Deutsche Solartechnik made in China

Solarenergie ohne Sonne? Image taken by Pikarl an released as PD, wikipedia public domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Photovoltaik_adlershof.jpg Solarenergie ohne Sonne? Image taken by Pikarl an released as PD, wikipedia public domain, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Photovoltaik_adlershof.jpg
Staatliche Milliarden sind für die Solarenergie verpulvert worden. Viel Geld floss nach China. Jetzt ist dieser Industriezweig in Deutschland definitiv am Ende.

Der letzte große Solarbetrieb Deutschlands, Solarworld, ist pleite. Was heißt das für die Energiepolitik in Deutschland? Vor allen für die Wirtschaftsförderung?

Werfen zunächst einen Blick zurück in die wilde Welt der Fördergeld-Abgreifer um 2000. Am Ende der 90er Jahre begann eine regelrechte Solareuphorie in Medien und Politik. Es herrschte Aufbruchstimmung wie in der Technoblase. Die Sonne schien der Planet der unbegrenzten Möglichkeiten zu sein und die Erde ihr Schnorrer. Von der Verbandsseite der regenerativen Energiewirtschaft habe ich mal einige damalige „Erfolgsnachrichten“ zusammengestellt, um den grünen, roten und schwarzen Narren in Politik und Medien den Spiegel vorzuhalten:

Geschichte der Euphorie

13.06.1997: „Nach Angaben der VEW Energie AG ist der deutsche Photovoltaik-Markt 1996 kräftig gewachsen. Der Absatz von Solarzellen stieg von 2 MW im Jahr 1995 auf 6 bis 7 MW im Jahr 1996. Eine Ursache der Absatzentwicklung könnte die Preis- und Förderungspolitik der Unternehmen und öffentlichen Stellen darstellen.“

27.06.1997: „Die Bayer Solar GmbH hat Freiberg/Sachsen 48 Mio. DM in ein Werk für Solarsiliziumscheiben (Wafer) investiert. Der mit 90 Mitarbeitern einzige Produzent Deutschlands soll jährlich 6 Mio. Wafer (9 % des Weltmarktes) herstellen.“

17.03.1998: „Am Standort Rudisleben, Thüringen, entsteht eine Solarfabrik der Firma Antec Solar GmbH mit einer Jahresgesamtleistung von 10 MW Dünnschichtsolarzellen aus einer Cadmium-Tellurid-Sulfid-Verbindung (CTS-Technologie). Zu den Investitionskosten von insgesamt 60 Mio. DM steuern das Land Thüringen ca. 20 Mio. DM und das Bundesforschungsministerium weitere 6,9 Mio. DM bei. Zusammen mit den Solarfabriken in Gelsenkirchen und Alzenau wird in Deutschland damit eine Produktionskapazität von 50 MW, das sind rund ein Drittel des Weltbedarfs, erreicht.“

24.04.1998: „Die Berliner SOLON AG plant für das 3. Quartal 1998 den Gang an die Börse. Insgesamt soll ein Gesamtvolumen von 2 Mio. DM platziert werden. Bei einer Stückelung von 5 DM pro Aktie werden damit 400.000 Aktien im Freiverkehr handelbar sein. Die SOLON AG stellt Module für Photovoltaik mit der entsprechenden Systemtechnik her.“

28.07.1998: „Gestern teilten namhafte Experten, darunter Prof. Luther vom ISE, Prof. Fisch von der TU Braunschweig und Herr Ziesing vom DIW,  auf dem Internationalen Sonnenforum in Köln mit, dass der Photovoltaik-Markt in Deutschland 1997 um etwa 30 % auf einen Systemwert von 160 Mio. DM bei 11 MW installierter Leistung gewachsen sei.“

07.04.1999: „Erfolgreicher Börsenstart der Solarstrom-Aktie der S.A.G. Solarstrom AG. Gestern wurde der Handel mit Europas erster Solarstrom-Aktie im Freiverkehr der Bayerischen Börse in München aufgenommen (vgl. TOP-NEWS vom 26.03.1999). „Bereits der Startkurs … in Höhe von 8,00 Euro hat unsere Erwartungen übertroffen.“, so Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG.“

27.05.1999: „Eine chinesische Delegation unter der Leitung des Vizepräsidenten der Universität für Wissenschaft und Technologie Nanjing, Prof. Xu Fuming, hat sich beim Solar-Informations- und Demonstrationszentrum (solid), Fürth, über den Stand der Solartechnik informiert. Mit dabei war der Vizepräsident des Außenministeriums der Provinz Jiangtsu, der Partnerregion von Baden-Württemberg.“

29.07.1999: „Die SolarWorld AG, Bonn, wird die Aktien aus der noch laufenden außerbörslichen Platzierung im Verlauf des Septembers 1999 in den Freiverkehr der Rheinisch-Westfälischen Börse zu Düsseldorf einführen. Damit könne zeitnah zum Abschluss der Zeichnungsfrist der Börsenhandel mit Aktien des Photovoltaik- und Windkraftunternehmens aufgenommen werden.
„S.A.G. Solarstrom AG: Kapitalerhöhung im Herbst. Die Solar-Aktionäre haben auf der Hauptversammlung der S.A.G. Solarstrom AG die zweite Kapitalerhöhung noch für diesen Herbst beschlossen.“

26.10.1999: „Das Photovoltaik- und Windenergieunternehmen SolarWorld AG, Bonn, hat die Zeichnung seiner 500.000 neuen Aktien aus der Kapitalerhöhung vom 26. Mai 1999 geschlossen.“

15.11.1999: „Eine kostenorientierte Vergütung von Solarstrom soll die Grundlage für eine Massenproduktion von Solaranlagen und den Einstieg ins Solarzeitalter schaffen.“

17.11.1999: „Die weltweit modernste Solarzellenfabrik in Gelsenkirchen ist eröffnet. Das Werk verfügt über eine Produktionslinie mit einer Jahreskapazität von 10 MW (entspricht ca. 5 Mio. Solarzellen). Nach Installation der zweiten Linie sollen im Endausbau mit einer Jahreskapazität von rund 25 MW ca. 13 Mio. Zellen produziert und weltweit vermarktet werden. Einer der Hauptabnehmer wird zunächst die Shell Solar B.V. in Helmond, NL, sein. Zudem wurde bereits ein Pilotprojekt mit der Volksrepublik China vereinbart, das mittelfristig in der Lieferung von bis zu 100.000 Solarsystemen für die Innere Mongolei münden könne.“

25.11.1999: „Aufgrund der Entscheidung der Bundesregierung zur Zahlung einer kostenorientierten Vergütung von 0,99 DM / kWh für Solarstrom erwartet die SolarWorld AG, Bonn, erhebliche und nachhaltige Auswirkungen auf die eigene Umsatz- und Ertragslage. Durch die Neuregelung der Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen, die die Bundesregierung in einem Kompromiss am Dienstag vereinbart hat, „wird sich der Umsatz der SolarWorld AG im kommenden Geschäftsjahr um ein Vielfaches erhöhen“, so Frank H. Asbeck, Sprecher des SolarWorld-Vorstandes.“

30.11.1999: „Durchbruch für Solarstrom mit neuer 99 Pfennig-Regelung. Die SOLON AG für Solartechnik, Berlin, erwartet durch die künftig sechsfach höhere Vergütung von Solarstrom eine deutliche Ausweitung ihres Geschäftes.“

