Darum lässt Trump Assad fallen

Abschuss einer Tomahawk Cruise Missile in den achtziger Jahren / By unknown, Department of Defense photo (http://www.bb62museum.org/images/BBNJ13.JPG) [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AUSSNewJerseyTomahawkCruiseMissile.jpg Abschuss einer Tomahawk Cruise Missile in den achtziger Jahren / By unknown, Department of Defense photo (http://www.bb62museum.org/images/BBNJ13.JPG) [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AUSSNewJerseyTomahawkCruiseMissile.jpg
Donald Trump lässt Assad fallen. Die USA und Israel planen eine arabische NATO. Europa ist aus dem Spiel, und der Syrienkrieg verlagert sich auf die Türkei.

Es wurde in Syrien mal wieder mit Giftgas angegriffen. Natürlich von Assad. Wer könnte es auch sonst gewesen sein? War Obamas „rote Linie“ aber noch eine schlechte Friedensnobelpreiskomödie für die Welt, so ist Trumps Wiederholung dieser Geschichte eine wirklich gelungene Farce, bei der Putin und Lawrow als Empörungskomiker auch nicht schlecht mit agiert haben.

Was wohl wirklich geschah

Schauen wir uns an, was tatsächlich passiert ist:

In der Provinz Idlib, die noch weitgehend von den IS-Strolchen Erdogans und der CIA militärisch beherrscht wird, hat die syrische Armee bei einem Luftangriff auf das Dorf Cahn Scheichun, ganz nahe an der Grenze zur Türkei und nordwestlich der Provinzhauptstadt Idlip, offenbar ein Chemiewaffenlabor dieser „gemäßigten Rebellen“ getroffen. Das jedenfalls ergaben die mir sehr glaubwürdig scheinenden militärischen Untersuchungen der Russen. Dessen giftige Zutaten stammten, wie man längst auch im Kreml und im Weißen Haus weiß, aus der Türkei. Vermutlich wie beim Giftgasangriff von 2013, den der Westen Assad in die Schuhe schieben wollte.

Daraufhin sagte Trump Putin Bescheid, dass er, um seine eigene Heimatfront zu beruhigen, einen Militärflughafen der syrischen Armee bombardieren will. Putin schaltete also seine Luftabwehr aus, sagte Assad Bescheid und der wiederum seinem Militär, worauf dieses das Gelände umgehend räumte und die Luftabwehr einschaltete. Dann ließ Trump 59 Tomahawks von seinem Flugzeugträger abschießen, wovon zur Gaudi der Russen gerade mal ganze 23 den evakuierten Flugplatz erreichten.

Wo die anderen abgeblieben sind, weiß keiner oder will keiner wissen, womöglich, weil Assads Luftabwehr mit Hilfe der Russen so prima funktioniert. Na wenigstens sollen ein paar Soldaten und Zivilisten als geringe Kollateralschäden umgekommen sein, die nicht rechtzeitig gewarnt wurden. Das ließ den Angriff für die Zyniker echter aussehen. Aber ob das wirklich stimmt oder nur behauptet wird, damit Killary an der Heimatfront der Wind aus den Segeln genommen wird, wissen nur die Zeitungsgötter des Olymp.

Aber ein paar tote Zivilisten müssen nunmal immer sein. Schließlich musste der Angriff ja echt aussehen und entsprechend Empörung im russischen Lager bewirken, dass dann zu Recht die UNO-Charta ins Spiel brachte, gegen die der Angriff ganz offensichtlich verstoßen hat. Damit vergrößerte sich der außenpolitische Scherbenhaufen des Imperiums, das mit seiner medialen Propagandamaschinerie den Angriff zwar begrüßen musste (ging es doch gegen den pösen Assad), gleichzeitig aber weiter an internationaler Glaubwürdigkeit und militärischer Überlegenheitsakzeptanz verlor.

Trump konnte ihm damit am wirksamsten die Grenzen des Machbaren aufzeigen, nach dem Motto: „Hüte dich vor deinen Wünschen! Sie könnten in Erfüllung gehen.“ Er heimste also Killarys und McCains Lob ein, dankte für die Blumen und konnte ihnen gleichzeitig „durch die Blume“ klar machen, welche nicht zuletzt finanziellen Folgen der Einsatz amerikanischer Bodentruppen für die internationalen Beziehungen hätte.

Trump hat andere Pläne, die sich mit denen Israels decken, gewiss jedoch nicht mit denen der EU. Netanhaju und er wissen, dass sie Syrien wenigstens vorläufig nicht mehr in ihr Lager zwingen können. Also liegt ihnen daran, es möglichst lange weiter zu destabilisieren und nutzen dabei die prekäre Lage Erdogans aus, der ja mit allen Mitteln einen Kurdenstaat verhindern muss. Seine Interessen in Syrien können dabei aber nunmal nicht die russischen sein. Das gibt Spielraum für strategische und taktische Zahnstocherkriege. Ihre großen militärischen Ressourcen aber benötigen sie für wichtigere Ziele.

Xi und Trump gingen derweil zu Tisch

Zu selben Stunde, als die Raketen Richtung Syrien flogen, gingen Trump und sein Außenminister, statt zum Natogipfel, mit ihrem hohen chinesischen Gast Xi im Florida-Palast zu Tisch. Es gab viele Gesprächsthemen. Da war z.B. das enorme Handelsbilanzdefizit durch die Auslagerung des produzierenden Sektors der USA nach China durch die verrückten Neocons. Da waren zudem der Goldpreis für den neu anvisierten Dollar zu besprechen, der Konflikt im Südchinesischen Meer mit Japan und Nordkorea usw.; -alles Themen des Pazifischen Raumes, in dem das Imperium gerade massiv an Einfluss verliert und China gewinnt. Und es sah auch nicht danach aus, dass Xi als Bittsteller gekommen und durch den Raketenangriff brüskiert gewesen wäre. Immerhin ist China der größte Gläubiger der USA.

