Die Ossis passen nicht zum Westen

Fall der Berliner Mauer / Quelle: Wikipedia; laut Wikipedia ist der Autor unbekannt; Angaben der Enzyklopädie: Lear 21 at English Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons;https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AThefalloftheberlinwall1989.JPG Fall der Berliner Mauer / Quelle: Wikipedia; laut Wikipedia ist der Autor unbekannt; Angaben der Enzyklopädie: Lear 21 at English Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons;https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AThefalloftheberlinwall1989.JPG
Deutschland fehlt die einende nationale Erzählung. Zwischen Ost und West herrscht großes Unverständnis füreinander: Hier die Nazi-Muschpoke, dort der Gutmensch.

Es ist zwar schade: Aber eine Jeanne d’Arc, einen Jan Henryk Dąbrowski, einen Pan Tadeusz, einen Robin Hood, einen George Washington, einen Garibaldi, einen Wilhelm Tell, einen Prinz Eugen, einen Andreas Hofer oder den Freiheitskampf gegen die Spanier nach der Ermordung von Graf Egmond gibt es in Deutschland nicht. Man muss zu Kaiser Barbarossa oder Friedrich II. zurückblicken, um die große nationale Erzählung zu finden, die einigermaßen allgemeine Akzeptanz hat. Aber ist Barbarossa als historische Figur für die meisten von uns überhaupt noch präsent?

Ein nationales Märchen ist in den meisten Ländern vorhanden, unddas ist gut so. Wenn es als Kristallisationspunkt von gemeinsamer Identität fehlt, ist der kalte Bürgerkrieg in Reichweite.

Kulturell auf einem anderen Stern

Die nationalen Erzählungen der Deutschen sind Nachkriegs-Pillepalle: Wirtschaftswunder und Weltreisen in der alten Bundesrepublik, der Benzinhahn des Trabants und Alkohol in Strömen in der DDR. 1989 hatte ich mir als Ossi in Darmstadt eine Art Praktikum in einem Betrieb mit etwa 400 Beschäftigten gesucht. Das Büro, in dem ich arbeitete, teilten zwei ältere Hessen mit mir, die die Nachkriegszeit so ähnlich erlebt hatten wie ich auch. Zumindest in den 50ern hatten wir trotz Zonengrenze eine ähnliche Bescheidenheit in den Lebensumständen erlebt. Das verband miteinander. Sie verstanden mich und ich verstand sie. 

Es verwunderte und störte sie nicht, dass ich jede Woche mit dem Taschenmesser, einem Vierpfundbrot, einer ganzen Salami und einem großen Kastenkuchen anrückte, den meine Freundin selbst gebacken hatte. Das kannten sie von ihrem Opa. Nie kam eine blöde Bemerkung darüber. Der eine organisierte mir einen gebrauchten Farbfernseher, der andere lud mich zu einem Stadtfest ein und spendierte mir Bier.

Was mir schon nach einigen Wochen auffiel: Die damals etwas jüngeren Leute, so etwa ab Geburtsjahr 1950, lebten kulturell auf einem anderen Stern. Zwei männliche Praktikanten unterhielten sich über das Lackieren von Fingernägeln. Ein ziegenbärtiger Mittvierziger wollte mir unbedingt entlocken, dass die deutsche Einheit Mist sei. War sie vielleicht auch, aber ich sah das damals nicht ein.

Andere erzählten von exotischen Sportarten, die Unsummen an Ausrüstung verschlangen oder von Fernreisen zu einsamen Inseln mit dem Flugzeug. Der Bürotürke spuckte dem Bürogriechen am Kopierer ins Gesicht, als Multikulti. Hundegeburtstage wurden mit Sekt gefeiert. Die Frauen gingen vormittags zum Tennis, während die Männer die Brötchen verdienten.

Zwei Fremde

Es wurde mir klar: Die jüngere Generation der Deutschen hatte sich auseinandergelebt. Was sollten die Wessis mit den Geschichten der Ossis anfangen? Heldentaten beim Besorgen von Baumaterialien, Wernesgrüner, Nordhäuser Doppelkorn, Sperber, Rotkäppchen, Bornsenf, Filmriß, ETS, Radeberger, Gemisch, O-Alele, Jumbo, Hängolin, Kreuz des Südens, DSF, Goldkrone, ABV, Spatz, Star, Aro, FDGB, Wilthener, der vergessene Farbfilm,  Vita-Cola, lindgrüne Russenzäune, Feuertanz, Lager für Arbeit und Erholung, Rum-Verschnitt, 40 – 60 in der Disco, Karo und Salem Rot, Pfeffi, Kalaschnikoff, GST-Lager, Falkentaler (das „Kantholz“), das Ritzel von der Raupe S 100, Broiler, Schwalbe, Trockenklo, Gotano, LG-Schießen, Primasprit, Soljanka, Kaffee-Edel, FDJ, Kaderleiter, Geflügelbratwurst, IMI und ATA. Die ganze Vogel-Serie von Simson, die Lenkradschaltung und die Namen der Spaßgetränke – alles böhmische Dörfer für die Wessis.

Dafür wußten wir nicht, was LSD ist, wie man in einen Flieger eincheckt oder ein Sit-in organisiert, wie Haller-Nudeln prächtig aufgehen. Wir kannten London, Paris und Wien nicht. Meister Proper, Klementine und Frau Saubermann hatten an uns vorbeigeputzt und -gewaschen, der Gilb befiel unsere Pionierhemden. Trio und die Spider Murphy Gang kannten wir wenn überhaupt nur in Schwarz-Weiß, den Deutschen Herbst und die Landshut-Befreiung bekam man nur in geografisch günstig gelegenen Gegenden mit.

Einen Manta hatten wir nie gesehen, die ganze westdeutsche Nachkriegsliteratur und der damit verbundene Diskurs waren spurlos am Osten vorbeigehascht. Damit auch die sogenannte Vergangenheitsbewältigung. Die obligate Mao-Bibel, Sex mit Kindern und Marihuana kannten wir nur vom Hörensagen. Der für die Linken identitätsstiftende „Mord“ an Benno Ohnesorg – eine Stasi-Aktion. Polizeimeister Kurras ein Polizei-Fake. Blieb der Konsum: Man drückte sich die Nase an der Fernsehscheibe platt. Für eine Camel wäre man bis ans Ende der Welt gelaufen, und Asbach Uralt – so etwas Gutes wiederfuhr einem nie.

Die gemeinsame Nachkriegserfahrung fehlt

Die Wessis sahen sich als reumütige Büßer, für etwas, was ihre Opas angerichtet hatten, die Ossis fühlten sich zerquetscht unter der Weltgeschichte großem Rad. Passt einfach nicht zusammen.

Das Unverständnis füreinander hat sich beidseits auf hohem Niveau verfestigt, nachdem es eine ganze Weile so aussah, als würden die Verspannungen auswachsen. Dunkeldeutschland hier und die Ewigmorgigen dort. Pack und Mob hier, das Lumpenlieschen Claudia Roth und der drohende Stinkefinger dort. Alles Nazi-Muschpoke hier und Gutmenschen dort.

Die gemeinsame Nachkriegserfahrung fehlt definitiv. Die Ossis passen kulturell besser zu ihren tschechischen, polnischen, slowakischen, litauischen und ungarischen Freunden, mit denen sie notgedrungen ein Stück durch die Weltgeschichte getrieben worden sind, als zur devoten türkischen Besatzungszone Köln mit einem tonangebenden Kalifen.

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Über Wolfgang Prabel

Wolfgang Prabel über sich: "Ich sehe die Welt der Nachrichten aus dem Blickwinkel des Ingenieurs und rechne gerne nach, was uns die Medien auftischen. Manchmal mit seltsamen Methoden, sind halt Überschläge... Bin Kommunalpolitiker, Ingenieur, Blogger. Ich bin weder schön noch eitel. Darum gibt es kein Bild." Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

71 Kommentare zu Die Ossis passen nicht zum Westen

  1. Nemesis // 31. März 2017 um 09:01 //

    @Herr Prabel:

    Obwohl ich mich seit des „Wind of Change“ hier im Rheinland befinde und mich wohl nie „richtig“ zu Hause fühle, finde ich Ihren Text viel zu Allgemein gehalten.

    Da ich seit 26 Jahren, als gebürtiger Sachse, dieses ganze „Ossi-Wessi“ Geschisse für dermassen zerteilend halte, geht mir bei dem Text nicht so richtig „ein Lichtlein“ auf. Außer vllt. die alte Strategie „Divide et Impera“

    Was ich zu Ihren Intentionen vermute, sind halt Vermutungen. Nur Sie wissen, was hinter Ihrer Stirn durchrattert.

    Da ich auf das tiefste seit fast 17 Jahren mit einem ehemaligen „Ost“-Blockland ( BG ) verbunden bin, kann ich nur eins sagen.

    Die jungen Leute, aber auch viele ältere !, sind dem Mammon und dem Konsumrausch so dermaßen verfallen, das es keine Rolle mehr spielt, wer wo in Europa zur Welt kam, nach 1989.

    Die Frage ist das Wann ! Viele ältere Menschen hier im Rheinland erinnern sich noch an den Mangel der Kriegs und Nachkriegsjahre.Viele haben es aber auch durch, u.a. durch den Konsumrausch der „Wirtschaftswunderzeit“ fast völlig verdrängt.

    Broiler, grüner Rechtsabbiegepfeil, SERO, Leninschweiß, Margonwasser,“Wolgaschlamm“ ( Schokolade), Kaufhalle etc.

    Es war so geplant, es sollte so sein, es soll auch so weitergehen !

    • Aspasia // 31. März 2017 um 22:55 //

      Nicht vergessen:
      Im Westen kam ab ´45 die Reeducation der US-Sieger u.a. mit der Kriminalisierung der Elterngeneration, mit der Verwerfung unserer Geschichte und Kultur ´bis 33( Bsp. :Voklslieder, kein Kind kann sie noch singen, sie kommen nur noch in verkitschter Form vor, Vornamen werden für Kinder fast nur noch aus dem Ausland ausgesucht) Deutsche Geschichte wurde mehr oder weniger auf 12 Jahre reduziert für die die Deutschen in eine Schuldknechtschaft gezwängt wurden. Es folgte das Diktum der Frankfurter Schule und daraus auch die ´68 Bewegung. Der „Lange Marsch durch die Institutionen“ Dutschkes hat sich bis heute gespenstisch hochentwickelt: Schulen, Kirchen, Unis, Gerichte, alles Links. Die Grünen (KBW, KPD) sind ebenso auch dessen Produkt.
      Das alles hat es in der DDR nicht gegeben.
      Die Russen haben viel Propaganda gemacht, aber nicht die Geschichte der Deutschen und ihrer Eltern verwüstet, so wie das im Westen betrieben wurde und dann durch einen Schuldkult ersetzt wurde.
      Ein Volk, das keine Geschichte mehr hat, keinen Stolz auf seine Eltern und seine Geschichte haben kann, hat keine Wurzeln mehr und reagiert wie amputiert.
      Zur Zeit dürfen die Deutschen nur noch die Welt finanzieren und jubeln, wenn sie dadurch ihre eigene Abschaffung und die ihres Staates herbeiwillkommnen. Das Motto heißt: Bomber Harris, do it again, und: Deutschland verrecke/Deutschland du mieses Stück Scheiße, Zentralstaat Brüssel. Alles andere hat den Geruch von fremdenfeindlich, naziverdächtig, rechtspupolistisch, rassistisch ….

  2. MutigeAngstfrau // 31. März 2017 um 09:15 //

    Man darf getrost davon ausgehen, dass auch die Teilung der Resterampe Deutschland nach 45 zum großen jahrhundertealten Plan der Zersetzung und Beherrschung europäischer Völker gehört. Bei ausführlicher Betrachtung des Gesamtwerkes der Globalmafiosi ist die Hinterlist des Geschehens einfach nicht mehr zu ertragen.

    Zwei Teile eines Teiges, grundverschieden bearbeitet ergeben kein sinnvolles Backwerk mehr. Es ist einfach nur noch ein Trauerspiel, welches Sie pointiert beschreiben, Herr Prabel.
    Darauf einen Goldbrand! Zumindest nach dessen Genuss sehen wir alle gleich asbachuralt aus. Es hilft dann mental beim Untergang. Prost!

    • hubi stendahl // 31. März 2017 um 11:23 //

      Hallo @MutigeAngstfrau

      „Zwei Teile eines Teiges, grundverschieden bearbeitet ergeben kein sinnvolles Backwerk mehr“.

      Erlauben Sie mir als „Wessi“ hierzu eine andere Meinung.

      Kultur ergibt sich aus einer historischen Volksseele und einer angelernten Sozialisierung, die sich als eine Art gesellschaftlicher Vertrag ausdrückt.

      In diesem Sinne beschreiben Sie ja richtigerweise EINEN TEIG, der grundverschieden bearbeitet wurde. War es also ehemals EIN TEIG, EINE VOLKSSEELE, dann mag er zwischendurch geteilt worden sein, die beiden künstlich geteilten Teile, tragen aber stets das „Gen“ des anderen Teils in sich. Das macht die Identität aus. Da kann man soviel bearbeiten wie man will.

      Im Februar 1990 war ich zu Besuch bei Verwandten in Feldberg bei Neustrelitz. Nach Grenzübertritt war ich schockiert, was der Marxismus in einer Gesellschaft anrichten kann. Das was ich aus dem Studium des Marxismus folgerte, konnte ich nun als Beweis für meine These live beim Befahren der Nebenstraßen erleben, in dem ich permanent wachsam durch die Straßen fuhr, um mir die Ölwanne nicht abzureißen. Aber das war nur der materielle Teil der Betrachtung.

      Nach diesem „Schock“ und nach Ankunft in Feldberg wurde ich dann doppelt belohnt. Ich traf auf Menschen (nicht nur Verwandte) die mir sofort vertraut waren, die mit uns und miteinander umgingen, als hätte es eine Mauer nie gegeben. In keiner Sekunde hatte ich (und mein Begleiter) den Eindruck Fremdkörper zu sein. Alles war vertraut, jede Idee wie man Zukunft gestalten könnte, hätte auch in Aachen, Flensburg oder Garmisch erdacht worden sein können, jedoch nicht in Damaskus oder Algier. Ob der gemeinsame Gang zum Rat der Stadt, das Essen im Gemeindehaus oder der Besuch eines Jugend-Fußballspiels im benachbarten Neustrelitz, alles wirkte wunderbar vertraut. Die geistige Ebene hat während der Mauerzeit bis 1990 kaum gelitten.

      Wir haben oben gesehen, dass die Sozialisierung im Osten zwar Spuren hinterlassen hat, aber die Volksseele, den Teig, nicht schädigen konnte. Ohne Zweifel hat die andere Sozialisierung (die Bearbeitung des Teigs) im Westen bis 1990 zu anderen Sichtweisen, nicht aber zur Zersetzung geistiger Einheit geführt.

      Beweis:
      Am Tag des Mauerfalls hatten meine Frau und ich 18 Gäste im Haus (Geburtstagsfeier). Es kam ein Freund auf mich zu und bat mich den Fernseher einzuschalten, in Berlin an der Mauer sei was los. Nun saßen 20 Menschen gebannt am Stadtrand von Düsseldorf vor dem TV und rangen mit den Tränen. Wohlgemerkt. Alle Zwanzig. Das nennt man Volksseele.