11.01.2000: „Die SolarWorld AG, Bonn, hat nach eigenen Angaben den Umsatzerlös im Geschäftsjahr 1999 im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent gesteigert. Nach vorläufiger Berechnung betrage er 10,7 Mio. DM nach 6,3 Mio. DM im Geschäftsjahr 1998.“

31.01.2000: „Bundeskanzler Gerhard Schröder besichtigt am heutigen Montag zusammen mit dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Clement, die neue Shell Solarzellenfabrik in Gelsenkirchen. Das Projekt wurde gefördert vom Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen.“

29.02.2000: „Die S.A.G. Solarstrom AG begrüßt die Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) als „Meilenstein der deutschen Energiepolitik.“ Das Gesetz verschaffe der Solarbranche erstmals die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Boom im liberalisierten Strommarkt.“

29.02.2000: „SOLON AG: Bundestag setzt Meilenstein für Deutsche Solartechnik. Die SOLON AG für Solartechnik, Berlin, sieht mit der Verabschiedung des „Erneuerbare-Energien-Gesetzes“ (EEG) den Durchbruch für die Photovoltaik-Industrie in der Bundesrepublik Deutschland.“

08.05.2000: „Minister Vesper: ,Die Produktion von Solarzellen muss drastisch erhöht werden.’ So forderte der Minister die Shell AG auf, die zweite Fertigungsstraße in der Solarfabrik in Gelsenkirchen jetzt zu errichten. ,Die Industrie hat heute die Verantwortung, die geschaffene Nachfrage auch mit einem ausreichenden Angebot zu befriedigen. Wir sollten alle gemeinsam dafür sorgen, dass der Trend zur Solarenergie anhält und nicht durch lange Lieferzeiten verzögert wird’, so Minister Vesper in Essen.“

11.05.2000: „Die deutsche Branche für Solarstromtechnologie Fotovoltaik beabsichtigt bis zum Jahr 2005 eine Verzehnfachung Ihrer Umsätze.“

Schutzzölle als Notbremse

Soweit die Narren-Nachrichten von damals. Im Jahr 2000 gab es noch nicht einen einzigen namhaften chinesischen Hersteller von Photovoltaikmodulen. Mit deutschen Fördermilliarden wurde die chinesische Konkurrenz am Anfang der Nullerjahre auf die Beine gestellt. Sie produzierte von Anfang an nicht für China, sondern für Deutschland, das weltweit 53 % der Anlagen baute. 2009 berichtete der Focus:

„Von den weltweit sieben größten Herstellern von Photovoltaikprodukten waren 2009 vier Hersteller in chinesischer Hand: Suntech, JA-Solar, Yingli Green Energy und Trina Solar (siehe Grafik unten). Sie sind vor allem mit dem deutschen Markt groß geworden. Denn in China selbst sind bislang nur zwei Prozent der weltweiten Photovoltaikleistung installiert, in Deutschland sind es 53 Prozent. Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt ist die einzige deutsche Firma, die im Konzert der ganz Großen mitspielt. Die Bonner Solarworld schafft es gerade so in die Top 15.“

Das war 2009. Als Notbremse wurden Schutzzölle für die deutsche Solarindustrie eingeführt, aber selbst das nutzte nichts mehr. Staatliche Milliarden sind für einen Industriezweig verpulvert worden, der nicht nur wegen der Chinesen, sondern auch wegen der Unberechenbarkeit der Sonnentätigkeit definitiv am Ende ist. Schöne neue Welt!

Das große Schweigen

Nun ist die Photovoltaik für den deutschen Idealismus uninteressant und peinlich geworden. Das große Schweigen herrscht in den Medien. Man hat sich ja inzwischen auf das nächste Tummelfeld begeben: die Windenergie. Da haben es die Chinesen nicht so leicht zu konkurrieren, weil die Bauteile zu schwer sind, um sie durch die halbe Welt zu transportieren. Eine andere Achillesferse ist inzwischen nicht mehr zu übersehen: Der Anteil der Windenergie an der Grundlast beträgt trotz Verspargelung der halben Republik immer noch ganze 1 bis 2 %. Und daran wird sich aus meteorologischen Gründen auch nichts ändern.

Ach ja, da fehlt noch was: Nicht nur die grünen, roten und schwarzen Narren haben sich von Solarworld an der Nase herumführen lassen. Die Firma organisierte auch eine Spendenveranstaltung für die FDP[1]. Solarworld hatte ihren Sitz ausgerechnet in Westerwelles Wahlkreis. Und Westerwelle unterstützte Aktivitäten von Solarworld bei den Kataris. Vor der Wahl 2009 wollte er die Förderung für Photovoltaik kürzen, nach dem Spendeneingang forderte er nur noch einen „Dialog mit der Solarwirtschaft“. Es gibt also auch blau-gelbe Solar-Junkies.

 

Anmerkungen

[1] https://www.photovoltaikforum.com/photovoltaik-news-f25/solarworld-organisierte-spenden-diner-fuer-fdp-t42981.html

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Über Wolfgang Prabel

Wolfgang Prabel über sich: "Ich sehe die Welt der Nachrichten aus dem Blickwinkel des Ingenieurs und rechne gerne nach, was uns die Medien auftischen. Manchmal mit seltsamen Methoden, sind halt Überschläge... Bin Kommunalpolitiker, Ingenieur, Blogger. Ich bin weder schön noch eitel. Darum gibt es kein Bild." Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

28 Kommentare zu Deutsche Solartechnik made in China

  1. hubi stendahl // 12. Mai 2017 um 11:01 //

    Zitat aus dem Artikel:
    „Nun ist die Photovoltaik für den deutschen Idealismus uninteressant und peinlich geworden. Das große Schweigen herrscht in den Medien. Man hat sich ja inzwischen auf das nächste Tummelfeld begeben: die Windenergie.“

    Peinlich geworden ist die Photovoltaik eher nicht, denn ob Politiker oder Industrie, die Teilnehmer haben auf Kosten des Steuerzahlers verdient und werden weiter verdienen. Das Geld von der mit Steuergeldern direkt und indirekt gepamperten insolventen Solarworld ist ja nicht weg, es hat nur ein anderer. Die grün Lackierten, weil sie glaubten die Welt zu retten, in Wahrheit aber mit der Umleitung von Kapital (Subventionen) die Entwicklung vielversprechender sparsamer Techniken blockierten, die Andersfarbigen, weil sie verhindern wollen, dass Energie als Machtinstrument mit einer autarken Versorgung verloren geht.

    Es verwundert also nicht, dass man die KFW Darlehen an eine undurchdringliche mathematische Formel koppelt, die nur Fachleute dezidiert durchblicken. In dieser Formel sind Bauteile und technische Geräte, wie die völlig nutzlose Lüftungsanlage auf Druck der Industrie mit Gewichtungen integriert, die den Verkauf ankurbeln sollen. War es bis zum Millenium die Solartechnik, sind es heute die Luft-/ Wasser bzw. Erdwärmepumpen mit Lüftungsanlagen, die für Umsatz aber kaum höhere Energieeffizienz sorgen. Denn Strom vom Monopolisten brauchen alle und das ist das Ziel. Da wird gefälscht, dass sich die Balken biegen, da wird kassiert, dass die Konten überlaufen. Für Forschung in alternative autarke Energieformen bleibt da nichts übrig. Die Strompreise explodieren:

    https://1-stromvergleich.com/strom-report/strompreise-europa/

    Sinngemäß kann man die gleiche Verfahrensweise annehmen, unter Beteiligung aller Parteien für die „Vogelschredderanlagen“, die „liebevoll“ als Windkraftsysteme in die Landschaft eingepflegt werden und das Versorgungssystem destabilisieren. Eine gigantische Umverteilungsmaschinerie, an der ebenso Politiker und Industrie als Profiteure beteiligt sind. Überdies bleibt eine autarke Versorgung, so wie gewünscht, eine Utopie. Es geht eben nichts über Machterhalt im (Pseudo) – Sozialismus (Hallo Conrath — zufrieden?).

