2017 endet die Ära Merkel

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Im Neuen Jahr endet die Ära Merkel, und das Wirtschafts- und Sozialmodell Deutschland kippt. Weitere Millionen Afrikaner kommen. Es ist Zeit für Realismus.

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu, und es ist Zeit, Bilanz zu ziehen. Was ist geschehen, und was wird uns im kommenden Jahr erwarten? In diesem Jahr hat sich auf globaler Ebene leider einiges äußerst Bedenkliches, Überraschendes und auch Schreckliches ereignet. Wir leben in einer neuen Zeitrechnung, und 2016 war der Wendepunkt. Politisch und wirtschaftlich ist das System aus den Fugen geraten, und wir alle spüren dies intuitiv.

Der verheerende Terroranschlag in Nizza, das Votum für den Brexit, die Wahl Donald Trumps in den USA, das Referendum in Italien, die Verlängerung des wahnsinnigen EZB-Programms und die Angst vor einer erneuten Banken- und Eurokrise sowie die regelwidrige Verstaatlichung der Dauerkrisenbank Monte dei Paschi in Italien. Zweifellos ist die Welt heute eine andere.

In diesem Jahr ist der Terror auch in Deutschland angekommen. 2016 hatten wir in Deutschland mehr Terror als in den letzten 30 Jahren zusammen. Wir hatten Anschläge in Ansbach und zu Ende geht das Jahr 2016 mit einem unfassbar grausamen und unendlich traurigen Ereignis mitten in unserer Hauptstadt – der Terrorakt auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin. Jetzt ist es nicht mehr von der Hand zu weisen – der Terror ist mitten in Deutschland angekommen und wir befürchten, dass dies leider erst der Anfang ist.

Brexit und Wahl von Trump lassen die Märkte kalt

Weder der Brexit noch die Wahl Donald Trumps kamen überraschend für uns. Entgegen allen Horrorszenarien sind weder Großbritannien nach dem Brexit noch die USA nach der Wahl Donald Trumps im Meer versunken, geschweige denn sind die Märkte nachhaltig eingebrochen. Nein, sie sind sogar gestiegen. Mittlerweile befindet sich der Dow Jones sogar auf dem absoluten Höchstkurs bei knapp 20.000 Punkten. Mit der Wahl Trumps zum US-Präsidenten wurden die realitätsfernen Eliten ein weiteres Mal auf dem falschen Fuß erwischt, und in den Elfenbeintürmen geht die Angst um. Sowohl der Brexit als auch die Wahl Donald Trumps sowie das Referendum in Italien sind offensichtlich der Beginn einer radikalen Zeitenwende. Ein Weiter so und immer mehr vom Gleichen ist heute nicht mehr möglich. Es ist Zeit für eine drastische Kehrtwende. Ansonsten werden Extreme die Welt verändern und unser Wohlstand und Demokratie werden langfristig auf dem Spiel stehen.

Auch 2017 verspricht ein weiteres spannendes Jahr voller Herausforderungen, aber auch voller Möglichkeiten zu werden. Unserer Ansicht nach werden 2017 die Ereignisse global weiterhin an Dynamik gewinnen und wir können uns auf zahlreiche Überraschungen gefasst machen. Dennoch ist nicht die Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken, nein es ist an der Zeit, endlich etwas zu verändern. Doch der Reihe nach.

Der Wandel ist nicht mehr aufzuhalten

Was wir erleben, ist ein Wandel sowohl in Europa als auch in den USA. Das spüren insbesondere die immer hilfloser agierenden Protagonisten in der Politik. Ihre sichere und privilegierte Welt gerät ins Wanken und das Volk agiert anders als zuvor und vor allem anders als gewollt. In den zahlreichen Auftritten nach der Wahl in Großbritannien, in den USA, aber auch nach dem Referendum in Italien spürte man regelrecht die Unsicherheit und die Angst der Damen und Herren aus der Politik um ihre Pfründe. Anstatt zu reflektieren, wird man immer trotziger. Dieses Verhalten wird die Sache jedoch keinesfalls verbessern, sondern weitaus verschlimmern und den Frust der Bürger auf die Herrschenden weiter vergrößern und in die Hände von Populisten treiben. Folglich werden wir bei den Wahlen 2017 in Frankreich, Holland und Deutschland heftige Überraschungen erleben.

2017 das Ende des Euros und der EU – Deutschland

Der deutsche Wirtschaftsmotor boomt gegenwärtig unter anderem aufgrund des abgewerteten Euros und des vielen billigen Geldes, und insbesondere die großen exportorientierten Konzerne machen ein Riesengeschäft.

Bei vielen Arbeitnehmern ist der Sachverhalt jedoch ein anderer. Heute arbeiten 22,5 Prozent aller Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor. Weder zahlen sie in die Rentenkassen noch können sie selber für das Alter vorsorgen. Diese Problematik wird augenscheinlich im Jubelrausch des Exportüberschusses und der sprudelnden Steuereinnahmen von der Politik völlig verkannt. Es ist eine Schande, dass die Arbeitnehmer an den Produktivitätssprüngen nicht teilhaben. Weiterhin steigt die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten kontinuierlich. Dies mag momentan für die Wirtschaft von Vorteil sein, da Produkte „Made in Germany“ immer billiger werden. Langfristig wird sich dieser Irrsinn jedoch bitter rächen und uns als Gesellschaft auf die Füße fallen mit extremen Kollateralschäden. Es ist an der Zeit, diese irrsinnige und keinesfalls nachhaltige Wirtschaftspolitik schleunigst zu überdenken, ansonsten steuert Deutschland auf unlösbare Probleme zu.

Prognose für Deutschland für 2017: Das Model Deutschland ist am Scheitern. Steile These, aber die Eckdaten bestätigen uns dies. Wenn jetzt bereits von 40 Prozent vom Nettolohn für die Rente gesprochen wird, können wir nur auf unser 2014 veröffentlichtes Buch „Der Crash ist die Lösung“ verweisen, in dem wir genau diese Problematik schon vorweggenommen haben. Unser gegenwärtiges Wohlstandsniveau werden wir in Zukunft nicht mehr halten können.

Spätestens nach dem Terroranschlag in Berlin ist unser Land ein anderes. Wir hoffen, dass sich ein solches Ereignis niemals mehr in Deutschland, in Europa oder in sonst irgendwo wiederholen wird, befürchten aber, dass dies kein Einzelfall bleiben wird. Den Behörden ist bis heute offensichtlich noch nicht bekannt, wer alles nach Deutschland eingereist ist und noch immer über Deutschlands offene Grenzen einreist.

Deutschlands „großer Bruder“ USA überprüft bereits seit geraumer Zeit jeden Einreisenden äußerst genau. Selbst für europäische Touristen ist es unmöglich, ohne gültiges Visum oder mit einem abgelaufenen Pass in die USA einzureisen. Asylbewerber müssen in den USA einen mehrstufigen Prozess durchlaufen, welcher oft bis zu zwei Jahre dauert. Spätestens seit dem 19. Dezember 2016 wird ein weiter so in der Sicherheits- und Flüchtlingspolitik vielen Menschen schwer zu vermitteln sein.

Das politische Klima in unserem Land wird sich bis zur Bundestagswahl noch erheblich weiter vergiften. Wir werden einen knallharten und hochemotionalen Wahlkampf erleben. Einen Wahlkampf, welcher alle bisherigen Wahlkämpfe in den Schatten stellen wird. Dieser Wahlkampf sowie das Ergebnis dieser Wahlen werden die Spaltung unserer Gesellschaft schonungslos offenlegen. Populistische Kräfte werden weiter auf dem Vormarsch sein und bei der Bundestagswahl erhebliche Erfolge verzeichnen – insbesondere wenn die Devise der großen Parteien lautet „weiter so“.

