Trump entfesselt die Finanzmärkte

Donald Trump © GEOLITICO Donald Trump © GEOLITICO
US-Präsident Donald Trump hebt die ohnehin bescheidenen Bankenregulierungen per Dekret wieder auf! Damit befeuert er die weltweit weiter schwelende Finanzkrise.

 Nach der Finanzkrise 2008 wurden Europas Banken mit Billionen von Euros gerettet. Weil sie sich nicht bloß verzockt, sondern sich teilweise auch mit kriminellen Methoden bereichert hatten, mussten sie über 300 Milliarden Euro an Strafgeldern zahlen. Freilich handelte es sich dabei nur um einen Bruchteil ihrer halb legal und illegal erzielten Profite. Leider gehören viele fragwürdige Geschäftspraktiken nach wie vor zum Repertoire der Banken – bloß, dass niemand mehr so laut mit ihnen prahlt. Und leider entpuppten sich auch die meisten Versprechungen, nun aber wirklich ernst zu machen mit Bankenaufsicht und Finanzmarktkontrolle, als rhetorische Beruhigungspillen.

Einer der lautesten Prediger wider die »korrupten Eliten«, der neu gewählte US-Präsident Donald Trump, unterschreibt derweil in Serie Dekrete, die die ohnehin bescheidenen Bankenregulierungen seines Vorgängers wieder komplett außer Kraft setzen. Was bei einem Kabinett, in dem allein sechs ehemalige Top-Investmentbanker sitzen, auch keine wirkliche Überraschung ist. Selbst wenn sie es wollten, hätten die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-amerikanische Federal Reserve Bank inzwischen Schwierigkeiten, die von ihnen ausgelöste Geldflut wieder einzudämmen. Unvorstellbare 1,5 Billionen Euro haben die Notenbanken der Euroländer mit ihren fragwürdigen und wirkungslosen Aufkaufprogrammen in die Märkte gepumpt. Das ist monetäre Planwirtschaft in Reinkultur. Sie führt jede Logik normaler Finanzmärkte ad absurdum.

Volkswirtschaftlicher Irrsinn

Derweil werden die Geschäftsbanken das Geld, das sie in Frankfurt für null Prozent bekommen, nach wie vor nicht als Investitionskredite bei Unternehmen los. Denn wer investiert schon, wenn er fürchten muss, seine Produkte nicht loszuwerden. Weil es nur bei ihm Geld regnet, aber nicht bei seinen Kunden bzw. bei den Verbrauchern. Weswegen die ersten Banken Bargeld schon wieder, wie zu Opas Zeiten, in Safes stopfen und andere es ungebrochen in spekulative Zockereien an den Finanz- und Immobilienmärkten stecken.

Während wir diese Zeilen schreiben, reden »die Gläubiger« (EZB, Banken, IWF) wieder einmal mit Griechenland. Wieder sollen Beobachter nachschauen, ob die dortige Regierung auch artig alle angemahnten »Reformen« umsetzt. Dabei ist allen klar, dass das Land ökonomisch ausgeblutet, das griechische Volk am Ende seiner Leidensfähigkeit angekommen und der griechische Staat heute so pleite ist wie beim Euro-Beitritt vor 16 Jahren. Dass 92 Prozent der »Rettungsgelder« gar nicht in Griechenland gelandet sind, sondern bei ausländischen Banken, die glaubten, einem bereits bankrotten Land unter dem Schirm des Euro risikolos weiteres Geld leihen zu können. Dass dafür trotzdem Europas Steuerzahler bürgen, die keinen Cent dieser »griechischen« Schulden je wiedersehen werden. Auf der Hand liegt auch, dass man den Offenbarungseid letztmalig nur noch bis zum Ende des europäischen Superwahljahres 2017 verschieben kann.

Italien ist mit einer Staatsverschuldung von 137 Prozent des BIP ebenfalls nachweislich bankrott. Die Arbeitslosenquote im Land ist die höchste seit Beginn der Datenerhebungen im Jahr 1977, die Industrieproduktion liegt auf dem Niveau von 1985. Dennoch kann sich der Staat dank europäischer Niedrigzinspolitik weiter mit frischem Geld zu Minizinsen versorgen. Anders als Griechenland sogar nach wie vor an den Kapitalmärkten. Das ist volkswirtschaftlicher Irrsinn.

Nullzinsen werden bleiben!

Gleichzeitig enteignet die EZB mit ihrer wahnwitzigen Notenbankpolitik die Sparer. Sei es in Form von Nullzinsen beim Sparkonto, sei es auf dem Umweg über den dramatischen Renditeschwund bei Staatsanleihen, Lebensversicherungen und anderen einst »mündelsicheren« Anlageformen. Was sich da in Luft auflöst? Die Altersrücklagen von ein bis zwei Generationen! Ebenso treiben Nullzinsen – die uns noch lange erhalten bleiben werden – die vergleichsweise solide wirtschaftenden Genossenschaftsbanken und Sparkassen schleichend in den Ruin. Viele Kommunen müssen bluten, weil ihre tagesaktuellen Bankeinlagen meist so hoch sind, dass für sie Negativzinsen fällig werden.

Erfolgreiche Unternehmen, die Teile ihrer Erlöse für künftige Investitionen zurücklegen wollen, werden ebenfalls mit Negativzinsen bestraft. Firmen, die eigentlich bankrottgehen müssten, stützt die EZB, indem sie inzwischen sogar Unternehmensanleihen aus Krisenstaaten aufkauft.

Fazit: Unser Wirtschafts-, Geld- und Finanzsystem ist nachhaltig krank, und es gibt keine Aussicht auf wirkliche Besserung. Trotz Billionen an Euros und Dollars, trotz neuer Gesetze und vieler Krisengipfel wurden die Probleme nicht im Geringsten gelöst, sondern lediglich in die Zukunft verschoben. Durch ein Übergewicht an Macht bei global agierenden Konzernen, Banken und Lobbyorganisationen ist das ganze System in eine bedrohliche Schieflage geraten.

Der freie Markt wurde abserviert, einige wenige bestimmen, wo es langgeht. Manche Firmen sind inzwischen mächtiger als Staaten und genießen Privilegien, von denen andere Unternehmen, geschweige denn die Steuerzahler oder die Verbraucher, nur träumen können. Ganze zehn Konzerne – u. a. Nestlé, der US-Fleischriese Tyson Foods, Mars, Kraft Heinz, Unilever und Danone – beherrschen den weltweiten Lebensmittelmarkt. 10 Prozent der weltweit gelisteten Aktiengesellschaften erwirtschaften 80 Prozent aller Gewinne. Und die 100 größten Unternehmen der USA tragen 46 Prozent zum Bruttosozialprodukt des Landes bei.

Die Finanzkrise selbst war eine einzige Illusion

Warum das ein Problem ist? Nicht, weil diese Firmen oder deren Eigentümer zu »reich« wären. Es ist ein Problem, weil diese wenigen schlicht nicht mehr wissen, wie sie ihre Berge von Geld sinnvoll in reale wirtschaftliche Aktivitäten, in echte Innovationen investieren sollen. Bildlich gesprochen: Was würde passieren, wenn alle Flüsse eines Kontinents in nur drei oder vier Stauseen eingeleitet würden?

Kürzlich habe ich (MF) aus Spaß in einem exakt hundert Jahre alten Buch geblättert: „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ von einem gewissen Wladimir Iljitsch Lenin. Klar: Die Zahlen und Namen stimmen alle nicht mehr. Die »Imperialisten « haben auch keine Kolonien mehr, die sie ganz ohne Umwege ausplündern können. Und Lenins politische Schlussfolgerungen wird man ohnehin nicht teilen wollen. Aber seine Diagnosen, die könnte man mühelos aktualisieren.

Sinst knallt's_ Matthias Weik, Marc Friedrich, Götz Werner

Sinst knallt’s_ Matthias Weik, Marc Friedrich, Götz Werner

Ein Hauptirrtum ist, zu meinen, Geld an sich wäre ein Wert. Aber Geld hat überhaupt keinen Wert. Wert haben nur Güter und Dienstleistungen. Da wir ständig aufs Geld starren, schieben wir einen Geldstau, einen virtuellen Liquiditäts-See vor uns her, bei dem wir so tun, als ob er real wäre. Das offenbart jede Finanzblase, bei der mit betrügerischen Manipulationen Illusionswerte generiert werden, die die Menschen dann als reale Werte betrachten. Und was passiert, wenn alle Menschen gleichzeitig an ihr Geld heranwollen? Das System bricht zusammen. Mehr noch: Die Finanzkrise selbst war eine einzige Illusion.

In Wirklichkeit handelte es sich schlicht um Kreditbetrug! Man lieh Menschen Geld für Ramschimmobilien, die sie sich nicht leisten konnten. Diese faulen Kredite wurden – zusammen mit ein paar werthaltigen – in faule Papiere für reiche Anleger und dumme Bankmanager umgetütet. Als sie geplatzt waren, machte man aus einem Kreditbetrug eine »Finanzkrise« – und flugs wurden aus Tätern Opfer.

Jeder Metzger, der frisches mit vergammeltem Hack mischen würde, käme geradewegs ins Gefängnis. Wenn das aber mit Geld, mit »verbrieften« Papieren bewerkstelligt wird, dann darf der Staat einspringen, um angeblich »systemrelevante« Banken vor dem Bankrott zu retten.

Über Marc Friedrich und Matthias Weik

Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben 2012 zusammen den Bestseller “Der größte Raubzug der Geschichte“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. Auch mit ihrem zweiten Buch, „Der Crash ist die Lösung“, haben Sie wieder das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014 geschrieben. Am 24. April 2017 ist ihr viertes Buch „Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ erschienen, das sie gemeinsam mit Götz Werner (Gründer des Unternehmens dm-drogerie markt) geschrieben haben. Kontakt: Webseite | Facebook | Weitere Artikel

49 Kommentare zu Trump entfesselt die Finanzmärkte

  1. Deutscher im Exil // 3. Mai 2017 um 10:52 // Antworten

    „An ihren Taten werdet ihr sie erkennen“

    Bei Trump muß man nur sehen, mit wem und wessen Geist er sich umgibt.

    Dann ist man sofort bei der UR-Sache allen Übels auf dieser Welt und die heißt Jahwe = Teufel lt. Jesus von Nazareth in Joh. 8:44.

    Siehe meine älteren Beiträge dazu hier auf diesem Blog. Gurgeln Sie nach „site:geolitico.de Marcion“

    Die Erschaffung von Geld aus dem Nichts – primär durch Jahwe-Leute – ist das Mittel und die UR-Sache aller Kriege und Großverbrechen, um die Menschheit zu unterdrücken.

    Herr Trumpt „reist auf dem Ticket“ nur von Jahwe-Leuten. Killary wäre nicht ein Deut besser.

  2. Deutscher im Exil // 3. Mai 2017 um 11:09 // Antworten

    Zur Frage des Geldes im Artikel:

    Oben heißt es
    Derweil werden die Geschäftsbanken das Geld, das sie in Frankfurt für null Prozent bekommen

    Das ist grob irreführend und falsch!

    Dafür wird im Allgemeinen der Begriff „Geld-Schöpfung“ verwendet, wobei das verliehende Geld NICHT von der Buba (unpräise „Frankfurt“ genannt) kommt, wie oben behauptet, sondern es wird von den Banen selbst direkt erschaffen.

    Beweise hier:
    https://www.querschuesse.de/buba-zur-buchgeld-schoepfung-der-banken
    Siehe auch die Links dort.

    Wichtig dazu ist aber:

    Das Wort „schöpfen“ ist jedoch falsch und irreführend!

    In Wirklichkeit ist es ein „Erschaffen aus dem Nichts“ – und darin liegt der Skandal!

    Das Wort „schöpfen“ impliziert zu leicht das Umfüllen von einem Topf in einen anderen und genau darum geht es hier NICHT. Die Analogie zu „Schöpfer“, der erschafft, ist sekundär.

    Wirklich präzise ist nur die „Geld-Erschaffung“ – und da wird jedem klar, wie er betrogen wird.

    • hubi stendahlb // 3. Mai 2017 um 15:20 // Antworten

      @Deutscher im Exil

      ……….und um Ihren absolut korrekten Kommentar zu ergänzen sei gesagt, dass der Artikel mit der Feststellung, dass sich „dennoch der Staat (hier Italien) dank europäischer Niedrigzinspolitik weiter mit frischem Geld zu Minizinsen versorgen kann, suggeriert, als wäre alles gut, wenn im vorliegenden Fall Italien sich nur nicht weiter verschulden könne.

      Die Wahrheit ist, dass Italien mit höheren Zinsen zwar schon früher kein Geld mehr bekommen hätte, die Umverteilung von arm nach reich aber trotzdem aufgrund des Systemfehlers auf niedrigerem Niveau weiterläuft bis zum Verfalltag. Das ist der Tag, an dem eine weitere systemnotwendige Aufschuldung nicht mehr funktioniert, weil die Unternehmer keine Kredite mehr nachfragen mangels Nachfrage und die Konsumenten keine Kredite mehr in ausreichender Höhe mangels Bonität erhalten oder erhalten wollen, weil sie in das Sparparadoxon wechseln, was die Lage weiter verschärft.

      Alles seit Jesus von Nazareth bekannt, will aber niemand hören:

      Bibel Sprüche 11.24: „Einer teilt aus und hat immer mehr; ein anderer kargt, da er nicht soll, und wird doch ärmer.“

      Thomas Evangelium:
      Jesus sagt: „Wer etwas in der Hand hat, dem wird gegeben werden. Wer aber nichts hat, dem wird auch das wenige das er hat genommen werden“.

