AfD + Pegida nutzen den Mächtigen

Straßenschild der Wall Street. Quelle: Wikipedia / Foto: Vlad Lazarenko / Illustration: GEOLITICO Straßenschild der Wall Street. Quelle: Wikipedia / Foto: Vlad Lazarenko / Illustration: GEOLITICO
Mit rechtsradikalen Auswüchsen und einem neoliberalen Programm lenken AfD und Pegida die Bürger vom tatsächlichen Gegner ab: einem zerstörerischen Kapitalismus.

Spätestens seitdem die Weltwirtschaft 2008 vor dem Abgrund stand, jagt eine Krise die nächste. Die Bedrohung soll immer die gleiche sein: Es gehe um unser Hab und Gut oder noch schlimmer – um unser Leben. Wenn wir die Banken nicht mit Steuergeldern retten, wenn wir Griechenland nicht mit Bankrottdrohungen unterwerfen, wenn wir Putin nicht mit Sanktionen stoppen, wenn wir noch mehr Flüchtlinge ins Land lassen, wenn wir die Terroranschläge nicht mit totaler Überwachung eindämmen usw. … Immer soll uns ein herber Verlust drohen, oder gar der 3. Weltkrieg. So jedenfalls kann man den herrschenden Tonfall von Politik und Massenmedien der letzten Jahre wiedergeben.

Unruhe war im Land

Ein Großteil der Bürger begriff gleich, dass etwas faul im System war und positionierte sich dazu überwiegend links. Die Kritik war deutlich antikapitalistisch. Im Oktober 2011 gingen weltweit Millionen Menschen gegen „Raubtierkapitalismus“, Banken und soziale Ungerechtigkeit auf die Straße. In Deutschland waren es landesweit über 40.000 Bürger, die gegen Kapitalismus und Banken demonstrierten. Unruhe war im Land. Künstler und Intellektuelle schlossen sich der Kritik an.

Selbst führende Konservative wie der inzwischen verstorbene Frank Schirrmacher, damaliger Herausgeber der FAZ, äußerten sich kritisch zum kapitalistischem System. So schrieb Schirrmacher:

„Im bürgerlichen Lager werden die Zweifel immer größer, ob man richtig  gelegen hat, ein ganzes Leben lang. Gerade zeigt sich in Echtzeit, dass die Annahmen der größten Gegner zuzutreffen scheinen.“

Das Volk rief laut. Und begann wieder zu schweigen. Weltkriegsangst, Terrorangst und nicht zuletzt die Angst vor einer unkontrollierten Flüchtlingsflut bestimmten die Debatten im Netz, in Talkshows und Printmedien. Spätestens als im März 2015 bei den Demonstrationen gegen die EZB in Frankfurt ein paar linksmilitante Vermummte kamerawirksam Polizeiautos in Brand setzten, war der Protest gegen Kapitalismus nicht mehr salonfähig. Es ist möglich, dass sich unter die Demonstranten V-Leute gemischt hatten und im Auftrag des Staates den Protesten einen gewalttätigen Anstrich gaben. Es wäre nicht das erste Mal gewesen.

Die Saat in der Mitte der Gesellschaft

Ausschlaggebend für das Verstummen der Kapitalismuskritik war jedoch ein anderer Umstand: Ein für die Aufrechterhaltung des kapitalistischen Systems sehr glücklicher „Zufall“ wollte es, dass auf dem Spielbrett der Systemkritik nun auch rechte Gruppen das öffentliche Bewusstsein erreichten und zur Alternative wurden. Nachdem die gefährlich groß werdende Gruppe von Systemkritikern auf der linken Seite erst einmal gestoppt war, wanderte nun eine große Zahl Enttäuschter auf die rechte Seite – mit freundlicher Unterstützung der Massenmedien.

SPIEGEL und BILD-Zeitung warben schon 2010 für Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab. Die Angst vor Überfremdung durch Muslime und die freie Gesellschaft als deren Opfer“. Über Jahre kam niemand an Sarrazin und seinen steilen Thesen zur Abendlandverteidigung vorbei. Die Saat in der Mitte der Gesellschaft war ausgesät.