    In den knapp 30 Cent KW/h (Holland oder Österreich als vergleichbare Standorte rund 19 Cent) sind natürlich nicht nur Schmiergelder enthalten, sondern auch die Kosten für das Public Relation um die gesundheitsschädliche Wirkung der Infraschallwellen der Vogelschredder-Anlagen zu vernebeln. In der DIN 45680 wird festgelegt, dass ab 8 Hz gemessen werden muss. Unterhalb dieser Frequenz sind trotzdem in anderen Staaten Tierversuche gemacht worden, die die bis zu 10 km weit reichenden Infraschallwellen für mannigfache Erkrankungen verantwortlich machen. Von der Störung der Leukozytenbildung, bis hin zu Herzproblemen, die Liste ist lang. Hallo GRÜNE WÄHLER bitte nicht erschrecken, hier entlang:

    http://www.windwahn.com/2017/05/01/infraschall-toxische-wirkung-auf-das-immunsystem/

    http://www.gegenwind-bad-orb.de/windkraft-fakten/gesundheitsgefahren/

    Bei uns wollten sie 6, in Worten sechs (festhalten) 200 m hohe Anlagen installieren. Die von uns initiierte Bürgerinitiative hat das verhindert. Es lohnt statt zur Wahlurne zu laufen oder als Couch Potato es Dritte machen zu lassen, selbst Verantwortung zu übernehmen und etwas gegen solche Schweinereien zu tun. Mit dem nötigen Mut und Nachdruck, hat auch man in dieser Plutokratie noch Erfolgsaussichten, zumindest seine Gesundheit zu erhalten.

  2. waltomax // 12. Mai 2017 um 11:08 //

    Die blöden Amis haben ihre wichtigsten Industrien längst abgebaut, ins Billig-Ausland verschoben oder dorthin verkauft. Vor allem China war dabei Profiteur der Kurzsichtigkeit undg Gier US -Amerikanischer Manager. Der arme Trumpel soll nun diese Industrien wieder repatriieren, was explodierende Lohnstückkosten nach sich zöge und alle Produkte als unverkäuflich abstempelte. Trumpel hat keine Chance, ebenso wenig wie die Pseudoeliten – Makrone in Frankreich. Und wir machen nun den gleichen Mist?

    Gerade für eine dezentrale Bürgergesellschaft wäre die solare Energieversorgung die wichtigste Brücke in ein nachindustrielles Zeitalter, das ohne quantitatives Wachstum auskommen muss.

    Die Verlagerung der Solarindustrie ausgerechnet zu den kommunistischen Schlitzaugen dürfte mit zum Dümmsten gehören, was die Deutschen abziehen. Die ziehen uns die Haut ab, sobald die Abhängigkeit von China nur groß genug gerät.

    Von dieser Stelle meine besten Wünsche an den Herrn Präsidenten Putin, dem ich als Deutscher gerne wiederholt versichern möchte, die zwingenden historischen Lehren gezogen zu haben und für eine unverbrüchliche Freundschaft und Partnerschaft mit dem Russischen Volk einzutreten.

    Es wird Zeit für eine Breitspurbahn von Wladiwostock bis Hamburg.

    • @Waltomax

      Sie schreiben: „Von dieser Stelle meine besten Wünsche an den Herrn Präsidenten Putin, dem ich als Deutscher gerne wiederholt versichern möchte, die zwingenden historischen Lehren gezogen zu haben und für eine unverbrüchliche Freundschaft und Partnerschaft mit dem Russischen Volk einzutreten.“ Zitat-Ende

      Das unterschreibe ich voll und ganz.

      Und dass Sie sich vorstellen können, in einem Clan zu leben in heutiger Zeit, wie die Hochland-Schotten es damals gelebt haben, könnte ich mir ebenfalls gut vorstellen. Der Zusammenhalt unter den Clan-Mitgliedern – wobei man nicht unbedingt mit einem der Mitglieder verwandt sein musste, um aufgenommen zu werden – war enorm. Die Loyalität gegenüber den Clan-Chiefs war höher als zur Krone. In der letzten Schlacht bei Culloden im Jahr 1746 war der Zusammenhalt, trotz vergangener Streitigkeiten der einzelnen Clans miteinander, unter den Schotten enorm. Schließlich kämpften die Clans seit dem Ende des 13. Jh. bereits für die Freiheit von jeglicher Fremdherrschaft der Schotten. Nach der für die Schotten verlorenen o.g. Schlacht wurden die Clans, die Hochlandkulturen und sogar das Tragen von Kilts per Gesetz verboten.

      Auch hier zeigt sich, dass dieser enorme Clan-Zusammenhalt den Regierenden nie passte. Schlägt man die Brücke zur heutigen Zeit in West-Europa, so gibt es immer mehr Einpersonenhaushalte, Babys und Kleinstkinder werden in fremde Nanny-Hände weitergegeben, Heirat verliert an Bedeutung und der Gendermainstream zerstört den Rest; mehrere Generationen unter einem Dach sind unerwünscht, da sie eine mentale Stärke erreichen können, die jeglicher Fremdherrschaft strotzt.

      • Conrath // 13. Mai 2017 um 06:31 //

        @Rosi

        Das Jein bezog sich auf alle folgenden Abschnitte, nicht nur den ersten Satz.

        Der erste, verneinende Satz beschreibt das Dilemma, in das Volk und Senat geraten waren. Der ‚Dämon‘ von Sokrates beriet Ihn ebenfalls, aber nur ablehnend*. Beide Beratungen, äußere kollektive und innere, ebenfalls kollektive(!) verschränkten sich zum Handlungsverlauf.

        Dann folgen zwei bejahende Absätze, die das Jein begründen, also insgesamt (1 x ja, 2 x nein = jein/ also Unbestimmtheit ausdrückend).

        Das Dilemma, was sich hier abzeichnet, ist die Verknüpfung von mehrheitlichem und zutreffendem Entscheiden, was also auch eine mehrheitliche Fehlentscheidung einbezieht (Nachtigal ich hör die trappsen, wenn Nachtigal für unsere Gegenwart steht).

        Stellen Sie sich vor, der Senat hätte über das Ergebnis einer Rechenaufgabe abstimmen lassen. Die Mehrheit bestände darauf, das 2 + 2 = 5 ist. Der Senat beschließt es und einige der Senatoren, wie viele bleibt äußerlich unbekannt, wissen durch eigenes rechnen, dass das Ergebnis 4 ist, zweifeln den Abstimmungsvorgang nicht äußerlich, nur innerlich, an, wählen also die heimliche Ausflucht, lassen Sokrates wissen, dass er fliehen kann. Platon vertritt die Weisheit in Sokrates, dass die Verweigerung der Vernunftentscheidung der Gruppe so viel zählt, wie die Fortsetzung seines Lebens, nicht aus Defätismus in das/ sein Schicksal, sondern aus Mut in das Gesamtschicksal und sein ihn nicht umstimmender ‚Berater‘. Denn damit haben auch alle Beteiligten, als Gewissensträger, nun ein anderes Leben vor sich, als ohne diese Fehlentscheidung, an der sie ja beteiligt waren. –

        Der Satz ist Ihnen vielleicht nicht sofort verständlich geworden. Aber das muss nicht am Satz gelegen haben, es kann (wenn er falsch oder schlecht formuliert war).