      Hinzu kommen die Probleme mit dem zedieren (Forfaitierung bzw. Forderungsabtretungen) von Aktiva, die im vorliegenden System für den Garaus sorgen könnten. Dieses System ist nicht zu retten. Es ist nur zu verlängern, damit der Geldadel zu einem ihnen genehmen Zeitpunkt den Stecker ziehen kann. In dieser Situation befinden wir uns derzeit.

      Danke für Ihren Kommentar.

    • @Deutscher im Exil

      Sowohl der Artikel wie auch Sie werter @Deutscher im Exil, verquirlen hier so einiges.

      Die EZB kaufte seit 2015 Staatsanleihen und andere öffentliche Schuldentitel im Volumen von 1,512 Billionen Euro. Mit den Wertpapier-Käufen wollen die „Währungshüter..?“ Banken dazu bewegen, mehr Kredite auszureichen statt in Anleihen zu investieren.

      Und ja das Ding, soll sogar noch weiterlaufen bis zur anvisierten Höhe von 2,28 Billionen Euro (ende 2017)

      In Wirklichkeit ist es ein „Erschaffen aus dem Nichts“ – und darin liegt der Skandal!

      Das Wort „schöpfen“ impliziert zu leicht das Umfüllen von einem Topf in einen anderen und genau darum geht es hier NICHT. Die Analogie zu „Schöpfer“, der erschafft, ist sekundär.

      Wirklich präzise ist nur die „Geld-Erschaffung“ – und da wird jedem klar, wie er betrogen wird.

      Ha ha, noch ein werter Mitmensch, der an dieses der Märchen der Gelderschaffung (Schöpfung) aus dem NICHTS glaubt.

      Auch hier die Wirklichkeit sieht anders aus.

      Für Gb’s ist das geschaffene (geschöpfte) Kreditgeld eine Schuld, und nicht wie gerne dargestellt wird ein Aktivum (Guthaben).

      Eine Schuldverpflichtung allerdings schafft (schöpft) man nicht, sondern man geht sie ein. Eine Gb erzeugt Kreditgeld (Giralgeld), in dem Sie eine Forderung gegen einen Kreditnehmer, zu einer höher besicherten Forderung gegen sich selbst macht.

      Der Ausdruck „Geldschöpfung aus dem Nichts“ ist aus dem Nichts frei erfunden.

      Wenn die Propagandisten der Kreditgeldschöpfungs-Mythen und Zinskritik nun ihren Slogan „Geldschöpfung aus dem Nichts“ korrekt ändern würden in „Schuldanerkennungsschöpfung aus dem Nichts“, begännen vermutlich viele an deren Thesen zu zweifeln.

      • Conrath // 3. Mai 2017 um 16:22 //

        @Dragao

        Exakt getroffen. Die naturalistischen Zinskritiker und die Bilanzverlängerungen der Geschäftsbanken missverstehenden Geldordnungskritiker verschlimmberssern noch durch ihre Halbkritik die Lage der Schlafschafe.

        Und richtig, das buchstabiert sich korrekt zu: „Schuldanerkennungsschöpfung aus dem Nichts“. So ist es, leider. Auch die Geldordnung verlangt blosse Metaphernwertspielchen von echten Funktionen zu unterscheiden, es geht um Fluch und Segen von Knappheiten, die heute nicht trennscharf funktional unterschieden werden. Knappheit ist dort, wo sie zu einem Selbstzweck verkommen ist, zum naturalistisch gelebten Knappheitsgötzen, der jauchzend jede Zinskreditkontraktion als gesellschaftlichen Orgasmus missversteht.

        Sie grüßend

      • Deutscher im Exil // 3. Mai 2017 um 16:38 //

        @ dragaoNordestino

        (Geht das schon wieder los wie damals im Gelben! Es wird zu nichts führen, denn Vertreter Ihrer Denkrichtung sind i.d.R. komplett Fakten- und Beratungs-resistent, aber ich irre mich hier gern.)

        In aller Kürze:

        1) Schauen Sie sich die Buchhaltung in den Banken an und NUR die ist hier relevant:

        Geld-Erschaffung heißt in der Bank-Fibu: per Kunden-Forderung (Aktiva) an Kunden-Guthaben (Passiva), wenn ich mich richtig erinnere (keine Zeit zum Suchen, ist alles schon ein paar Jahre her).

        Prof. Hörmanns Filme auf Youtube erklären das sehr gut (Prof. für betriebliches Rechnungswesen). Die sollten Sie kennen, bevor Sie hier einsteigen.

        Allein durch diesen Vorgang wird Geld „erschaffen aus dem Nichts“. Die Auszahlung ist ein ganz anderes Thema. Auf die Bilanzverlängerung kommt es allein an.

        Bitte widerlegen Sie dies schlüssig INNERHALB der Bank-Fibu.

        Alle anderen, externen und z.B. zur Besicherung gebrachten Argumente haben mit diesem Erschaffungs-Vorgang durch einen simplen Buchungssatz rein gar nichts zu tun und sind dafür irrelevant.

        2) Besicherungen sind kein Geld und für die Gelderschaffung irrelevant

        Ferner: Besicherungen sind (1) kein Teil der Buchhaltung und (2) für den eigentlichen Vorgang der Geld-Erschaffung irrelevant, mind. solange das Guthaben nicht ausbezahlt wird, und (3) für die Buchung (= Erschaffung) selbst komplett irrelevant, weil diese Besicherungen und ihre Qualität Bank-Interna sind.

        3) Anmerkung zur Mindestreserve

        Die lasse ich dabei natürlich komplett außen vor, zumal dafür in den letzten Jahren die Ansprüche der Buba m.W. gesenkt wurden, so daß auch Akzepte der Banken untereinander verwendet werden dürfen, also Gelderschaffung aus dem Nichts durch Querschreiben für die Mindesteserve.

        Abgesehen davon ändert eine minimale Mindestreserve nichts am eigentlichen Buchungsvorgang, der die Erschaffung aus dem Nichts repräsentiert.

        4) Es ist vor allem eine Frage der exakten Terminologie. Da benutzen die Vertreter Ihrer Sicht gern schwammige Begriffe, um die Realität zu verschleiern und umzubiegen.

        Klar?

        Nochmals: Wenn Sie auf die Bnk-Fibu NICHT eingehen, brauchen wir gar nicht weiter zu diskutieren – denn NUR da passiert „es“ und NUR die ist relevant. Alles andere sind Nebenkriegsschauplätze (siehe Ziffer 2 und 4).

        Ihre Sicht der Dinge sollten Sie dann anhand der relevanten Buchsungssätze in der Bank-Fibu darlegen. Nur das kann überzeugen. Da sind auch die Termini eindeutg definiert (für jeden, der Fibu „kann“).

      • @

        Ach @Exil… zu diesem Thema möchte auch ich mich nicht weiter äussern.. zwecklos… nur eventuell soviel:

        Wenn jemand behauptet, eine Geschäftsbank schöpfe Geld oder gar Geld aus dem Nichts, ist das Hirnwäsche, die sich zunutze macht, dass das Wort Buchgeld das Wort Geld und die Definition von Geld Buchgeld beinhaltet.

        Buchgeld ist und bleibt eine Forderung auf Bargeld (resp. von der Bank aus gesehen eine Schuldanerkennung auf Bargeld) und ist nicht per se Bargeld.

        Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel, Buchgeld einer Geschäftsbank allerdings nicht. Eine Geschäftsbank schöpft – oder besser: gewährt – Kredit, woraus sie dann eine Verpflichtung auf Auszahlung von Bargeld anerkennt (oder Bargeld auszahlt).

        Diese Verpflichtung schreibt sie dem Guthabenkonto des Empfängers gut, welche als Buchgeld bezeichnet wird. Da sie diesen Kredit nicht aufgrund von nichts gewährt, kann man auch nicht behaupten, die Bank schöpfe (Buch-)Geld aus dem Nichts. Somit muss man eindringlich festhalten: Eine Geschäftsbank „schöpft“ nicht Geld, sondern Buchgeld!

        Werden Begriffe durcheinander gewirbelt, entsteht daraus ein Wischiwaschi, das mit dem Thema nichts mehr zu tun hat, sondern mit Verwirrung und Hirnwäsche.

        Bitte widerlegen Sie dies schlüssig INNERHALB der Bank-Fibu.

        https://sites.google.com/site/geldsysteminfo/_/rsrc/1411456252980/grundlagen/geldschoepfung/Geldsch%C3%B6pfung%20oder%20Geldverleih.png

      • Conrath // 3. Mai 2017 um 17:32 //

        @Exiliant & Dragao

        In der Realität der Geschäftsbanken verkoppelt sich die Praxis der asymmetrischen Bilanzverlängerung mit der zusätzlichen Forderung der so geschaffenen ‚Nichtwerte‘ mit echt verpfändbaren Eigentumstiteln. Insofern ist Hörmanns Bilanzierungsbeispiel exakt und Dragao hat nicht komplett unrecht, weil die Geldwirtschaft doppelt und dreifach abgesichert ist (Übersicherungskrise). Der Staat kann eine dingliche Sicherheit gegen seine Rolle als ‚ Lender of last resort‘ immer wieder perpetuierend ersetzen. Er kann, brauchte sich aber nicht über Steuern zusätzlich zu refinanzieren, wenn er maßvoll von seinem Münzregal-Ewigkeitsrecht Gebrauch machen würde oder den giral-erweiterten „Seignioragegewinn“ dazu dynamisch nutzen würde, heute ist er finanziell doppeltversorgt, kann den Steueranteil zu reinen Lenkungszwecken umformieren. Da VWL-Abläufe nicht den BWL-Abläufen entsprechen, sind die permanent als Selbstzweck vorgetragenen linkskeynsianischen Forderungen nach Steuererhöhung im Grunde völlig sinnfreie Reflexhandlungen, als müsste der Staat an den Produktivkräften nachholen, was in der asymmetrischen Eigentumsordnung vergeigt wurde Finanzierungssteuern sind systemüberflüssig, nach Hörmann. Gewollte gesellschaftlich sinnvolle Knappheit kann über eine modernsierte Kreditsteuerung erfolgen und alle nicht knappen Güterproduktionen und Dienstleistungen, werden so kapitalisiert, das sie allokativ wirksam von der Nachfrage gekauft werden, das Angebot mit regulieren, ohne Zinsumwege, Dauersubventionen, einen Renten- Versorgungs- und Versicherungsdschungel… All das kann abgeholzt werden mit Hörmanns OSBEEE-Konzept. Die Unternehmensgewinne liegen dann bereits in der gegenläufigen, unbegrenzt nachfinanzierbaren Tätigkeit, Betriebe sind wie Selbstständige zu behandeln, der Unterschied verwischt, so sie im Informationsgeld via handelnder Personen, organisiert werden.

        Hörmanns Bücher und Videos sind sehr empfehlenswert. Seine Ausführungen zu radikalen Vereinfachungen der Reststeuern, so sie nicht ganz verschwinden, wären Christian Lindner zur Lektüre zu empfehlen, sollte sein Untersuchungsausschuss gegen Gesetzesbrecherin Merkel, Erfolg haben.

        Dann trinken Sie heute Abend den zweiten Schampus auf unser Hörmannvertrauen und Dragao gleich mit, gegen die Zinsvereinfacher und auf das schöne Leben, das Hörmanns Info-Geld-Arbeitszeitverkürzung dann allen ermöglicht.

      • Deutscher im Exil // 3. Mai 2017 um 18:00 //

        @ dragaoNordestino schreibt:

        zu diesem Thema möchte auch ich mich nicht weiter äussern

        Das kenne ich von Leuten Ihres Gleichen, die zwar relativ komplexe wirtschaftliche Vorgänge glauben beurteilen zu können, aber das dafür simpelste Werkzeug, die Fibu, nicht mal ansatzweise kennen.

        Sonst wäre Sie auf meine Fakten eingegangen – und hätten diese evtl. sogar widerlegt. Aber „nada“!

        Das erinnert mich an die Schwachmaten (Profs, Assis) damals an der Uni, die zwar BWL unterrichten wollten, aber noch nie die Geschäftsleitung eines Unternehmens von innen gesehen hatten (während ich mit 18 bereits reichlich Erfahrung im Unternehmen – auch in der GL – meiner Eltern hatte, jedenfalls mehr als die). Ich hab’s dann gelassen – und NIE bereut.

        Buchgeld ist und bleibt eine Forderung auf Bargeld

        Dise im Kern FORMAL richtige Unterscheidung ist in der Frage der Geld-Erschaffung nur plumpe Irreführung, denn:

        1) Wurde das Geld (als Summe von Bargeld und Buchgeld), um das es hier allein geht, bereits durch die Buchung „erschaffen“.

        2) Hat – wenigstens unter normalen Verhältnissen – der Konto-Inhaber eine Forderung an die Bank AUF BARGELD, insofern sind im Sinne der Erschaffung Bargeld und Buchheld identisch zu seien.

        3) Zählt eben NICHT nur das Bargeld zur Summe des umlaufenden (also erschaffenen) Geldes (das ist unpräzise firmuliert, ich weiß, aber Fakt und ich suche das jetzt nicht für Sie raus).

        Diese billigen Tricks der Ablenkung durch Terminologie kenne ich zur Genüge. Niemand her hat behauptet, Banken würden „Bargeld“ erschaffen, aber das spielt keine Rolle – siehe 1 + 2.

        Da sie [die Bank] diesen Kredit nicht aufgrund von nichts gewährt

        Wie ich zuvor richtig schrieb: Sie vermischen Sicherheiten mit dem Akt der Geld-Erschaffung.

        Das ist unzulässig und Demagogie.

        Sicherheiten sind zu 100% irrelevant für die Erschaffung, abgesehen davon, daß übrigens oft auf Sicherheiten verzichtet wird, sehr oft auch auf solche, die am Markt nicht realisierbar sind wie z.B. erwartetes Einkommen des Kreditnehmers.