Es ist keinesfalls in Stein gemeißelt, dass Frau Merkel auch die kommende Kanzlerin sein wird. Wir gehen davon aus, dass die Ära Merkel 2017 ein Ende findet. Diese Meinung haben wir auch schon vor dem Anschlag in Berlin vertreten. Der politische Stein des Wandels ist am Rollen und kann nicht mehr gestoppt werden. Wir gehen gegenwärtig von einer rot-rot-grünen Regierung aus.

Des Weiteren werden zukünftig einerseits die kommunalen Abgaben weiter steigen und andererseits die Leistungen weiter zurückgehen. Wir gehen davon aus, dass im Falle der Einführung der PKW-Maut in Zukunft auch der deutsche Autofahrer zur Kasse gebeten wird. Ferner wird die Finanzielle Repression weiter voranschreiten. Konto- und sonstige Bankgebühren werden weiter ansteigen. Nach dem Gebührenhammer bei der Krankenversicherung sehen wir auch zukünftig weitere Erhöhungen bei den Krankenkassengebühren. Langfristig ist unser Gesundheitssystem in Anbetracht der demographischen Entwicklung nicht finanzierbar. Solange die EZB die Märkte weiterhin mit viel billigem Geld flutet werden wir insbesondere in städtischen Ballungszentren weiterhin mit steigenden Immobilienpreisen rechnen können.

Italien

Italien liegt volkswirtschaftlich gesehen nach wie vor am Boden. Es ist hinlänglich bekannt, dass Italien bis zum Beitritt zum Euro lediglich dank seiner Weichwährung ökonomisch überlebensfähig war. Aufgrund von kontinuierlichen Abwertungen blieben italienische Waren auf den Weltmärkten konkurrenzfähig. Zwischen 1971 und dem Euro-Start verlor die italienische Währung zur D-Mark weit mehr als 80 Prozent. Im Korsett des Euros ist eine Abwertung und folglich ein Päppeln der eigenen Wirtschaft ohne schmerzhafte Reformen durchzuführen, nicht mehr möglich.

Zweifellos geht es dem Land heute wesentlich schlechter als vor der Einführung des Euros. Die Staatsverschuldung liegt mittlerweile bei 137 Prozent. Das Land bekommt seine grassierende Arbeitslosigkeit nicht in den Griff. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt mittlerweile über 40 Prozent und die Gesamtarbeitslosigkeit liegt bei 12,6 Prozent. Die Wirtschaft darbt weiter und die Industrieproduktion des Landes stagniert auf dem Niveau von 1986. Damit lassen sich keinesfalls die Schulden von 2016 bezahlen.

Italiens Banken stehen nach wie vor mit dem Rücken zur Wand. Mehr als 360 Milliarden Euro an faulen Krediten haben die italienischen Banken in ihren Büchern, 198,922 Milliarden Euro davon mit mehr als 90 Tage im Zahlungsverzug. Die Bank Monte dei Paschi, das drittgrößte Kreditinstitute Italiens sowie die älteste noch existierende Bank der Welt, steht vor immensen Problemen und wird entgegen der EU Gesetze verstaatlicht. Von knapp 110 Milliarden Euro Kreditvolumen gelten laut EZB mindestens 47 Milliarden als akut ausfallgefährdet. Das Referendum im Dezember ist nicht im Sinn der Regierung und der EU ausgegangen. Ministerpräsident Matteo Renzi ist nach dem Scheitern seiner Verfassungsreform zurückgetreten.

Prognose für Italien für 2017: Italiens Banken werden in Kürze die Hand nach frischen Geld aufhalten müssen. Ob das Geld vom italienischen Steuerzahler kommt, ist noch nicht klar. Wir gehen jedoch davon aus, dass genau das geschieht und eben nicht die Gläubiger zur Kasse gebeten werden. Bei Monte dei Paschi wurde die Bankenunion schon innerhalb kürzester Zeit ad absurdum geführt. Wir prognostizieren jetzt schon, dass immer neue Milliardenlöcher bei der Bank und bei anderen Geldinstituten gefunden werden. Das letzte Referendum hat ganz klar bestätigt, dass es auch zukünftig in Italien keine tiefgreifenden Strukturreformen geben wird. In Italien gab es seit 1948 insgesamt 60 Regierungen, und bald wird es wieder eine neue Regierung – wir gehen von baldigen Neuwahlen aus.

Wir gehen davon aus, dass bei diesen Neuwahlen die Euro- und EU-feindlichen Parteien als Sieger hervorgehen. Im Falle eines Wahlsieges der 5-Sternebewegung und einer starken Lega Nord ist von einem Referendum bezüglich eines Euroaustritts Italiens auszugehen. Gegenwärtig sehen wir die Chance als extrem hoch an, dass sich die Italiener in diesem Falle für einen Austritt aus der Eurozone entscheiden. Die Implikationen eines solchen Austritts möchte sich heute weder jemand in Rom, Brüssel, Berlin noch bei der EZB in Frankfurt vorstellen.

Frankreich

Die Wirtschaftsmacht Nummer zwei in der Eurozone unser wichtigster Partner und Absatzmarkt in Europa kommt – nicht auf die Beine. Ebenso wie die Italiener haben auch die Franzosen ihrer Währung fleißig abgewertet um Wettbewerbsfähig zu bleiben. Allein zwischen 1971 und 1989 verlor der französische Franc mehr als die Hälfte seines Wertes. Tiefgreifende Strukturreformen sind im Lande des „savoir-vivre“ dringend erforderlich, jedoch von der Bevölkerung genauso wie in Italien nicht erwünscht. Das französische Arbeitsgesetz („Code du Travail“) regelt auf knapp 4.000 Seiten von Toilettenpausen bis zur Größe der Bürofenster so ziemlich alles. Folglich ist der Arbeitsmarkt des Landes entsprechend starr und international nicht konkurrenzfähig.

Der Euro ist für Frankreich genauso wie für Italien viel zu stark. Die volkswirtschaftlichen Eckdaten zeigen den desaströsen Zustand des Landes schonungslos auf. Die Industrieproduktion liegt nach wie vor auf dem Niveau von 1995. Die Verschuldung liegt mittlerweile bei 2,17 Billionen Euro. Das sind 98,4 Prozent des BIP. Bereits 2013 haben die drei großen Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitsch Frankreich das Spitzenrating aberkannt. Das Land hat auch 2016 seine Arbeitslosigkeit nicht in den Griff bekommen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 24 Prozent. Nur wenn sich Frankreich reformiert und wieder auf die Beine kommt, kann die Euro-Zone langfristig existieren. Dies sehen wir gegenwärtig jedoch nicht.

Prognose für Frankreich für 2017: In Frankreich wird am 23. April 2017 ein neuer Präsident bzw. eine neue Präsidentin gewählt. Es ist davon auszugehen, dass es zu einer Stichwahl am 7. Mai 2017 kommt. Sollte sich die wirtschaftliche Lage in Frankreich nicht verändern – wovon wir nicht ausgehen – dann ist ein Wahlsieg Marie Le Pens vom Front National keineswegs abwegig. Dieser Wahlsieg wird dann Europa vollends auf den Kopf stellen und das schleichende Ende der EU und des Euros endgültig einläuten.

