Spielebranche steigert Umsatz

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Online Casinos steigerten ihren Umsatz im Vergleich zu 2015 um 21 Prozent auf 279,3 Millionen Dollar. Der Finanzmarkt sieht für die Branche noch mehr Potenzial.

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren Videospiele vielen ein Dorn im Auge und manchmal sogar die Verkörperung des Teufels höchstpersönlich – zumindest wenn es um Unterhaltungsmedien ging. Im schlimmsten Fall waren Games als sogenannte Killerspiele verschrien, im besten Fall waren sie lediglich pure Zeitverschwendung bzw. Vergeudung von Lebenszeit. Mittlerweile hat sich der Wind ein wenig gedreht. Spiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und gelten sogar als kulturelles Gut, mit dem sich Museen beschäftigen.

So gesehen ist es kein Wunder, dass sich hinter den Spielen eine Industrie versteckt, die mittlerweile Milliarden an US-Dollars umsetzt und selbst Hollywood hinter sich gelassen hat. Doch die riesigen Einnahmen sind nur ein Spiegelbild dessen, was die Branche ausgibt. Gab es Blockbuster bislang nur auf der großen Leinwand – man denke an „Titanic“, das seinerzeit über 290 Millionen US-Dollar verschlungen hat – spielen Videogames schon jetzt in einer ähnlichen Liga. So hat z. B. „Grand Theft Auto 5“ vor wenigen Jahren ebenfalls stolze 265 Mio. US-Dollar gekostet.

Free-2-Play

Auch wenn Entwickler Rockstar die Kosten locker wieder einspielen konnte – 1,5 Milliarden US-Dollar betrugen die Einnahmen innerhalb eines Jahres –, so ist die Branche dennoch im Wandel. Anstatt ein Spiel zu einem festen Preis auf den Markt zu bringen, erscheinen Spiele immer öfter kostenlos und sollen dann erst später die Spieler dazu animieren, Geld auszugeben. Dieses Prinzip nennt sich Free-2-Play: Grundsätzlich ist kostenloses Spielen möglich, doch wer erfolgreich sein will, muss im Spielverlauf doch den einen oder anderen Euro investieren. Auf diese Weise konnte z. B. der Egoshooter „CrossFire“ vor einiger Zeit fast eine Milliarde US-Dollar generieren.

Dass dieses Prinzip funktioniert, zeigt seit Jahren auch schon die Gambling-Szene. Bereits seit 20 Jahren sprießen immer mehr Internetanbieter wie der Online Casino Anbieter 888casino aus dem Boden – und sind dabei mehr als nur erfolgreich. Während man in diesen virtuellen Spielbanken auch kostenlos das eine oder andere Spielchen wagen kann, verdienen die Casinos natürlich auch erst dann Geld, wenn der Spieler zum Zocken bereit ist. Und während einige Spieler große Gewinne erzielen, lohnt sich das Geschäft vor allem für die Betreiber.

Finanzmarkt sieht Potenzial

So brach die 888 Holding PLC, die gerade erst ihren Finanzbericht für das Jahr 2016 veröffentlicht hat, wieder allerlei Rekorde. Die Holding nahm im vergangenen Kalenderjahr 520,8 Millionen US-Dollar ein, wobei ein Großteil aus dem Geschäft mit dem Online Casino stammt. Allein hier steigerte man den Umsatz im Vergleich zu 2015 um 21 Prozent und kommt nun auf 279,3 Millionen US-Dollar. Und der Finanzmarkt scheint hier noch mehr Potenzial zu sehen: kurz nach Bekanntgabe der Zahlen schnellte der Aktienkurs an der London Stock Exchange um 9,2 Prozent auf 255,50 britische Pfund nach oben.

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