      Dass es im Verlauf der folgenden 25 Jahre zu den bekannten Disharmonien, wie sie Prabel auch im Artikel beschreibt, kam, liegt nicht an den Menschen, sondern vorwiegend an der internationalen Politik, die die Differenzen in der Sozialisierung (Bearbeitung des Teigs) nicht aufarbeiten wollten, sondern lieber „den Laden gleich für´n Appel und en Ei“ einkassierten. Der ermordete Detlev Rohwedder, Leiter der Treuhand, lässt aus dem Jenseits grüßen. Divide et impera.

      Sozialisierung und Volksseele sind zwei paar Schuhe, wobei die im Osten sozialisierten, bearbeiteten Menschen, den Vorteil mitbringen, dass die verbrachte Zeit in 2 Systemen ihr natürliches Misstrauen gegenüber der Politik weitgehend erhielten, während der größten Teil derer im Westen, die nur die eine Konsum-(A)-Sozialisierung erlebten, mit dem kreierten Begriff „Schlafschafe“ noch schmeichelnd umschrieben sind. Das erklärt auch die unterschiedlichen Reaktionen bei politischen und sozialen Aktionen, wie Wahlen und Proteste.

      Mein Fazit: Eine geistige Teilung gibt es nicht. Die oberflächlichen Disharmonien sind zum größten Teil nur vorhanden, weil eine Aufarbeitung der unterschiedlichen Sozialisierung der letzten 70 Jahre durch die Politik als Handlanger der Oligarchie verhindert wurde. Es hat bisher nur eine primitive geistige und materielle Plünderung internationaler Konzerne stattgefunden, die immer noch läuft, weil eine Harmonie, also ein Erkennen, dass beide Teile ein Ganzes sind, der Plünderung zuwiderläuft (divide et impera). Leider bemerkt die Folgegeneration im Osten in zunehmendem Maße nicht, dass der äußerliche materielle Wohlstand, mit Schulden für die Folgegenerationen erkauft wird und die ehemals wenigstens in Ansätzen vorhandene Solidarität sogar innerhalb der kleinsten Einheiten, der Familien, über den Jordan geht. Das nennt man dann geistige Verarmung.
      Es wäre schon viel geholfen, wenn die MENSCHEN IN BEIDEN TEILEN, diese Zusammenhänge verstehen würden.

      • Conrath // 31. März 2017 um 12:20 //

        @Hubi

        Ähnliche Erfahrungen hatte ich schon 1987 machen können, weil ich damals bereits dort planen durfte/ konnte (Kirchenbau) im Osten. Marxismus war es nicht, im Land des Braunkohlenduftes und Zweitacktersounds, wohl aber rot-bürokratisches Preußentum. Die DDR war strukturell so etwas wie eine, noch weiter vergrößerte, VEB-Wismut, ein Experiment, einen Staat als Riesenkonzern zu organisieren. Das dann Übergangssozialismus zu nennen, ist bereits ungerechtfertigt. Dieser Konzern liet übrigens an asymmetrischen Rohstoffverrechnungen, Energie- und Erzknappheit,…

        Und auch Sie oder Ihre Frau, haben am 9.11. Geburtstag? Dann können wir ja einmal zusammen feiern, habe das gleiche Datum zum Wiegenfest.

        Wir alle sind nur auf der gleichen Spielwiese der Großkonzerne gelandet, das ist alles, nix mit unterschiedlichem Teig, da hat Hubi zu 200 % recht, mindestens.

        Und Detlef Rohwedder hatte eine Osteuropabank geformt, war dabei, die echte Entwicklung generieren sollte, vergleichbar der KfW-Bank, das aber beendeten die Gladio-Scharfschützen.

      • MutigeAngstfrau // 31. März 2017 um 13:04 //

        Hallo @ hubi Stendahl
        Wie Sie sich denken können, hätte ich auch eine Reihe schöner Geschichten des Aufeinandertreffens von Ost und West zu erzählen. Da rattert es in meiner ganz persönlichen Geschichte nur so von. Tränenreich und voller Herz.

        Dennoch glaube ich, dass unserem Volk die eigene Identität, die ich auch im Deutschtum sehe, so nachhaltig ausgetrieben worden ist, dass die überwältigende Mehrheit der gegenwärtigen Teiglinge (um einfach mal im Bild zu bleiben) ihrer Existenz als interkulturelle Backware geradezu entgegenfiebert. Ein anderer, nicht unerheblicher Teil lässt es schulterzuckend geschehen.
        Man gefällt sich in der Rolle des konsumierenden Weltenbummlers und bietet im Gegenzug sein Haus natürlich auch der Welt zum Eintritt und dauerhafter Besetzung an.

        Die Akzeptanz der Rolle des Bösewichts – Voraussetzung für all dies Geschehen – pinselt sich der Nachwuchs ja heute schon ungefragt auf den nackten Leib („Bomber Harris…“)
        Aus einer derart abgrundtiefen Zerstörung, über der festgeschweißt der Panzer medialer Manipulation durch Globalkonzerne sitzt, kann nicht viel Gemeinsames mehr wachsen. Hinterlistig geplant, verwässert es immer mehr.

        Und genetisch gesehen… Aus einem Pudel können Sie keinen Dingo oder Wolf mehr zurechtbasteln. Da ist der Ofen auch aus.
        Aber Pudel sind sehr lieb. 🙂

      • hubi stendahl // 31. März 2017 um 17:25 //

        @Mutige Angstfrau

        Zitat:
        „Ein anderer, nicht unerheblicher Teil lässt es schulterzuckend geschehen.“

        Das ist das Volk, die 98 %. Ganz Ihrer Meinung. Die gleichgeschlechtlichen Weiber*Innen mit dem Bomber Harris Geschmiere, sind in Wahrheit eine kleine vernebelte geisteskranke Minderheit, die durch die Besitzer der Medienkonzerne überproportionale Aufmerksamkeit erhalten. Noch besser Sie lesen sich einmal den Focus Artikel von Eva Heidenfelder über ihre Empörung, dass in einer Berliner KITA Eltern die Einstellung eines homosexuellen Erziehers verhindern wollten und die Kinder abmeldeten. Spät im Artikel erfährt man:
        „An dieser Stelle muss leider erwähnt werden, dass die Familien, die ihre Kinder aus der betroffenen Kita abgemeldet haben, ausschließlich muslimischen Glaubens sind. Das ist für fremdenfeindliche Menschen mit deutschem Migrationshintergrund natürlich ein gefundenes Fressen, um ihrerseits jeden Muslim unter den Generalverdacht der Homophobie zu stellen“.

        Und wenn Sie den kompletten Artikel gelesen haben, schauen Sie bitte auf die Bewertung durch die Leser. 76 Stimmen mit 1.5 von 5 möglichen Sternen. Und nicht vergessen. Das Modul wird selbstverständlich im Takt auf NULL gestellt.

        Zitat:
        „Aus einer derart abgrundtiefen Zerstörung, über der festgeschweißt der Panzer medialer Manipulation durch Globalkonzerne sitzt, kann nicht viel Gemeinsames mehr wachsen.“

        Aufgrund meiner Betrachtung der unterschiedlichen Wirkungen von Volksseele und Sozialisierung kommen wir zwangsläufig zu unterschiedlichen Prognosen. Ohne Zweifel hat der Schuldkult auf der einen Seite und der Konsumkult auf der anderen, hüben wie drüben einen „Zombie“ geformt, der ohne nennenswerte eigene Urteilsfähigkeit nachplappert, was vordergründig für das persönliche Wohl am günstigsten ist. Massenpsychologie, modern Public relation, die hier Anwendung findet. Die Eva „Dingeskirchen“ vom Focus geht sogar soweit, dass sie Deutsche als „fremdenfeindliche Menschen mit deutschem Migrationshintergrund“ bezeichnet wissen will. Das ist aber eine kleine gestörte Minderheit, die es aus der Erziehung heraus nicht besser weiß.

        Wussten Sie, dass 73 % der in Deutschland lebenden Türken der 4.Generation es für wichtiger halten, wie sich die Türkei entwickelt, als das Land in dem sie sich dauernd aufhalten und deren Pass sie besitzen? Sie identifizieren sich als Gast einer fremden Kultur. Das kann man nicht auf den Islam schieben. Das ist Kultur. Und glauben Sie nicht, dass bei denen keine mediale Beeinflussung stattfindet; die erschöpft sich nicht in ihrer Religion. Ganz banal heißt das Zauberwort Stammeszugehörigkeit, dass die Globalisten seit 200 Jahren bekämpfen, weil es ihren Geschäften und der Macht diametral gegenübersteht. Sie haben es auch im Schrägstaat BRD bisher nicht geschafft. Das zeigen ja auch die Umfragen und die beispielhaft die Bewertung des o.e. Artikels.

        Zitat:
        „Und genetisch gesehen… Aus einem Pudel können Sie keinen Dingo oder Wolf mehr zurechtbasteln. Da ist der Ofen auch aus.“

        Nach meiner Sichtweise stellt sich diese Frage so gar nicht. Es müsste vielmehr heißen: Kann man aus einem Bär einen Hund machen? Das geht nicht. Man kann ihn zwar abrichten im Zirkus, wie wir es gerade sehen, es bleibt aber stets das Risiko, dass er sich je nach Situation, seiner Bestimmung erinnert.

        Die große Chance, vielleicht die letzte für lange Zeit, sich dieser zu erinnern, ist die derzeitige Invasion gepaart mit dem mathematisch überfälligen Zusammenbruch des Geldwesens. Das wäre schon 2008 passiert, hätten die Zentralbanken nicht gesetzeswidrig interveniert. Wann es passiert können wir nicht wissen, weil wir nicht wissen, ob und welche weiteren Gesetze zum verschieben des Armageddons in Zukunft noch gebrochen werden. Wenn es passiert und die Sozialsysteme zusammenbrechen, die Besorgung von Grundbedürfnissen wieder mehr Platz einnimmt, werden wir sehen, ob der Bär sich wieder seiner Bestimmung erinnert. Da bin ich Optimist. Pessimist bin ich hinsichtlich der Begleitumstände (Mord und Totschlag) die uns dann erwarten. Aber das ist ein anderes Thema.

      • Conrath // 31. März 2017 um 17:54 //

        @MutHamburgerin (zugezogene?)

        „[…] hätte ich auch eine Reihe schöner Geschichten des Aufeinandertreffens von Ost und West zu erzählen. Da rattert es in meiner [ ] persönlichen Geschichte nur so… Tränenreich und voller Herz.“ Zitat M.

        Dann lassen Sie es bitte eines Tages an’s Licht, diese Geschichten, wir können ja ein Crowd-Netzbuch daraus machen, jeder organisiert ein Kapitel und wir schreiben gemeinsam, wäre doch was, oder?

        „Existenz als interkulturelle Backware geradezu entgegenfiebert […]“ Zitat M. hmmm ja, hat Stil, durchaus, ist mal anders als der Einheitsbrei sonst, der einem mit großem Löffel bis zum Brechreiz verabreicht wird.

        „Man gefällt sich in der Rolle des konsumierenden Weltenbummlers und bietet im Gegenzug sein Haus natürlich auch der Welt zum Eintritt und dauerhafter Besetzung an.“ Zitat M.

        Ja machen wir das nicht alle so, wenn wir, nach der Orientierungs-/ Gesellinnenzeit Familien/ Partnerschaften bilden?

        „Pudel sind sehr lieb. :)“ Zitatende M.

        Wenn sie nicht völlig verzogen wurden, aber es ist ‚d e r‘ deutscheste Hund, gleich daneben der Dackel oder Dachshund, daher Volltreffer, Schopenhauer und Goethes Faust können sich nicht irren, trotz früherer Schäferhundhaltung und den, heute als Labradors verkleideten, Familientherapeuten.

      • hubi stendahl // 31. März 2017 um 18:28 //

        @MutigeAngstfrau

        Sorry, hatte vergessen die Verlinkung zum Focus Artikel anzuhängen.

        http://www.focus.de/familie/erziehung/kommentar-warum-ein-schwuler-erzieher-keine-gefahr-sondern-eine-bereicherung-fuer-kinder-ist_id_6846215.html

      • Conrath // 31. März 2017 um 18:33 //

        @Hubi

        Wir haben das früher unkorrekt, aber sehr passend, underfucked genannt, diese: „[…] gleichgeschlechtlichen Weiber*Innen mit dem Bomber Harris Geschmiere“ Zitatende H.

      • MutigeAngstfrau // 31. März 2017 um 21:56 //

        @ hubi Stendahl
        Ich wünsche mir nichts mehr, als dass Sie Recht behielten.

  3. Nonkonformist sagt // 31. März 2017 um 09:40 //

    was soll der Mist denn warum soll ich als Mittelfranke gegen meine Landsleute nicht Ostdeutsche sondern bitte wenn schon dann schon richtig Mitteldeutschland haben. Das kann doch wohl nicht wahr sein so was gibt es für mich als Patriot nicht ich lass mich nicht aufhetzen. Wir als Deutsche müsen zusammenhalten wir haben genug Probleme mit Migranten und vor allem mit der faschistischen, sozialistischen Scheinregierung . Darum ist es für mich wichtig gegen dieses System und Regimes gemeinsam zu kämpfen. www.verfassungsgebendeversammlung !!!!!!!!!!!

  4. Was will Herr Prabel damit beschwören? Einen „Gegensatz“ manifestieren? Will er nicht wissen, daß es auch im Westen Gegensätze und unterschiedliche Lebensauffassungen gab?
    Ein Unterschied war, daß im Osten ein Gemeinschaftsgefühl bestand, eine natürliche Selbsthilfe, eine Volksgemeinschaft, die sich an das 3. Reich nahtlos anknüpfte. Das Gefühl war das selbe, nur die Worte anders.
    Im Westen dagegen gab es die Umerziehung, die unterwürfigen (nationalen) Selbsthaß hervorrief und einen gesellschaftlichen AnpassungsZWANG, der gerade heute wieder verstärkt wird. Die antinationale Zielrichtung kennen wir.
    Die „westliche“ Freiheit schien nur grenzenlos zu sein, was Konsum und Egoismen betraf, nach vorgehaltenem amerikanischem Vorbild. Um im „großen Westen“ eingebettet zu sein und sich dem Plan-Kapitalismus unerkannt zu fügen. Der „Eiserne Vorhang“ war die schon längst existierende BEIDERSEITIGE Mauer.
    Im Westen fiel der Gemeinschaftssinn dem (Ellenbogen-)Egoismus zum Opfer, im Osten wurden die persönlichen „Ziele“ kürzer gesteckt. Man arrangierte sich eben und sah den Vorteil der Gemeinschaft.
    Ein Nationalismus war im Osten viel ausgeprägter, wurde er doch auf wirtschaftlicher und kultureller Ebene im „Bruderwettkampf“ mit anderen Nationen geprägt und gefördert. Man war STOLZ auf seine nationale Leistung.
    Dieser Stolz, verbunden mit der gewonnenen Freiheit, setzt sich im Osten fort mit Unverständnis auf den nun auch im Osten staatlich und somit gesellschaftlich gewollten nationalen Selbsthaß.
    Die nationale Selbstaufgabe, in EU, Euro und Nato manifestiert, darf nicht hinterfragt werden. Im Westen ist das zur unhinterfragten GEWOHNHEIT geworden. Den internationalen „westlichen“ Zwang kennen wir.
    Der „Freiheitsdrang“ aus dem Osten, der mit der westlichen Versklavung ein Ende fand, läßt sich aber nicht gänzlich unterdrücken und lebt weiter. Im Westen muß er nur OHNE Zensur und Umerziehungsgewohnheit ERKANNT werden als Antrieb und Ziel zur Freiheit, als gefühlter Selbstläufer.
    Das SYSTEM blockiert bewußt diesen selbstbewußten Freiheitsdrang.