Griechenland

Griechenland ist nach wie vor pleite! Es wird von höchster Ebene seit Jahren nichts weiter als Insolvenzverschleppung betrieben. Wir werden das Steuergeld für die „Griechenlandrettungspakete“ nie wiedersehen, das sollte uns allen klar sein. Bei der letzten Tranche für Griechenland, Ende Oktober 2016, in Höhe von 2,8 Milliarden Euro, war es eigentlich Bedingung, dass der IWF sich an dieser ebenfalls beteiligt. Der IWF hatte sich jedoch mit der Begründung verwahrt, dass Griechenland niemals in der Lage sein wird, seine Schulden zurückzuführen. Kein Politiker konnte uns bisher erklären, wie das bankrotte Griechenland das Geld jemals zurückzahlen kann, wenn nicht einmal Deutschland – als Exportweltmeister mit Rekordsteuereinnahmen im Zuge einer Niedrigzinsphase – es schafft, seine Schulden zu bezahlen. Es ist an der Zeit aufzuhören, gutes Geld schlechtem hinterher zu werfen.

In Griechenland bekommen, laut der Athener Zeitung „Ta Nea“ unter Berufung auf Daten des statistischen Amtes (Elstat) 90 Prozent der Arbeitslosen heute kein Geld mehr vom Staat. In mehr als 350.000 Familien hat niemand einen Job. In Griechenland gibt es Arbeitslosengeld maximal ein Jahr lang. Anschließend gibt’s es nur noch für ein weiteres Jahr eine monatliche Unterstützung von 200 Euro. Wer danach keinen Job findet erhält kein Geld mehr. Auf Grund der dramatischen Lage am Arbeitsmarkt haben in den vergangenen sechs Jahren mehr als 300.000 gut ausgebildete Menschen das Land verlassen. Ein Land ohne Jugend ist jedoch ein Land ohne Zukunft.

Prognose Griechenland: Griechenland wird auch in Zukunft am Tropf der EU hängen. In Griechenland wird es wirtschaftlich weiter bergab gehen. Die Privatisierung von Volkseigentum wird weiter voranschreiten. Weiterhin werden viele junge Menschen mangels Perspektiven ihr Land verlassen. Einen Austritt aus der EU sehen wir für 2017 nicht. Wir gehen davon aus, dass der bitter notwendige Schuldenschnitt/Erlass für Griechenland spätestens nach der Bundestagswahl kommen wird, da das Land niemals seine Schulden bezahlen kann. Staaten bezahlen niemals ihre Schulden. Aus diesem Grunde ist von Investments in Staatsanleihen wie beispielsweise Lebensversicherungen, Riester, Rürup… grundlegend abzuraten und in Sachwerte zu investieren.

Ohne Zins und Verstand – Wahnsinn EZB

Das Epizentrum des Kapitalismus ist in seiner Verzweiflung und mangels Lösungen zur Planwirtschaft der Notenbanken übergegangen. Mittlerweile hat die EZB unvorstellbare 1,23 Billionen Euro mit ihrem fragwürdigen Aufkaufprogramm in die Märkte gepumpt und unser Finanzsystem ad absurdum geführt. Die Politik der EZB ist ganz klar gegen die Kleinen und für die Großen. Heute wird der belohnt, der Schulden macht und der bestraft, der gesund wirtschaftet. Die Bundesrepublik Deutschland, aber auch einige Konzerne, wie beispielsweise Henkel und Sanofi, verdienen Geld mit Schuldenmachen. Das ist weder sinnvoll noch nachhaltig!

Die EZB enteignet mit ihrer wahnwitzigen Notenbankpolitik die Sparer, sorgt für immer höhere Bankgebühren, beraubt junge Menschen der Altersvorsorge, zerstört solide wirtschaftende Banken (Volksbanken, Spar- und Bausparkassen), zerstört Pensions- und Krankenkassen. Und zusätzlich sorgt sie für eine gigantische Blase nach der anderen an den Aktien- und Immobilienmärkten. Der Wohnraum wird dadurch für immer mehr Menschen in vielen Regionen unerschwinglich gemacht, da die Löhne keinesfalls mit den kontinuierlichen Preissteigerungen am Immobilienmarkt mitziehen. Im Dezember 2016 hat Draghi das Aufkaufprogramm verlängert. Folglich werden weitere 540 Milliarden Euro in die Märkte gepumpt und die Blasen an den Aktien- und Immobilienmärkten weiter aufgeblasen. Leider hat sich mit dieser Entwicklung unsere Erwartung erfüllt.

Prognose EZB für 2017: Auch 2017 wird die EZB die Märkte weiter mit billigem Geld „beglücken“ und für Verzerrungen an den Aktien und Immobilienmärkten sorgen. In Zukunft – wir gehen jedoch nicht bereits 2017 davon aus – wird die EZB Negativzinsen einführen. Diese Politik wird zu massiven Bargeldabhebungsbeschränkungen führen. Sollte schlussendlich die von der EZB herbeigesehnte Inflation in ihrer vollen Härte kommen, dann werden wir uns alle warm anziehen müssen. Es stellt sich die Frage wie lange sich die Sparer die Enteignung durch die EZB noch bieten lassen. Das Auflaufprogramm wird auch 2017 weiter Bestand haben um somit den maroden Süden Europas am Leben zu erhalten.

Fazit: Der Euro und die EU sind gescheitert

Spätestens seit der Flüchtlingskrise ist es für jedermann endgültig offensichtlich, dass innerhalb der EU mehr gegeneinander anstatt miteinander gearbeitet wird. Auch heute sind die Positionen zwischen vielen Ländern in der Causa nach wie vor unvereinbar. Während sich die deutsche Wirtschaft nach der Finanzkrise erholt hat und die Industrieproduktion stetig steigt, ist der Sachverhalt in Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Griechenland bekanntlich ein anderer. Die Südschiene Europas liegt wirtschaftlich am Boden, die Industrieproduktion bewegt sich auf dem Niveau der 1980er beziehungsweise 1990er Jahre, die Arbeitslosigkeit ist hoch und die Jugendarbeitslosigkeit extrem hoch.

Hunderttausende Jugendliche unter 25 Jahren mussten und müssen noch immer auf Grund mangelnder Perspektive ihr Land verlassen. Über 800.000 Spanier, 150.000 Portugiesen, über 120.000 Italiener und 100.000 Griechen haben bisher ihrer Heimat den Rücken gekehrt. Wenn die jungen Fleißigen und Gebildeten ihr Land verlassen, dann hat ein Land keine Zukunft. Obendrein sind die Länder – auch dank der Rettung ihrer Banken – bis zur Halskrause verschuldet. Kurzum den Ländern geht es heute mit dem Euro wesentlich schlechter als unter ihren eigenen Währungen.

Fakt ist: der Euro ist zu schwach für Deutschland und zu stark für die Südschiene Europas. Folglich sollten wir uns nicht wundern, wenn populistische Kräfte in vielen Ländern weiter auf dem Vormarsch sind und aus der EU und der Eurozone austreten wollen. Niemals werden die Länder Südeuropas innerhalb der Eurozone wirtschaftlich auf einen grünen Zweig kommen. Trotzdem können sich diese Länder so günstig wie nie zuvor verschulden. Dies bedeutet, dass die Länder praktisch mit billigem Geld dafür belohnt werden, dass es ihnen wirtschaftlich gesehen immer schlechter geht. Das ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn und alles andere als nachhaltig.

