Frau Petry ruft zurück!

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Nach „Julius“ Höckes Dresdener Ruf über den Rubikon überschreitet Frauke „Juliane“ Caesar mit ihrm Realo-Marsch nun denselben. Ein AfD-Satirchen zum heulen…

 Frau Doktor hat verstanden! Ja wirklich! Dem Bierzelt-Höcke seine Dresdner Nachtwächter-Hauruck-Schlachtrufrede über Watzke sein Tanzssaal-Rubikon hinweg ist keineswegs ungehört von ihr verhallt worden. Im Gegenteil! Jetzt schallt es zurück! Die Ausschluss-Fanfare quillt. Im heiligen Heerlager derer, die künftig ganz allein die AfD-Bürgerrealos sein wollen, wird zum Sammeln getutet und geblasen! Juliane gegen Julius! Nach dem Hinspiel steht’s 1: 0 für Julius!

Die alternativste Alternative, die es je für Deutschland gegeben hat, erklimmt nun zweifellos den Gipfel ihrer innersportlichen Klassenkampfstärke! Doch den muss sie jetzt bis zum Bundesparteitag erstmal halten. Frau Doktor weiß da klugen Rat! Also los! Rückspiel! Revange! „Sachantrag zur strategischen Ab-“ pardon! – „Ausrichtung der AfD“! Kommt sie damit nicht durch, ist sie durch. Kommt sie durch, ist die AfD durch.

Zwei stockblinde Maulwürfe

Aber keine Bange! Das muss noch lange nicht heißen, dass diese zwei stolzen AfD-AlternativgipfelstürmerInnen aus Dresden und Erfurt mit ihren tapferen Mann-und Frauschaften in der zweiten Runde womöglich um den edlen Lorbeer der politischen Intelligenz in Deutschland ringen. So langweilig wird das nicht. Immerhin tritt nun im alten Gauland des CDU-Märchenwaldes Meister Hans Höckle mit den sieben Verzwergten gegen Chemittchen, Prinz Pretzell, die Von-und-zu-Stiefmutter mit dem bösen Blick und Jerzy, den Jäger, an. Das verspricht Spaß, Spannung und was zum Spielen! Doch noch ist über den Wipfeln der beiden MaulwurffeldherrInnenhügel Ruh‘. Die Ruhe vor dem Sturm im Wassereimer auf der Maulwurfswiese.

Nicht Weitsicht, sondern kluge Kurzsicht ist die Devise beim sich Durchwühlen durch die finstren Parteigrabengänge des grünfeuchten Labyrinths unterm Gartenrasen des blauschwarzen Hauses Vaterland. Und so verwundert es nicht, dass sich die bald neunfache Mutter auf dem Monte Realo und der immerhin vierfache Erzvater auf dem Pik Fundi so fest im politstrategischen Adlerblick haben, wie eben zwei stockblinde Maulwürfe. Als solche erklären sie sich nun im rauschenden Blätterwald begeistert den Politkarrierekrieg. Es geht schließlich um die stabilen Zugänge zu ihrer Kinderstube von morgen!

Wir werden nun also im spannenden Rückspiel entspannt erleben, dass während der diesjährigen, schon mit Hochspannung ersehnten AfD-Idioten-Olympiade das stark angerupfte Chefmaulwurfhuhn Minerva beim vollkrassen Gegenangriff garantiert genauso wenig Gedankenblässe vorkränkelt, wie der westfälisch melancholische Bierzeltmaulwurfgockelaprilscherz vom hell und klar aufgegangenen Meuthenmondhof über dem Eichsfeld. Nur anders eben. Doch wie auch immer: Wir werden sicher auf unsere Kosten kommen. Denn nun hat auch Frau Petryheil tierisch klar gestellt: Es kann nur einen Fisch an der Angel geben!