        Auf meine Bitte, die Fibu-Vorgänge zu widerlegen, sind Sie überhaupt nicht eingegangen (dazu ein Google Link auf dazu [Fibu] themenfremde Seiten, das empfinde ich als ziemlich dreist).

      • Deutscher im Exil // 3. Mai 2017 um 18:02 //

        Pardon, aber ich schreibe html normalerweise nicht so archaisch per Hand. Wäre schön, wenn man hier eine Voransicht hätte.

      • Conrath // 3. Mai 2017 um 19:41 //

        „Buchgeld ist und bleibt eine Forderung auf Bargeld“ Zitatende D.

        Da stimme ich Ex. zu, dieser Tatbestand steht zwar genauso in den Lehrbüchern und verschleiert mehr, als das er etwas besagt/ bedeutet. Im Zusammenhang mit Besteuerung, Abschreibungsregelung und Zinseszinsdynamik ist das alles nur unsinniger Krampf, der seine Funktionen bestenfalls einmal in der Vergangenheit hatte. Zinseszins und Verpfändungspraxis, oft sind es 120 % der Kreditsumme kommen dann noch zu dem Irrsinn hinzu und die verschiedenen Steuerarten, ein heilloses Bürokratiekasperle oder Monster, verschafft dem Finanzverwaltungsgewerbe Arbeitsplätze, legitimiert sich selber durch willkürlich geschaffene Unübersichtlichkeit. Da wünsche ich mir eine FDP (Freiburger Programm) zurück, die Hörmann umsetzt und nie wieder aus dem BT oder aus einem LT fliegt und das Ende der Vetternwirtschaft damit einläutet in Dauerkoalition mit der Linken. Der Rest der Systemparteien ward fortan nicht mehr gesehen/ gebraucht. Die Regierungshallen müssten dann zur Hälfte kulturellen Zwecken zugeführt werden und merkeln würde noch für Jahrzehnte eine Schimpfwort bleiben unsere Enkel würde das zum Staunen bringen, so wie ich im vergangenen Sommer mit meiner Viertjüngsten das Straßenbahn- und Busmuseum in Wien bestaunt hatte, Pferdebahnen wurden zu Dampfbahnen usw… toll.

      • Vielleicht eine kleine Hilfe zur Buchgeld-Schöpfung:

        „Was lange als latente Verschwörungstheorie abgetan wurde, die Geldschöpfung von Buchgeld durch Banken, ist nun im Monatsbericht April 2017 auch von der Deutschen Bundesbank bestätigt worden.“

        Weiterlesen hier:

        https://www.querschuesse.de/buba-zur-buchgeld-schoepfung-der-banken/

  3. Stellenweise kam es mir bei der Lektüre obigen Artikels so vor, als habe man „von mir“ abgeschrieben. Wie oft wurde in den letzten Jahren schon von mir gepostet, Vermögen vermöge alleine nichts. Echte epochale Innovationen könnten neue Bedürfnisse wecken und Märkte schaffen. Dann könnten auch wieder Gewinne erwirtschaftet und Renditen erzielt werden. Doch wäre das wiederum von Herrn Kondratieff abgeschrieben. Vielleicht haben wir hier alle keine neuen Weisheiten anzubieten, sondern nur zwingende Logik. Und das wirkt „abgeschrieben“, ohne es zu sein. Man kann sich immerhin freuen, selber denken zu können und das konvergiert mit den Einsichten anderer, so sie stimmig sind.

    Hat es einen Sinn, wenn BMW z. B. in den nächsten Jahren das sich selbststeuernde Elektromobil auf den Markt bringt? Brauche ich, auf dem Lande wohnend ein Fahrzeug, das mich täglich „selbstfahrend“ in die Arbeit bringt? 90 % der Zeit steht die Karre auf der Arbeit nur rum. Und die paar Kilometer fahre ich gerne selber, weil das neue Vehikel bestimmt nicht billig sein wird. Werde ich dafür einen Kredit aufnehmen, wenn mich meine alte Diesel – Mühle genauso gut transportieren kann? Eher nicht.

    Man glaubt es kaum, aber menschliche Bedürfnisse sind weder in unendlicher Zahl zu wecken noch zu erfüllen. Irgendwann hat man einfach alles, was man zu einem anständigen Leben braucht und schafft sich nur noch wenig an. Und neue Schulden, deren Tilgung und Verzinsung man sich nicht leisten kann oder will, für Schnickschnack aufzunehmen, vermeidet der Vernünftige ohnehin.

    Man braucht eben keinen dritten Fernseher auf dem Klo, wenn man im Wohnzimmer und im Schlafzimmer schon jeweils einen hat.

    Wir brauchen also eine Wirtschaft ohne quantitatives Wachstum, welche das erhält, was schon da ist und das verbessert, was noch zu verbessern ist. Mehr ist ncht zu erreichen und viel genug, wenn es für alle Menschen möglich wird, zum täglichen Leben genug zu haben.

    • Ein autonomes Fahrzeug brauchst du weil Parkplätze schon knapp sind und immer knapper werden. Du fährst mit dem Fahrzeug zur Arbeit, dann steigst du aus, während deiner Arbeitszeit dreht das Fahrzeug für einige Stunden autonom Runden um den Block, danach holt es dich wieder ab. Weil das immer mehr Leute so machen werden, deshalb werden Parkplätze nach und nach vollständig verschwinden. Spätestens dann brauchst du ein Fahrzeug, das sich autonom in den Stau um den Block einreihen und später wieder zu dir fahren kann.
      Ranma

  4. „Der Kapitalismus wird scheitern, weil ich am Klo nicht auch noch einen Fernseher brauche.“

  5. Lieber WaltMax,

    solange das Clo nicht nur im Fernsehen existiert, also nur virtuell, ist es doch gut. Dafür braucht es Wasser und Strom, weil der Wasserdruck nur durch Pumpen stabil bleibt und nein, Bayern ist kein Kriegsgebiet und ja, der Luxus ist Teil des falschen, falschformatierten Lebens, der noch ungelösten Frage am Miteigentum aller Produktionsmittel und der Mitwirkung an der Bedarfsermittlung, Die Endverbraucher wurden doch weitgehend entmachtet durch unsere Konzerndiktatur und Diktaturkonzerne die uns Windows vorschreiben und blöde Automodellwechsel, die die Mehrheit ablehnt. Auch hier setzt sich die Macht der Dummheit durch. Wir sollten aus diesem schlechten Film bald aufwachen. Kennen Sie das, mensch träumt vom Klogang, weil zu faul/ müde im warmen Bett liegend, in der Nacht, so ähnlich ist auch unsere politische, kollektive Lage. Wir leiden, mehr oder weniger (Altersblase/ falsches Bewusstsein), bis zum Aufwachen, pinkeln/ endlich tätig ‚kritischwerden‘ in hunderten verschiedenen Formen.

  6. @Conrath

    Der Kapitalismus wird scheitern, weil ich am Klo nicht auch noch einen Fernseher brauche.“

    Beweis:

    1. Ich nehme kein Geld auf, um mir einen Fernseher zu koofen, den ich nicht brauche.

    2. Kein Hersteller wird Geld aufnehmen, um Fernseher zu produzieren, die keiner will.

    3. Die Gelddrucker können gerne Kredite weiter aus dem Nichts schöpfen und sich anschließend gleich in den Hintern stecken.

    BEWEIS ERBRACHT!

    Der Kapitalismus geht unter.

    So simpel kann Volkwirtschaft sein. Volkswirtschaft = Bierwirtschaft, denn dort kommen barocke Erklärungen besonders gut an.

    Rülps!

  7. Nachsatz: Herr TRUMP will einen Krieg, um die US – Konjunktur zu stützen.

    Nun kaufe ich ja keinen Fernseher; weder aus den USA noch sonst woher!

    Wenn er mir allerdings eine Mutter aller Bomben auf den Kopf wirft, kaufe ich erst recht gar keinen Fernseher!

  8. Marcus Junge // 3. Mai 2017 um 14:06 // Antworten

    Tja, wer vor der Wahl das Hirn eingeschaltet hatte und nicht nur darauf schielte, daß Hillary unbedingt verhindert werden mußte, der hat mitbekommen können, daß Trump genau dies vorher schon angekündigte. Dann wäre man hinterher nicht so überrascht vom Heiland 3.0 (2.0 war Obama).

    • Deutscher im Exil // 3. Mai 2017 um 15:37 // Antworten

      @ Junge

      Haben Sie noch nicht erkannt, daß i.a.R. die „Hintertanen“ BEIDE Seiten im Sack haben, finanzieren und kontrollieren?!

      Hier hat sich nur die Franktion, die es erst noch mal ohne den ganz großen Krieg versuchen und Armageddon verzögern will, durchgesetzt gegen die Killeries, die gleich von der Klippe springen wollten.

      Die kaufen sich noch etwa Zeit. Alles andere ist Illusion, Lügen-Matrix.

  9. Deutscher im Exil // 3. Mai 2017 um 15:16 // Antworten

    @ Jan

    Na wenigstens mal einer, der Humor und Witz mitbringt, wenn auch den denkbar schwärzesten!

    Alternativ:

    Oder können Sie Ihre permanenten Diskussions-Niederlagen hier nur noch mit sehr viel Schnaps oder schlechtem Kraut ertragen?

    Oder aber:

    Sie und Revolutionär?!

    In Berlin sagt man: Verarschen kann ick ma alleene!

    • Jan-Ole Bengt // 3. Mai 2017 um 15:24 // Antworten

      @Deutscher…
      Ok, Sie sind als nicht mit von der Partie. Wundert mich übrigens nicht…hatte Sie eh immer für ne Maulhure gehalten – keine Eier, nur Gequatsche!

    • Deutscher im Exil // 3. Mai 2017 um 15:32 // Antworten

      @ Jan

      Man sieht: Sie sind noch ganz am Anfang Ihrer Troll-Karriere.

      Sonst wüßten Sie, daß Sie ziemlich erfahrene „Foren-Profis“ wie z.B. mich soooo nicht „kriegen“ – was immer das in Ihrem Falle bedeuten mag.

      Oder ist Ihr Führnungs-Offizier total neu im Geschäft?!

      Sagen Sie ihm: „Habe die Ehre“ – und erklären Sie ihm, was das auf Hochdeutsch eigentlich bedeutet, falls er Bayrisch nicht kennt.

    • Jan-Ole Bengt // 3. Mai 2017 um 15:37 // Antworten

      @Deutscher…
      Wie gesagt: im Zusammenhang mit Ihrer Person ist eh nur ein Punkt relevant – dass Sie im Exil leben.
      Es möge bitte so bleiben!

    • Deutscher im Exil // 3. Mai 2017 um 15:44 // Antworten

      @ Jan schrieb

      mit Ihrer Person ist eh nur ein Punkt relevant – dass Sie im Exil leben. Es möge bitte so bleiben!

      Das ist die naive Antwort aller Systemlinge, die nicht begriffen haben, daß man innerhalb einer Meute glücklicher Sklaven oder Sheeples nichts bewirken kann, sondern nur von außerhalb, wo die Schäferhunde und deren Herren keine Macht haben.

      Damit auch Sie mich verstehen: Wirkung hat rein gar nix mit Anwesenheit zu tun!

    • Nein Jan,

      immerhin argumentiert er, von wo aus ist doch belanglos, es könnte der Mond sein, wenn er dort nur gute Argumente gebiert, kann es die Erde verändern, was auch für Sie und Ihr noch unbekanntes Anliegen, gilt. ‚W o‘ Sie das ans Licht der Vernunft zaubern werden, ist ganz Ihre Sache, aber wenn es dann einmal da ist, dann ändert sich einiges/ bis alles, bei Ihnen, und erkennbar für andere, da bin ich mir sicher, sogar ober(stufen)lehrerhaft, sicher.

    • Deutscher im Exil // 3. Mai 2017 um 15:54 // Antworten

      @ Conrath

      Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht!

      Und dafür, daß wir mal übereinstimmen, mache ich heute Abend einen Schampus auf und trinke auf Ihr Wohl – und darauf, daß die gekaufte Zeit möglichst lang sein möge (siehe mein Schrieb an @Junge).

  10. Hallo verehrtes Autorenteam, Friedrich & Weik,

    eine ernsthafte Bezugsetzung zu Trumps ‚100-Tagen Politik‘, unter schwierigsten Bedingungen, kann seriös wohl nicht erfolgen und verstehe ich daher nur als Einleitungssentenz.

    Der Patient, zu dessen Krankheit Sie hier ätiologisch rätseln, hat das seltsame Krisenfieber, mindestens sei 1971 und eigentlich noch viel länger. Der Bedarf an Erklärungsliteratur zu der Permanenz seiner Krisen, also des fortgeschrittenen, zentralistisch verwalteten und regierten, Kapitalismus, ist groß, so dass Sie sicherlich noch Band V und VI folgen lassen können, der Leser zahlt ja auch artig für weitere Erkenntnisse zu seinem goldenen oder auch furchtbaren Käfig, abhängig, von welcher Seite aus erfahren, ist er ein eisern-rostiger Käfig, der hin und wieder seine Last ganz unter Wasser taucht und entleibt, oder luxurierter Nihilismus? –

    Der Kapitalismus hat es in sich, mit ihm spaßt niemand auf Dauer und ohne Folgen.