Prognose für die EU und den Euro

Die Chancen, dass der Euro 2017 scheitert, stehen nicht schlecht. Wir sehen das Scheitern momentan bei über 50%. Vielleicht wird man nochmals alles in die Waagschale werfen und sich teuer ein wenig mehr Zeit erkaufen. Aber in spätestens in fünf Jahren wird das Notenbankexperiment Euro Geschichte sein. Zu gravierend sind die Missstände und Fehlkonstruktionen, zu krass die Zerstörungskraft im Zinskorsett der EZB für die Länder.

EU- und Eurokritische Parteien werden weiterhin auf dem Vormarsch sein. Wir gehen in den Niederlanden von einem Sieg von Geert Wilders aus, in Frankreich sehen wir momentan Marie Le Pen als zukünftige Präsidentin der Republik und die AFD wird bei der Bundestagswahl eine entscheidende Rolle in Deutschland spielen. Diese Entwicklungen werden die EU weiter demontieren. Sollte keine radikale Kehrtwende bei den politischen Eliten innerhalb der EU stattfinden, ist diese zum Scheitern verurteilt. Dieses Umdenken ist sehr unwahrscheinlich.

Die Problematik der Migration wurde keinesfalls gelöst. Nirgendwo werden die unterschiedlichen Weltbilder innerhalb der EU deutlicher als hier. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass sich diese grundverschiedenen Positionen in Zukunft verändern werden. Die Visegrád-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn werden auch zukünftig keine Flüchtlinge aufnehmen, und Schweden, Dänemark, Frankreich und Österreich haben ihre Einwanderungspolitik grundlegend geändert. Dennoch wird in Zukunft die Migration in Richtung Europa weiter erheblich zunehmen, da die Krisen in der Welt nicht gelöst sind.

Wir sprechen hier bewusst von Europa, da andere klassische Einwanderungsländer wie beispielsweise die USA und Australien ihre Türen für Flüchtlinge faktisch zu gemacht haben. Die Wirtschaftsmacht Japan hat diese niemals geöffnet und bis Ende Mai 2016 ganze 27 Flüchtlinge aufgenommen. Insbesondere in Italien und Griechenland werden zukünftig immer mehr Flüchtlinge auf dem Seeweg ankommen. Alleine in Afrika sitzen nicht nur laut Basler Zeitung Abermillionen auf gepackten Koffern. Ein Blick auf die demographische Entwicklung Afrikas ist diesbezüglich hilfreich. Bis 2050 wird sich die afrikanische Bevölkerung verdoppeln. Laut UN-Kriterien befindet sich die Mehrheit der 48 „am wenigsten entwickelten Länder“ in Afrika.

2050 werden in 29 Ländern doppelt so viele Menschen leben werden wie heute – fast alle davon sind in Afrika. Im Niger ist sogar mit einer Verdreifachung der Bevölkerung zu rechnen. In Subsahara-Afrika befinden sich die Top-Ten-Länder mit den höchsten Geburtenraten. Eine Frau bekommt dort im Schnitt fast überall sechs Kinder.

Wie diese Länder in Zukunft noch wesentlich mehr Menschen ernähren können, konnte uns bis dato noch niemand erklären. 41 Prozent der Bevölkerung sind in den am wenigsten entwickelten Ländern unter 15. In den Industriestaaten sind es nur 16 Prozent. In Äthiopien wird die Bevölkerung von 101 Millionen auf 168 Millionen, in Nigeria von 186 Millionen auf 387 Millionen, in der Demokratischen Republik Kongo von 79 Millionen auf 213 Millionen und in Tansania von 54 Millionen auf 134 Millionen ansteigen. Ob der Kontinent eine solche Anzahl an Bewohnern ernähren kann ist äußerst fraglich.

Prognose Märkte

Wir erwarten das die Finanzmärkte im Laufe des Jahres neue Hochs erreichen, aber das Jahr insgesamt negativ beenden werden. Die Wirkungen der planwirtschaftlichen Eingriffe der Notenbanken lassen nach, das Vertrauen schwindet in die Allmacht der immer währenden Geldspritzen. Die Dosis der Marktmanipulationen muss erhöht werden. Das werden die Notenbanken auch weltweit versuchen, weil sinkende Kapitalmärkte nicht gern gesehen werden. Aus diesem Grund gehen wir von einer Verlängerung des EZB-Aufkaufprogramms über 2017 hinaus aus. Markante Zinserhöhungen werden wir nicht sehen. Eher das Gegenteil. Mittel- bis langfristig werden wir Negativzinsen auf breiter Front sehen – die finanzielle Repression gegen die Bürger und Sparer wird weiter zunehmen. Positiv gestimmt sind wir für Sachwerte und Edelmetalle. Auch Bitcoins werden sich ebenfalls positiv entwickeln. Allerdings gepaart mit den üblichen Gefahren.

Die EU, „der Kapitalismus“, „die Marktwirtschaft“ und „die Weltwirtschaft“ stecken in ihrer historisch schwersten und dauerhaftesten Krise. Weltweite Schuldenorgien, Bargeldflut, Nullzinsen, Investment-Blasen, Bankencrashs und Inflationsgefahren bedrohen unser Erspartes und unsere Altersrücklagen. Es ist weder Zeit für Pessimismus noch für Optimismus – es ist Zeit für Realismus.

Über Marc Friedrich und Matthias Weik

Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben 2012 zusammen den Bestseller “Der größte Raubzug der Geschichte“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. Auch mit ihrem zweiten Buch, „Der Crash ist die Lösung“, haben Sie wieder das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014 geschrieben. Am 24. April 2017 ist ihr viertes Buch „Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ erschienen, das sie gemeinsam mit Götz Werner (Gründer des Unternehmens dm-drogerie markt) geschrieben haben. Kontakt: Webseite | Facebook | Weitere Artikel

26 Kommentare zu 2017 endet die Ära Merkel

  1. MutigeAngstfrau // 31. Dezember 2016 um 08:41 //

    EILMELDUNG
    http://www.anonymousnews.ru/2016/12/31/naechster-dolchstoss-fuer-washington-iran-verabschiedet-sich-vom-us-dollar/

    • hubi stendahl // 31. Dezember 2016 um 11:23 //

      Hallo @ MutigeAngstfrau,

      keine gute Nachricht, denn der neue Sicherheitsberater Flynn und Trump selbst sind erklärte Feinde Irans, das wiederum Verbündeter Russlands ist:
      Trump will die Verträge mit Iran kündigen. Es bahnt sich das nächste Schauspiel an.

      https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/11/19/donald-trumps-neuer-kurs-deutet-auf-konfrontation-mit-dem-iran-hin/

      (nach 2 Artikeln müssen Cookies gelöscht werden, sonst kann Artikel nicht gelesen werden)

  2. hubi stendahl // 31. Dezember 2016 um 08:59 //

    Auszug aus der Neujahrsansprache A.Merkels:

    „Die schwerste Prüfung ist ohne Zweifel der islamistische Terrorismus, der auch uns Deutsche seit vielen Jahren im Visier hat. 2016 griff er uns mitten in unserem Land an: in Würzburg, in Ansbach und vor wenigen Tagen erst am Weihnachtsmarkt hier an der Gedächtniskirche in Berlin.
    Und – ja – es ist besonders bitter und widerwärtig, wenn Terroranschläge von Menschen begangen werden, die in unserem Land angeblich Schutz suchen.“

    und weiter:

    „Aber nein – wir Deutschen sollten uns niemals vorgaukeln lassen, eine glückliche Zukunft könne je im nationalen Alleingang liegen“….