  5. Drudenfuß // 31. März 2017 um 10:39 //

    Als Ossi, der seit nunmehr 25 Jahren im Westen lebt, kann ich das alles nachvollziehen.
    Aber wenn Ost- und Westdeutsche es schon so schwer miteinander haben, wie um alles in der Welt wollen unsere Politiker dann Millionen kulturfremder Staatsgäste bewältigen? Das geht nicht, und deshalb muß das nicht nur gestoppt, sondern zurückgedreht werden!

    • Eigentlich schon… wenn da nicht ein diabolischer Plan zur Umvolkung dahinterstecken würde. Dem sich unsere Politschranzen etwa so wie früher dem Teufel verkauft haben.
      Ein „Zurückdrehen“ wird mit Sicherheit nur durch einen viele Opfer fordernden Bürgerkrieg möglich sein und eine damit verbundene Transformation in ein ganz anderes System.
      Allerdings, ich habe Zweifel, große Zweifel, daß dies neue System nicht längst die Voraussetzungen schuf, das bisherige abzulösen, und dann ist sehr fraglich, ob ein Zurückdrehen überhaupt gewünscht und durchgeführt werden kann.

  6. Conrath // 31. März 2017 um 10:47 //

    Lieber Kollege Prabel,

    schreiben Sie doch vorne in Ihren Artikel, auf was Sie eigentlich hinauswollen, um was es geht!

    Das Intro mit einheitsstiftenden Mythenbildnern, a la Jeanne d’Arc und Kaiser Friedrich II, scheint, nach den Kommentaren zu urteilen, nicht ganz ins Schwarze getroffen zu haben, aber wofür gibt es diesen schönen Wettbewerb. Ich nehme mal den Fehdehandschuh an und denkschreibe jetzt für die ollen Wessis, die es ja so auch nicht gibt, oder nicht geben sollte, mMn.

    Als ich 93/ 94 so viele Bauaufträge in den neuen Ländern, an denen zunächst nur die Autobahnen neu waren, akquiriert hatte, dass wir um ein Zweigbüro in Zwickau, das reimt sich sogar, eröffnen mussten, hatte ich täglich Gelegenheit sehr genau ähnliches und weniger ähnliches zu beobachten, macht ja auch Spaß. Jetzt mal ehrlich, wer sitzt in einem Straßencafe und ‚guckt nicht Leute‘, das ist ein beliebter Zeitvertreib, sogar evolutionsbegleitend somatisiert. Jedenfalls ist mir, bei allem Unwesentlichen, die Colabrause schmeckte echt schrecklich, aber Westcola trank ich als Anthro eh nicht, jedenfalls fiel mir sehr deutlich und positiv bei den jüngeren, die also das 12-klassige POS-Schulsystem durchlaufen hatten, ich beschäftigte ja auch neben Bauzeichnern, Architekten, Sekretärinnen, Praktikanten und Azubis und die waren alle wesentlich fitter im Kopf. Ja, Herr Prabel und zwar auch im Ingenieursanwendungsbereich (Architektur/ Hochbau/ Städteplanung). Auf Nachfrage hin erfuhr ich dann von dem Fach Dialektik. Nun dachte ich mir, genau so hatte sich Platon guten Unterricht damals schon vorgestellt, die Westler konnten/ können nicht so gut um zwei/ drei Ecken denken, das Dauerbeispiel hier nenne ich jetzt nicht, es lernt ja gerade erst um auf Dialektik. Also der Unterschied war frappant, egal was die Leute dabei konsumierten. Und, lieber Herr Prabel, war Ihre Dialektiklehrerin in der Mutterpause oder hatten Sie immer nur ein Auge auf die netten und offenen, Ostmädels, das erzähle ich jetzt nicht mehr ‚en détail‘? Aber wo bleibt diese DDR-Errungenschaft, hier in Ihrem Text?

    Und noch etwas, Mao war bei Ihren gelernten DDR-is nicht so beliebt, klar, aber ihn gleich neben Kinderschänder zu stellen, ich weiß nicht, das ist geschmacklos. Glauben Sie denn, Maos blutige Gegner, vor 1949, wären Gutmenschen, so wie die Wessis sich selber gerne, gehirngewaschen sehen woll(t)en? Die Japsen und Chiang Kai-sheks waren das nicht, nun ja, die Amis versuchten es so darzustellen. Aber warum übernehmen Sie das – unterschwellig/ implizit – und so unkritisch?

    Und Freiheitsdrang gab es die ganzen letzten 10- 12.000 Jahre, drunter machen wir es hier nicht mehr, in dieser ‚Dialektikarbeitsgruppe zur Herstellung der Einheit Rumpfdeutschlands‘, kurz _VEB-DIALEKTIK FÜR ALLE‘.

    Alle grüßend, hier im tiefen Ruhrpottwesten scheint gerade wieder die Sonne zu obsiegen

    • hubi stendahl // 31. März 2017 um 11:37 //

      @conrath
      Zitat:“Bauzeichnern, Architekten, Sekretärinnen, Praktikanten und Azubis und die waren alle wesentlich fitter im Kopf.“

      Das ist auch meine Wahrnehmung. Ich hatte mir noch vor dem Mauerfall Bücher über Marx (die andere Sichtweise) und ein sensationelles Mathematik Werk des Studienfachs Mathe über Umwege aus Berlin besorgt. Damals kamen bei mir bereits erste Zweifel der Überlegenheit des Westens auf.

      • Conrath // 31. März 2017 um 12:26 //

        @Hubi

        dann haben Sie sicher auch immer in dem Riesen-VEB-Buchladen am Alex eingekauft? Das hatte ich bereits regelmäßig seit den End-70-igern gemacht, mit zusätzlich schwarz getauschtem Westgeld, ja ich gestehe es. Die allermeisten Bücher habe ich heute noch, mittelgraues Papier, guter Druck, für mein Nebenfach Geologie und anschauliche Mathebücher, sehr gute Didaktik, die ganzen Reihen. Und am Alex konnte man überall für 1,50 Ostmark satt werden, mit leicht unhöflicher Bedienung.

      • hubi stendahl // 31. März 2017 um 17:51 //

        :

  7. Dietrich // 31. März 2017 um 11:02 //

    Ich bin Thüringer und lebe seit 28 Jahren in Bayern, bin voll integriert und fühle mich wohl. Was hier beschrieben wird, kann ich alles nachvollziehen und mehr oder weniger bestätigen. Nie hätte ich für möglich gehalten, dass mich die Situation, die ich aus meiner alten Heimat bestens kenne, einmal wieder einholt. Ich habe eine wachere Sicht auf die politische Situation als mein Umfeld. Warum die Alteingesessenen immer noch die rosarote Brille aufhaben und mehrheitlich resistent gegen alle „Zeichen“ aus der Politik sind, kann ich nicht nachvollziehen. Ich weiß, dass ich auf das, was kommt,besser reagieren kann, als meine Nachbarn, denn ich habe schon einmal gelernt, aus einem halben Liter Magermilch zwei Liter Schlagsahne zu machen! Die „Scheckbuchdiplomatie“, die der Westen immer als Allheilmittel genutzt hat, ist am Ende, wenn die „Kohle“ alle ist! Erst dann, wenn der Magel auch bei den Gutmenschen angekommen sein wird, wird der alte Bundesbürger vielleicht Fragen stellen, aber dann dürfte es rum sein! – Ich bin gut vorbereitet!

  8. Die „Ossis“ haben etwas gelernt, was in der heutigen Bundesrepublik völlig unerwünscht ist – nämlich die Macht des Volkes, die dem Volke gegebene Macht. Die sogar dazu führen kann, ein ganzes Regime auf dem Mülleimer der Geschichte schmeißen zu können. Ich denke, genau davor haben die aktuellen Machthaber und deren Steigbügelhalter eine nachgerade höllische Angst!

    • Conrath // 31. März 2017 um 17:37 //

      @Gast

      Ich wünsche mir, dass es stimmt auch heute noch, und die mitteldeutschen Geschwister aus der DDR wenigstens aus dem halbvollen Glas einer Gemeinwohlökonomie trinken durften/ konnten und dies nie mehr ganz vergessen, in ihrem weiteren Leben, auch als sie ihre Politschranzen auf den Müllberg warfen, aber nicht ihre positiven Erfahrungen. Und die wurden zwar alle Marxismus genannt waren es aber nicht und die beiden Heiligen, von Herrn Prabel ganz vergessen, M & E, der eine stehend das Sitzen des anderen bewachend und in die gesellschaftliche, ferne Zukunft, schauend. Dem steht eine bürokratische, staatskapitalistische Mangelwirtschaft gegenüber. Allerdings hätte man bei einer echten Teilhabesteuerung durch ein System von Räten und Ausschüssen, bei besserer Versorgung mit Rohstoffen, Kohle und Benzin, noch erheblich mehr erreicht. Sehr schnell hat sich die bürokratische Politklasse entfaltet. Erstaunlich, dass trotz der bürokratischen Zwangsjacken so vieles, so effizient umgesetzt werden konnte. Die DDR-Wirtschaft war, trotz tiefgreifender Mängel, keineswegs ein Todeskandidat und von den 7 Millionen zerstörten Arbeitsplätzen, Johnny hat die Auswirkungen wie Massenumschulungen der Arbeitslosen ja geschildert, waren nur 3 1/2 Millionen Schließungen wirklich gerechtfertigt. Der Rest geht auf das Konto der Vereinigungskriminellen, ganz vorne dabei die Treuhandschickse Birgit (B)Greuel und die Westkonzerne und ‚angelnden‘ (westlichen) Sachsen.

    • N. Draeger // 31. März 2017 um 21:08 //

      Lieber Herr / Liebe Frau Gast
      Erlauben Sie mir, Ihre Aussage zu ergänzen :
      Zitat: „Die Macht des Volkes, die dem Volk gegebene Macht“ – ja sicher, wenn MAN es denn läßt ! Oder sind Sie tatsächlich der Meinung, daß es „die Macht des Volkes“ war, die diese sogenannte „Wende“ herbeigeführt hat? – Wenn es so wäre, darf ich Ihnen einschlägige Literatur (oder auch verschiedene Kommentare in diesem Forum ) zum Erhellen der seinerzeitigen Geschehnisse empfehlen. Und bitte, nichts für ungut – es sind immer nur Meinungen.
      P.S. Im übrigen – ich bin Westberliner mit allen dazu gehörigen Erfahrungen.

      • Conrath // 1. April 2017 um 08:58 //

        @Draeger

        Der 9.11.1989 war ein Tag wie jeder andere, was die Grundbedingungen betraf. Die geheimen Dienste gab es genauso wie am Tag vorher und nachher, wie die Strom- und Wasserversorgung. Es gab, wenn ich recht informiert bin, auch Truppenteile die, in höchster(!) Kampfbereitschaft, bereits Befehle erhielten, die die Mehrheit dieser Truppen aber, wohlvorbereitet, ’nicht‘ erhielten!

        Die Stasi und die, der Stasi im inneren entgegenstehende, Dissidenten-Stasi (die alle offiziellen machtträger nicht wahrhaben wollen, klar doch), standen sich an diesem Tag gegenüber. Das ein solcher Tag kommen würde/ könnte/ müsste/ sollte, wurde durch die gesamte Entwicklung, ab Gromykos Abberufung 1985, allen Verständigen deutlich.

        Da es sehr viele Menschen betraf, den gesamten Warschauer-Pakt, vergingen nochmals 4 hektische Jahre, die weitgehend unbekannt sind, was ihren unsichtbaren, wesentlichen Anteil betrifft (Definition von geheim!) Alles was mit Günter Schabowskis Zettel zusammenhing, war somit der Anlas, nicht die Ursache (kausale Dynamik als politischer Telos!) der sog. vom Westen durch asymmetrische Währungs.

        Aber, liebe Frau/ lieber Herr Draeger, Andrei Andrejewitsch Gromyko war immer, auch in seinen höchsten Ämtern(!), ein Teil seines/ des Volkes geblieben, nicht im banalen Sinne, wie die Hamburgerin Angela K., ab 1957 in Templin aufgewachsen.
        Solange Gromyko als eiserner Eckzahn in der Geopolitik fungieren konnte, wurden die Gemeinwohlinteressen hochgehalten, mit allen inneren Widersprüchen und Kinderkrankheiten, selbstverständlich.

        Nur, jeder der diese Vorgänge abkürzt und doch mehr weiß, als die schlechtinformierte Öffentlichkeit, würde sich an dem Verrat der Völker beteiligen, zu dem auch seine (und die jedes Menschen, auch meiner) familiäre Volkszugehörigkeit und Klassendynamik gehört (so herum ist es erst reell zutreffend!).

        Das Volk hat/ hatte immer zwei Optionen, also vier konkrete, je entgegengesetzte, Entscheidungspfade der Durchsetzung (jeder Pfad hat einen anderen Widerstand zu überwinden, daher 4 und nicht 2 Antagonismen):

        a) der Einzelne agierte mit/ aus dem Volk für das Volk (Einzelner als Glied und Individuum im Volk und den Völkern) und
        b) der Einzelne agierte gegen sein Volk, alle Völker (Einzelner als Kontrahent und Gegner seiner eigenen Randbedingungen)

        Da a) und b) Modus im Leben jedes Einzelnen auch noch wechselwirken, in Phasen verschieden sein können (> Angela!?), ist die Frage nach der eigentlichen, tieferen Ursache von Politik und gesellschaftlicher Transformation, immer als doppelter Prozess gegeben und zu bearbeiten, also quaternär, weil dabei vier elementare Felder des gesellschaftlich-individuellen Seins betroffen sind (AGIL Schema in transzendentaler Erweiterung, siehe Talcott Parsons).