        Oder einfacher:

        Sie haben den Satz nicht sofort verstanden. Ihr innerer Berater hat auf die Bremse getreten und ’nein‘ gesagt, was bei einer offenen Frage ja positiv ist, da es zu erneuter Nachfrage führt/ führen kann, wie bei Sokrates, der Icherzählform des Platons)

        *Zitat aus Wiki-Halbblödia: „Bekannt ist das berühmte Daimonion des Sokrates, von dem er in seiner Verteidigungsrede sagt: Mir aber ist dieses von meiner Kindheit an geschehen: eine Stimme nämlich, welche jedes Mal, wenn sie sich hören lässt, mir von etwas abredet, was ich tun will, – zugeredet aber hat sie mir nie. Sokrates spricht aber hier wörtlich nicht von einem daimon, sondern von einem daimonion (‚etwas Göttlichem‘).“ Zitatende

        Somit wird hier das ‚Intelligible‘ thematisiert, wobei es sich auf alle Beteiligten bezieht und auch auf das gemeinschaftliche Scheitern. Es ist nicht nur die Verständnisleistung der unmittelbar Beteiligten (Volk/ Senat), sondern auch der vermittelnd (unsichtbaren) Beteiligten.

        Sie grüßend

      • Conrath // 13. Mai 2017 um 06:38 //

        Korrektur:

        „Platon vertritt die Weisheit in Sokrates, dass die Verweigerung der Vernunftentscheidung der Gruppe so viel zählt, wie die Fortsetzung seines Lebens, nicht aus Defätismus in das/ sein Schicksal, sondern aus Mut in das Gesamtschicksal und Vertrauen in seinen, ihn nicht umstimmenden, ‚Berater‘.“ C.

  3. Conrath // 12. Mai 2017 um 13:39 //

    @Prabel, Hubi, WaltMax

    Die Breitspurbahn, von Wladiwostock bis Hamburg, wäre in der Tat nicht schlecht, es braucht für jede Richtung nur ein zusätzliches Gleis und Änderungen an den Weichen, viele Bahntrassen könnten das problemlos zusätzlich aufnehmen.

    Mit der Sonnenenergie ist es etwas anderes, da wir große Spiegel bräuchten etwas weiter draußen im All, um die Sonnenscheindichte auch hier im Norden zu bekommen, die eine wirtschaftliche Nutzung dann naturtechnisch garantieren würde, also etwas für unsere ‚megalomanen Politster‘. Dennoch würde eine gezieltere Solarenergetische Anwendung, in Kombination mit Nutz- und Schutzbauten, aber nur in Sonnenscheinlagen sinnvoll sein und da ist der Süd-Nordvorteil ganz pragmatisch uneinsichtig mit Bevorteilung der Südlichter krass ungerecht dabei. Also ein Viertel des Bundesgebietes ist dafür geeignet, ganz grob. Und wenn, dann nur intelligent (Hubi nicht intelligibel !), technisch-intelligent im Verbund mit sowieso erforderlichen Bauten und Großstrukturen. Dann in der Form von Kombinationssystemen (Solarthermie und Solarphotovoltaik). Habe selbst diese Systeme schon verbauen lassen, es gibt wenige Anbieter (Oberseitig voltaisch, unterseitig thermische Vakuumabsorber). Dadurch lässt sich in den genannten, südlicheren, Gebieten etwas erreichen. Zur Energieeinspeicherung gibt es verschiedene Verfahren, den Rührwärmewandler, mechanisch aus der Windenergie, der Wasser erwärmt, in Kombination mit einem 600m³ Erdwassertank, der im Sommer den solarthermischen Vorlauf sammelt, der Tank aus Betonelementen, günstiger als Ortbeton, erhält eine 50 – 60 cm starke Schaumglasummantelung. Damit können Häuser autark beheizt werden, noch besser im Verbund von 5-15 WE. Das Ganze dann, kombiniert mit der 10KV-Mittelspannung unterm Gehweg (wie in Schleswig und Schwäbisch-Hall), eingespeist durch betriebliche oder siedlungsbetriebene BHKW’s, wer will kann die mit einer Abwasserdruckentsorgung D 50 mm und Fäkalienbiogasanlage kombiniert betreiben, dann ist es in Einheiten von 50-500 WE sinnvoll. Im Grunde kann das alles ohne Energiesubvention betrieben werden, in DE, wo der Privatstrom exorbitant teurer ist, als in den meisten EU-Ländern. Das ist aber noch längst nicht alles.

    Sorry, Conraths-Nähkäschtle wird quietschend geöffnet und heraus kommt die eigene Erfahrung, eine braunkohlebetriebene BHKW-anlage, Anfang der 80-ger (meine Bürogründung) die u.a. die Zuleitung der Milchkühlung für 150 GVE (Bio-Dyn-Betrieb) zusätzlich nutzte. Auch interessant ist die Verbindung mit Geothermie, wenn fachgerecht ausgeführt, nicht wie im Kanton Basel, wo es mehrfach geothermiebedingte Beben der Stärke 3,5 – 4,5 gab. Ein modernes durchschnittliches Verwaltungsgebäude braucht als Energie-Maxbedarf bei sommerlicher Spitzen-Kühllast ungefähr 200 % der winterlichen max. Heizenergie. Klimaaktive Trombenglaswand-Klimazonensysteme können mit wenig Aufwand den Vorlauf der Kühlung mit dem Wasserenergiegroßspeicher verbinden.

    Also kürzer:
    Die Kombination bewährter technischer Systeme untereinander bringt es, nicht die isolierte Spitzenenergie Weihnachtsgans. Die ist für Prospekte und Subventionsjäger interessant. Dazu ist Zusammenarbeit mit wirklich guten Haustechnikbüros erforderlich. Die kosten richtig Honorar, leisten dafür aber Spitzenlösungen im Verbund, gebe gerne dazu eine Vorlesungsreihe ‚Bauko mit Verstand‘.

    Die ganzen alternativen Projektemacher wurden durch den Konzernlobbyismus platt gemacht. Geblieben sind Gartenschlauchtüftler die in ihren Garagen dann psychoaktive Tomatenstauden unterhalten. Es ist wieder ein verpasstes, politisch-technisches, Thema mehr. Es gibt hunderterlei wirklich Sinnvolles, etwa Taglichtlenkung, Energiewendefenster (Sommer-Winterbetrieb) und das Thema der effizienten Warmluftheizungen via Kreuzstromwärmetauscher, in Verbindung mit Infrarotdeckenheizungen für alle größeren Betriebsgebäude usw… Druckluftenergiespeicherung die adiabatisch optimiert ist, in stillgelegten Hohlräumen, damit können Windparks optimiert werden, das Ruhrgebiet lässt grüßen oder die Salzstockkavernen. Ich beende mein Schreiben, es gibt jetzt Mittagessen bei Cony.