Vielleicht hat der Präsident mit seinem Gast aus Peking nach dem Lunch sogar auf die ebenfalls fast zeitgleiche Ernennung seines Wunschkandidaten Neil Gorsuch zum Bundesrichter am Supreme Court angestoßen? Ein wichtiger Etappensieg nicht nur gegen die Killery-Demokraten, sondern auch im Kampf gegen die imperiale Fraktion in den republikanischen Reihen. Jetzt steht’s also 5:4 für die quasi neu vereinten „Trump-Republikaner“, die sich zunehmend um ihren ungeliebten Präsidenten scharen.

Da der Supreme Court in den USA oft das letzte Wort in der Politik spricht, ein enorm wichtiger Sieg für das Weiße Haus, um seine demokratischen Widersacher kalt zu stellen und seine künftigen Pläne sicherer umzusetzen. Ein weiterer wichtiger Etappensieg also auch in den eigenen Reihen. Der aber musste womöglich mit dem Angriff auf Syrien und Trumps neuer Anti-Assad-Rethorik bezahlt werden. Mit ihm konnte die kriegslüsterne Fraktion der republikanischen Neocons, die das Scharmützel vermutlich noch nicht einmal bestellt hatte, vor der Nation offenbar wirksam „überredet“ werden, Trumps Wunsch-Richter zu unterstützen.

Chinas Staatschef dürfte von diesem Angriff ebenso unterrichtet gewesen sein wie Putin. Da er also zur selben Zeit mit Trump konferierte, hat er die nach dem Völkerrecht mal wieder illegale Aktion also kaum als Affront gegen sich aufgefasst. Ihm käme es ohnehin sicher gelegen, wenn die US-Truppen nun im Treibsand des Syrienkrieges versänken, statt in einer Neuauflage des Koreakrieges. Aber Trump bietet ihm und Putin damit geradezu ein Zuckerl an, denn Moskau und Peking können sich jetzt im UN-Sicherheitsrat wieder über die völkerrechtswidrigen Angriffskriege der USA beschweren, ihnen ihre angeblichen „Massenvernichtungswaffen Saddams“ zur Rechtfertigung des völkerrechtswidrigen Irakkrieges vorhalten. Kurz, sie können die Neokons, die dort ja für die USA noch auf Posten sind, auch in der UNO veritabel schwächen. Denn Trump, Putin und Xi sind sich einig, dass die UNO so, wie sie jetzt mit ihrem Sicherheitsrat besteht, mindestens so obsolet ist wie die NATO. Sie muss also grundlegend reformiert werden. Und mit ihr nicht mehr und nicht weniger als die globale Nachkriegsordnung seit 1945.

Ein Blick aufs geopolitische Schlachtfeld

Schauen wir nun auf den halbwegs aktuellen Frontverlauf an der türkischen Grenze: Nach der Einnahme Aleppos haben die Kurden der YPG sowie Assads Truppen Erdogans IS- und „Freie-Syrische-Armee“-Schweinehunde eingekesselt. Die sollten mal mit Obamas Al-Nusra-Front und der türkischen NATO-Armee verhindern, dass die Kurden geschlossen die türkische Grenze zu Syrien erobern, beherrschen und dort womöglich einen eigenen Staat gründen. Denn dabei könnten sie sich mit der PKK auf türkischer Seite zusammentun. Der blanke Horror für den Padischah aus Ankara, der natürlich auch den irakischen Peschmerga-Kurden nicht über den Weg traut, die mit der Hilfe von NATO-Truppen Richtung Raqqa und entlang dem Euphrat gegen den IS vorrücken.

Somit halten die „gemäßigten Rebellen“, die seit dem CIA-Putschversuch der NATO im Auftrag ihrer Herren und Meister gegen ihn auch schon mal in der Türkei das eine oder andere Rachebömbchen hochgehen lassen, nur noch einen relativ schmalen, aber ziemlich hochgebirgigen Grenzabschnitt zwischen Azaz und Jarablus. Westlich und östlich davon lauern die syrischen Kurden. Im Süden, über Aleppo vordringend, steht die Syrische Armee und schneidet ihnen den Rückzug Richtung Idlip ab, das ihre Kumpane noch weitgehend besetzt halten. Der letzte Fluchtweg der „Rebellen“ führt somit in die Türkei, wo schon die türkische PKK lauert, um ihnen den Rest zu geben und dabei auch noch die türkischen Truppen im eigenen Land zu schwächen.

Erdogans letztes wichtigstes Kriegsziel, eine internationale Flugverbotszone im Norden Syriens gegen die syrische Luftwaffe durchzusetzen und das Gebiet mit eigenen Truppen zu besetzen, schlägt endgültig fehl. Er bekommt sie weder von den Amerikanern noch von den Russen. Die NATO-Briten und Franzosen haben da auch nichts mehr zu melden. YPG und PKK rücken dem Sultan nun auf den Pelz, während irakische Kurden mit ihrer Peschmerga dafür sorgen, dass die völkerrechtlich auch vom Westen anerkannte irakische Regierung Erdogans Truppen nicht im Irak agieren lässt.

Ein Angriff der Amerikaner auf Syrien käme ihm also gerade recht, um wieder seine Flugverbotszone ins Gespräch zu bringen. Doch deren Kriegslust, selbst die der Briten, Franzosen und von Merkels Aufklärungstornados, ist langsam am Verzweifeln; die militärische Lage der Regierungen in London und Paris in Syrien fast schon prekär. Die Koalition der Willigen bröselt. Selbst Belgien hat seine 16 Tornados abgezogen in Anbetracht der offenbar gut funktionierenden Luftabwehr Assads. Was Erdogan bleibt, ist zusehen zu müssen, wie das von ihm mit angerichtete Chaos in Syrien nun auf ihn zurückschlagen wird. Aber noch ist es nicht soweit!

Derweil haben die von den Amerikanern unterstützten SDF (demokratische Einheit Syriens – auch so ein CIA-Trüppchen), die YPG-Kurden und die Peschmerga gerade sehr erfolgreich ganz Nordost-Syrien erobert und die „Hauptstadt“ des IS in Raqqa eingekesselt. Nehmen sie Raqqa ein, wäre das in Anbetracht der totalen Niederlage, die den Amis mit ihrem Regime-Chance ins Haus steht, nicht nur eine enorme Aufwertung der SDF wie der kurdischen Truppen, sondern damit auch der Neocons.