        Das alles wäre ein ergiebiges, säkulares Palmsonntagsseminarthema, der nächste kommt ja am 9.4. und auf Eseln reiten wir alle, manchmal verwechseln wir, die Hosianna rufenden Volksglieder, Tier und Reiter, was dann immer wieder ungut endet und doch auch immer wieder neu beginnt. –

      • Conrath // 1. April 2017 um 10:25 //

        @Draeger
        Nachtrag, zum ausgelassenen zweiten Halbsatz:

        „Alles was mit Günter Schabowskis Zettel zusammenhing, war somit der Anlas, nicht die Ursache (kausale Dynamik als politischer Telos!) der [Anfang rediviva]“ sogenannten ‚Mauer‘, die vom Westen durch ihre vorsätzliche und vorgezogene, asymmetrische Währungsumstellung erzwungen wurde. Die Mächtigen arbeiten halt immer wieder mit den gleichen Mitteln. Daher gibt es nur eine ‚Notwende‘ (selbst zu verstehende Begriffsklärung > KBM) durch das genaue Studium dieser Mittel, Währungsmanipulationen in verschiedensten Variationen nicht mehr zuzulassen und geeignete Maßnahmen zu einer Währungs-Geldordnungs-Reform zu formulieren und mit dem Volkswillen/ Volksverständnis, auch geeignet durchzusetzen! [Ende rediviva Con.]

  9. Skyjumper // 31. März 2017 um 12:36 //

    Es ist so allgegenwärtig, dass es fast schon banal ist das an so vielen Stellen immer wieder beschreiben zu müssen:
    Es gibt genau 1 Weiß, es gibt genau 1 Schwarz, und es gibt unendlich viele Grautöne dazwischen. Ich kenne 1 Wessi, und der ist sowas von im Osten „angekommen“, dass es kaum steigerungsfähig erscheint. Ich kenne eine ganze Reihe von Ossis die hier im Westen angekommen sind. Eine davon teilt seit 15 Jahren mit mir Haus und Bett. Unterschiede gibt es natürlich, aber eher in dem Definitionsbereich „einander ergänzend“, also etwas was man idealtypisch in jeder Gesellschaft haben sollte.

    Auf der anderen Seite kenne ich von Besuchen her auch die von @Prabel beschriebene Situation. Da fühle ich mich tatsächlich wie auf einem anderen Stern, da gibt es wenig Verbindendes, da paßt nichts zusammen.

    Wenn ich aus der Ost-/West Beziehung eine Quintessenz ziehen sollte, dann die die sich auch auf die aktuellen Migranten anwenden lässt. Der „Trick“ liegt in der gegenseitigen Integration, in der Vermeidung von „Ghettos“. Wo der Osten homogen zusammen gluckt, da kann es nicht zum Gleichklang kommen. Genau wie umgekehrt. Erst die gründliche Durchmischung macht aus den „zwei Teilen eines Teiges“ welche @mutige Angstfrau als Beispiel heranzog dann wieder einen Teig.

    Und auch das liesse sich (mit der einen oder anderen Einschränkung) auf die heutigen Migranten übertragen. Es gibt jedoch einen gravierenden Unterschied. Ersteres, die Durchmischung von Ost und West, möchte ich. Auch wenn ich manchmal im Osten, wie schon gesagt, unwillkürlich nach dem Raumschiff der Alien ausschau halte.
    Das andere, die Integration der Menschen aus Afrika und dem nahen Osten, die möchte ich nicht einmal. Da war nichts verbindendes, da ist nichts verbindendes, und ich kann mir auch kaum wünschenswert Verbindendes für die Zukunft vorstellen. Wir sind alle Homo sapiens sapiens. Das wars aber auch schon, und das sollte nicht reichen.

  10. Dieser ganze Ossi/Wessi Quatsch sollte endlich beiseite gelegt werden. Schließlich gehören wir zu einem Volk. Nur wäre es für die Scheinregierung und deren Befehlsgeber verheerend, wenn sich das deutsche Volk einig wäre. Deshalb geht es so lange nach der Devise: Teile und herrsche, bis diese Politganoven auf Nimmerwiedersehen aus dem Land gejagt wurden. Oder besser vielleich nach dem Spruch von Theodor Körner.

  11. waltomax // 31. März 2017 um 13:18 //

    Die Erziehung war und bleibt „gesamtdeutsch“. Als ich neulich auf REHA im Osten war, tummelten sich dort West- und Ostdeutsche Perfektionisten im Burnout. Pünktlich, nie krank, pflichbewusst und korrekt bis in die Rosette. Immer getragen von vorauseilendem Gehorsam, egal, ob in der BRD aufgewachsen oder in der DDR. Wir sind und bleiben Bismarcks Zöglinge und Preussen bis in Mark.

    Inzwischen wird von Reflektierten in Ost und West bezweifelt, dass die Daumenschrauben noch sehr viel enger gedreht werden können, um aus dem Nutzmenschen, den man so harmlos „Mitarbeiter“ nennt, noch das allerletzte Quentchen an Leistung herauszuquetschen.

    In der REHA konnte ich mich bestens mit meinen ostdeutschen Leidensgenossen darauf einigen, dass man in der DDR solch einen menschenverachtenden Stress nicht kannte.

    Die Zahl „betriebsbedingter“ Erkrankungen gerade der psychischen Art explodiert gerade. Wo es denn wohl enden wird…?

  12. @waltomax

    Die Zahl „betriebsbedingter“ Erkrankungen gerade der psychischen Art explodiert gerade. Wo es denn wohl enden wird…?

    In einer Kultur der Gewalt und des Todes…

  13. Ich docke jetzt mal bei hubi und beim conrath an mit meinen eigenen „Wossi-Erfahrungen“. Dazu gehe auch ich ins Jahr 1990 zurück…
    Die erste war ein Seminar mit 22 arbeitslosen Männern und Frauen, u.a. Ingenieure, Informatiker, Mathematiker und ein emeritierter Gralshüter der wahren Staatslehre.
    Diese Gruppe in HRO-Warnemünde war quasi was zum Eingewöhnen, könnte man sagen. Es waren viele Frauen dabei, und der Widerstand, besser Gegenwind, war eigentlich mehr akademischer Art, insofern er sich als marxistische Interpretation des erlebten Umbruchs artikulierte (Mauer weg, Ostblock hatte „Wettkampf verloren“). Der Widerstand kam nur von dem nunmehr emeritierten Lehrer der verordneten sozialistischen Denkweise und einer seiner jungen Schülerinnen, während die übrigen 20 sich an der Diskussion zwar sichtbar interessiert, aber ohne Wortmeldung beteiligten. Sowas wie Feindseligkeit war zu keinem Zweitpunkt spürbar.
    Zwar hätte ich mich der Diskussion unter Hinweis auf meinen Auftrag, sie alle für einen ihnen völlig unbekannten Arbeitsmarkt bewerbungstechnisch fit zu machen, nachvollziehbar entziehen können, aber ich habe die vorgebrachten Einwände dennoch nicht abgewürgt, sondern bin ihnen so lange nachgegangen, bis ihnen allen bewußt wurde, daß wir eigentlich zu einem anderen und viel konkreteren Zweck auf ihrem Hochschulgelände versammelt waren. Ich respektierte ihre Sozialisation, ohne allerdings meine Sicht (die Sicht des Westens) aufzugeben oder zu kompromittieren.
    Deshalb war durchgehend für alle auch ein Klima gegenseitiger Akzeptanz spürbar.
    Dies bestätigt m.E. die These von hubi, daß es eine irgendwie gegebene geistige Gemeinschaft gab, einen Grundkonsens, der nie thematisiert zu werden brauchte.
    Dies wurde auch dadurch bewiesen, daß man mich einmal zum Abendessen im Kreis der Familie und sogar zum Segeln eingeladen hat.
    Mir war vollkommen klar, daß diese Leute, die von ihrem System, an das sie mehr oder weniger geglaubt hatten, enttäuscht worden waren, dieses Mal gleich zu Anfang wissen wollten, ob sie schon wieder bloß einem Gaukler zuhörten, oder ob was Echtes dahinter war… Denn der Druck der Arbeitslosigkeit lastete auf allen.
    Daß dieser Mann aus Hamburg vllt doch kein ‚Rattenfänger’ war, wurde deutlich, als ein junger Informatiker zum Bewerbungsgespräch im Rhein/Main-Gebiet eingeladen worden und die junge Mathematikerin bei ihren ersten Kontakten nicht ganz erfolglos war.
    Zur zweiten Erfahrung:
    Der Unterschied zwischen dieser Gruppe und der nachfolgenden war wie der zwischen Tag und Nacht. Nun hatte die Gemütlichkeit aufgehört, und das galt sowohl für die äußeren Umstände als auch für die Teilnehmerstruktur. Konnten wir mit der ersten Gruppe fünf Wochen lang noch in einem der Hörsäle seminaren, mußten wir nun mit einem kleinen Raum von vielleicht 4×5 m zufrieden sein, der (im November und Dezember) nicht einmal beheizt wurde.
    Der Versuch einer Reklamation durch einen der Teilnehmer beim Dekanat blieb erfolglos, eine vernünftige Begründung für unsere Abkoppelung vom Heizsystem gab es auch nicht. Rückzugsgefechte aus Feindseligkeit waren nicht ausgeschlossen. Drum hab ich bei meiner nächsten Rückkehr aus dem Westen gleich zwei Ölradiatoren mitgebracht, so daß schon an der Stelle sichtbar wurde, daß wir zu „komfortableren Ufern“ aufbrechen würden.
    Was die Teilnehmer angeht, waren es zwar deutlich weniger, aber dafür in jeder Hinsicht um so herausfordernder. Zwei Fregattenkapitäne, ein U-Boot-Kommandant, ein Oberst und mehrere Angehörige der sog. Grenztruppen sind es, an die ich mich erinnere. Das waren also die Leute, die das System in seiner schärfsten Ausprägung repräsentierten. Kapitäne an sich waren für mich wegen früherer Seminare im Westen zwar kein „Neuland“, aber die waren auf den Pötten der Handelsschiffahrt unterwegs, diese hier waren aber Militärs und Offiziere der sog. Volksmarine und wahrscheinlich allesamt Geheimnisträger…
    Der Oberst gab sich unauffällig wie ein Softie und wirkte darum nicht unsympathisch; die beiden Marineoffiziere über Wasser gaben sich kooperativ bis aufgeschlossen; der Kommandant des U-Bootes war ganz offen feindselig (aber für mein Gefühl ohne wirklichen Haß, deshalb eher verblendet). Ich würde etwas unternehmen müssen, damit er die Übrigen nicht ansteckte und das Seminar den Bach runterging! Für mein Gefühl eher undurchsichtig waren aber die Leute der Grenztruppen (zwei Frauen darunter!).
    Mir wurde sehr rasch bewußt, daß sie nach dem Umbruch des Systems alle nur noch „Individuen“ und Privatleute waren, jeder auf sich allein gestellt, es gab keinen erkennbaren Ansatz zu einem gemeinsamen Handeln, was mich zunächst verwundert hatte, denn dies waren doch Männer, die sich gegen einen kleinen Tyrannen wie den Hochschuldekan hätten durchsetzen müssen, damit er uns nicht in einem unbeheizten Raum arbeiten ließ. Nun, das taten sie eben nicht.

    Das Medium zur Anpassung dieser illustren Truppe an das „böse Wessi-System“ sollte eine gezielte Auswahl von Publikationen über herausfordernde Themen sein, mit denen man sich sachlich auseinandersetzen mußte, bevor es erlaubt war, eine persönliche Bewertung abzugeben.
    „Leistungsängste“ kannte diese Gruppe gar nicht. Sie waren es ja gewohnt, Vorgaben zu akzeptieren, die sie früher als Tagesbefehle auf den Schreibtisch bekamen. Es ging also nur noch darum, ihre Vorbehalte gegen diese „West-Literatur“ aus dem Weg möglichst gegen Null zu bringen.
    Erwartungsgemäß sprach sich der U-Boot-Kommandant am nachdrücklichsten dagegen aus. Ich hatte ihm ziemlich kühn und im Blick auf mögliche Führungsaufgaben in der Zukunft ein Buch über das Management der Führung anempfohlen, dessen Autor (wie seinerzeit üblich) ein US-Amerikaner war. Er schleuderte mir seine Ablehnung entgegen: „Ich hasse diesen westlichen Manager!“ Ich reagierte betont cool und sagte nur: „Wieso das denn? Die kennen Sie doch noch gar nicht.“ Was sollten sie denn darauf erwidern? Es galt ja für sie alle und generell für alle Bücher, die auf einem Tisch präsentiert waren – noch ganz neu und deshalb mit einem gewissen Appeal.
    Mein späterer Freund (!!) Christian war der Erste, der nach vorn kam und sich seinen Titel holte, der ihn besonders interessierte. Es war ein Buch über Alfred Herrhausen, der genau ein Jahr vorher ermordet worden war. Jeder entschied sich ohne weitere Umstände für eines der Bücher. Auch der Kommandant bekam schließlich seinen Führungsratgeber, um nach eigener intensiver Beschäftigung damit auf ganzer Länge umzukippen – aus welchen Gründen auch immer hatte ihn das Buch doch noch vollkommen überzeugt. Wirklich eine außergewöhnliche Erfahrung!
    Also selbst die schärfsten Gegner unter den Ostdeutschen konnten trotz aller ideologischen Abfüllung bei dieser zweiten Erfahrung gewonnen werden.
    Und das spricht m.E. für die These der „Volksseele“, die wieder hervorkommt, wenn es gelingt, das ideologisch getunte Über-Ich auf Normalmaß zurückzuführen.

  14. Lars Bäcker // 31. März 2017 um 15:05 //

    Also, wenn ich an den Osten denke, dann fallen mir da keinesfalls „Nazis“ ein . Wunderschöne Städte, traumhafte Landschaften, und leider auch viel Strukturschwäche und Arbeitslosigkeit. Dieses Nazi-Gedöns ist doch eher etwas für Politiker, die sich profilieren wollen und nicht davor zurückschrecken, ganze Regionen (und deren Menschen) zu verunglimpfen. Fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung sollten sich solche Personen schämen, zum Eigennutz eine Spaltung zu betreiben, die 40 Jahre bestanden hat und die wie überwunden haben. Wählen wir sie einfach nicht wieder.
    MfG
    Lars Bäcker (eine rheinische Frohnatur, die gerne in den neuen Bundesländern urlaubt und sich dort pudelwohl fühlt)

  15. Hajo Blaschke // 31. März 2017 um 15:48 //

    @ Conrath // 31. März 2017 um 12:20 //

    Wieso glauben Sie, dass das in der DDR nicht Marxismus war? Das war genauso Marxismus, wie es Marx immer geschrieben und gefordert hat. Die Details mögen abweichend gewesen sein, aber „Demokraischer Sozialismus“, „Diktatur des Proletariats“ waren seine Vorgaben, die schon zu seinen Zeiten von Leuten, die denken konnten, als illusorische und dennoch gefährliche Spinnereien erkannt worden waren. Es kann sein, dass man in manchen Köpfen immer noch die Idee vom großen Denker Marx mit sich rumträgt. Marx war ein Denker, aber einer, der Zerstörung zum Ziel hatte. Und das hat in der DDR und in den anderen Sozialistischen Ländern auch geklappt.

    • Conrath // 31. März 2017 um 18:23 //

      @Hajo

      Diktatur des Proletariats war eine Verlegenheitsbezeichnung, die Engels später auch nicht mehr gefiel. Sie ist sehr missverständlich, kann überhaupt nur aus der damaligen Zeit heraus verstanden werden. Diktatur galt nicht als ‚Diktatur‘, so wie in den Ohren des 20., frühen 21. Jahrhunderts.