    Sie sprechen die verbrieften, vorsätzlich gemischten Risiken an. Ja, das ist weit bekannt, aber ohne einen allzeit bereiten Finanzmachtstaat gäbe es keinen Grund wurmstichiges Salmonellenhack mit frischen Hack zu mischen. Erst die langsame Installation eines, die Privatrisiken immer weiter zurückdrängenden, Hochfinanz-Nanny-Staates, gibt doch die verschärfte Grundlage für diese endlosen Fehlallokationen und Betrügereien, her. Ohne diese ‚Zentralstaatlichkeit‘ bis ‚Zentralüberstaatlichkeit‘ müssten sich lokal-regionale Allianzen der echten Bedarfswirtschaft bilden. Das aber ist, seit der letzten Großreform, man suche sich 1944 oder 1971 aus, das ist belanglose Geschmackssache, nicht anders geworden. Ob Links-Keynesianismus oder Kriegswirtschaftler, eine freie, sich selbst regulierende, Wirtschaft, wie sie in den von Walter Eucken gesetzten Instrumenten denkbar wäre, gibt es weltweit nicht und zwar sogar mit Vorsatz. Jedenfalls gibt es damit nicht das kranke, sondern nur das künstlich übergroße und alles beherrschende System. Das ist das eigentliche Problem, die tiefe Krankheit unten drin, die auch einem Theoretiker wie Lenin nicht verschlossen blieb, obwohl die Krisen bis zu seiner Zeit noch nicht den totalitaristischen Charakter hatten, mehr dezentral wechselwirkten, es ist ja seine falsche, privateigentümliche, Verfassung.

    Heute ist nur alles mit allem verbunden, wer das nicht weiß oder nicht berücksichtigt, muss sich den Vorwurf der Vorsätzlichkeit gefallen lassen. Und wer nicht zwischen den sozialistischen Willkürenteignungen der roten Bürokraten und anderen Verkehrsformen unterscheiden will, etwa eine Kombination aus Rätedemokratie mit Eucken-Wirtschaftsselbstlenkung, der hat eben gar nichts verstanden. Und wer will das schon hören, siehe Foristenreaktionen hier, wenn mal einige kleine Argumente bewegt oder in Frage gestellt werden sollen.

    Herr je, gib mir totales Wissen, aber mache mich nicht nass, mit meinem Schweiß semantisch-praktischer Verständnisarbeit. So sieht es doch aus, auch noch in Band VII und VIII beschreibbar. Der Komfort im Elend wird durch das BGE noch etwas angehoben, auch um den Migrationskonkurrenzdruck herabzufahren, aber mehr ist nicht zu erwarten, eher weniger, nämlich ein dritter Weltkrieg, als Formationskrieg vielleicht nur angespielt, nicht komplett durchgeführt. Unsere gemeinsame Zukunft wird es ja schon bald zeigen und gut daran ist eigentlich nur, dass niemand neben dem Spielfeld steht.

    Und ausgerechnet von Donald Hilfe zu erwarten kann es doch wohl nicht sein, oder? Der hat genug damit zu tun, dass das System zum Ende hin nicht noch komplett in atomaren Flamen auf- oder untergeht, möglichst sanft-chrashend landet und damit hat er genug zu tun.
    Ob sein letztes Wörtchen zur FED und den IWF-Strukturen, überhaupt schon ausgesprochen wurde, darf doch sehr bezweifelt werden, da er zurzeit lediglich hochsymbolische Gratwanderungspolitik absolviert, streng nach guter Vorplanung. Die einzige Konvergenz, in dieser Gratwanderung, sehe ich in der möglichen, teils überraschend schnellen Stilllegung von gefährlich gewordenen Teilstrukturen und unnötigen Ressourcen, ich meine den MIK und seine politischen Apologeten, die Dienste, die zentralistischen Nachrichtensysteme usw… Die Trumpgruppe, also Leute wie Sebastian Gorka, auch wenn er nun inoffiziell weiterarbeitet, haben erst noch eine andere Arbeit vor sich und können, was Wirtschaftsreparaturen betrifft, nur auf Sicht fahren, die aktuelle Schuldensperre durch faule Kompromisse im Kongress lösen, bis zur nächsten Sperre und in dieser Zeit sehen, möglichst viele Falschspieler des tiefen Staates, aus dem Rennen zu nehmen, da sie Teil des Akkumulationsproblems geworden sind.

    Das mit Krisenalgebra oder vergessenen Dimensionen des Kapitalismus zu erklären, dürfte, weil unterkomplex, scheitern. Geopolitischer Schach ist die letzte Phase des entwickelten Kapitalismus. Der finale Schachbrett-Imperialismus war bis 1985 bi- und tripolar ausgelegt, ist nun nur noch ein Imperialismus des Wertewestens gegen den Rest, der sich neuformatierenden, Kräfte geworden.

    Lichtblick darin ist, dass sich die hyperzentrierten Kräfte und Strukturen an ihren Siegen müde gearbeitet haben und keinen Not-Aus-Knopf besitzen, daher nur durch den formierten, wehrhaften Weltrest, in eine neue Stufe bilateral austarierter und damit dezentralisierter, Kräfte transformieren.

    In dem Maße wie diese Dezentralisation konkret weltweit voranschreitet, in der gesamten Gesellschaftsformation, vom Bürgermeister bis zu den internationalen Organisationsspitzen, stellt sich die Frage der Realakkumulation und Wertschöpfungsstruktur völlig neu. Ohne politische Teilhabe werden nur neue, dann halbzentralistische, Verwertungsmonster geschaffen, die das Ziel einer nichtentfremdeten Lebenswelt für alle, nur weiter vor sich her treiben werden, wenn wir die Gunst der Stunde verschlafen oder nur noch kollektives Angstkotzen üben.

  11. Jan,

    was soll dieser Mist, mit der Forke nach Berlin? Mist haben die doch schon genug gemacht und Sie setzen hier willkürlich einige sehr divergente Namen hin, glauben Sie denn, alle hier wären blöd, das nicht zu verstehen?

    Die Durchmischung mit Provoleuten auf Staatskosten, braucht niemand, außer dieser tiefe und korrupte, Staat eben. Und wer dessen innere Schranken genauer kennt, kann den viel optimaleren Zeitpunkt auswählen, durchaus noch etwas zu erreichen, ist deutlich im Vorteil, gegenüber naiven Wutbürgerdarstellern. Und dazu brauchen Sie sich nicht ans Revolutionsmikro zu begeben, Herr Jan, das ist Zeitverschwendung.

    Begründen Sie schön, jeden Ihrer Provo-Schrittchen und Teilschrittchen. Simple Agitation, nein Danke und wissen Sie, Frau Kahane und Gefolgschaft langweilen furchtbar.

    Wiederholung, von der Sie hier vortragen gibt es dort in ganz anderem Umfang und ohne kleine Lichtblicke. Seien Sie daher selber ein Lichtblick, sonst wächst Ihnen Ihr Forenschatten noch über Ihren, vermutlich nur noch, halbfreien Kopf. Wem haben Sie die andere Hälfte abgegeben/ vermacht?

    Vorher wird das nix mit Kreativität, da ist dann selbst Waldorfepochenpädagogik und guter Zuspruch, am Ende seiner Möglichkeiten.

  12. Ich freue mich sehr über dieses Thema, weil ich endlich einige Fragen dazu stellen kann und manche Kommentatoren zumindest so tun als wären sie kompetent genug, um diese Fragen zu beantworten.

    1) Wenn es wirklich solche gewaltigen Geldberge gibt wie im Artikel behauptet, warum die dann nicht dazu verwenden, um sie auf mögliche Konsumenten verteilen und die Schulden Griechenlands zu tilgen?

    2) Durch einen Zinssatz von genau null Prozent wird Geld nicht weniger, also wieso wird Nullzins für Geldvernichtung verantwortlich gemacht?

    3) Laut Artikel haben sich Täter zu Opfern stilisiert. Das kennen wir bereits als Verhaltensweise von Psychopathen. Warum steigen Regierungen darauf ein?

    4) Wenn Geldhorten nicht zur Verzinsung führt, sich das Geld also lediglich nicht vermehrt, dann ist das keine Bestrafung, sondern schlimmstenfalls eine Nichtbelohnung. Was spricht dagegen Geldhortung, die das Geld der Realwirtschaft vorenthält, nicht zu belohnen?

    5) Im Artikel wird behauptet, daß Unternehmen deshalb keine Kredite aufnehmen, weil ihre Produkte nicht an Möchtegernkonsumenten verkauft werden können, die selbst keine Kredite bekommen. Wieso also nicht Kredite weiterreichen?

    6) Warum sollte Aufschuldung nur noch dieses Jahr weitergeführt werden können?

    7) Wenn man als Großunternehmen zuviel Geld hat, um es sinnvoll realwirtschaftlich investieren zu können, warum dann nicht so wie die Banken in Spekulation investieren?

    8) Wenn es nur an Ideen für weitere Investitionen fehlt, warum werden dann fast alle Ideen, die nicht vom Oberbonzen der Firma selbst stammen, komplett abgelehnt?

    9) Warum sollte ein Unternehmen, das zu viel Geld für die eigenen Investitionen hat, nicht Kredite an andere Unternehmen geben können?

    10) Die sich momentan auflösenden Altersrücklagen sind nicht die ersten Altersrücklagen, die sich im Verlauf der deutschen Geschichte auflösten. Früher schon weckten Rücklagen Begehrlichkeiten bei den ReGIERenden. Falls Altersrücklagen staatlich gewünscht sind, warum wird dann nicht wenigstens für Rechtsicherheit gesorgt?

    11) Wenn schon die Rücklagen normaler Leute Begehrlichkeiten wecken und sich auflösen, warum werden dann die großen Vermögen der großen Unternehmen und der Reichen nicht im mindestens gleichen Maß herangezogen?

    12) Wieso geben Regierende freiwillig ihre Macht an Großunternehmen und Lobbyorganisationen ab, falls die Macht wirklich, wie im Artikel behauptet, erst zur Zeit wechselt?
    Ranma

    • hubi stendahl // 6. Mai 2017 um 13:07 // Antworten

      Hallo @Ranma

      Es wäre besser, wenn man sich bei Interesse an der Thematik zunächst Grundkenntnisse aneignet. Ich versuche es trotzdem mal mit dem Hinweis, dass man diese Fragen nicht erschöpfend in einer Kommentarfunktion erörtern kann:

      1) Wenn es wirklich solche gewaltigen Geldberge gibt wie im Artikel behauptet, warum die dann nicht dazu verwenden, um sie auf mögliche Konsumenten zu verteilen und die Schulden Griechenlands zu tilgen?

      Antwort: Nehmen wir vorweg. Jeder Wirtschaftsteilnehmer handelt zunächst profitorientiert. Deshalb sammelt sich in unserem Kreditgeld-System das Geld dort, wo am cleversten gewirtschaftet wird. Ist dort ein Sättigungsgrad erreicht, wird das Geld nicht mehr im Produktionsprozess, sondern als Anlage verwendet oder gespart. Da hierdurch der Geldkreislauf gestört wird, bedienen sich die Zentralbanken verschiedener Werkzeuge, wie Zinssenkungen/Erhöhungen oder z.B. monatl. Tender, um Kreditkontraktionen zu vermeiden. Durch die Art der Geldschöpfung verteilt sich das Geld auf die Wirtschaftsteilnehmer, sodass im fortgeschrittenen Stadium große Anteile Armer entstehen und immer weniger Teilnehmer über immer größere Summen verfügen. Seit Jahrtausenden kämpfen die Völker mit diesem Problem und erfanden hierfür Moral und Religionen, Staatsformen zur Kontrolle der Armen, am Ende stand aber stets der Krieg um das Sachkapital (vw. Immobilien) zu vernichten zum Neuaufbau. Ihre Frage warum man nicht umverteilt sollte damit beantwortet sein: Weil die Eigentümer des Geldes soviel Macht besitzen, dass sie es nicht abgeben müssen. Sie kontrollieren letztlich auch die Politik. Würde man für Griechenland also einfach 200 Mrd. „drucken“, so hätten die anderen Wirtschaftsteilnehmer die daraus resultierende Inflation zu tragen, denn die privaten Geldgeber wollen nicht auf ihr Geld verzichten. Zudem käme das Präjudiz. Wenn GR warum nicht auf FR/ESP u.s.w.

      2) Durch einen Zinssatz von genau null Prozent wird Geld nicht weniger, also wieso wird Nullzins für Geldvernichtung verantwortlich gemacht?

      Weil die Sparer bei fortlaufender Geldmengenerweiterung, die inflatorische Tendenzen hat, netto enteignet werden.

      3) Laut Artikel haben sich Täter zu Opfern stilisiert. Das kennen wir bereits als Verhaltensweise von Psychopathen. Warum steigen Regierungen darauf ein?

      Weil sie selbst Psychopathen und als Handlanger an der Leine der Geldbesitzer laufen. Politik ist insofern nur die Vernebelung der Umstände und der Kassenhalter der mächtigen privaten Geldbesitzer.

      4) Wenn Geldhorten nicht zur Verzinsung führt, sich das Geld also lediglich nicht vermehrt, dann ist das keine Bestrafung, sondern schlimmstenfalls eine Nichtbelohnung. Was spricht dagegen Geldhortung, die das Geld der Realwirtschaft vorenthält, nicht zu belohnen?

      Netto findet faktisch eine Geldentwertung bei Nullverzinsung des Sparkontos statt (z.Zt. echte ca. 4.5 % in der BRD). Geldhortung (Rücklagen für Renten oder spätere Investionen) wird ja gar nicht mehr belohnt. Im Gegenteil. Durch die Geldentwertung wird bestraft. Jede Maßnahme hat Wechselwirkungen. Keine Zinsen, wandert das Geld der Reichen in Spekulation, der Unternehmen in Merger und Aktienrückkäufe. Eine Spirale, die am Ende zur endgültigen Kreditkontraktion (Liquiditätsfalle) und in den Kollaps führt. Insofern sind alle Maßnahmen der Zentralbanken nur Nebelkerzen, um das System so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.

