiter nichts. Aber deswegen wäre es eigentlich im europäischen Interesse Donald Trump zu unterstützen.
        Ranma

  6. Vielen Dank an @ Herrn Lampe erst einmal für seine fundierte Analyse. Nun kommt jedoch ein „Aber“:

    Immer weniger bin ich geneigt, lange Texte zu lesen. Nicht nur aus Faulheit, sondern der Tatsache wegen, dass bestimmte Reflexionen als abgeschlossen gelten können und nicht mehr der ständigen Repitition bedürfen.

    Ich bin mehr für aussagekräftige wirtschaftliche Indikatoren. Die momentane Explosion der -kaum manipulierbaren- Kryptowährungen gegenüber dem Dollar sagt mir, dass das Spiel aus ist.

    Nun bleiben auch für Trump nur noch die Kriegsoption oder der Nachvollzug der „Einsicht Breshnews“ in das Ende des eigenen Imperiums.

    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass auch die USA das Risiko der eigenen Vernichtung nicht eingehen werden. Trump wird das Maul aufreißen, bis es peinlich wird und sich dann in das Ende der USA als monopolarer Supermacht fügen.

    Anlass zur Furcht vor Trump bestünde nur, wenn er wahnsinnig genug wäre, Russland und China in einen Krieg zu ziehen. Aber dann ist er selber tot.

    Allen einen schönen Feiertag!

    Waltomax

    • „Immer weniger bin ich geneigt, lange Texte zu lesen. Nicht nur aus Faulheit, sondern der Tatsache wegen, dass bestimmte Reflexionen als abgeschlossen gelten können und nicht mehr der ständigen Repitition bedürfen.“

      Ergeht mir ähnlich. Aber vor allem wegen der Erfahrung, daß die meisten langen Texte nicht mehr Inhalt haben als man in einem Halbsatz hätte unterbringen können.

      „Die momentane Explosion der -kaum manipulierbaren- Kryptowährungen gegenüber dem Dollar sagt mir, dass das Spiel aus ist.“

      Das sagt mir eigentlich eher, daß die Kryptowährungen sich zu einer großen Blase aufgebläht haben. Bisher sind Kryptowährungen nur für Spekulanten interessant.

      „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass auch die USA das Risiko der eigenen Vernichtung nicht eingehen werden. Trump wird das Maul aufreißen, bis es peinlich wird und sich dann in das Ende der USA als monopolarer Supermacht fügen.“

      Das ist nun gerade der Unterschied zwischen Trump und Killary. Das sagt mir nicht mein Bauchgefühl, sondern das lernte ich von Analitik.de

      „Anlass zur Furcht vor Trump bestünde nur, wenn er wahnsinnig genug wäre, Russland und China in einen Krieg zu ziehen. Aber dann ist er selber tot.“

      Er ist nicht Killary also besteht kein Anlaß zur Furcht, es sei denn er würde doch noch abgesetzt. Aber mir scheint, daß diese Gefahr bereits überstanden ist. Er könnte nach den Kongreßwahlen vielleicht noch etwas mehr blockiert werden, das ist aber kein Grund sich mehr mit China anzulegen.
      Ranma

      • hubi stendahl // 26. Mai 2017 um 11:01 //

        @Ranma

        Zitat:
        „Er ist nicht Killary also besteht kein Anlass zur Furcht, es sei denn er würde doch noch abgesetzt. Aber mir scheint, dass diese Gefahr bereits überstanden ist.“

        Man sollte sich nicht nur auf einzelne Personen, sondern auf die kollektive Führungsmannschaft und deren Hintermänner konzentrieren. Nicht Trump oder Clinton bewegen die Politik und verursachen die Wirkungen daraus, sondern die gesamte gewählte UND NICHT GEWÄHLTE Administration (z.B. Berater im Hintergrund, die wiederum Auftraggeber/Profiteure haben).

        Danach gab es überhaupt nur einen Kandidaten in den USA, der der Elite nicht recht gewesen wäre. Bernie Sanders, der innerparteilich durch Clinton (im Auftrag) neutralisiert wurde.