In dieser Phase des Syrienkrieges muss es den beteiligten Siegermächten natürlich darum gehen, durch schnelle Geländegewinne ihre Position für die kommenden Friedensverhandlungen auszubauen. Das heißt, nachdem Assad mit den Russen die zweitgrößte Stadt Syriens und einstige Industriemetropole Aleppo wieder in der Hand haben, versuchen die Amerikaner, sich in Al Raqqah und Deir Ezzor festzusetzen. Letzterer Ort ist der wichtigste Knotenpunkt der Verkehrs -und Nachschubwege nach Palmyra im Westen, in die syrische Nordprovinz und in den sunnitischen Teil des Irak. So hoffen sie wohl, den bis nach Bagdad führenden Euphrat zu beherrschen. Somit wird den Überresten des CIA-IS, die sich wesentlich aus den Ex-Mitgliedern von Saddhams Baath-Partei rekrutierten, nochmal die Möglichkeit gegeben, in den sunnitischen Teil des Irak zu flüchten und sich zu sammeln; also dort, von wo sie – abgesehen von den Freischärlern der Saudis und Katarer – einst hergekommen sind. Allerdings hat die syrische Armee bereits den Flughafen von Deir Ezzor unter Kontrolle. Und die Nachschubwege des IS mitten in der Wüste verlängern sich enorm und sind dazu ein offenes Ziel der syrischen und russischen Luftwaffe.

Der Kampf ist somit eigentlich schon jetzt entschieden. Die irakisch und jordanisch-syrische Grenze ist zwar noch weitgehend von den „Rebellen“ und dem IS besetzt. Dagegen die gesamte türkische Grenze bis auf den Korridor Azaz-Jarablus und Teilen der Provinz Idlip von den Kurden und der SDF. Der Ausgang des Syrienkrieges ist somit nicht nur ein Alptraum für Erdogan, sondern dürfte der Beginn einer kurdischen Offensive im inzwischen völlig destabilisierten Osten Anatoliens sein.

Der Syrienkrieg wird sich somit auf die Türkei verlagern und in die erste Etappe der territorialen Schrumpfung des türkischen Nationalstaats übergehen, in dem die Kurden der Türkei wie die des Irak ihre Autonomie im Staat als Zwischenetappe zum eigenen Staat durchsetzen werden. Erdogan, völlig abhängig von Putin, im Zwangsbündnis mit Hisbolla und Iran gegen den IS, wird sich schließlich mit dem für ihn noch geringeren Übel abfinden, nur um einen Kurdenstaat weiter hinauszuzögern. Verhindern wird er ihn wohl kaum noch können.

Die obsolete europäische -und die neue arabische NATO Trumps

Gerade werden wir Zeugen, wie die Türken von den USA aus der NATO gedrängt werden, weil Putin Erdogan in der Hand hat und somit Einfluss auf die zweitstärkste Streitmacht des transatlantischen Bündnisses. Die Russen sind an einer Schwächung der NATO interessiert, aber inzwischen genauso wenig wie Washington, Rom, London, Brüssel oder Berlin an einer starken türkischen Armee. Das Imperium hat diesbezüglich seinen Teil ja schon geleistet: Während es also mit seinem Putschversuch Erdogan zwang, seine eigene Armee im Nachhinein weitgehend zu enthaupten, sorgt nun Moskau dafür, dass der drohende Kurdenstaat immer näher rückt. Und Moskau wie Washington drängen GB und Frankreich (und in deren Schlepptau natürlich auch Deutschlands Tornados und Spezialeinheiten) als europäische Mächte des Vatikan so gut wie vollständig aus dem geopolitischen Raum Naher Osten.

Die USA sehen die NATO als obsolet an. Warum? Sie bauen ein neues militärisches Bündnis zusammen mit Israel auf. Ziel ist eine arabische NATO, die von ihnen dominiert wird. Die Idee stammt noch von den Neocons, ist also keineswegs auf Trumps Mist gewachsen. Die arabische Liga versuchte sich sogar schon 2015 durch eine Initiative der Saudis mit dem ägyptischen Präsidenten al Sisi daran. Damals sollte eine 40.000 Mann starke Truppe entweder in Kairo oder in Riad stationiert werden. Ägypten ist am dichtesten besiedelt und Saudi-Arabien ist am reichsten. Der eine stellt also das Kanonenfutter und der andere die Kanonen. Teilnehmerstaaten der neuen Koalition dieser Willigen von Gnaden der USA und Israels: Saudi-Arabien, Bahrein, Kuwait, VAE, Ägypten, Marokko und der Sudan.

Dass die USA während des Angriffes auf Syrien nicht mal an der NATO-Ministertagung teilnahmen und Trump statt dessen mit seinem Außenminister in Florida mit Xi konferierte, zeigt nicht nur, dass der militärische Stellenwert der NATO für die USA sinkt. Zwar muss Trump bisher noch auf Frankreich und GB Rücksicht nehmen, die seine innenpolitischen Feinde unterstützen und in Syrien und Irak ihre alten kolonialen Interessen verfolgen wollen. Aber er spricht sich jetzt lieber mit den Chinesen geopolitisch ab; in Bezug auf Eurasien und in Bezug auf seine arabischen NATO-Pläne.

Der ägyptische Präsident Al Sisi hat nun der neuen US-Regierung erneut den Vorschlag unterbreitet, eine arabische NATO zu schaffen, die von den arabischen Ländern finanziert und von den USA und Israel mit militärischem Know how ausgestattet wird. Ein Angebot an den militärisch industriellen Komplex, das weder Trump noch der noch „amtierende“ „Nebenpräsident“ John McCain ablehnen konnten. Zu den oben bereits genannten Ländern sollen nun noch Tunesien, Algerien und Libyen hinzukommen. Damit aber dürften die europäischen Ex-Großmächte Frankreich und GB auch diese ihre klassischen kolonialen Einflusszonen und den freien Zugriff auf deren Ressourcen verlieren. Und das, obwohl gerade sie es auf sich genommen hatten, mit Obamas Killary Libyiens Staatschef zu stürzen, zu massakrieren und das Land in die Steinzeit zurückzubomben. Am Ende haben sie nur für die USA die Drecksarbeit gemacht.

