Straßenland ist ein knappes Gut

Alte Schoenhauser Straße in Berlin © GEOLITICO Alte Schoenhauser Straße in Berlin © GEOLITICO
Berlin baut die Straßen für den Autoverkehr zurück und will zur Zweiradmetropole werden. Nur denkt die rot-rosa-grüne Hauptstadt dabei nicht an den Winter.

Im Winter bleibt man als Verkehrsteilnehmer am liebsten zu Hause. Im November verwandelt Dauerregen das Laub in glitschigen Matsch. Der Dezember ist dunkel und weihnachtsfiebrig. Im Januar liegt Schnee, und aus dem wird nicht selten Glatteis. Im Februar fegen kalte Winterwinde. Im März können auch längere Tage die Kälte nicht vertreiben, die sich inzwischen in die Knochen vorgearbeitet hat.

Und nur der Vollständigkeit halber: Oktober und April sind meist auch nicht viel besser. Das wissen besonders die Radfahrer, weshalb sie sich für 5-6 Monate im Jahr kollektiv von den Straßen zurückziehen und lieber auf ihr Auto oder die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen.

Ideologische Prinzipien

So wie im Sommer furchtbare Dürre die Landwirtschaft bedroht, so herrscht im Winter eine fruchtbare Radfahrerdürre. In der Zweiradmetropole Berlin habe ich in den letzten Monaten aufmerksam die Straßen – große wie kleine, befahrene wie einsame – beobachtet und festgestellt, ja, es gibt noch Radfahrer, aber sie sind so selten wie ein Treffer im Lotto. Kürzlich, frischer Schnee war gefallen und die Fahrbahnmarkierungen nicht mehr zu erkennen, da konnten die Autofahrer auf Neuköllns wichtigster Hauptverkehrsstraße wieder zwei Spuren benutzen, illegal zwar, denn sie befuhren auch den inzwischen auf ihr altes Territorium gemalten schönen breiten Radfahrweg, aber hätten sie es nicht getan, wäre in dem Schneetreiben der Berufsverkehr völlig zusammengebrochen.

Geschädigt wurde niemand, denn es gab keinen einzigen Radfahrer weit und breit. Jedenfalls nicht auf seinem Rad. Was wir also eigentlich bräuchten, sind Radfahrwege, die sich nur bei schönem Wetter ausklappen, damit die andernfalls stärker geforderten Busse und die dann selber wieder Auto fahrenden Temporärradfahrer immer möglichst so viel Platz haben, wie sie in ihrem aktuellen Medium verbrauchen.

Straßenland ist nämlich nicht beliebig vorhanden, wie uns Umweltaktivisten weismachen wollen, sondern ein knappes Gut, das entweder nach Vernunftkriterien oder nach ideologischen Prinzipien verteilt wird. Ich befürchte aber, dass die neue rot-rosa-grüne Regierung in Berlin, sich als erstes weiter um die Einrichtung von Unisex-Toiletten kümmern wird statt sich für meinen Vorschlag zu interessieren.

Schattenseiten des Winters

Es ist ein bisschen wie mit der Energiewende. Wenn wir den Strom brauchen, weht entweder kein Wind oder es scheint keine Sonne, weshalb große Kraftwerke weiter die Stromversorgung garantieren müssen. Ideal wäre natürlich, die doch so umweltbewussten Menschen würden nachts oder bei Windstille ihre Verbraucher abschalten oder eben auch im Winter Rad fahren, aber irgendwie klappt das noch nicht. So werden also Überkapazitäten im Verkehr wie in der Elektrizitätsversorgung bereitgestellt und damit genau das Gegenteil von Umweltschutz erreicht.

Natürlich bedeutet dieser Mangel an Umweltnutzen auch das Gegenteil von Effektivität und Wirtschaftlichkeit. Denn, von Momenten frischen Schneefalls einmal abgesehen, wirkt der zumindest in Berlin massiv betriebene (Auto-)Straßenrückbau, der die verfügbare Verkehrsfläche für den überörtlichen wie den Wirtschaftsverkehr massiv beschneidet, leider unabhängig von Wetter- und Witterungslagen permanent.