Anfang 2013 gründete sich eine Partei, die sich das zu Nutze machte. Die „Alternative für Deutschland“ wurde sofort in alle Talkshows katapultiert und von der Online- und gedruckten Presse zu einer tatsächlichen Alternative hochgeschrieben. Wenig später formierte Lutz Bachmann aus seiner Facebook-Gruppe, die er 2013 als Fluthelfer gegründet hatte, eine Bewegung gegen eine neue „bedrohliche Flut“.

Es ist sicher kein Zufall, dass ihr Name „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ an Sarrazin, aber auch die rechten Thesen von Anders Breivik erinnert.

Rechte Positionen verdrängen Kapitalismuskritik

Kanzlerin Merkel höchstpersönlich hat der Pegida-Bewegung in ihrer Neujahrsansprache 2015 zu einer relevanten Größe in Deutschland gemacht:

„Heute rufen manche montags wieder ,Wir sind das Volk’. Aber tatsächlich meinen Sie: Ihr gehört nicht dazu – wegen Eurer Hautfarbe oder Eurer Religion. Deshalb sage ich allen, die auf solche Demonstrationen gehen: Folgen Sie denen nicht, die dazu aufrufen!“

In einem gesellschaftlichen Klima, welches von Systemkritik und Misstrauen gegenüber der politischen Elite geprägt ist, war das ein unbezahlbarer Werbeplatz zur besten Sendezeit auf ARD und ZDF. Rechte Positionen bestimmten die Debatte und hatten erfolgreich die Kapitalismuskritik verdrängt.

Das ist nicht nur gefährlich, weil rechte Positionen wieder offen diskutiert werden und damit an Akzeptanz gewinnen. Vor allem aber schneiden sich die Anhänger von AfD, Pegida & Co ins eigene Fleisch: Sie spielen genau denen in die Hände, die sie eigentlich kritisieren: der Machtelite.

„Kamp der Kulturen“

Die AfD positioniert sich in ihrem Parteiprogramm streng neoliberal, also gegen die Interessen des Mittelstandes und erst recht gegen die Interessen sozial Benachteiligter. Und Pegida erfüllt mit der Angst vor Überfremdung bzw. der Furcht vor angeblichen wirtschaftlichen und kulturellen Verwerfungen nur entsprechende Planspiele einer US-Elite. Die Abhandlung über ein für das 21. Jahrhundert prognostizierten „Kamp der Kulturen“ ist „erstmals erschienen im Sommer 1993 in der renommierten Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik „Foreign Affairs“ des Council on Foreign Relations“, schreibt Wikipedia.

Pegida und die AfD lenken einen erheblichen Teil von systemkritischen Bürgern von ihrem tatsächlichen Gegner ab – nämlich von der kapitalistischen Elite, die weiterhin auf Kosten der Gesellschaft ihr Vermögen ungestört vermehren kann. Hieraus ergibt sich folgende Situation: Die von kapitalistischen Machtspielen hart getroffenen Flüchtlinge werden zum Feindbild der durch den Kapitalismus benachteiligten Europäer.

Wenn man sich 2011 hätte ausdenken sollen, wie man der breiten Kapitalismuskritik entgegenwirkt, wie dieses kapitalistische System zu schützen wäre, dann wären diese Entwicklungen der perfekte Plan dafür gewesen.

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Über Björn Kügler

Björn Kügler ist freier Schreiber. Auf GEOLITICO beschäftigt er sich vornehmlich mit gesellschafts-politischen und sicherheitspolitischen Themen. Kontakt: Webseite | Facebook | Twitter | Weitere Artikel

14 Kommentare zu AfD + Pegida nutzen den Mächtigen

  1. Karl Bernhard Möllmann // 29. Oktober 2016 um 11:07 //

    . . .
    „TEILE & HERRSCHE!“
    .
    Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!
    .
    DANKE an Björn Kügler

  2. Falkenauge // 29. Oktober 2016 um 11:10 //

    Das ist zu einfach. Die Aufmerksamkeit wendet sich natürlicherweise dem Problem zu, das am unmittelbarsten auf den Nägeln brennt. AfD und Pegida haben ihre Berechtigung, auch wenn es stimmt, dass die AfD das Kapitalismusproblem noch nicht erkannt hat. Aber damit unterscheidet sie sich nicht von anderen Parteien. Die Migrantenströme sind auch von den neoliberalen Globalisten nicht deshalb in Gang gesetzt worden, um vom Kapitalismus abzulenken, sondern zu viel weiter reichenden Zielen s. https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/04/02/globale-planung-der-massenmigration/

