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Wenn die „Welt“ durchs Land irrt

Die Twin-S-Ranch in Linda-Mechelroda © Wolfgang Prabel Die Twin-S-Ranch in Linda-Mechelroda © Wolfgang Prabel
Eine im Hauptstadtsumpf schon halb ertrunkene Kulturredakteurin der „Welt“ startete hilflose Versuche, die Eigenarten der deutschen Provinz zu verstehen.

Stadt und Land driften kulturell und politisch zunehmend auseinander. Das hat sich beispielsweise im Wahlergebnis in den Vereinigten Staaten gespiegelt. Die „Welt“ hat, den Bericht einer bionadebürgerlichen Städterin über eine Reise ins Umfeld von Berlin veröffentlicht, um auf diesen immer größer werdenden Bruch aufmerksam zu machen. Es ist bereits der zweite Ausflug von Ronja von Rönne in den nördlichen Speckgürtel der Hauptstadt. „Ein Besuch in einer fremden Welt“, wie sie nach einem ersten Ausflug im Juni nach Groß Schönebeck resümierte[1].

„Das Land ist kultureller Leerlauf. Es gibt dort nichts Neues, nichts Großes, nichts Innovatives. Meist beschränkt man sich darauf, die Historie der Gemeinde im Rathaus auszustellen, dann gibt es noch irgendwas mit Hitler und eine hässliche, überdimensionierte Statue eines Bleistifts in der Mitte des Kreisverkehrs.“

Der Landadel lädt zur Hausmusik

Nun ist die im Hauptstadt- und Drogensumpf schon halb ertrunkene Kulturredakteurin wieder mal nach Brandenburg aufgebrochen, um gesunde Landluft zu schnuppern.[2] Dieses Mal hat sie es nur bis in die Industriestadt Oranienburg geschafft. Sie hat sich fett verlaufen, wenn sie das Land sucht, denn diese Kreisstadt unmittelbar hinter der Berliner Stadtgrenze hat 42.000 Einwohner. In 45 Minuten fährt man mit der S-Bahn zur Friedrichstraße. Nur die Russen sind schneller: „In 15 Minuten sind sie auf dem Kurfürstendamm“.

Ich selbst wohne tatsächlich auf dem Land, in Mechelroda mit 270 Einwohnern. Irgendwas mit Hitler gibt es bei uns nicht, denn Hitler kam nur bis Weimar. Und eine hässliche Bleistiftstatue gibt es mangels eines Kreisverkehrs auch nicht. Der Versuch, in der Dorfkirche mit einem Gedenkkonzert an Liszts „legendarischen Kantor“ Alexander Wilhelm Gottschalg (1827-1908) zu erinnern, wäre am 6. Juni 2015 fast am geringen Interesse der Bürger gescheitert, der Vortragende Michael von Hintzenstern hatte jedoch vorgesorgt und seinen Anhang aus Weimar mitgebracht. Nun erinnert noch eine von Jürgen Postel gestaltete Dauerausstellung an den Musiker Gottschalg, der in der nahrhaften Gemeinde geboren wurde.

Der Landadel veranstaltet im Gutshaus gelegentlich private Hausmusiken. Und in der Twin-S-Ranch gibt es zweimal im Jahr ein Ranchfest mit Countrymusik. Ich habe mir einen Westernhut übers Internet bestellt, wie man ihn in Texas tragen tut. Fast niemand hat mich damit gleich erkannt. Dann gibt es noch die Maifeier auf dem Dorfplatz und ein Straßenfest im Oberdorf. Dessen kultureller Höhepunkt ist das Kuhroulette. Von Tonkonserven dudeln die Highlights der 70er und 80er, weil die Musiker seitdem nichts Vernünftiges mehr zustande gebracht haben. Olli P, Bosse und Rosenstolz will man nicht.