Der Verlust an Leistung pro verfügbarer Fläche, der nach dem zu erwartenden Volksentscheid für Milliardenbeträge noch forciert werden soll , wird die Berliner Verkehrsprobleme noch potenzieren. Die sonstigen schädlichen Auswirkungen für Umwelt und Volkswirtschaft bei der persönlichenVorteilsnahme von Radfahrern sollen heute einmal ausgeklammert bleiben.

Tja, der Winter hat seine Schattenseiten, aber wie man sieht, strebt die Welt nach Ausgewogenheit: Unter chaotischen Bedingungen zieht wieder Ordnung ein, wenn die größten Chaoten sich als erste zurückziehen. Jedenfalls für sechs Monate im Winter, aber zum Glück ist auch im Sommer nicht immer schönes Wetter.

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Über Konrad Kustos

Kustos studierte Germanistik, Geografie und Publizistik an der Freien Universität und promovierte über das Spannungsfeld zwischen Unterhaltungsliteratur und Literaturliteratur. Viele Jahre arbeitete er als Journalist in leitenden Positionen bei großen Berliner Tageszeitungen. Der Schwerpunkt seiner publizistischen Arbeit lag bei der Architektur und dem Aufbau der neuen Hauptstadt nach der Wende von 1989. Als roter Faden durch seine Arbeit zieht sich die Verteidigung des Normalbürgers gegen elitäre Denkweisen sowie der Versuch, Ideologien zu enttarnen. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

18 Kommentare zu Straßenland ist ein knappes Gut

  1. rote_pille // 19. Februar 2017 um 13:16 //

    Haben Sie schon das System hinter dem Chaos herausgefunden?

  2. @Rote Pille

    Meinen Sie die vorsätzliche Erzeugung von Chaos, wie es Naomi Klein, vorbildlich beschrieben hat, u.a.? Die Globalisten/ Imperialisten/ Bellizisten schaffen und pflegen das Chaos, erzeugen Angst und nutzen gerne die Ablenkung zum Durchwinken ihrer Agenda? Meinten Sie dies?

    Ansonsten sollten Sie Ihrer Frage, außerhalb der Kinderstuben/ Foren-Nannywelt, eine klare Adressierung des Kontextes beigeben, in dem sie gemeint und von Ihnen, nach Ihren Koordinaten (welchen bitte?), erfragt wird.

    Anders gesagt, unter uns Erwachsenen, welches System meinen Sie und welches Chaos?

    Klein beschreibt die systematisierte politische Verwendung von Chaos. Und argumentierbare Begriffe gehören ’nicht‘ dem Argumentierenden, werden gerade durch den unabhängigen Geltungsumfang, unabhängig von den Personen die diese Argumente verwenden, bestimmt, nicht umgekehrt. –

    Sonst müssten Sie auch fragen, ist das Wurzelziehen des Mathelehrers Müllers chaotisch oder nicht? Nein, es gibt kein Wurzelziehen eines Einzelnen, das wäre Missverstehen der Welt der denkenden Erwachsenen. Lehrer Müller mag besser oder schlechter erklären können, aber er erklärt nicht sein/ ein Eigenes.

    • Die Frage war an Herrn Kustos gerichtet, er sollte den Kontext kennen. Bitte seien Sie so höflich und erwachsen und kümmern sich um Ihren eigenen Kram.

      • @Rote Pille

        Welche besondere Zuweisungskompetenz beanspruchen Sie denn, Rote Pille?

        Ihre Frage war weder auf eine Person, noch einen Inhalt adressiert. Wenn Sie den still hinzugedacht haben, kann ja sein, dann erwarten Sie aber nicht, das andere das wissen, es wäre eine naive Erwartung und stehen Sie über Kommunikation und Kritik? Haben Sie so einen kleinen Stoffeinnäher im Anorak wo draufsteht (Träger ist erhaben über jede Frage/ Kritik)?

        Also besser in Zukunft komplette Fragen schreiben und nicht auf Mimose machen oder Anweisungen erlassen. Und eine Frage einfach so aus purem Gefühl als Kram abzutun ist noch nicht wirklich ein sicherer Hinweis auf erwachsenes Verhalten, Sorry.