    • waltomax // 12. Mai 2017 um 14:06 //

      Aus politischen Gründen sind auch Systeme denkbar, die in unseren Breiten nicht so effizient sind. Hauptsache weg von den stinkenden Kartellen.

      Vielleicht gelingt der Einstieg in das Wasserstoffzeitalter, wenn die Kartelle ausreichend geschwächt sind.

      Mir hängen jedenfalls all die blumigen Verheissungen bezüglich Energieautarkie zum Halse heraus. Es wird Zeit, diese endlich umzusetzen! Non piu di fiori!

    • Ranma // 13. Mai 2017 um 02:50 //

      Das Geothermieprojekt in Basel wurde fachgerecht ausgeführt. Noch schonender geht es beim aktuellen Stand der Technik einfach nicht. Inzwischen wird an schonenderen Verfahren geforscht, aber es könnte durchaus sein, daß das Problem kein technisches, sondern ein grundsätzliches ist. Letzteres halte ich sogar für viel wahrscheinlicher.
      Ranma

  4. waltomax // 12. Mai 2017 um 14:06 //

  5. Holger Burkhard // 12. Mai 2017 um 16:15 //

    Unsere sog. „Freie Marktwirtschaft“ ist wie so Vieles eine Mogelpackung. Immer häufiger bezahlt der Arbeitnehmer über seine Zwangssteuern Projekte irgendwelcher Phantasten ( z. B. Grüne ), die sich als völlig unrealistisch und als total kontraproduktiv herausstellen. So ist es auch kein Wunder, dass die Grünen in Schleswig Holstein nach wie vor so „beliebt“ sind. Die Landwirte dort müssen der Lnadwirtschaft schon gar nicht mehr nachgehen. Das zur Verfügungstellen der Flächen für Vogelschrederanlagen macht sie ohne jede Arbeit in kurzer Zeit auf unsere Kosten zu Millionären. Die gesamten „Alternativen oder Erneuerbaren Energien“ sind ein Teufelszeug. Gnade uns Gott, wenn wir von denen erst zu 100% abhängig sind. Eine vernünftige Umkehr dürfte dan nicht mehr möglich sein. Solarworld ist hierbei nur ein kleiner „PLayer“. Schade, dass Asberg seine Millionen behalten kann, seine Arbeitnehmer tun mir einfach nur leid.

  6. Warum schreiben Sie hier nicht direkt Politiker und Unternehmer in Entscheidungsstellen an ? Sich untereinander austauschen stärkt zwar den Rücken aber ändern wird es nichts. Auf linksextremen Foren, da muss man sich unterhalten mit validen Gegenargumenten, das ist gelebte Demokratie.
    en schöne abig

    • Conrath // 12. Mai 2017 um 18:06 //

      @Zahn

      Auf welchen Foren kann man auf den Austausch valider Argumente verzichten?

      Und wer sagt denn, dass keine Politiker oder Unternehmer mitlesen und es gibt doch immer dieses Doppelgespann der Fügung & Vorsehung, als Fortuna und Fatum (seit den Zeiten der Stoiker).

      Ja alles mit F, wie Fügung, Familie, Findung, Fertighaben.

      Gelebte Demokratie gibt es heute eher im Alltag, als in der Politik oder ist das in BW anders oder der Schwyz?

  7. Ranma // 13. Mai 2017 um 03:19 //

    Was kann man schon von einer Firma erwarten, die sich Solarworld nennt und dazu noch eine AG ist? Die Rettung des deutschen Staates (sie hat nichtmal einen deutschen Namen), der deutschen Wirtschaft (jede AG ist internationalen Spekulanten verpflichtet) oder sogar der Welt vor dem Klimawandel (@MutigeAngstfrau: das war jetzt satirisch) ganz sicher nicht.

    Ernsthaft: Die deutsche Regierung muß sich zwischen der Förderung der deutschen Wirtschaft und der Rettung des Klimas entscheiden. Nur ständig zwischen beiden ideologischen Positionen hin und her zu springen, das führt zu keinen Erfolgen. Entweder will man die deutsche Wirtschaft inklusive der Energiewirtschaft fördern, dann muß man allerdings in der Klimapolitik handeln wie Donald Trump, oder man will das Klima retten. Falls man das Klima retten will, dann ist es die richtige Entscheidung so viele Solarzellen wie nur möglich durch die Chinesen herstellen und von den Chinesen verkaufen zu lassen. Diesem Ziel entgegengerichtete Schutzzölle sind dann wegen ihrer Kontraproduktivität zu unterlassen. Die Schutzzölle wären bereits wieder abgeschafft oder besser noch niemals eingeführt worden, wenn unsere Regierung die Sache mit der Klimarettung jemals ernst gemeint hätte.

    Nur wenige Jahre vor der Förderung der Photovoltaik wurde eine in Deutschland aufkeimende Bioenergie-Industrie von der Regierung totgetrampelt. Insbesondere die Umstellung von Motoren auf den Betrieb mit Pflanzenöl (statt Diesel) oder Ethanol (statt Benzin) war der deutschen Nomenklatura ein Dorn im Auge. Übriggeblieben sind von jener Bewegung nur die Biogasanlagen, die in der Folge zu massenhafter Vermaisung, Vermehrung der Wildschweine und von diesen angerichteten Schäden führten. Da sollte es niemanden wundern, daß jetzt auch die Photovoltaik-Industrie nur noch außerhalb Deutschlands gedeiht!

    Man muß sich immernoch zwischen Förderung der deutschen Wirtschaft und Klimarettung, die nach der Vorstellung der deutschen Nomenklatura wohl allein auf deutsche Kosten geschehen soll, entscheiden. Beim stattdessen stattfindenden ideologischen Herumgehopse kann es nicht verwundern, daß auch aus einer Windenergie-Industrie nichts werden wird. Der Anteil der Windenergie am deutschen Energiemix ist allerdings nicht aus meteorologischen Gründen gering, sondern aufgrund der fehlenden Stromtrassen! Eine weitere Sache, in die seitens der deutschen Regierung kräftig investiert werden müßte.

    Aber wer (jetzt wird es wieder realsatirisch) braucht schon Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Polizei, Justiz und so weiter und so fort, wenn er stattdessen freudig um die Schwarze Null herumtanzen kann wie einst die Israeliten in der Wüste um das Goldene Kalb.
    Ranma

    • Conrath // 13. Mai 2017 um 07:39 //

      @Ranma

      Ich teile Ihre Einschätzung weitgehend, aber es wird kommen, die bessere Vernetzung aller technischen Komponenten zueinander, das wird Inhalt neuer Berufe werden und es ist dann auch egal, wo was produziert werden wird. Der große Trend wird zu ‚Allesproduktionszentren‘ gehen, die gleichmäßig über die Welt verteilt sind, verbrauchernah, das ist die Zukunft, das Weltwarenverkehrsaufkommen wird wieder abnehmen und sich vergleichmäßigen auch durch die Seidenstraße, durch den chinesischen Weg der kooperativen Nutzung von Ressourcen und dem dazu parallelen Infrastrukturaufbau, ohne Verluste für die Versorgung der Einzelnen.