        Trump steht also ebenso wie Merkel oder Clinton, Macron oder Kurz für ein System, das per Definition von Herrschaft, Macht und Zerstörung (Globalisierung) lebt, weil systemimmanent. Ein sich selbst säugendes System, in dem wenige exponentiell profitieren.

        Um also in eine solche Position zu kommen, bedarf es persönlicher Eigenschaften, die einige mit „Psychopathen“ umschreiben, andere m.E. richtiger mit der buddhistischen Ethik, der „Geistesverschmutzung“ in Verbindung bringen. Gier (auch nach Macht), Hass und Verblendung. Der Unterschied. Es ist heilbar:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Geistesgifte

        Das ist das Anforderungsprofil für einen Politiker in unserem, mittlerweile in mehr als 180 Staaten ausgebreiteten System, dass sich aus sich selbst nicht reinigen kann.

        Deshalb sollten Sie sich hüten zu glauben, dass ein Donald Trump als Einzelperson, der Jahrzehnte über die Zusammenarbeit mit der New Yorker Immobilien-Mafia zu Reichtum kam, etwas in der Politik bewegen könnte, dass das System aufbrechen würde. Das ist naiv.

        In der Politik geht es IMMER um Interessen, jedoch nie um die Interessen der Wähler. Diese sind keinesfalls Menschen im ethischen Sinne, sondern Produktionsfaktoren, systemischer Teil der Wirtschaft, Humankapital, wie jede andere Ressource auch. Nur etwas komplizierter zu handhaben.

        Wenn Sie also bei ruhiger Betrachtung der Sachlage die Wahlkampfversprechen Trumps, mit den bisher tatsächlich in Bewegung gesetzten Maßnahmen vergleichen, wird Ihnen auffallen, dass er GAR NICHTS umgesetzt hat, sondern im Gegenteil die „Clinton Politik“ mit neuer Vernebelung fortführt.

        Wäre er Patriot und kein Chauvinist und damit Globalist, so würde er sich nicht mit Hass gegen andere Kulturen wenden (Islam, Iran, Syrien u.s.w.), sondern im Gegenteil sich mit dem eigenen Volk identifizieren und sich dabei eben nicht über andere Völker stellen und sie abwerten.

        Ein Patriot sucht im Sinne des eigenen Volkes stets den Ausgleich mit anderen Völkern. Nationalisten und Chauvinisten suchen die Herrschaft über andere durch Unterdrückung und Abwertung. Das ist der wahre Trump. Deshalb ist er dort wo er ist.

  7. Gretchens Frage bleibt, ist Trump nur ein gespielter Patriot oder ein Internationalist der Schattenbanken?

    Meine Antwort, die derzeitigen Überdehnungen des Raubtierkapitalismus, der zugleich nominalistischer Tiger und realwirtschaftlich nur noch ermüdeter Bettvorleger für Prokrustes ist (P. macht alle gleich, etwa in der Beraubung an der eigenen Zukunft) wie Lampe ja zurecht betont, er fast diesen Falschglauben hier unter Adam Smith zusammen), andererseits durch viele grobe Fehleinschätzungen glänzt, Eroberung der RF und der Levante ist gescheitert, also die Lage dieses westlichen Raubtierkapitalismus, der allerdings in Fraktionen gespalten war, ist schlecht, so schlecht, dass sich in allen Fraktionen(!) die krisenhafte Überlegung stellt, wie Überleben!?

    Ich gehöre nicht zur Fraktion der krisengläubigen Geschichtsmarxisten, sondern bin Realist genug zu sehen, dass diesmal etwas anderes gilt. Der Weltstaat kann von den Schattenbänkern nicht erreicht werden, also bleibt nur eine große ‚Retransformation‘ oder auch weiche Landung vorzubereiten und zwar für jede der beteiligten Fraktionen etwas anders, das ist wichtig! Prokrustes Bett zerfällt damit, das bisherige, militärisch durchgesetzte Supremat, des Dollars! Trump hat die Aufgabe zu erledigen, den Supertanker USA in eine andere Richtung zu zwingen, realsymbolisch diesmal, nur Politik agiert in Kategorien des Naturalismus und der Realsatire!