Narrenschiff der Politchristenheit

Von wegen olles Schandmal und so! Die AfD ist jetzt sogar der Garant für jüdisches Leben in Deutschland! Also, sobald endlich die nächste Frau mit Doktortitel Bunzelkanzlette ist – das könnte nach ihrer Zeitrechnung so um 2026 n. Chr. was werden – werden mit den Ruhestellungsmedikamenten für Deutschlands Allgemeinbürger noch gesondert goldene Mutterkreuze und gelbe Garantiescheine für Juden ausgegeben. Jeder bekommt genau einen! Jüdisches Leben kann nun endlich aufatmen! Ja, man muss da schon differenzieren und separieren! Es geht schließlich um die Sicherheit als sanftes Ruhekissen. Die AfD ist damit nämlich nicht mehr länger sozusagen Deutschlands Bad-Bank des Antisemitismus! Das ist ja jetzt fühlbar der Einwanderer-Meuchelmoslemismus – aber natürlich nur, wenn nicht der bierzeltblaue Oberlehrer mit Hang zu Trump im Meuthenmond den Sieg erringt, sondern Dunkeldeutschlands helle Chemikerin von Londons Royal Society.

Ein Preis ist auch schon ausgelobt! Von der CDU/CSU nach Merkel und Seehofer: Wer zuerst am Ar… ist, darf die erste Junior-Koalition mit ihr proben! Nun kommt alles darauf an, ob es nach dem Abtritt der großen Kanzlerin und dem endgültigen herzlosen Abschuss des Lindner-Bambis von der FDP zu einer erfolgreichen Trump-Revolte im CDU/CSU-Gedärm kommt oder die Vatikan-Zentrums-Nachfolgerin der braunen EU-Soutane die Treue hält. Also, darf Höcke zuerst von hinten rein oder Petry? Und für den Fall, dass Höcke gewinnt, denken die wendigen Denktanker jetzt scharf nach: „Wie machen wir den zur Petry?“ Dreimal dürfen wir riechen!

Mit brennender Sorge treibt das einst stolze Narrenschiff der Politchristenheit als imperialer Seelenverkäufer jetzt auf die bange Frage zu: Käme Merkels Flüchtlingskrisen-CDU mit einer AfD-Koalition der Abendlandverteidiger beim weiterhin für ziemlich doof gehaltenen frustrierten Mittelstands-Herbstwähler glaubwürdiger rüber oder ohne? Bestimmt mit! Man ist ja Realo! In jedem Fall aber würden die beiden christlichen Spiegelfechter prima mit sich und der NATO auskommen! Dafür hat das Realo-Fundi-Parteiprogramm ja schon mal gesorgt. American first! Aber dazu muss jetzt die ganze Antisemitismus-Kampagnensch…. gegen die pösen „AfD-Nazis“ noch schnell runtergekühlt werden. Also wird sie erst mal hochgekocht.

Partei mit der Kraft der zwei Herzen

Folglich wütet Patriot Höcke wie bestellt über sein Schandmal und Frau Petry flötet Schandmal-Garantien aus ihrem braven Christenherzen zurück! Und der Weltjudenrat schaltet seine Empörungsabteilung ein, damit die sondiert, wer recht behalten soll und ob die Frauke und der Björn ihre jüdisch-christliche Alchemie-Lektion in Sachen political correctness gelernt haben. Denn wir wissen: Nur mit der richtigen Sprachalchemie kann man die neue Partei mit der Kraft der zwei Herzen entsprechend koalitionsrein katalysieren. Es läuft also alles wie am Schnürchen! Die Parteitagsquizshow „Divide et quo vadis“ kann beginnen!

Sollte danach Meister Göckle als grandioser Triumphator seiner künftigen Parteiabspaltung entgegen seinen bisherigen Gewohnheiten plötzlich eine Schwulenbar besuchen und sich von dort ganz allein, frustriert und besoffen auf den motorisierten Heimweg machen und dabei – na sie wissen schon! – dann ist schließlich auch die gemeinsame Basis der AfD mit der FPÖ hinreichend belegt.

17 Kommentare zu Frau Petry ruft zurück!

  1. Um Sie mit Ihren eigenen Worten zu zitieren:
    Warten Sie doch erst einmal den Parteitag ab „und halten Sie einfach mal die Fresse“.