Auf dem Land ist die Kultur sich selbst überlassen. Wo sich engagierte Bürger finden, blüht sie auf, aber das bleibt die Ausnahme. Meist ist das Kulturangebot unterirdisch,“ schrieb Ronja so vor sich hin. Und: „Es ist seltsam, dass man das bei Kultur einfach hinnimmt, während kleinere Gemeinden sich etwa beim Sportangebot nicht lumpen lassen.“

Theater im grauen Sackkleid

Sie ist eben nach Oranienburg gefahren, und nicht in eine kleinere Gemeinde. Die kleinere Gemeinde hat in der Regel keinen Sportplatz und keine Sporthalle. Und damit ist das Angebot auch beim Sport eingeschränkt. In Mechelroda muss man sich zwischen Sportschießen mit dem KK-Gewehr und Reiten entscheiden. Und beim Europameister in diesem Fach – Steffen Schorcht – kann man noch Roping lernen. Das ist das, was Karl May „Lassowerfen“ nannte. 

Die Sportstätten sind sämtlich Privatbetriebe, weil sich die Gemeinde, der Landkreis und der Freistaat Sport einfach nicht leisten können. Selbst der Kinderspielplatz verdankt seine Entstehung zu 80 % privaten Spenden. Die Bürger kümmern sich um das, was sie brauchen, selbst. Und das ist gut so.

In Weimar gibt es nämlich vom Steuerzahler bezahlte Kultur. Die ist meistens Dreck. Einmal hatte meine Freundin zwei Theaterkarten besorgt, um mit einer Bekannten „Maria Stuart“ von Friedrich v. Schiller zu sehen. Leider lag der Mann der Bekannten während der Aufführung gerade im Sterben, und die Bekannte konnte nicht kommen. Also bin ich eingesprungen, um die Karte abzusitzen. Alle in dem Stück vorkommenden Personen hatten dasselbe graue Sackkleid an. Der Schnitt erinnerte mich an die Roben von Claudia Roth. Und die Monologe wurden von allen Schauspielern im Chor gesprochen. Der Regisseur Stephan Märki war trotz dieser offensichtlichen Missstände nicht ins Narrhaus eingeliefert worden.

Die Theaterkritik war von den Chören auch nicht begeistert: Christine Dössel von der Alpenprawda: „Dieser Idee, die die Sprache vom Gefühl trennt, wird alles, was Schillers Drama so leidenschaftsvoll, heikel, menschlich und wild pulsierend macht, untergeordnet“, es bleibe nur »die kühle, technisch präzise Choreografie der Idee bei hoher Konzentration auf die Sprache …: eine Formsache«. Hartmut Krug vom Deutschlandfunk mäkelte: Märki scheitere nicht an der Idee, sondern an der Umsetzung durch einen „leiernden, Schillers Sprache hundsmiserabel verschenkenden Chor“. Ich war also nicht das einzige Männlein im Wald, das die von Steuergroschen alimentierte Staatskultur unterirdisch fand.

Niedliche Frauen mit Rehblick

Spätere Recherchen ergaben noch Hinweise auf die Besetzung der Hauptrolle aus ganz persönlichen Motiven: Die Hauptdarstellerin Lausia Leier (Name geändert) bespielte parallel gerade das heimische Schlafzimmer des Regisseurs. Kurz darauf wurde sie von der tschechischen Buffetteuse Maruscha (Name geändert, Volkszugehörigkeit stimmt aber) abgelöst. Hitzige Eifersuchtsszenen spielten sich in den rückwärtigen Gemächern des Schauspiels ab. Großes Theater – wenn schon nicht auf den Brettern, welche die Welt bedeuten – sondern wenigstens in der Garderobe. Dann doch lieber ein privat finanziertes Kuhroulette.

Ronja von Rönne will das Land kultivieren: „Das Interesse an Kunst, Philosophie, Theater, Film, Architektur, Literatur darf nicht irgendein Luxus für gelangweilte Großstädter mit Sneakersammlung und Profilneurosen sein.“ Aber warum das so ist, diese Antwort bleibt sie uns schuldig. Sie gehört zu den niedlichen Frauen mit Rehblick, denen man abends nicht wiederstehen kann, die man morgens ausgenüchtert aber doch lieber rausschmeißt, um sich das Leben nicht zu verderben.