    Es stimmt auch nicht, dass die „von kapitalistischen Machtspielen hart getroffenen Flüchtlinge zum Feindbild“ würden. Das trifft nur für die hartnäckig am Totalitarismus des Islam festhaltenden integrationsunwilligen Muslime und Kriminelle zu. Die meisten Menschen kennen die kapitalistischen Ursachen der Verarmung in den Entwicklungsländern, und darüber sind auch anlässlich der Masseninvasion im Netz viele Artikel erschienen, z.B. https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/03/03/der-welthunger-produkt-kapitalistischer-ausbeutung/

    Das Kapitalismusproblem war schon lange vor der Flüchtlingskrise aus dem öffentlichen Bewusstsein geschwunden, vor allem auch bei SPD und Gewerkschaften.

  3. waltomax // 29. Oktober 2016 um 11:34 //

    Der real existierende Kapitalismus ist im Begriffe, sich selber zu zerstören. Falls es denn stimmt, dass die weltweit kursierende Geldmenge den Wert aller realen Güter um das zehnfache (und mehr) übersteigt, dann sind eben mindestens 90% aller Schuldverschreibungen ohne Deckung und daher wertlos. Dieser Umstand muss früher oder später eine „Wertberichtigung“ nach sich ziehen. Das gigantische Überangebot an Kapital findet seinen Niederschlag bereits in negativen Zinsen. Die in eine Rezession rutschende Weltwirtschaft bewirkt darüberhinaus ein weiteres Sinken der Kreditnachfrage, so dass immer weniger Kapital sich „rentieren“ kann.

    Weder wird in steigendem Maße konsumiert noch investiert, da niemand Waren und Dienstleistungen anbietet, die keiner will.

    Dieser Kontext bestimmt nun auch die politische Bühne und legt den Handlungsrahmen von Politik überhaupt fest. So ist es völlig einerlei, ob eine AfD lediglich einen weiterer Auswuchs im Gestrüpp der Systemparteien darstellt, oder nicht. Denn der niedergehende Kapitalismus ist von diesem selbst weder aufzuhalten noch von seinen unterschiedlich maskierten Vasallen zu verhindern.

    Darauf deuten besonders die Verzweiflungstaten der Zentralbanken hin, die Kreditnachfrage mittels negativer Zinsen zu erhöhen. Seitens der kapitalistischen Politschranzen sind angesichts einer explodierenden Verschuldung Wahlgeschenke nicht mehr zu verteilen. Solche haben auf der Basis wertlosen Geldes nur noch sehr kurze Beine. Denn nachkommende Generationen können bestimmt nicht mehr erwirtschaften, was bereits jetzt schon an Zukunft verfrühstückt wurde und noch wird.

    Da die Politik insgesamt handlungsunfähig ist, kann es inzwischen als völlig Wurst angesehen werden, wer da herumhopst, um sich von dem rasch schwindenden Kuchen noch einen Anteil in der Form von Diäten und Nebeneinkünften zu sichern.

    Von den meisten bisher übersehen wird die „Deutsche Mitte“ des Journalisten Hörstel. Dieser versucht derzeit auf einer Welle der Panik zu reisen, indem er auf einen baldigen Crash und Weltkrieg hinweist, den er und seine Partei „gerade noch“ verhindern wollen. Die Partei scheint, ebenso wie die „Pauli-Partei“, zu eng auf Hörstel als Führer festgelegt. Hörstel stellt sein Parteiprogramm ziemlich diktatorisch in den Raum und unterbindet damit jede Entwicklung, angeblich aus Zeitgründen. Für unsreinen, der natürlich eigene Vorstellungen und Vorschläge einbringen möchte, völlig uninterssant. Was bleibt?

    Der natürliche Gang aller Dinge, wie er an dieser Stelle schon oft beschrieben wurde.