      • rote_pille // 19. Februar 2017 um 15:56 //

        Jawohl, Herr Oberlehrer. Bitte verzeihen Sie, ich wusste gar nicht um die hier geltenden strengen Kommunikationsrichtlinien. Die offensichtlichen Mängel der Fragestellung verdienen die allerschärfste Kritik, da sie geeignet sind selbst Kapazitäten Ihres Ranges in die Irre zu führen. Ich hätte natürlich sofort ahnen müssen, dass Sie sich dazu berufen fühlen würden, die hier gestellte Frage zu beantworten, und habe es versäumt, sämtliche Informationen zur Verfügung zu stellen, die Ihr brillanter Verstand benötigt hätte, um angemessen zu reagieren, d.h. zu schweigen. Dass so etwas vorkommen konnte – ich bin untröstlich. Meine Bitte, nicht Forderung, sich um den eigenen Kram zu kümmern, sollte nur dazu dienen noch größeren Schaden von dieser überaus bedeutenden Diskussion und Ihrer Reputation als erleuchtetes Individuum abzuwenden.
        Ihnen auch noch schönen Karneval lmao.

      • @Rote Pille

        Na es geht doch liebe/r Pille,

        wir sind nicht mehr nebenan, bei den Nannys und Sie sind um einen Eintrag ins Klassenbuch jetzt gerade nochmal herumgekommen, weil Sie hier Schönschrift gezeigt haben, eine typische Win-Win-Situation unter Erwachsen.

        Ich Sie auch.

    • @Dragao und Pille

      Hier noch ein Nachtrag (elektronische Abwehrtechnik) zum Zustand der Westmächte oder besser der ehemaligen Westmächte, in München scheint eine richtige Endzeitstimmung vorzuherrschen:
      https://www.golem.de/news/royal-navy-hubschrauber-mit-usb-stick-sucht-netzwerkanschluss-1702-126260.html

      Und die Kommunikation im Pentagonsystem läuft weitgehend immer noch via ‚Floppy Disks‘, das war damals ein recht umständliches Handling, erinnere mich noch an die frühen 90-iger Jahre. Wir hatten da massenhaft eigene VOB-Ausschreibungstexte u.a. in 20/ 30 Großkasetten mit je 50/ 70 solcher Disks. Die Beschriftungen mussten stimmen und jeweils einheitlich nachgeführt werden (leicht getan und praktisch unmöglich auszuführen), sonst gab es keinen Weg zur gesuchten Information zu kommen. Dann gab es für jedes Einzelprojekt nochmals, je nach Umfang, Großkästen die nur ein Vorhaben umfassten. Ja und so geht es teils noch im Pentagonkomplex zu.

      Vorteil, von außen schlecht zu knacken, außer man klaut die Kästen einfach und von innen schlecht und nur langsam, zu nutzen, wenn überhaupt. –

      Pille,
      Sie machen einen leicht verschnupften Eindruck auf mich, daher nur für Sie:
      Don’t worry be happy und na klar, der Karneval steht vor der Türe. Und bei Imao setzte mein frei verfügbares Wissen dann auf Grund, musste erst googeln wat dat denn meinen tut, dieser neumodischer Kram, nicht wirklich opakompatibel. –

  3. Lieber Herr Kustos,

    ein wichtiger Blick auf die knappen Verkehrsflächen der Metropole Berlin und das, kurz vor dem Frühlingsbeginn.

    Ja, Straßenraum ist knapp und Straßenland ist eine, etwas gewöhnungsbedürftige, Bezeichnung.

    Das Chaos der Berliner Stadt- und Regionalplanung (samt Verkehrsplanung) hat wohl weniger mit Vorsatz (Naomi Klein), als mit Unfähigkeit und dauerhafter Klientelminderheitenpolitik zu tun, Sie hatten ja bereits in einem vorausgehenden Artikel die selbstgeschaffene Notlage der Kommunalpolitiker treffend beschrieben.