    Gretchens Frage kann nun beantwortet werden. Trumps Patriotismus wird erkauft durch Fraktionierung des Hochfinanzüberbaus. Weiche Landung meint dann, Außerkraftsetzung des MIK mit dialektischen Mitteln.

    Kann das ein geschickter Casinobetreiber und Baulöwe? Nein, selbst mit bestem Berufsinstinkt nicht. Aber als Großunternehmer, mit Schattenbänkern ist er nur befreundet (R), weiß er, wann die Zeit für den Konkursverwalter gekommen ist, im Gegensatz zu gelernten Politikern und Staatsbürokraten, juristischen Paradereitern und deren Fußvolk. Dann verwandelt sich Gretchens Frage dahin, was muß passieren, das Schattenbänker erkennen, dass alle Flugzeugträger sinken können, auch die terrestrischen?

    Genau das, was wir alle, seit 2015 in Syrien, musterhaft vorgeführt bekommen, nämlich die bereits erfolgte Durchsetzung eines bereits multipolaren Kapitalismus!

    Eine enttäuschende Auflösung der kleinen Frageparabel?

    Nun, anstelle eines übermächtigen Dinosaurier-Weltraubdrachens, haben wir den Zenit der Zentralisierung gerade durchlaufen und alle Politik kann diese Veränderung der Gesamtspielbedingung nur mitvollziehen, nicht mehr aufhalten, übersetzt heißt das im Moment für den ‚Wertewesten‘ rette sich jeder wie er kann, durch Brexit, angestrebtes Kerneuropa oder gebremstes Fallen der USA, das machen die inszenierten Wandertheaterdarsteller dieser Tage der Welt deutlich. Obama betet mit Merkel vor dem Preußischsten Symbol überhaupt, dem alten Stadttor Richtung Brandenburg, von der alten, märkischen Festung Berlin aus betrachtet und Trump buchstabiert die letzten Ressourcenfraktionen, auf die sich der fallende Hegemon noch abstützt, in der Reihenfolge der Hilfszahlungen:
    – saudisches Kleingeld für Militärschrott, wer den Cent nicht ehrt, ist des Nottalers nicht wert, der Iran hat dafür die S-400 Systeme und Kaviationstorpedos,
    – AIPAC Showeinlage, Trump lässt sich mit nicht amüsiertem Gesicht die religiösfundamentalistischen Tempelbaupläne vorlegen, Tempelbau und Botschaftsverlegung verschmieren dabei etwas, thematisch,
    – dem Vatikan wird die Hand geschüttelt, Mittel- und Südamerika sollen als Vorhof erhalten werden, wobei die Protestanten die erfolgreicheren Fundamentalisten sind, mehr Zulauf haben, die feiern derweil parallel mit ihrem Nobelfriedenstäubchen ihren Kirchentag,
    – nun hätte Trumps weitere Anfrage nach Kleingeld, die US- Haushaltssperre wurde erst vor wenigen Tagen nochmals hinausgeschoben, eigentlich mit allen Natovasallen symbolkorrekt in Münster stattfinden sollen, die haben nämlich den besten Tatort, die Brüsseler dafür die besseren Pralinen.

    Politik beginnt und endet meistens deutlich sichtbar als Realfarce oder Dauersatire, so ist das und Trump hat seine Rolle nicht selber geschrieben, ist aber keine so schlechte Besetzung, da er jederzeit in den Clownsmodus wechseln kann, was der Rautenkeuschheit und Pfarrerstochter nicht so überzeugend gelingt. Ihr fehlt das Maß an narzisstischer Sozialisation. Ihre bunten Hosenkostüme verdecken das blaue Pioniershemd nur unvollständig.

    Hier leuchtet der ferne Alpenkamm in majestätischem Gelborange, genug Dunst für einige heiße Vorsommertage.

    Grüßend

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