    • Bernhard // 29. Oktober 2016 um 20:19 //

      Auf einen fahrenden Zug aufspringen,und sich dann beschweren wenn er nicht ans Steuer gelassen wird.Warum nicht selbst etwas auf die Beine gestellt? Schau Dir Hörstel an, und Du wirst feststellen, er setzt Prioritäten.Erst wird das Schiff gerettet,dann kann auch die Rattenplage bekämpft werden.Wie hat die Schmierenpresse mal argumentiert: Die Wahlen kann man nicht anerkennen,weil die Oposition behindert wurde.Bildet sich eine Oposition aus hunderten Parteien und Organisationen heist es; „auf hinterhältige Weise wurde die Oposition atomisiert“(sowas passiert aber nur in Russland)
      Die AfD mit Ihren U-Booten(sind immer die ersten wenn eine Partei neu gegründet wird)wird nicht die Lösung bringen,genauso wenig wie Pegida,
      von deren Forderungen aber schon einige bei den Blockparteien angekommen sind.So wird der Widerstand im Volk geschickt kanalisiert.
      Gerne denke ich an die Zeit,als die Schmierenpresse die Piraten in die Parlamente gejubelt haben,warum wohl ?? Warum wird die AfD,Pegida,Kopp Verlag,Compact Magazin usw. so massiv von den linken Faschisten attakiert??? Warum hört man nichts in den Medien von Hörstels Mitte,
      oder von der Büßo ??? Was an den Grundfesten rüttelt, wird totgeschwiegen,und somit nicht vorhanden.Analog zur Vergangenheit der Piraten sollten wir unser Augenmerk auf die Partei „DIE PARTEI“ richten.Da fährt die Schmierenpresse wieder das gleiche Spiel.
      Mein Sofortkonzept: täglich tausende Mehls und Briefe an diese Dreckspresse damit sie merkt:So geht das nicht !
      Ich hoffe es bleibt kein Traum

  4. Marcus Junge // 29. Oktober 2016 um 12:49 //

    Ja klar, linker Ergüsse als Heilsversprechen, wahrscheinlich weil dies seit 1917 immer sooooooo gut funktioniert hat, wenn es praktisch probiert wurde und „diesmal wird alles ganz anders“ (die Leichenberge noch höher und die Ruinen direkt zu Staub?).

    Kapitalismus ist das einzige Wirtschaftssystem, welches je funktioniert hat und Wohlstand schuf, für die Massen. Wenn Sie Kritik üben wollen, dann gehen Sie zum Schwundgeld, zum Zinseszins. Dann gehen Sie zum Sozialismus, der den Kapitalismus zersetzt hat. Ein Staat mit jenseits 50% Staatsausgaben für „Sozialleistungen“ (da fehlt das „A“ am Anfang), der die Dinge so reguliert und abwürgt wie in der EU / BRD üblich, ist nicht kapitalistisch, sondern eine andere Art von China, Sozialismus mit Anteilen Kapitalismus (und die werden immer weniger).

    • waltomax // 29. Oktober 2016 um 13:39 //

      Ihr Motto:

      „Die Heilslehre ist gescheitert, weil man sie nicht buchstabengetreu angewandt hat!“

      Es ist natürlich der gleiche Schmarren, den die Kommunisten für ihr Scheitern ins Feld geführt haben.

      Merke: Die Geschichte ist gnadenlos. Der Kapitalismus ist real gescheitert und muss verschwinden.

    • @ Marcus Junge

      Kapitalismus ist das einzige Wirtschaftssystem, welches je funktioniert hat und Wohlstand schuf, für die Massen.

      Das stimmt, ich stimme Ihnen zu.

      Der Fehler des Autors, ist das dieser meiner Meinung nach staatsmonopolistischer Kapitalismus mit Kapitalismus verwechselt.

      Staatsmonopolistischer Kapitalismus.. allso die Verflechtung von Politik, Finanz und Industrie ist tatsächlich zerstörerisch.. und ja wenn im Artikel staatsmonopolitischer Kapitalismus gemeint sein sollte, dann kann ich dem Artikel weitgehend zustimmen.

      Natürlich sind AfD, Pegida & CO. dazu da, das Volk bei Laune zu halten und vom staatsmonopolistischen Kapitalismus, ab zu lenken.