    Ich denke, es sollte eine Art von Normenkontrollklage gegen diese Senatspolitik angestrengt werden, weil sich dort Elemente der Nichtbeachtung elementarster Kenntnisse und Gesetzmäßigkeiten abzeichnen. Stromgrößenlenkung und berechnetes Verkehrsaufkommen sind prüffähige Größen, nach Modellannahmen berechnet und zu berechnen – zwingend!, so wie jede Ausfahrtsklotoidenmittelachse einer Straße nach DIN oder EN bestimmt werden muss, da sie sonst als teurer Planungsschaden den Planungsexperten als Vermögensschaden der Allgemeinheit zugewiesen werden kann.

    Es braucht daher dringend Anwälte und Planer, die ihre Köpfe zusammenbringen, dann gibt es auch Mittel gegen diese Art von Senatsminderheitenpolitik, mMn. Kostenübernahme wird von allen Experten gemieden, klar doch, schadet der Reputation und kostet richtig Geld.

    Wo es anders ist, zu dünn bemessene (oder gar nicht rechnerisch bestimmte) Wasserrohre am Hauptstadtflughafen projektiert werden, verweist dies immer, mit sachverhaltlicher Nötigung, auf korrupte Verhältnisse bei der Auftragsvergabe, auch schon im frühen Planungsstadium. –

    Diese Welt ist einfach zu sanieren, wenn die Richtigen/ Engagierten sich hier zusammen finden.

    Stimmungsberichte der Gesinnungspresse, helfen nurmit, solche Zusammenhänge zu verschleiern und langsam schwindet der Humorvorschuss für die Ewigbaustellen von Spreeathen.

    Ich schlage parallel vor, mietbare Wasserfahrräder auf die Spree umzulenken, das vergrößert die aktive Verkehrsfläche und macht Spaß.

  4. Als Nichtberliner, der weit von der Hauptstadt weg wohnt, kann ich kaum nachvollziehen, worum es hier eigentlich geht. Also hoffe ich mal darauf, daß es in den Diskussionen wieder um völlig andere Dinge gehen wird.
    Ranma

  5. Natürlich hatte ich eigentlich erwartet, daß es um den Bau von Straßen und die Knappheit von Land gehen würde. Die Überschrift war mal wieder irreführend.
    Ranma

  6. Tsai K. Ling // 20. Februar 2017 um 08:58 //

    Anerkennenswert, dass der Autor die am grünen Bildschirm ausgedachte Straßenbepinselungsmanie und die Wetterfühligkeit der Schönwetterradler-Fraktion entblößt, welche freilich der Eiskratzfaulheit der Laternenparker kaum nachstehen dürfte. So sorgen beide Volksgruppen einträchtig für prozyklisch anschwellende BVG-Nachfrage, was wiederum dem harten Kern der winterfest ausgerüsteten Alltagsradfahrer ein amüsiertes Grinsen ins nasenschleimgegerbte Antlitz zaubert. So schön, so gut. Leider kann sich der Autor nicht verkneifen, von auf(-und-weg!)-klappbaren Sonderwegen zu träumen und von dem Gemeingebrauch gewidmeten Straßen als „(Auto-)Straßen“ zu schreiben: Er propagiert so genau den unfallträchtigen, unflexiblen, verschwenderischen und in zwei Dimensionen nie zu vervollständigenden Verkehrsflächen-Separatismus nach Fahrzeugantriebsart, den er zu kritisieren vorgibt.