Der Landbewohner fragt sich oft: „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ Und Ronja resigniert: „Kultur wird auf dem Land oft belächelt oder als elitärer Unsinn abgetan“. Da hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Und sie räumt ja auch ein, dass Berlin Mängel hat:

„Die Enttäuschung verpasst mit einem die letzte S-Bahn, schleicht sich auf Tinderdates, zerstört hoffnungsvolle Start-ups, zuletzt wurde sie auf dem Gelände des neuen Berliner Flughafens gesichtet“.

 

Anmerkungen

[1] https://www.welt.de/kultur/article156381125/Warum-auf-dem-Dorf-einfach-alles-besser-ist.html

[2] https://www.welt.de/kultur/article160172379/Warum-die-Provinz-kulturell-veroedet.html

Über Wolfgang Prabel

Wolfgang Prabel über sich: "Ich sehe die Welt der Nachrichten aus dem Blickwinkel des Ingenieurs und rechne gerne nach, was uns die Medien auftischen. Manchmal mit seltsamen Methoden, sind halt Überschläge... Bin Kommunalpolitiker, Ingenieur, Blogger. Ich bin weder schön noch eitel. Darum gibt es kein Bild." Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

12 Kommentare zu Wenn die „Welt“ durchs Land irrt

  1. @Herrn Prabel

    Feuilleton mit und zu Frau von Rönne, ein Bericht über die/ eine wild kulturierende Räubertochter?

    Hmmm, Unterhaltungswert ist mit Ronjageschichten, Erzählung über/ von Geschichten, schwer zu erreichen, bzw. zu toppen. Was dann bitte, fragt der unbesorgte Leser?

    Natürlich ist dieser Artikel ein Milieubericht aus den Untiefen der Berliner Stadtkultur, einverstanden, soweit, aber ernsthaft:

    Von woher nehmen Sie überhaupt eine weitergehende Erwartung an die Produktionen von Frau Rönne und Ihren Schwestern?

    Wenn es scheinbar nichts mehr zu berichten/ performen gibt, in der/ über die, ‘Stadt des unbegrenzten Zuzugs‘, endlich ist immerhin der Kreuzberg/ Wandlitz-Mief der 80-iger Jahre-Isolation überwunden, oder??

    Was bleibt dann noch, wenn ‘gesinnungspolitische Apolitik‘ (des inneren, vorauseilenden Zensurgehorsams) ‘verbietet‘ etwas Sinnvolles zum Stadt-Land-Kultur-Verhältnisses beizutragen?

    Richtig, es bleibt der Bodensatz einfacher Facebook-Geschwätzigkeit zu jedem und Nichts.

    Erwarten Sie von Facebook-Kultur wirklich mehr?

    Wenn ja, warum eigentlich?

    Grüßend

  2. Hier ein Auszug aus Wikipedia über die Autorin: „Von Rönne wuchs im oberbayerischen Markt Grassau auf. 2011 machte sie ihr Abitur am Staatlichen Landschulheim Marquartstein.[1][2] Anschließend studierte sie zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theaterwissenschaften, später auch Publizistik und Rechtswissenschaften. In dieser Zeit litt sie unter Depressionen und Panikattacken ausgelöst durch ein drogeninduziertes Trauma (LSD-Überdosis).[3][4] Später studierte sie „einen Monat lang“ Publizistik an der Universität Wien.[5] 2013 begann sie an der Universität Hildesheim das Studium Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus; sie brach alle diese Studiengänge ohne Abschluss ab.[4]“

    Damit ist alles gesagt. Ex-Drogenopfer ohne Abschluss aus einem kleinen Dorf in Bayern übt Kulturkritik, da kann man nur drüber lachen und hoffen dass noch genug Popcorn übrig ist. Liegt das am LSD das man sich so blamieren kann?