      Es war das Konzept, die Mehrheit der, nicht von Renten und Pachtzahlungen, Lebenden, also die Arbeitstätigen, an den Entscheidungen zu beteiligen. Marx hat dazu die Pariser Erfahrungen von 1848/49 idealisiert, nicht realistisch weiter erarbeitet. Da gibt es ein Theoriedefizit. Die kluge und mutige Rosa Luxemburg hat sich innerhalb von Monaten auf das ihr zunächst suspekt erscheinende Konzept eingelassen. Es wurde seit dem, bzw. kurz vorher, in Mexiko, dann später in Spanien und der Ukraine, in großem Maßstab umgesetzt, durchaus erfolgreich. In der UDSSR gab es nur die kurze Phase der NÖP mit Lenin beginnend, der seinen Höhepunkt als Stubengelehrter hatte, nicht als pragmatischer Staatsmann und die neue ökonomische Politik blieb ohne weitere Ausarbeitung. Sie wurde praktisch ab Anfang unterwandert, von den Revolutionsschranzen konterkariert. Die UDSSR ist im Wesentlichen eine Kriegskommandowirtschaft geblieben. Dennoch hat Stalin auch vieles richtig gemacht. Wir dürfen nicht nur durch die US-Brille darauf schauen und ‚Chrutschows Lügen‘ zu der gesamten vorherigen Epoche (3360021878), sind zu berücksichtigen und abzuziehen. Stalin durfte, im Sinne des imperialistischen Westens, überhaupt keine positiven Beiträge und Seiten haben. Der Zivilisierungsgrad und der erreichte soziale Frieden, die gute Ausbildung, die wissenschaftlichen Leistungen, waren aber dennoch beachtlich und die DDR war zu allem immer nochmals der kleine, preußische Musterschüler, klar doch, auch im Comecon. Ansonsten, siehe dazu Con-Kommentar zu Gast.

      It’s the TEIG, stupid.

  16. Super: Die Einteilung des Lebens in Kategorien, Unterkategorien, Unter-Unter.. usw. -und fertig ist der Holzschnitt- und der sieht im jeweils Anderen nicht zuerst und vor allem das Individuum, sondern das Fremde- und das nach 26 Jahren Einheit im Dauer-Moralgefasel. Die echten Probleme? -uninteressant. Wozu werden die Begriffe Gutmensch= Wessi und Ossi überhaupt benötigt? Nur zur Unterteilung oder besser das Unter weggelassen? Wem zum Nutzen? Wacht endlich auf.

  17. Eberhard Schulz // 31. März 2017 um 19:20 //

    Nur ganz kurz und das reicht. Habe als Sachse (69) mit meiner Frau gerade 7 Jahre in und umzu Bremen hinter uns. Auch wg. der dort lebenden Tochter und Enkelmädchen. Voller Integrationssehnsucht und ja auch mit Wohneigentum. Jetzt sind wir wieder zurück in der Lausitz von diesem völlig danebengegangenen Trip. Nette deutsche Leute dort oben, völlig unpolitisch, denken wir kommen aus Polen, denken die haben uns als Ossis gerettet. Und die Musels dort überall in hoher Anwesenheitsdichte.
    Nö, wir sind als Deutschland im Eimer mit dem Personal insgesamt im Westen und der bereits im Osten rot-grün umerzogenen Generation in Mitteldeutschland.
    Das wird nix mehr, da können wir noch so doll in unsere Tasten hauen.

    • hubi stendahl // 31. März 2017 um 21:48 //

      @Eberhard Schulz

      Zitat:
      „Nette deutsche Leute dort oben, völlig unpolitisch, denken wir kommen aus Polen, denken die haben uns als Ossis gerettet. Und die Musels dort überall in hoher Anwesenheitsdichte. Nö, wir sind als Deutschland im Eimer mit dem Personal …..“

      Das Spaßige daran ist, dass die heutigen Sachsen eigentlich gar keine Sachsen sind, sondern sich historisch aus den Chauken, Angrivariern und Cheruskern zusammensetzten, die seit dem 4.Jahrhundert nachgewiesen sind. Sie lebten im Nordwesten des heutigen Deutschlands, also tatsächlich auf den Gebiet, dass sie verlassen haben. Es waren Westgermanen.

      Sie selbst sind also wahrscheinlich gar kein Sachse, sofern ihre Vorfahren in den Gebieten um Dresden, Chemnitz und Leipzig zu verorten sind. Das heutige Sachsen kam nur zustande, weil Adlige, ich glaube im 12. Jahrhundert, sich mit Namensgebungen auf beherrschte Gebiete bezogen.

      Dies vorausgeschickt halte ich Ihre Erklärung trotzdem für einen Einzelfall. Dass der „Wessie“ flächendeckend glaubt, dass er den Osten gerettet hat, ist der Gehirnwäsche geschuldet. Schließlich kann man ihnen kaum erzählen, dass internationale Westkonzerne die DDR für kleines Geld übernommen haben.

      Die historisch betrachtet seit dem 5. Jahrhundert mit Friesen und Slawen vermischten Sachsen, bilden heute den Kulturpool der Bremer Umlandbevölkerung, die Ihnen befremdlich vorkam. Näher sind sie den Friesen im niederländischen Raum und den Engländern im Süden der Insel. Deshalb übrigens die heutige Namensgebung der Angelsachsen. Sie sind eher ruhig, zurückhaltend gegenüber Fremden und haben einen eigenen bisweilen trockenen Humor.

      Die heutigen Sachsen, sind ein Mix aus der Ausdehnung dieses Westgermanischen Volksstamms in Richtung Süden mit allen Vermischungen und der dort ansässigen autochtonen Bewohner. Alles 1500 Jahre her. Da entwickeln sich auch unterschiedliche kulturelle Gepflogenheiten. Schließlich ist das Umfeld mitverantwortlich. Denken Sie dabei an das Meer und an die damals als Seeräuber beschriebenen Sachsen.

      Vielleicht wäre vor Umzug eine umfangreiche Recherche mit Probewohnen hilfreich gewesen.

      Ich kann z.B. als Rheinländer mit den Schwaben wenig anfangen, aber mit den Südtirolern, die ethnisch deutscher als manche Deutsche sind, würde ich sofort Freundschaft schließen, könnte man die hohen Preise dort zahlen.

      Es ändert aber nichts an der kulturellen historischen Nähe aller genannten Volksgruppen.

      Wie groß Unterschiede sein können, sollten Sie hier einmal anhand eines seit 1986 in Südafrika lebenden Deutschen näher kennenlernen:

      Er meint: Südafrika heute, ist das Europa von morgen. Vorsicht harte Videos dabei:

      http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=432019

  18. Hajo Blaschke // 1. April 2017 um 08:54 //

    Conrath // 31. März 2017 um 18:23 // Antworten
    Danke für Ihre „Richtigstellungen“. Ich glaube, Sie brauchen mir den Marxismus nicht zu erklären. Ich habe bestimmt mehr Werke von Marx, Engels und Lenin gelesen als Sie, notgedrungen und nicht freiwillig. Diktatur des Proletariats war genau so gemeint, wie es verstanden werden muss. Es war keine Verlegenheitslösung. Und im Namen des Proletariats wurde die Funktion des Dikators durch die proletarische Partei als Avantgarde der Arbeiterklasse ausgeübt. Und die besten Proletarier waren die Funktionäre dieser Partei, denn sie wussten, was Marx gemeint hat. Das können Sie sogar in den Verfassungen der kommunistischen Staaten schwarz auf weiß nachlesen. Also bitte nicht mit der These kommen, dass Marx es richtig geplant und gewusst hat, aber in der Realität einfach falsch ausgeführt wurde. Nein, es wurde genaus so umgesetzt, wie Marx es geschrieben hat.

  19. Conrath // 1. April 2017 um 09:02 //

    @Hajo

    Ich widerspreche Ihnen doch nicht, was die gesellschaftliche Funktionalisierung dieses Begriffs in der DDR betrifft, aber doch nicht in der Intention von Marx & Engels!

    Das bitte ich angemessen zu berücksichtigen und Ihre Expertise will ich Ihnen nicht bestreiten, auch wenn Sie wissen, dass noch nicht alles herausgegeben worden ist, innerhalb der historisch-kritischen Gesamtausgabe, egal.

  20. Karl Bernhard Möllmann // 1. April 2017 um 09:21 //

    . . .
    Die „Ossis“ – sind die BESTEN „Wessis“ – die wir je hatten!

  21. Marianna // 1. April 2017 um 10:10 //

    Bin Ossi, seit über 10 Jahren in NDS lebend, kann mit den Wessis nichts anfangen. Gar nichts. Nun, Niedersachsen sollen besonders schlimm sein: Niedriges allgemeines Bildungsniveau, politisch nicht interessiert, an Menschen nicht interessiert, unfreundlich, beherrschen nicht mal ihre Muttersprache in puncto Grammatik und Orthographie.
    War unlängst zu Besuch in Thüringen; ich war entsetzt! Verfettete Menschen, gepierct, tätowiert, alkoholisiert, stinkend, dumm. Junge Mütter, die aggressiv mit ihrem Nachwuchs umgingen und überwiegend assig aussahen. Dazwischen junge, arrogante Moslems, Neger, Zigeuner. Die deutschen verfetteten Mädels ließen sich von den Musels anbaggern und kicherten nur blöde. Was haben die für Eltern? In Weimar waren ein paar Schulklassen aus den alten Ländern zu besichtigen: durchweg Schwarze und Moslems.
    Wer glaubt, hier noch was reißen zu können, ist naiv oder dumm.

    • Conrath // 1. April 2017 um 10:50 //

      @Marianna

      Und jetzt?

      Die Kinder der neuen deutschen Generation sind bereits im Brunnen und vermutlich werden nicht alle schwimmen können. Dennoch, oder gerade deswegen, ist es kein Grund diesen Brunnen zu verlassen und nicht alles zu versuchen, um eben von der Stelle des einzelnen aus, mit anderen zusammen, eine bessere Zukunft anzustreben.

      Das ist unsere Gemeinschaftsaufgabe, kann nicht delegiert werden, Frau Marianna und die Frage des ‚wie‘ setzt die Beantwortung des ‚was‘ voraus, genauso wie Sie es schildern.
      Ich bezweifele nicht die Verallgemeinerungsfähigkeit Ihrer Einschätzung. Ja, so sieht es in DE und in der EU aus, wenn die Wirtschaft zum Selbstzweck einer Gesellschaftsordnung und ebenfalls einer verdummten Elite geworden ist.

      Denken wir nur an die Spitze des Eisberges, die Arbeitslosigkeit der jungen Menschen, es ist immer auch eine verweigerte Teilhabe an der Kultur. Aber einzelne und Gruppen, arbeiten auch da gegen die allgemeinen Tendenzen an, das darf, bei allem realen, echten Elend, nicht übersehen werden, weil es Teil der Lösung ist, nämlich EIGENINITIATIVE, von jedem, für jeden erbracht oder verweigert.

      Jeder kann nach seinen Möglichkeiten handelnd, die er/ sie oft selber noch nicht kennt oder noch nicht ausprobiert hat. Darauf können wir uns selber besinnen, handeln und zugleich alle anderen, uns begegnenden Menschen verweisen, still, in Taten oder auch, gelegentlich, in Worten.

      Krankenhausnotaufnahmen und Schulpflegschaften bestätigen Ihre Beobachtungen zu jungen Familien/ Alleinerziehenden, also überwinden wir unsere selbstgewählte Teilnahmslosigkeit an diesen Gesellschaftsvorgängen oder gehen eben mit unter, verfetten vor dem Angebot des Internets und kennen unsere Nachbarschaften nicht mehr.

      • Johnny // 1. April 2017 um 14:04 //

        Ach ja, bester Conny, wenn’s denn möglich wär’… Kennen Sie Graham Greene und seine Romane? Nein? Okay. Er hat den schönen Begriff „The human factor“ mit dem Titel seines gleichnamigen Romans eingeführt – zumindest für uns Deutsche: Der menschliche Faktor.
        Mit selbigem Faktor hatte ich das Vorrecht unter verschiedenen Perspektiven zu arbeiten und … ihn nolens-volens auch zu studieren (inkl. des eigenen versteht sich). In eine davon haben Sie weiter oben hineinschauen können: „Der abstiegsbedrohte und sinnentleerte Mensch“.
        Eine andere Perspektive war „Der politische Mensch mit seiner Hoffnung“; eine dritte „Menschen in der Erwachsenenbildung“ und die vierte „Führung und Geführte in Wirtschaftsunternehmen“.
        Zurzeit erleben wir alle den quasi letzten Typ, den „Menschen kurz vor seinem Untergang“.
        Was Marianna beschrieb, ist die erste und von allen zu beobachtende Phase dieses Untergangs mit den charakteristischen Merkmalen der Verwahrlosung. Was unten in der Gesellschaft als ganz offen schmuddlig und abstoßend erscheint, findet seine Entsprechung weiter oben in vielfacher Verkommenheit in sexueller und grob betrügerischer Art & Weise. Ganz oben dasselbe nochmals gesteigert,jedoch in Designer-Klamotten.
        Wie sich die Dinge im politischen Feld darstellen, hat Prof. Dr. Rainer Mausfeld in einem Youtube-Vortrag und in einem nochmals pointierteren Interview mit Ken Jebsen auf den Punkt gebracht – sehr empfehlenswert:
        https://kenfm.de/rainer-mausfeld-die-angst-der-machtelite/
        Und hier ist die PDF mit Minuten-Angaben zu den Unterthemen des Vortrags zu bekommen… googlen nach
        Prof. Rainer Mausfeld: Die Angst der Machteliten vor dem Volk
        Hier schließlich das packende Interview mit KenFM
        Schlußbemerkung: Rainer Mausfeld versucht trotz allem Optimist zu bleiben, indem er dem Volk, dem Bürger Veränderungschancen zuspricht; aber ich teile seinen Optimismus nicht, denn erstens gibt meine eigene und weit weniger theoretische Expertise das nicht her. Zweitens paßt sein Optimismus nicht wirklich zur „Tiefenindoktrination“, die er dort so überzeugend belegt.

      • Johnny // 1. April 2017 um 14:09 //

        Das hab ich vergessen einzustellen:

      • Conrath // 1. April 2017 um 14:54 //

        Lieber Johnny,

        Mausfeld und Jebsen hatte ich bereits an verschiedenen Orten, auch hier, verlinkt. Aber gute Sachen verdienen es, immer wieder genannt und angepriesen zu werden, wie der Kerngedanke Platons und Paulus. Green ist mir nicht unbekannt, aber das wird Sie ja nicht wirklich enttäuschen. –

        Nur sollten Sie nicht auf mein Konvertieren, zurück zum traditionell-vertretenen Christentum, hoffen, so wie aus Green ein katholischer Konvertit wurde, das ist bei mir eher unwahrscheinlich.