  7. Karl Bernhard Möllmann // 20. Februar 2017 um 12:17 //

    . . .
    ZITAT @ Konrad Kustos:
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    „So werden also Überkapazitäten im Verkehr wie in der Elektrizitätsversorgung bereitgestellt und damit genau das Gegenteil von Umweltschutz erreicht.“
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    Auch Soooooooooooo läßt sich der CHRONISCHE & PERFIDE Schwach-Sinn der Berliner Verkehrs-Politiker beschreiben!
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    WER hier aber schlicht DUMMHEIT als URSACHE vermutet – der liegt in aller Regel FALSCH – denn die PLANER können alle rechnen.
    .
    PSYCHOPATHIE ist die VERSTECKTE ANGST vor den ANDEREN!
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    PSYCHOPATHIE „bekämpft“ diese innere ANGST am liebsten durch MORD & TOTSCHLAG.
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    WEIL MORD & TOTSCHLAG aber in vielen Ländern nicht so gern gesehen sind – weichen PSYCHOPATHEN aus – auf VERDECKTE Formen des MORDENS & des TÖTENS.
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    RUFMORD wie bei Christian Wulff, SELBSTMORD wie bei Uwe Barschel, HERZINFARKT wie bei Dr. Udo Ulfkotte, UMWELTSCHUTZ wie beim direkt in’s CHAOS führenden STOPPEN des VERKEHRS.
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    ZIEL des PSYCHOPATHEN ist immer der totale STILLSTAND – den wir auch den TOD nennen.
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    DIESE Wissenschaft über das ERKENNEN von PSYCHOPATHIE & PSYCHOPATHEN ist selbstvertandlich auch längst TOT geschlagen!
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    Ausweg:
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    Einzig & allein ein KLARER VERSTAND – den wir auch den „gesunden Menschen-Verstand“ nennen!
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    WER gerne in HD & in Echtzeit studieren möchte, wie der sozial demokratische SPD-Sozialismus der früher blühenden HANSE-Stadt Bremen – diese einstige Insel des Wohlstands, nach allen GEHEIMEN Regeln der Psychopathen-Kunst – zu einer total herunter gekommenen Müll-Kippe OHNE Arbeit, dafür mit DROGEN, mit MEGA-SCHULDEN & mit ORGANISIERTER BANDEN-KRIMINALITÄT gemacht hat, der kann ja mal Bremen mit Bayern vergleichen, um zu sehen WIE tief Berlin durch die gleiche Psychopathen-Politik weiter abstürzen wird . . .

    • @Möllmann

      Themenkonzentration, keine Endlosgirlanden!

      Danke

      Sonst gehen die Dinge, die Sie wirklich sagen/ argumentieren wollen, unter und es gibt die freiflutende Schimpfkanonade (ohne Überraschung und Neuigkeitswert).

      Das Thema der vorsätzlichen Schaffung von Überkapazitäten, was Sie ja dankenswerterweise ansprechen, verdient es einmal von mehreren Seiten gründlich behandelt zu werden.

    • Karl Bernhard Möllmann // 20. Februar 2017 um 12:59 //

      . . .
      WER dagegen OHNE den Psychopathen-WAHN des bessenen STOPPENS – den Verkehr intelligent & harmonisch, nachhaltig & kostensparend verbessern möchte – dem sei empfohlen, eine stille MEDITATION über die schlichte Genialität den „Kreisverkehrs“ zu wagen . . .
      .
      BESSER als JEDE Strom-fressende Ampelschaltung es jemals KÖNNTE (wenn sie denn DÜRFTE) – regeln sich die Dinge hier harmonisch, schnell & billig – aber genau DAS bekämpfen Psychopathen bis auf’s Blut mit HYPER-KOMPLIZIERTEN & SÜNDTEUREN AMPELN, bei denen in bis zu neunzig Prozent der Zeit STILLSTAND, STAU & ABGAS-STAU während der Schaltphasen herrschen . . .
      .
      DAS funktioniert vom kleinsten MIKRO-Kreisel OHNE Verkehr – bis hin zum MEGA-Kreisel rund um den Arc de Triomphe – mitten in Paris und auch in der „rush hour“ weil maximal flexibel . . .
      .
      Psychopathen sollten das besser nicht ansehen!
      .

      • Hallo Herr Möllmann,

        Hierzu 100 % Zustimmung, ohne wenn und aber!

        Ja, die BeNeLux-Staaten gingen in diesem Thema kontinental voran, große Flächenknappheit. In direktem Wettbewerb mit den niederländischen Stadt- und Regionalplanern (Stichword Zwolle) begann man hier in NRW, später in DE, sehr zögerlich diese geniale Idee zu kopieren. Wer heute durch Holland fährt freut sich an den wenigen, fast nur noch in engen Großstadtverhältnissen, zu findenden Zeiträuber-, Gestank- und Energieverlustverursachern, genannt Ampelkreuzung.

        Der hiesige Entschluss zur absoluten Kreuzungsfreiheit von Normbundesstraßen und Normautobahnen, kostet auch sehr viel freie Landschaftsfläche und ist teuer in der Erstellung und im Unterhalt.