Diese militärische Allianz besteht also aus sunnitisch arabischen Staaten und es geht natürlich dabei nicht nur um ein Gegengewicht zur Türkei sondern auch um die Bekämpfung der Schiitischen Staaten bzw. den Staaten mit einer starken schiitischen Minderheit. An erster Stelle steht Israels Hauptfeind, der Iran, gefolgt von den Ländern des sogenannten schiitischen Halbmonds, also Teilen des Libanon, Syriens, des Irak und Aserbaidschans und Jemens. Das mehrheitlich von Schiiten bewohnte aber von Saudi-Arabien und den USA beherrschte Bahrein ist ja machtpolitisch schon längst aus dem schiitischen Halbmond herausgebrochen.

Damit Israel als Verbündeter des amerikanischen Hegemons anstelle desselben bei der künftigen Neuaufteilung des Nahen Ostens eine beherrschende Rolle einnehmen kann, müssen auf dem Kriegspfad Richtung Iran also zunächst weiterhin Syrien, Libanon und der südliche Irak bearbeitet werden. Aus diesem Grund will nun auch Trump Assad weghaben, denn als Alevit gehört er zu einer schiitisch orientierten Minderheit. Er will, wie Israel, ein sunnitisch dominiertes Syrien, das zu seiner neuen NATO passt.

Die israelischen Pläne

Das Haupthindernis beim Zustandekommen dieser merkwürdigen Neo-NATO ist allerdings Israel selbst, das in ganz Arabien – gerade auch im sunnitischen Teil davon – verhasst ist. Es müsste also einer Zweistaatenlösung mit den Palästinensern zustimmen, will das aber noch immer nicht. Dennoch will Tel Aviv die Neo-NATO-Pläne durchsetzen, da es auf diese Weise seinen Einfluss auf die arabische Sunna erheblich verstärken würde. Der Kitt dieses grotesken Zusammenschlusses kann also nur der gemeinsame schiitische Hauptfeind in Teheran sein. Somit dürften Israel und die USA künftig verstärkt versuchen, Sunniten und Schiiten gegeneinander aufzuhetzen.

Ob das aber ausreicht, eine arabisch sunnitische Uma unter der defacto-Führung Israels zu kreieren, scheint fraglich. Ohne Lösung des Palästinenserproblems kann es keine Lösung geben. Und Syrien, wo eine beträchtliche Zahl vertriebener Palästinenser wohnt, ebenso wie im Libanon, dürfte für diese arabisch-israelisch-amerikanische Militärallianz bereits verloren sein. Bliebe Jordanien, um das Territorium des letztlich unvermeidlichen Palästinenserstaates zur Verfügung zu stellen. Das hätte den Vorteil, dass Israel das seit 1967 besetzte Palästinensergebiet nicht räumen müsste.

Israel will sich in dieser Sache jedenfalls nicht mehr von der EU reinreden lassen, die nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Liebermann ohnehin viel zu sehr auf der Seite der Palästinenser steht. Ganz sicher ist sich die israelische Regierung, dass die potentiellen arabischen Verbündeten in einem stärkeren Maß auf Israel angewiesen sind als umgekehrt. Man wird sehen.

27 Kommentare zu Darum lässt Trump Assad fallen

  1. Warum es keinen Krieg geben wird

    Die USA sind völlig bankrott, genauso, wie die meisten westlichen Staaten.

    Wer glaubt, die USA hättn die Mittel, in Syrien, im Iran und in Norkorea Krieg zu führen, der irrt. Diese Mittel haben diese Angeber weder im finanziellen noch im militärischen Sinn. Und schon gar nicht im Moralischen.

    Wer ein Land mit Fernwaffen beharkt und es nicht mit Bodentruppen dauerhaft besetzen kann, hat den Krieg schon verloren.

    Die PR – Aktionen, welche die Amis in letzter Zeit durchführen oder gerade aufführen, sind die letzen Pfürze einer ehemaligen Großmacht, bevor sie ganz krass abkackt.

    Natürlich können die USA einen Weltkrieg mit allen möglichen Fernwaffen beginnen, doch bringt ihnen solch ein Irrsinn gar nichts, außer der eigenen Totalvernichtung durch russische, chinesische und nordkoreanische Atomraketen.

    Wir erleben den letzten Akt, bevor die Börsen, die momentan mühsam noch durch Falschgeld-Drucken in Seitwärtsbewegung stabilisiert werden, weltweit abstürzen.

    Vor dem dann beginnenden Bürgerkrieg sollten wir viel mehr begründete Furcht haben, als diffuse Angst vor einem Weltkrieg.

    Trump ist ein Kasperl. Und Chef eines Grattler-Clanes. Sonst nichts.

  2. Man wird sehen, was aus diesem Interessengeflecht
    entstehen wird. Eines war von Anfang an jedoch klar,
    es ging nie um Freiheit und Demokratie. Hätte Assad
    sich amerikanischen Interessen gebeugt, seine Position
    wäre nie in Frage gestellt worden. Falls alles so oder
    ähnlich eintreffen sollte war die so gefeierte „mächtigste
    Frau der Welt“ nur ein Spielball anderer Interessensgruppen
    und wird bald nicht mehr gebraucht.

  3. hubi stendahl // 12. April 2017 um 12:18 // Antworten

    „….fast zeitgleiche Ernennung seines Wunschkandidaten Neil Gorsuch zum Bundesrichter am Supreme Court angestoßen? Ein wichtiger Etappensieg nicht nur gegen die Killery-Demokraten, sondern auch im Kampf gegen die imperiale Fraktion….“

    Gorsuch stand bereits vor dem Angriff auf Idlib fest. Die Ernennung taggleich hatte nur noch deklaratorischen Charakter.

    Viele Fragezeichen, viele spekulative Elemente im Bericht. Es stellen sich zumindest einige Fragen, die diese Spekulation zweifelhaft werden lassen.

    – Die Positionierung und die Programmierung der Tomahawks benötigen nach Angaben von Fachleuten, auch Willy Wimmer erwähnt es im aktuellen Bericht auf RT, mehrere Wochen. Zwischen angeblichem Angriff und angeblicher Ursache liegen aber nur ein paar Tage. Woher wusste die Trump Administration bereits vorher, wann ein angeblicher Gasangriff stattfindet? Oder wurde er selbst geplant?