      Die künstlichen Knappheitsjünger werden von den Entwicklungen fortgespült, wie auch die ewigen Kriegshetzer, wenn erst mal 50 bis 75 % der heutigen Arbeitsplätze nicht mehr benötigt werden, dazu mehr in meiner Rezension zu ‚Sonst Knallt’s, unter dem entsprechenden Faden. Und Krieg wird es in einer Informationsgesellschaft so nicht mehr geben und ‚False-Flag-Ops‘ werden zunehmend riskanter, auch komplette Zensur wird es nicht geben, weil Infos über Zensur stärker sind, als Falschmeldungen, das Gespür dafür bildet sich gerade erst, ist noch nicht voll entfaltet, mAn. Die Ängste dazu sind zwar riesig, was aber den jetzigen Interessen der Elite, nicht der Realität der Entwicklung, entspricht.

      Grüßend

    • Aber wer (jetzt wird es wieder realsatirisch) braucht schon Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Polizei, Justiz und so weiter und so fort,

      Doch, die braucht es um das Volk abzocken zu können, etwa Investitionen in eine als parasitär zu bezeichnende Zu wanderung, in miese, ideologisch versexte Schul- Bildung, in eine Polizei, die ihr Ego an den schon länger hier wohnenden aufrichten kann und eine Justiz, die willfährig dem Ganzen ihren Segen gibt.

      Wobei letztere die Schlimmsten sind: denn einige redliche, aufrichtige Richter würden das ganze Kartenhaus zusammenfallen lassen. Aber für Träumereien ist der Tag noch zu jung.

    • @Ranma

      Klima Rettung? Das Klima wovor retten?

      Ich finde den Begriff der Rettung im Kontext eher dem Mainstream angepasst.

      Klimaveränderungen gab es, gibt es und wird es immer geben auf unserem Planeten. Dabei spielt Hysterie allen, die sich die Taschen rund um dieses Thema vollstopfen, nur in die Hände.

      Besser, glaube ich, wäre es, wenn wir von Verunreinigung sprechen würden und das betrifft ja ziemlich viele Sachzusammenhänge; fängt beim Produzieren von Trinkwasser und Lebens(Tod)mitteln an, geht über Smartphones und endet nicht zuletzt bei Medikamenten und Impfstoffen.

  8. Wieviel Saurier braucht man für einen Ölwechsel?

    Der Entwurf dazu liegt nun schon ewig in der Ablage: also, wieviel mußten, als ihr Stündlein schlug, nach Athabaska traben, sich im Sand eingraben und ihr Leben aushauchen damit sie ihr Auto mit fossilem Schmierstoff füllen?

    Sie vermuten vermutlich richtig: keiner. Und hier kriegen wir den Tiger am Schwanz – das ganze Konzept der Energieversorgung ist ein Kaleidoskop aus Machtinteressen und Ideologie.

    Tatsächlich wird es Kohlenstoffderivate immer geben. Und so verlegt sich die Frage einer Energieversorgung auf ganz andere Schwerpunkte:

    Zentral oder dezentral? Kernfusion wäre ein Option bis hin zum schwarzen Kanister auf der Gartenlaube. Gesellschaftlich sinnvoll> wäre eine (bürokratische, nicht finanzielle) Förderung dezentraler Versorgung für den Mittelstand einschließlich Privatmann (und hier komme ich auf Solar zurück) den man Konzepte entwickeln lassen kann die breitflächig mit ihrer Umsetzung Wirtschaftsschub entwickeln, von findigen Neuerungen ganz abgesehen. Hier dürften sich ausschließlich Verbundkonzepte (Solar/BHKW etc.) als sinnvoll erweisen.

    Wer nun meint den Großkonzernen deshalb eine Nase zeigen zu können ist auch auf dem Holzweg: daß die Bahn, das Flugzeug und speziell das Militär auf effiziente Energieträger (sprich Öl) verzichten könnte, spinnt reines SciFi.

    Man merke: die Sache ist komplex, wäre als umgreifendes Konzept gesellschaftspolitisch wertvoll – kann aber wunderbar mit Einzelbezügen für spezielle Interessen mißbraucht werden.

    Womit auch diese Thematik nur ein Teil des Konzepts ist, wie man die Bevölkerung abgreift und dies umsetzt.

    • Conrath // 13. Mai 2017 um 11:25 //

      @Hein2s

      „Wer nun meint den Großkonzernen deshalb eine Nase zeigen zu können ist auch auf dem Holzweg: daß die Bahn, das Flugzeug und speziell das Militär auf effiziente Energieträger (sprich Öl) verzichten könnte, spinnt reines SciFi.“

      Nein, ist er nicht. Verbundlösungen wie BHKW-Mittelspannungsnetzwerke versorgen auch den Bahnstrombedarf des 16,7Hz-Netzes.

      Es muss nur politisch gewollt sein/ werden, da stimme ich Ihnen wieder zu.

      Hier eine Übersicht an der Schnittfläche zu noch nicht umgesetzten, aber bereits bekannten und erforschten, Technologiekombinationsanwendungen/ -möglichkeiten:

      http://www.buch-der-synergie.de/a_html/a_00_zusammenfassung.htm

      Es hängt dann nicht alles an noch unbekannter Zukunftstechnik, das wäre übertrieben. Nahverkehrsbahnen mit Schwungradenergiespeichern verbessert, viele kleine Regio-Flughäfen sollten zugunsten weniger Großhubs ganz verschwinden (Konversionen zu modernen Allesproduktionszentren mit Bahnanschluss), dafür sollte u.a. mit den Chinesen, wie jetzt in Spanien, das Bahn-Netz ausgebaut werden auch das Frachtnetz mit genügend Containerwechselstationen, die europäischen Hochgeschwindigkeitstrassen, ergänzt um gute Regionalnetze. Strom aus Silanölen und WaltMaxens Gassynthese gewonnen werden, Peletsheizungen mit Schwefelkatalysatoren betrieben, usw… die Liste ist sehr lang.

      Und Militär? Wer bitte braucht eine Natoangriffsarmee die nur den Anschein von Funktionalität bietet?

      Da ist es schon wieder gut, dass wir eine begrenzte Gurkenarmeeführung haben. Militär sollten wir ab sofort(!) nur noch im Verbund mit den Friedensmächten RF/ VCH usw. entwickeln und betreiben.

      Grüßend

      • Es ist das Kreuz solcher Foren sich auf weniges beschränken zu müssen – die Hintergründe des oben eingestellten wären ein kleiner Teil eines wochenendfüllenden gesamtgesellschaftlichen Konzepts, etwa politischen Programms, das den Wald als ganzen zu sehen versucht und nicht nur das Gedeihen einzelner Bäume.

        Mich freut an Artikeln und Kommentaren immer, wenn ich hier und da etwas finde, was mich gedanklich beflügelt und den Horizont erweitert, denken muß der Mensch halt selbst.

        Zu Flügellahmen: kein Militär? Super – schlagen Sie das doch Mürksels Besiedelungstruppe vor – da kriegen Sie wahrscheinlich einen Orden für.

      • Conrath // 13. Mai 2017 um 11:50 //

        @Hein2s

        Nein, es geht nicht um ‚flügellahme Truppen‘, da haben Sie mich gründlich missverstanden. Murksel habe ich keinen Moment ernst genommen. Sie steht für die inneren Widersprüche eines verrotteten Zentralismus von Gangstern. Nein!

        Erst ist die Frage zu klären, was mit wem gemacht werden darf und kann. Mit Mördern und Kriegsverbrechern arbeite ich nicht zusammen, wenn Sie das für Sich anders entscheiden sollten, wohl an denn.

      • Erst ist die Frage zu klären, was mit wem gemacht werden darf und kann.
        Ich will ja nicht rumstänkern, aber der Ansatz mir stößt dann doch auf: klingt verdammt feudal.