      5) Im Artikel wird behauptet, daß Unternehmen deshalb keine Kredite aufnehmen, weil ihre Produkte nicht an Möchtegernkonsumenten verkauft werden können, die selbst keine Kredite bekommen. Wieso also nicht Kredite weiterreichen?

      Unternehmen investieren nach sorgfältiger Abwägung von Chancen und Risiken. Die o.e. Umverteilung und die Sättigung in den westl. Märkten hat in diesem Stadium dazu geführt, dass Konsumenten entweder aufgrund schlechter Bonität und/oder aufgrund Sättigung keinen Bedarf realisieren. Warum sollte ein Unternehmen Kredite aufnehmen um sie an Konsumenten weiterzureichen? Zumal nur wenige Unternehmen (vornehmlich Autokonzerne) über eine Banklizenz verfügen, um dies möglich zu machen. Schlechte Bonität dürfen auch solche Unternehmen aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht ankaufen.

      6) Warum sollte Aufschuldung nur noch dieses Jahr weitergeführt werden können?

      Nehmen die Autoren an, weil das System ein Verfalldatum hat, das unbekannt ist. M.E. könnte eine FIAT Währung auch noch 10 Jahre weiter aufschulden, weil es ausschl. auf das Vertrauen der Marktteilnehmer ankommt. Da unser Geld weltweit durch nichts gedeckt ist außer Vertrauen, kann es bei Panik auch morgen schon untergehen.

      7) Wenn man als Großunternehmen zuviel Geld hat, um es sinnvoll realwirtschaftlich investieren zu können, warum dann nicht so wie die Banken in Spekulation investieren?

      Machen sie doch. Da sie Güter produzieren machen sie es nur anders. Sie suchen Partner zum Verschmelzen, sie kaufen eigene Aktien zurück u.s.w..

      8) Wenn es nur an Ideen für weitere Investitionen fehlt, warum werden dann fast alle Ideen, die nicht vom Oberbonzen der Firma selbst stammen, komplett abgelehnt?

      Ein langes Thema. Fakt ist, dass es global noch ausreichend Wachstumsphantasie gibt, um dieses Kreditgeld-System noch etwas aufrecht zu erhalten (siehe Seidenstraße der Chinesen). Mittelfristig aber muss das System wieder auf solide Füße, was im derzeitigen Stadium nur noch über einen Crash geht. Denn das Geld (1% besitzen 50% der Weltleistung) ist bereits zu weit in einzelne Hände gegangen.

      9) Warum sollte ein Unternehmen, das zu viel Geld für die eigenen Investitionen hat, nicht Kredite an andere Unternehmen geben können?

      Weil sie keine Banken sind!! Und es auch gar nicht dürfen.

      10) Die sich momentan auflösenden Altersrücklagen sind nicht die ersten Altersrücklagen, die sich im Verlauf der deutschen Geschichte auflösten. Früher schon weckten Rücklagen Begehrlichkeiten bei den ReGIERenden. Falls Altersrücklagen staatlich gewünscht sind, warum wird dann nicht wenigstens für Rechtsicherheit gesorgt?

      Altersrücklagen in Form einer Rentenversicherung wecken keine Begehrlichkeiten. Das Geld ist längst verfrühstückt. Es existiert nur noch eine staatliche nicht garantierte Zusage. Ist kein Geld da, gibt es Steuererhöhungen für die arbeitende Bevölkerung, Rentenkürzungen für die ehemals Einzahlenden oder im schlechtesten Fall Sozialamt, weil das Geld weg ist.

      11) Wenn schon die Rücklagen normaler Leute Begehrlichkeiten wecken und sich auflösen, warum werden dann die großen Vermögen der großen Unternehmen und der Reichen nicht im mindestens gleichen Maß herangezogen?

      Siehe oben. Weil sich die Mächtigen nicht selbst in die Tasche greifen und die Politiker Handlanger der Mächtigen sind.

      12) Wieso geben Regierende freiwillig ihre Macht an Großunternehmen und Lobbyorganisationen ab, falls die Macht wirklich, wie im Artikel behauptet, erst zur Zeit wechselt?

      Politiker haben nie die Macht gehabt. Im frühen Stadium des Systems (wurscht ob Demokratie oder Feudalherrschaft) fällt es nur nicht auf. Das ist das interessante an einer parlamentarischen oder präsidialen Demokratie. Man glaubt, man hätte mit einer Wahl etwas zu bestimmen. Dabei stehen immer nur die zur Wahl, die vorher den Weg durch die Geldinstanzen geschafft haben. Die Eigentümer der wichtigsten Kommunikationsmedien, sind auch die Eigentümer des Geldes. Da das Geld nur noch wenigen gehört, gehören auch die Medien nur noch Wenigen.

      Soweit in aller Kürze!

      • Conrath // 6. Mai 2017 um 13:58 //

        Hallo Hubi,

        ich kämpfe noch mit der (endlich wieder wolkenunverstellten) Sonne draußen und dem Thema drinnen, im Forum. Werde unsere jeweiligen Antworten zu Ranmas Fragen nachher mal zusammenkopieren und einer Diffferentialanalyse unterziehen, teils sind die Antworten gleich und wo sie es (noch)* nicht sind, könnte es spannend werden, wir sollten mal ein Seminar in Wien besuchen, vielleicht kommen ja noch weitere Interessierte hinzu?

        Alle Denkschreiber_innen grüßend

        *War’n Scherz, aber Kreditkontraktion ist nur Sekundärphänomen ist Problemanhängsel der vorsätzlichen Zinseszins-Kreditkontraktion, lässig formuliert, sammeln Sie sich schon mal innerlich und so 😉

  13. jungpionier // 4. Mai 2017 um 08:08 // Antworten

    waltomax: bin mit conrath einer Meinung: Man sollte den Kapitalismus und seine Anpassungsfähigkeit nicht unterschätzen, auch die „Dritte Welt“ schreit nach 2 Fernsehern, 2 PKW, Haus und Wohnung, nach Konsum, was ja auch weltweit durch die entsprechende Werbung angekurbelt wird. Da gibt es noch ungeahnte Möglichkeiten, dazwischen ein wenig Krieg und Zerstörung und das Rad dreht sich mal schneller oder mal langsamer.
    Und was conrath anspricht, der Hochfinanz-Nany-Staat, auch das ist vom unterschätzten alten Lenin vorausgesagt worden sowie das damit verbundene Verschwinden / die Auflösung der Nationalstaaten, die letztendlich nur noch den Interessen der internationalen Hochfinanz dienen und sich somit ihr eigenes Grab schaufeln. Lenin sah auch eine im Zusammenhang damit zunehmende Gefährdung der bürgerlichen Demokratie voraus./ EU, derzeitiges Wahlgeschehen…/ Von zwangsläufiger, dem System logischerweise innewohnender Globalisierung des Finanz- und Produktionskapitals und deren Verschmelzung sprach er 1916 bereits in seiner Schrift “ Imperialismus- das letzte/höchste Stadium des Kapitalismus“, internationale Kriege halten das Ding am Laufen.
    Alles sehr interessant, aufs Engste mit einander verflochten und der „Sack mit Reis, der in China umfällt“ löst heute z.B. einen internationalen Konflikt aus.
    Was Trump betrifft, so habe ich auch noch Hoffnung, dass er wie -conrath beschreibt- vorgeht, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wobei nicht vergessen werden darf, dass die Gegenseite /Killery & Co/ dem nicht untätig zusehen wird.

    • @Jungpionier

      Ja,
      es ist eben nicht jeder für alles begabt, kann nicht jede Aufgabe spontan bewältigen, das ist die Krux. Uljanow, der durch seinen politisch ermordeten Bruder erst spät politisiert wurde(!), suchte in den Theorien eine Antwort und fand sie auch. Das man ihm dann soviel Macht gab, vertrug er nicht, blickte trotz, oder wegen, seiner guten Übersichtsbegabung nicht durch den konkreten Machtverschwörungsknoten hindurch, löste ihn nicht, wie dazumal Alexander, denn Russland war damals, unter dem Einfluss der Geoschachspieler, ausgeliefert an die Hochfinanzplaner. Er versuchte zwar noch eine Schneise (NÖP) in den nationalkapitalen, staatszentralen Pragmatismus zu fräsen, wurde dann aber letztlich zerniert und vergiftet. Bruder Stalin, der rote Staatsmoralist, der es ernst meinte mit der ‚staatskirchlichen‘ Moraleinpflanzung und zugleich die Problematik des Zentralismus, ab dem ersten Tag seiner Machtübernahme, dramatisch unterschätzte, wurde so der ‚unfreie Generalantagonist‘ zu den Machern der vielen Staats- und Kriegskapitalien (dem Nukleus der Nationenbildung schlechthin, seit 250 Jahren), bzw. zu denjenigen, die diese Macher letztlich in ihren Sack nehmen konnten, mit der erfolgten Refeudalisierung/ Reprivatisierung der/ aller Nationalkapitale, via FED usw…

      Auch die Banker waren da nur sehr nützliche Handlanger, nicht die eigentlichen Konzepteschreiber. Ich predige Ihnen kein abgestandenes NWO-Standardmärchen.

      „…dass die Gegenseite /Killery & Co/ dem nicht untätig zusehen wird.“ Zitatende JP.

      Nein, das kann sie nicht, mit dem Rücken zur Wand, es geht um alles, lesen Sie auch Analitik & Vineyardsaker dazu.

      Sie grüßend,

      und lesen Sie zu Machno, wenn Sie ihn noch nicht kennen sollten, lieber Pionier

    • @Junpionier:

      Vergessen wir nicht, dass es angeblich zur Herstellung eines globalen Wohlstandes nach westlichem Muster der Ressourcen von fünf Planeten im Erdenformat bedürfte.

      Ein echter Fortschritt wäre es schon, allen Erdenbewohnern ein Leben in Würde zu ermöglichen, in welchem sie wenigstens das Nötigste erhalten.

      Und selbst das funktioniert nicht.

      • Conrath // 4. Mai 2017 um 10:27 //

        WaltMax

        Nööö, die Erde kann auch parallel 20 Milliarden Menschen zu autonomem Bewusstsein verhelfen, intelligibel verschränkt und jede/r zieht sich die Hausschuhe am Eingang aus, nein ich bin kein Islamkulturierter, bewundere nur einige seiner Kulturleistungen und die Schuhe (und Waffen) draußen vor der Türe zu lassen, ist echt genial. Vielleicht haben sie es ja nur von den Mongolen abgeschaut, wer weiß, Ranma wird es sicher aufklären.

        Ich frühstücke jetzt,
        die hiesige Zeitzone erzwingt es unabwendbar.

  14. Schuhe werden in sehr vielen Kulturen vor der Tür gelassen. Darunter in Indien und in Island. Unwahrscheinlich, daß sich das einer vom anderen abgeschaut hat. Die Japaner (bei denen das gleichfalls auch für Waffen galt als sie noch bewaffnet waren) sicherlich weder von den Mongolen noch vom islamischen Kulturraum.
    Ranma

    • Allerdings hätte ich es doch sinnvoller gefunden über das Thema des Artikels zu reden, weil wir viel zu wenig über Wirtschaft reden. Das gilt sowohl hier als auch allgemein. Sonst hätten sich der Deutsche im Exil und dragaoNordestino auf eine Definition für Geld einigen und irgendjemand meine zwölf Fragen beantworten können.
      Ranma

      • Conrath // 5. Mai 2017 um 08:48 //

        @Ranma,

        will mich ja nicht vordrängeln, aber wenn Sie diese 12 offenen Fragen nochmals re-‚zitieren‘ könnten, wäre ich Ihnen zu Dank verpflichtet. Es ist ein wichtiges, hochbrisantes Thema der ‚Formationspolitik‘ und gehört zur Praxis von ‚Gesellschaftstransformation‘, um die wir wohl doch nicht herumkommen werden.

        So, gleich wird gefrühstückt, hier im Ruhrgebiet, was heute aussieht, wetterphänomenologisch, als wären wir/ die Ruhris jetzt in einem großen, submarinen Nebelaquarium. Draußen dumpf-glühendes natur-milchgrün, nur die orangenen Fischschwärme fehlen noch. Die Gelenkbusse übernehmen schon den Part von riesigen, sich schlängelnden, Moränen usw…

    • @Ranma

      Nun lassen Sie Ihren Lapsus einer Schuhkritik ‚man‘ ruhig stecken, es war doch ironisch gemeint, lesen Sie bitte den letzten Halbsatz noch einmal.

      Aber vielleicht sind die Muslime ja dann noch kreative Ersterfinder des rituellen ‚Schuhewerfens‘, als Kritikausdruck, zu deren Ehrenrettung nachgefragt. Aber sicher bin ich mir auch da nicht, klären Sie es auf, lieber Ranma und werfen Sie mir keine Schuhe an den Kopf.

      Ich wünsche mir dann, dass Frau Merkel und die Wahhabismusversteher im Lande, in Zukunft öffentlich … … und zwar mit zu lange getragenen Turnschuhen, die kleinen olfaktorischen Bomben gleichen, als eigenen, politisch-symbolkulturellen Beitrag und natürlich gesponsert von der leidenden, heimischen Schuhindustrie (Lurchi unser Salamander).

  15. Zitiere ich mich halt selbst, wenn es ausdrücklich gewünscht wird. Aber nur in Form eines Links

    http://www.geolitico.de/2017/05/03/trump-entfesselt-die-finanzmaerkte/#comment-11111

    weil man stattdessen auch einfach hier etwas weiter nach oben hätte kurbeln können.
    Ranma

  16. Lieber Ranma

    Warum nicht selbstzitieren, wenn es gute Fragen sind erfreut es doch, für Jan müsste es hingegen extrem peinlich sein, einfach mal durchzulesen, was er da so in einer Woche alles verzapft.