    • Ergänzung:
      Die Anti-Afd-Meute und das zugrunde liegende System erwähnen Sie als eigentlichen Urheber der Situation natürlich mit keinem Wort! Wohl systemtreu?

  2. hubi stendahl // 8. April 2017 um 12:04 // Antworten

    Diogenes Lampe

    Danke für den sarkastischen Bericht über den Gemütszustand einer Partei, die noch gar keine ist.

    Zitat:
    „Ausrichtung der AfD“! Kommt sie damit nicht durch, ist sie durch. Kommt sie durch, ist die AfD durch.“

    In der Tat hat sich Frau Petry (aus welchen Gründen auch immer) selbst in das Kanonenrohr begeben. Wer jetzt die Lunte anzündet ist beinahe egal. Und ob sie irgendeine Abstimmung gewinnt, spielt auch nur noch eine marginale Rolle. Die AFD hat (zumindest für die Bundestagswahl) fertig:

    Das Potential der Wähler, die dieser Partei, wäre sie eine geworden, einen Anteil jenseits 20% hätte bringen können, ist leichtfertig schon viel früher verspielt worden.

    Zur Zeit, als der Abgang Luckes und Henkels initiiert wurde, hatte ich dafür geworben, der neuen Spitze Petry, Gauland, Meuthen die paar Monate Zeit zu geben, um aus der AFD eine wirkliche Alternative zu machen. Das hat eindeutig nicht funktioniert und hat mehrere Ursachen.

    1) Die bestimmenden Personen formierten sich neu und haben dabei das GANZE
    aus den Augen verloren und eigene persönliche Belange in den Vordergrund gestellt. Ein Unternehmen wäre bereits daran pleite gegangen, denn die Persönlichkeiten im Osten der Republik einfach in der Schublade verschwinden zu lassen statt zu integrieren, kann nicht funktionieren.

    2) Die beim Wähler (Kunden) erfolgreichen Personen, wurden von den drei Führungspersonen entweder nur halbherzig oder nicht integriert. Statt Diskurs gab es Streit. Dadurch entwickelten sich Parteien in der Partei, die eigentlich gar keine ist. Integration scheint in der Politik eine andere Bedeutung zu haben, wie man ja auch an der Zuwanderungspolitik sieht.

    3) Die Aufgabe einer Parteiführung (Unternehmensleitung) ist es Ziele zu formulieren, die das Gesamtunternehmen mitträgt und zum Erfolg führt. Ziele machen sich fest am Wunsch des Wählers (Kunden). Der Wähler spielte aber bisher kaum eine Rolle. Das erklärt auch, warum die Ablehnung der NATO und des Euros ganz klammheimlich aus dem Verkehr gezogen wurde. Aber der Wähler (Kunde) merkt schnell, ob in der Verpackung noch das drin ist, was draußen draufsteht.

    4) Öffentlichkeitsarbeit erschöpft sich nicht im Herunterbeten einzelner Positionen durch eine telegene Person, deren integrativen Talente in der Partei, die gar keine ist, sich in engen Grenzen hält. Die selbsternannt auf Augenhöhe agierende Triade erschöpfte sich dadurch in einer medialen Spaltung AFD = Höcke gegen Petry. Eine öffentliche Wahrnehmung die der Todesstoß der Partei sein dürfte und sie in die Bedeutungslosigkeit verbannen wird. Das hätte das Gespann Petry/Pretzell vorher wissen müssen, als sie, statt zu integrieren, intrigierte.

    Was will ein Wähler (Kunde)? Er will Harmonie, Ausgleich, Sicherheit und friedlichen Wohlstand. Was hat Petry geschafft? Disharmonie, Differenzen, Unsicherheit und Streit und damit die Zerstörung einer Partei, die noch gar keine ist, auf dem Gewissen!