    – Nur um die Neocons auf Linie zu bringen einen solchen Aufwand zu betreiben, scheint mir zweifelhaft. Die Russen schicken weiteres Material in nicht zu unterschätzender Größenordnung nach Syrien, China positioniert sage und schreibe 150.000 Soldaten an der nordkoreanischen Grenze.

    – Der philippinische Präsident Duterte kapert mal kurzfristig ohne chinesische Gegenwehr Inseln vor der Küste und spricht von der Wahrscheinlichkeit eines „kurzen Kriegs“ mit den USA. Alles untereinander abgesprochen um Neocons zu bändigen?

    – Der Angriff der USA auf den Flughafen in Syrien kam just zu dem Zeitpunkt, an dem die Friedenskonferenz in der EU beginnen sollte und Al Kaida nahe Quellen wussten bereits vor dem angeblichen Chemie – Angriff, dass er stattfinden wird:

    https://deutsch.rt.com/meinung/48847-gespenstische-inszenierung-angeblicher-giftgasangriff-in/

    – Putin erklärt aus „sicheren Quellen“ beim Zusammentreffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten, dass der IS weitere Chemievorfälle in Syrien plane. Ist das wirklich nötig, um die Neocons in Schach zu halten? Schließlich ist die Information, dass die Vorbereitungszeit für einen Raketenangriff mindestens 10 Tage beträgt überall im Netz zugänglich.

    Das sind nur ein paar Ungereimtheiten, die zu einer Planung analog des Artikels nicht passen wollen.

    Was man ohne Spekulationen erkennen kann, ist die Zuspitzung der weltweiten Lage insgesamt. Und dahinter verblasst eine Spekulation, wie abhängig die Türkei von Russland sein könnte oder ob Trump wirklich in der Lage ist über Bande zu spielen. Angesichts des immensen Aufwands der getrieben wird, scheint mir der „Ertrag“, die Zurückdrängung der Neocons in den USA, ziemlich gering. Wäre es so, dokumentiert es nur die Machtlosigkeit dieses Präsidenten über die aus den Fugen geratene Hochfinanz und des militärischen Komplexes. Warten wir´s ab.

    • @Hallo Hubi, alles sehr scharfsinnig, aber trotzdem Kaffeesatz-Leserei.
      Vor Nord – Korea, China, Syrien und an den russischen Grenzen gleichzeitig den dicken Max spielen zu wollen, ist typisch für die USA. Aber dem Verbreiten schlecht riechenden Atems aus einem großen Maule werden keine Taten folgen. Denn die fünf Millionen gut ausgebildeter Soldaten für einen Bodenkrieg an all diesen Schauplätzen kriegen die Angeber nicht zusammen.

      Die Entwicklungen an den „Märkten“ sind es vielmehr, die als weit gefährlicher zu werten sind, als ein Krieg. Denn das Kreditvolumen, um die Weltwirtschaft wenigstens in Oberflächenvibration zu halten, schrumpft derzeit massiv.

      Wir stehen vor der größten Wirtschaftsrezession in der Geschichte der Menschheit! Mit UNGLAUBLICHEN Verwerfungen…

      • hubi stendahl // 12. April 2017 um 13:24 //

        @waltomax

        @Hallo Hubi, alles sehr scharfsinnig, aber trotzdem Kaffeesatz-Leserei.“

        Ja, etwas anderes geht derzeit bei den vielen Variablen auch gar nicht.

        Übrigens wissen Sie, dass mir klar ist, dass über Allem das wackelnde Finanzsystem steht, in dem sich die Protagonisten gerade startbereit machen, die besten Plätze einzunehmen.

        Das bedeutet m.E. aber gerade, dass mit massiven Verwerfungen und Ablenkungen zu rechnen ist. Ein kurzer Krieg, wie ihn Duterte in Asien vermutet und dafür vorsorglich die vorgelagerten Inseln ohne Gegenwehr Chinas, also faktisch mit deren Genehmigung eingenommen hat, lässt vermuten, dass es durchaus auch zu Situationen kommen kann, in dem einer die Karten auf den Tisch wirft und sehen will.

        Alle Geschehnisse sind letztlich auf die Situation der globalen Finanzwirtschaft zurückzuführen, über deren verwerfliche Entwicklung Politiker versuchen ihre Positionen durchzusetzen, die unter prosperierenden Bedingungen abgelehnt würden.

        Deshalb gehe ich für Europa, respektive im Besonderen für Deutschland von einem Bürgerkrieg aus, der seit Jahren aufgebaut wird, um das Völkerrechtskonstrukt BRD nach GG Artikel 23 in der EU aufgehen zu lassen. Wir werden sehen was passiert, wenn die ohnehin zerstörte EEG Infrastruktur sich verabschiedet und nur noch temporär die Zivilisation aufrecht erhalten kann.

        Zitat:
        „Die Entwicklungen an den „Märkten“ sind es vielmehr, die als weit gefährlicher zu werten sind, als ein Krieg.“

        Einverstanden. Wo bei das eine, das andere nicht ausschließen muss. Im Gegenteil. Die Historie zeigt uns ja gerade, dass es mit der Intelligenz unserer Spezies nicht weit her ist, wenn das Programm erst einmal von Schaf auf Wolf umgestellt ist.

      • James "Euro" Bond // 13. April 2017 um 13:55 //

        das sind ja dunkle Bilder…

  4. Vielen Dank für Ihre Übersichtsbemühung zu einer verworren Gemengelage.

    Sie erfasst zugleich zahlreiche kleinere Bewegungen und zeichnet ein Ganzes dieser Region.

    Der detaillierten Kritik Hubis schließe ich mich an und erweitere, dass zur Stützung der vermuteten Inszenierungsthese die fehlenden CM’s wohl durch russisch-syrische Gemeinschaftsarbeit durch Manipulation der Höhenmessregler vorzeitig bis gezielt niedergingen. Dabei ist Kolateralschaden nicht auszuschließen, allerdings auf den gesamten Anflugbereich verteilt. Der nächste Test würde dann vielleicht nur noch 20 oder 10 % der CM ins vorher geräumte Ziel gehen.