  5. dw-seneca // 29. Oktober 2016 um 15:14 //

    Das derzeitige Finanzsystem sollte man nicht als Kapitalismus bezeichnen sondern als Finanzsozialismus, das eine Umverteilung von unten und aus der Mitte nach ganz oben befördert. Kapitalismus setze ich nämlich gleich mit freier Marktwirtschaft, und kein Mensch käme auf die Idee, unser jetziges Wirtschaftssystem als freie Marktwirtschaft zu bezeichnen.
    Aber davon abgesehen, gehört dieses Finanzsystem auf den Müllhaufen der Geschichte.

  6. P. Herrmann // 29. Oktober 2016 um 15:25 //

    Das Gegenteil ist doch der Fall. Die Linken sehen vor lauter Nazis und böhsen Rechten nicht, daß sie sich mit ihrem Tun von den berühmten 1% vor den Karren spannen lassen. Oder glaubt allen ernstes jemand daß Murksel (samt anderer Regierungen) aus Nächstenliebe erst die finanzierung der UN Flüchtlingslager im Libanon und anderen Nachbarländern eingestellt haben, um dann die „Tore“ zu öffnen für die nun weitergezogenen Kriegsflüchtlinge?

  7. Auch der Herr Kugler hat leider das politisch-soziale Koordinatensystem nicht begriffen, wie es eigentlich ist:
    Links die Sozialisten und Rechts als Gegensatz die Kapitalisten, die man ja nun einmal als DIE Rechten bezeichnen muß. Und dazu gehört CDU und FDP als liberale Klientelparteien des Kapitalismus.

    Die Nationalisten aber stehen dieser Achse von Linken und Rechten gegenüber. Das sollten auch die Nationalisten begreifen, daß sie nicht „rechts“ sind, denn sonst berauben sie sich ihrer intellektuellen Freiheit und Sichtweise auf das rechtskapitalistische System. Und dieses links-rechte antinationale System ist INTERNATIONALISTISCH!

    Zählen wir nun zu den Nationalisten die Pegida und AfD. Eigentlich die ursprünglichen Nationalisten waren die NPD, die erfolgreich in Landtagen saßen und sich heute in starkem Aufwind befänden, wäre da nicht 2013 die AfD gegründet worden, um mit genau den gleichen Parolen wie die NPD, aber gefördert von den Medien, genau wegen dieses NPD-Zerstörungs-Auftrages. Denn man glaubte, die AfD beherrschen zu können, weil deren Gründungsväter waschechte kapitalistische Internationalisten waren.

    Die NPD konnte immer im Zaum gehalten werden durch Unterwanderung, aber vor allem durch Behinderung und Ausgrenzung bis ins Berufliche und Private, siehe öffentlicher Dienst und Ämter. So konnte sich kein fähiger Nachwuchs bilden, weil man in Hinterzimmer und den Untergrund getrieben wurde. Dafür sorgte schon die Antifa, die Gewerkschaften und die das kontrollierenden Medien.

    Mittlerweile wird die AfD genauso ausgegrenzt, weil man gesehen hat, wie durch dieses System auf diese Weise die nationale Opposition NPD vernichtet wurde.

    Wenn nun vor allem alle Nationalisten einsähen, daß sie der Achse von Sozi-Links bis Kapi-Rechts gegenüberstehen, können sie sich inhaltlich viel freier und logischer positionieren. Oder sich verbünden, wie ja eine linksnationale Volksfront sehr gut denkbar und zeitgemäß wäre, wenn es gegen den rechtsextremen Kapitalismusfeind geht, der ein Synonym füe das SYSTEM darstellt!

    Die Themenvielfalt ist groß, bei den meuthenschen Weicheiern in der AfD dürfte die Erkenntnis aber noch sehr weit weg liegen! Deshalb muß die AfD von Nationalisten unterwandert werden.

  8. Carl Sand // 29. Oktober 2016 um 19:57 //

    „wäre da nicht 2013 die AfD gegründet worden, um mit genau den gleichen Parolen wie die NPD, aber gefördert von den Medien“

    Quatsch.

    Die „Parolen“ der AfD wären noch in den 90er Jahren problemlos bei der SPD durchgegangen.

    Unabhängig davon, dass ich in der Kapitalismuskritik vollumfänglich zustimme,
    hören Sie sofort auf mit diesem hysterischen Herumgequietsche und der Naziriecherei.
    Das ist eines denkenden Bürgers unwürdig.