    Als Nichtwähler hätte ich ohnehin auch bei anderem Verlauf kaum gesellschaftliche Änderungen erwartet. Als Unternehmer muss ich feststellen, dass Frau Petry eine Fehlbesetzung im „Markt“ der Parteien war und sie deshalb im „Markt“ in die Bedeutungslosigkeit gehen wird. In einem Unternehmen kann der Unternehmer die Notbremse ziehen, in einer Partei, die noch gar keine ist, kommt es zu hauen und stechen und schließlich zum Untergang.

    • Karl Bernhard Möllmann // 8. April 2017 um 13:18 // Antworten

      . . .
      ZITAT @ Hubi Stendahl:
      .
      „Die AFD hat (zumindest für die Bundestagswahl) fertig:“
      .
      DAS hatte ich bereits DIREKT nach dem Essener SPALT-Partei-Tag genau so kommen gesehen – NACHDEM die Diffamierungen gegen den Gründer der Partei Lucky Luke & Olaf Henkel – zum SUIZID durch Doppel-Amputation BEIDER Stand-Beine geführt hatten . . .
      .
      DAS war für mich der „offizielle“ Todes-Tag der AfD – und speziell unser V-Mann für’s Grobe, Pro_Europa erklärte mich für „verrückt“ – WEIL DIE TEILUNG DIE AfD „STÄRKER“ MACHEN WÜRDE . . .
      .
      DIVIDE ET IMPERA ist die uralte Methode STARKE Gruppen zu schwächen!
      .
      DARUM lernen Kinder nicht mehr Mathematik – sonst würden sie eines Tages selbst drauf kommen – DAS durch TEILUNG eine Gruppe kleiner & schwächer wird!
      .
      George Friedman von STRATFOR erklärt für Anfänger, wie Washington seit über 100 Jahren so den Planeten DOMINIERT – weil sie Russland von Deutschland TEILEN – so daß BEIDE SICH GEGENSEITIG KAPUTT MACHEN, und AMERIKA first so der lachende Dritte ist, und jedes FALSCHE Spiel gewinnt!

      • Peter Breuer // 8. April 2017 um 14:24 //

        Richtig erkannt. Sehe das auch so kommen. Die vereinigten Sozenparteien mit ihrer Schlepperkönigin reiben sich schon die Hände und bestellen Schampus.

      • Karl Bernhard Möllmann // 8. April 2017 um 15:39 //

        . . .
        http://quer-denken.tv/1273-george-friedman-stratfor-was-seine-rede-fuer-uns-bedeutet/
        .
        Offensichtlich haben unsere „Bildungs“-Akademiker & andere Führungs-Kräfte – immer noch nicht kapiert – WIE in der Politik FALSCH gespielt wird?
        .
        ALSO vergleichen wir Politik mal mit Fußball:
        .
        Statt „auf Tore schießen“ zu trainieren – wird in der Politik Washington’s seit über 100 Jahren trainiert – WIE MAN DEN GEGNER DURCH GEHEIME SABOTAGE ZERMÜRBT, VERLETZT & IN DEN KRIEG GEGEN FREUNDE, UND SO IN DEN ECHTEN WAHNSINN & IN DEN SUIZID TREIBT.
        .
        Daher braucht eine derartige Pseudo-„Mannschaft“ KEINE Fußball-Spieler – sondern perfide KRIMINELLE – die ein derartiges GEHEIMES KRIEGS-SPIEL beherrschen, und erstklassig TARNEN können.
        .
        Echte PSYCHOPATHEN also.

      • hubi stendahl // 8. April 2017 um 16:23 //

        @KBM

        Zitat:
        „DAS hatte ich bereits DIREKT nach dem Essener SPALT-Partei-Tag genau so kommen gesehen“.

        Ich nicht. Ich ging davon aus, dass Frau Petry mit 4 Kindern ausreichend soziale Substanz besitzt, um die Wilden in diesem losen Haufen zu einem gemeinsamen Auftritt zu bewegen, der sich inhaltlich am Mittelstand der Gesellschaft orientiert. Denn genau hier gibt es unzufriedenes Potential. Deshalb habe ich auch dafür geworben, ihr ein paar Monate Zeit zu geben.