    Hier haben wir es also bereits mit inversen Realitäten zu tun, den echten Antagonisten zu der echten Propaganda der MSM.

    Und WaltoMax verweist auf die schwindenden Ressourcen des ausgeweideten US-Hegemons, was Lampe ja bereits angeschnitten hatte. Er verwies auf die Unumgänglichkeit der US-Chinesischen Abstimmungen für die Realwirtschaft. Das alles parallel zur NATO-Versammlung ist schon die Deklaration des Regime-Changes der Trumpverschwörung, um einmal eine strapazierte Vokabel wieder etwas zu reanimieren.

  5. Die USA können ihre „Feinde“ zwar zerstören, aber nicht militärisch besiegen.

    Das gilt auch für den I. und II. Weltkrieg, als die USA als Abstauber sich am Sieg beteiligten.

    Die Deutschen wurden durch die Russen besiegt, aber nicht durch die Westalliierten. Ohne die Russen und einen Zweifrontenkrieg hätte die Wehrmacht Amerikaner und Briten ins Meer geworfen.

    Die Taktik der USA ist die von militärichen Feiglingen. Ohne Alliierte und/oder massiven Einsatz von Fernwaffen bekamen sie überall den Arsch voll, wo sie mit Bodentruppen antraten.

    Die USA haben keine einzige ehrliche Feldschlacht Mann gegen Mann gewonnen, außer gegen die Briten. Und da auch nur mit Hilfe der Franzosen.

    Und genau aus diesem Grunde werden sie zu keinem einzigen der Kriege mit bedeutenden Bodentruppen antreten, mit denen sie drohen!

    • es kommt nicht darauf an, wer Sieger oder held oder Abstauber ist. Wahr ist doch zweifelsohne, dass die US INC mit ihrer „feigen Militär-strategie“ bisher alle Strategie-felder nachhaltig besetzt hat und besetzen wird. Die Kombination aus Spiel-Kapital, Support der 300 + Dummheit der Usurpierten Nationen ergibt ein supergeiles Gemenge, das man x-belibig herumschubsen kann. Die Haupt-Akteure des WWi +2 , UK + RF sind mittlerweile moralisch und strategiesch als auch politisch zu grossmäuligen Hasenfüssen mutiert, so dass von Ihnen immer nur Obidianz zu erwarten ist- je nachdem wie gross der Druck des militärisch-industriellen Komplexes bereitgestellt wird. DAs was wirklich extreme Sorge macht, ist die zentral-europäische Blödheit und Inkompetenz, ihre eigene Lage analysieren zu können und daraus die politisch notwendigen Schlüsse zu ziehen:
      * alle gemeinsam aus der NATO und der EU raus.
      * Auflösung des €uro-Bündnisses und
      * gesamthafte Zerstörung der US-Usurpation- in Europa.

      Das wäre nicht nur denkbar, sondern durch eine konzertierte Jahres-Aktion leicht durchzuführen, denn die USA hätte NULL Optionen, dagegen zu halten, weil sie selbst an zu vielen Fronten mit zuviel Imponderabilien beschäftigt ist.

      Der Seidenstrassen-Komplex müsste nur kleine Drohgebärden zur eurasischen Hegemonie abgeben, um die US INC zu verjagen. Der ganze Spuk mit ONE World und Totalitarusmus könnte vorbei sein. So aber hängen wir dem Hosenanzug an und blicken gebannt mit aufgerissenen Augen auf den übergross aufgeblasenen Luftballon USA.

  6. Lehre aus Nordkorea:

    Bedrohe die USA mit den gleichen Fernwaffen, mit denen sie Dich bedrohen und fahre massiv Bodentruppen zur Landesverteidigung auf.

    Und die Amis werden kneifen!

  7. @WaltoMax

    Ihre atomaren Fernwaffen gefährden die ganze Welt, wie auch ihre Währung, mit der sich die Amis in Fremdwährungen verschulden können, bisher immer noch und weltweit, exklusiv. –

    Genau dieses doppelte Desaste, mit einer möglichst sanften Landung, zu beenden ist erste Pflicht und Aufgabe aller echten, politisch agierenden Menschen, ohne Altersapartheit (ja Hubi!) wie es die 86-in Jährige Louise Schneider in der Schweiz vormacht.

    Gestern um 23:00 brachte ARTE eine gute Doku zum Anarcho-Syndikalismus, der eigentlichen zukünftigen Gerechtigkeitsfront, jenseits von Sorros, SPD und NGO-Pappkamerad_innen-Parlaments-Sozialismus!

    • hubi stendahl // 12. April 2017 um 15:09 // Antworten

      @conrath

      „Gestern um 23:00 brachte ARTE eine gute Doku zum Anarcho-Syndikalismus, der eigentlichen zukünftigen Gerechtigkeitsfront……“

      Na da warten wir mal ab, was denn in der Realität passiert. Einen Vorgeschmack hat der Pöbel gestern mit dem „Anschlag“ auf den BVB Bus ja bekommen.

      Der BVB ist nicht irgend ein Fußballclub, er ist der FC Bayern für den Pöbel. Bundesweit viel beliebter als der vielerorts verhasste elitäre Club. Der Anschlag, der zunächst irrtümlich? mit einem Bekennerbrief der Antifa unterlegt war und dann zurückgezogen wurde, ist eine typische Aktion der letzten Jahre. Wohltemperiert, wunderbar dosiert und ein kleiner Schaden, der sich medial ausmacht, als wäre ein kompletter Häuserblock zum Einsturz gebracht worden.

      Mittlerweile hat man ein zweites Bekennerschreiben nicht von der Antifa sondern von den Allah Anbeter gefunden und die Bundesanwaltschaft geht von einem Terrorakt aus. Keine Rede mehr von Antifa. Maximale Verwirrung und die Wut sind angekommen. Mitten im Herz von Cola und Chips, denn dass kein Fußball mehr ohne Gefahr geht, geht gar nicht.

      Aber das ist erst der Anfang!