    Vorbemerkung:

    Ihre Fragen sind im Rahmen von Friedrich & Weiks viertem Buch erschienen. Ich nehme nicht zu einem Buch Stellung das mir nicht vorliegt und ich in wesentlichen Zügen nicht kenne, behalte mir auszugsweises Lesen zwar vor, aber nie ohne Umfangs-/ Personen-/ Sachstichworte-Übersicht, nicht ohne Überschriften-Kontextbildung, Quer- und Kapitellesen, dazu lese ich seit meinem 13. Lebensjahr schnell, viertelseitenmäßig und vertiefe nur die mir neuen Kontextfragmente.

    Der Artikel ist ein Balkon zu dem neuen Buch, was noch auf dem Versandweg ist. Ich kann mich teilweise auf ältere Publikationen dieser Gruppe stützen, es gibt eine Rezension:
    Und die Autorenwerdegänge/ Schwerpunkte (beide sind BWL-er, Götz Werner ein kreativer und sozialer Unternehmer) und betreiben einen kleinen, feinen Sachwertefond, für Leute die kein Wirtschaftswaldgrundstück oder Wasserkraftwerk oder 5 Kühe hinterm Wirtschaftsgarten, ihr eigenen nennen und umschichten möchten.

    Ihre 12 Punkte hatte ich nicht gelesen, trotz RSS-Feed geht manches halt durch.

    R. „1) Wenn es wirklich solche gewaltigen Geldberge gibt wie im Artikel behauptet, warum die dann nicht dazu verwenden, um sie auf mögliche Konsumenten verteilen und die Schulden Griechenlands zu tilgen?“

    Nun dazu erwarten Sie ja auch eine Voraussage zur Frage, ‚was Geld überhaupt ist‘ und Sie wissen sicherlich, auch wenn man einen gültigen Geldschein von einer Rechnung unterscheiden kann, lesen vorausgesetzt und so ab 9/ 10 Jahren praktisch damit umgehen kann, denke ich das 99% der Menschen nicht wissen was Geld ist!

    Wissen es F&W? Nun, das wäre/ ist eine gute Erweiterung der Frage. Schauen wir mal herein.

    *„Ein Hauptirrtum ist, zu meinen, Geld an sich wäre ein Wert. Aber Geld hat überhaupt keinen Wert. Wert haben nur Güter und Dienstleistungen.“ F&W

    Bis zur Hälfte des bezogenen Artikels wird von Währungsnamen und Zahlen gesprochen, aber im semantisch verschärften Sinne noch nicht über ‚Geld an sich‘, man hätte auch Geschenktüten oder warme Socken, Latifundienanteile oder Freifahrkarten, Lebensmittemarken austeilen können, von der FED, Bundesbank oder EZB, das ist eigentlich völlig egal, solange keine gemeinsame Definition darüber wechselwirken kann, ein tiefliegendes Dilemma.

    Daran sehen Sie schon, die Geldbestimmungsfrage ist zentral und da sage ich, sie wird auch von den gutmeinenden BWL-ern unterschätzt. Zwar hat auch Götz Werner eine gute Intuition fürs Ganze, siehe den Auszug aus dem Vollgeld-Infobrief Mai 2017:

    Götz Werner befürwortet Monetative
    Auch in der Wirtschaft scheint Bewegung in der Debatte über Geldreform zu kommen. Götz Werner, der Gründer und Inhaber der Drogeriemarktkette dm äußert sich öfters zu gesellschaftspolitischen Fragen. Jetzt hat er zusammen mit Michael Weik und Marc Friedrich ein Buch mit dem Titel ‚Sonst knallt’s‘ veröffentlicht, in dem er sich dafür ausspricht, dass die Geldpolitik grundlegend überdacht wird. Gemeinsam fordern die Autoren neben einer strikten Re-Regulierung der Banken eine demokratisch legitimierte Geldregierung, eine Monetative. Ihre Begründung: „Das derzeitige Grundübel unseres Finanzsystems – die nahezu unkontrollierte Geldschöpfung der Notenbanken, aber vor allem seitens der Geschäftsbanken aus dem Nichts – ließe sich mit einer Monetative allerdings weit schneller und einfacher abstellen“ (S.140). Wir finden das bemerkenswert, dass jetzt erstmals auch ein sehr erfolgreicher Unternehmer eine Monetative fordert! Lesen Sie dazu auch die Rezension in der SZ:
    https://gallery.mailchimp.com/aae4fb269c8abffae09ca6cc6/files/b1671d81-c22f-4cab-9adb-3714dfd7ce01/G.Werner29042017.01.pdf

    Lea Hampel zeigt hier schon einmal den Verknüpfungsumfang der Fragestellungen, von einer Gelddefinition sind wir aber immer noch Lichtmonate entfernt, mAn!

    Verkürzt kann daher die Fragestellung hier ersetzt werden durch, was sieht die Monetative, oder Ihr Kopf, Hauptgründer und Vorsitzender, Joseph Huber, Professor Em. für Wirtschafts- und Umweltsoziologie, als Geld an und was nicht. Und auch hier muss ich zunächst enttäuschen, Huber blickt auf die Institutionen die heute Gelderschaffung betreiben, was auch immer das ist. Und er will eine nichtdemokratische Institution durch eine andere, nichtdemokratische Institution, ersetzen. Originell? Hmmm

    Eigentlich nur dann, wenn auch eine entsprechende demokratische Teilhabe (keine repräsentative, sondern eine, auf dem Schöffenprinzip – Peter Dienel – basierende, ergänzt um wissenschaftliche Branchenräte > Rosa Luxemburg mit R.L. erweitert = Charité) organisiert wird, dann könnte der Status der Geldschaffungsinstitution sogar ein halböffentlicher, halbstaatlicher sein, mAn.

    Und was ist jetzt Geld?

    Nehmen wir hier den gesamten Bereich der normativen Real-Kontextualisierung von geldgestützten Vertragsvereinbarungen (also Wirtschaftsordnungen x Geldordnung als Faktorprodukt oder Differenzialdyade), dann hat der a.o. Prof. Franz Hörmann VWl-er Institut für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen Wirtschaftsuniversität Wien, mit den Forschungsschwerpunkten lt. Wiki-Halbblöd:
    – Spreadsheet Research
    – Alternative Rechnungslegungsparadigmen
    – Kommunikationsprozesse in Unternehmungen
    – Formale Sprachen zur Unternehmensmodellierung [7]
    – Systemische Gesellschaftswissenschaft (Vereinigung von Ökonomie und Recht)

    mAn den Hut auf, allerdings nicht den Aluhut, der ihm wegen seiner Brisanz verliehen werden sollte, wegen Fragen zur Expertise der historischen Bearbeitung des Brandopfers (Themenfaden von Jan, wenn er sich nicht gleich übernimmt!), sondern weil F.H. eindeutig die größte Verklammerung verhandelt.

    Aber vorher nochmals zurück zum Zitat von F&W, siehe oben*.

    Das stimmt, ist aber nur die halbe Wahrheit und ich werde daher, bin eine gründliche Haut, prüfen, ob die beiden oder drei Autoren, dazu auch noch weiteres ausführen. Ich frage mich, warum sie sich nicht gleich zu Hörmann ins Seminar in Wien setzen und dann Nägel mit Köpfen machen wollen!?

    Geld ist also nicht, sondern nur Waren und Dienstleistungen, kann das sein oder ist das der ‚Satz‘, der unter wissenschaftlich gesonnenen Menschen, dazu gehört auch der Wissenschaftsidiota, also die Gruppe der Semiwissenschaftler oder Laienwissenschaftler, der Begriff des Idioten stammt ja, in positiver Bestimmung, aus: ‚De docta ignorantia‘ oder ‚Über die belehrte Unwissenheit‘ von Nikolaus von Kues. Und das Motto hat es auch heute noch in sich, denke ich an ‚BWL/ VWL/ Jura/ Soziologie‘ in der Nacht, frei nach Heine, dann bin ich um den (Schaf-)Schlaf gebracht.

    Geld ist nicht das physische oder virtuelle Tauschmittel, sondern die historische Entfaltung von nach der Leistung erbrachten Formen der sozialen Verrechnung von Waren und Dienstleistungen. Genauer führt das Felix Martin in: ‚Geld die wahre Geschichte aus‘, historisch. Pragmatisch-funktional in der Gegenwart aggregiert, ist es Spezialthema des Wiener Genies, der sich ansonsten unbekümmert mit heißen Eisen befasst und daher kein Problem darin sieht, den Geldwertgläubigen die Basis ihres Glaubens zu entziehen und das ist nun einmal die Wertaufbewahrungsfunktion. Also das Kernstück, was wir alle naturalistisch erwarten, wenn wir uns bücken, um einen 50-er Euroschein aufzuheben, na ja, nicht alle würden sich bücken, aber doch die 99% Mehrheit, gibt es ‚so‘ garnicht, ist nur eine Chimäre? Nun, dazu müsste die Differenz zwischen einem gültigen und ungültigen Schein (alte Lira 1000-er) und seiner Schwankungsdynamik betrachtet werden. Was es gibt ist der relative, nur lokal definierbare Wert, der immer durch ‚komplex-konforme‘ Aggregation in permanenter Wechselwirkung mit anderen Daten (reell-interpretierten sozialen und wirtschaftlichen Echtzeit-Zustandsparametern [nicht im Sinne des falschen Shannon-Informationsbegriffs]) und deren, jeweils regional und temporal, zu verrechnenden, Buchungssätzen!

    Habe mich hier knapp und anschaulich ausgedrückt, genauer brauchte es ein Seminar, möglichst in Wien.

    R. „2) Durch einen Zinssatz von genau null Prozent wird Geld nicht weniger, also wieso wird Nullzins für Geldvernichtung verantwortlich gemacht?“

    Zinsen sind immer Wirkungen im Geld-Gesellschaftsrecht-Wirtschaftsganzen. Das zeigt Richard Werner, der den Gedanken vom ‚natürlichen Zins‘, von Knut Wicksell, weitergeführt hat, an empirischen Studien zur VW-Japans. 0-Zins stellt sich im Rahmen von manipulativen Eingriffen ins Wirtschaftsganze ein, es reduziert Inflationstendenzen allerdings nicht leistungskonform sondern willkürlich in verschiedenen Eigentums-/ Anlageformen. Die Elastizität/ Plastizität des Wirtschaftsganzen, im obigen Sinne, sorgt für Verschiebungen, das ist alles. Geld als naturale Anweisung auf sich selbst (Bargeld/ Münzen und Scheine) ist nur volatil wertaufbewahrend.

    Und Hörmann macht daraus, aus der Wertschwankungsnot eine Tugend, durch vorsätzliche Umkehr der ‚Verrechnungsfunktion Geld‘. Automatisierter Geldwertanstieg in einem Wirtschaftsrechtsbereich X muss, per Definition/ Funktion in einem Wirtschaftsbereich Y, zu ebendiesem Geldwertverlust führen, jeweils als Tendenz und da alles auf Strömungsgleichungen [mit Faktor t (= Zeit)] beruht, mathematisch, ist die wesentliche ‚Stabilität‘ von Geld nur in seiner vorsätzlich angewendeten Dynamik [mit Faktor t² (= Zeit x Zeit als Integral)] zu haben, also kann nur die Gelddynamik regional und temporär, den demokratischen Lenkungskräften entsprechend, als vorsätzliche Wechselwirkung von Knappheit und Fülle und deren ‚systematisch-dynamischer‘ informationsgeldlicher Verknüpfung organisiert werden. Die Einführung einer solchen, überlegenen Gelddynamik kann etappenweise erfolgen, weil dieses Info-Geld als besseres Geld alle anderen Arten, durch Milton Friedmans Idee des freien Geldwettbewerb, verdrängt, so der Wettbewerb nicht vorsätzlich durch wirtschaftsfremde Kräfte verhindert wird. Dazu dringend die Leseempfehlung, ich freue mich, das an diesem Buch eines meiner Kinder mitgearbeitet hat: (9783161510458) Wettbewerbsordnung und Monopolbekämpfung. Auf S. 92 wird Leonhard Mikschs Idee der erweiterten oder vollständigen, jedenfalls in seiner Diktion ‚freien‘ Konkurrenz ausgeführt, Beginn 2. Abschnitt und die Notwendigkeit von umfassender Monopolbekämfung geschildert, Jahrzehnte vor dem Ausbau der unsäglichen ‚Kalergi-EU‘. „Nur wenn vollständige Konkurrenz vorhanden ist, kann die freie Konkurrenz erfolgreich angewendet werden, und vollständige Konkurrenz besteht nur dann, wenn die Zahl der Marktteilnehmer auf beiden Marktseiten so groß ist, daß der Unternehmer den Marktpreis als eine von seinem eigenen Verhalten im wesentlichen unabhängige Größe betrachtet. Wo vollständige Konkurrenz in diesem Sinne vorhanden ist, da kann und muß der freie Wettbewerb im Sinne einer Wettbewerbsverpflichtung aller beteiligten Unternehmer rechtlich konstituiert und gegen jeden behinderungsversuch gesichert werden.“ Das sind goldene Worte, die einstmals, während des unseligen (Geopolitikschach) Systemwettbewerbs die Differenz an Zentralismus als eigentliche, wenig bekannte, Reichtumsquelle des ‚Rheinischen Kapitalismus‘ darstellt/ bezeugt. Die Bedingung Mikschs wurde aber lediglich improvisiert, auf Sicht gefahren/ gelenkt und zwar durch den Wirtschaftsgott Hermann Joseph Abs. Er garantierte dafür, dass sich in einer Überkreuzverflechtung die schädlichen Monopolwirkungen wieder pragmatisch ausglichen, eigentlich ein merkwürdiger Trick. So ähnlich hatte Bismarck getrickst, in dem er die Arbeiterbewegungen verbot, aber ihre Forderungen, unter der Ägide des Zentralismus (Bismarck wurde auch vom Geopolitikschach am Nasenring geführt) gesetzlich einführte.
    Wir sehen daran, falsche Zentralismuspolitik, also 99% unserer Politik auf der Welt, zurzeit, kann durch intuitive Macher entschärft werden, aber nie krisenfrei gesteuert und reguliert werden, das ist die große Kulturchance, die in Hörmanns Ansatz steckt. Wer hören kann, der solle nach Wien kommen und … …
    R. “3) Laut Artikel haben sich Täter zu Opfern stilisiert. Das kennen wir bereits als Verhaltensweise von Psychopathen. Warum steigen Regierungen darauf ein?“

    Da hat Daryl de facto recht, weil es so viele Psychopathischtendierte in der Politik und Wirtschaft gibt.