      • edith // 14. Mai 2017 um 08:47 //

        von einem groschenschreiber dürfens keine tiefe erwarten.

        der hiesige k)r(ampfschreiber @con rad ist im mindesten so krank
        wie das system das solche kapitalflechten unterhält und pflegt.

  9. Ranma // 14. Mai 2017 um 03:37 //

    „Klima Rettung? Das Klima wovor retten?“

    Gutes Stichwort. Die deutsche Politik versucht wohl das Klima vor dem Menschen zu retten, besonders vor dem deutschen Menschen. Sinnvoller fände ich es, den Menschen vor dem Klima zu retten während man die Natur das tun läßt, was sie schon immer tut. Also sich wandeln und anpassen.

    Nehmen wir mal, unabhängig von der Schuldfrage, als gegeben an, daß die Temperatur ansteigt. Dann reagieren alle Pflanzen der Welt darauf, indem sie die Öffnungswinkel, -zeiten oder -raten ihrer Spaltöffnungen verringern, um die Wasserverdunstung zu reduzieren. Natürlich kühlt die Verdunstung auch, aber die Pflanzen können nur begrenzt Wasser nachliefern, also muß die Verdunstung bei steigender Temperatur verringert werden. Das führt dazu, daß die Pflanzen weniger von ihrer Hauptnahrung, dem atmosphärischem Spurengas Kohlendioxid bekommen. Noch übler wird die Versorgung, wenn sich Menschen dann auch noch bemühen, den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre weiter zu verringern. Treibhäuser werden jetzt schon mit Kohlendioxid begast, damit die Pflanzen mehr davon aus der Atmosphäre ziehen können. Würde man den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre also verringern, dann wäre das ein Angriff auf die gesamte Vegetation und als Folge davon auf sämtliches Leben auf unserem Planeten.

    Die vernünftige Reaktion wäre also, den menschengemachten Kohlendioxidausstoß zu ERHÖHEN, gerne auf Kosten anderer klimawirksamer Gase, die sowieso einen viel stärkeren Effekt haben. Vor allem der Methanausstoß müßte dafür reduziert werden. Desweiteren wäre es wichtig auf Schauberger zu hören und für Schatten auf allen Gewässern zu sorgen, denn auch Wasserdampf ist ein sehr effektives Treibhausgas. (Das Dihydrogenmonoxid ist zweihundertmal so klimawirksam wie Kohlendioxid.) Pflanzen, Menschen und andere Tiere würden ebenso von mehr Schatten und dadurch weniger Hitzestreß profitieren.
    Ranma

    • Conrath // 14. Mai 2017 um 10:10 //

      @Ranma

      Stimme Ihnen zu, es entspricht dem derzeitigen, seriösen Wissensstand, CO² Zunahme ist natürliche Reaktion des hochkomplexen Lebewesens Erde, wie es auch, nicht nur(!), den Gaia-Theoretikern beschrieben wird:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Gaia-Hypothese
      und
      neuere Modelltheorien es von mehreren Seiten aus plausibel stützen. Die ‚Zunahme‘ an Chlorophyll-Grün, allein in Europa in den letzten 15 Jahren, betrug ca. 10 %, inklusiv Bewaldungszunahme. Wichtig ist, dass noch stärker von Monokultur auf gesunde Mischkultur umgestellt wird und viel diverses Zwischengrün erhalten/ geschaffen, wird.

      Die Umwelt-Rettungs-Politikgängster verfolgen, mit ihrer CO²-Doktrin, ein falsches ‚Knappheitsprinzip‘ aus instinktiven Machterhaltsreflexen.

      Die Natur arbeitet hingegen immer aus der Fülle, einer durchlässig offenen, reaktiv-sensiblen, Fülle, nicht der Fülle toter Massen. Heiße Gase, auch Gesteinsmeere im Sonnenorbit, sind eben keine toten Massen, wenn sie sich umkonfigurieren. Dazu kommen Thesen von Aquaplaneten, teilweise mit Eispanzern, darunter Wasserozeane mit 100 km Tiefe, etwa wie bei einem der Saturnmonde zu erkennen ist usw…

      Die Naturfülle steht auch dem Menschen zu, dem offenen, sich sensibel-intelligibel verhaltenden, wenn er/ sie die ‚Klippe eines vorschnellen (entwicklungs-älteren) Naturalismus‘ umschiffen kann.

      Grüßend

  10. Ranma // 14. Mai 2017 um 04:09 //

    „Nein, ist er nicht. Verbundlösungen wie BHKW-Mittelspannungsnetzwerke versorgen auch den Bahnstrombedarf des 16,7Hz-Netzes.“

    Der Bahnverkehr tut sich viel leichter in Sachen Elektromobilität als der Straßenverkehr. Das beweist nur einmal mehr, daß die neuerdings gewünschte Elektromobilität auf der Straße nur als Mogelpackung für weitere Abzocke gedacht ist. Wäre der Wunsch nach Elektromobilität ernst gemeint, dann würde man schon lange den Bahnverkehr kräftig fördern. Jedenfalls würde man ihn nicht auch noch durch hohe Trassenmaut behindern. Diese muß zur Zeit als eine der Ausreden dafür herhalten, warum eine Straßenmaut angeblich erforderlich ist, obwohl die Autofahrer die Straßen über Kfz-Steuern bereits mehrfach abbezahlt haben. Wäre der Wunsch nach Elektromobilität ernst gemeint, dann würde man nicht auf die Entwicklung neuer Batterien warten, sondern hätte bereits vor Jahrzehnten das Konzept der Oberleitungsbusse von den osteuropäischen Ländern übernommen. Weil die Straßen in dem Fall bereits alle elektrifiziert wären, bräuchte man nur noch erlauben, daß auch PKW aus den Oberleitungen Strom beziehen und schon könnte man Verbrennungsmotoren von den Straßen verbannen, weil alle damit in Zusammenhang stehende Probleme BEREITS GELÖST SIND. Nur um offroad zu fahren wäre der Verbrennungsmotor weiterhin erforderlich, aber das wird immer so sein.

    „Nahverkehrsbahnen mit Schwungradenergiespeichern verbessert, viele kleine Regio-Flughäfen sollten zugunsten weniger Großhubs ganz verschwinden (Konversionen zu modernen Allesproduktionszentren mit Bahnanschluss), dafür sollte u.a. mit den Chinesen, wie jetzt in Spanien, das Bahn-Netz ausgebaut werden auch das Frachtnetz mit genügend Containerwechselstationen, die europäischen Hochgeschwindigkeitstrassen, ergänzt um gute Regionalnetze.“

    Schwungradenergie in den Bahnen wären nochmal eine Verbesserung, aber natürlich nur, falls die Bahn wieder attraktiv gemacht werden würde. In die Schwungräder kann man Energie aus dem Bremsvorgang einspeichern, darum wird es bei der Idee wohl gehen. Für Flugzeuge ist das nicht machbar. Es wäre wünschenswert von der vielen Energie, die ein Flugzeug für Höhe und Geschwindigkeit braucht, etwas zurückzugewinnen. Sinnvoll wäre daher, wenn Flughäfen auf hohen Bergen lägen. Am besten sogar weit oberhalb der Reiseflughöhen, so daß beim Landeanflug kinetische Energie in Lageenergie (so heißt sie im Schulunterricht, für den Physiker ist es potentielle Energie der Gravitation) umgewandelt wird. Damit würde für die Flugzeuge Energie gespeichert, ähnlich wie Wasserkraft in Pumpspeichern. Die Passagiere brauchen dann natürlich Zubringerbahnen, die mit ihren Schwungrädern bergabwärts die Energie zurückgewinnen, die sie bergaufwärts brauchen. Weil es nicht überall hohe Berge gibt, darum ist das Konzept nur für Langstrecken sinnvoll und kurze Strecken müßten wiederum durch Bahnverkehr ersetzt werden. Also wird das gesamte Konzept erst nach massiver Förderung des Bahnverkehrs sinnvoll. Weil diese nicht geschieht, darum wissen wir, daß die gesamte Energiewende nicht viel mehr als ein großer Etikettenschwindel ist.