  8. jäätelötötterö // 12. April 2017 um 15:16 // Antworten

    schaue gerade RU-TV—auf fast allen Kanälen Kriegsvorbereitungen, ein einstimmen der Bevölkerung auf das Unausweichliche mit den Unausprechbaren.
    Bin mal gespannt wer von euch bald einen Tornister + Klappspaten verpasst bekommt. Kinderlos ? Gibt bei euch ein Gesetz im Notstand das man bis 60 Jh ein-ziehen kann: „Coni“ Du auch–oder bist Du als Meinungsmacher/Aufpasser/Foren-wart dann wie ein Silberfisch unter die Fußleisten geflitzt und findest keinen richtigen Tages-Schiss ?
    Putin sagte zu Trump in einer Pressekonferenz gestern.
    “ Mädchen das ist langweilig “
    meinte er Uschi, Angelika ; Claudia, Kathrin oder Friede

    Bin gespannt wie es bei euch weitergeht.

    Eine invalide Republik, die nur noch von Meinungs-Blockwarten zusammengehalten wird-und die böckenden Schäffchen vor sich hertreibt.

    • Frau JäääteLot & Hubi

      Als Aufpasser habe ich einen goldenen Klappspaten, und warum trainieren wir am Strand, samt Baden bei 7 Grad?

      Anarchisten hatten nur sehr kurze Phasen, in denen die ‚Aktionen‘ der Tat auch mit Gewalt ausgetragen wurden, vor allem um die Wende des 19. ten zum 20. ten Jhdt. und die staatlichen Gegenaktionen waren schon immer um ein Vielfaches gewalttätiger und mündeten schon damals in den Staatsterror ein.

      Und unterscheiden Sie die verschiedenen Gruppierungen, die erheblich umfangreicher waren, als die „orthodoxen Marxisten“. Also Zentralisten standen den Anarchosyndikalisten meist unerbittlich gegenüber. Und Sorros A-Gruppen und NGO-Vernetzten bitte nicht mit den historisch fortschrittlichen Bewegungen verwechseln.

  9. Bitte Aleviten (vor allem Kurden in der Türkei) nicht mit Alawiten (Schiitische Midnerheit vor allem in Syrien) verwechseln!

    Ägypten udn Marrokko sollen Teil der arabischen NATO werden?
    Bullshit.
    Zu Ihrer Information Herr Autor dieses Artikels:
    Marrokko ist mit Saudi Arabien verfeindet, da Saudi Arabien den radikalen Islamismus unetrsützt. 80% der Marrokkaner sind zudem Berber udn keine Araber. Die Berber wurden merh als 1000 Jahre lang von den Arabern brutal unterdrückt.
    Die Berber veruschen mit Unetrsützung von Kurden nun auch in ALgerien endlich die Autonomie und Freiheit zu bekommen.
    Ähnliches gilt für den Staat Mali, wo die ethnischen Berber (sogenannte Tuareg) ebenfalls einen eigene Autonomie oder Unabhängigkeit erreichen wollen.
    Also merken Sie sich. Marrokkanner haben sogar vor kurzem Vollschleier in ihrem Staat gesetzlich verboten, damit also auch den radikalen Saudis eins auszuwischen!

    Marrokko udn Saudi Arabien werden ganz sicher keine Freunde mehr!
    Denn auch in Algerien tobt ein seit vielen Jahren (ursprünglich begann der Konflikt vor fast 1000 Jahren) andauernder Kampf zwischen eher liberal-gemäßigten Berbern und den fanatisch religiösen Arabern!

    Eher wäre eine arabische NATO aus Mitgliedern des arabischen GCC (Gulf Cooperation Council denkbar)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Cooperation_Council_for_the_Arab_States_of_the_Gulf
    Dessen Mitglieder sind:
    Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate und Oman .
    Jemen soll durch einen Eroberungs-Krieg der Saudis an den GCC annektiert werden!

  10. Ohne Belastbare Quellen, ist der gesammte Artikel nicht viel mehr als fantasievolle Glaskugelleserei..

    Sorry.. unbrauchbar

  11. ja, das einzige was sicher zu sagen ist: alles spitzt sich zu.
    Die gestrige ARTE-Doku war auch deshalb interessant, weil sie ausschließlich die politische Dimension thematisierte, also den ganzen weltanschaulich-spirituell-okkulten Hintergrund negierte. So wurde der Sarajewo-Attentäter als Anarchist dargestellt, dabei gehörte er zum serbischen Freimaurerfraktion. Auch die jüdische Finanzierung der Bolschewisten wurde natürlich mit keinem Wort erwähnt usw…
    Kurz gesagt: ein ausschließlich okönomisch-politischer Blickwinkel engt das Gesamtbild viel zu stark ein.
    Wahrscheinlicher ist sogar angebracht, diese Betrachtungsebene eher als Resultat denn als Ursachenebene anzunehmen. Stichworte Economist-Cover 2017 oder Johannes-Offenbarung 12/1 und -/2. (siehe z.B. www.blog.baantu-offenbarung.de)

    Demnach werden die Karten wohl erst im September auf den Tisch gelegt.

  12. http://www.arte.tv/guide/de/047435-001-A/kein-gott-kein-herr-eine-kleine-geschichte-der-anarchie-1-2

    Kucken!

  13. Karl Bernhard Möllmann // 12. April 2017 um 20:57 // Antworten

    . . .
    Ich habe das Gefühl – das Establishment der USA ist ein Kindergarten von lauter in der Entwicklung gestörten Halbstarken – deren Geisteszustand echte VERWIRRUNG ist!
    .
    Aber es gibt Gott sei Dank auch ausgeschlafene Amerikaner!
    .
    HIER ist so einer:
    .
    „Why Russia has become the number-one target in the US press“

    By Jon Rappoport

    „The new devil in the US press, as of last summer, was Russia. All of a sudden. And then, in the wake of the election, the devil became the DEVIL. Was this nothing more than an attempt to discredit Trump and his victory?

    No. It was definitely something more.

    As David Icke stated on the Richie Allen show a few days ago, Russia was the player who was standing in the way of the long-term goal to get rid of Assad in Syria and turn the country into a hellhole like Libya.

    The US government and its allies had created, funded, and armed the group called ISIS, the proxy force for, among other operations, wiping out the Assad government in Syria. The Syria op was a slam-dunk…until it wasn’t. Until Putin stepped in and gave air support to Assad’s troops and turned the war around, bringing it to the brink of, God forbid, actual peace negotiations.