        Als Mitte 2015 Oberst Georg Pazderski , der u.a. unter Petreaus bei der Nato (Tampa/Florida) diente und als Berater der ständigen Vertretung der BRD bei der EU arbeitete, war mir erst (vorsichtig) klar geworden, dass diese Partei ohne einen Anfang gehabt zu haben, bereits am Ende sein könnte. Denn der NATO-Spezialist wurde gegen einen vernünftigen wirtschaftswissenschaftlich ausgebildeten Philosophen, Marc Jongen, von den Delegierten in Essen in den Bundesvorstand berufen.

        Er ist aber nicht der einzige Trojaner, der das „Geschäftsangebot“ der AFD zerstört hat. Wer braucht eine Partei, die letztlich ein bisschen gegen andere bellt und programmatisch nichts außer etwas Umverteilung in Richtung Familie zu bieten hat? So willkommen dieser Punkt in großen Teilen der Bevölkerung ist, es reicht nicht. Wenn in einer großen Tüte viele Versprechungen sind, aber nach der Öffnung derselben sich nur die vorher unter Druck eingefüllte Luft entlädt, dann wird der Kunde das nächste Mal eine andere „Wunder“-tüte wählen.

        Zu Pazderski:
        https://www.parlament-berlin.de/de/Abgeordnete/Pazderski-Georg

        https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Pazderski

        Zu Marc Jongen:

        Teil der Veröffentlichungen:
        Nichtvergessenheit. Tradition und Wahrheit im transhistorischen Äon. Umrisse einer hermetischen Gegenwartsdeutung im Anschluss an zentrale Motive bei Leopold Ziegler und Peter Sloterdijk. Dissertation, HfG Karlsruhe, 2009.
        Das Wesen spiritueller Erkenntnis. Eine Reise ins Innere des Geistes (= Diederichs gelbe Reihe. Band 141). Diederichs, München 1998, ISBN 3-424-01392-7.

        Welchem dieser beiden Menschen traut man wohl eher zu, die kriminelle Politik nachhaltig und mittelfristig zu bereichern und glaubwürdiger zu machen?

        Nicht nur der Vorstand, auch die rebellierenden Holzköpfe beim Essener Parteitag waren daran beteiligt, eine echte Alternative zur kriminellen Politik zu verhindern. Einen Bertelsmann Vertreter als Elmar Brok in CDU Verkleidung haben wir ja bereits, braucht es dann einen Georg Pazderski als NATO Repräsentant in AFD Verkleidung?

        Der mittelständische „Kunde“ merkt so was. Und nur im Mittelstand ist was zu holen. So werden die Skeptischen weiter zu Hause bleiben und die „Es geht mir doch gut – Wähler“ das Geschehen weiter bestimmen bis es kanllt.

    • Jan-Ole Bengt // 8. April 2017 um 16:06 // Antworten

      @hubi aus Stendahl
      Ihr Kommentar offenbart schon gleich zu Beginn eine Form der sprachlichen Verwahrlosung, die zumeist ein Indikator für eine auch geistige Verirrung ist. „In der Tat hat sich Frau Petry (…) selbst in das Kanonenrohr begeben. Wer jetzt die Lunte anzündet ist beinahe egal.“
      Was für ein sinistrer Kommiss-Sprech! Meinem 93jährigen Großvater würde ich das gegebenenfalls durchgehen lassen, aber auf geolitico sollte man ein anderes Niveau erwarten dürfen.
      Für einen bekennenden Nichtwähler machen Sie sich anschließend erstaunlich viele Gadanken über die Gründe für den Niedergang der AfD. So etwa stellt sich ‚Klein Fritzchen‘ wohl die große Politikiwelt vor: die Partei als Produkt/Ware, das/die vom Wähler gekauft bzw. gewählt wird oder eben nicht. Und über allem wacht die Parteiführung (=Unternehmensleitung) über die Einhaltung der Qualitätsstandards und richtet – in der Art des Vorstands eines Konsumgüterproduzenten – Produktspezifika und Marketingideen neu aus, wenn der „Kunde“ zur Konkurrenz zu laufen droht.
      Hätte glatt ’ne Satire werden können, ist aber wohl doch nur das Klippschul-Niveau eines Polittheoretikers, der im Grunde nié was ändern wollte, sondern der sich dann am wohlsten fühlt, wenn er sich einmal mehr in seinem muffigen Fatalismus bestätigt fühlen darf…und er seine vorgeblich emanzipatorisch-aufklärerischen Kommentare auch weiterhin denkerisch, mental und wortwörtlich mit „Untergang“ beenden kann
      – qed.
      Es sind genau diese Momente, in denen hinter der Maske des wortmächtigen (und immer humorlosen) Bescheidwissers für einen Moment die hässliche Fratze eines Reichsbürgers kurz vor dem coming out sichtbar wird.