        Das Messgewand und die ihm einverwobenen Doppelinteressen, sind dazu viel zu fadenscheinig geworden unter dem Licht der neueren Vernunftkritik. Sie müssten doch mit großem Gewinn die Bücher von Deschner lesen. Er ist, trotz schärfster Kirchenkritik und vieler Anfeindungen, ganz innen drin, nie aus der, wirklich allgemeinen (= katholischen > als Begriffsbedeutung) Kirche ‚aller‘ Gläubigen, ausgetreten. Er verstand, auch kurz vor seinem Tod, seine Arbeit als Hilfe, dem rechten Glauben keine Lügen in den Weg zu stellen. Und das haben selbst seine vatikanischen Kritiker hinnehmen müssen, einige haben sich dadurch wohl auch zum wirklich allgemeinen Glauben hinführen lassen. Das soweit zur Frage: ‚Konvertieren ja, aber wohin?‘ Dazu siehe:
        http://www.deschner.info/

        Und Ihre jetzige Darlegung ist viel näher an der realen Problemlage, als das damalige Bestehen auf dogmatischen Glaubenssätzen wie: ‚Es gibt nur ‚einen‘ ewig-fixen Schriftkanon‘ und das freut mich.

        Und noch mehr würde es mich freuen, sich darin mit Ihnen gemeinsam freuen zu können, weil es die Freude bekanntlich verdoppelt, tja das verallgemeinerte Prinzip des ‚Heiligen Geistes‘: ‚Wo zwei oder drei in meinem Namen – ich ersetze – im lebendigen Prinzip, das auch Jesus vermutlich vertrat, sich vereinen, bin ich (> ist das lebendige Prinzip des allgemeinen geistigen Beistandes), mitten unter ihnen.‘

        Sie grüßend

      • Johnny // 1. April 2017 um 18:00 //

        Nicht doch, conrath, da hätten wir uns mißverstanden. Mein Pfad war der menschliche Faktor, nicht die Konversion des Autors zum röm. Katholizismus, der Kirche Satans. (WUMM…!) Sie haben mich nur eben daran erinnert, mal sowas vor langer Zeit gelesen oder gehört zu haben. Der arme Green…
        Ich muß Ihnen auch sagen, daß Sie mit Ihrer Hoffnung bzgl irgendwelcher Änderungen an meinem Glauben schief liegen. es wäre gut – für Sie – wenn Sie verstünden, daß es Menschen gibt, die die Wahrheit gefunden haben, so wie’s in Sprüche Kap 8 geschrieben steht oder auch Mt 13:45-46. Und dann gibt’s unzählige, die genau daran immer wieder vorbeilaufen, weil sie nicht hören wollen und darum nicht mehr hören können.
        Ungeachtet dessen freu ich mich, daß Sie Mausfeld kennen, denn er hat wirklich was zu sagen; aber – ich wiederhole mich – sein Optimismus ist der bekannte Zweckoptimismus und läßt sich mit seiner Wissenschaft auch nicht unterfüttern. Das hat er auch gar nicht versucht. Die Verstümmelung der Möglichkeiten des Massenmenschen hat die dort genannten Eliten ja eine Menge Hirnschmalz und Geld gekostet und geschah offensichtlich nicht von heute auf morgen, sondern über Generationen. Wollte man diese Effekte aufheben, müßte man konsequenterweise über ein ähnliches Intrumentarium (plus Milliarden) und ebenso viel Zeit verfügen. Damit ist die nette Idee einer irgendwie gearteten Rücksetzung bereits gestorben.
        Wiederum ungeachtet dieser logischen Widerlegung spricht auch die Empirie, schlichter unsere Alltagserfahrung dagegen, daß alle alles werden und überhaupt wollen würden. Dem ist nicht so. Der Gedanke gehört in ein humanistisches Wolkenkuckucksheim.
        Die Menschen müssen auch noch arbeiten und ihre Brötchen verdienen und dann möchten sie sich auch noch ein bißchen erholen, Spaß haben und ihr bißchen Leben genießen.
        Dies sind die wirklichen Koordinaten.
        Man könnte vllt sagen: Wir sind immer erst hinterher (!!) schlauer, wie ich schon in meinem Post an Marianna angedeutet habe. Ich erinnere mich sehr lebhaft an meine Funktion als wissenschaftlicher Unterrichtsbeobachter in einer der ersten Gesamtschulen in Nds. Meine eigene damalige Freundin hat wenig später dort als Lehrerin angefangen und ich mußte ihr gewisse Unterrichts-, besser Zähmungsstrategien an die Hand geben, damit sie dort überhaupt „durchkam“ und Unterricht machen konnte.
        Ein Kommilitone von mir hat mit dieser Beobachtung und Evaluation seine Promotionsarbeit bestritten… ja, da könnte man philosophisch werden.
        Meinen Sie etwa, wir wären in der Lage gewesen zu erkennen, zu kapieren, was wir da machten??!! Das wurde doch vom Lehrstuhl alles großartig begleitet, verstehen Sie, man kam sich wichtig und innovativ vor… Mit ’ner vernichtenden Kritik an dieser „Innovation“ hätte man – wenn man sie denn überhaupt hätte denken und formulieren können! – nur im Weg gestanden und für sich persönlich nichts erreicht. Nun, der Helge hat damit seinen Dr. päd gemacht, und das war für ihn doch das Ziel, oder? Und der junge Prof hatte so schon mal einen Doktoranden vorzuweisen. Such is life.
        Also, wir sind, während wir vllt Gutes wollen, kaum in der Position zu erkennen, was daraus werden mag. Das ist der Punkt.
        Und man war eingebunden in die SPD Bildungsoffensive des Georg Picht Bildungsplanes, das erschien uns alles wie der Aufbruch zu neuen Ufern… Und während der ganzen Zeit lief was parallel? Die pädophile Perversion in der Odenwaldschule… Und einer der großen Pädagogen (wie wir meinten), der bekannte Hartmut von Hentig hatte viel damit zu tun und war selbst ein Homo! Nichts davon hat man gewußt, nein, ich hab ihn noch als eine seriöse Quelle in meinem Buch angeführt…
        So läuft man mit und weiß sehr lange nicht, was überhaupt geschieht.
        Hinterher sind wir alle schlauer.

      • Conrath // 1. April 2017 um 19:01 //

        Lieber Johnny,

        ein Diener zweier Herren sein? Das geht nicht, geht nicht gut!

        Jetzt predige ich zur Abwechslung und versuche Sie zu bekehren, nicht mit den Materialien einer Kanonauswahl, sondern der Plausibilität des späten Kants. Sein Opus postumum (der Schlußstein seines Epochenwerkes) wurde erst 100 Jahre nach seinem Ableben/ Fortgehen in die intelligible Welt, von der Kantgesellschaft hier auf Erden, nicht mehr vehement bekämpft. Also die Vernunft, als den Menschen beschirmende Geistkapazität und Gemeinschaft (Taube), ist eben so wenig auf die verschiedenen Machtkirchen, wie auf deren Nachfolger, die ‚Hohenpriester der Wissenschaften‘, exklusiv oder auch nur bestimmend, beschränkt. Da genau trennt sich unsere Auffassung zum zweiten Mal.

        Die ‚Allgemeinheit eines echten, teleologischen Vernunftsprozesses, vermittel über das Ich = Ich (Fichte), erweitert zum DU (Jacobi), später durch Buber und die Brüder Barth, existentiell als die Gemeinschaft der DU’s schlechthin verstanden und praktiziert werden. Die hier genannten sind aber keine fixen neuen Propheten, sie haben nur weitergeführt, nicht abgeschlossen und für immer beendet, was andere begonnen hatten. Jedenfalls ist damit das ‚Grab der Kirchenexklusivität‘ und das ‚Grab des Führungsanspruchs der vermachteten Wissenschaftskirchen‘, mittlerweile so was von leer, das wir das in der kommenden Karwoche auch als thematisch klar abgestecktes Motto behandeln und feiern könn(t)en, gemeinsam/ einsam, egal, aber begründet.

        Warum das denn, wo ist der rote Faden?

        Nun ganz einfach. Sie erwarten, Entschuldigung, etwas zu devot, von diesen Kirchennachfolgern die Antwort aus der Misere der generationenlangen Gehirnwäsche!

        Nein, mAn ganz falsch geschlossen, der Geist (der Vernunft) ist in uns allen und in seiner Grundform, man halte sich hierzu an Edmund Husserl und seine Schule, (KBM nicht die Süssigkeitskette gleichen Namens) ’spontan‘ zur Stelle, die Entscheidung hier und jetzt, ist möglich. Und das sprechen von Erwachten, auch im Kreis der ’noch‘ naturalisierenden heutigen Zöllner und Sadduzäern, wer denkt da nicht an unsere Mitkämpfer, die Reichsbürger und alle anderen Kritischen im Lande, den schwarzen Blog usw., laden wir sie alle ein zu diesem Fest der Spontanität. Gesellschaft ist für alle und gesellschaftliche Kraft ist in der Lage ein Gebirge von Scheinproblemen kurzfristig zu lösen.

        Oder Johnny, hat der verlorene Sohn, nach Einsicht in die Lage und Vadderns Vergebung noch 3 Jahre Psychotherapie nehmen müssen, davon steht nichts in den Texten, es ging also relativ spontan zu, diese Wandlung … 😉

        Nimm Deine Bettstatt und geh, armes Volk, arme Völkermischungen, auch das ohne 3 weitere Generationen der Rückumerziehung? Warum denn nicht? Nicht der nihilistisch organisierte Mammon, sondern die gesellschaftlich realisierte Vernunft (+ Intelligible Welt) wird dies bewerkstelligen. Und der Monotheismus hat eine Spezialfähigkeit entwickelt histortisch, bei allen sonstigen Detaildifferenzen. Er wandte sich an ‚alle‘ Völker, war damit globalistisch ausgerichtet, ab Paulus (für die Christen) und Philon von Alexandria (für die Juden). Mohammed hat das ganze nochmals pragmatisierend auf die Pflicht zur Hilfe der Bedürftigen umgeschmolzen. Von den Differenzen unter seinen Nachfolgern, die es in jeder Religion gab, ist hier abzusehen.

        Dieser religiöse monotheistische Globalismus ist durch die politischen Globalistenverbrechen der letzten 250 Jahre insgesamt(!) obsolet geworden, insgesamt durch NWO-Materialismus getoppt worden und kann nur durch eine Wiederauferstehung der einzelnen Souveräne zukünftig fortbestehen, mMn.

        Wer an den Geist glauben kann, hat alles. Ohne Glauben ist alles nichts.

        Wir selber sind in der Lage semantisch aufzuräumen und neue Ziele zu bestimmen, brauchen dafür nicht mehrere Generationen, es gibt vertikale Gemeinsamkeit(en), die ‚wie auf Taubenfüßen daherkommen‘, also leise, unbemerkt, wie im Tiefschlaf, was Nietzsche selbst als Nihilist noch postulierte, paradox zu seinem übrigen Pessimismus. –

      • Conrath // 1. April 2017 um 19:23 //

        Sorry, noch ein Korrigendum

        „Die ‚Allgemeinheit eines echten, teleologischen Vernunftsprozesses, vermittel über das Ich = Ich (bei Fichte), erweitert zum DU (bei Jacobi), später durch Martin Buber und die Brüder Heinrich und Karl Barth, existentiell als die Gemeinschaft der DU’s schlechthin, verstanden und praktiziert worden.“

      • Johnny // 1. April 2017 um 19:38 //

        Okay, wir haben kein gemeinsames Thema mehr, drum auch hier ein neues, aber dringlich & wichtig, folglich mit Priorität 1a.
        https://philosophia-perennis.com/2017/04/01/gyula-marfi-migration/
        Der Mann hat’s gecheckt und straft seinen linksversifften Idiotenboss ganz oben Lügen.

      • Conrath // 1. April 2017 um 22:42 //

        @Johny

        Jetzt wollte ich gerade etwas schmökern und ausspannen und Sie wollen mich für Sie fremddenken lassen? Was denken Sie denn zu dieser These von Severin Möres?

        „Das Ziel der Moslems ist es, Europa zu besetzen, wo heutzutage jeder glaubt, was er will, aber in Wirklichkeit niemand an etwas glaubt (veritable Glaubens- und Identitätskrise).“

        Das Ziel der Wahhabiten, einer extremistischen Politik islamischer Fundis, gesponsert von den Saudis und der CIA, ist es maximale Unruhe und Chaos zu schaffen.

        Die Praxis, nach erfolgten Kriegen, alle zeugungsfähigen Männer umzubringen und die zeugungsfähigen Frauen zu verschleppen und zu vergewaltigen, stammt aus der Vergangenheit, diesen halbverfluchten 10 bis 12.000 Jahren. Bisher hat noch jede Gesellschaft, die zu einer Friedensordnung und allgemeinem Wohlstand gefunden hatte, abnehmenden Kindersegen, unterbrochen durch Katastrophen und Kriege. Beispielsweise ist die wirksame Fertilität der Palästinenser im Gazastreifen erheblich höher, als im Durchschnitt der arabischen Bevölkerung. Syrien hatte vor Kriegsausbruch einige Jahrzehnte steilen Anstieg der Bevölkerungsentwicklung. In Europa gab es vergleichbares um das 12. Jahrhundert, unterbrochen durch die kleine Eiszeit. Die Menschen wurden auch kleiner, siehe Bettchenformate in den alten Schlossmuseen, ein Geert Wilders passt da nicht hinein, seine Eiszeitchancen wären recht gering, wie auch seine derzeitigen politischen Chancen, tief im Gesäß der Apartheitspolitiker der Knesset. Jedenfalls ist die Idee nicht neu, erst den Rivalen wegzujagen oder zu verspeisen (kann ja noch kommen, der ‚Dresden Döner‘ umgeht dann das veganisch schlechte Gewissen der Linken) und dann die Revierdamen zu schwängern usw… Das Patent auf diese Verhaltensweisen ist bei uns im Stammhirn funktional gespiegelt (als somatisch wechselwirkender Empfänger, bzw. bioaktives Relais) und gehört ansonsten als Patent der Natur an. Nach den napoleonischen Kriegen stieg mit der Effizienzsteigerung der Landwirtschaft und Medizinhygiene die Bevölkerung in Mitteleuropa deutlich an.

        Aber Herr Johnny, irgendwie ist es verkehrte Welt. Entweder leben Sie in dem Glauben, der festen Überzeugung, es gibt eine Vorsehung, eine Wende der Ereignisse oder es gibt eben nur den puren Zufall, die schnöde Welt des Mordens und Stehlens, mit vorgetäuschten Motiven, in der materiellen Befangenheit.

        Oder anders gefragt, glauben Sie denn, selbst wenn hier in DE jetzt mehr muslimische Kinder in die Schule gehen, dass die dann mehrheitlich extreme Wahhabiten werden, spätestens nach dem Schulabschluss? Wie verlief es denn konkret in den säkularisierten Gesellschaften, im Iran und Irak der 60-iger, frühen 70-iger Jahre, auch in der Türkei der Putschisten. Es gibt Bilderserien aus dem Libanon, Menschen in westlicher Kleidung, ohne Schleier, in einer Gesellschaft, in der mehrheitlich der Islam vorherrschte. Warum ging es dort so zivil zu, bis die mordenden Westwertler kamen. War es der Zauberstab der kommunistisch orientierten, sozialen Übergangsgesellschaften oder was?