    „Strom aus Silanölen und WaltMaxens Gassynthese gewonnen werden, Peletsheizungen mit Schwefelkatalysatoren betrieben, usw… die Liste ist sehr lang.“

    Die Liste ist in der Tat sehr lang. Silanöle gehören jedoch nicht darauf. Diese müßte man nämlich zunächst unter großem Energieaufwand herstellen, bevor man daraus Strom gewinnen könnte. Das nimmt dem Konzept doch viel von seiner Sinnhaftigkeit.

    „Und Militär? Wer bitte braucht eine Natoangriffsarmee die nur den Anschein von Funktionalität bietet?“

    Das Militär ist in der Tat der größte Energieverbraucher, besonders was fossile Energieträger angeht. Aber wer welches Militär braucht, das ist ein ganz anderes Thema. Deutschland befindet sich zur Zeit in einer Übergangsphase, in der ihm (also der deutschen Nomenklatura) ganz langsam dämmert, daß die Wehrpflicht obsolet ist, weil ein Wehrpflichtiger schon seit Jahrzehnten nicht mit einem gut ausgebildetem Berufssoldaten mithalten kann. Für die Nomenklatura scheint an einer Berufsarmee jedoch nicht ihre höhere Leistungsfähigkeit interessant zu sein, sondern nur die Tatsache, daß es viel weniger Proteste gibt, wenn eine Berufsarmee außerhalb ihrer eigentlichen Aufgaben eingesetzt wird als wenn man das mit einer Wehrpflichtigenarmee macht. Das ist ein Dilemma, das man in Zukunft am besten durch autonome Kampfroboter lösen würde. Genau deshalb gibt es so viel Gegenwind gegen solche.
    Ranma

    • Conrath // 14. Mai 2017 um 10:51 //

      @Ranma

      „Silanöle gehören jedoch nicht darauf. Diese müsste man nämlich zunächst unter großem Energieaufwand herstellen, bevor man daraus Strom gewinnen könnte.“ Zitatende R.

      Jein,

      die Energie und die Ladungsdichte ist sehr hoch und die Prozesstemperaturen sind exorbitant, über 1.750°C. und mehr, ja. Das erfordert gekühlte Spezialkeramikbrennkammern, Düsen, …

      Nein,
      Sonnenenergie ist reichlich vorhanden, nicht in DE, die Technik gehört daher zu Großfeldanlagen in den Wüstenrandgebieten. Sie sollten hybrid ausgelegt werden, am besten im Vierfachverbund:

      1. Ebene, oben Solarvoltaik
      2. Ebene, Kühlung und Abwärmenutzung (Wärmepumpen)
      3. Ebene, Luftkonvektion wird in Aufwindturbinentürmen genutzt
      4. Bionische Ebene, halbschattige Plantagenwirtschaft, versorgt neue Wüstenrandsiedlungen!!!

  11. @Ranma

    Immer wieder interessant, Ihre Beiträge. Dem ist nicht nur zuzustimmen, wer sich die Entwicklung (von wem wohl?) der Roboter ansieht (etwa Fledermaus) dem kann das Grausen kommen.

    Aber zurück zum Solar:
    wo sich die Politik konzeptlos um die Macht balgt und Unterstützung durch Lobbyeismus wohlfeil ist kann nichts gutgehen. Mir scheint, die Politik trägt nicht die Alleinschuld sondern Gurus, die Massen von unbedarften Anlegern in ihrem Glauben eingesackt haben (davon auch selbst befallen waren), denn warnende Stimmen gab es spärlich auch anfangs schon.
    Wenn auch nicht die Ersatzproduktion als solche so handelt es sich doch um eine zukunftsträchtige Technik, die ihre spezielle auch nachhaltigeren Einsatzgebiete hat.

    Freilich, wo dann die Sache verraten wird ist – wie fast immer – (in memoriam der Bulle von Tölz: es ist nicht das Kapital sondern) das Geld am wirken, und da wandert die Produktion fast immer ab. Der Anleger als solcher will Rendite, die Geschäftsführung ihre Boni und was morgen ist steht in der Zukunft. Das unterscheidet heutige Geschäftsführung vom Familienbetrieb, und die Bürokratie tut ihr Übriges in einer Art und Weise vernetzter Interessen, was sich Lieschen Müller nicht einmal in ihren dunkelsten Träumen vorstellen könnte.
    Es gibt also eine ganze Menge Gründe – nicht nur rein politische, aber von dort kommen die Ursachen – Dinge, die sich entwickeln lieber im Ausland abzuwickeln, jedenfalls, wenn sie eine gewisse Schwelle erreicht haben.

    Unternehmerisch hirnlos auf Geld getrimmt ist dies konsequent, im Bezug auf Standortfragen möglicherweise auch, in gesellschaftlicher Hinsicht eher katastrophal.

  12. Ranma // 15. Mai 2017 um 02:18 //

    Jetzt ließ die Deutsche Bahn auch noch verlauten, daß sie die Fahrkarten abschaffen will. Bezahlt wird dann nur noch per App auf einem Schlaufon. Damit wäre ich völlig raus. Die Abschaffung der Fahrkartenautomaten ist natürlich als Schlag gegen kleinere Konkurrenzunternehmen gedacht. Die müssen dann nämlich entweder überall eigene Automaten aufstellen oder gleichfalls auf Schlaufon-Apps umstellen. Überall heißt nicht nur dort, wo das Konkurrenzunternehmen aktiv ist, sondern überall dort, wo man eine Reise beginnen kann, bei der man zwischendurch auch Kunde des Konkurrenzunternehmens ist. Das wird sich also nicht lohnen. Als Bahnkunde ist man sich vielleicht nicht immer bewußt, welche Teilstrecken inzwischen hauptsächlich von Konkurrenzunternehmen bedient werden. Da kann einem die entsprechende App dann schonmal fehlen. Sicherlich wird die Deutsche Bahn auch dafür sorgen, daß die Apps möglichst zueinander inkompatibel sein werden. So wird das niemals etwas werden mit Elektromobilität und Klimaschutz. Die Deutsche Bahn ist nur noch ein Immobilienspekulationsunternehmen. Sogar das Fernbusgeschäft betreibt sie mit höherer Priorität als ihr ursprüngliches Kerngeschäft. Darum müßte man die Deutsche Bahn dringend enteignen und den Bahnbetrieb in die Hände eines neuen Unternehmens geben, das keinen Spekulanten verpflichtet sein darf. Natürlich wird das nicht geschehen und unsere Regierung sieht lieber zu wie wir auf englische Verhältnisse zusteuern, wo ein Unternehmen Gleise neben die eines anderen baut, weil es dessen Gleise nicht benutzen darf.
    Ranma

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