    R. „4) Wenn Geldhorten nicht zur Verzinsung führt, sich das Geld also lediglich nicht vermehrt, dann ist das keine Bestrafung, sondern schlimmstenfalls eine Nichtbelohnung. Was spricht dagegen Geldhortung, die das Geld der Realwirtschaft vorenthält, nicht zu belohnen?

    Dagegen spricht nichts, unter anderen rechtlichen Gesamtbedingungen. Im Moment ist Geldhortung aus Anlagenot künstlich erzwungen, das sind Sekundärsymptome.

    R. „5) Im Artikel wird behauptet, daß Unternehmen deshalb keine Kredite aufnehmen, weil ihre Produkte nicht an Möchtegernkonsumenten verkauft werden können, die selbst keine Kredite bekommen. Wieso also nicht Kredite weiterreichen?“

    Im gegenwärtigen Paradigma wird noch aus überkommenen, irrationalen Gründen (Hang zu bürokratischer Überregulierung und unkritischem Zentralismusglauben) zwischen Unternehmen und Konsumenten/ Produzenten unterschieden. Hörmanns Infogeld hebt diese unnötige Entscheidung auf, sie ist aus der historischen Entwicklung der Oikos (Hauswirtschaftsgemeinschaften) entstanden und seit dem Aufkommen der vierten monotheistischen Wissenschafts-Säkular-Religion, ab Nikolaus von Oresme, eigentlich nicht mehr zeitgemäß, entspricht nicht mehr dem modernen Menschen, der eine eigene Schere im Kopf führen kann, sich als autonomes Minireich fühlt, zu Recht, wie dies auch Steiner mit seiner Idee des ‚Bewusstseinsseelenalters‘ ausführt, von anderen übernehmend (egal).

    Also der mündige Mensch ist rechtlich-wirtschaftlich als freier Unternehmer auszustatten, in dezentraler heterarcher Selbstregierungsmitwirkung (modernes Rätesystem).

    R. „6) Warum sollte Aufschuldung nur noch dieses Jahr weitergeführt werden können?“

    Das ist pur Willkür, könnte gleich oder in 10 Jahren eingestellt werden, Aufschuldung ist Ausdruck für Unkenntnis eines Systems, Zustandes/ Prozesses oder Wesens.

    R. „7) Wenn man als Großunternehmen zu viel Geld hat, um es sinnvoll realwirtschaftlich investieren zu können, warum dann nicht so wie die Banken in Spekulation investieren?“

    Das hat damit zu tun, dass es keine Kernfunktion der Banken mehr gibt, in Form Expertise mit dem Handeln von Risiken, als Risikojongleure der ersten Ränge, nicht des Staates (Lender of last resort/ Kreditgeber letzter Zuflucht oder Goldhand!) Die Banken, wie auch viele unrentable Firmen und Konzerne, fallen aus dem Leistungswettbewerb heraus, nicht sofort, aber tendenziell, deswegen braucht es keine Panik – die verkauft sich selbst gut – sondern nur eine Umstellung auf die richtige Tendenz, den Rest besorgen alle Marktteilnehmer und Souveräne selbst. Hörmann ist genialer Minimalist und nicht mit Reformisten zu verwechseln, die hunderterlei zugleich Fordern und vergessen, es gibt immer viele Hände, die gerne dazwischengreifen, das sind menschliche Reflexe, wie das Geldaufheben oder unter der Matratze horten.

    R.“8) Wenn es nur an Ideen für weitere Investitionen fehlt, warum werden dann fast alle Ideen, die nicht vom Oberbonzen der Firma selbst stammen, komplett abgelehnt?“

    Bei einem gut installierten Q-Management passiert das nicht. Dazu habe ich schon weiteres ausgeführt hier, vor einigen Wochen. Skepsis gegen die Berater ist angebracht, Berater die nicht selber Firmenbeteiligte/ Mitunternehmer sind oder Genossenschaftler, eine Organisationsform mit sehr guter Zukunft, eine Vorwegnahme des Hörmannschen Überkreuzprinzips des Fülle-Knappheitsausgleichs > OSBEEE.

    R. „9) Warum sollte ein Unternehmen, das zu viel Geld für die eigenen Investitionen hat, nicht Kredite an andere Unternehmen geben können?“

    Das wird ja schon tendenziell zunehmend wieder gemacht und führt maximal zu einem Rheinischen Kapitalismus-2.0 oder kurz „Absismus‘ wäre ein Thema für Lindner, wenn er der Merkel-Kriminalität wirksam begegnet und sich beraten lässt (Teilhabeform 😉 ).

    R. „10) Die sich momentan auflösenden Altersrücklagen sind nicht die ersten Altersrücklagen, die sich im Verlauf der deutschen Geschichte auflösten. Früher schon weckten Rücklagen Begehrlichkeiten bei den ReGIERenden. Falls Altersrücklagen staatlich gewünscht sind, warum wird dann nicht wenigstens für Rechtsicherheit gesorgt?

    Die regierenden legitimieren Unrecht, sind also kriminell.

    R. „11) Wenn schon die Rücklagen normaler Leute Begehrlichkeiten wecken und sich auflösen, warum werden dann die großen Vermögen der großen Unternehmen und der Reichen nicht im mindestens gleichen Maß herangezogen?

    Hmmm, Ranma, das Wissen um Zusammenhänge ist in der Wirtschaft schon fast bares Geld, das denkschreibe ich jetzt in ironisierendem Naturalismus. Aber Etatismus ging immer erst an die kleinen und mittelgroßen Geldtaschen, war so, seit Beginn der Bildung von Nationalstaaten und ihrer zentralistischen ‚Formation von Nationalkapitalen (nationale Geldaggregationsrechte), vor ca. 250 – 300 Jahren beginnend.

    R. „12) Wieso geben Regierende freiwillig ihre Macht an Großunternehmen und Lobbyorganisationen ab, falls die Macht wirklich, wie im Artikel behauptet, erst zur Zeit wechselt?

    Wer sagt denn, dass sie das freiwillig tun. Merkels Handeln ist, i.S. Kants, nicht frei.

    Und hier noch eine Rezension zum bezogenen Buch der Geolitico-Autoren F&W:

    http://www.wallstreet-online.de/nachricht/9533491-wirtschaftskritik-knallt-s

  17. „Ihre Fragen sind im Rahmen von Friedrich & Weiks viertem Buch erschienen.“

    Aha. Nie davon gehört. Natürlich hätte ich gerne daran mitgearbeitet, wenn ich gefragt worden wäre. Aber das war wohl überflüssig, die Fragen sind einfach viel zu einfach als daß sie nicht jedem einfallen könnten.

    „Ihre 12 Punkte hatte ich nicht gelesen, trotz RSS-Feed geht manches halt durch.“

    Dann habe ich wohl Recht damit, dieser Technik nach wie vor nicht zu trauen. Generell erfordert Technik vor allem Mißtrauen. Das sage ich obwohl ich ein ziemlicher Technokrat bin.

    „Nun dazu erwarten Sie ja auch eine Voraussage zur Frage, ‚was Geld überhaupt ist‘ und Sie wissen sicherlich, auch wenn man einen gültigen Geldschein von einer Rechnung unterscheiden kann, lesen vorausgesetzt und so ab 9/ 10 Jahren praktisch damit umgehen kann, denke ich das 99% der Menschen nicht wissen was Geld ist!“

    Darum bezeichne ich Geld als ein Nichtwort. Falls jemand von Geld redet, dann weiß man weiterhin nicht, was der eigentlich meint. Deswegen sollte man das Wort Geld nicht verwenden, vor allem dann nicht wenn man über Wirtschaftsthemen redet. Stattdessen sollte man sagen, was man eigentlich meint. Wenn ich hier von Geld rede, dann nur deshalb weil mich auf den obigen Artikel beziehe.

    „Im Moment ist Geldhortung aus Anlagenot künstlich erzwungen, das sind Sekundärsymptome.“

    Anlagenot? Man kann jederzeit Geld anlegen. So viel wie man dafür übrig hat. Sollte eine Branche in der Realwirtschaft ausgelutscht sein, dann kann man sich jederzeit in einer weiteren Branche breit machen und man braucht lediglich genügend Geld dafür. Finanzwirtschaft geht sowieso immer falls man genug Geld dafür hat. In dem Fall kann man sich dafür an eine Bank wenden oder andere Unternehmen aufkaufen.
    Ranma

  18. „Es wäre besser, wenn man sich bei Interesse an der Thematik zunächst Grundkenntnisse aneignet.“

    Nur weil jemand eine Frage stellt, kann man daraus nicht gleich schließen, daß derjenige die Frage nicht selbst beantworten könnte. In diesem Fall habe ich die Fragen gestellt, damit mehrere Theorien als Antworten darauf zum besten gegeben werden können. Manche werden dadurch sogleich offenbaren, daß sie sich selbst widersprechen, weil nämlich viele absurde Theorien über Wirtschaft im Umlauf sind.

    „1) Wenn es wirklich solche gewaltigen Geldberge gibt wie im Artikel behauptet, warum die dann nicht dazu verwenden, um sie auf mögliche Konsumenten zu verteilen und die Schulden Griechenlands zu tilgen?

    Antwort: Nehmen wir vorweg. Jeder Wirtschaftsteilnehmer handelt zunächst profitorientiert.“

    Oha, der Homo oeconomicus ist zurück. Über den lehrte auch ein gewisser hubi stendahl bisher immer, daß der Homo oeconomicus nur ein theoretisches Modell sei, es ihn in Wirklichkeit garnicht gebe und deswegen auch niemand so handele. Damit sollte dieses Modell eigentlich tot und begraben sein.

    „Deshalb sammelt sich in unserem Kreditgeld-System das Geld dort, wo am cleversten gewirtschaftet wird.“

    Weil der Homo oeconomicus tot und begraben ist, deshalb wäre es schon äußerst seltsam, wenn sich Geld dort sammelte, wo am cleversten gewirtschaftet wird. Außer natürlich, falls clever hier als Synonym für kriminell stehen soll. Gewaltige Geldhaufen sammeln sich beispielsweise bei den Bossen der Drogenkartelle an.

    „Ist dort ein Sättigungsgrad erreicht, wird das Geld nicht mehr im Produktionsprozess, sondern als Anlage verwendet oder gespart. Da hierdurch der Geldkreislauf gestört wird, bedienen sich die Zentralbanken verschiedener Werkzeuge, wie Zinssenkungen/Erhöhungen oder z.B. monatl. Tender, um Kreditkontraktionen zu vermeiden.“

    Falls das stimmen sollte, dann würden sogar die Verantwortlichen wissen, durch welche Aktionen der Geldkreislauf gestört wird! Sie wüßten auch, daß er gestört wird und das für die gesamte Wirtschaft des Staates schädlich ist!

    „Seit Jahrtausenden kämpfen die Völker mit diesem Problem und erfanden hierfür Moral und Religionen, Staatsformen zur Kontrolle der Armen, am Ende stand aber stets der Krieg um das Sachkapital (vw. Immobilien) zu vernichten zum Neuaufbau. Ihre Frage warum man nicht umverteilt sollte damit beantwortet sein: Weil die Eigentümer des Geldes soviel Macht besitzen, dass sie es nicht abgeben müssen. Sie kontrollieren letztlich auch die Politik.“

    Das heißt also, daß die Eigentümer des Geldes unbedingt den Krieg um Immobilien und sonstiges Sachkapital wollen. Ich finde das etwas merkwürdig, weil sie sich doch dadurch selbst in Gefahr begeben?

    „Würde man für Griechenland also einfach 200 Mrd. „drucken“, so hätten die anderen Wirtschaftsteilnehmer die daraus resultierende Inflation zu tragen, denn die privaten Geldgeber wollen nicht auf ihr Geld verzichten. Zudem käme das Präjudiz. Wenn GR warum nicht auf FR/ESP u.s.w.“

    Ja, warum nicht? Die resultierende Inflation aus lächerlichen zweihundertmilliarden Euro mehr ist doch völlig harmlos im Vergleich zu den möglichen Alternativen! Da sollten die privaten Geldgeber besser sogar verlangen, daß nochmal so viel für FR/ESP u.s.w. gedruckt werde. Wäre das nicht besser als die eigenen Kinder im Krieg zu verlieren? Natürlich ist es schwierig, das einem Psychopathen klarzumachen!

    „2) Durch einen Zinssatz von genau null Prozent wird Geld nicht weniger, also wieso wird Nullzins für Geldvernichtung verantwortlich gemacht?

    Weil die Sparer bei fortlaufender Geldmengenerweiterung, die inflatorische Tendenzen hat, netto enteignet werden.“

    Für meine lächerlichen paar Euro bekomme ich in der Tat immer weniger. Aber gesamtwirtschaftlich hat man doch nicht dadurch weniger, daß sich nichts ändert? Man bräuchte unter den Bedingungen nur nicht ständig die Preise erhöhen!