    Analyse:

    im ersten Absatz erwähnt sie ausgerechnet nur die 3 Attentate, die definitiv stinken. Die nach derzeitigem Kenntnisstand eher nach Proxyterror, also der Begleitung von Terroristen durch den tiefen Staat riechen. Die zweifelsfrei echten Attentate in Würzburg und Reutlingen erwähnt sie nicht. Das ungeklärte Berliner Attentat nahm sie sofort als islamistischen Terror an und behauptete im Vorfeld, dass der Täter aus der Flüchtlingsszene komme, was bis heute ungeklärt ist. Eine taktische Narretei.

    Ihm letzten Absatz macht sie nochmals deutlich, dass sie bis zur letzten Patrone, unter Destabilisierung und Herstellung eines Chaos im Lande, die Vereinigte Finanz- und Konzerndiktatur EU durchsetzen will.

    Möglich, dass ein großer Teil der Prognosen von Friedrich und Weik eintreffen. Was in der Prognose fehlt ist der Hinweis darauf, dass die Politik, vor allem aber die Hintermänner, immer einen Plan B haben.

    Vor einem Jahr schrieb ich hier, dass Fr.Merkel die Wahl 2017 wahrscheinlich nicht mehr als Kanzlerkandidatin beenden wird und Ursula v.d. Leyen, die bei den Bilderbergern im letzten Jahr den Ritterschlag erhielt, ihr nachfolgen wird.

    Wenn wir genau hinsehen, dann können wir nicht unterschlagen, dass neue Puppen an der Regierung Frankreichs und Italiens nicht automatisch der Rückzug aus dem Euro bedeutet. Grillo hat im Parteiprogramm eine Abstimmung integriert und Le Pen taktiert.

    Wir sehen den Aufbau des Chaos und wir werden größere Events sehen, damit die Ordnung, deren Ordnung, wieder hergestellt wird. Denn die BRD kann gar nicht mehr rückwärts. Sie wäre über Nacht pleite, weil die Target-Salden und alle Bürgschaften fällig würden. Zusammen rund 2 Billionen.

    Es läuft für den Finanzfaschismus immer noch alles nach Plan.

  3. MutigeAngstfrau // 31. Dezember 2016 um 09:17 //

    „Es ist weder Zeit für Pessimismus noch für Optimismus – es ist Zeit für Realismus.“

    Das würde eine vollständige Aufklärung der Bürger voraussetzen, die aufgrund des Alleinvertretungsanspruches der Weltinterpretation durch das Medienkartell unmöglich ist. Die Mehrheit der Menschen hat nicht begriffen, dass 9/11 ein Manöver der Globalistenmafia war und der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ seit Kennedys Ermordung durch dieselbe Gang jedem Wahrheitssuchenden wie ein Brandzeichen aufgedrückt wird.
    Wenn selbst die aus allen Rohren ballernde Migrationswaffe von einer sehr erheblichen Anzahl „der schon länger hier Lebenden“ als internationales Freundschaftstreffen missverstanden wird, wo soll bei derart gnadenlos und über sieben Jahrzehnte planvoll verbildeten Menschen der Empfänger für geopolitische Hintergründe herkommen?
    (sehr erhellend zum Zustand unseres Landes: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/die-wacht-am-rhein-2/)

    Anzumerken wäre noch, dass gut Ausgebildete Deutsche diese Schollen offensichtlich in Scharen verlassen – letztes Jahr spricht man von einer knappen Million.

    Wer bei all demnoch nicht begreift oder zumindest grundlegende Fragen zu stellen beginnt, welche Kräfte von langer Hand den Zusammenbruch der hier anssässigen Völker planen, der hat den Überlebenskampf bereits im nicht mehr lange gemütlichen Vorgarten verloren.
    Viele wird es völlig unerwartet treffen. Aber auch das ist natürlich eiskalt und satanisch geplant.

  4. Nun liegt sie also vor uns, die realistische Prognose. Von vielen Kommentatoren bezeugt und ergänzt. Das einzige, was fehlt, das sind Gegenstrategien. Statt dessen rotieren alle beschleunigt dem großen Abflussrohr entgegen, rudern wild mit den Armen und plärren. Aber ändern wird sich nichts. „Schwupps – weg waren sie!

    Niemand will hören.