  3. Hier ein Auszug aus Wikipedia über die Autorin: „Von Rönne wuchs im oberbayerischen Markt Grassau auf. 2011 machte sie ihr Abitur am Staatlichen Landschulheim Marquartstein.[1][2] Anschließend studierte sie zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theaterwissenschaften, später auch Publizistik und Rechtswissenschaften. In dieser Zeit litt sie unter Depressionen und Panikattacken ausgelöst durch ein drogeninduziertes Trauma (LSD-Überdosis).[3][4] Später studierte sie „einen Monat lang“ Publizistik an der Universität Wien.[5] 2013 begann sie an der Universität Hildesheim das Studium Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus; sie brach alle diese Studiengänge ohne Abschluss ab.[4]“

    Ein Ex-Drogenopfer ohne Abschluss aus einem kleinen Dorf in Bayern übt Kulturkritik, damit ist alles gesagt.

    • @Stefano

      Also so gesehen, hat die brave Ronja doch etwas erstaunliches hinbekommen, wenn wir es wie eine nachträgliche Jahresarbeit verstehen. Und machen wir ihr doch keine weiteren Ängste, wenn sie bereits Depressionen hatte, das ist unfair und würde nur ihren jugendlichen Oppositionsgeist herausfordern.

      Nein, bitte loben Sie Ronja, ausgiebig und ihre Generation Dauerpraktikum gleich mit und tadeln Sie lieber den ehemaligen Qualitätsjournalismus, der jetzt auf Schülerzeitungsniveau seine Haltelinien/ Unterstützung sucht, aber wohl nicht finden wird.

      Ich freue mich daher schon jetzt auf weitere Zeitungsschließungen und Übernahmen und trinke derweil mit Ihnen auf die rosige Zukunft dieser Branche der Meinungsmindermächtigen.

      • @Conrath: das ist selbst für Schülerzeitungsniveau noch eindeutig zu tief was die Welt-Journalistin da abliefert.

        Aber ich gebe Ihnen recht, stoßen wir an auf weitere Zeitungsschließungen und genießen weiterhin die Selbstdemontage der Meinungsmindermächtigen.

        Wenn ich mir das unterirdische intellektuelle Niveau von Frau von Rönne anschaue, dann muss ich mich fremdschämen. So viel LSD kann man gar nicht in sich hineinfressen. Ich tippe auf einen IQ i.H.v. ca. 90. Und damit dürfte sie in der Tat eine intellektuelle Überfliegerin in der Welt-Redaktion sein. Knapp hinter Broder 😉

  4. Ja!

    Bruder Broder kann da noch mithalten, im Dreamteam.

  5. @Conrath

    Richtig, es bleibt der Bodensatz einfacher Facebook-Geschwätzigkeit zu jedem und Nichts.

    In die Facebook-Geschwätzigkeit würde ich den Artikel von Herr Prabel und die Kommentare dazu auch einreihen…

    • @Dragao

      Und jetzt die spannende Frage an Sie dazu, Ihren Beitrag würden Sie dann bitte ‚wie‘ einschätzen, lieber Mitforist?
      Hier beginnt und endet doch praktisch-alltägliche Spaltung, Fremdwahrnehmung, das Gruppeninterpretament,…

      • hubi stendahl // 16. Dezember 2016 um 08:55 //

        @Conrath

        Zitat:
        „Und jetzt die spannende Frage an Sie dazu, Ihren Beitrag würden Sie dann bitte ‚wie‘ einschätzen, lieber Mitforist?“

        Sie sind ja noch nicht lange on Board. Insofern dürfte es Ihnen noch nicht aufgefallen sein, dass unser Feigenblatt der Meinungsvielfalt, stets den intellektuellen Widerpart gibt, um im Forum eine Gegenmeinung zu platzieren. Dabei kann diese Gegenmeinung noch so abstrus sein und die Lachmuskeln anregen. Wichtig ist der Zwang anders zu sein als andere. Der Antrieb erwächst also aus :

        „Arroganz ist das Selbstbewusstsein des Minderwertigkeitskomplexes.“
        (Jean Rostand).