    • @Carl Sand

      Erinnern Sie sich nicht, wie der Alt-AfD-ler Lucke damals in Talk-Shows genau damit konfrontiert wurde und er die (berechtigten) NPD-Parolen wie z.B. „Wir sind nicht das Sozialamt der Welt“ rechtfertigen und publikumswirksam verbreiten durfte?
      Er sollte also die nationalen Protestwähler von der NPD wegsaugen und verdrängte sie so aus dem sächsischen Landtag und zog in weitere Parlamente ein, wo sonst die NPD das nationale Auffangbecken gewesen wäre. Das hat man bei der letzten Kommunalwahl in Hessen gesehen, denn dort, wo die AfD nicht antrat, erzielte die NPD zweistellige Ergebnisse!

      Daß solche Parolen, wie Sie behaupten, in den 90.Jahren bei der SPD durchgegangen wären, erschließt sich mir nun überhaupt nicht.
      Das „System“ wußte, das bei diesen Umständen wie überall in Europa auch in Deutschland die Zeit reif war für eine starke nationalorientierte Partei und hat deshalb die AfD sich (kontrolliert) gründen lassen und die NPD zum Verdrängen mit dem Verbotsbann belegt! Da braucht man nur logisch zu denken!
      Wollen wir zumindest hoffen, daß die AfD sich von der Staatskontrolle freimacht, denn unterwandert wird sie von beiden Seiten! Hoffen wir, daß die nationale und freiheitliche Seite die Oberhand behält, nämlich nur DIE wird gebraucht mit allen ihren Möglichkeiten gegen das internationalistische linke Sozi- und rechte Kapital-System für ein freies Deutschland!

  9. Observer_1 // 29. Oktober 2016 um 19:58 //

    Die hier getroffene links-rechts Schubladisierung aus der Zeit des Klassenkampfes ist nicht mehr zeitgemäß. In der Tat stellt eine solche Schubladisierung einen großen Unfug dar.

    George Soros zählt zweifellos zu einem der größten und skrupellosesten Börsenzocker und Kapitalisten überhaupt. In seinen Interviews vertritt Soros jedoch ausgesprochen linksextremes Gedankengut (bspw. „Global Governance“). Gleichzeitig finanzierte er das rechte Lager in der Ukraine und in Polen, und brüstete sich, den Aufstand am Maidan organisiert zu haben https://reclaimourrepublic.wordpress.com/2014/05/28/video-soros-admits-responsibility-for-sorosobamanulandkerry-coup-in-kiev-and-mass-murder-in-ukraine/ .

    Auch könnten die rechten Thesen von Anders Breivik genauso gut linke sein: Breivik grüßte stets mit der geballten Faust der Kommunisten https://img.washingtonpost.com/rf/image_1484w/2010-2019/Wires/Images/2016-04-20/Reuters/2016-04-20T143642Z_01_CVI109_RTRIDSP_3_NORWAY-BREIVIK.jpg , überraschte die Weltöffentlichkeit am Prozesstag aber plötzlich mit dem Hitler-Gruß https://www.welt.de/img/debatte/kommentare/mobile153324364/6850318487-ci3x2s-wWIDTH/Anders-Behring-Breivik-gestures-as-he-en-2.jpg .

    Für mich zählt einzig und allein das jeweilige Parteiprogramm, und dessen Übereinstimmung mit der gelebten Wirklichkeit. Falls ich eine Partei im politischen Spektrum positionieren möchte, dann nehme ich eine zeitgemäße, zugegeben stark vereinfachte Schablone zu Hilfe http://politiscene.com/ps-content/uploads/2016/02/political_spectrum_left_right_wing.gif .

  10. Hans S. II // 5. November 2016 um 18:51 //

    „Und Pegida erfüllt mit der Angst vor Überfremdung bzw. der Furcht vor angeblichen wirtschaftlichen und kulturellen Verwerfungen nur entsprechende Planspiele einer US-Elite. (…) Die von kapitalistischen Machtspielen hart getroffenen Flüchtlinge werden zum Feindbild der durch den Kapitalismus benachteiligten Europäer.“
    Was ist denn das für ein Schwachsinn? Die durch die unbegrenzte illegale Masseneinwanderung zu erwartende Uberfremdung und die wirtschaftlichen und kulturellen Verwerfungen sind doch nicht „angeblich“, sondern Realität!

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