    Freiheit für Deutschland! Ein Strategiepapier

    Ein wirksamer Widerstand gegen das System funktioniert nur, wenn man gegen die Hierarchie der Abhängigen das Netzwerk der autark Unabhängigen setzt.
    Deutschland ist –nach wie vor- ein faktisch besetztes Land. Die alliierten Truppen bemühen sich zwar, in der Öffentlichkeit nicht zu stark in Erscheinung zu treten. Aber dennoch bedrohen sie unser Land mit einer latenten Gewalt der Waffen. Sollte es in Deutschland politisch oder wirtschaftlich in eine nicht gewünschte Richtung gehen, würden die West – Alliierten sicher -auch bei uns- nicht zögern, die von Ihnen gewünschte Ordnung mit Maschinengewehren, Panzern und Drohnen wieder her-zustellen.
    Doch ist Deutschland nicht nur rein militärisch fremdbestimmt. Auf der Basis militärischer Präsenz fußt letztlich auch die Kontrolle Deutschlands durch die angloamerikanisch dominierten Bankenkartelle. Auch das ist eine Art von „Besatzung“, die dafür sorgt, unser Land als eine Werkbank in Betrieb zu halten, die beste Waren und Dienstleistungen anbietet und dafür am Ende mit wertlosem Geld „bezahlt“ wird. Die Zwangsmitgliedschaften in der NATO und der EU sollen die militärische und wirtschaftliche Knebelung anziehen und dürften gleichfalls gegen den Willen der Mehrheit des Deutschen Volkes und seiner Interessen gerichtet sein.
    Gekrönt wird dieses Zwangsregime durch die Vorauswahl aller politischen Akteure, die garantiert, stets zu einer Marionettenregierung zu führen, egal, welche Partei diese auch immer stellen mag. Der Wähler hat deshalb gar keine echte Wahl.
    Die von vielen beklagte Haltung Merkels, als Kanzlerin offen gegen die Interessen Deutschlands zu agieren, ist dem latenten Besatzungsstatut unseres Heimatlandes geschuldet und folgt nur dem verlangten Stereotyp:
    „Wer gewählt ist, hat nichts zu bestimmen, wer zu bestimmen hat, ist nicht gewählt!“ Zitat Seehofer.
    Damit hat das Deutsche Volk, fremdbestimmt und durch Waffengewalt bedroht, das Recht zum Widerstand.
    Nun kann sich dieser Widerstand gegen vorgeblich verbündete Besatzungstruppen natürlich weder auf offene Gewalt durch das rudimentäre Deutsche Militär stützen noch auf einen Guerilla-Krieg, da diese unser Land in jedem Falle zerstören würde.
    Ein offener politischer Widerstand, der sich in öffentlichen Demonstrationen und Streikaktionen gegen die Alliierten zeigte, würde von diesen mit Waffengewalt niedergeschlagen werden. Egal, ob dabei alliierte Panzer rollten oder die Marionettenregierung eigene militärische und polizeiliche Kräfte einsetzte: Wir alle würden sehr schnell merken, was diese Demokratie in Wahrheit wert sei und wie schnell uns die Fratze der Diktatur begegnete.
    Nach dieser wenig ermutigenden Bestandsaufnahme, welche die tieferen Sachverhalte natürlich stark verkürzt, bleibt die Frage nach einer geeigneten Form des Widerstandes.
    Der Widerstand, den man nicht als „passiv“ bezeichnen sollte, sucht seinen Ansatz an den Fundamenten des herrschenden Systems.
    Diese Fundamente sind einerseits durch die hierarchische Ordnung gegeben sowie andererseits durch die Abhängigkeiten, welche diese Ordnung erzeugt.
    Den wenigsten sind die verschiedenen Ebenen noch bewusst, von denen das eigene Dasein abhängt. Die grundlegende Rolle der sogenannten „Existenzmittel“ haben die meisten längst aus den Augen verloren. Sie wissen nicht mehr, dass sie -im Sinne einer nachhaltigen Selbsterhaltung- alle primären Existenzmittel, wie sauberes Wasser, gesunder Boden zum Anbau von Lebensmitteln, Energie und saubere Atemluft im Fokus ihrer Bemühungen halten müssen. Keine Abhängigkeit ist größer als zu glauben, Wasser käme aus dem Wasserhahn, Lebensmittel vom Discounter, Strom aus der Steckdose und saubere Luft sei als Spray zu verbreiten. Es hilft dem einzelnen in der Praxis wenig, in diese existentielle Abhängigkeit durch den Zwang zur Spezialisierung geraten zu sein, wie ihn eine sogenannte „moderne“ arbeitsteilige Gesellschaft verlange. Denn während die Bedeutung der Existenzmittel zum Beispiel dem hochangepassten Programmierer im zehnten Stock eines Wohnsilos nicht mehr vor Augen steht, ist diese dem Führungs – Pyramidion der militärisch-industriellen und militärisch – finanzwirtschaftlichen Kartelle nur allzu deutlich. Die Kontrolle über die Existenzmittel ist das wirksamste Machtinstrument, denn bei deren Mangel ist jedermann sehr schnell zu versklaven. Warum glauben Sie, werter Leser, dass etwa Nestle weltweit Wasserquellen aufkauft?
    Zurück zur Strategie des Widerstandes. Wenn man nun schon weiß, sich -in letztlich vielleicht sogar tödlichem Maße- bezüglich seiner Existenzgrundlagen von anderen total abhängig gemacht zu haben, was soll man da wohl tun? Man hat den Grad seiner Spezialisierung zu reduzieren und sich wieder „breiter“ aufzustellen. Wer weiterhin als „Spezialist“ dem Konsum nachjagt und die meiste Zeit damit verbringt, sich die nötigen Geldmittel dazu zu verdienen, bleibt völlig abhängig und kann Widerstand in keiner Form leisten.
    Nur der, welcher die Kontrolle über möglichst alle seine Existenzmittel erlangt, kann einen Machtanspruch, der an ihn herangetragen wird, abweisen.
    Rothschild soll gesagt haben: „Gebt mir die Kontrolle über das Geldwesen eines Landes und mir ist egal, wer die Gesetze macht!“
    Dem ist entgegenzuhalten:
    „Gebt (möglichst) jedem einzelnen die Kontrolle über seine Existenzmittel und ihm kann egal sein, wer das Geldwesen kontrolliert.“
    Damit liegt auf der Hand, welche „harte“ Basis der Widerstand gegen das System eigentlich hat. Es geht um die VERNETZUNG, die vor allem zum Ziel haben muss, die Lebenstüchtigkeit des einzelnen und damit die des Deutschen Volkes wieder zurückzugewinnen.
    Man kann sich bewiesenermaßen sowohl in der Stadt als auch auf dem Lande zu NETZWERKEN zusammenschließen, welche die Selbstversorgung anschieben und damit die Abhängigkeit verringern.
    Man trifft die Kartelle und den von ihnen installierten Schranzenstaat in dem Maße, in welchem man sie nicht braucht. Denn dann kann man sie zunehmend ignorieren. Was soll denn etwa eine Bank unternehmen, wenn Sie -aufgrund einer weitgehend autarken Lebensweise- kaum mehr Geld benötigen?
    Ohne Konsumverzicht und eine weitgehende Rückbesinnung auf die „Werte“ welche unser Dasein –TATSÄCHLICH- bestimmen, werden wir nie frei sein.
    Nur durch Vernetzung und weitgehende Kontrolle unserer Existenzgrundlagen sind wir in der Lage, der herrschenden Hierarchie den Boden zu entziehen.
    Dazu müssen wir unser Leben von Grund auf ändern.
    Zusammenfassung:
    Wir können den Kartellen nur in dem Maße die Stirn bieten, in welchem wir sie nicht brauchen und daher ignorieren können.
    Dem zentralistischen Schranzenstaat, wie er – Gott sei Dank- momentan noch weniger in Deutschland als vor allem in Frankreich anzutreffen ist, muss die Basis entzogen werden. Dann werden wir auch vor seiner monströsen EU – Version geschützt und verschont bleiben.
    Leider wird damit ein Teil der bisherigen Bequemlichkeit wegfallen, sich bezüglich der Versorgung mit Existenzmittel auf dritte verlassen zu können. Ferner kann es einen Staat, der alle und jeden rundherum windelt, ebenfalls nicht mehr geben.
    Statt mit bürgerlichem Versorgungsanspruch auf Politschranzen zu starren und deren Lügen aufzusitzen, wird das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit in den Vordergrund rücken.
    Was die öffentliche Hand nicht mehr leisten kann, wird der Bürger zunehmend übernehmen müssen, möchte er in einem funktionierenden Gemeinwesen leben.
    Das bedeutet Gemeindearbeit und die tägliche Arbeit zur Selbstversorgung. Die Erwerbsarbeit über 8 Stunden Vollzeit wird nicht mehr die Regel sein können, sondern die Teilzeitbeschäftigung.
    Ohne wachsende Lebenstüchtigkeit und Eigenverantwortung keine Freiheit!
    Waltomax (2016)

    • Kommentator // 31. Dezember 2016 um 11:59 //

      @waltomax

      Ganz herzlichen Dank für Ihre, wie ich finde, äußerst wertvollen Beiträge.
      Sie sind eine(r?) der ganz wenigen Kommentatoren, die sich
      a) nicht permanent über andere erheben,
      b) nicht nur analysieren
      sondern:
      c) sinnvolle, fundierte und vor allem PRAKTISCH umzusetzende Dinge ANSTÖßT.
      Danke!

      Nur mal so, aus persönlichem Interesse: Sind Sie Linkshänder?
      (Nicht weil besser, es ist vielmehr die Art wie Sie denken.)
      Selten so was von Rechtshändern erlebt.

      @Angstfrau
      „ Wie wollen Sie die Penner mobilisieren?“

      Wo liegt eigentlich ihr Problem? Haben Sie waltomax nicht gelesen oder nicht verstanden? Eine Selbstorganisation kann nicht von außen „mobilisiert“ werden. Das widerspricht ja grundlegend ihrem Wesen! Sie organisiert sich wohl wie?
      Na, von selbst (oder eben auch nicht)!
      Was es dazu nicht braucht: Leute die meinen, sie müssten andere mobilisieren und sie dann zusätzlich auch noch als Penner, Schlafschafe… tituliert…

      • @Hallo Kommentator, herzlichen Dank für Ihren Zuspruch. (Ich bin Rechtshänder, habe aber links mehr Kraft.)

      • MutigeAngstfrau // 31. Dezember 2016 um 18:44 //

        @ Komma

        Mein Problem liegt in dem Bereich, den offensichtlich Sie nicht verstanden haben.
        Guten Rutsch trotzdem.

  5. MutigeAngstfrau // 31. Dezember 2016 um 11:04 //

    Ja @ Waltomax, sehr fein und auch richtig. Aber mit welchen (hüstel) freien und aufgeklärten Bürgern wollen Sie das durchführen?