        Wenn ja, könnte aus dieser Richtung auch erneut Hilfe kommen. Und es gibt viele hübsche arabisch stämmige Frauen in DE, die einen hiesigen Mann abbekommen. Bleiben die dann per se kinderlos oder was? Wer die Gefahren erneuter Religionskriege wissentlich verschärft, muss entweder:

        a) schlecht bis viertelinformiert oder
        b) an Chaos aus politisch-wirtschaftlicher Vorteilsnahme interessiert, sein.

        Die Idee zu einer Reanimierung von überholten, frauenfeindlichen Altreligionen, scheint mir nicht aufzugehen. Die Betroffenen machen das mAn gar nicht mit, was ja nicht ausschließt, das es Minderheiten gibt, die von einem islamisierten Europa träumen (10.000 Salafisten in DE, laut RT). Aber was denkt dann die 150-fache Mehrheit der islamorientiert Lebenden Männer in DE oder gar die Mehrheit der Frauen. Die haben doch ihre gesamte Freiheit wieder zu verlieren. Ich meine nicht die jungen, vollverschleierten Mädchen, die noch nicht ganz erwachsen hier angespült werden, sondern normale, hier sozialisierte Frauen. Die müssten doch völlig verrückt sein, wenn sie den salafistischen Spinnereien einiger Ewiggestrigen, die es überall gibt, nicht in die Arme greifen würden. Bei den Kurden sehe ich überhaupt keine Gefahr und bei dem Rest der hier lebenden Menschen, nur einen ganz verschwindend geringen Anteil, der wirklich so leben will.

        Mal ehrlich Johnny, fahren Sie nicht mehr auf der A 57, nur weil es dort einmal einen Geisterfahrer gab, pro Jahr oder Halbjahr? Sie wissen so gut wie ich, dass uns der Herrgott, in oder außerhalb der Kirchenvorstellung, schneller mit Krankenhauskeimen in Kontakt bringen könnte, als mit Terrortätern. Die meisten hier in Europa sind immer noch staatlich geförderte Gladio-Terroristen. Also sollten wir uns in Bauchtanzgeduld ‚wiegen‘ und auf unserem ‚Gebetesteppich‘ des guten ‚Vertrauens in die Zukunft‘, halten und nicht mit, auf fremden Gebetsteppichen daherfliegenden, Holländern wetteifern. Das haben die wilden Wilders nicht verdient, nicht durch ehrliche, politische Arbeit. Sie machen wieder die Arbeit der grauen Herren von der Zeitsparkasse, auch unsere Blutreinhalter, nicht wissend, wie stark die vier genetischen Menschheiten miteinander verwandt sind, lange bevor Soros Soros hieß.

      • Johnny // 2. April 2017 um 10:06 //

        Bester Conny, Sie folgen nicht mehr der einzigen Logik, die dieser realen Welt unterlegt ist. Sie können sie nicht finden unter den Pfeife rauchenden Theologen dieser Welt, die sich mit ihrer Theologie einen Namen gemacht haben, ohne Gott überhaupt zu kennen. Schaun Sie, es heißt nicht umsonst:
        1.Kor 3:19-21 (Elb1871)
        Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott; denn es steht geschrieben: „Der die Weisen erhascht in ihrer List“.
        Und wiederum: „Der Herr kennt die Überlegungen der Weisen, daß sie eitel sind“.
        Ps 94:11 (KJV)
        The LORD knoweth the thoughts of man, that they are vanity.
        Oder hier:
        Mt 18:2-3 (Schlachterbibel 1951)
        Und Jesus rief ein Kind herbei, stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen!
        M.a.W. Sie bemühen sich deshalb auf der falschen Strecke. Das erweckt mein Mitleid. Conrath. Das alles müßten Sie über Bord werfen. Denn es ist alles ganz anders.
        Oder schaun Sie hier:
        1.Kor 1:26 (Schlachterbibel 1951)
        Sehet doch eure Berufung an, ihr Brüder! Da sind nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viel Adelige;
        Es gab einige, und darum ist es nicht vollkommen ausgeschlossen.
        In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen angenehmen und durchgängig sonnigen Sonntag.

    • Johnny // 1. April 2017 um 11:30 //

      Liebe Marianna, bin selbst lange Zeit Wahl-Niedersachse (Hannover & Umgebung) gewesen, d.h. von 1970-1985. Dann bin ich in den Süden der Republik verzogen. Was Sie gerade beschrieben haben, ist sicher kein Aprilscherz, denn mit sowas scherzt man nicht; aber ich kann Ihnen versichern, daß nichts Derartiges in den 15 Jahren meiner niedersächsischen Lebensphase exitiert hat, nichts dergleichen. Im Gegenteil. Das Land war lebendig, auch politisch lebendig, es kam zu starken Protestbewegungen gegen die manipulative „Bürgerinformation“ von Lobbyisten und gegen den Bau von deren Atomkraftwerken. Die Grüne Liste Umweltschutz war der vorausgehende außerparlamentarische Arm der 1980 gegründeten Grünen.
      Allerdings, was auch noch zu erwähnen ist: Damals begann der Niedergang des Bildungssystems mit der Einrichtung von sog. Gesamtschulen, in denen plötzlich Disziplin klein geschrieben wurde, doch erhoffte man sich damit mehr linkslastige Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. Man hat diesen Irrweg damals nicht erkannt und m.E. auch nicht erkennen können.
      Gleichzeitig wurden seltsamerweise die Pädagogischen Hochschulen, von manchen als der „Sumpf des Universitätsgeländes“ verspottet, den Universitäten eingegliedert. es begann die Akademisierung der Ausbildung, die heut, viele Jahre später, schließlich zum Fachkräftemangel in handwerklichen Berufen geführt hat. Auch das konnte man damals nicht erkennen, leider.

  22. Marianna // 1. April 2017 um 11:28 //

    Conrath, was glauben Sie, habe ich all die Jahre gemacht? Im Gegensatz zu meinen Westkollegen, gucke ich nicht auf Menschen in der Hierarchie „unter“ mir. Ich rede mit denen; mache ihnen Mut; rede ihnen bezüglich ihrer Kinder gut zu, dass auch aus ihren Kindern was werden kann; gebe ihnen Kraft, sich gegen Vorgesetzte durchzusetzen (wenn sie wegen Krankmeldungen gefragt werden, ob sie nicht prinzipiell weniger arbeiten wollen…)etc.pp.
    Damit macht man sich bei den oben keine Freunde. Bei denen muss man mitlügen, auch wenn alle wissen, dass gelogen wird. Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd. Und hier wird nicht der bestraft, der den Dreck macht, sondern, der, der darauf hinweist. Dieses Land/ System ist so kaputt, kaputter geht es nicht. Gegen dieses Land war die DDR ein Hort der Demokratie, der Menschenrechte und die Bildunsgrepublik schlechthin.

    • Karl Bernhard Möllmann // 1. April 2017 um 12:15 //

      . . .
      ZITAT @ Marianna:
      .
      „Damit macht man sich bei den oben keine Freunde. Bei denen muss man mitlügen, auch wenn alle wissen, dass gelogen wird. Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.“
      .
      DANKE, daß Sie mal deutlich aussprechen – WAS denn einen „WESSI“ aus der Vogel-Perspektive definiert:
      .
      „Bei denen (Wessis) muss man mitlügen, auch wenn alle wissen, dass gelogen wird.“
      .
      DARUM haben es Ossis leichter – sich von der staatlichen GEHIRN-Wäsche zu befreien – jedenfalls ist DAS meine Beobachtung.

      • Conrath // 1. April 2017 um 12:25 //

        Mit schnellen Pferden kennen Sie sich ja bestens aus, lieber KBM.

        Mal abwarten, wann Sie dann auch Spaß an Begriffsklärungen finden werden, was ich mir gut vorstellen kann, warum denn nicht?

        Ich Sie auch

    • Conrath // 1. April 2017 um 12:21 //

      Danke, liebe Frau Marianna, so hatte ich es auch eingeschätzt.

  23. Marianna // 1. April 2017 um 12:25 //

    Johnny, nee, kein Aprilscherz. Leider.
    Hier ist nichts mehr mit politischen Aktionen…obwohl…nachdem man hier versucht hat, HAGIDA zu etablieren, haben staatliche Stellen Mails an Studenten, Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes und städtischen Behörden verschickt, man möge doch bitte an der Antia- Hagida teilnehmen. Resultat war: 100 Hagida(viele wollten, trauten sich aber wegen der bekannten Aggressionen von SAnitifa und Co. nicht auf die Straße…auch die Frage: wohin mit den Kindern; auf der Gegenseite 19.000 gegen HAGIDA, pro Asylbewerber, Zuwanderung, Ausländer etc. Da störte es die staatlichen Stellen auch nicht, dass es § 21 gibt:

    “ Wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

    Hier besteht Konsens, dass die Gymnasien abgeschafft werden. CDU tut so, als wäre sie dagegen, aber die Gelder fließen in die Gesamtschulen, deren Ausstattungszustand wesentlich besser ist, als der der Gymnasien. An den Gymnasien lernen die Schüler weniger, als in der POS in der DDR bis zur 10.Klasse. Ganz gruslig.

  24. Hajo Blaschke // 1. April 2017 um 19:39 //

    @ Conrath // 1. April 2017 um 09:02 // Antworten
    Ich glaube, dass über Marx und Engels schon viel zu viel veröffentlicht wurde. Ich will Ihnen ja Ihren Glauben an den „größten Denker aller Zeiten“, den Lenin mit dem Slogan „Der Marxismus ist richtig, weil er wahr ist“, nein nich als Aprilscherz, versymbolisiert und damit glaubte, sich seine Vordenkerrolle gesichert zu haben. Ich kann mir schon vorstellen, dass man als Wessi (nicht beleidigend) nicht verstehen kann, dass Marx so eine unselige Ideologie betrieben hat und dass man als „Wessi“ schon gerne glaubt, dass diese Ideologie des größten Denkers aller Zeiten in den sozialistischen Ländern einfach nur falsch umgesetzt wurde. Nein und nochmals nein. Alles ist nach der Rezeptur von Marx (in der DDR hieß er Charly Chemnitzer) und den Anleitungen seines Testamentsverwalters Lenin umgesetzt wurde. Für mich war spätestens bei der Losung „Der Marxismus ist richtig, weil er wahr ist“ der absolut eintretende Untergang jeder menschlichen Gesellschaft, die danach handelt, völlig klar.

    • Conrath // 1. April 2017 um 20:25 //

      @Hajo

      Sie vertauschen da etwas:

      1) Karl Heinrich Marx war meines Wissen nicht Mitglied des Politbüros (Gnade der frühen Geburt wird dieses Defaktoargument auch genannt, lieber Mitteldeutscher Landsmann). Solche Schoten leisten sich sonst nur die Amis, für die ist Braunschweig auch ein Vorgebirge des Himalajas und Schweden grenzt an Afghanistan.)
      2) Wo habe ich meinen Glauben an Karl Marx, als den größten Denker aller Zeiten geäußert? (Nicht in diesem Leben.)
      3) Als Wessi etwas denken, wie geht das? (Können Sie als Gießkanne etwas denken? Ich nicht, ich kann mit Blumen wässern, wenn ich’s nicht vergesse, aber vielleicht haben Sie einen gewieften Trick, zeigen Sie ihn mir oder gehen Sie zurück zu den ‚Kategorien des Verstandes‘, Kant hatte dort nicht von Ossis verhandelt, vielleicht vertauschen Sie das mit Aristoteles Kategorie der Ousia (griechisch = Substanz ~Materie?? 😉 ?

      Nur weil ihr eine Stadt nach dem Junghegelianer und gerne in Kneipen abhängenden, feudalen Umgang liebenden, Schriftsteller, umbenannt hattet, gibt das kein Exklusivrecht für das Verstehen dieses Utopisten. Und noch etwas, zeigen Sie mir mal, was Heinrich ohne seinen General veröffentlicht hat, nach Schließung seiner Rheinischen Zeitung, ich bin gespannt, ruhig als komplette Liste. Engels war nicht darauf versessen überall seinen Namen unten lesen zu müsse. Es reichte ihm völlig, Sachverhalte auf den Punkt zu bringen und so schrieb er nicht nur die 3 Bände des Kapitals in’s Reine, sondern fast alle Artikel in der Washington Post, die Heinrich, wegen der notwendigen Kohle (ungleich Kapital) dann selber unterzeichnet hatte. Wenn schon gebührt ihm mindesten 50 % des Titels.

      4) Lenin hatte sich dieses Testament selber ausgestellt, wie eine Konstantinische Schenkung-2.0.!

      Aber so habt ihr es 10.000 Mal gehört, so wurde es propagiert, das ist nicht ohne Wirkung geblieben, aber da müssten Sie jetzt auf das Programm von KBM setzen und sich wieder ‚deprogrammieren‘ lassen oder noch besser, die einschlägige Literatur dazu durchgehen, diesmal freiwillig um nachzuvollziehen, zu was Sie damals eigentlich genötigt wurden.

      Soll ich mich ersatzweise für Heinrich bei Ihnen entschuldigen? Zwei, nein drei Wessis, der eine aus Trier, der/ die anderen aus dem Rheinland kommend??? Die können doch gar nicht wie ein Ossi denken, haben Sie selber vorhin noch geschrieben, pardon wie eine Gießkanne, ach ne, das hatte ich als Wessi ja hinzugefügt, wie die Wessi-Erfindung des ‚Nürnberger Trichters‘. Gab es die nicht gehäuft auch in Hohenschönhausen, welches aber in Mitteldeutschland liegt, da kann es also gar keine Ossis haben, nur zugereiste oder umbenannte, lieber Hajo, was denn nun!?

      Ich Sie auch

      und lassen Sie sich einen Bart wachsen oder rasieren Sie den ih/(r)rigen, dann können wir noch den Bezug zum Islam herstellen, schon in Potsdam gab es, ach sehen Sie sich doch das untrügliche IS-Beweisfoto selber an:

      https://www.preussen.de/de/heute/stiftung_schloesser___gaerten/moschee_potsdam.html

      • Karl Bernhard Möllmann // 2. April 2017 um 10:28 //

        . . .
        ZITAT @ Conrath:
        .
        „Sie vertauschen da etwas“
        .
        Wenn nicht dieser Satz vom größten aller Quatschologen am 1. April geschrieben worden wäre – ich hätte wieder mal über Conrath’s regelmäßige Verwechselungen von URSACHE & WIRKUNG gerätselt – so aber DANKE ich für diesen Scherz zum 1. April!

    • Conrath // 1. April 2017 um 21:07 //

      Nachtragendes zur Wessi-Denmisere

      „3) Als Wessi etwas denken, wie geht das? (Können Sie, als Gießkanne, etwas denken? Ich nicht, ich kann ‚damit‘ nur Blumen wässern, …“

  25. Conrath // 1. April 2017 um 21:18 //

    ‚Denkmisere‘, es sind halt Wessis, lieber Hajo, Sie sehen es ja selbst…

    Und das K ist erst knappe 250 Jährchen eingebürgert, lief früher unter C, etwa so: ‚Carl Marx‘ oder ‚Das immer wieder zu cnappe Capital-4.0‘ oder C wie quaternärer Communismus (C. von uben/ onten, lechts/ rinks)

  26. Zitrone // 1. April 2017 um 23:38 //

    Bitte großflächig teilen!