        Mit etwas mehr Elastizität in der Birne der Verkehrsplaner wäre einiges zu erreichen. Da wird Rudi Carrell mit seinen Song von den ‚elastischen Beinen‘ noch posthume zu einem positiven niederländischen Verkehrsmaskottchen. Selbst Caravangespanne finden durch den Kreisverkehr!

        Dabei hat es auch in DE mal mit Kreisverkehren angefangen. Die erste deutsche Autobahn, unter Adenauer (als Bürgermeister) 1928/29 gebaut, verband die beiden Kreisel Bonner- und Kölnerkreisel miteinander, heute die A 555, entlang der amerikanischen Investitionen Raffinerie-Godorf und der genau im Norden liegenden, amerikanischen Automobilwerke des Henry Fords.

  8. Spreeathener // 25. Februar 2017 um 02:29 //

    Der rosa rot grüne Berliner setzt alles daran Berlin im Chaos zu versinken lassen. Radfahrer waren schon immer die bevorzugte Klientel der Grünen. Am liebsten würde dieser Senat ganz Berlin zu einer riesigen Fußgänger und Radfahrerzone umbauen ohne die Belange des oeffentlichen Nahverkehr zu berücksichtigen. So ist eine Idee der Grünen die Straße unter den Linden komplett für den gesamten Autoverkehr einschließlich Busse und Taxen zu sperren und nur noch für Fußgänger und Radfahrer freizugeben. Ein kleiner Lichtblick durfte die im Bau befindliche Verlängerung der A 100 sein.Schon der erste rot rote Senat in Berlin zeichnete sich durch fachliche Inkompetenz in Sachen Verkehrspolitik aus.So wurde unter anderem ernsthaft erwogen auch die Strassenbahnlinien im ehemaligen Ostberlin einzustellen und durch Busse zu ersetzen.Ansonsten kann man die Folgen rot grüner Verkehrspolitik tagtäglich in S und U-Bahn am eigenen Leib erfahren. Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit werden wieder S und U-Bahn mit Fahrrädern ueberfuellt sein.Begehren nach einer Wiedereinführung nach Sperrzeiten für die Fahrradbefoerderung im oeffentlichen Nahverkehr wurden bis jetzt abgeschmettert.Dieser Senat wird auch nicht in der Lage sein die Berliner Verkehrsprobleme zu loesen egal ob es sich um die Dauerbaustelle BER oder das Chaos bei der Berliner S-Bahn geht oder die ständig verstopften Straßen geht.Im Gegenteil die verkehrspolitischen und verkehrstechnischen Probleme werden sich unter dem jetzigen Senat nicht verbessern sondern eher noch Verschlechtern oder wie ein sogenanntes Neu Deutsche Wort sagt verschlimmbessern

  9. Michael Bauer // 15. April 2017 um 00:04 //

    Blöd halt, dass am Flächenverbrauch das Auto das uneffizienteste Verkehrsmittel ist. Bleibt dann nur das Öffi oder stets mit dem Radfahren im Winter ernsthaft so schlecht?

    So ein Medium wie dieses verdient es, sich mit Fakten zu schmücken. Ketzt kenn ich die Berliner Zahlen nicht, jene von Wien (das deutlich mehr Schneetage hat) allerdings sehr gut. In den 4 Wintermonaten sinkt der Radanteil auf ein Drittel der Sommermonate. Hier gibts also Aufholpotential – aber bitte nixht von Null weg. Mit geeigneten Maßnahmen geht der Radverkehr nur verhältnismäßig geringfügig zurück, wie in Kopenhagen. (Dort werden erst die Radwege und dann erst die Autostrassen vom Schnee befreit).

    Übrigens bietet die Wintersaison so wie so die besseren Monate zum Radfahren. Weniger Radfahrer am Weg – aber vor allem Radfahren ohne Schwitzen. Mit der richtigen Kleidung – 2 Schals (Haube, Handschuh versteht sich) und wenns zu kalt ist schneller fahren. Wirds warm, ein Teil nach dem anderen ablegen – Klimaanlage immer dabei. Einfach probieren. Gsund ists auch noch. Stärkt die Widerstandskraft und Winterdepri kann man auch vergessen. 🙂

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