      Übrigens: die Selbstbezeichnung „Unternehmer“ nehm ich Ihnen schon lang nicht mehr ab. Sie wären der erste dieser Art, dessen Tätigkeit vor allem darin besteht, zeitnah, faktenreich und weitschweifig auf jede noch so belanglose geolitico-Veröffentlichung zu reagieren. Oder hier gleich selbst als Autor in Erscheinung zu treten – was einen, vor allem vor dem Hintergrund, dass bei geolitico alle „““ehrenamtlich“““ publizieren, auch nicht eben zum erfolgreichen Entrepreneur macht.

      • hubi stendahl // 8. April 2017 um 17:07 //

        @Jan-Ole Bengt

        Übrigens: die Selbstbezeichnung „Unternehmer“ nehm ich Ihnen schon lang nicht mehr ab“.

        Kann mich nicht erinnern, jemals so etwas von Ihnen verlangt zu haben. Warum bezeichnen mich danach aber als „Entrepreneur“.
        Wie bezeichnet man ihre Krankheit nochmal?

        Übrigens: Der Lohn einer ehrenamtlichen Tätigkeit besteht nicht immer aus der Überlassung gespeicherter Arbeitsleistung anderer, es kann auch über Ihnen nicht zugängliche Dimensionen vonstatten gehen.

        Sicher ist es schwierig für Sie als Lohnsklave einer Stiftung, die wieder von den Steuergeldern meiner Gattung lebt, ausreichend Zeilen ohne jede Substanz zusammen zu kritzeln, um am Abend unter Verdrängung von Anderen leben zu müssen, seine jämmerlichen Cent auf dem kombinierten Wohn-/ Küchentisch auszubreiten.

        Warum versuchen Sie´s nicht mit etwas Sinnvollem, was Ihrem geistigen Horizont entspricht?

        Schreiben ist ja nicht Ihre Stärke. Ich könnte Ihnen aber einen tollen Job in einem pakistanischen Call Center der Kundendienstabteilung eines großen Jeans – Herstellers besorgen, wo Sie die Besorgnis der anrufenden Kunden, die Knöpfe der Jeans könnten von Kinderhänden angenäht worden sein, wortmächtig, mit viel Pathos und leeren Worthülsen abwehren könnten. Nicht ausgeschlossen, dass Sie über die bekannten Umwege der Staatsfinanzierung, die Sie ja ohnehin bereits in Anspruch nehmen, noch eine Zulage, gewissermaßen als Entwicklungshilfe für Heuchelei erhalten. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie dort ihrer Vorliebe für skandinavische Nicknames entsagen (Peter Jensen) und ihr bemitleidenswertes Dasein offen legen. Helfen kann man nur, wenn man weiß wo der Schuh drückt. Es kann besser werden, arbeiten Sie dran.