    „Wahrheit heilt! Aufklärung braucht spirituelle Hintergründe“ –

    http://quer-denken.tv/wahrheit-heilt-aufklaerung-braucht-spirituelle-hintergruende/

    • MutigeAngstfrau // 2. April 2017 um 07:32 //

      Ja, und das hier bitte auch: Konrad Kustos gibt auf, weil er von Faschisten bedroht wird.

      http://opposition24.com/bekannter-blogger-linksterroristen-konrad/306996

    • Conrath // 2. April 2017 um 09:32 //

      @Zitrone

      Es gibt eine Vielzahl an Exegeten, die Rudolf Steiners Werk mehr oder weniger kennend, dieses teilkritisch, kritisch oder unkritisch rezipieren, weiter ausdeuten und verzierend ausbauen oder auch Teilbereiche des umfangreichen Themengebiets auf neuere Diskursstände hieven, meistens in Zeitungen und Blogs vertreten.

      Da ich die beiden ersten Bücher von Bonnevall bereits vor Jahren gelesen hatte, ist es mir auch möglich dazu seriös etwas zu schreiben.

      Bonneval gehört mit Archiati und dem 2014 verstorbenen Sergej O. Prokofieff, zu den Steinerschen Verkündern, die sein Werk und meistens auch noch die Sekundärliteratur, profund kennen, selber von ihrer Verkündigungsarbeit leben und entsprechende Institutionen aufgebaut haben, kleine oder größere, vorgefundene oder selbst gegründete.

      Das ist im Bereich des Kulturlebens ja völlig normal. Die Anthroposophie ist, was ihre kulturanthropologische Zuordnung betrifft, eher eine ‚Grenzgängerin‘, steht/ sitzt sie doch zwischen gleich mehreren Stühlen. Als Teil der Goetheforschung und Philosophie hat sie (Steiner) im eigentlichen Sinne keine wirkmächtigen Nachfolger, die über den unmittelbaren Bereich der Anhängerschaft, der Rezipienten, Sympathisanten und Gelegenheitsnutzer, hinausreichen. Einzelne Autoren ausgenommen und die immerhin bestehende Möglichkeit, einer verspäteten größeren Rezeption in der Zukunft, soll hier erwähnt werden, um jedem Vorwurf einer negativen Pauschalkritik zu entgegnen.

      Ich betone nochmals, für die heißen Liebhaber dieses ‚Kulturphänomens – Anthroposophie‘, erst der innere Blick eines damit langjährig Verbundenen, der dazu Steiner mit Steiner (Charité-Prinzip) ergänzt, wo es geht, dies aber unterlässt, wo es eben nicht mehr geht (nach Prinzipien und Maximen) und offensichtlich falsch und spekulativ zugeht, also nur wer das beherzigt kann mMn kritisieren, ohne damit einfach nur zu pauschalisieren. –

      Leider sind nämlich die meisten heutigen Kritiken, in Politik-Volkswirtschaft-Soziologie-Rechtswissenschaft (es müsste eigentlich ein einheitliches Forschungsgebiet sein!), in Kultur, Religion und den angewandten Wissenschaften, zu allermeist Pauschalkritiken, aufgebaut auf viel Emotionen und wenig Sachlichkeit und noch weniger aus methodisch geschultem Denken geführt!

      Ein aktuelles Beispiel mitten aus unserem Forum ist die Verfolgung und Bedrohung unseres wirklich um Differenzierung bemühten, humorvoll, sachlichen Autors, Konrad Kustos. –

      Aber jeder (wirklich!) Selbstdenkende bekommt ja mit, mit wie wenig Anstand und Vorurteilslosigkeit heute in allen Auseinandersetzungen verfahren wird und mit wie wenig Anstand und Vorurteilslosigkeit realistisch noch gerechnet werden kann, in der alt-neuen Epoche der privaten Gesinnungszensoren. –

      Jedenfalls, Bonneval gehört leider zu den Exegeten Steiners, die seinen philosophischen Basisnaturalismus nicht durchschaut haben und fleißig seine Spekulationen weiterbetreiben. Bonnevals Welt unterteilt daher (folgerichtig aus den fehlgehenden Basisprinzipien!) in die harten Grenzen des magisch-naturalen Bösen und Gebiete des überhell-menschenjenseitig, reinen Guten. Seine Widersacherkunde ist auf dem Stand der Scholastik ohne die Integration der Neuplatonik (also unterhalb der Hochscholastik), stehen geblieben. Und in Bonnevals schöpferischer Phantasie, die methodisch immunisiert nicht hinterfragt werden darf/ kann, walten dann überall und reichlich die Kräfte des Bösen, gegen die nur Steiner und seine engste Gefolgschaft, den ‚Lichtschlüssel‘ einer ganz speziellen Lösungsformel, in der Hand hält, eben aus dem dogmatischen Kernbestand des Steinerschen Synkretismus gewonnen und abgeleitet.

      Ähnliche Literatur rankt sich überall in der Weltkultur um ambitionierte, bis große, Schriftsteller.

      Wer diese fruchtbaren Auseinandersetzungen, Verkündigungen, Verarbeitungen dann aber vorzeitig in schwarz und weiß teilt, meistens zur Immunisierung guter Kritikfragen, ist dann selber doch nur ein Verkünder dogmatischen Glaubens, nicht aber des offenen Diskurses. Und das ist wirklich in allen Gebieten zu finden, ob es internationale Bilanzierung und Buchhaltung betrifft, oder die dogmatische Suche nach Higgsteilchen oder den Friedensstörer im Osten, ein gewisser Herr P. aus St. P. kommend, der sogar schlechtes Wetter machen und Milch sauer werden lassen kann.

      ‚Dogmatismus is everywhere‘,

      oft hübsch verkleidet, modisch, sexy oder in verknäult-kritizistischer Reduktionsscholastik, das ist alles zu finden.

      Und Bonnevals Scholastik hat nicht den Biss und Witz, der großen scholastischen Denker, er reicht eher bis(s) an die Waden, teilt überall aus, wo er nicht die absolute Folgebereitschaft für Steinersche Vorstellungen meint finden zu können.

      Was denken Sie denn selber zum hier nur skizzenhaft vorhergehend angeschnittenen Themenbogen, liebe Frau Zitrone?

      • Karl Bernhard Möllmann // 2. April 2017 um 10:39 //

        . . .
        ZITAT @ CIA ratlos:
        .
        „…Friedensstörer im Osten, ein gewisser Herr P. aus St. P. kommend…“
        .
        Diese Russophobie in Deutschland ist das Teufels-Werk der GEHIRN-Wäsche der Globalisten-Sekte – dessen williges Werkzeug unser Conrath geworden ist – WIE fast ALLE GEHIRN-gewaschenen Akademiker im Westen.
        .
        http://quer-denken.tv/1273-george-friedman-stratfor-was-seine-rede-fuer-uns-bedeutet/
        .
        Bitte endlich QUER-Denken lernen – statt in Quatschologie zu brillieren – Conrath!
        .
        Und rückwärts-LOGIK kann auch helfen – von der WIRKUNG auf die (GEHEIME) URSACHE zu kommen . . . !
        .
        Echtes DENKEN lernt man auf keiner westlichen Uni – DAS MUSS MAN GANZ ALLEINE SCHAFFEN – und das hat mit „Bildung“ exakt NICHTS zu tun!

      • Conrath // 2. April 2017 um 10:51 //

        @KBM

        Also langsam brauchen Sie schon Semantiknachhilfeunterricht. ‚P. aus St. P.‘, verstehen Sie wirklich nicht den Kontext?

        Meine jühhtee, etwas mehr Anstrengung wäre nicht ganz schlecht gewesen. Sie kennen doch meine Hochschätzung für dieses Land im europäischen Osten und seine fähigen Politiker, warum dann so ein Käse?

        Ich vermute mittlerweile wirklich eine Art von semantischer Legasthenie?
        Sorry, Mister ‚Mein Lieblingsfeind ist die CIA/ NS…‘ Ihre manische Bezogenheit auf Geheimdienste und dunkle Vereinigungen, so schrecklich die sind, sieht nach einer Neurose aus, ne nicht nach einer neuen Rose oder Hose, ach egal.

        Ich Sie auch, bis neulich
        (gefühltes Textverständnis bei KBM ~ ‚Ungenügend‘)

      • Zitrone // 2. April 2017 um 12:47 //

        Ich verstehe sehr wohl, daß es Menschen gibt, die es nicht ertragen können, vor
        der gigantischen Anthroposophie, wie ein Wurm im Sand zu wirken.

        Die nicht die Demut und Bescheidenheit aufbringen, dieses Gefühl auszuhalten
        und in Folge dessen Steiner und seine “Gefolgschaft”, gerne immer wieder in
        diesen Sand treten müssen, um sich selbst erhöht zu fühlen.

        Menschen, denen es gefällt die Anthroposophie auf die eigene Größe herunter zu
        schneiden, um somit auch den großen Eingeweihten mit denselben Lastern und
        Mängeln zu versehen, die der/die eingefleischte(n) Kritiker an den Tag legt.

        Bei Licht betrachtet, zeigen solche Äußerungen, sowohl die hindernden, seelischen
        Verhaftungen des Betreffenden, als auch alle Anzeichen der inneren Opposition.

        „Wer wissenschaftliche Kenntnisse hat, muß nicht stets den Professor spielen
        und andere in Wahrheiten unterrichten wollen, von denen er überzeugt ist: aber
        muß das Geheimnis verstehen, in den Seelen derer, mit denen er umgeht,
        unmerklich Licht zu verbreiten, so daß sich jeder aufgeklärt findet, ohne die
        Beschämung Schüler zu sein.“

        Nicolas de Malebranche 
(1638 – 1715), französischer Philosoph,

  27. Hajo Blaschke // 2. April 2017 um 10:10 //

    @ Conrath // 1. April 2017 um 20:25

    Ich glaube, wir sollten die Diskussion beenden. Ihre Reaktion verdeutlicht ein – evtl. unterbewusstes – Beledigtsein, was ich gerade verhindern wollte. Ich nehme Ihnen deshalb auch die verbissene Antwort, dass ich mir einen Bart wachsen lassen sollte, nicht übel. Ich habe schon einen. Ich hatte nirgendwo behauptet, dass K(C)arl Marx in einem Politbüro war. Er wollte ja gerade immer nur stänkern und nicht Verantwortung tragen. Das nannte er revolutionäre Kritik. Genauer und wissenschaftlich begründet können Sie das gerne bei Konrad Löw: Der Mythos Marx und seine Macher nachlesen. Apropo Chemnitz: Karl Heinrich Marx ist in der Synagogenregistratur in Trier als Chaim Herschl Mordechai eingetragen. Also, tschüss denne, werden Sie wieterhin glücklich mit Ihrer Bewunderung für Karl oder Heinrich. Ich wünsche mir für Sie, dass Sie nie einer Umsetzung der Idiotien dieses Vollbartträgers beiwohnen müssen. Da wären Sie ganz schnell ernüchter und desillusioniert. Und soetwas ist für keines Menschen Gesundheit zuträglich.

    • Conrath // 2. April 2017 um 11:13 //

      @Hajo

      „Ich hatte nirgendwo behauptet, dass K(C)arl Marx in einem Politbüro war.“ Zitatende H.

      Nein, aber einen vergleichbaren Schluss daraus gezogen! Marx war ‚kein‘ Realpolitiker, nie, wie die Mehrzahl der Politster in ihrem Politbüro. Die DDR war daher im Ganzen besser, als ihre politische Kaste, das war die Botschaft und tun Sie sich bitte keinen Zwang an, wenn Sie die Argumentation nicht weiter führen wollen. Am Erinnerungsmaterial kann es ja, bei Ihrer Marx-Belesenheit, nicht liegen. Woran dann? Na isss ja ooch eehjaahl.

      Wünsche Ihnen einen beschaulichen Sonntag, jetzt wo Sie doch Bürger eines, viel schöneren und größeren Politbüros, geworden sind. –

      Und Sie haben mich falsch zitiert, Bart wachsen oder rasieren, aber nicht so lau dazwischen. Und was ist Ihre Position, außer der sehr dünnen, die Religionszugehörigkeit von Vater Mordechai betonenden, als christ-konvertierter Anwalt in Trier?

      Karls verschollene, aber rekonstruierte, Dissertation, die Sie hoffentlich kennen, kam auch aus einer persönlichen Zuneigung zu Epikur. Wenn ich etwas an Heinrich, dem Stubenhocker, kritisieren würde, dann, dass er nie zu Ende kam, sich ewig selber unterbrach und das empörte Gespräch und den Schimpf der Sachlichkeit vorzog, das ging auf’s karmische Konto. Engels litt daran, genoss aber auch die schlechten Früchte von Marxens schräger Kritikwut. An der realen Konstitution der DDR, ab 1948 hat er keine Mitverantwortung, das ist Quatsch. So wenig hat er das, wie der Herr Luder, den wir jetzt ausgiebig dafür feiern sollen/ dürfen/ können, dass er dem Vatikan etwas Opposition geliefert hat und uns die teutsche Bibel brachte. Aber Luder war in Konflikte eingebunden, die in ihrer Wirkung weit, weit über seine Intentionen hinausreichten (9783806233704), eigentlich ein gutes Beispiel für den reellen Support durch die geistige Welt, die halt doch viel mehr aus unseren Lebenswerken macht, als uns oft lieb und überhaupt bewusst sein kann. Aber lassen Sie ruhig das Argumentieren.

  28. Hajo Blaschke // 2. April 2017 um 22:18 //

    @ Conrath // 2. April 2017 um 11:13

    Ja, ich glaube, es bringt wirklich nichts mehr. Ich lese, schreibe und spreche neben Hochdeutsch und meinem Heimatdialekt, den übrigens auch der Herr Lude nutzte, da er aus meiner Gegend stammte, etwa 8 Sprachen, aber Ihren letzten Text habe ich nicht verstanden. Woran es wohl liegt? Glauben Sie weiter an K(C)arl Mordechai, es soll Ihnen gewährt sein. Ich kann mit Argumenten sehr gut umgehen, mit Elaborationen wie Ihrem Beitrag leider nicht. Ich hatte Ihnen ja eine Literaturstelle aufgezeigt, da können Sie sich detailliert über Mordechai informieren. Gute Nacht.

  29. Hajo Blaschke // 2. April 2017 um 22:19 //

    @ Conrath // 2. April 2017 um 11:13

    Ja, ich glaube, es bringt wirklich nichts mehr. Ich lese, schreibe und spreche neben Hochdeutsch und meinem Heimatdialekt, den übrigens auch der Herr Luder nutzte, da er aus meiner Gegend stammte, etwa 8 Sprachen, aber Ihren letzten Text habe ich nicht verstanden. Woran es wohl liegt? Glauben Sie weiter an K(C)arl Mordechai, es soll Ihnen gewährt sein. Ich kann mit Argumenten sehr gut umgehen, mit Elaborationen wie Ihrem Beitrag leider nicht. Ich hatte Ihnen ja eine Literaturstelle aufgezeigt, da können Sie sich detailliert über Mordechai informieren. Gute Nacht.

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