        Die beste Reaktion bei zwanghaftem Anderssein beschreibt ein alter Indianerspruch:

        „Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.“
        Alte Indianerweisheit

        Nach dieser Meile durch seine Erlebniswelt bin ich mittlerweile im Frieden mit ihm. Und komme zur Erkenntnis…………..

        ………Einfach ignorieren und ausleben lassen. Macht das nicht die Vielfalt in einem Forum aus? So lange es keine Beleidigungen oder Beschimpfungen sind, scheint mir die Zeit für Reaktionen zu schade.

  6. MutigeAngstfrau // 15. Dezember 2016 um 15:19 //

    In einem Gebiet, auf dem in sicherlich nicht allzu langer Zeit der Kampf ums Überleben beginnen wird, werden derartige Unterhaltungen den Spannungsgrad eines Mitschnittes der Dampfreinigung einer Terrasse haben.
    Und die das Land bemäkelnde Dame wird dann froh sein, vielleicht irgendwo ein Plätzchen neben dem Haferflockensack zu ergattern.

    Für viele ist der anschwellende Gesang verschiedenster Böcke bereits deutlich zu vernehmen. Wen interessiert da noch die Überheblichkeit eines Regisseurleins gegenüber dem unsterblichen Giganten Schiller?

  7. Dieter Mack // 15. Dezember 2016 um 17:14 //

    da irrt eine Kulturredakteurin durchs Land und schreibt darüber. Schreibt sie gut, witzig, aus origineller Perspektive? Diese Fragen scheinen den Kommentatoren unwichtig zu sein! Wäre es vorstellbar, dass jemand, der so durchs Land irrt, unvoreingenommen auf Überraschungen wartet? Fängt das „flache Land“ eigentlich dort an, wo die Stadt aufhört, jenseits der „Todeszone“, wo verrottende Industrieanlagen vor sich hingammeln? Ich selbst lebe in einer Kleinstadt und war neulich mit meinem australischen Neffen auf dem höchsten Turm unserer Gegend. Der junge Mann schaute staunend auf unsere kleinparzellierte Landschaft, auf Dörfer, Kleinstädte, Flüsse und Felder, örtliche Gewerbegebiete, das Kraftwerk und die große, weit entfernte Autofabrik. Auch ich sah das Land unter mir plötzlich mit fremden Augen, als großes, vielfältig funktionales Gemeinwesen. Ähnlich ergiung es mir vor 3 Jahren, als die Bahnstrecke Hamburg-Kiel nach Sturm wegen Holzbruch gesperrt war. Wir fuhren durch das uns zuvor völlig unbekannte Schleswig-Holstein, teils mit Bahn, teils mit Bus. Wir erlebten wortkarge, robust gekleidete Menschen im Feierabendverkehr. Später dann ein Jazzukonzert in einer Scheune, und beim unerwartet lauf aufbrandenden Beifall wurden die englischen Musiker blass vor Schreck. Auch das ist „Land“, man irrt da plan- und ziellos rum, und nimmt einprägsame Erinnerungen mit.

  8. Axel Schweiß // 15. Dezember 2016 um 18:55 //

    Ja, die Rönne…kleine Räubertochter:
    Das hat in der Tat in weiten Teilen Schülerzeitungs-Niveau, weist aber in gewisser Hinsicht aufschlussreiche aufschlussreiche Parallelen zum Lügenfressen-‚Journalismus‘ der sogenannten Alternativen Medien auf. Hier wie da ist der Blick auf die Welt und die Dinge darin vorurteilsbehaftet und durch ideologische Scheuklappen eingeengt, werden billige Klischees verbraten, fehlen die Ernsthaftigkeit und der Langmut, um sich wirklich auf Land und Leute und Stimmungen einzulassen, und wird alles begierig aufgenommen, was die ‚urban Hipster‘-Ideologie auf der einen und den wahn von Globalisten und Psychopathen auf der anderen Seite nährt und unterfüzttert.
    Wie nah Ronja, BM und beispielsweise die mutige Angstfrau tatsächlich beieinander sind, das werde ich in Kürze erläutern.

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