  3. Jan-Ole Bengt // 8. April 2017 um 12:54 // Antworten

    Nein,
    Diogenes Lampe,
    es reicht nicht aus, oben Satire (oder auch „Satirchen“) drüber zu schreiben und schon wird der folgende Artikel zu zu einem Beispiel für diese Kunstform. Dazu gehört denn doch noch ein wenig mehr!
    Sprachlicher Witz zum Beispiel, rhetorische Schärfe, inhaltliche Zuspitzung, ironische Camouflage, geistreiche Anspielungen und vor allem: Humor und Esprit.
    Bei Ihnen finden sich demgegenüber nur peinliche Neologismen, sehr naheliegende oder sehr abwegige Vergleiche und Bilder und ein eklatanter Mangel an sprachlich-stilistischer Rafinesse!
    Vermutlich war Ihnen das Halbgare und Unausgegorene ihres Artikels selbst sehr bewusst, weshalb Sie nicht „Satire“, sondern „Satirchen“ als Gattungsbegriff wählten – immer nach dem Motto „is ja nur für geolitico…da wird’s schon reichen!“

    Und in der Tat: Das Humorverständnis ist auf diesem Blog – wie sag ich’s passend? – nicht auffallend ausgeprägt, und über die Ansprüche der Foristen hinsichtlich der journalistischen Qualität der Texte will ich mich an dierser Stelle gar nicht weiter auslassen […müsste ja sonst schon wieder den vorgeblichen Anspruch dieser Seite in Form des H.-J. Friedrich-Ausspruchs zitieren…s.o. auf dieser und allen anderen Seiten].
    Nein, mit der witzig-ironischen Durchdringung von Themen ist es bei geolitico-Autoren gleichsam traditionell nicht weit her. Aber auch hier gilt, was sich auf sachlich-argumentativer Ebene immer wieder feststellen lässt: Autoren und Foristen befinden sich hier eindeutig auf Augenhöhe!
    Wo sich dieses Niveau befindet, dafür liefern die beiden ersten Kommentare dieses threads gutes Anschauungsmaterial. „nathan“ ist ganz offensichtlich von der satirischen Ausrichtung des Textes nicht wirklich tangiert worden. Seine Äußerungen verhalten sich zum Ausgangstext etwa so wie starke Flatulenz zum Verzehr von Bohnen: es kommt halt automatisch…da kann man nix machen! – und wenn irgendein Körperteil an diesen Vorgängen NICHT beteiligt ist, dann ist es wohl das Gehirn.

    • Hey Jan,
      haste ausser Autoren und Foristen anzupixxen, auch zum Thema was zu sagen?
      Nein? Thema verfehlt – ungenügend – setzen!

  4. Es bleibt dabei, an der GRÖKAZ führt kein Weg vorbei. Sven Liebich und die „Jubelgruppe Erika“ haben das voll erkannt. Heil Merkel !

    https://youtu.be/WHG3ubrK7xI

  5. @Alle

    Da ist man für einige Stunden auf den Bundesautobahnen und schon scheint der Krieg aller gegen aller ausgebrochen zu sein. Herr Lampe versucht es mit politischer Lyrik, erntet aber nur maulige Kritik. Das mit dem Kanonenrohr ist doch nicht schlecht und dann wiederholt KBM zu x-ten mal seine Lebensgeschichte, Jan ist jetzt Peter, Hubi teilt aus und wird gerügt, weil er einen gewissen Einblick in das AfD Theater hat und gibt. Ja genau dazu gibt es doch Foren. Und wer Petry jetzt vorwirft, sie hat das Chaos nicht bändigen können, was ja stimmt, dann aber vergisst wie schnell sich schlechter Stil durchsetz, etwa hier im Forum, wendet offensichtlich zweierlei Maßstäbe an!

    Warum?

    Weil uns allen die Bescheidenheit abgeht, fehlt, Politik und das darüber Sprechen mit einer gewissen Bescheidenheit auszuüben!

    Jawohl, anstatt sich mit wenigen Basispunkten ins Rennen zu bringen, wird eine Art Ausdauertalkshow betrieben und der Ernst der Lage übersehen.

    Sicher, mir hat sich auch der Magen gedreht, bei der falschen Unterwerfungsgeste, die Petry bei den Apartheitsradikalinskis der Knesset gemacht hatte (Offenburg). Vielleicht war es nicht das 5. Kind und politische Suizidtendenz (Kanonenrohr), sondern schlicht die Gefallsucht und mangelnde Unabhängigkeit, die Petry in diesen Zugzwang versetzte. So geriet die AfD unter ihrer Ägide zu einer Patchworkdecke für alles und nichts, den Profis zum Frass und zur Umwendung überlassen.