    That outcome was definitely NOT on the agenda of the US Project for a New American Century, the neocon playbook for destabilizing the Middle East.

    Putin was standing in the way. He was screwing up The Plan. He was winning.

    Therefore, another WMD (as in Iraq) situation was required. This time, based on no reasonable evidence, the reported weapon would be sarin gas, and the place would be Syria, and the perpetrator would be Assad. And before the sarin-Assad claims could be studied fully, it was time for a response, an attack, a missile strike. The objective? Destroy the peace process in Syria, paint Assad as the killer.

    Trump went along. He pulled the trigger. He was fed „evidence“ that Assad was killing his own people with outlawed chemical weapons, and he ordered the missile strike.

    And now, every neocon in Washington who can get press coverage is saying the Trump has, for the first time, „become the president.“

    And that’s true, if by „president“ we mean a person who is ingesting „evidence“ and taking marching orders from above; from what has been called the Deep State.

    A State dedicated to endless war.“ (Ende Zitat)

    • hubi stendahl // 12. April 2017 um 22:13 // Antworten

      Ihr investigativer „Journalist“ ist vorsichtig ausgedrückt, der typische infowars Informant, der Elefanten in einer Mausefalle festhält.

      Eine längst widerlegte gebastelte Theorie von Adam Weishaupt bis George Bush hat er neben anderen Behauptungen auch auf seiner Seite: nomorefakenews.com. Nur weil er sich gegen die Pharmalobby einsetzt, was auch ein Geschäftsmodell sein kann, ist er noch lange kein interessanter Multiplikator.

      Für mich ein Spinner, der auf einer Welle reitet und sich eine neue sucht, sollte die alte abebben. Thierry Meyssan oder Glenn Greenwald sehen zwar nicht an jeder Ecke Illuminati, dafür sind ihre Recherchen aber klar nachvollziehbar.

    • @KBM

      Es gibt auch sehr ausgeschlafene Kindergartenkinder, dass wissen alle erholungsbedürftigen Eltern und politische Kindergartenkinder gibt es auch sonst auf der Welt, u.a. erkennbar an zuviel Verwendung von Großbuchstaben-Wörtern und dem eingeschränkten Themenhorizont,…

  14. Johann Herberger // 13. April 2017 um 01:32 // Antworten

    Bei „Trump hat andere Pläne, die sich mit denen Israels decken“ habe ich aufgehört zu lesen.

    Israel hat kein Interesse an einem patriotisch-selbstbewussten Amerika – womit genau Trump angetreten ist. Trumps Amerika hat kein Interesse an teuren militärischen Aktionen, welche vor allem Israel nutzen. Das es mittlerweile hinter den Kulissen heftige Deals geben muss, offenbart die aktuelle Situation.

    Einen heißen Krieg wird es nicht geben. Stattdessen sind wir alle bereits seit 2008 Zeugen des heißen Finanzkrieges in verschiedensten hybriden Formen um Einflusssphären für die neu sich einstellende weltweite Machtarchitektur..

  15. Marcus Junge // 13. April 2017 um 12:17 // Antworten

    Wenn Sie derartige Gedankengebäude errichten, dann sollten die Details stimmen.

    Es sind keine „Raketen“, sondern Marschflugkörper, diese netten, kleinen „Tomahawk“. Falls Sie nicht wissen was der Unterschied ist, dann haben Sie das Thema eh verfehlt.

    Der IS ist keine Kreatur der Türkei, die kam erst später hinzu. Es ist der IS der Amis, der Isrealis, der Saudis.

    Wenn 59 Marschflugkörper verfeuert wurden, dann nicht „von seinem Flugzeugträger“, sondern von Lenkwaffenzerstörern und Kreuzern, da die Träger gar keine Starter für Marschflugkörper haben, sondern nur Bewaffnung zum Eigenschutz.

    Die Behauptung 59 abgefeuert, nur 23 haben getroffen = Sieg für den Angegriffen, zeigt nur, daß Sie keine Ahnung vom Thema haben. Die Sowjets haben das mal eindrücklich illustriert. Als die NATO die RAM-Starter auf ihren Kriegsschiffen einführte, waren diese in der Lage (theoretisch) 16 angreifende Lenkwaffen damit abzuwehren. Die Sowjets konterten „man werden dann halt einfach 17 pro Ziel schicken“.
    Sollten 59 Marschflugkörper auf den Flugplatz verfeuert worden sein, dann haben fähige Planer seit Jahren gewußt, daß die Russen die Syrer mit modernen Luftabwehrrakten beliefern. Gewußt wo die stehen und welche (theoretische) Abfangleistung damit erreicht werden könnte und dann einfach eine Übersättigung erzielt, also mehr geschickt, als abgefangen werden könnten.
    Und das ist keine höher militärische Mathematik, sondern das 1×1.

    • @Junge

      Auf wen bezieht sich Ihr Kommentar? Ich halte die schlichte These eines Saturierungsangriffs für möglich, in der gegebenen Interessenslage aber für nicht hinreichend. Inszenierung, mit Austestung der neuen Möglichkeiten der russländisch-syrischen Formationskräfte, ist mAn erheblich wahrscheinlicher/ plausibler.

  16. Was ist mit der Einfluss Arabischen Eliten.. bauen Weltweit Ihre Moschebasen auf.

    • @Mensch

      Religiöse Bauten und Gemeinschaften brauch(t)en, wie auch Kriege und größere Verkehrsvorhaben, schon immer das organisierte Münzgeld für ihre Finanzierung. Die heutige Islamisierung ist auch ein Nebeneffekt der zuvor explodierten Erdölmobilität (Petro-$).

      Und denken Sie beim nächsten Tanken an Ihren freiwillig-unfreiwilligen Beitrag zum Bau großer Moscheen. Ja, der größere Teil der Treibstoffkosten sind Steuern. Die werden dann zur Mitfinanzierung der IS und CIA benötigt/ verwendet. Politisches Denken endet eben nicht an der Zapfsäule und erschöpft sich nicht im Maulen über die Zustände/ Symptome.

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