    Leute, die sich nicht gegen eine Dummregierung aufbäumen, sind nicht einmal fähig, Ihren eigenen Untergang zu sehen. Eine Dummregierung, die auch vor Atomkrieg auf den eigenen Schollen nicht zurückschreckt. Wie wollen Sie die Penner mobilisieren?

    http://www.anonymousnews.ru/2016/12/31/neue-militaerdoktrin-merkels-schundregierung-sieht-russland-ab-sofort-als-militaerischen-gegner/

    • @Hallo, mutige Angstfrau!

      Hat sich Arminius mit den Römern in offener Feldschlacht angelegt? Nein, er führte einen „Kontextwechsel“ durch und verlegte die Schlacht auf ein Gelände, in welchem er die Spielregeln diktierte und nicht Rom.

      Es geht darum, den Mächtigen und Korrupten ihre Ansatzmöglichkeiten zu entziehen (oder wenigstens zu reduzieren), einen auszunehmen und in Abhängigkeit zu bringen.

      Das geht nur auf der Basis von Existenzmittel – Autarkie und vielen kleinen Einheiten, die man zentral nie in den Griff bekommen kann.

      Heterarchie schlägt Hierarchie.

      Dabei gilt es, als Individuum richtig zu handeln (also an seiner Autarkie zu arbeiten) und sich zu vernetzen.

      Wir sprechen da von Selbstorganisation und nicht von einer zentral gelenkten Bewegung durch irgend eine zweifelhafte Lichtgestalt.

  6. Die harte Wahrheit

    In der Natur waltet immer noch das Selektionsprinzip. Wer sich nicht anpassen kann, stirbt als Individuum und schließlich als Spezies.

    Wir sind inzwischen an der Wegmarke angelangt, an welcher sich unsere Zivilisation und Kultur in der gegenwärtigen Form als nicht mehr tragfähig erweist, da sie die Natur zerstört. Und damit auch unsere Lebensgrundlagen.

    Wenn wir nicht dazu kommen, uns in kleineren Einheiten (SMALL IS BEAUTIFUL) aufzustellen, welche an die endlichen Ressourcen und den begrenzten Platz eines kleinen Planeten angepasst sind, werden wir nicht überleben.

    Den Sirenengesängen zu glauben, wonach alles 2017 wieder schöner und besser wird, führt direkt in das Verhängnis. Denn die Politik ist sowohl mit ihren Instrumenten als auch mit ihren Konzepten völlig am Ende.

    Nun weiß ich nicht, was Sie tun werden, aber ich werde auch 2017 folgendermaßen handeln:

    Ausbau meiner Selbstversorgung bezüglich Energie, Nahrung, Wasser und Boden. Erweiterung und Vertiefung meiner Sozialkontakte besonders zum nachbarschaftlichen Umfeld. Forstetzung meiner Forschungsarbeit bezüglich des Implosionsprinzips nach Viktor Schauberger.

    Wichtig wäre -als Leuchtturm – Projekt- die Gründung einer Genossenschaft zur Errichtung „integraler Siedlungen“ nach dem historischen Beispiel des Familistere in Guise und moderner Ausführungen. Ziel: Sicherung und Verteilung aller Existenzmittel auf dezentraler Basis und auf Gegenseitigkeit.

    Aber dazu fehlt mir inzwischen die Kraft. Das müssen Jüngere machen.

    Einen guten Rutsch…

    Aber nicht auf dem Glatteis.

    LG Waltomax

    • hubi stendahl // 31. Dezember 2016 um 11:39 //

      @waltomax

      „Ausbau meiner Selbstversorgung bezüglich Energie, Nahrung, Wasser und Boden. Erweiterung und Vertiefung meiner Sozialkontakte besonders zum nachbarschaftlichen Umfeld.“

      Das habe ich längst mit ein paar Wissenden erledigt. Im übrigen ist es ohnehin gesünder, sich aus dem eigenen Garten Schadstoff minimiert zu ernähren.

      Die Frage ist aber, in welchem Umfeld wir 2020 leben werden. Wollen wir im orwellschen Faschismus leben? Wird es einen initiierten Clash of cultures geben? Mit welchen Konsequenzen? Ich folge Friedrich und Weik nicht in der Ansicht, dass Realismus Pessimismus und Optimismus ersetzen kann.

      Es scheint mir eher Zweckrealismus zu sein, wenn die beiden bei Ihrer Argumentation die soziologische Komponente weitestgehend ausblenden und lediglich über die monetäre Entwicklung berichten. Geld ist vielleicht das wichtigste Mittel, den Überlebenstrieb zu befriedigen, aber bei weitem nicht alles. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Kann man dies bleiben, sollte es zu extremen Verwerfungen kommen?

      • @Hubi:

        Wir leben in einer sog. „arbeitsteiligen“ Gesellschaft. In dieser spiegeln sich die vielfältigen Bedürfnisse angebotsseitig in einer hohen fachlichen Spezialisierung bei der Produktion (und Verwaltung) wieder.

        Da es aufgrund natürlicher Grenzen (Ressourcen, Platzangebot, etc.) eine unendliche Steigerung von Bedürfnissen NICHT geben kann, dürfte auch die sinnvolle Spezialisierung limitiert sein.

        Ab einem bestimmten Zeitpunkt sind die Märkte gesättigt und die Kapazitäten für Vollzeit-Arbeit erschöpfen sich.

        Spätestens dann kann man nicht mehr quantitativ wachsen, sondern muss mit dem auskommen, ws man erreicht hat und dieses optimieren. Das bezeichnet die dann einsetzende Phase qualitativen Wachstums.

        Diese „post-industrielle“ Gesellschaft kann nur dezentral auf der Basis kleiner Einheiten funktionieren, welche den Grad der Über-Spezialisierung langsam reduziert.

        Man muss also die Gesellschaft wieder mehr zu „Generalisten“ machen, welche weniger abhängig (einseitig angepasst) und damit lebenstüchtiger sind.

        Diesen Prozess kann man organsiert durchführen. Oder er läuft chaotisch und destruktiv ab, wenn das System beschleunigt oder gar schlagartig zusammenbricht.

        Wie es aussieht, wird es sich, unter Mord- und Totschlag, auf die Organisationsebene der „Allrounder“ reduzieren.

        Man kann nur raten, sich von der Illusion zu lösen, die klassische Industriegesellschaft sei nachhaltig.

      • Conrath // 1. Januar 2017 um 21:32 //

        „Ich folge Friedrich und Weik nicht in der Ansicht, dass Realismus Pessimismus und Optimismus ersetzen kann.

        Es scheint mir eher Zweckrealismus zu sein, wenn die beiden bei Ihrer Argumentation die soziologische Komponente weitestgehend ausblenden und lediglich über die monetäre Entwicklung berichten.“ Zitatende H.S.

        Dem stimme ich zu.

        Friedrich & Weil haben mMn ängstliche Anleger im Sinn, die beruhigt oder zu sonst was, überzeugt werden sollen, nur, mit diesem verkürzten Interesse/ Argumentationsfeld ist da nichts zu gewinnen.

        Entscheidend sind die Leistungsgrenzen von Formationen (auch Systeme genannt). Diese brechen in Grenzlagen/ -situationen zusammen, nicht das von Ihnen formatierte!

        Bröckelt oder endet etwa die Euro-/ Nato-Formatierung, gewinnen die wirklichen Leistungsträger, Zusammenhänge, Gruppierungen wieder Handlungsmöglichkeiten und ergeben sich damit größere Freiräume für bessere Neuformationen.