    Herrn Lampes Einschätzung ihrer unzureichenden Motivation, er sagt es durch die lyrischen Blümchen, teile ich nicht. Ich halte sie immer noch für eine, intelligente und taffe Frau(ke), das wussten wohl schon ihre Eltern intuitiv, aber ihr war die Hilfe einer wirksamen Unterstützung/ Beratung versagt, bzw. sie hat sich, quasi als Ihre Jugendsünde, überschätzt mit der Durchführung ihres Anliegens. Und daher bleibe ich bei meiner positiven Langfristeinschätzung, in 10 Jahren sollte sie, wenn das Jüngste die Grundschule absolviert hat, zurück in die Politik gehen. Ich mochte ihren klaren Kommunikationsstil, der aber wohl erst in der Zukunft ausreichende Chancen bekommen kann/ wird. Ihr Manko, fehlende Strategieteamarbeit.

    Alle grüßend,
    mit leichtem Sonnenbrand, vom schönen Dünenstrand in Hvide Sande aus, den die Dänen zur Bebauung mit Ferienhäusern freigegeben haben,…

    • hubi stendahl // 9. April 2017 um 00:08 // Antworten

      @conrath

      Zitat:
      „Ihr (Petry) Manko, fehlende Strategieteamarbeit.“

      Nichts anderes habe ich gesagt. Teamarbeit bedeutet für eine Führungskraft Vermittlung von Integrationsfähigkeiten an Dritte. Ohne Talent zum Ausgleich, keine Wähler!

      Bleiben Sie noch ein bisschen bei den Dänen, Dänen lügen nicht!

      Gutes Wetter. Man liest sich.

      • Gast X // 9. April 2017 um 01:29 //

        Amüsiert und gleichseitig erschrocken schaue ich mir das hiesige Treiben seit einiger Zeit an.

        Ach, @ hubi stendahl, die Ihren auf Glauben gebauten Sichtweisen gar nicht so fernen Ideologen haben Sie dort, wo sie Sie haben wollten.

        Da können die schon mal Urlaub machen. Erst recht nach einem etwaigen Stuhlkreis mit Torben, Peter, Jens, Ole, Malte, Conny und Anetta oder -ebenso etwaig- nach einer ihre Kräfte zu sehr beanspruchenden Manifestation ihres wahren Intellekts wie er in praktischer Umsetzung auf dem Heumarkt zu Kölle dargeboten wurde.

        Ist das hier eigentlich ein Satire-Blog?

  6. @Hubi & Gast X

    Wir sind nicht in Kreta, wo laut eines Kreters alle Lügen, Hubi. Und die Satire ist in der Wirklichkeit draußen, so wie hier alle Möven schreien vor Furcht (hallo MutHamburgerin) nicht genug Sätigung zu erreichen, ähnlich wie auf dem Heumarkt. Da hat der AfD-Vorstand vermutlich sein Vorstandsbüro “Die 12 Apostel“, schaut selber bei Google, mit Beweisfotos und Speisekarte, die zu empfehlen ist.

    Und die Sonne ist heute entschlossen die Wolkenschleier zu vertreiben und das humoristisch Wahre an sich, an den Tag zu bringen.

    KBM, gibt es was zu Hubbard, Krankenhauskeimen oder CIA oder biographisches zu vermelden?

    Und wer ist jetzt Jan und was ist sein Anliegen, außer flirten an der Waterkant?

  7. Karl Bernhard Möllmann // 10. April 2017 um 05:44 // Antworten

    . . .
    @ Hubi Stendahl & @ Zitrone:
    .
    Der Kommentar Nummer vierzig (Nr. 40 von oben, von derzeit 106) vom Artikel:
    .
    „Merkels Fußball-Millionäre“
    .
    ist direkt an Sie beide gerichtet!

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  1. Schlagzeilen des Tages vom 8. April 2017 › Opposition 24

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