    „3) Laut Artikel haben sich Täter zu Opfern stilisiert. Das kennen wir bereits als Verhaltensweise von Psychopathen. Warum steigen Regierungen darauf ein?

    Weil sie selbst Psychopathen und als Handlanger an der Leine der Geldbesitzer laufen. Politik ist insofern nur die Vernebelung der Umstände und der Kassenhalter der mächtigen privaten Geldbesitzer.“

    Ganz genau diese Antwort hatte ich erwartet. Was mich dabei jedoch wundert ist, daß sich Psychopathen zu Handlangern anderer Psychopathen machen lassen. Ein Psychopath sollte sich ausschließlich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern und zu jeglicher Zusammenarbeit unfähig sein?

    „4) Wenn Geldhorten nicht zur Verzinsung führt, sich das Geld also lediglich nicht vermehrt, dann ist das keine Bestrafung, sondern schlimmstenfalls eine Nichtbelohnung. Was spricht dagegen Geldhortung, die das Geld der Realwirtschaft vorenthält, nicht zu belohnen?

    Netto findet faktisch eine Geldentwertung bei Nullverzinsung des Sparkontos statt (z.Zt. echte ca. 4.5 % in der BRD). Geldhortung (Rücklagen für Renten oder spätere Investionen) wird ja gar nicht mehr belohnt. Im Gegenteil. Durch die Geldentwertung wird bestraft.“

    Auch Conraths Antwort auf diese Frage geht in die gleiche Richtung. Es spricht also nichts gegen die fehlende Belohnung für Geldhorter. Trotzdem wird dieser Zustand ständig beklagt?

    „5) Im Artikel wird behauptet, daß Unternehmen deshalb keine Kredite aufnehmen, weil ihre Produkte nicht an Möchtegernkonsumenten verkauft werden können, die selbst keine Kredite bekommen. Wieso also nicht Kredite weiterreichen?

    Unternehmen investieren nach sorgfältiger Abwägung von Chancen und Risiken. Die o.e. Umverteilung und die Sättigung in den westl. Märkten hat in diesem Stadium dazu geführt, dass Konsumenten entweder aufgrund schlechter Bonität und/oder aufgrund Sättigung keinen Bedarf realisieren.“

    Unternehmen wägen also Chancen und Risiken ab. Also stellten alle Unternehmen fest, daß Konsumenten zu einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr in der Lage sein würden, Bedarf zu realisieren!

    „Warum sollte ein Unternehmen Kredite aufnehmen um sie an Konsumenten weiterzureichen?“

    Natürlich um ihnen zu ermöglichen, doch noch Bedarf zu realisieren. Schließlich haben die Unternehmen Chancen und Risiken abgewogen und wissen deshalb, daß sie ihre Tätigkeit nur auf diese Weise noch fortsetzen können.

    „Zumal nur wenige Unternehmen (vornehmlich Autokonzerne) über eine Banklizenz verfügen, um dies möglich zu machen. Schlechte Bonität dürfen auch solche Unternehmen aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht ankaufen.“

    Lizenzen und gesetzliche Vorgaben hindern plötzlich, obwohl die doch von den Handlangern derer ausgestellt würden, denen fehlende Lizenzen und einschränkende gesetzliche Vorgaben für ihre Geschäfte im Weg sind? Ganz seltsam.

    „6) Warum sollte Aufschuldung nur noch dieses Jahr weitergeführt werden können?

    Nehmen die Autoren an, weil das System ein Verfalldatum hat, das unbekannt ist. M.E. könnte eine FIAT Währung auch noch 10 Jahre weiter aufschulden, weil es ausschl. auf das Vertrauen der Marktteilnehmer ankommt. Da unser Geld weltweit durch nichts gedeckt ist außer Vertrauen, kann es bei Panik auch morgen schon untergehen.“

    Auf die Frage gibt Conrath eine fast identische Antwort. Schon komisch. Demnach wären sich alle einig, daß die Aussage aus dem Artikel schlichtweg falsch ist. Nur traut sich keiner das so deutlich zu sagen. Warum bloß nicht?

    „7) Wenn man als Großunternehmen zuviel Geld hat, um es sinnvoll realwirtschaftlich investieren zu können, warum dann nicht so wie die Banken in Spekulation investieren?

    Machen sie doch. Da sie Güter produzieren machen sie es nur anders. Sie suchen Partner zum Verschmelzen, sie kaufen eigene Aktien zurück u.s.w..“

    Also fehlt es garnicht an Investitionsmöglichkeiten. Wieso wird das also als Problem behauptet?

    „8) Wenn es nur an Ideen für weitere Investitionen fehlt, warum werden dann fast alle Ideen, die nicht vom Oberbonzen der Firma selbst stammen, komplett abgelehnt?

    Ein langes Thema. Fakt ist, dass es global noch ausreichend Wachstumsphantasie gibt, um dieses Kreditgeld-System noch etwas aufrecht zu erhalten (siehe Seidenstraße der Chinesen). Mittelfristig aber muss das System wieder auf solide Füße, was im derzeitigen Stadium nur noch über einen Crash geht. Denn das Geld (1% besitzen 50% der Weltleistung) ist bereits zu weit in einzelne Hände gegangen.“

    Da hätten die Unternehmen besser rechtzeitig Chancen und Risiken abgewogen! Der Crash wird sicherlich vielen Unternehmen nicht gut tun! Die Seidenstraße der Chinesen wiederbelebt nur einen alten Handelsweg, der von den Kolonialmächten verbaut worden war und nun aufgrund des Kostendrucks, der in der Logistikbranche gewaltig ist, wieder interessant wird.

    „9) Warum sollte ein Unternehmen, das zu viel Geld für die eigenen Investitionen hat, nicht Kredite an andere Unternehmen geben können?

    Weil sie keine Banken sind!! Und es auch gar nicht dürfen.“

    Ein irgendwie wirres Konzept: Die politische Macht wird von Handlangern der Geldeigner ausgeübt und diese Handlanger schreiben ihren Herren, die sich als Psychopathen nichts gefallen lassen und auf jede auch nur eingebildete Bedrohung übertrieben reagieren, vor was sie dürfen und was nicht.

    „10) Die sich momentan auflösenden Altersrücklagen sind nicht die ersten Altersrücklagen, die sich im Verlauf der deutschen Geschichte auflösten. Früher schon weckten Rücklagen Begehrlichkeiten bei den ReGIERenden. Falls Altersrücklagen staatlich gewünscht sind, warum wird dann nicht wenigstens für Rechtsicherheit gesorgt?

    Altersrücklagen in Form einer Rentenversicherung wecken keine Begehrlichkeiten.“

    Historisch schon. An den kapitalgedeckten Renten der Weimarer Zeit haben sich die frühen Regierungen der Bundesrepublik hemmungslos vergriffen. Das machte es erforderlich ein umlagegedecktes Rentensystem einzuführen. Wenn das unterfinanziert ist und deswegen erneut eine Kapitaldeckung als zusätzliche Säule eingeführt wird, dann gibt es keinerlei Garantie dafür, daß diese nicht wieder gestohlen und zweckentfremdet wird. Es gibt nur das historische Beispiel, das zeigt was tatsächlich passieren wird.

    „Das Geld ist längst verfrühstückt. Es existiert nur noch eine staatliche nicht garantierte Zusage. Ist kein Geld da, gibt es Steuererhöhungen für die arbeitende Bevölkerung, Rentenkürzungen für die ehemals Einzahlenden oder im schlechtesten Fall Sozialamt, weil das Geld weg ist.“

    Das ist sicherlich richtig, führt aber eine Aussage aus dem Artikel ad absurdum. Meine Frage setzte natürlich voraus, daß die Aussage aus dem Artikel geglaubt würde. Sinnvoller wäre es also gewesen, wenn Leute, die sich mit wirtschaftlichen Fragen auskennen, den Artikel kritisiert hätten, noch bevor ich dazu kam, die Fragen zu stellen.

    „11) Wenn schon die Rücklagen normaler Leute Begehrlichkeiten wecken und sich auflösen, warum werden dann die großen Vermögen der großen Unternehmen und der Reichen nicht im mindestens gleichen Maß herangezogen?

    Siehe oben. Weil sich die Mächtigen nicht selbst in die Tasche greifen und die Politiker Handlanger der Mächtigen sind.“

    Hier sind die Politiker nun wieder Handlanger der Mächtigen. Aber bei zwei anderen Fragen konnten die Politiker denen mit den vollen Taschen Banktätigkeiten untersagen und sie durch weitere gesetzliche Rahmenbedingungen noch weiter einschränken. Es kann aber nur eine der beiden Versionen richtig sein?

    „12) Wieso geben Regierende freiwillig ihre Macht an Großunternehmen und Lobbyorganisationen ab, falls die Macht wirklich, wie im Artikel behauptet, erst zur Zeit wechselt?

    Politiker haben nie die Macht gehabt. Im frühen Stadium des Systems (wurscht ob Demokratie oder Feudalherrschaft) fällt es nur nicht auf.“

    Dann stimmt also schon wieder ein Punkt aus dem Artikel nicht? Wieso macht man nicht gleich direkt darauf aufmerksam? Vor allem wenn sich ein Punkt nach dem anderen als falsch erweist?

    „Die Eigentümer der wichtigsten Kommunikationsmedien, sind auch die Eigentümer des Geldes. Da das Geld nur noch wenigen gehört, gehören auch die Medien nur noch Wenigen.“

    Das ist ein wichtiges, eigenständiges Thema für alle jene, die noch darauf hoffen, ihre Mitmenschen könnten etwas mehr aufgeklärt werden.
    Ranma

    • hubi stendahl // 7. Mai 2017 um 08:57 // Antworten

      @Ranma

      Antwort: Nehmen wir vorweg. Jeder Wirtschaftsteilnehmer handelt zunächst profitorientiert.“

      „Oha, der Homo oeconomicus ist zurück. Über den lehrte auch ein gewisser hubi stendahl bisher immer………..“

      Liebe(r) Ranma. Genau diese Reaktion ist es, die in mir den Widerwillen auslöst, ein solch komplexes Thema überhaupt zu diskutieren.

      In der Antwort steht nichts von einem Homo Oeconomicus als theoretisches Modell, sondern eine Logik, wie ein Wirtschaftsteilnehmer sich in aller Regel verhält. Oder mieten Sie demnächst bei Wohnungswechsel bei der Auswahl von zwei gleichwertigen Wohnungen die teurere? Kaufen Sie die Äpfel des besonders empathischen Bauern und legen dafür drauf?

      Den Rest lasse ich unkommentiert, weil ich es als sinnfrei erachte endlos lange Kommentarstränge einzurichten, die später ohnehin niemand mehr liest.

    • hubi stendahl // 7. Mai 2017 um 08:58 // Antworten

      @Ranma

      Antwort: Nehmen wir vorweg. Jeder Wirtschaftsteilnehmer handelt zunächst profitorientiert.“

      „Oha, der Homo oeconomicus ist zurück. Über den lehrte auch ein gewisser hubi stendahl bisher immer………..“

      Liebe(r) Ranma. Genau diese Reaktion ist es, die in mir den Widerwillen auslöst, ein solch komplexes Thema überhaupt zu diskutieren.

      In der Antwort steht nichts von einem Homo Oeconomicus als theoretisches Modell, sondern eine Logik, wie ein Wirtschaftsteilnehmer sich in aller Regel verhält. Oder mieten Sie demnächst bei Wohnungswechsel bei der Auswahl von zwei gleichwertigen Wohnungen die teurere? Kaufen Sie die Äpfel des besonders empathischen Bauern und legen dafür drauf?

      Den Rest lasse ich unkommentiert, weil ich es als sinnfrei erachte endlos lange Kommentarstränge einzurichten, die später ohnehin niemand mehr liest. Bitte um Verständnis.

  19. @hubi stendahl:

    Ja, ich verstehe, daß den Strang kaum noch jemand lesen wird, weil er in der Versenkung verschwinden wird sobald neue Artikel in den aktuellen Themen nachrücken. Wirtschaft müßte viel öfter zum Thema gemacht werden solange es noch so viele Mißverständnisse gibt. Den Homo oeconomicus hatten wir schonmal diskutiert, aber damals waren sich alle einig, daß sich Wirtschaftsteilnehmer genau so NICHT verhalten. Tatsächlich stelle ich fest, daß sogar viele Leute danach entscheiden von wem sie etwas kaufen, beispielsweise Äpfel. Ob der Bauer empathisch ist, das ist dabei ein eher seltenes Kriterium. Trotzdem ein verständliches, weil ein Empathie sehr nützlich für Verkäufer ist. Die zwei gleichwertigen Wohnungen sind dagegen sehr hypothetisch. Immobilienpreise werden schließlich vor allem durch die Lage bestimmt und daß sich beide Wohnungen am genau gleichen Ort befinden ist physikalisch ausgeschlossen. Auch nach anderweitigen Kriterien habe ich noch nie zwei genau gleichwertige Wohnungen gesehen oder von ihnen erfahren. Tatsächlich würde ich mich bei einem Wohnungswechsel vor allem danach entscheiden, wo ich hinziehen muß. Gleichzeitig ist mir klar, daß die Immobilienpreise zur Zeit durch eine gewaltige Blase bestimmt werden.
    Ranma

  20. Wenn es schon nur zur Behandlung eines Teilgebietes reichte, dann hätte ich mir gewünscht, daß das wenigstens die Frage gewesen wäre, warum Leute, die so viel Geld übrig haben, daß sie nicht mehr wissen wohin damit, sich trotzdem keine Banklizenz davon kaufen können.
    Ranma

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