        Diese erfolgen parallel zu weiteren Umstellungen in allen Lebens-/ Gesellschaftsgebieten.

        Nachbarschaftshilfen und Genossenschaftsgründungen/ -ausbau können damit einhergehen, flankierend, nicht aber der Neuformatierung widersprechend.

        Von der Leyen war als Ersatzmutti vorgesehen, ja schon, aber wenn das Militärspielen zu teuer wird und die Experten/ Generäle/ Offiziere wissen, wo der Hammer militärtechnisch/ taktisch hängt, dann werden diese Polit-Gangster-Pläne eben zu Makulatur, ganz schlicht und einfach.

        Ich wünsche allen Mitforisten und Autoren Nüchternheit und Begeisterung für die anstehenden, kleineren und größeren, Transformationen im neuen Jahr 2017.

        Und es ist nicht beweisbar, dass uns Menschen nicht auch Hilfe zukommt, wenn und wo wir bereits selbst angefangen haben, mit Selbsthilfe gegen zu steuern.

  7. Das es der Hierarchie darum geht, sich selber zu erhalten, wird man wohl kaum zu deren Umbau in eine Heterarchie übergehen. Statt dessen düften die Verteilungskämpe angeheizt werden mit dem Ziel, die Bevölkerung durch Mord – und Totschlag zu reduzieren. Dies enscheidend zu verschärfen und zu beschleunigen dient natürlich auch die bereits auf uns herniedergehende Migrations-Keule.

    Das ändert aber an der Strategie nichts, sich möglichst autark zu machen und den Grad seine Vernetzung zu steigern. Das bedeutet und ermöglicht dann die Lieferung von Ernte – Überschüssen in kommunale Suppenküchen. Sonst dürfte es hart werden…

    • Es hilft aber nichts, wenn man die Menschen nicht erreichen/überreden kann. Wahlen werden in den Städten und nicht auf dem Lande entschieden, und es gibt nun mal den Unterschied von Stadt und Land und der dazugehörigen Denkweise. Welcher Städter ist bereit, schon jetzt aus düsterer Ahnung, seine augenblickliche Existenz und Wohlstand gefährdend, aufs Land zu gehen?
      Die „geistige“ Verstädterung ist die Basis der systemgefälligen Denkweise.
      Man findet sich, wenn man überhaupt daran denkt, mit einem Vorhandensein eines autarken Lebens auf dem Lande ab, das man in Notzeiten mit Tauschhandel anzapfen kann. Deshalb sind DAFÜR brauchbare Sachwerte wichtig. Und ein vorbereitendes Netzwerk zwischen Stadt und Land zwecks Ergänzung ist auch heute möglich. Zumindest für den Übervorsichtigen. Aber die städtische Masse würde erst auf den letzten Zug aufspringen, wenn ihm der gesellschaftliche und aktuell zivilisatorische Genuß entzogen wird und er erst DANN in Panik gerät.
      Heute wird das noch kaum einer der Verwöhnten einsehen, hieße das doch schon heute Entsagung und Aufgabe von Gewohnheiten.

      • Hallo @Nathan: Bitte auch an die zahleichen Initiativen zum „Urban Gardening“ denken. Beispiel: Essbare Stadt Andernach.

        Guten Rutsch

        Waltomax

  8. Ein wirksamer Widerstand gegen das System funktioniert nur, wenn man gegen die Hierarchie der Abhängigen das Netzwerk der autark Unabhängigen setzt.

  9. Auch mit Gelddrucken ist folgendes nicht zu ändern:

    Da es aufgrund natürlicher Grenzen (Ressourcen, Platzangebot, etc.) eine unendliche Steigerung von Bedürfnissen NICHT geben kann, dürfte auch die sinnvolle Spezialisierung im Beruf limitiert sein.

    Ab einem bestimmten Zeitpunkt sind die Märkte gesättigt und die Kapazitäten für Vollzeit-Arbeit erschöpfen sich.

  10. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß das Konzept der Vernetzung in Genossenschaften mit deren Autarkie zunehmend als das einzig praktikable erkannt wird, aber eben noch nicht allgemeinverständlich so geäußert und beschrieben wird.

    Wenn dann auch noch von F&W die Sicherung der „Sachwerte“ befürwortet und für absolut notwendig erachtet wird, wenn man das „System“ überleben will, dann sind wir doch genau dort angekommen, was Lars Freitag in seinen Büchern und vor allem in seinem Hauptwerk „Geheimsache: Privatisierung“ beschreibt und anregt.

    Weil deutsche Genossenschaften entweder aus falsch verstandenem Optimus gewählt oder aus berechtigtem Pessimismus abglehnt werden, sollte doch angesichts erforderlichen Realismus´ nun endlich das Kind beim Namen genannt werden, mit dem wir die „Krise“ meistern können – mit einer liechtensteinischen Genossenschaft, beispielsweise der Car-Genossenschaft eG in Triesen/FL.

    Es braucht aber keiner befürchten, ein Auffangbecken vorzufinden, wenn er nun in Kürze wirtschaftlich „kalte Füsse“ bekommt. Wir haben in den vergangenen vier Jahren unseres Bestehens sehr viel gelernt und werden unsere Mitglieder sorgsam wählen.
    Wir sind Ihnen sogar behilflich, wenn Ihnen eine eigene Genossenschaft in FL vorschwebt, bei der Gründung zu helfen. Lars Freitag hat in seiner 4. Auflage Kosten genannt und Gründungsmuster dargestellt.

    Mit dem Wunsch, nach schlaflosen Nächten die richtige Entscheidung zu fällen, wünsche ich Ihnen einen gesunden Jahreswechsel.

    Lotar Fleischer
    Verwaltungsrat

    • „Zusammenfassend kann gesagt werden, daß das Konzept der Vernetzung in Genossenschaften mit deren Autarkie zunehmend als das einzig praktikable erkannt wird, aber eben noch nicht allgemeinverständlich so geäußert und beschrieben wird.“

      Neben der Gründung einer Bauträger – Genossenschaft zur Errichtung einer integralen Siedlung eine der Aufgaben für 2017.

  11. Immer mehr Teilzeitstellen sind in D eine Folge des vermehrten Eintritts von Frauen ins Berufsleben, die genau solche Stellen haben wollen. Einerseits werden diese Stellen von der Wirtschaft gefordert, Stichwort Vereinbarkeit von Beruf und Familie, und andererseits ist die Wirtschaft dann wieder Schuld an den „minderwertigen“ Stellen. Es gibt auch genügend Leute, die gerade so viel arbeiten wollen, dass das aufstockende Amt sie in Ruhe läßt.

  12. Onkel Karl // 1. Januar 2017 um 17:27 //

    Würde den Bürgern in ihren Beschäftigungsverhältnissen der tatsächliche Gegenwert ihrer Arbeit als Lohn gezahlt, müßte man sich um die wirtschaftliche Lage in Europa keine Sorgen machen. Aber der da Blick nur auf die Unternehmergewinne gerichtet ist, stimmen zwar die Wirtschaftszahlen für Deutschland ber nicht für den Einzelnen.

  13. Norbert Melber // 16. Januar 2017 um 19:05 //

    Servus, sehr gute und ich glaube ziemlich realistische Prognosis von den beiden „offensichtlich noch nicht vom System gekauften“ jungen Ökonomen Marc Friedrich/Mathias Weik, deren Werke ich schon seit einiger Zeit verfolge. Melde mich in den nächsten Tagen wirklich telefonisch! Carlo

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